Indiana Tribüne, Volume 2, Number 46, Indianapolis, Marion County, 26 June 1880 — Page 5
I n d i a n a T r i b ü n e ."
5
Lokal.
An unsere Leser. Wir ersuchen alle diejenigen unsrer ver ehrlichen Leser, welche ihre "Wohnung wechseln, uns ihre neue Adresse zukommen zu lassen, damit das Blatt zeitlich in ihre Hände gelangt. Die Redaktion. Der Inspektor der städtischen Abzngskanäle, Herr M. Bosiert, fiel am Mittwoch in Folge der großen Hitze bewußtlos zusammen. Sein Arzt hofft ihn jedoch bald wieder herstellen zu können. Das Schulgebäude in Mt. Jackson soll noch diesen Sommer fertig werden und der Bau eines Klaffenschulhauses wird bis zum Herbst beendet sein. Der republikanische Gouverneurs' Candidat Albert G. Porter wird bisMitte Juli hierher zurückkehren. Er wird vor der Wahl in jedem County des Staates Reden halten. jßST Am Montag wurde James Ferritter unter der Anklage vom Bundesgericht eine Pension unrechtmäßigerweise erlangt zu haben, verhastet. Er laugnet die Schuld und sagt, daß er das Opfer einer Verschwörung ist. j&ST Wm. T. Erwood wurde am Dien stag der Anklage aus der Postosfice in Seymour Geldbriefe gestohlen zu haben, schuldig befunden und zu einjähriger Zuchthausstrafe verurtheilt. Herr Max Leckner wurde als Dirigent der Harmonie Chorus Society wie dererwählt. SST Am Dienstag ließ sich die Butler und Detroit Eisenbahn Compagnie mit einem Capital von $50,000 im Staatssekretariat inkorporiren. Mayor Caven hat im Monat Mai $33.17 für Strafgelder eingenommen. T In. der letzten Stadtrathssitzung hat das Stadtrathsmitglted Pritchard gegen seinem College Downey mehrere Anklagen erhoben und den Stadtrath ge beten dieselben zu untersuchen. Er sagte daß Downey neulich den Apotheker Pattison nach dem Leben getrachtet habe. . Der Stadtrath traute aber wahrscheinlich dem Herrn Downey solch schlimme Gedanken gar nicht zu, fand es deshalb nicht einmal für nöthig die Anklagen zu untersuchen. Eine jugendliche Diebsbande soll ihr Quartier zwei Meilen von der Stadt j an der Brookville Road aufgeschlagen haben. Man vermuthet, daß es dieselben 'Strolche sind die aus der Sonntagsschule in Shant's Schulbaus die Bibeln und Gesangbücher gestohlen haben. fi- Anfangs dieser Woche haben melj rere kleine Knaben in Claras Etablisse ment zwischen West und CaliforniaStraße Feuer angelegt, wodurch ein Schaden von $250 verursacht wurde. Ein Junge Namens Wm. Wa. therton, der in der Wollen -Fabrik von Merritt Coughlen beschäftigt ist hatte am Samstag das Unglück seinen Arm in eine Maschine zu bringen, infolgedesien das Fleisch vom Arme abgeriffen wurde. Kinderarbeit hat eben noch nie etwas An deres als Unheil erzeugt und ein Gesetz, das die Fabrikherren, welche Kinder b: schästigen, gehörig bestrast wird mit jedem Tage nothwendiger. j&sT In der Nacht von Montag auf Dienstag statteten Einbrecher in der Woh nung des HerrnHedderich einen Besuch ab. Sie versahen sich mit Schmucksachen im Werthe von $100 vergaßen jedoch das Kastchen mit $200 Baargeld, das sich in ihrer unmittelbaren Nähe befand, mitzu nehmen, oder hatten auch wahrscheinlich keine Zeit dazu. Die Strolche machten sich so schnell aus dem Staube daß es unmöglich war sich ihrer zu bemächtigen. jfcST Es wird von der Jndianvpolis, Decatur und Springfield EisenbahnCom Hagnie ein Seitengeleise von dem Haupt geleise ausgehend, nach dem Jrrcnasyi ge legt. Die Abschätzung des steuerbaren Eigenthums von Marion County ist an näherend bestimmt, wie folgt : Steuerbares TomnshipI. Steuerzahler. Eigenthum Lawrence 4öö 11,469,604 Warren 400 1,732,007 Perry 465 1,760,000 Washington 485 1,725,600 Decatur 825 . 1,006,706 Pike 890 1,295,000 granklin 425 1,842,030 Wahne 710 2,548,475 Center ....14,094 54,782,373 Jrvington . .. . .826,656 Zusammen 17,783 $67,984,460
DaS Münnerchor Jubiläum. Der Gesangverein Männerchor" feierte vor acht Tagen seinen funfundzwanzigjäh rigen Geburtstag. Es ist ein freudiges Ereigniß für einen Verein wenn er nach 25jährigem Bestehen auf seine frühere Thätigkeit zurückblicken kann und wenn er stch' sagen kann, daß das unaushörliche Wirken ein ersprießliches war, und seine guten Früchte getragen hat. Und daß das der Männerchor von stch sagen kann wissen Alle, die je beobachtet haben wie in seinem Kreise Musik und Gesang gepflegt wurden, und wie unermüdlicher in seinem Streben, der Erfüllung seiner Ausgabe immer näher zu kommen, sttts gewesen ist. In diesem angenehmen Bewußtsein sei erte deßhalb der Münnerchor sein 25jähri. ges Stiftungsfest in großartiger Weise. Der Licderkranz von Louisville und ein Gesangverein von New Albany waren zu dem Feste geladen und beide Vereine ka men der Einladung bereitwillig nach. Eichhorns Orchester von Louisville war ebenfalls zu dem Zwecke hierhergekommen und von hier tragen die Vereine Lieder kränz" und Harmonie" zurVerherrlichung des Ganzen bei. ' Das Empfangsconzert, welches am vorletzten Freitag Abend stattfand, wurde von dem Präsidenten des Männerchor Herrn Emmerich mit einer Eröffnungsrede eingeleitet. Er betonte darin, daß der Münnerchor, der heute nach 25 Jahren in'3 kräftige Mannesalter eingetreten ist, uten Grund und ein volles Recht dazu habe, dieses. Er eigniß festlich zu begehen. Denn sagte er, es gehört dies bis jetzt in der musikalischen Geschichte unseres Landes zu den großen Seltenheiten. Und wenn ein Verein 25
Jahre lang die Stürme der Zeit wider standen hat, wenn er während dieser Zeit gewachsen und fortgeschritten ist, und das noch dazu in unserer schnell lebenden Zeit und in diesem Lande, wo fast Alles sich zwc:r schneller entwickelt und zur Reife ge langt, aber auch ebenso schnell wieder ver blüht ; wo ein fortwährender Wechsel eine stetige Veränderung stattsindet, so ist das ein Beweis, daß er seine Aufgabe gelöst, feinen Zweck erfüllt hat, und dann hat ein solcher Verein sicherlich auch alle Ursache, dieses Ereigniß festlich zu begehen.. Die Anerkennung der Bedeutung des Gesanges und der Musik glaubte der Redner bei allen Anwesenden voraussetzen zu dürfen und er führte deshalb in Bezug darauf nur das bekannte Dichterwort an. das da sagt : Der Freundschaft Worte haben oft gelogen, ES täuscht die Likbe durch Beredtsamkeit; Musik allein hat nie ein Herz betrogen Und viele tausend Herzen hoch erfreut Die Rede des Herrn Emmerich fand vie len Beifall, wir haben indeß nicht Raum genug, dieselbe dem Wortlaute nach wie derzugeben. Nach einem Vortrag deS Männerchor hielt Mayor Caven eine kurze Ansprache. Darauf folgte Webers Jubel-Ouver türe, die von Eichhorns Orchester gespielt wurde und einen wahren Beifallssturm hervorrief. Das Orchester besteht über Haupt fast auS lauter Künstlern und seine Vorträge verfehlen deßhalb nie einen tiefen ergreifenden Eindruck aus die Hörer zu machen. Die nächste Nummer war ein GesangSvortrag der Harmonie und dann wurde uns die gutgeschulte Sängerin Frl. Emma Cranch aus Cincinnati vorgeführt. Ihre Stimme ist umfangreich und doch sehr weich, ihr Vortrag gerundet. Der Beifallssturm wollte kein Ende nebmen und das Auditorium beruhigte sich erst, nachdem die Herren Bischoff und Rudolph sen auftraten, die ein prachtvolles Duett zum Vortrag brachten. Beide Herren verfügen über bedeutende Stimmmittel, ja die Stimme des Herrn Bischoff' ist von ganz seltener Kraft und herrlichem Wohl klang. Eine Glanznummer des Programme war der Festchor aus ftienzi" und wenn die Einstudirung desselben auch dem Di rigenten Herrn Leckner unendlich vielMühe verursacht hatte, so konnte er stch doch nach dem Vortrage desselben wenigstens sagen. daß seine Mühe vonErfolg gekrönt wurde. DaS klappteAlles vortrefflich und die Herr liche Composition fand verdiente Anerken nung. ; In den folgenden Nummern zeichneten sich noch besonders die Herren Rudolphsen und Bischoff und Frau Friedenheimer aus Louisville, aus. Diese Dame besitzt eine herrliche, metallreiche Stimme und legte mit ihrem Vortrag viel Ehre ein. Ein Gesangsvortrag des hiestgenLieder
derkranz verdient ebenfalls lobend erwähnt zu werden. Daß das Empfangs ConZert so schlecht besucht war, bedauerte Jeder, der mußte, mit welcher Mühe und welchen Geldopsern der Männerchor diesesFest zu Wege brach te. Unsere Ansicht über die Ursachen die ser TheilnahmlosigkeZt von Seiten der Deutschenwerden wir an anderer Stelle aussprechen. Das Hauptconzert, welches am Samstag Abend stattfand war zwar bester besucht, aber die berechtigten Erwar tungen erfüllten sich keineswegs. Man erwartete daß das Parktheater bis zum letzten Platz gefüllt sein würde, aber dies war durchaus nicht der Fall denn wenig stens die Hälfte der Plätze blieben unbe setzt. Die Sänger und Sängerinnen ließen sich jedoch dadurch keineswegs entmuthigen und schmetterten die Töne so frisch und hell hinaus als ob sie tausendfachen Wie derhall fänden. Mit der Fidelio Ouvertüre wurde das Conzert eröffnet, worauf ein Quartett
aus Rigoletto, gesungen von den Damen Friedenheimer und Cranch und den Herren Bischoff und Rudolphsen, solgte. 'Dieser Vortrag rief einen nicht en denwollender Beifallssturm hervor, denn die Sänger und Sängerinnen zeigten hierbei was man mit vereinten Kräften zu leisten vermag. Sie sangen mit einem Selbstbewußtsein, einer Sicherheit, die Zeugniß ablegte von der vortresflichen Schule die sie genoffen. Nummer 3 war ein Tenor Solo, welches von Herrn Bischoff gesungen wurde. Wir können nur wiederholen, daß eine so mäch tige und metallreiche Stimme wie sie dieser Sänger besitzt zu den größten Seltenheiten gehört. Andächtig lauschte deshalb das Auditorium diesem hinreißenden Gesang und die Anerkennung für die großartige Leistung wurde durch laute Beifallsbe zeugungen gezollt. Frl. Emma Cranch und Frau Friedenheimer , ernteten für ihre Solovorträge neben dem stürmischen Applaus reiche Blumenspenden. Ein Vortrag des Liederkranz vonLouis ville Schön Ellen" wurde mit stürmischem Beifall belohnt. Den zweiten Theil des Programms nahm die herrliche Composition der Glo1 cke" von Max Bruch in Anspruch. Den Werth derselben brauchen wir hier gewiß nicht besonders'hervorzuheben, da darüber gewiß alle Deutschen einig sind. Wchl selten wird aber diese Composition in so vollkommner Weise zum Vortrag gebracht werden, wie dies amSamstag Abend der Fall war. Ein gemischter Chor von etwa zwei hundert Stimmen brachte dieses Meisterwerk zur vollkommnen Geltung. Dasselbe war vorzüglich einstudirt und man kann den Sängern das Zeugniß aus stellen, daß sie jeden Einsatz richtig beob achteten und euch selbst die schwierigsten Stellen mit Leichtigkeit bewältigten. Aber nicht nur den Mitwirkenden wollen wir dieses verdiente Lob angedeihen lasten, der Dirigent Herr M.Leckner hat das ersteAn recht auf Anerkennung für diesen großar tigen Ersolg.' Seinem rastlosen Eifer, seiner unermüdlichen Thätigkeit und seiner geschickten Leitung ist vor Allem das Ge lingen dieser großen Aufgabe zu danken. Freilich hätten wir es gerne gesehen wenn diese Bemühungen durch ein recht volles Haus belohnt worden wären, aber da dies einmal nicht der Fall war, mögen sich eben die Betheiligten mit dem Erfolge in musikalischer Hinsicht (und einen solchen hatten die beiden Conzerte aufzuweisen) zufrieden geben. Das Picnic welches am Sonntag statt fand war ein finanzieller Erfolg und die Einnahme wird wohl die sämmtlichen nicht unbeträchtlichenAusgaben, welche dasMu sik'Fest verursachte, zu decken vermögen. Man höre und staune, es strömten etwa 4.000 Menschen nach dem Picnicplatze obgleich oder 'weil? der Telegraph von der Festlichkeit nicht einmal Notiz ge nommen hatte. Es war eine kleine recht edle! Rache welche jene Zeitung nahm, weil dem Ver treter dieser Zeitung am Samstag Abend in der Männerchorhalle am BierCounter nicht die verlangte Rücksicht zu Theil wurde. Deßhalb brachte auch der Mit graph" am Sonntag keinen Bericht über das Hauptconzert. Er.brüstete sich nur damit, daß er zum Erfolge des Ganzen bttgetragen habe, wahrend es doch That fache ist, daß die Conzerte. auf welche der Telegraph" tagtäglich aufmerksam machte sehr schwach besucht waren, aber das Pic nie, dessen er am Sonntag nicht einmal Erwähnung that eine ungeheure Men schenmaffe anlockte. Mit dieser Prahlerei ist also der Telegraph- wieder einmal gehörig reingefallen.
Germanist Theater. So besucht, wie das Germania Theater am letzten Sonntag war, haben wir dasselbe nie zuvor gesehen. Es war kein Stehplatz, geschweige denn noch ein Sitz platz zu baben, und die Zuschauer waren
in Folge deffen so zusammengepsercht, daß sie kaum Raum genug hatten, um sich auch einmal umdrehen zu können. Doch das läßt sich der Zuschauer gern gefallen, ist es doch für Zuschauer und . Darsteller weit angenehmer, ein volles Haus zu sehen. Auf die Schauspieler scheint das gut besuchte Haus eine vortreffliche Wirkung ausgeübt zu haben, denn Jeder derselben gab stch die größte Mühe, seine Rolle recht gut wiederzugeben. Für dieses Bemühen ernteten die Darmelier auch verdiente Anerkennung, in die sie sich ganz allein theilen konntendenn dem Verfasser der Posse Bummelfritze" hat davon schwerlich etwas gegolten. Das Stück ist seicht, ohne Gehalt und höheren Werth und hätte nicht einmal bewirkt, die Zuschauer einigermaßen zu unterhalten, wenn nicht die Schauspieler alles Mögliche gethan hätten, um Humor in die Sache zu bringen. Bester zufrieden mit der Auswahl des Stückes waren wir am Donnerstag. Das erste Stück, welches gegeben wurde, war ein Lustspiel, das Portrait der Geliebten" von L. Feldmann. Das Stück ist reizend, originell und die allerkomischsten Scenen wickeln sich darin ab. Der Träger der Hauptrolle war HerrDuprez, als Aspirant Jakob Unfall, ein Pechvogel sondersglei chen. Was der Mensch in die Hand nahm, mißglückte, und auch in seiner Liebe war er der ungeschickteste Mensch, den man stch nur denken kann. Herr Duprez spielte diese Rolle ganz meisterhaft und die Zu schauer konnten sich gar nicht aus dem La chen herausbringen. Herr Baureis als Rath Nothnagel hat sich durch sein vor treffliches Spiel abermals viel Beisall zu erringen gewußt. Auch die übrigen Rollen lagen in guten Händen. Das zweite Stück, Aus Liebe zur Kunst" ist ein einaktiges Liederspiel und hätte zweifellos noch viel bester gefallen, wenn nicht die Stimme des Souffleurs sehr häufig die der Mitspielenden übertönt hätte. Morgen Abend kommt das Pracht volle Ausstattungsstück Von Stuse zu Stufe" zur Aufführung. Daffelbe zieht jedenfalls ein recht volles Haus. Die Williamö'fche Mord'Affaire ist trotz der vielen Nachforschungen bis heute noch in ein tiefes Dunkel gehüllt. Die Neger Edward Middleton, Philipps. Clark und Alonzo McClure legten dieser Tage Zeugniß ab. Middleton beschuldigte John Clark den Mord begangen zu haben indem er sagte, daß dieser ihm schon vor mehreren Wochen sein Vorhaben mitge theilt habe, in derErwartung ihn als Ver kündeten gewinnen zu können. Das Schießen, soll Clark zu Middleton gesagt haben, werde er schon selbst besorgen, er wünsche nur einige Personen zur weiteren Hülfe. Clark leugnete beim Verhör die gegen ihn erhobene Anklage, beschuldigte aber den Neger McClure der That. Clark sagte, daß McClure ihn an jenem Samstag, an welchem der Mord verübt wurde, selbst gesagt habe, daß er mit Wil liams und deffen Gattin fertig geworden sei. Er verbot ihm, die Mittheilung zu verrathen, da, wie er sagte, es ihm viele Mühe gekostet habe, bis er mit Williams fertig geworden sei. Andere Zeugen sagten auS, daß sie an dem Abend, nach dem Morde, McClure mit einer Flinte, die er zu verstecken suchte, aus dem Walde kommen sahen. McClure leugnet, daß er mit Clark über die Angelegenheit gesprochen haben soll. Er sagee, daß er während der Zeit, in welcher der Mord verübt wurde, in seinem Garten gearbeitet habe. Frau Williams ist noch nicht soweit zum Bewußtsein gekommen, um Aussagen ma chen zu können. Der Coroner hat in Folge deffen noch kein Verdict abgegeben. Der Louisville Liederkranz und Eichhorns Orchester brachten amSamstag Abend Herrn John P. Frenzel eine Serenade. Am Dienstag wurde Herr Engel bert Metzger von einem schweren Schlag betroffen. Seine Frau mit der er eine achtzehnjährige glücklicheEhe verlebte, starb nach längerem Kranksein. Am Donnerstag wurde Frau Metzger unter Betheiligung zahlreicher Freunde beerdigt.
Todt gefunden. Ein 70jähriger Mann, Namens LouiS Schmucker, dessen Angehörige 219 Nord Liberty Straße wohnen, wurde Anfangs dieser Woche von seinen Verwandten ver mißt, da er sich vom Hause entfernt hatte und Niemand Auskunft zu geben vermochte wohin der Mann gerathen war. Alle Nachforschungen waren vergebens bis manamDonnerstag dieLeiche desVermißten in einem Wäldchen unweit vom Arsenal platze, vorfand. Da sich neben demManne einFläschchen in welchem Laudanum gewesen, befand, so liegt die Vermuthung nahe, daß derMann Selbstmord beging. Der Coroner hat auch ein dahinlauten des Verdikt abgegeben. öS-Jane Benson verlangt für ihr ge brochenes Herz von Charles White, der ihr die Ehe versprochen hat und sie nun doch nicht heirathen will, $2,000 Schmer Zensgeld. Dieses Verlangen findet gewiß kein Mensch für unbescheiden. m Am Donnerstag verletzte sich Ed. Crockett, ein Angestellter der Pan Handle Bahn, derart, daß er sich jetzt in einer äußerst gefährlichen Lage befindet. S Sol. Mobler verlangt von Doktor Denke $10,000 Schmerzensgeld, weil er der Frau Moßler einen gebrochenen Arm nicht recht eingerichtet haben soll. Folgende Erfinder aus unserm Staate haben Patente erlangt : Jacob Boyers von Brimfield für FederMatratzen. John O. Burch von hier für Wasch. Maschine. Winfield R. Rogers von Richmond für Signallaterne. Mahlon F. Smith von Monticello für Anweisung zurAusbewahrung vonSamen korn. Herbert D. Stiles von hier für Kopf kiffen. Eheerlaubnißscheine erlangten: MichaelMrick und Louisa Kalb : Da.
vid K. Partlow und Alice B. Hopkins; John Rlley und Katie Glenn ; John Fla herty und Magg Grisfin ; - Herrman W. Schwier und Lizzie Kettler; Charles A. Gausund Barbara Hönig; James H. Hallowell und Sallie S. Eagle; Charles B. Maderis und Louisa C. Schnatz; Wm. Robinson und Francis Kempfart; Robert I. Allison und Lillie James; Lewis Washington und Mary Carter; Loney Barbour und Anna Johnson; Adolph Henzie und Fannie Badger; Charles H. Skinner und Louise Radcliff; Charles Starr Kirk und Mary Louise Condit; Wm. F. Schröder und Bella MaySmith. öS- Eingetretener Hinderniste wegen mußte das, vom Ind. Sozialen Turnver eine beachsichtigte Picnic bis auf weiteres aufgeschoben worden.
Der Censuö. Dritter Supervisorö-Distrikt bon I n d.i a n a. Indianapolis, 21. Juni 1880. An die Bürger von Indianapolis ! Ich mache hierdurch bekannt, daß die Arbeit des Zählenö der Bevölkerung vol lenket ist und daß ich bereits Instruktionen an die verschiedenen Enumeratoren erlas sen habe, ihre Notizen, dem Gesetze gemäß zusammenzustellen und daß sie sich am 29. und 30. Juni 1880 in der Auditors Office im Courthause von Marion County ein zufinden haben, um ihre Liste zu corrigi ren. Ich erinnere daher alle Bürger an ihre Pflicht, wie das Gesetz es vorsteht, bei solcher Correkkur behülflich zu sein; daß wenn irgend Jemand weiß, daß oder sie-, irgend ein Nachbar oder Freund ausgelassen oder doppelt angeführt ist, eS nicht nur die Pflicht, sondern das Interesse solcher Personen ist, an einem der genann ten Tage anwesend zu sein und den Enu meratoren der verschiedenen Distrikte be hülflich zu sein, ihre Arbeit zu rektifiziren. Ich bin entschlossen, daß kein Bersuch unterlassen werden soll, um eiue voll ständige Zählung der Bevölkerung zu erzielen. Um dies zu erzielen, wird jeder Enume rator streng verantwortlich gehalten wer den für die Art und Weise, in welcher er seine Arbeit vollzogen hat. Sollte es sich herausstellen, daß irgend einer seine Pfllcht nicht gethan, so wird er den Strafen un terworfen werden, welche das Gesetz dasür feststellt; von diesem sowohl, wie von den Bestimmungen, hat er ein Exemplar bei sich gesühr't, so daß er Unwissenheit nicht vorschätzen kann. Das Gesetz verlangt genaue und gründlicheArbeit. Ich glaube, daß Jeder der Enumeratoren versucht hat, seine Schuldigkeit zu thun und somit wird es zur gemeinschaftlichen Pflicht eines jeden Enumerator und seiner Nachbarn, zu sehen, daß weder Jemand ausgelassen, noch doppelt aufgeführt-ist. so daß, wenn wir fertig sind. Niemand Grund zur Klage wegen mangelhafter Arbeit haben kann. I. M. Ridenour, Supervisor?
