Indiana Tribüne, Volume 2, Number 43, Indianapolis, Marion County, 5 June 1880 — Page 3

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lyan werden würde, um die Zufriedenheit X.. UQ-i- , I

oelyemglen zu erwervcn. . ut Abstlr.mung über den Bericht für KW . - v. a ää i ,ounoes - rgan" wuroe vorgenommen ergab folgendes Resultat : afur 10. Dagegen 57. Mlt 153 öiimmen Majontat angenommen. 3 . : J. i .. v . a rr li.o c r. rn..t I ; n ... x 1 TT V n öl LTnHrnriinnan miinn am Kii r A I M'M O" WUIUWI Ull V(( Ul' fftffenh. fCnmiül ,r,f, . I I VlltlV WtlVIV VUt I Das Comite für praktisches Surncn unterbreitete folgendenBerichtüberwelchen varaaravbenweise abaestimmt wurde: ' Bericht des Comites für praktisches Turnen, Das Comite für praktisches Turnen erlaubt sich der Tagsatzung folgende, meistens vom Turnlehrer-Congreß berathene Vorschlage zu unterbreiten: Dem TurnlehrerSeminar, als einem der vorzüglichsten Ägitations-Mittel des Bundes, jedwede Unterstützung angedeihen zu lassen und gemäß der Empfehlung des technischen Comites des Vororts die Dauer der Course aus a ch t Monate zu verlängern. Wurde an ein Comite verwiesen, Die Summe von 5200 zu bewilligen für den technischen Leiter des TurnlehrerSeMlnars, Turnlehrer Georg Brosius, um es demselben zu ermöglichen, dem Studium der deutschen Turnerei, besonders aber dem Turnen in den Schulen, bei seiner Anwe senheit in Deutschland etwas mehr Zeit zu widmen, darüber Bericht zu erstatten, und seine so gesammelten Erfahrungen später im Interesse des Bundes zu verwerlhen. Angenommen mit 223 gegen 46 Bezirks stimmen. Daß zwei Tage vor jedem Bundesseste und vor jeder Tagsatzung ein TurnlehrerCongreß stattfinde. Angenommen. Den Turnvereinen die Pflege des ein stimmigen Männergesanges, besonders auf den Turnplätzen zu empfehlen und zu die sem Zwecke die Anschaffung des Liederbu ches von Fr. Reiff in Frankfurt a. M. zu p j r & - &. I empseylen, ferner aucy zur oen Stmoerge sang die Anschaffung des Schullieder buches des N. Turnvereins. Ange nommen. Das Comite für allgemeine Bundesan gelegenheiten unterbreite seine Bericht, über welchen varauravbenweise abaestimmt wurde. Derselbe enthält folgende Em pfehlungen : An die Tagsatzung des N. A. Turner bundes : Allgemeine Bundes-Angelegenheite. 1. Der Borort des Bundes möge in St. Louis bleiben. Angenommen. 2. Sämmtliche abgegebene Instruktiv nen empfehlen St. Louis auch als Ort des nächstenBundessestes. JhrComite schließt sich der Empfehlung an. Angenommen, Nach einer längeren Debatte wurde be. fAlnfi kk KZ? nnckff? Nunketa.isakuna YVlvai, U " " " Ulf u in Nemark. N. 5.. slatlkinden soll. - ... , ' i . : r.t,. vi.nrc.-.c 4. icDir cniuicyicii uicviiniuymnii tiuii einheitlichen wollenen Turnkleidung. Die Bestimmung der Farbe möge den Bezirken überlassen bleiben. Angenommen und Beschlossen, daß die Farbe der Turner kleidung blau sein soll. 6. Eine Einladung der National . f f m run emputt va aber ablehend durch die Schriftführer des Vorortes beantworten zu lassen. Angtnommen. Neber die Seminar-Angelegenhett brachte das Comite einen Bericht ein, dcr folgende Empfehlung enthält : Beschlossen, daß das Turnlehrer-Semi-nar unter der jetzigen Leitung, an oemlet - ben Platze und getrennt vom deutschame rikanischen Lehrerseminar verbleibe. Auf Antrag desDelegaten Boppe wurde der erste Theil der Empsehlung angenommen, jedoch dcr letzte Passus, getrennt vom deutschen Lehrerseminar", gestrichen, Die wichtigsten Empfehlungen des Comites sür Lehrer-Seminar sind noch wie folgt : Wir empfehlen, daß aus dem an Hand befindlichen Bundes-Stipendienfond die Summe von nicht weniger als $G0O für den nächsten Cursus durch die Tagsatzung angewiesen meide. Angenommen. Ferner empfehlen wir der Tagsatzung zu beschließen: Daß die Vorstände derjcnigen Bezirke, in welchen nicht schon Beiträge zum Stipendienfond bewilligt worden sind, beauftragt werden, sofort eine Urabstimmung darüber anzuordnen, ob der Bezirk Beiträge zum Stipendiensond bewilligen wolle oder nicht und wie viel. Das Resultat der Urabstimmung ist, spätestens am 1. August dieses Jahres dem BundesVorort zu übermitteln. Ferner wurd beschlossen, daß der Vor-

ort angewiesen werde, für jeden Seminar - ' ' k

Curjus eme Summe von nicht mehr als $1200 zur Bestreitung der Verwaltung kosten anzuweisen. Das Comite für Platform und Statu ten brachte einen theilweisen Bericht ein. der folgendermaßen lautet : a Platform u.id Beschlüsse. , . Y . m t . l tiNgehendtt PrüfllNg dtt llf blC MsK I 1. L w . . . . fc Ä ' . " " ?'lruillonen oer mit?u"" w" im wcncn ejtne, ge langte oas unterzeichnete Comite zu dem ein st immigen Beschlub, der Tag. satzung wle folgt zu empfehlen : Es seien die Platform und die prin zipiellen Beschlüsse, wie sie jetzt zu Kraft bestehen, bis. zur nächsten Bundestag satzung u n v e r ä n d e r t beizubehalten, und werde dagegen der Vorortsbehörde des Bundes zur Pflicht gemacht, nach einem bestimmten einheitlichen Plan in den verschiedenen Bezirken über die Platform und Beschlüsse Debatten und Abstimmun gen zu veranstalten, welche dann der nächstfolgenden Bundestagsatzung als Material für ihre Berathungen und Ent schlusse dunen mögen. Das Comite empfiehlt ferner, daß die Tagsatzung folgende Erklärung erlasse Die in den prinzipiellen Beschlüssen ausgesprochenen Reformforderungen bil den das Programm zur Verwirklichung der reinen Volksherrschaft, wie es einst bei consequenter Vorarbeitung auch in unserer Republik zur Geltung kommen muß, wenn dieselbe nicht das Schicksal der Republiken des Alterthums theilen soll. 'Behörden und Mitglieder des Bundes sind deßhalb ernstlich gemahnt, dieselben von Zeit zu Zeit zum Gegenstand eingehender Debat ten zu machen, im Bunde selbst und unter dem Volke der Ver. Staaten eine rege Propaganda zu entfalten, damit das Ver ständniß für dieselben sich immer mehr n v t p , Vayn oncyl uno nlcyts unverlucyt zu lassen, um ihre Durchführung anzudah nen, die Tagsatzung hält es aber für keine Verletzung des Programms, wenn die Turner, so lange keine praktische Qrgani sation zur Erreichung der vorgesteckten iele stattgefunden hat, sich individuell nach der ihnen zusagenden Richtung am politischen Volksleben betheiligen. Die Tagsatzung instruirt den jeweiligen Bundesvorort, Maßregeln zu treffen, daß für solche in der Platform und den prin zipiellen Beschlüffen niedergelegte Reform besserungen, deren Verwirklichung bei einer energischen Agitation schon in der nächsten Zukunft möglich wäre, gleichzeitig in an Turnbezirken nach einheitlichem an in wirksamer Weise agitirt werde ü,u" "" "c, "ül" ' batte hervor. I fy, n- rr . r L n r Turner Rassleur aus St. Louis erging ir? .. er .v- . j n mageren jtcoe, in weiter er die auf der Clevelander Tagsatzung gefaßten Beschlüsse als Unsinn" und wider sinnige, weil nicht ausführbar, bezeichnete. Er führte mehrere der prinziellen Beschlösse an und versuchte es, dieselben als nicht ausführbar und als nicht angerathen QM V w 3 v 13VD V Ichwache Eindruck, den zu wloerlcgen. Vas gelang ihm nicyl ne Argumente auf die Tagsagung ausübten, wurde durch die vortrefflichen Reden fügten, noch bedeutend abge schwächt. Ein von ihm eingebrachtes Substitut wurde bei der später vorgenom. menen Abstimmung verworfen, Dagegen 229 Stimmen dafür 40 Stimmen. , Turner Rubens von Chicago sprach nach Rassieur und sprach sich in der ihm eigenen begeisterten Weise für Annahme des Benichts aus. Der Redner ' sagte, daß erwarte . daß die Turner so engherzig sein werden jene Beschlüsse, die sich jeder freiheitlich gesinnte Mensch begeistern muß, zu bekämpfen, Der Redner, der sich eines außerordentlichen Rednertalentes erfreut, wurde mehrmal durch Beifallruse der Versammlung unterbrochen. gm folgte Delegat Boppe von Milaukee mit einer längeren Rede, welche der Versammlung einen wahren Beifallsstürm entlockte, & sagte, daß sich die intelligenten Ele ente im Turnerbunde sür 'die von der utn Tagsatzung angenommenen, prinllw Beschlüsse erklärten, und daß er deshalb erstaunen muß, daß sich in einer Versammlung von sreisinnigen, republikanischgesinnten Männern eine Opposition mm diese Beschlüsse erhebt. Er sagte, daß diese Ideen nicht wie Turner Rassieur bemerkte, unausführbar sind, sondern daß sie, wie alle fortschrittlichen

Ideen ihrer Lösung entgegensehen.

Dclegat Carl Gantzhorn von SVen SUtrt nhhAiitKt Ktn vm iHnti I jntv J K 11 VfUtnm VIII illjif iiuin Beschlüsse in sehr heftiger Weise.' Er sagte, daß die Jdealpolitiker, wie er die Befürworter der Beschlüsse nannte, in Be zug auf Ernennung der Comites sehr praktisch vorgingen und machte dem Comite den Lorwurf, daß sie den Jnstruktionen, nelche den Delegaten von ihrem Bezirk eitheilt wurden, nicht genug Be rücksichticung geschenkt hätten. Dagegen verwahrte sich das Comitemitglied Rubens ganz ent chieden und bemerkte sezr richtig: Wir h:ben sogar einem der New Vorker Delegatm Sitz und Stimme eingeräumt, wenn das nicht genug ist, wissen wir nicht. was wir thun sollen, um den New Porkern zu gefasen. Die Turner Huhn, Höchster, Fellmann und Skrkloff sprachen sich entschieden zu Gunstei der prinzipiellen Beschlüsse aus. Turier Höchster von Chicago wies in seiner Jede daraus bin, daß der Einwand, die Beschlüsse wären nicht praktisch, durch aus nicht stichhaltig sei. Ä.umer eumann oeulue em NUNtty v lYl t I an der. bei der letzten Tagsatzung gefaß ten Beschlüssen gleich einem Rückschritt. Er sai'te, daß die Beschlüsse damals aller dings von gewisser Seite mit Hohn aus. aenonmen wurden, daß aber eine Zurück nähme derselben heute von dieser Seite ein Hohngelächter der Hölle hervorrufen würde. Turner Starkloff sagte, daß er bei Gelegenheit der Clevelander Tagsatzung zwar den betreffenden Beschlüssen opponirte, aber er schäme sich nicht zu gestehen, datz er die einzelnen Fragen damals noch nicht so verstand, wie das heute nach genauerem Studium der ihm der all wäre. Er kam zu der Ueberzeugung, daß solche Fragen sür uns das Nächste sein müssen, daß wir denselben nicht ausweichen dürfen und sprach sogar den Wunsch aus, daß der . . rv- w . . s , . . (öozisliimus ein .yema ver evaiien vlewen möge. . n . . . . . , . . . ueber den omiteverlcht wuroe abge stimmt. Derselbe wurde mit überwiegen der Majorität angenommen. Dritter Tag. Um 9 Uhr wurde dieVersammlung vom 1. Sprecher eröffnet. Es wurde der Antrag gestellt und ange' nommen. Die meoalllon oes yiengen Telegraph" zn ersuchen, einen Fehler, der in der gestrigen Berichterstattung über die . rVl l. Tzgsatzung vorkommt zu berichtigen. Der Fehler steht in dem Bericht über Platsorm und Statuten, denn es heißt da: Die Tagsatzung hält es aber sür eine Oft . VlaaM 9 AM XlA I ocncKUiiu uc iuu;urniiia, uicini uk Turner, so lange keine praktische Qrganisation zur Erreichung der vorgesteckten Ziele stattgefunden hat, sich individuell nach der ihnen zusagenden Richtung am politischen Volksleben betheillgen. tm-t v , , r n lUrthrtfriA 8 hothon Irtll nOv.. VH . Die Tagsatzung hält es aber für keine erienung oe Programms, wenn me . . i. rn v?. Turner, so lange keine praktische Qrgani sation zur Erreichung der vorgesteckten Ziele, stattgesunden hat, sich individuell nach der ihnen zusagenden Richtung am politischen Volksleben betheiligen." Turner Voigt von Philadelphia hielt es auch sür angemessen daran zu erinnern. daß sich diese Berichtigung dem Tag satzungsbericht im Telegraph" anschließen soll, und nicht etwa auf eine andere Seite der Zeitung zu stehen kommt. Der zweite Bericht für Platform und Statuten wurde unterbreitet und paraaravbenweise vorgenommen. Wir heben die wesentlichsten Abänderunaen der Statuten hervor : Beschlossen, die Bundes-Tagsatzungen wie bisher, alle zwei Jahre abzuhalten. . Beschlossen, die Bundes-Turnseste nur alle vier Jahre abzuhalten. Ueber Parragraph 1. der StatutenOrganisation entspann sich eine längere Debatte. Turner Hevdweiler stellte den Antrag, die Worte wenn möglich" in dem letzten Sah des Paragraphen einzuschalten, Der Paragraph lautet : 1. Mehrere nahe zusammenliegende Turn-Vereine, die in einen näheren Verband 'treten, bilden einen Bezirk; doch sollen Bezirke, so viel wie möglich sich auf ihre eigenen Staatsgrenzen beschränken, Vereine desselben Ortes sollen zu einem und demselben Bezirke gehören. Nach einer sehr heftigen Debatte, in welcher sich viele Delegaten dagegen auflehnten, daß neugegründete Vereine, die sich ja meistens nur deshalb organisiren. um dem alten schon bestehenden Vereine in einer Stadt Opposition zumachen, dem

Bezirke angehören können, vertagte sich

die Versammlung bis 2 Uhr. rPhtntrt Horifff Krtmitsä fiif - v . v iuf vuu'itia Platform und Statuten wurde einstimmigangenommen. .Delegat Höchster von Chicago beantragte foluendes Comite für die Themate der literarischen Arbeiten zu ernennen : Für geistige Arbeit: Bollinger von St. Louis. Pfäfflin von Rochester. Stern von Chicago. Für körperlicheArbeitTurnen betreffend: Gloy von Chicago. Zapv von Cleveland. Brosius von Milwaukee.Angenommen. - Wie ,naae wegen Gründung emer Sterbekaffe kam zur Debatte. Nach emer ziemlich heftigen Debatte wurde über die Vorlage des betreffenden Comites abaestimmt. Vorlage des Comites für Bundesange legenherten : m t m m i. mne srelwllllge terveojje zu gründen und den Bezirken dieselbe zur Urabstimmung durch den Vorort zu unter breiten. Angenommen. 2. Ein Comite von 3 m ernennen, um den Vorort der Tagsatzung eine Vorlage, auf welcher Basis dieselbe geführt werden j0Q zu unterbreiten. Ns Nntrn rnn ftftififtpr wurde der An. traa dabin geändert, daß der Vorort mit Ausarbeitung der Vorlage betraut wird, 3 Soll die Sterbekasse 'unter unabhängiger Controlle stehen und soll der yoxott mit der geschäftlichen Führung cht betraut werden. Dazu stellte Dele slat Recker folgendes Substitut. welcdes n(JCÖ voraenommener Beurksabstimmuna angenommen wurde. e separate Behörde soll geschaffen werden, jedoch soll dieselbe unter der Con trolIe des Vororts sieben, und bei jeder I ... Taasakunz einen vollständiaen Berickt I u v U 1 u ' üz. ilzr Wirken derselben vorleaen. Das Comite empfiehlt der Tagsatzung folgende Beschlüsse : 1. Die Tag atzuna erltark. oak eme energische Agitation sür Einführung der allgemeinen Schulpflicht, für den deut schcn Unterricht und die Einführung des I . m mm , m obligatorischen Turnens vesonoers wun schenswerth ist. 2. Sie empfiehlt dem Vorort, bei Aus arbeitung eines Agitationsplanes die In struktionen derDelegation des New Yorker Turnbezirks, so weit als zweckentsprechend, als Material zu benutzen. o cr ;VX : J- Der Bundesvorort wird ersucht, m Fallen, m welchen zu Gunsten von irgend welchen Beschlüssen oder Gesetzesreformen im Sinne unserer Platform oder Prin,ZsiZonNi,nn?n SWMmft nn hin jjiyini.tv.iiÖni v....,.i.wi , . , ... . isnnni-pte nftpr fti? LtttntSi ?ni6intiir?n ,u en sind, dieselben ausmarbeiten und I 1 ' ' ' .xnUr htn ttrnn,in?n ke Runde crcu liren zu lassen. Das Comite. Turner Kuhm von New Vork brachte folgenden Beschluß ein : Die in Indianapolis, Ind., tagende Tagsatzung des Nordamerikanischen Tur nerbundes beschließt : In Anbetracht, daß ein Theil einer der beiden großen politischen Parteien deß Landes den Versuch zu machen gewillt sei "n Mann zum dritten Male auf den Prauoenmi 3u wen, i c9 Beschlossen, daß wir als die Vertreter der obengenannten Körperschaft uns au das Entschiedendste gegen jeden derartigen Versuch erklären, Turner Boppe erklärte, daß die Ver, sammlung einen solchen Beschluß nich annehmen sollte, weil es nicht die Aufgab des Turnerbundes sein soll, sich in Partei Politik zu mischen. Freilich wäre der Um stand sehr zu beklagen, daß sich die Frag um einen dritten Termin so in den Vorder gründ drängen konnte, aber dessen un geachtet sind solche Vorkommnisse freudig zu begrünn, denn dadurch werden die Mängel unserer Einrichtungen immer mehr beleuchtet. Der Redner sagte, daß die Langmuth des Volkes groß ist und daß es erst die Ruthe fühlen muß, wenn es sich zu radikalen Reformen entschließen soll. . Die Bezirksabstimmung über den von Turner Kuhm eingebrachten Beschluß er gab folgendes Resultat : sür Annahme 121 2j10 Bezirksstimmen, dagegen ; 103 8110 Beziksstimmen. Der Beschluß war somit angenommen, Beschlossen, daß bei der 'Urabstimmung über die Errichtung einer freiwilligen

Sterbekasse die Rubriken beigefügt werden:

Unter Aufsicht des Bundes-Vorortes. Nicht unter Aufsicht des Bundes Vor. ortes. Das nachfolgende Thema wird von dem Comite für turnerische Preisausgaben hier mit der Tagsatzung zur Begutachtung un terbreitet: Welches sind die erzieherischen Hülfs Mittel des Turnlehrers, um in der Turn schule und auf dem Turnplatze eine gute Disciplin zu sichern, ohne die Liebe seiner Schüler zu verscherzen. Angenommen. Beschlossen, das; der Vorort des Nord amerikanischen Turnerbundes beauftragt ist, den nachstehenden Bericht des Comites für Platform und Beschlüsse, sowie die nachfolgenden principiellen Beschlüsse so fort in geeigneter Form der de::'schen Presse des Landes zur Veröffentlichung zukommen zu lassen. Bericht des Comites zur Aufstellung des Preisthemas: Auf welche Weise können die pnnzi Piellen Beschlüsse des Nordamerikanischen Turnerbundes von den Vereinen und den einzelnen Turnern bethätigt werden? Angenommen. Bericht des Comite? sür geistige Bestrebungen. Nachdem das Cvmite in seinem Berichte ein Bedauern darüber ausspricht, daß in Bezug auf die geistigen Bestrebungen im Bunde nicht mit dem nöthigen Eiser ver olgt, macht das Comite folgende Vor schlüge : Wir empfehlen daher die von der New Ulmer Tagsatzung den Vereinen an das Herz gelegte Errichtung von Seminar schulen. Wir empfehlen den Vorort mit der Ausarbeitung eines Planes für dieDurch führung dieser Idee zu beauftragen. Ihr Comite empfiehlt der Tagsatzung folgende Beschlüsse zur gefälligen An nähme : 1. Den Vorort zu beauftragen, wie in ben beiden letzten Jahren ein zeitweiliges Zusammenwirken mit anderen deutschen und englischen freisinnigenOrganisationen zur Propaganda für gemeinschaftliche Strebeziele anzubahnen. 2. Den Vorort zu beauftragen, aus den Mitgliedern des geistigen Comites und dem corresspondirenden Sekretär des Vororts ein permanentes Bureau" für geistige Bestrebungen zum Zwecke der Leitung von Vorträgen und Debatten in den Vereinen zu bilden. Dieses Comite soll sich direkt an die Vereine wenden. Für die dem Sekretär hieraus, erwachsenen Arbeiten soll der Vorort eine angemessene Gehaltszulage aussetzen. 3. Beschlossen, zwei Geldpreise auszu setzen sür die besten Original - Vorträge, welche je innerhalb zwei Monaten von Turnern in Turn-Vereinen gehalten wor den sind, und zwar in folgender Weise : Die Prüfung und Entscheidung soll durch das permanente Bureau sür geistige Bestrebungen geschehen, in. welches solche geistige Arbeiten durch die Vorstände der Turnvereine, in welchen dieselben gehalten werden, einzusenden sind. Für den besten Vortrag soll ein Preis von $25, für den zweitbesten ein Preis von $10 ausgesetzt sein. Das permanente Comite foll alle zwei Monate dem Bundes Vorort und durch das Bundes Organ den Bundes -Mitgliedern Bericht erstatten, und die preisgekrönten Arbeiten veröffentlichen. Während eines Jahres darf keinem Bundesmitglied mehr als ein Preis zuer kannt werden. Das permanente Bureau hat das Recht, die Zusprechung des ersten, des zweiten oder beider Preise zu unter lassen, wenn die eingesandten Vorträge' der Preise nicht würdig sind. Beschlossen, die Redaktion des offiziellen Protokolles so vorzunehmen, daß die einzelnen Comiteberichte zusammenhängend erscheinen, besagtem Protokoll die Er össnungsrede des ersten Bundessprechers anpassender Stelle beizufügen, ebenso die von früheren Tagsatzungen zu Kraft be stehenden Beschlüsse. Ans Antrag des Delegaten Müller von Cleveland wurde beschlossen,' den Turnern ;u empfehlen, im Falle der Nomination Grant's, dahin zu wirken, daß derselbe bei' der Wahl unterliege. Beschlossen, den Bürgern und .dem. Turnverein ' von Indianapolis für die freundliche Aufnahme, und den Damen, welche sich bemühten, das veranstaltete ge sellige Vergnügen zu einem so angenehmen zu machen, den Dank der Tagsatzung aus, zudrücken. Beschlossen, statt der Worte Frisch, Fromm, Fröhlich. Frei,", die Worte Frisch, Frei, Stark und Treu" als Motto für den Nordamerikanischen Turnerbund zu adoptiren. , . Beschlossen, der Presse von Jndianapo lis den Dank der Tagsatzung für genaue Berichterstattung der Verhandlungen aus zusprechen. . Vertagung bisMittwöch früh 9 Uhr zur Verlesung des Protokolls.