Indiana Tribüne, Volume 2, Number 47, Indianapolis, Marion County, 3 July 1880 — Page 7

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I n d i a n a T r i b ü ne ."

Der Vorort deö nordamerikanischen TurnerbundcS hat sich durch die Wahl folgender Beamten und Comiteen organisirt : 1. Sprecher-H. M. Starkldff. 2. Sprecher Heinrich Huhn. Prot. Sekretär F. N. Friedemann. Corr. Sekretär Hugo Gollmer. Schatzmeister I. I. Sutter. Beisitzer I. Tönsseldt, B. Bösewetter, Louis Düstrow, C. A. Stifel. Comite für geistige Bcstreb u n g e n. ,Vom Vorort-C. A. Stisel, Vorsitzer; Hugo Gollmer, Sekretär; R. Bösewetter, Louis Düstrow. Julius Friton vom t. Louis T.-V. C. G. Rathmann, Concordia T.-V. Wm. Mehlkens, Süd St. Louis T.'V. Anton Nacke, Nord St. Louis T.-V. Alb. Currlin, Vorwärts T.-V. Dr. Wm. Drechsler, Socialer T.V.7 Jenner, Carondelet T.V. Christ. Hertwig, West St. Louis T..V. Comite für praktisches Tur n e n. John Tönsseldt, Vorsitzer. Rob. Riecken, Süd St. Louis T.'V. Rob. Reuter, St. Louis T.'V. Gust. Hanssen, Concordia T.-V. Geo. Mügge, Socialer T.-V. Aug. Mügge, West St. Louis T.'V. Die Entsittlichung in Deutschland rnun schon in einem bedauernswerthen Grade vorgeschritten sein. Wie wäre es sonst möglich, daß die Behörde es wagen darf, die Bevölkerung zur Denunciation Holitischcr Gegner geradezu aufzufordern ? Eine Notiz aus Chemnitz vom 7. Juni besagt nämlich: Am gestrigen Sonntage wurde die Bevölkerung von Chemnitz durch eine von der königlichen Amtshaupt Mannschaft 3. und eine von dem Polizei Amte dortselbst unterzeichnete Bekannt machung überrasÄt, welche besagte, daß in neuerer Zeit in hiesiger Stadt und deren Umgebung verbotene, aus dem Auslande eingeschmuggelte Drucksachen, in derenJnhalt in der von früher her hier zur Genüge bekannten Weise zum Umsturz der bestehenden Staats- und GesellschastsorL nung aufgefordert und zum Klasjenhaß. insbesondre gegen Arbeitgeber und Grundstücksbesitzer, angereizt wird, während der Nachtzeit durch Einwerfen in die Häuser und Gärten verbreitet worden find." Die gedachten Organe des Staates und der Stadt appelliren an den gesunden Sinn der Bevölkerung, von wel

chem sie hoffen, er werde verhindern, daß die revolutionären Irrlehren" weiteren Anklang finden, und ersuchei alle Wohl gesinnten-, die ihrerseits etwa gefundenen Druckschriften der geschilderten Art ihnen auszuliefern und zur Entdeckung der Verbreiter beizutragen. Das Denunziationswesen wird also zu einer kaiserlichen Einrichtung erhoben. Ein Jude, als Sultan. Die eng lischen Blätter veröffentlichten eine Depe sche aus Alexandrien, derzufolge sich nun auch der mächtigste Emir Nordarabiens, Ihn Raschid, gegen den Sultan Abdul Hamld empört hat und jetzt die Festung Bozrah im Hanran belagere. Ueber die -sen Emir verlautet Folgendes : Im Nor den Arabiens und zwar nahe der Straße, die von Medina nach Bagdad führt, leben - noch heute einige indischeNomadenstümme, die schon vor der Zerstörung des ersten Tempels von Palestina nach Arabien ausgewandert sind. Ueber diese Stämme herrscht jetzt der genannte Ihn Raschid, dcsien Residenz sich in dem Felsenschlosse Schaubek befindet. Diese Stämme leben noch heute nach den Satzungen der Bibel, zoogegen ihnen die Lehren des Talmud und derRabbiner gänzlich unbekannt sind. -Ihre Muttersprache ist das Arabische und nur Wenige von ihnen verstehen noch hebräisch. Zu diesen Stämmen gehörte auch das historisch berühmte Judenmäd chen Zeinub, das den Propheten Moha med, weil er ihren Bruder Hedar hatte .hinrichten lasten, durch einenLammsbraten 'verqiftet hatte. Diese Juden leben noch immer in Zelten und nähren sich zumeist .von Viehzucht. Dank ihrer Tapferkeit :;ib ihrem kriegerischen Geiste vermochten fit ihre Unabhängigkeit und ihrenGlauben bis auf den heutigen Tag zu erhalten und senden noch jetzt große Geldsummen nach Jerusalem für die dortigen Armen ! Das Landgericht München I. ba am 2. Juni den Schneidergesellen BuchWer. welcher zur Zeit im Zuchthause in der Au eme zehnjährige Freiheitsstrafe eaen Mordversuchs verbukt,. wegen Belcidigung des Königs von Bayern zu 8

Monat Gesängniß verurtheilt. Der Be klagte bereits zweimal wegen Mordver suchs und einmal wegen Majestätsbeleidi gung bestraft, erklärte, daß er die neueril r l(y A aYaiKiaiIMA. .. AQAfd lAA.vA.

u;i -oiuiuiuuu uui utryiuu fiyuuyui habe, um Gelegenheit zu bekommen, über die ihm im Zuchthaus widerfahrene BeHandlung Klage zu führen. Aus dem Staate. T Der South Bend Courier" schreibt: Ein hiesiger Bürger, Namens Joseph Hardy, ging vor kurzer Zeit nach Big Rapids in Michigan. Ein Telegramm aus jenem Platz brachte die Meldung, dab der Genannte dort ertrunken sei, die Leiche aber nicht gefunden werden konnte. ir Herr John Green, in MadisonTownship, Dubois County, wohnhaft, nebst zwei seiner Kinder, ein Arbeiter und zwei Frl. Demott, welche sich bei Herrn Green auf Besuch befinden, entgingen Anfangs letzter Woche mit knapper Noth dem Tode durch Vergiftung. Die betagte Mutter des Herrn Green, welche seit dem Ableben ihres Gatten, Lewis Green, bei ihrem Sohne wohnt, hatte ihrer Schwiegertoch ter aus Versehen Arsenik anstatt Backsoda zur Bereitung des Morgenbrodes gereicht. Man gewahrte sofort den Irrthum, als sich Symptome der Krankheit einstellten. Einem rasch herbeigerufenen Arzte gelang es durch geeignete Gegenmittel die Patien ten dem Tode zu entreißen. T Frl. Nancy Condry, ein Hjähriges Mädchen im Township Union des County Bartholomew, versuchte ein geladenes Reiterpistol zu reinigen. Dasselbe entlud sich, die Kugel drang ihr in die Ginge weide und sie blieb fast auf der Stelle todt. 1l Geo. Sansom, ein etwa 21 Jahre zählender Jüngling in Evansville, war in einem Kornfelde mit dem Pflügen desselben an der Lincoln Avenue ungefähr zwei Meilen außerhalb der Stadt beschäftigt. Der Esel, welcher den Pflug zog. wurde durch Mücken so wild gemacht, daß er ausschlug und dem Sansom das rechte Bein zerschmetterte. ? Die Crown Point Freie Presto U richtet von einem schrecklichen Unglück wie folgt: - Ein trauriger Uufall betraf am Montag Nachmittag die Familie des hier wohlbe Herrn Holzmann von Beecher. Als Frau Holzmann (bester bekannt als Lena Hoffmann) mit ihrem Kinde auf dem Arm das Eisenbahngeleise kreuzen wollte, wurde sie von einem herankommenden Frachtzuge erfaßt und übergefahren, so daß ihr Tod in einerhalbenStunde eintrat; auch ihrem Kinde wurde ein Bein zermalmt, so daß ein Amputation vorgenommen werden mußte. Aber das Kind auch wird nicht am Leben bleiben, da sem Zustand ein sehr kritischer ist. Herr Holzmann befand sich zur Zeit des Unglücks aus dem Wege nach Cincinnati, um an der Convention theilzunehmen, wurde aber gleich von der Lokomotive zurückgeholt, doch hatte seine Frau schon den letzten Athemzug ausge haucht, ehe er anlangte. m m - Humoristisches. Ein Lehrer sprach in seiner Schule über das Sprüchwort : Ein gut'Gemisten ist ein sanftes Ruhekisien." Dabei fragte er einen Schüler: Wenn du in der Schule recht fleißig gewesen bist und deine Schularbeit gut gefertigt hast, nickt 'wahr, dann kann du auch'ruhig schlasen V Schüler : Nein." Lehrer : Oder wenn du den Eltern im mer gehorsam gewesen bist? Schüler: Nein." Lehrer : AberlmeinKind, wenn du einem Armen etwas Gutes gethan hast, dann kannst du ja doch gewiß ruhig schlafen?" Schüler (fast weinend) : Nein, wir ha ben zu viel Wanzen." Während der Cholerazeit erging von der Münchener Polizei das Verbot, daß Jeder, der nach 10 Uhr aus dem Bierhause sich nach Hause begebe, weder singen noch toben dürfe bei 5 st. Strafe. Mehrere Studenten, worunter auch ein bekannter Komiker vom dortigen Theater, hatten im Bockkeller des Guten zu viel getrunken und gingen ziemlich spät und singend auf der Straße. Sogleich vertrat ihnen ein Gen darm den Weg mit der Frage: ob Sie denn das neue Verbot noch nicht gelesen' hätten, daß wer Nachts nach Hause gehe, nicht singen und lärmen solle ? Freilich haben wir es gelesen," erwiderte trocken und ernsthast der Komiker, aber wir gehen noch nicht nach Hause."

Ein probates Mittel. Von der Stimmung in Hamburgigegen Preußen gibt Folgendes im Briefkasten der Hamburger Reform" eine Idee: Zwei preußische Ossiziere im Hamburger Hafen betrachten ein Auswandererschiff; da sagt der Eine zum Andern : Es ist doch stark, daß jetzt so viele Deutsche nach Amerika auswandern; ließe sich nichts dagegen thun?" Vorübergehender Ewerführer : Ja, maken Se man, dat Amerika preußisch wardt, denn geiht keen Minjch mehr hen." Lehrer : Hier seht Ihr, lieben KlN der, eine Baumwollenstaude abgebildet. Die Pflanze ist ein sehr nützliches Gewächs, denn Alles, was der Mensch ost an sich trägt,, hat er dieser Pflanze zu Der danken. Schüler: (für sich) Jetzt möcht i nun a mal misten, ob meine hirschlederne Hosen a auf bet' Stauden g'wachsen is? DieZungederZeit. Mutter: Wer kam denn da schon wie der über den Zuckerhut?" Emilie : Mama ? Da hat gewiß die Zunge der Zeit daran geleckt." Mutter : Was sagst Du da Einfältiges?" Emilie : Nun, hat ja Papa neulich ge sagt, daß der Zahn der Zeit schon an Dei ner Schönheit genagt habe !" Eine Inschrift. Ein Schuhmacher in P. brachte seinen frommen und praktischen Sinn durch fol gende Inschrift an seinem Hause zumAuö druck. Ich lobe Gott und laß ihn walten. Mach neue Schuh' und flick die alten. Gra'ndiös er Vergleich. Helene: Du Mama, wenn aber unser Hans schon so arges Fiebe hat, weil er seine Zähnchen bekommt, was für ein Fie ber muß erst ein Elephant haben, wenn der seine Zähne bekommt."

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