Indiana Tribüne, Volume 3, Number 1, Indianapolis, Marion County, 14 August 1880 — Page 3

Jndiana T r i b ü n e ."

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Nccht.

Von Philipp Nappaport. Was nickt reckt ist. ist nickt mnralilck, und was nickt moraliick. ist nickt reckt, Es bestebt somit eine aeroisie Identität , , 5 , - '- zwischen Moral und Recht, und e ist - ' ' chwieria von Beiden aetrennt m strecken. ohne dabei bereits Gesagtes zu wiederholen. Die Identität besteht jedoch nur im ' abstrakten Sinne. 5ln der Wikklickkit können sie ost nichts weniger als identisch sein. Denn insofern Recht und Gesetz ein und dasselbe sind, kann das Recht auch 1 1 ' zuweilen unmoraMck und da Mnralilcke nicht Recht sein " I w w I I vm? (,t.M rÄ vv ,(m i m Wir sehen somit, baß das Wort Rechts Khh,ir.-;:. :rx cv v vuiiiiiiuig ucni einen ohiiic bedeutet es das bestehende Gesetz, in dem anderen die durch die nothwendigen gesellschaftlichen Schranken gebundene Freiheit. Die Wohlfabrt des Menschen verlangt. daß das concrete Recht dem abstrakten Recht? entspreche, d. h.,dab das Gesetz gerecht sei. Mit anderen Worten : das Gesetz sollte stets den natürlichen Rechts begriffen entsprechen. Der Rechtsbegriff ist ein Moralbegriff 'und was die Ursachl der Moralbegriffe das wurde im vorigen Kapitel deutlich genug nachgewiesen. In dem Kapitel Moral" sagten wir. daß die Staatsgewalt (selbstverständlich durch Erlaffung vonGesetzen) oft bestimme, was Moral' ist und eben sagen wir. das Gesetz müsse den Rechtsbegriffen entspre chen. Dies scheint aus den ersten Blick ein Widerspruch zu sein, indem nach der einen Ansicht das Recht eine Folge des Gesetzes, nach der anderen das Gesetz eine Folge des Rechtes ist. Man übersehe jedoch nicht, daß wir dort von dem Streite zwischen ;wel Gewalten : der Religion und der Staatsgewalt sprachen, und bafe wir Letz tere als den Ausdrucke der Nothwendigkeit bezeichneten. Die Staatsgewalt in diesem Sinne ge nommen erhebt den Moralbegriff, oder den Nechtsbegriff zu einem Moralgesetz, in fintm Anhtrtn &inne fnnn sie keine Moral schaffen, da nur das Nüklicke oder fflMf.m.nfc;nrtr,f in n ,in,m nnh,J viviowiyi, 0" - I ren Sinne kann die Staatsaewalt wob! stt,f,h Mmfm, di-sps m?s?k wirk nlifr im w w y W4 m vii -vnicht dem abstrakten Rechte entsprechen. Wir haben nun Zweierlei zu thun, erstens zu zeigen, duk das abstrakte Recht sich entwickeln kann ohne Religion, zwei tens, dak unter dem Einfluffe der Religion entstandene Gesetze nicht immer dem ab' strakten Rechte entsprechen. Wir Menschen leben nicht Jeder einzeln für sich, wir leben in Gesellschaft. Wir sind Alle mehr oder weniger aus einander angewiesen und von einander abhängig. Wir stehen zu unseren Nebenmenschen in geschästlichen. gesellschaftlichen, verwandt schaftlichen oder freundschaftlichen Beziehungen. Wir beeinflussen uns gegenseitig in Freude und Kummer, in Glück und in Unglück. Die Gesellschaft besteht aus einer Anzahl menschlicher Individuen und von dem Wohle derselben hängt also dak Wobl der Gesellschaft ab. Für jeden Menschen ist demnach auch das Wohl seiner Nebenmenschen vonWichtigkeit. zum Mindesten von solcher Wichtigkeit, dag er sein eigenes Wohl nicht auf Kosten seines Nebenmenschen fördert. Das gesellZchast liche Zusammenleben der Menschen macht den Frieden zur Nothwendigkeit. Die Menschen müffen sich mit einander vertra gen, denn im anderen Falle müßte jeder Einzelne darunter leiden. Die Gefühle, welche den Menschen zu guten und edlen Handlungen anregen, Freundschaft und Liebe würden nur in ganz verkümmertem Zustande exifliren, dagegen würden Rächsucht und Hatz prädominiren und das Lebe.? wäre ein fortmährender Kampf mit dem Nebenmenschen. , Was dem Einen heute Schlimmes zugefügt wird, könnte morgen durch den Anderen vergolten wer den, und nur mit der Wasse in der Hand würde man sich in seinem Leben und in seinem Eigenthum sicher fühlen. Ein fol cher Zustand ist mit den Beziehungen zivi lisirter Menschen nicht vereinbar, er ist ein Merkmal der Wildheit. Unsere Gesell' schastlichen Berhltniffe gestatten dies nicht, ganz ohne Rücksicht auf Religion, enn die Grundlagen unserer Rechtsan schauungen sind alter als das Christen tlum. Die Egypter, die Phönizier, die Germanen, die Griechen, die Römer hatten besetze, deren Grundlagen den Grundla. gN unserer Gesetze so ziemlich entsprechend sird, ja unser ganzes Rechtverfabren ist den Rechtsverfahren der heidnischenRömer nlehnt.

Wanj einerlei, ob eine Religion rjiflirt.

oder nicht, ganz einerlei, welche Gestalt f'ne kxistirende Religion hat, sobald zwei oder mehr Menschen in Gesellschaft bei '"mmen leben, wird es zu einem Gebote Nothwendigkeit das gegenseitige Äer"amn vurcy ft,te Aegeln zu bejNmmen unv . . m m. . . ist nanj natürlich, baß man versucht Iv'C - CV"!. . r i cm r e et r . D,f,c egein ln ,oiazer lumie ml;u,even. lie Jedem in gleicher Weise zu Gute mmtn uno oaB ne sceinem zum aazi(. .'i. . i t fi c nn eile. woyl aver eoern zum oriyelie ereichen. Im Laufe der Zeit wird die Gesellschaft größer, es ändern sich die Verdaltnme, neue Zustände treten ein und es . i. c t . . s "iiro eme Aenoerung cer, ven sruyeren rV n s mm m . m neryailnm?n angepakten. Regeln lur das P . vm . rv . . gegen elllge verhalten zuiAolywenclgkelt. r. LxHLiB. ,h iw jiwisüihhii Rechtsanschauungen ganz ohne Religion. Unsere Staatsgesetz? würden Mord und Diedstahl verbieten, auch wenn sie in den Zehngeboten nicht verboten wären, gerade so gut, wie sie vorher bei den zivisirten Völkern der damaligen Zeit verboten waren. Die biblische Geschichte . B. erzählt, dab Moses einen Egypter erschlug und das; er, um der Strafe zu entgehen, aus dem Lande floh. Man wird hier vielleicht einwenden, daß alle diese Nationen eine Religion hatten und wenn sie auch nicht an den christlichen Gott glaubten, so glaubten sie doch an eine Vergeltung nach dem Tode, sie glaubten an eine ewige Gerechtigkeit und diese ewige Gerechtigkeit sei die Quelle der irdi schen Gerechtigkeit. Es war jedock nicht die Religion selbst; welche die Entwicklung der Rechtsbegrisfe hervorrief, sondern der Umstand, das diese Völker nicht in verschiedene Neligionssek. ten gespalten waren, hinderte nichl diese Enwicklung. Offenbare Gewaltthätigkeit, ausgeübt oder gutgeheißen im Namen Gottes ist jedenfalls ei Hinderniß für die Entwick lung der Rechlsanjchauung, wenn auch nickt sür die Dauer so doch für die Zeit un0 '"e luamuaiujieiien ocjcuqncn den Pfad jeder Religion, von dem Augenblick an, da sich ihr Jemand in den Weg foHte, oder da sie Jemanden zu fürchten t ra . . . , , begann. Dle Römer verfolgten dle Chn sten. die Christen verfolgten die Juden, die Katholiken die Protestanten, diese da wo sie die Macht hatten, wieder die Katho liken, die Türken unterdrückten, die Chri l sten. die Christen wieder die Türken und ' das Alles ohne den geringsten Anschein von Recht, sondern bloß den Geboten des religiösenFanatismus gehorchend. Weder Leben noch Eigenthum wurde bei all die sen Verfolgungen gefchont und den schon bestkhcnden Rechtsanschauungen schlug man durch die wunderbare Kunst ins Gesicht, auch die schändlichsten Handlungen dadurch zu sanktioniren, daß man Alles sür moralisch erklärte, was zur Verherr lichung der einzig wahren Religion diene und bekanntlich giebt es ja keine Religion, welche nicht die einzig wahre ist. Es war niemals der Staat jselbst, der die Verfolgung der in der Minderheit befindlichen Sekten, die Tödtung der Mitglieder der selben, und Wegnahme des Eigenthums in's Werk setzte. Es war immer die Reli. gion, oder vielmehr deren Vertreter die Pfaffen, welche den Staat nur als Werk zeug gebrauchten. t Beweise dasür liefert die Geschichte genug, so z. B. die Vertreibung der Protestanten durch den Erzbi schof von Salzburg, die Verfolgung aller Nichtkatholiken in Rom u. drgl. m. Das sind nun allerdings vergangene Zeiten, allein selbst heute noch wird in manchen Ländern gewissen R.'ligionssekten ein Theil der bürgerlichen Rechte versagt. Die Emanzipation der Juden, die Toleranz gegen die Dissidenten sind Errun genschaften der neuesten Zeit. Errungenscaften, welche wir gewiß nicht der Reli gion, sondern der Aufklärung zu verdan ken haben und welche wir nicht hätten, wenn die Entwicklung der Rechtsanschauung nicht ohne die Religion vor sich ge gangen wäre. Selbst in Ländern, die als die freiesten gelten übt die Religion heute noch einen das abstrakte Recht verletzenden Einfluß aus. Ich erwähne z. B. die abscheulichen Temperenz und Sonntagsgesetze in den Ver. Staaten (Nordamerikas), welche die puritanische Muckerei hervorgerufen und welche von den freier denkenden Deut schen bis jetzt vergeblich bekämpft wurden. Mit unseren Rechtsanschauungen verträgt es sich nicht mehr, Handlungen, welche an Wochentagen erlaubt und gesetzlich sind, an Sonntagen sür strafbar zu erklären. (Fortsetzung folgt'.)

Amerikanische und deutsche Nniver-

sitatcn. Von der Elementarschule bis hinauf zur Hochschule, kränkelt das amerikanische Schulsystem an dem Gemeinschaden der Oberflächlichkeit. Der Unterricht in ame ikanischen Schulen beschränkt sich nicht elten der Hauptsache nach ausbloßes Auswendiglernen : die Schulprüsung ist im Wesentlichen nickls weiter, als ein Hersagen des Auswendiggelernten. Macht sich dieseOderflächlichkeit schon in den Schulen niederen Ranges sehr störend bemerkbar, so ist Dies doch noch weit mehr in den höheren Schulanstalten der Fall. Erst in neuerer Zeit ist dem Amerikaner die bcffere Einsicht gekommen und in immer weiteren Kreisen wird daZVedürsnik ausgesprochen. diesem Uebelstand abzuhelfen. Von den einsichtsvollsten Fachmännern des Landes ist das das deutsche Untcrrichtssystem cingehend studirt und als das nachahmenswertheste empfohlen werden. Am meisten flößen die deutschen Uni versitäten mit ihrer gründlichen Gelehr samkeit und ibrem gehaltvollen, snstema tischen Wesen dem Anqlo - Amerikaner Respekt' ein. Er v?rhehlt sich nicht mehr, daß die amerikanische Universität weit unter der deutschen siebt. Die meisten biesigen Universitäten und Colleges" stehen kaum böher. als die Gnmnasien oder Realschulen erster Ordnung in Deutschland: manche der lekteren nickt einmal w hoch. Was die deutschen Universitäten vor den biesiaen aanz besonders voraus haben, ist, daß das Studium daselbst ein zwangloseres, freieres ist. Es ist dem deutschen Studenten in die Hand gegeben. sich seinen Studienplan vorzugsweise scl der auszuarbeiten, hier dagegen ist der Cursus ein vorgeschriebener; das Göthe'. sche Wort : Da wird der Geist gar wohl dressirt, in spanische Stiefel eingeschnürt". bewahrheitet sich in seiner ganzen Ausdeh nung auf den Universitäten und Hochschulen dieses Landes. Keine Spur von irgend einer srricn, selbstständigen EntWicklung. Deshalb ist auch der ameri' kanische Gelehrte, falls er nicht auf europäischen Universitäten studirt hat, vor zugsmeiseAutodidakt; denn die Kenntnisse, die er sich auf amertkanrschen Universitä ten erwerben kann, bilden nur eine sehr wacklige Basis sür sein ganzes Wissen. Einer der schlimmsten Fehler amerika J r , . ?.,, rt . v . . 'Nitmer univernialen in aucy cie lurze morenzelr. ier, wo aues ,n mogncy. ster Eile betrieben wird, kann den Leuten das Studium garnicht kurz genug sein, Gleichsam lm Fluge wird Alles betrieben und die Folge davon ist die jammervolle Oberflächlichkeit und selbst Unwiffenhnt, die man bis hinauf in die obersten Schich ten der angloamerikanischen Gesellschaft findet.- Aus dieser Ursache schreibt es fich her, das unsere Republik mit einer unverhältnißmäßig großen Anzahl oberfläch licher Advokaten, Aerzte u. s. w. gesegnet ist. Der Bevölkerung erwächst aus die sem Umstand ein ganz unermeßlicher Nach theil. Ist Einer unversehens an einen schlechten Schneider gerathen, der ihm ei' nen schlechtgemachten Rock liefert, so ist das verdrießlich genug; er wird sich das nächste Mal hüten, demselben wieder Arbeit zu geben. An einen schlechten Arzt oder Advokaten gerathen zu sein ist jedoch mit weit schwierigeren Folgen verknüpft, Ist Jemanden von einem Quacksalber ein Kind zu Tode curirt, oder durch einen Ferkelstecher sein Vermögen schwer geschä. digt worden, so hilft es Nichts, sich vorzu. nehmen, beim nächsten Mal vorsichtiger sein zu wollen. Der erlitteneVerlust wirft vielleicht einen Schatten auf das ganze spätere Leben. Man nennt Amerika mit Recht ein praktisches Land. Die Art und Weise jedoch, wie man hierzulande jun gen Leuten mit oftmals nur oberflächlicher wiffenschastlicher Bildung erlaubt, als erzic vor? 'avoolllttN ZU piamjiren, eher alles Andere, als praktisch. Mit Blindheit und Taubheit geschlagen. Da5 englische Oberhaus hat der schlech ten Meinung, die man von ihm hegte, entsprechend dle irische Entschädigungsbill verworfen. Gladstone'S unverblümte Er klärung im Unterhause, man müsse sich aus so Etwas, wie eine Revolution in Irland gesaßt machen, falls die Bill nicht Gesetz würde, fand bei 232 Lords keinen Glauben oder vielmehr die Zähigkeit, mit der sie an ihrem Besik festhielten, und der Wider wille, ein Titelchen ihrer Vorrechte frei Willig fallen zu lassen, war größer, als die

I'Furcht vor den Folgen einer Zukunst,

welche man mit brutalenMitteln adzuwen den hofft. Wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie zuvor mit Blindheit. Aber auch mit Taubheit ! Die hochcdlen Lords Alt England's sind blind sür die Lehren der Geschichte, welche mit ehernen Lettern die Gründe der Losreißung der amerikanischen Kolonien von England verzeichnet hat ; und sie sind taub sür den rauschenden Flügelschlag dcr Sturmvögel dcr kommenden Volkserhcl ung in Irland. Sie sind blind für die Unzufriedenheit über gewaltige Bedrü tfiing, welche von einer irischen PachterHütte zur andern sich lawinenartig fortwälzt ; und sie sind taub sür die wohlwol' lenden Ermahnungen ihrer Freunde und für die zornigen Verwarnungen ihrer Feinde. Durch die Verwerfung der irischen Entschädigungsbill hat das Haus der Lords die hungernden Jrländer von der Wohlthat des Gesetzes ausieschloffn, sie außerhalb des Gesetzes gestellt und ihnen mit . hochmütigem Höhne gesagt : Wir wollen "" des Vorrechtes r.icht begeben. Euch nach Belieben treten und mit Weib und mv von Haus und pos zagen zu kon ,,cn Dem Isländer ist nunmehr begreiflich gemacht woroen, datz er von der Gesetzgebung nichts zu erwarten hat. Ihm bleibt uur em JUstucuiemillel: er. mulZ ocr rok,en Gewalt die rohe Gewalt entgegense öt. Die edlen Lords werden sich nicht bekla gen dürfen, wenn gegen sie die irischen Pächter in der Vertheidigung der theuerster? Güter, die ein Mensch besitzt : die Heimath und die Familie - unerbittlich d, weil die LorZs unerbittlich gegen die Pacvier waren An den Lords wird sich lediglich die Gc rechtigkeit der Weltgeschichte vollziehen. wenn die von den Lords ohne Entschadi guna cxprovriirten Pächter nunmehr die Lords selbst cxpropriiren, ohne ihnen die geringste Entschädigung zu gewähren. Die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Sie läutet der englischen Aristokratie die Sterbeglocke. Ein Berliner ,Culturbild. J einem feineren Gartenrestaurant der I . Potsdamerstratze zu Berlin saß neulich am Abend eine recht heitere Gesell chast von Damen und Herren beisammen. Es wurde wpfer vom Besten gegeffen und getrunken. ch getoastet, da man einen Geburtstag gierte. Plötzlich wurde die Lustigkeit einen Augenblick durch einen Bettler unterbro ch.n der von der Straße aus hereintrat und um ein Almosen bat. DerArme, dem Anschein nach aus besseren Verhältnissen in tiefes Elend gerathen, erregte bei der heiteren Gesellschaft Mitleid, einigeDamen und Herren griffen in ihre Taschen, um eine Geldspende für den Bettler hervorzu hgn. Dieser edlen Regung trat jedoch ein Herr mit den Worten entgegen : Lie Ut Mann, hier haben Sie eine Adreffe,da giebt es etwas für Sie, wodurch Sie Jh ren Jammer ein Ende machen können!" Dabei drückte er dem Bettler etwas in die Hgnd unb winkte ihm vornehm, abzutre. n. Als der Mann die ihm in die Hand gesteckte Gabe untersuchte, fand tf eine Ge schäftskarte, welche den Namen und die Adreffe eines bekannten hiesigen Waffen Händlers enthielt, der seine gut und sicher treffende Pistolen und Revolver empfiehlt ! Mit thränenerstickter Stimme wandte sich der Bettler bei dieser Entdeckung sogleich an den Wirth des Lokals, dem er die Karte vergab, sich über die Rücksichtslosigkeit jenes hartherzigen Gastes bitter beklagend. In Folge dessen trat Ersterer an den Tisch der heiteren Gesellschaft, die er in heftigen Worten aufforderte, sofort sein Lokal ZU l verlassen, welcher Aufforderung sie klug genug waren, eiligst nachzukommmen. Allen voran ging der würdige WaffenHändler. Der Bettler war schon zuvor davon gegangen, so daß ihm eine seitens des Wirths zugedachte Unterstühung nicht behändigt werden konnte. Bei der Hand lungsweise desHerrn, der als beste Hülfe in der Noth seine Revolver empfiehlt, fällt uns der Coupletrefrain von David Kalisch ein : Da schämt man sich, ein Mensch zu sein !" Soweit der Bericht eines Berliner Blat tes. Aber weshalb um Alles in der Welt nicht den Namen des Jammermenschen nennen, damit er an den Schandpsahl ge schlagen werden könne? jämmerliche 1 Schwächlinge, diese Berliner Preßknechte

Stricke der Waschweiber. In At lanta, Ga.. haben die Waschweiber ' die meistens aus Schwarzen bcstehen, einen allgemeinen Strike gegen ihre weißen Brodhcrrcn und Herrinnen ausgeführt. Sie verlangen hSh.-re Löhne, resp. Ve.zah. lung und in dem Bewußtsein, da& keine Damvf-Wasch-Anstalten oder chinesische Wäschereien inAtlanta vorhanden, sind sie auch Ut entschlossen nicht cher die Arbeit wieder aufzunehmen, bis ihnen die gewünschten Lohn Erhöhungen genehmigt

werden. Dieses Vorgehen und energische 'ersavren dcr tä.warzen Prinzessinnen am Waschtopf ist sür die weiße Bevölkerung von Atlanta sehr störend, wenn man die oben erwäbntcn Vcrhältniffe berücksicktiat und d,e Weiten sehen sich deshalb in der Gewalt der harttzerzigen Schwarzen, die es rublg nut ansetzen können, daß die wei. ßen Jiittglmge mit schmutziger MSsch, Herum lausen. Ukbrigens könnten sich unsere biederen Deutschen, an dem strikten Zusammenhaltender schwarzen Waschwei i'er, in vielen eenun.??n iinh ksx.. ' pt miiv Vlum'lg )o wett es die Einjakkit betrifft. ,in ahmungswüldiges Muster nehmen. ' Feuer-Alarm-S'lgnale. 4 Pennsylvania und Market.! o vaurt.nnirtn-r oes Feuer Departements 6 Ost und New Jork, 7 Mlchigan und Noble. 8 MassachufetteAv. und New-Jerscd. 9 Nord und Vinston. 'vlUDC. 12 No. 2 Engine Haus, Massachusetts Ad. urd Noble.. 1? Fort Wayne Av. und Dclatvare 14 oxt Wayne lv. und New Jerseb. H r Wl . rr t , . , r . . io taauiu?c:ls ?lv. uno Peru. 16 Christian Av. und Ash. I? Park Av. und Butter. 18 Varrows und Malott Av. 19 Är.l'.er und John. 12 (5ollcqe-Äv v'.:e und Siebente Str. 1.4 Älabama und Siebente. 125 Merikia,! und Sicb,me. 126 Judas und Lincolu. 17 Autst.'llunqS.Scbaude. 123 Ctrntral Avenue uno Achte Straße. 131 Alabama und Morrison. 13? R hamlon und Achte Str. i3i Collea'' Avenue un) Zeynte Str. 13' Home Ad nue und Dclaware. 136 Delan are und Michigan.4 21 No. 9 Rcel House, St. Joseph. 23 Pennsylvania und Pratt. 24 Meridian und Zweite. ' 2ö No. ö Engine House, Sechste. 26 Mlssissippl und St. Clair. 27 Illinois und Michigan. 28 Home Av. und Pennsylvania. 29 Vierte und Mississippi. . 212 Tennesstt und William. 213 Pennsylvania und Michigan. 214 Jllmois und Herbert. 31 No. 1. Engine Haus, Jndiana Sv 32 Meridian und Walnut. 84 California und Vermont. 85 Blake und New Jork. S6 Jndiana Av. und St. Clair. 87 Stadt.HospUal. 88 Blake und Nord. 89 Michigan und gneö. 312 Weft und Walnot. 313 W. st und Dritte. 314 Sicbenteund Howard. 41 No. 6 Engine House, West Washington. 42 Gcisendorff's Washington Str. 43 Missouri und New Sork. 45 Meridian und Washington. 46 Jllmois und Obiu. 47 Tennessee und Washington. 48 Kingan's Pork.Haus. 4 Judianola (Stringtown). 4 l2 Missouri und Marhland. 41 Misslssivpi und Wabash. 415 Fe.gusons Porkhaus. 421 I. B. und W. Round San,. 423 Jnsane Asylum. dl No.4. Engine Haus, Süd Jll. 52 Jll nois und Louisiana. , 53 Missouri und McEatthy 54 West und Süd. 56 Georgia und Tennessee. 57 Meridian und Ray. 53 Madison Adenue und Coburn. 59 Madisan Av. und Dunlap. 212 West un Rockwood. 5,13 Kentucty Ave. und Merril. 514 Unian und Morris. 516 Illinois und Kansas. 517 Morris und Dakotah. 61 No. 2 Haiken und Leiter Hau Süd Str. 62 Pennsylvania und Louisiana. 63 Delaware und McCarty. 64 Ost und McCarty. 65 A abama und Virginia Ave 67 Virginia Av. und Bradshaw. s Ost und Coburn. 69 Madison Av. und Pennsylvania. 612 McKernan und Dauyerly. 71 No. 3 Engine Haus, Virginia Ab. 72 Ost und Georgia. 73 Washington und Benton. 74 Georgia und Benton. 75 Forest Av. und Pine 7S Dillonund BateS. 78 Virginia Av. und Dillon. 79 Dillon und Huron. 712 Sprure und Prospekt. 713 Englisch Ave. und Laurel. 714 Orange und'Olive. 715 Scheiby uud Brecher. 81 Market nuö New Jersey. 82 Washington und Dclawar. 83 Washington und East. 84 New Aork und Davidson. 55 Taubstummen.Jnstitut. 86 Ver. St. Arsenal. 87 Washington und Oriental. 89 Staats-BesscrungSanftalt. 812 No. 8 Hose Eo. East Washington Skr. 813 Market und Noble 814 Ohio und Hmvey. , 91 Maryland nahe Meridian. ! o? Mer.dian und Georcia.