Indiana Tribüne, Volume 2, Number 47, Indianapolis, Marion County, 3 July 1880 — Page 4

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Zndiana Hriöüne. (Wochenblatt.)

Office: Ecke (5ir-!c u. Meridianstr. fJm dritten Stock ) Entered as pccond-class matter at tlie Postollice at Indianapolis, lndiana. . Abonnements-Preise. Inder Stadt durch die Post ins Haus geliefert Per Jahr im Poraus 52.0 Per Nummer ö KeutS. tto Sch'sftl, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 3. Juli 1880. National-Ticket. Für Präsident : James A. Garfield von Ohio. Für VicePräsident : Ehester A. Arthur von New York. Staats-Ticket. Für Gouverneur: Albert G. Porter v ja Marion. Für Lieutenant-Gouverneur: T h o m'a s Hanna von Putnam. Für Richter der Supreme Court: 8. Distrikt-B hron K. E l lio tt von Marion. 5. Distrikt William A. Wood von Clkhart. Für Staats'-Sekretär: E. R. H a w n von Erawford. ' Für Staats.Auditor: Ed. H. Wolfe donNush. Für Siaats-Schatzmeister: Roswell S. Hill von Clay. Für Eeneral.Anwalt. D aniel P. Baldwin von Caß. Für Superintendent des öffentlichen Unterrichts: John M. Bloß von Vanderburg. Für Clerk der Supreme Court : Daniel M. R o y s e von Tippecanoe. Für Revortcr der Supreme Court: F r a n c i ö M. D i c e von Jountain. Marion (5ouny Ticket. Sheriff H c n r y C. A d e m s. Cleck Moses G. McClain. Schameisitt I o h n L. Mothershead. Recorder - Jacob L. Vieler. Richter der Crimina? Court I am e s E. Heller. Staats-Aratt V m. T. b ro w n. Richter der -uperior Court B Y r o n ü. E l l i ott, L. C. Walker. County CommissZre-Joh n H. Smith, Geo. F.McGinnis, ArchibaldGlcnn Staats. Senatoren - (Z e o r g e H. C h a p m a n. Flavius I. Van Vorhis. Legislatoren Thomas McSheehy, I. S. H i n t o n, I o h n W. F u r n a s, Bin so n Carter, I. R. C o t t o n. Die Tarif-Frage. Die Revublikaner sprechen sich in ihrer Platform zu Gunsten des Schutzzolles, die Demokraten zu Gunsten des Finanzzolles aus. De:i Republikanern kann man rae nigstens nicht nachsagen, baß sie das Schutzzollprincip nicht immerdurchgeführt hätten, dagegen haben die Demokraten, trotzdem sie seit Jahren die Mehrheit im Congresse haben, das Princip des Finanz, zolles noch nicht durchgeführt. .Auch sind wir der Meinung, daß die Demokraten das Princip des Finanzzolles niemals durch zusühren beabsichtigen, sondern daß der betreffende Paragraph bloß in die Platform aufgenommen wurde, um den Süden, der keine Industrie hat, zu ködern. Die Demokratie steht stets aus demStand punkte des Pfaffen, der da sagt : Richtet Euch nicht nach meinen Thaten, sondern nach meinen Worten. Was nun die große Arbeitcrbevölkerung betrifft, so ist für sie ein Schutzzoll ebenso unentbehrlich, wie ein Finanzzoll für sie schädlich ist. Wenn auch die Lebenshaltung des am:rikanischen Arbeiters nicht mehr so gut ist, wie früher, so steht sie doch noch immer weit über dem , Niveau des europäischen Arbeiters. Will der Arbeiter verhindern, daß seine Lebenshaltung sinkt so ist ein vernünftiger Schutzzoll eines der besten Mittel dazu. Die Lage des englischen Arbeiters ist derart, daß er auf dem untersten Niveau der Lebenshaltung bereits an gelangt ist. Ihm kann es ganz gleichgül tig sein, -ob in England Freihandel oder Schußzoll ezistlrt. Der amerikanische Arbeiter dagegen muß seine höhere Lebens Haltung schützen. Ein Finanzzoll, der die Einsuhr der durch niedrigeren Arbeitslohn billiger hergestellten Waaren ermöglicht, müßte ein Sinken der Löhne zur Folge haben.

In England undDcutschland mag FreiHandel di? richtige Politik sein, bei uns ist sie es nicht, wie die Ersahrung es schon bewiesen hat. Wir sprechen dabei natürlich nicht vom gbstrakten Prinzip, sondern haben dabei die gegenwärtigen Verhältnisse im Auge. JmSchutzzolle liegt also wenigstens das Prinzip desSchutzes der Arbeit, er ermög licht daZ Festhalten an der höherenLedenö' Haltung. Im Finanzzolle liegt jedoch gar kein Prinzip. Er ist gar nichts weiter als eine besondere Form der Erhebung einer indirekten Steuer. Indirekte Steuern haben mehr, als jede, andere Steuer die Tendenz tfops' steuer zu werden. Sie werden von den Consumenten bezahlt und da die weitaus größte Zahl der Consumenten dem Arbei terstande angehört, so sind die Arbeiter diejenigen, welche am meisten darunter leiden. Die indirekten Steuern sind aber beiden heutigen Machthabern so beliebt, weil man sie demjenigen, der sie wirklich bezahlt nicht abzufordern braucht, und weil er gar nicht weiß, wie viel er an Steuern bezahlt. Bei der indirekten Be steuerung stiehlt man dem Volke so ganz unbemerkt das Geld aus der Tasche. Wenn der Importeur den Zoll bezahlt, so ist er nicht nur sicher, das ausgelegte Geld wieder zu bekommen, sondern er zieht davon denselben Gewinn, den er von dem Preise zieht,wer aber später den importirten Artikel verbraucht, der kann sich nicht mehr ausrechnen, wie viel von dem Preisenden er bezahlt, Zoll, resp. Steuer ist. Und eine Partei, welche das Prinzip der indirekten Besteuerung auf ihre Fahne schreibt, nennt sich in ihrer Platsorm 'Freundin des Arbeiters." Für was halten denn diese Leute die Arbeiter? Glauben denn diese Leute die Arbeiter hätten gar kein Verständniß sür solche Fragen? Diese Leute haben natürlich das Recht für Finanzzölle zu agitiren, aber sie haben kein Recht den Arbeitern Freundschaft zu heucheln.

Nebcrproduktion. Ein Wort ist's das bei Besprechung sozialpolitischer Zustände in neuerer Zeit eben so oft gebraucht als mißbraucht wird. Das Wörtchen nennt sich Ueberproduktion". Ex'.stirt dieselbe, existirt sie nicht ist sie die Ursache der anhaltenden Krise' ober nicht? darüber herrscht noch viel Unklarhcit. Die Ucberproduktion wird als ein Uebel betrachtet. Sie ist es aber nicht. Wenn mehr Güter vorhanden sind, als nothwendig, so ist eben ein Mangel eine Entbehrung nicht denkbar mithin ist das Mehr Vorhandensein der Güter für sich betrachtet kein Uebel. Wie kommt es aber, daß man dennoch über die Ueberproduktion klagt, wie kommt es, daß ein Aiehrvorhandensein vonGebrauchSgegenständen sich in drücken der Weise heutzutage fühlbar macht ? Daran ist die heutige Organisation der Gesellschaft schuld. An den heutigen Zuständen liegt es, wenn das, was den Menschen eigentlich die Befriedigung seiner Bedürfnisse erleichtern sollte wir mei nen den Ueberfluß der Produltion zur Quelle der allgemeinen Noth und Misere wird. Haben wir denn wirklich eine Ueberproduktion, sind wirklich mehr Gebrauchsgegenstände vorhanden, als die Gesammtheit der Menschheit verbrauchen konnte? Keineswegs! Wenn wir die Menge der Erzeugnisse mit der Zahl der Menschen vergleichen, die naturgemäß zum Gebrauch derselben berufen wären, so finden wir, daß noch lange nicht so viel produzirt wurde, als nothwendig ist um denBedürfNissen der'Gesellschast zu genügen. Wenn dennoch über die Ueberzähligkeit von Verbrauchsgegenständen geklagt wird, so liegt dieser Umstand darin, daß nicht Alle die zur Consumtion naturgemäß berechtigt auch wirklich Consumenten sind. Unsere sogenannte Ueberproduktion ist also nur eine relative und keine absolute. Das Uebel steckt nicht in dem Zuviel" der Produkte, sondern in dem Zuwenig" deS Verbrauches und der Kaufkraft. Mit der Verminderung de Lebensbedürfnisse und der Lohnsätze schwindet die Consumkraft des größeren Theiles der Bevölkerung. Nur ein - geringer Bruchtheil der Menschen ist im Stande ais Consument der meisten Jndustrie-Artikel auf zutreten. ' Und nun gehe man hin, nachdem man den Schmachtriemen der Arbeiterklasie enge? gezogen, dieselbe auf die Lebensstellung des Kuli herabgedrängt, und produzire per Dampf und man ist

dort angelangt, wo wir heute sind. Man hat der Produkte zuviel obwohl dieselben im Verhältnisse der Zahl der Consumberechtsten nicht zuviel sind. Man bat Güter aufgestapelt; über mäßige Vorräthe und eine übermäßige Anzahl von Personen, die bei diesem Ueberflusse Mangel und Entbehrung leiden. Die Arbeiter verdienen noch lange nicht so viel als sie zu verbrauchen ick Stande wären, und die Geschästsirelt wäre im Stande noch vier bis fünf Mal so viel Waaren umzusetzen, als es thatsächlich der Fall ist. Also nicht Ueberproduktion sondern Unterconsumtion, daß ist das Uebel an welchem die heutige Gesellschaft laborirt.

Unser dem neuen Census hat Cincin nati 250,915 und St. Louis 474,404 Einwohner. Tcrre Haute hat nach dem neuen Census 26.519 Einwohner. Ein ganz zusriedenstellendes Resultat. In Moßbey (England) striken gegen wärtig 7,000 -8,000 Baumwollenspinner weil ihnen eine verlangte Lohnerhöhung nicht bewilligt wurde. English's grenzenloser Geiz scheint weit und breit bekannt zu sein. DerCinc. Commercial" stellt ihm folgendes Lob aus: Er giebt nicht einen Cent her, ehe er die Göttin der Freiheit zum Schreien gebracht hat. Wie viel gab Garfield bei Gelegenheit des Feuers in Chicago ? fragt der hiesige Sentinel." Jedenfalls gab er mehr und bereitwilliger als der reiche Herr English von hier, von welchem nur mit Mühe N sage ein Dollar auszupreffen war. Wenn Bill English all die Thränen, die er durch seine Hartherzigkeit und Gefühllosigkeit armen Arbeitern und deren Familien auspreßte, hätte verschlucken müssen, dann hätte er mit viel Vortheil eine Salzfabrik anlegen können. An der Delaware Straße nicht weit vom Court'Hause soll Jemand auf einer Fenz sitzen und nicht im Stande sein her unterzukommen. Wer das nur sein mag ? X. 8. Wir hören, daß der Betreffende auf Jemanden wartet, der ihn herunterhebt. Physische Krast soll dazu nicht nothwendig sein. Die amerikanischen Schweine haben in Deutschland einen schlechten Namen. Neuerdings wurde sogar durch einen Erlaß des Reichskanzlers die Jmportation von Wurst und 'Schweinefleisch aus den Ver. Staaten verboten. Die Leute ferchten sich schrecklich vor unsern Trichinen und hier richten doch diese Thierchen so wenig Unheil an. Das Wort Zwang" geht in Deutschland doch schrecklich weit. Da wurden kürzlich in Reichenhall (Baicrn) sämmtliche Bäcker bestrast, weil sie d.as Brod größer machten, als es die Vorschrift angibt. Nach solchen Vorkommnissen sollte es uns gar.nicht wundern, wenn demnächst all die Leute die irgend etwas verschenken, eingelocht werden. Angesichts der bevorstehenden Präsidentenwahl bringt der Telegraph" viele schöne Leidartlkel mit folgenden rührenden Titeln : Vom kranken Mann" Ein neues Dampferunglück" OestcrreichischDeutsch" Eine Anklage gegen die Ni hilisten" Ein Dammbruch am Missi-siPPi"-GewitterstürmeinDeutschla'nd" Eine türkische Palastscene'' u. s. w., U. s. w. Diese Artikel bieten eine außerordentlich ergiebige Quelle der Belehrung über die Präsidentschasts-Candidaten. Am 14 September werden die Freidenker des StaatesNew Z)ork in Hornells ville ihre Jahresversammlung abhalten. Sie haben den Orthodoxen den Vorschlag gemacht einen Geistlichen zu dieser Versammlung zu schicken um über die volliegenden Fragen mit ihnen zu debattiren. Die Reisekosten wollen die Freidenker gerne bezahlen. Trotz alledem werden sich die Herren Pfaffen und ihre Anhänger wohl hüten, dieser Einladung nachzukommen, denn sie werden., sich nicht gerne schlagen .lassen wollen, werden aber als Grund ihres Nichterscheinens angeben, daß ihre Ansichten auf Thatsachen beruhen über welche überhaupt nicht dcbattirt werden kann. Denn Schlaumeier sind ja bekanntlich die Herren Pastoren.

C. F. SCHIIDT

ilillNl-Äi tfaiy (SCHIHIDX'S (Äte berübmttste und besteingerichtetste und "Invisoratins Malt-Extract

vorzüglich anerkannt. Auliräge zum Verschiffen von Lagerbier aus allen Eisenbahn Linien werden prompt erfüllt.

II 1 Griechenland hat in Frankreich neun Millionen Patronen bestellt. Carl Petersen, der berühmteErforscher des Nordpols, ist gestorben. Vom 1. Juni 1879 bis dahin 1880 ist für $162,183,093 mehr in's Ausland verschifft worden, als von daher einge sührt. Die Supreme Court hat sich umsonst protistuirt. Wann wird man endlich einsehen, daß ein wählbarer Richterstand nicht dazu geeignet ist, politische Fragen zu entscheiden? Richard Wagner wurde von einem amerikanischen Unternehmer aufgefordert gegen eine Entschädigung von $50,000 eine Kunstreise durch die Ver. Staaten zu machen. Wir möchten dem Unternehmer und k em Künstler rathen den Plan hübsch fallen zu lassen, denn Wagner, so groß er vielleicht als Componist sein mag, ist und bleibt doch immer ein vorurtheilsvoller, eingebildeter Mansch, der sich wohl schwerlich in Amerika vielLorbeeren holen würde. Die Kindersterblichkeit in New York ist wieder namenlos groß. Trotzdem man jetzt alles Mögliche thut um dieselbe zu , beschränken, greift sie doch von Tag zu Tag mehr um sich. Es ist eben die alte Geschichte, daß der Stall zugemacht wird, wenn das Kalb gestohlen ist. Hätte man schon längst und mit Gwissenhastigkeit sein Auge auf die Tencmcnthäuser in New Vork gerichtet, man hätte es jetzt rnchj nöthig alle Schrauben in Bewegung zu setzen, um der Kindersterblichkeit Einhalt zu thun. Eine Thatsache, welche mehr als alle anderen geeignet ist. für den ehrenwerthen Charakter Garfield's zu sprechen ist die, daß er keinen Wohlstand besitzt. Während viele seiner College als Congreßmitglieder reich geworden sind, besitzt Garfield nach ungefähr zwanzigjähriger Thätigkeit im Congreffe, Nichts als ein bescheidenes Vermögen von ungefähr zwanzig Tausend Thalern, eine Summe, welche sich bei dem Gehalte eines Kongreßmitgliedes innerhalb so langer Zeit leicht sparen läßt. Bedenkt man, daß ein Congrcßmitglied und ganz besonders ein Partejsührer von dem Einflüsse Garficld's jederzeit in der Lage' ist, sich durch krumme Handlungen Reich thüme? erwerben zu können, so spricht der Umstand, daß Garfield kein bedeutendes Vermögen besitzt, sehr zu seinen Gunsten. Schon wieder wurde ein Dampfer von einem grenzenlosen Unglück heimgesucht. Der Dampfer Seamanhaka" gerieth nämlich am Montag auf seiner Fahrt von Peck Slip den Sund hinauf nach Glen Cove, L. I., auf der Höhe von Randalls Island im East River in Brand. Das Feuer entstand infolge einer Explosion im Maschinenraume und die Mitte des Schiffcs stand bald in hellen Flammen. Der Lootse Charles Smith verblieb auf seinem Posten, bis er in den Flammen beinahe umgekommen wäre, und zwar lediglich zu dem Zwecke, das Schiff auf eine dicht an Randalls Island liegende versunkene Wiese zu fahren, was ihm auch gelang. Viele Personen sprangen über Bord und ertranken, andere, die im Hintertheil des brennenden Samp'sers sich Befindlichen verbrannten, da ihnen jeglicher Ausweg abgeschnitten war. Von den 500 Passagieren, die sich muthmaßlich an Bord besanden, sind, wie man annimmt, etwa 50 um's Leben gekommen. Es sind bereits 30 Leichen aufgefunden worden, von denen

5Vifittiiwn tfVWUlU SQTJAHE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei m Staate. Mein Legerbier Bottle Beer" ist vor allem anderen als C. F. Schmidt. jedoch nur die des Hrn. De Beboise, eines reichen Mannes, dessen Wohnort unbekannt ist und die der Mary Reed, einer jungen Frau, identifizirt werden konnten. Unter den Passagieren befand sich Charles A. Dana, Redakteur der Sun". S. L. M. Varlow und Colonel W. R. Chase. Der Dampser brannte bis aus denWafferspiegel nieder und ist ein vollständiges Wrack. i Die Excursion der Pythias'Rittv fand zahlreiche Theilnahme. Die Excursionisten amüsirten sich in Folge dessen vortrefflich und der finanzielle Erfolg befriedigte die Unternehmer. fiST In der Nacht von Montag auf Dienstag tummelten sich mehrere Diebe in Shannons" Store an Südstraße und nahmen von dort allerlei Artikel und Ar tikelchen mit. jt" In dem berüchtigten Hause der Kate Denton wurde am Mittwoch gehörig aufgeräumt. Fünf der holden Schönen wurden verhaftet. LS" Am Dienstag . Nachmittag verhaf tete die Polizei eine Anzahl Landstreicher, die schon seit einigen Wochen ihr Hauptquartier unweit der Vandalia Eisenbahn aufgeschlagen hatten. S?Z Eheerlaubnischeine er- ! langten : Wm. A. Page und Kate C. Maloney ; George F. Rcsche und Jda K.Weiser; Eli King und Laura B. Black; Hiram C. Kepvel und Alice M. Hancock; William H. McNutt und Maggie O'Hard ; Frank Wells und Maria Winfrcd ; George H. Talbott und Lizzie Sherman ; Frank E. Railsback und Jessie S. Goe ; Charles A. Oelschläger und Mattie L. Neighbours ; Wm. I. Tmay und Alzada E. Roberts ; Elias H. Omen und Cläre E. Titus '; Samuel Slack und Belle Curtis ; Benjamin F. Buckmaster und Eliza I. Roales ; John Ramsay und Rosa Brent ; Wm. R. Litel und Sarah Smith; Charles Piel und Helena Sträub; John E. Gill und undNettie A. 'Blöden; Joseph Frazce und Bodesca . Ncwhouse; Pctcr L. Hooger und Maud Ray Wesson. Am Donnerstag war für die Mannschaft der Polizei und Feuerwehr Zahltag. Dieselbe erhielt sür ihre Thätigkeit während der letzten Hülste des Monats im Ganzen 4,448 ausbezahlt. Die Stadt St. Louis hatte 1879 nicht weniger als 53 blühende Kindergär ten, verbunden mit dem öffentlichen Schulwescn. Darin gab es über 4000 Zöglinge, 130 bezahlte und 65 unbezahlte (lernende) Kindergärtnerinnen, und die jährlichen Kosten betrugen $20.000 oder 55.75 für jedes Kind. Diese musterhafte Einrichtung ifo wie der Jahresbericht meldet, nach dem Rathe des Dr.' Adolf Douai getroffen worden, und St. Louis ist die einzige Stadt in den Ver. Staaten, wo alle Kinder eine ächte KindergartenErziehung genießen können. Die Stadt Indianapolis könnte sich daran ein Beispiel nehmen. Wir haben hier zwar einen englischen Kindergarten, der mittelmäßig besucht wird, aber trotzdem hier das deutsche Element sehr stark vertreten ist konnte verdeutsche Kindergarten nicht fortkommen. Als derselbe gegründet wurde, war zwar dieTheilnähme ziemlich stark aber schon nach kurzer Zeit ging die Geschichte den Krebsgang. Gegenwärtig hat die deutsch englische Schule und der Kindergarten Sommerferien. . So viel wir aber hören werden sich die Ferien des Kindergartens bis aus unbestimmte Zeit ausdehnen. Es ist im Interesse der Jugend sehr zu beklagen, daß das Jntereffe für derartige Anstalten im Allgemeinen nicht höher ist.