Indiana Tribüne, Volume 2, Number 36, Indianapolis, Marion County, 17 April 1880 — Page 7
.Ueber Montana's großartige Bodenschatze schreiben Wechselb'lStter: Jenes fernste. Territorium) degen Entwicklung in letzter Zeit die Erfreulichsten Fortschritte 'gemacht hat, nimmt in Betr. der Hervor bringung der Edelmetalle den drittenRang ein und kommtlm Goldergebnisse j gleich hinter Californien. Das erste Gold erhielt man hier mittelst. Wäsche. . und - Was fersvülung, und das Ergebniß der einzel nen "gulches? war fabelhaft. Unerreicht fltftiurno mit seinem 'riesigen Ertrage von 60 Millionen
Dollars.seit 1863, und seinen heutigen Er gebnissen von $600.000 im : Jahr. Aus einer einzigen Pfanne" im Consederate "Gulch" wurde Goldstaub' im Werthe von tzlOOO erzielt. Montana besitz -gegen 500 goldergiebige Gulches welcheseit ihrer Entdeckung insgesammt mit Erfolg bear. beitZt wurden und Millionen über -Millio nen zu demReichthum der Welt beigesteuert haben. Von 1862 bis' 1880 wurden 159 Millionen Dollars an olö und Silber aus Montana geführt." Die Metallpro biranstalt zu Helena weist für das verflos'. sene Jahr $511,194 an empfangenem Gold und Goldstaub' nach. 'Ein Goldklumpen im Werthe von $8,20a wurde in einem Seitencanton des Show Sh'oe-Gulch ge funden und einer , im Werthe ödn $2,073 im Nelson Gulch. . Die Erzminen sind biZ jetzt noch wenig ausgebeutet worden, ob wohl sie gleichfalls sich äußerst ergiebig erweisen. Die Union Schachtmine hat seit 1864 drei' Millionen Dollars geben. Der berühmte Penobscot.Goldblock im Werthe von $54.262 war die Frucht einer dreißigtägigen Arbeit, imJahr1878 in der gleichnamigen Mine wurden bei einer gr ringen Tiefe $125,000 innerhalb 7 Monaa " - r c ien gesvrocrr. viuaj uoererzaccin von beträchtlichem Werth wurden in Montana schon seit 1865 entdeckt u,nd' haben besonders in letzter Zeit ei;ie rege Entwicklung genommen. DieHecla-Consalidated Mi nen Gesellschaft producirte jährlich eine halbe Million Dollars Silberblei und Silberkupfer, und ihre Minen sind erst vor Kurzem für anderthalb Millionen Dollars verkaust worden. Und da jetzt bald auch sich Eisenbahnen in's Innere Montana's erstrecken werden, wird der Aufschwung dieses reichen Gebietes noch ein viel groß artigerer werden.Während e8 von Edison und seiner vielgepufften Erfindung schon seit längerer Zeit wieder ganz stille geworden ist,schreiten die Herren Siemens und Halske in Berlin mit der praktischen Verwerthung des elkktnschen Lichtes immer weiter vor. So gedeckt die genannte Firma jetzt mit dem Projekte der elektrischen Eisenbahnin-ein neues Projekt zu verbinden und zwar be absichtigt sie, von den Strängen der elekkrischen Bahn .der ganzen Länge nach Leitungen in die Häuser zu führen und dies? mit elektrischem Lichte zu versehen. Ein diesbezüglicher Antrag soll seitens der genannten Firma demnächst dem Berliner Magistrat' zur Genehmigung vorgelegt werden. Demnach muß sich Herr Edison von Menlo Park sputen, wenn ihm die deutschen Fachmänner Sie mens und Halske mit ihrer Lösung der Aufgabe, das elektrische Licht für allgemeine BeleuchtungSzwecke verwendbar zu mächen, nicht den Rang ablausen sollen. Was ist Liebenswürdigkeit ? Diese ffrage hat ein englischer Schriftsteller in folgender interessanten Weise beantwortet : Sie liegt uicht in Perlpuder, noch in goldener Haarfarbe, noch in Juwelen. t Man kann sie in keiner Flasche oder Büchse erhalten. 'Es ist angenehm, schön zu sein, aber alle Schönheit,' welche uns Liebe einflößt, Augen, Nase, Haar oder Teint thun das noch nicht, obgleich es angenehm ist, schöne Gesichtszüge zu sehen. Was man ist, daö entscheidet, ob uns die Natur hübsch oder gewöhnlich gebildet. Gute Menschen sehen niemals unliebenö würdig aus. Wie die Gesichttt sein mögen, ein freundlicher Ausdruck versöhnt Alles. Sind sie dazu noch heiter, so wird sie Niemand weniger lieben, röeil die Ge- " sichtzüge nicht regelmäßig sind oder weil sie zu .fett, zu-, hager, zu bleich . oder zu 'gefärbt ' scheinen. .Die Cultur-'deS' GeisteZ giebt den Gesichtern einen neuen Reiz, und wenn ein. Mädchen geliebt werden will, liegt eS mehr in ihrer Hand, als Tausende eS ahnen. Erzwungenes Lächeln, und affectirte Freundlichkeit helfen nichts; man mub gut-, fühlen, nicht neidisch, nicht launilch sein, und man wird Liebe einflößen.
Auö dem Staate.
T Jndiana Sängerfest. Die,EvanS ville Union? 'schreibt :' Ess scheint ' doch' als ob daS diesjährige Sängersest noch zu Stande kommen sollte. Wie daS Terre Haute Banntt berichtet, bewirbt sich La fayette um' Sie Ehre und in diesem Falle dürften, alle Theilnehmer. auf einaußerst gemüthliches 'Fest rechnen '.denn .was die Lasayetter unternehmen,' thun sie recht; das Banner" sagt : NachdemJtfferson ville es abgelehnt hat, das Sängersest für dieses Jahr, zu übernehmen, hat sich Lafa yelte bereit erklärt dies zu thnn. Herr F. Donner, Dirigent der Concordia" in Lafayette, war, gestern hier, um sich 'mit den Mitgliedern des 'MännerchorS" über das Fest zu berathen." Hr'Donner sagt, daß die Lasayetter Alles ausbieten werden, um das Fest zu einem recht gemüthlichen zu machen, und. Hr. ,Otto. Wittenberg meint, es wird'' ein zweites Tell City Sän grrfest werden. J Shelbyville, II.Apris Letzte Nacht brannte ein dem Herrn Robert Mc Duffcy gehöriger'Stall nördlich von der Stadt ab. Louis Wiener, ein Deutscher, der in dem Stalle vcr dir Nacht Schutz gesucht hatte, stürzte während der Löschungsversuche in brennenden Kleidern heraus. Er wurde nach dem Ray Hause gebracht und daselbst auss Beste verpflegte Er wird jedoch schwerlich mit dem Leben davonkommen. Wenn dich's reut. Wenn dich'ö reut, ' Tritt vor den Freund, Den du durch ein Wort gekränkt, - Der dcch liebend dein gedenkt, Und um dich' härmt un klagt Daß du ihm solch Wort gesagt. -' Ob eö gleich nicht bös gemeint. Geh'! und sage ihm noch heut', Daß dich's reut! Wenn dich'ö reut, Ist dir entfloh' Fried' und Nuh' au deinem Herz Um des Freundes herben Schmerz, Eeh'l schieb niche bis Morgen auf, Kurz ist nur bei Tages Laus! Ach vielleicht ist Morgen schon Dir der Fund so weit, so weit Wenn dich's reut! Hugo Schlag. Kumoristisches. VSlkerrechtliches.-Jn den Greifswalder Universitätsstatuten soll sich nach einem altenStudentenwitz der Pasius gesunden haben : ' Wer einen Nachtwächter prügelt, wird ebenso bestrast, als wenn er einenMenschen geprügelt hätte." Nach denAnschauungen der französischen Radikalen wäre eS zweckmäßig in daS Völkerrecht ähnliche Bestimmung aufzu nehmen: W aus einen russischen Kaiser schießt, wird ebenso behandelt, als wenn er auf einen Menschen geschosien hätte. -Praktischer Geschastsblick. A.: Warum wollenSie den Müller nicht zum Partner nehmen? B. : Er trinkt mir zu viel. 7. . A. : Über Sie irlnken doch auch. B. : Eben deßhalb passen wir nicht zu samrr.en. " Tact voll. Bettlerin: Ich bitt um'n Almosen! Conditorin : Bei uns wird Nichts ge geben!" Bettlerin: Na, denn sind S' so gut und bringen ' mir sür 20 Pfennig Schaumtzrte. Wissen S', in den andern Läden, in denen ich immer was geschenkt bekomme, kann ich mir doch nichts kaufen das erden Sie einsehen !" Kannst Du mir sagen, Nazi, warum der Hahn immer so glatte und'anliegende Federn hat? '. Nazi schüttelt den Kopf. Nun, tteißt Du,, der Hahn hat .immer seinen KaNmbei sich. E n t w e d e r o d e r. i' Nazzi Herr Döctor;i?-kann'S vor Schmirzen nimmer aushalten! I' hab mir an Nagel durch oen Stiefel' in den Fuß .'neintreten." , , " - Doctor: So zieh', einmal Deinen Stiesel au? (nachdem er den Fuß unter sucht) An dem Fuß kann ich aber nichts finden!") Nazzi : Dann ist's am End' der an Uxtl"
b4 I 4 V i ersorgt. Aber, Emma, wo soll denn so ein Ver hältniß hinaus?- - ' Ich bitte Dich, Mama, Eduard heirathet mich ja sofort, sagt er,' wenn' ich zu Hause esien kann und Du Logis und Gardcrobe besorgst es liegt also Alle nur bei Dir!"." '. .. v. ' 7-, ,; , ' Nach Wunsch. Schauspieler : Ich' möchte gern in' allen Stücken die Hauptrolle haben !" ' - . Direktor: Gut,' dann mach ich Sie zum Sousfleur ' Neuer Kellner : DaS stimmt doch nicht Madame, der eine Herr will ffleischbrüh, der andere Bouillon, und Sie haben mir aus einem Topf gegeben !" . Ma da me: . Schon ' recht! Wer Fleichbrüh verlangt, zahlt 15 Cents, und wer Bouillon verlangt, zahlt 25' Cents. Das ist der Unterschied D r o h u n g ." Daß sag' ich Ihnen, Herr ÄmtSbür aermeister: in ibr lurnviaeS Nest komm' ich mein Lebtag nimmer; denn'solch' 'einen miserablen Arrest,- alS wie heute Nacht bei Ihnen, hab' ich auf meiner ganzen Reis' noch nicht gehabt !" .. ' An'S Feuer g ew ö hnen. Ein junger Offizier stand am Kamin und wärmte sich. Frieren Sie denn?fragte ihn eine Pame. Ach nein ant wartete ein Zuhörer,' er sucht fich nur an's Feuer zu gewöhnen." Die Dffizin der Iniliaiia vs 11 NVUne empfießtt sich zur ftftfä tAltHA Vtl VVII Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, Quittungen Eintrittskarten, Mtglicdcrkartcn, Broschüren, Constitutioncn, Adreßkartcn, . ' ' . . . . und allen einschläglichen Artikeln unter Zusicherung ele- ' ' '" 'u: ganter AuSfübrung bei billiaem Preise.
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