Indiana Tribüne, Volume 2, Number 42, Indianapolis, Marion County, 29 May 1880 — Page 3

I n d i a n a T r i b ü n e."

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Frauen.Lohnarbeit in Um Vor?. 3n der Juni-Nummer von Harper's Monthly" wird ein Artikel von W. H. Kidning zu lesen sein, welcher obigen Gegeustand behandelt. Wir übersetzen seinen Hauptinhalt: In der Stadt und Vorstadt von New Dort sind Frauen damit beschäftigt, Glas zu färben und zu glasiren; Glasschilder zu malen; Elfenbein, Perlmutter und Schild krot zu schneiden; in Guttapercha, elastischem Gummi und Haar zu arbeiten; Weiden, geffecht- und Rohrstühle zu flechten; Druckerpressen zu bedienen und Schrift zu setzen; Zuckerkant zu machen und zu verpacken; Wasserfarben-Tiegel zu kneten; bei Zubereitung von Chemikalien und Feuerwerk zu helfen; Wanduhren zu machen, die Ziffer-

blätter zu glasiren und die Kästen anzustreichen; Spielzeug fertigzustellen; Putzpen anzuziehen; Billardtafeltuch zu sticken; und die Taschen zu machen; Besengriffe anzumalen, und Garn m Netze zu flechten; Pa pierkragen und Zwirne zu machen; Gold fachen zu Poliren und Knöpfe zu machen. Es t gibt etwa 500 Putzmachereien, welche etwa ' 2000 Putzmacherinnen beschäftigen, und die Strohhut - Industrie beschäftigt mehrere Tausende von Frauen mit Flechten, Zu sammennähen und Bleichen. Die künstliche Blumenmacherei gibt etwa 4000 Frauen meist Französinnen, zu thun und ist so ein träglich als irgend eine. Die Verfertigung von Reifröcken soll über 10,000 Frauen er nähren, die die Baumwolle spulen, die Bänder weben, den Stahl einspinnen. Die Kappenmacherei gibt mehreren weiteren Tausenden Verdienst von $3 5 die Woche. Haartuch wird auch viel von Frauen ge.webt, ebenso das Oberzeug von Schuhen. Einige von diesen Beschäftigungen und andere von unS nicht erwähnte sind den Ar beiterinnen gefährlich, nicht blos wegen der fangen Arbeitsstunden, der ungenügenden Nahrung und der schlechten Lüftung der Werkstätten, sondern auch sonst. In großen Fabriken künstlicher Blumen ist die Lüftung .meist ausreichend, und man sucht die Einathmung giftiger Dünste von Farben zu vermeiden. Aber fast alle glänzenden Blätter werden in den Wohnungen der Arbeiterinnen gemacht und das Arsenik, welches den Glanz erzeugt, schwebt in der Slsl&VTlt? 1 1 VSs tM.fVs BtY rOV 73 CJrtf? 44ty(.miUt UltV IVUV VUll) VVIl. CV WV, woraus die Blätter geschnitten worden, ist im Stücke gefärbt, mit Pariser Grün, während Stärke oder arabisches Gummi die Farbe festet. Diese Flüssigkeit wird auf den Stoff mit den Fingern aufgetragen, und der Stoff durchknetet, bis die Farbe gleichmäßig ist. Nach dem Trocknen wird er mit Wachs überzogen und lose Farben klümpchen entfernt. Die Luft ist voll von diesen Stäubchen, so daß die Schnupftücher .beim Ausschnauben ganz grün werden. Beim Aufkleben der Glasperlen, welche Thautropfen vorstellen, werden Theilchen der Farbe verflüchtigt und eingeathmet. Die reinlichsten Personen entkommen vielleicht mit Kopfschmerz und gestörter Verdauung; aber in andern Fällen trit schwere Arsenik Vergiftung ein mit Hautausbrüchen, Kolik und allgemeiner Vergiftung. Bei Vergoldung metallener Knöpfe wird Quecksilber und Salpetersäure verwandt, woraus die bekannten Krankheiten folgen. , Beim Verfertigen der Phosphor-Zündhölzer entsteht mitunter jene gräßliche Krankheit, der Knochenfraß, der die. Kinnlade zerstört. wovon im Bellevue-Spittel manche Fälle vorkommen. Beim Goldblättchen-Schlagen müssen Fenster und Thüren verschlossen sein und die Lust wird sehr unrein. Aber die Frauen, welche am meisten leiden, sind die Cigarrenmacherinnen, welche für 55 bis 56 wöchentlich meiner mit Staub und Dünsten überladenen Atmosphäre arbeiten, die dem erhärtesten Raucher Uebelkeit erregen muß. Die meiste Arbeit dieser Art wnd rn Woh nungen gethan, wo auf Lüftung und Rein r,thhh taum Rücksicbt aenommen werden t " " w tann. Die da heranwachsenden Mädchen . laden schwer, sehen blaß, und ihre Augen ' glanzlos auS. Eine Art Betäubung über kmmt sie, und ihre Lungen sind fast durch 41 Heg lran!. ' Wir hätten eine Masse Anmerkungen dazu b'teit, müssen sie aber verschieben. Diese Ät Frauenarbeit sei verflucht. (N.YV.Ztg.)

lAui Um treibt nf er.)"

Das Nationale deutsch amerikanische Lehrer-Seminar." Ein Circular der Verwaltungs-Behörde dieses Instituts weist mitRecht daraus hin. daß die Salaire der Lehrer nicht verlockend genug sind, um Söhne und Töchter wohlhabender Leute zu bestimmen, sich dem Lehrerberufe zu widmen. Es kann deßhalb nicht überraschen, daß unter den 69 Appli canten um Aufnahme in das deutschem. Lehrerseminar sich nur wenige, die gegen wärtigen Zöglinge der Anstalt, besinden, welche sür ihreSubsistenzmittel selbst 6or ge tragen .können, während die große Mehrzahl der bisherigen Applicanten dies nicht konnte und deßhalb abgewiesen wer den mußte. Dadurch gingen manche Orte, welche zum Seminarfond nach Kräften beigetragen haben, des Vortheils verlustig, welchen sie durch Ausbildung von OrtSangehöri gen in demjenigen Institute, das zu schaf sen sie mitgeholfen hatten, zu gewinnen hofften. Um diesen Nutzen sich ju sichern, haben Vereine, welche bisher ihre Sammlungen dem Seminarsond zufließen ließen, beschlössen, diese in Zukunft als Stipendien gelder zu verwenden, d. h. diese Vereine gebrauchen einen Theil, oder den ganzen Betrag ihrer Einnahmen dazu, einen oder mehrere junge Leute ihres Ortes, welche die genügende Vorbildung zum Eintritt in das Seminar und Lust und Liebe sür den Lehrerberus besitzen, nach Milwaukee in das deutschem. Lehrerseminar zu schi cken und die Kosten ihres Unterhaltes aus der Veins Kasse zu bezahlen. 4 Dem Frauen - Verein in Cleveland, O., gebührt die Anerkennung, mit der Durch sührung dieses Planes vorangegangen zu sein. Abgesehen davon, daß derselbe Menschenfreunden die Gelegenheit gibt. strebsamen, aber armen jungen Leuten die Lebensbahn zu ebnen, empfiehlt sichie Durchführung dieses Planes besonders sür solche Orte, welche aus irgend welchen Gründen darauf angewiesen sind, zwei sprachige Lehrer zu besitzen. Die Nach frage, ob noch keine Lehrer aus demSemi nar zu haben find, ist so stark, daß aller Wahrscheinlichkeit nach die künftigen Abi turienten unter einer Anzahl von Offerten werden wählen können. Der Ort, welcher selbst einen. geeigneten jungenMenschen im Seminar unterbringt, .braucht alsdann nicht zu befürchten, daß er keinen der Abi turienten erhalten wird. Da es aber auch Orte gibt, in welchen arme, strebsame, sähige junge Leute, aber kein sie unterstützenderGemeinsinn vorhan den ist, so haben die Deutschen Milwau kees genügende Mittel beschafft, um etwa 10 Freistellen zu errichten. Junge Man ner und Mädchen, welche durch ihre finan ziellen Verhältnisse bisher verhindert waren, das Seminar zu besuchen, jedoch Lust und Liebe zum Lehrerberuse und die nothwendigen Vorkenntnisse sür die Aus nähme in die Anstalt besitzen, können von Herrn Direktor I. Keller, 643 Broadway. Milwaukee, Wis. erfahren, an welche Be dingungen die Gewährung einer Freistelle geknüpst ist. Auch solchen geeigneten Applicanten, derenSubfistenzMittel nicht ganz zureichend find, wird ein Zuschuß gewährt werden. Die Gründer der Freistellen hoffen, durch ihre That Etwas zur Verwirklichung Dessen beigetragen zu haben, was die Verwaltungs'Behörde des Seminars mit solgenden Worten ausspricht: Sicherlich kann das ganze Deutsch thum nur dabei gewinnen, daß aus jenem seiner Bestandttheile, aus welchem mei stens Handarbeiter hervorgehen, auchKopf arbeite? gewonnen werden. Und gewiß kann der Lehrerftand dadurch nur gewin nen, daßElemente in ihn übergehen, welche nicht zu ihm .hinab", sondern hinaus steigen- müssen, ihm also wahrscheinlich dauernd angehören werden" Milwaukee vermag jetzt andern Orten zuzurufen : Gehet hin, und thuet deö gleichen " Schweizer Kindermarkt im Schwabenlande. Fast alle Frühlinge erheben sich einzelne Stimmender schweizerischen Presse gegen den seltsamen Kmdermarkt von Ravens bürg :c, aus welchem ganze Schaaren von kleinern, halbgewachsenen und an der Grenze deö Jünglings- und Jungfrauen alterS stehenden Kindern an den Meist bieter verdingt werden. Während in früh eren Zeiten die Thätigkeit der nach dem Schwabenlande wandernden Kinder sich aui'3 Aehrenlesen beschränkte, treten sie

nun seit Langem bei den Bauern in ein bestimmt geordnetes Dienstverhältniß sür die Dauer der schönen JabreSzeit, um im Spätherbst wieder in's heimathliche Dorf

zurückzukehren. Zu diesen Wanderzügen liefert daö ost. gallische Rheinthal, ein ganz erhebliches Kontingent. Melst sind es nicht Unter nehmer," sondern die Eltern' selbst, welche unter den Augen der heimathlichen Ge meinde- und Schulbehörden, mit deren stillschweigendem Einverständniß ihre Km der so verdingen. Für entwickeltere, kräf tige Knaben und Mädchen, erhalten die Vermiether" 22 bis 30 Gulden, zartere. jugendliche Geschöpfe dienen gewöhnlich urn'S Essen" und um ein paarKteidungs stücke. Es hat bisher niemals an beredten Zun gen und gewandten Federn gefehlt, welche diese Schwabengängerei" mit den VerHältnissen der Familien entschuldigten und beschönigten. ES wird angeführt, daß die Kinder meistens fortgehen, weil sie es in der Fremde besser haben als daheim, es wird hervorgehoben, daß der würtewbergische Großbauer sein Gesinde patkiarchalisch gut halte, auf seinem Hofe Zucht und Sitte überwache und daß die Feldarbeit der jungen Verdienstsklaven jedenfalls gesünder sei, als das müssige Herumlungern daheim, in unsaubein, schlecht gelüfleten Wohnungen, oder auch weit vorzuziehen der Kinderarbeit in den ostschweizerischen Fabriken. Man pflegt, gewiß mit etwelcher Berech tigung, daraus hinzuweisen, daß das Leben aus den einsamen Dörfern und Gehöften des Schwabenlandes eine treffliche Schule der Ordnung, der streng geregelten Arbeit und der Sparsamkeit sei. Endlich komme durch diese Kinderarbeit im Diensthause Aegvptm ein schönes Stück Geld ins Land. Das wären die angenehmen, die entschuldigenden, the'lweise sogar recht fertigenden Seiten der Frage. Leider sind es aber nicht die maßgebenden und es ist nicht zu viel; gesagt, wenn dieser Kindermarkt mit dem geschäftlichen Bezug chinesischer Kulis auf die gleiche Linie gestellt wird. Der schwäbische Bauer ist wohl um kein Haar besser oder schlimmer als seine StandeSgenossen in der Schweiz er ist das Produkt seiner Scholle. . Er ist jedenfalls wederPhilantrop, noch brasilianische! Plantagenbesitzer, sondern ein zäher, sei' nen Vortheil' sehr gut wahrender, das Wesen der Feldarbeit tresflich beurtheilen der Geschäftsmann. Er versteht sehr wohl zu berechnen, wa rum es ihm paßt, ein paar jugendliche Arbeiter aus seinem Hose zuhaben sie sind anstellig, gehorsam die Diktatur der pflügenden Cincinnatusse duldet keinen Widerspruch sie sind, kurz gesagt für eine Saison" in den Händen des unum schränkten Gebieters oder mit Auerbach zu reden, in derHand seiner Schmalzgräfin." Ob die Kinder den Ansorderungen der strengen, sommerlichen Arbeiten gewachsen sind, oder ob sie mitten in ihrer körperlichen Entwicklung rücksichtslos ausgebeu tet werden, ist eine andere Frage. Noch schlimmer als mit der körperlichen Entwick lung steht es jedenfalls mit der geistigen, denn von einem Unterrichte kann keine Rede mehr sein. Welche. Garantie gegen sittliche Verirrung und Verwahrlosung ein solches Verdingkind haben wird, läßt sich denken. In der ganzen Frage stehen wir vor einem sonderbaren Widerspruch: Während das Fabrikgesetz daS Kindesalter vor jeder vorzeitigen Verwendung zur Maschinenarbeit schützt, gibt es kein schweizerisches Gesetz, das den Vater hindert, sein Kind an den Meistbietenden zu v er dingen. Eine sterbende Nation. Nichts ist einsacher als die türkische Finanzwirthschaft. Sie läßt sich mit zwei Worten charakterisiren : Bon Jedermann borgen und Niemanden bezahlen. Das goldene Zeitalter des modernen Türlettthums war die Zeit der Riesenpumpe vor und nach dem Krimkrieg. England und Frankreich warfen Millionen über Millionen in den unersättlichen Rachen des osmanischen Geldborgers, bis die Türken kurze Zeit vor dem Kriege mit Rußland zur Einsicht kamen, daß man ihnen nichts mehr borgen wolle. Sie warfen sich sofort auf die andere Seite ihres Finanzsystemes: das Nicht zahlen-und haben seit damals aus die sechs Milliarden Jsrancs, die sie schulden, nicht einen Cent an Capital und Zinsen mehr gezahlt. Da aber die Regierung dennoch nicht in Stillstand gerathen kann, verlegte sie sich in den letzten Jahren meist darauf,

ihre eigenen Unterthanen zu schinden und auszupressen. Sie überschwemmte daö

Land mit Papiergeld, dcg jetzt nur einen Werth von zehn Procent deö Nominal werthes hat. Alles Edelmetall ging au dem Lande. und nun besitzt die Türkei eine werthlose Währung. Das Elend der Massen wuchs fortwährend und führte zu Ausständen in Constantinopel, Smyrna, Alevpo. Damascus, Beirut, Jerusalem und anderen Plätzen. Gleichzeitig- mit der Überschwemmung des Landes mit werthlosem Papiergelde wurden die Jnlandsteuern verdoppelt. Die Saläre der Beamten wurden eingestellt und nur hie und da erhielten einzelne die Halste ihrer sonstigen Bezüge. Das Alles konnte indeß die Regierung nur mit Mühe über Wasser halten und wäre es vor einigen Wochen in Constantinopel zu einerRebellion gekommen, wenn der Sultan nicht aus Furcht vor der Volkserhebung einen qroßen Theil seiner Juwelen verpsändet hätte, um Geld sür die Deckuug der dringendsten Bedürsnisse herzuschaffen. Die einzige Hoffnung sür die Regierung ist noch die Erhöhung aller Eingangszölle.von 8 auf 15 Procent, zu welchem Zweck sie eben dieBewilligung der Mächte anstrebt, mit denen sie HandelsVerträge abgeschlossen hatte. . , Unter den Massen herrscht der jammervollste Zustand. Im Osten der Türkei herrscht die HungerSnoth. Eltern versausen ihre Kinder in die Sclaverei ; in einzelnen Städten rafft der Hungertyphus Hunderte und Tausende von Menschen dahin. Dieser Zustand der Türkei ist ein Hohn aus die europäische Diplomatie. England hat sich verpflichtet, eine Reform der Türkei in's Werk zu setzen, hat aber bis jetzt nichts gethan, weil eine solche bei der tröstlosen Lage der Türkei geradezu unmöglich geworden zu sein scheint. Darum dürfte das neue Ministerium in England eben vor einer sehr schwierigen Frage, deren Lösung die Ereignisse nur beschleunigen. stehen. Von Gladstone hat die Türkei weder moralische noch materielle Hilfe zu erwarten. Er ist üöerdies ein Freund Rußlands und wird wohl nichts unter nehmen, was die Pläne des Kosakenthums auf die Türkei durchkreuzt. Gladstone wünscht ein vergrößertes Griechenland und eine Entwicklung der slavischen Völker stamme des Balkans. Im großen türkischen Reich kracht es an allen Ecken und Enden. Die türkisch griechischeGrenzfrage ist unerledigt. Mon tenegro und Albanien stehen sich bis zu den Zähnen bewaffnet gegenüber. Auf Creta regt es sich wie am Vorabend einer neuen Rebellion. Oesterreich harrt des Momentes,.um seine zwei occupirten tür kischen Provinzen durch Erlangung eines Weges nach dem ägäischen Meere wirth schastlich entwickeln zu können. ' Die Tür kei steht aber morsch, verfault und banke rott ohne einen Freund da. Es ist unver weidlich, daß der massenhaft aufgehäufte Zündstoff auf der Balkan-Halbinsel sich entladet. Der Tod des kranken Mannes in Europa ist nur noch eine Frage weniger Jahre. (M. H.) Ein schöner Präsidentschasts-Candi dat. Hr. Dänzer vom Anzeiger des Westens" war in New Pork und hat Samuel Tilden, den would-be Präsiden ten, gesehen. Er entwirft von ihm sol gendes wenig schmeichelhafte Bild : .Ich tras Tilden, erzählt Hr. Dänzer, in einer Privatgesellschaft," und war über die große Veränderung, welche körperlich mit ihm vorgegangen ist, aus's Höchste überrascht. Er ist nur noch eine Ruine und steht meiner.Ansicht nach am Rande deö Grabes. Ich glaube nicht, daßr die Ausregung einer Wahlcampagne überle ben würde.. Wenn er Besuche abstattet, läßt er sich stets in seiner Kutsche nach dem betreffenden Hause fahren, da er an der linken Seite säst ganz gelähmt ist. Als er in das Zimmer trat,'sah man, daß er mit großer Anstrengung sich gerade hielt, und er zitterte dabei am ganzen Körper. So wie er sich gesetzt hatte, stützte er sich mit der rechten Hand ans sein Bein, um sich zu halten, aber die linke Hand hing hülflos an der Seite nieder, und die Finger der selben bewegten sich fortwährend convul stoisch, und er schien alle Herrschast über dieselben verloren zu haben. Seine Klei dung war sein und elegant, und er schien sich alle Mühe zu geben, um noch rüstig und gesund zu erscheinen, aber dies wollte ihm nicht gelingen. Er wiegt, glaube ich, keine hundert Pfund und zittert beständig, ob er nun geht, steht oder sitzt. Seine Stimme hat er total verloren, und wenn

er mit Ihnen spricht, müssen Sie Ihr Ohr

dicht an seinen Mund halten, damit Sie seine nur. im Flüsterton gesprochenen und kam vernehmbaren Worte verstehen können. Seine Freunde behaupten, daß er dann und wann, sich, wieder in gewöhn lichem Tone unterhalten kann, aber wann ich ihn traf, war er stets genöthigt, im Flüsterton zu sprechen. Seine vertrautesten Bekannten behaupten, daß seine körperlichen Gebrechen nicht den geringsten Einfluß auf seine geistige Thätigkeit ge habt haben, .und daß er erst . vor Kurzem wieder eine der brillantesten und kühnsten Eisenbahn - Transaktionen durchgeführt habe, die jemals in diesem Lande inö Werk gesetzt seien. Sie sagen, daß er unausgesetzt geistig arbeitet, und ebenso lhätig ist, wie zu irgend einer Zeit in seinem Leben, aber wie irgend ein Mensch mit emem so zerrütteten Körper noch viel gei stige Arbeit leisten kunn. ist mir ein Räthsel." Die Qungernoth im. nördlichen Un garn, welche schon so viele der Einwobner zur Auswanderung gezwungen, hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Das Elend ist, wie berichtet wird, noch immer im Stelgen begriffen. GraS, Nesseln und Pilze sind in manchen Gegenden die einzige Nahrung der unglücklichen Bewohner. Und ähnliche Zustande herrschen lmSüden und Südosten von Rußland, in Tranökaulasten und den transuramchen Stevpen. Eine solche Zeit des Elends und der HungerSnoth, wie jetzt, soll dort noch niemals erlebt worden sein. Aus Mittheilungen, welche der ame rikanische Gesandtem China dem Staatsdepartement in Washington übermittelt. geht hervor, daß die Chinesen eisrig daraus bedacht sind, dem Westen in der Pflege der Wissenschaslen nachzustreben. Einhundert und zwanzig junge Chinesen empfangen zur Zeit ihre Ausbildung aus amerikanischen Schulen und Universitäten, und in China selbst sind mehrere Schulen unter Leitung amerikanischer Lehrer, im blühenden Zustande. Durch das imJahre 1867 errichtete chinesische Reichs-Ueber-setzungs-Amt wurden über 80,000 Bände übersetzter Werke über Mathematik, Maschinenwesen, Geographie, Astronomie, Mechanik, Kunst, Wissenschast und Industrie in China verkauft. Chas. Mcyen k Co. einzige deutsche Anzeigen - Agentur für die gesammte deutsch. amerikanische Presse. 37 Park Row, New York. Etablirt seit 1857. Z. H. Batcs, 41 Park Row (.Timeö" Building). - New York. Anzeigen-Agentur. Pliil. Rappaport, Necktsanwalt, 95 Hst Washington Str., Zimmer 12 und 13, Jndianapoli, Jnd 17aug18 Mannbarkeit. Wie verloren und ieder gewonnen. Line Abhandlunq über die radikale Heilung rcn Cna nie oder Selbstbefieckung. fcocr hcrauegegedea, eine neue AuSzabe ven - lr. Culrcrwell'ö Vorlesung über die rad kale HcUunz rou Pollutionen der Samen schwache, geistige und körxerliche Echwäcbe, Hivrerntsse iuax tu rathen, bervorgebracht durch Seldstbefleckung und flcscklcchtllche Auöschwetfunaen. Die schrecklichen Folgen diese Lasters sind in dieser berühmten Brochüre zur Warnung der Jugend mit Me sterschast geschildert, und der einzige fitere Weg angegeben, aus welchem eine vcllsündige Heilung, ohne den Gebrauch gesahrllcher inner., Iicher Medizinen, erzielt werten kann. W&, alt und jnnA, welche an Nervenschwäche, Miedergeschlagenheit, Impotenz oder Pollutionen, und den tau send traurigen Folqen geschlechtlicher Äukschmeisungen leiren, soMen diese Echrist mit Sorgfalt studiren. Um ihr die weitmöalichpe Verbreitung u verschaffen, wird dieselbe bei Empfang von 6 Cents ia Poststamp rostfrei nach allen Theile der Verewigte Staaten versandt. Man adressire: The Cuhercell ltith Companj, 1 Ann Lt.. New York, Poet Box 4586. IMMMM von Jndianapoli, Ind., ist eine einheimische Institution, welche auf Unrariei lichkeit und Sekechtigkett gegen Jedermann bastrt ist Wegen näherer Information und Prospekte wende mm sich brieflich oder rersönlich an die Office ron Go. 3. Joseph, Spe,ial,Zlgent, 70 Oft Markktstraße, Jndianarott, In