Indiana Tribüne, Volume 2, Number 34, Indianapolis, Marion County, 3 April 1880 — Page 5
Jndiana Tribüne."
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Lokal.
An unsere Leser. Wir ersuchen alle diejenigen unsrer ver ehrlichen Leser, welche ihre Wohnung wechseln, uns ihre neue Adresse zukommen zu lassen, damit daS Blatt zeitlich in ihre Hände gelangt. Die Redaktion. 2ic Township Wahl findet Montag statt. ES ist sehr zu wün. scheu daß die Stimmgeber recht lebhaft Antheil daran nehmen. Nachstehend bringen wir das republika' kanische Townshipticket, das wirken Wah lern empfehlen : Für Township Trust : A.D.Harvey. Für Township Assessor:- - Benj. Rau. Für Friedensrichter : I. L. Woodard. Für Constabler : Conrad Burleigh. Geo. Seibert. HiramPlummer. HughGoudy und G e o. E. L o w n y. Z& Am Montag Abend um acht Uhr findet die regelmäßige Versammlung des deutsch republikanischen Bürgervereins in Knodel's Club . Lokal statt. Das Osterwetter war zwar nicht sehr günstig aber der freundliche Haase scheint sich wenig daraus gemacht zu haben, denn er stattete gar vielen Kindern einen Besuch ab um die schöngefärbten Eier abzugeben. Er konnte in diesem Jahr frei giebigamit sein, denn die Eier sind zur Zeit sehr billig. LS- DasBezirksgericht wird von nach sten Montag an in Sitzung sein. - Am Montag wurde im Waisengericht das Testament der verstorbenen Schauspielerin Coleman Pope registrirt. Der Nachlaß ist sehr unbedeutend ; es be finden fich darunter mehrere Theater- Co ' stüme, Möbeln und Silbergeschirr. kS" Von derAssociation derPassagier Agenten des Westens fand am Donner staa eine Versammlung im Dennison .House statt. Dabei wurden 25 Bahnen vertreten und Fahrpreise nach allen Sta tionen des Westens bestimmt. Es wurde zugleich die Bestimmung getroffen, dß kein Agent berechtigt sein soll die festge setztenRatkn ohneZustimmung des General "Agenten zu reduziren. Wenn ein Agent dieser-rdnung zuwieder handelt soll cr entlassen erden und ein Jahr lang von keiner Compagnie die der Association bei getreten ist wieder eine Anstellung erhalAtn. Am Montag wurde im Waisengericht Levi Bolander zum Verwalter des Nachlasses von MargarethEmery ernannt. Er stellte $1000 Bürgschaft. ' SS" Parier S. Carson wurde im Wai sengerichl zum Verwalter der Hinterlasscnschast von Charles Larsch ernannt und stellte Bürgschaft im Betrage von $6000. , Verwalter des Nachlasses von Henry H. Langenberg wurde Henry W. Langenberg. ,.Eli M. Joh .son erlangte Vollmacht zu? Verwaltung des Nachlasses von David F. Johnson. Frau Ella N. Radcliff wurde zur Vormündern über ihre Kino'er John N. und Leah, Olive Radcliff ernannt. C. E. Kregelo will an. Nord Ten nesiee Straße ein Stallgebäude errichten laffen und erlangte dafür einen Bauer laubnißschein. ' Die Nachricht, daß Andy Wallace, ein Mann der früher zu den reichsten Bür gern unserer Stadt gehörte, dessen Vermö gen aber seit dem großen Krach bedeutend , zusammengeschrumpst ist und der jetzt in " Lead City wohnt, dieser Tage von seinem Sohne Sanford Wallace in Lead City viermal geschossen wurde, erregte ziemlich viel Sensation unter den Freunden und
T Bekannten dieser Familie. Aus den Nach isMri oihi hprttnr hnfe (SnnfnvX Unn
llUJlli gvyi (VVV.; VMQ WUIIIIV tgUtl seit längerer Zeit leidend ist und daß er "diese That wahrscheinlich in einem Anfall von Geisteszerrüttung beging. Man brachte den Kranken in ein Spital. Andy Wallace erhielt zwar durch die Schüsse einige Verletzungen, befindet sich jedoch auf dem Wege der Befferung. Den letzten Nachrichten zufolge ist San ford Wallace im dortigen Spital gestor ben. i jy Die Harmonie kam zwar etwas spät mit ihrem Maskenkränzchen aber des halb fand dasselbe doch genug Theilnehmer. Die Halle war am Montag Abend bis zum letzten Platz gesüllt und an heiteren und ernsten Masken war kein Mangel. Die Anwesenden amüsirten sich vortresflich und trennten sich erst zu einer späten Stunde.
Lyra-Eonzert. Am Donnerstag Abend veranstaltete die
Lyra ein Conzert nebst Tanzkränzchen' in der Washington Halle, das sich eine? aus gezeichneten Besuches ersleute. Die Halle war bis zum letzten Platz gefüllt. DaS aufgestellte Programm ließ nichts zu wünschen übrig und entsprach in jeder Beziehung allen gerechten Anforderungen. Die zwei ersten Piecen waren prachtvolle Orchesterßücke und da die Lyra über ein Orchester verfügt, wie daS fetten ein derartiger Verein im Stande ist, so konnte eö nicht fehlen, daß diese Vortrüge den leb haftesten Beifall her'vorrlkfcn. Bei der dritten Nummer Brautchor aus Lohengrin" konnte sich hauptsächlich der gemischte Chor hervorth'M, und derselbe erntete . auch für seine vorzügliche Meinung veroienie Anerkennung, auci t.:n .' . o r I Plano!uoitrag von Frl. WMlon nes m m . mm P I ' stürmischen Beifall hervor und die begei' sterten Höier wollten sich nicht eher beruh!gen bis die Dame sich zu einem zweiten Bortrag herbeiließ. Da Soprail-So!o Sa DArrniit vnitrh wtrftt rninhfr Uiuu cutuiun vMnv . t.!tSn. ' r ..v ,,. . OUIslUig abgenommen uno oer opiaus bewoa auch dieSänaerin zu einem Encore. Nach eine wunderhübsen Streichquar- . t , ' . ' r jl ri . t v icit folgte du schwerste, aber auch die schönste Nrnmer des Programms, Finäle stryr,r,iM ö fynHcn NA Tirtmti I ,Ui uutuu . Uuiivii 1 1 ' v bi - i Barmeier und Schnull und d:e Herren Storer un Uebelmesier in dem reichlich gezollten Beifall zu theilen. Ein sehr schönes Potpourri beschloß das Conzert, daj zur Zufriedenheit aller Hörer verlief. Di: Anwesenden huldigten dann noch dem fröhlichen Tanze und blieben bis u ein,r sväten Stunde beisammen. v - , T . DeutfcheS Theater. . Die Nachricht, das wir in der nächsten Zeit wiedir einmal denGenub eines guten, . . . . I d ut men Tdeaters b er baben werden, st fmb hm hfmffntist und Zhtaitr. ' ' " ' I
freund seh: sreudig begrüßt worden. Wir unehrlichen Mann möglich, bei emer Wahl mehr als emmal zu stimmen, das heißt an i l l ' l ST ' so vielen Stimmplätzen, als er an einem daß das Aeater sur jeden Gebildeten em wichen konnte, und kein zuverlässiBedürfniß ist, und daß deshalb eme Stadt Sckuk war aeaen eine solcke betrüae-
wie Indianapolis eines deutschen Theaters nie enlveynn loute. ros aueoem yaoen wir während der Wintermonate kein ständiges Thetttr hier gehabt und es steht außer Zwusel, daß dieser Mangel sich fnhiw nnnfat hn 5)enn mnn ,!N auch di. lmtlchm G.sang.Vr.in mit IG mm m v v r V mr v " " i UUUl. uu ivui uvii vvv HiiH--wvtMi ..... Tanz.Vrgnüaung.n und Conztrte hin läng ich valorgt haben. s konnt, da n n im ii sä nnc& r m m. dvi f r n rw rr 11 111 niw-Dri vuu, au. .u..ttu u, yealer.,r,ieuungen maji unicrutuucii. Die ausgexichnet besuchte Theatervorstellung ocsüKiucni- unu u3iuuii .umVereins, weche vor einigen Moaten hier . . . ... t v . o 0-:v V rr 7-.. stattfand, leweist, dak wir mit der Vekantna na hsl5 ,Zn Nurknin ,st. im Reche sind. Um so mehr glauben ' ' ' ' ' 1 a wir zu der Znnah es der Härilg'sch igr eriles umipia gier flioi, an üö ' , n . f . ri t . nicht fehlen vrd. Der m tv'.r.. . rus vieler Gruppe, die üöer sechs vollendete Künstler verfügt, wird seine Wirkung aus das hiesige Publi kum ausznUen, vermöge.?, und es wird desbalb aar richt nöthig sein, jene ausae zeichneten ScjauspZeler der Gunst des hie sigen Deutickthums noch besonder? zu Hf.fT. ! empfehlen. , Auf das S!uck, das morgen Abend zur Aufführung lommt, wollen wir aber nicht unitrinKtn Tininrnnn T)n M?,M,n Hiilttiu 1 1 v wird das setne Lustspiel Das Glas rmn. liino x. t. . c Z Vrl kannt sein., Wo , immer dieses herrliche Stuck auch zur Auffuhrung gelangte, würd: es miungetheilten Beisall aufge nommen unimlt vollem Recht mmmt es den ersten Rna unter den Lustspielen der Neuzeit ein. Freilich müssen dieDarsteMr . in diesem Stücke groben Anforderungen ..k... ..'x.. : m...-.s.... VllU(ii iiv ia um vfci mu uuih H desselben ar,k öinderniffe w bewältiaen' -'"."r?". - rl Q mi rnr u ' r Hartmg schei Gruppe. Wir hoffen also daß sich mttgen Abend recht Viele den Genuß gönn und die Männerchorhalle besuchen werien. Die genannte Truppe wird dadurch ihren weiteren Vorstel lungen nur ernuthigt werden.
jcr Der Wscheidunsprozeb des Doktors Henry F.! Barnes gegen seine Frau Fanny Bariej entwirft wieder einmal em recht trauritiS Bild. Der Doktor be schuldigt jene Frau der Untreue, während diese den Dsltor verklagt, weil er ihr eine brutale Bebinidlung zu Theil werden ließ. Die Frau Doktorin verlangt eine ziemlich große Sumve von ihrem Herrn Gemahl, die ihr indeß bis jetzt noch nicht bewilligt wurde. Aber ein Scheidungsdekret hat sie erlangt. j . 1 ;
BersassungS-ZlmendententS. Gemäß einer Bestimmung der StaatsVerfassung und in Uebereinstimmung mit einem von der Legislatur passirten und vom Gouverneur-James D. Wlliams am 10. März 1879 genehmigten Gesetze, werden die weiter unten angeführten Amendements am I.Montag im April 1880 den berechtigten Stimmgebern des Staates zur Annahme oder Verwerfung an den gewöhnlichen Stimmplätzen unterbreitet. ... , ' Das Gesetz schreibt vor, daß jeder berechtigte Stimmgeber von dem Staatssekretär vermittelst der County- und' Precinct-Be-amten mit einem blauen Stimmzettel versehen werde, auf welchem die vorgeschlagenen Amendements (sieben im Ganzen) mit den Worten Ja" und Nein" unter jedem Amendement gedruckt stehen. Der Stunm-
geber giebt seme Sttmme m der Welse ab. inbem er eines der beiden Worte ..3a" oder . .. . " )cein streickt. Amendement No. 1. Amendire Sektion 2 des Artilelö 2, ss daß der leib: wie folgt lautet: Sektion 2. Bel allen Wahlen, wenn nickt anderweitig durch die Wer sassung bestimmt ist, soll jeder männliche Bürger der Bcrelinatcn Staaten von 2 Jahren und aufwärts, welcher ,m Staate sechs Zonale, trn . f.J,,;A e ... v ; Township sech tg Tage und m der saro oder Wablbeurk dreibia Taae unmittelbar vor der Wahl gewohnt hat, und jeoer männllcye im g.br.n. ,' 'u. 0Ulin uuv vuiuvut uciiui. i v. uuiimuii S'.aa?en ein Jahr, im Staate sechs Monate, im Township 60 Tage und in der Ward oder dem SBablbrAtrt dreibia Taae unmittelbar vor der ' " , ' - . . r- . . .,- j. a CTarti,i rt-rthti nh fin 91 MA ,Tflnrt n.it. tin 7. t,,s:nn,s,,pn nümtr N r einigten Staaten werden zu wollen, berechtigt m dem Komm om itm Vezure ln welDieses Amendement bezweckt Ehrlichkeit und Reform in der Abhaltung don Wahlen. Seme Annahme wrrd zun großen Theil, wenn nicht gänzlich, dem Repeaten" . - r ii (öfteren stimmen emesmzemen) uno oer mvortation von Stimmaebern ein Ende machen.' Nach der jetzigen Verfassung ist kein Aufenthalt von bestimmter Dauer im County, Township, oder Precinct noth- . . . . ?".' f. . . r. r wenvlg, um zur Vlimmenaogave zu oerecy- . cf e ' ? tr r . -. r. . uaen. AUs vte e 'vel e war es lur einen rche Stimmenabgabe möglich. Sollte dieses Amendement angenommm werden, dann kann Jeder, der einen Versuch macht, ungesetzlich zu stimmen, gezwungen werden. unter Eid den Platz und dre Dauer semes Aulentyattes anzuaeven, uno wenn er M JW .f'U' " ww . .. i ' pi w -k st e a r . . r- r frt . rr Bestra sung zu sichern. Gcw.ß kann gutBurger, w,e stark auch sem Parteigelühl sem möge, gegen diese nothwm- - - - - . dige Maßregel zur Sicherung ehrlicher Wablen. etwas einwenden. Das Amendement selbst ist noch kein ReI n 3 . r . . : l. .sWl. 0.!s gi,irirungsgeseH, nvu, zwillgi vle rgivlatur, ein solches zu erlassen. Es gibt l . f. st. "af-i Wl - ..i. -I Cd . zeoocy oer egis:ur oic umiiirn, uicuailtrirunasaetetz zu Passiren, tts r;t der Weisheit der Legislatur überlassen, zu ben' .f '.. f.(.s. .4 sti t k. i ' r. &tmm?nnbnahe nb die Wbwenbtaf? t I '"""o''-" 7 .".. strengen Gesetzes, um die Nemhett s Stimmkastens zu sichern, wurde der Gesetzgebung verschiedene Male von den Gouverneuren Ba k er, H e ndricks und Williams unterbreitet. Amendement No. 2. Die StaatsVerfassung mit der Bundesverfassung in Bezug auf Farbige rn Einklang zu brmpn Amedl w& Austick5n der Worte: .kein Neaer oder Mulatte soll das Stimmreckt baben entbalten in Sektion ö des Zweiten Artikels der - i v Tnur Die Abstimmung über dieses Amendement war fast einstimmig in beiden Sitzngsperioden der Legislatur. In 1877 wurde bloß eine Stimme im Senate und zwei im Hause und in 1879 bloß eine Stimme im Hause dagegen abgegeben, Die aeaenwärtiae Bestimmung unserer Verfassung über diesen Punkt ist em I CT r. Ta - - f f.i . ft. Zt ucysiaoe, sie yai leme geHniuuttv Wirkung, da sie durch die Amendements rr L- e rr r ' r , ux Bundesverfassung nichtig gemacht wurde. Erkenne man durch die Annahme des vorgeschlagenen Amendements die Loq1 Ux Thatsachen" an, und zeige man dadurch Anhänglichkeit an das oberste Gesetz des Landes. Amendement No. 3. Die Zeit zur Abhaltung von Wahlen so zu ändern,
daß dieselben gleichzeitig mit den Wahlen Amendement No. 9. Um Muin anderen Staaten im November, statt im nicipal-Corporationen im Schuldenmachen f n . . r m . . r. . f
zttover stannnven unv mlcyrer oe, onoers ZU wayten. Amendire Sektion 14 de iveiten Artikels, so
laß Derselbe wie folgt lautet : Sektion 14. Alle allgemeinen Wahlen sollen am ersten Dier ftag ach dem ersten Montag im November fiattsin. im, Township.Wahlen mögen jedoch zn jeder durch das Gesktz bestimmten Zeit gehalten wer den. Es sei jedoch bestimmt, daß die Legislatur durch Gesetz bestimmen möge, daß Richter cn all. gemeinen und Apellationsaerichtthöfen, in speciell für diesen Zweck . anberaumten Wahlen, gewählt : - .
werden, wobei feine anderen Beamten gewühlt werden soll., und die Legislatur soll auch für die Registrirung aller Stimmberechtigten Bestim wungen treffen. ..
Die Grunde warum die Wahlen m allen Staaten am selben Taae aebalten werden sollten, sind hauptsächlich ökonomischer Nawr. Durch' die Annahme dieses Amendements werden den Steuerzahlern d:e Kosten emer besonderm Wahl für Staatsbeamte m ledem vierten (oder Präsidentschafts-) Jahre gespart. Diese Kosten belaufen sich auf ungefähr $1000 m jedem County, oder im ganzen Staate auf ungefähr $100,000. Intelligente Stimmgeber wissen, daß Wahlen kostspielig sind, und daß das Volk die Rechnung bezahlen muß. Der Zeitverlust, welcher durch die Abhaltung von zwe: Wahlen statt emer entsteht, ist beträchtlich, und die Dollars und Vlerteldollars, welche auf berden Seiten m emem doppelten Wahlfeldzuge, be: den Oktober- und November-Wahlen ausgegeben werden, bringen die Auslagen unnöthiaer Weise auf eine Million und mehr. Diese langen, aufregenden und kostspieligen Kämpfe wirken demoralisirend auf öffentliche und Privatgeschäfte. Das Amendement ist im Interesse der Sparsammt, es hat keme Partet-Bedeutuna, und wurde auch in der Legislatur nicht als an . i r r i . ' Parleivrolen veyanoeu. Amendement No. 4. Das Wort weiß" in Uebereinstimmung mit der Bundesvcrsassung auszureichen. Streiche das, Wort . weiß" aus Sekti mn 4 und 6 deö Artikels 4. . Das Wort weiß" ist ebenfalls ein i l i Cn f pi , m .-r . mm rooier ucyjlave m un erer 'erta una, welcher durch die Bundesverfassung unwirksam und ungiltig gemacht ist. Für die Annahme dieses Amendements gelten dieselben Ursachen, wie in Bezug auf Amendement vlo. 2 angegeben. Amendement .No. 5. In Bezug aus lLeouyren und (seyalte der öffentlichen Beamten. Amndire den 14 Satz der Sektion 22, Artikel 4, so daß derselbe wie solt lautet : In Bezug auf Gebühren u.id behalte, ausgenommen, daß die Entschädigung der Beamten im Verhältniß zur Bevölkerung und der zu leistenden Dienste sestgesedt werden rann. Es wurde wiederholt versucht und unmöglich gefunden, unter der gegenwärtigen Constitution ein Gesetz zu Passiren, welches die Entschädigung der Beamten und beson ders der Countybeamten in dem Verhältnisse festsetzt, nach welchem ähnliche Dienste m anderen Berufsarten bezahlt werden, und welches vor der Supreme Court bestehen könnte. Schon mehrmals sind von der Legislatur Gesetze in dieser Richtung passirt worden, dieselben wurden aber tm mer auf Appellation von Selten mtcressirter Beamten von dem höchsten Gerichtshof für unconstitutionell erklärt. Die Supreme Court entschied wahrscheinlich richtig, deshalb bleibt aber doch die Thatsache, daß Maßregeln getroffen werden sollten, welche es der Legislatur ermöglichen, die Gebühren und Gehalte der Beamten so festziuI r , c r l. m t m .. , r petzen, 0ÜV o:e Vezaylung un Aeryaltmy zur Bevölkerung' und der zu leistenden r-r n n t . -rv - i ri nuwnilC liel. )vles lQNN nur vurcy Amendiruna der Verfassung geschehen. Die Legislatur hat ohne Parteivorurtheil diese I c c. frhstK Mmonbomen dip wi".nslw.HHti vniiyttvvittvit vv hhvmimmv sorm bezweckt wird, daß die Besleue leuerung reduzirt und denjenigen, welche gezwungen sind,, Gebühren zu bezahlen, viel Geld erspart wird. Amendement No. 6. Der Leaislatur Macht zur Schaffung anderweitiger Gerichtshöfe zu verleihen. Amendire Sektion l, Artikel 7, so daß dieselbe wie folgt laute: Sektion 1. Die richterlile Ge. walt des Staate, soll einer Supreme Court, der Clrcmt Court und solch anderen Gerichten der M, . , r. r m, . . W uuon vonLnomna vesttmmt, dak ..Gerechtigkeit rasch und ohne Verzug geübt werden soll," aber in Folge des Wachsthums der Bevölkerung und des Verkehrs, sind die Gerichte des Staates ungenügend) die vorkommenden Fälle rasch und prompt zu erledigen. Die Nichter sind mit Arbeit überbürdet, und GerecktiaFolge dessen nicht in der in I t on rr ? nm 'r .. r a oer Verfassung vorgeseyenen eise geuor. Die Aburtbeiluna der Zälle wird venöaert. . k ' v j Parteien haben viele Kosten und Auslagen und werden oft auf langezeit in ihren Rechten beeinträchtigt. Das vorliegende Amendement ermächtigt die Legislatur zur Schaffung weiterer Gerichtshöfe und zur Etablirung einer Gerichtspflege, durch welche Verzögerung und Kosten bedeutend verkleinert werden. bescyranlen. - Streiche alle Sektionen det 18. Artikels und setze dafür folgendes: Sektion 1. Keine doliti
sche oder municipale Corporation in diesen, Staate soll für irgend einen Zweck oder in irgend einer Weift jemals im Ganzen mehr Schulden machen als zwei Prozent des Werthes des fteuer. baren Eigenthums innerhalb einer folcken Corporation, welcher Werth durch die der Anhängia. machung der Schuld vorbeigehende Steuer, schützuna bestimmt wird ; und alle Bonds oder Obligationen, welche eine Corporation über die. : .,,' ,!
sen Betrag hinaus ausgiebt, sollen werthlos sei; vo.rausgejktzt, dak zur Zeit eines Krieges, einest feindlichen Einfalles, oder eines anderen große ' Unglücks und w-nn eine Mehrheit der cSrnnd.genthümer nach Zahl und Werth des Besitzes innerhalb der Gienzen solcher Corporation da. rum nachsucht, die BeiL?d,n wmm;
jMm ' -7 V zu Schutze und zur Vertheidigung eingehen ai ge, und zwar bis zu dem in der Petition ve langte Betrag. . U)ie Steuerzahler von Jndiana werd nach der Erfahrung vergangener Jahre , dieses Amendement zu würdigen wissen. . lr.!. A . C I ' 7 mm. m - M ounir-, Vraor- unv orsbeamte haben nicht ,mmer, aber oft, veranlaßt durch ' plötzlichen Druck und ermuthigt durch Lo. tt cA-.r- -. t. r .. - : . - .. tat-nlyuasmus vie Bevölkerung dura Extravaganz und Lüderlichkeit in der Ver waltung und Verwendung der öffmtlicher Fonds überbürdet. Tiefe Verschuldung ist .. vie unvermelvucye tfoige. Kein. County, keme Stadt, kein Dorf sollte auf die Dauer verschuldet sein, gewiß aber nicht übermö r. c x rr ' . i plg uno yon.nuna.slos. Dem sollte eim Grenze gesetzt sein. ' Es wurde von g- . schickten und erfahrenen Finanziers berech " net, daß wenn das neunte Amendement ' vom Volke des Staates Jndiana schon vor ' zwanzig Jahren angenommen worden wäre. danelve um $10,000,()00 besser daran ; wäre. Die gegenwärtige Gelegenheit, die : Steuer-Auslagen sur County- und Muni : cipalzwecke einzuschränken, wird man Wohl' nicht unbenützt vorübergehen lasten. K3" Am Freitag vor acht Tagen fand , die vierteljährliche Generalversammlung des deutsch englischen Schulvereins statt. ' Herr Vonnegut berichtete, daß der Verein" noch $1000 Schulden babe. daß er tz2lX),' besitze, welche zur theilweisen Abtragung dieser Schuld benutzt werden könnten, daß durch Zeichnung freiwilliger Beiträge $616 aufgebracht worden seien, und daß zur Ausbringung der noch restirenden $185 ' der Vorstand ein Comite ernannt habe, bestehend aus den Herren Adolph Seiden ' sticker, Lorenz Schmidt und Eduard Müller. .Von Seiten des Comites war noch nichts geschehen, und da dasselbe U ' nen Bericht vorlegte, gina die Versamm ' lung an die Erledigung derConstitutionLvorläge. Der sogenannte Compromißentwurf lag zur Abstimmung vor. Herr ' Seidensticker schlug vor über denselben als ' Ganzes abzustimmen. Herr Lieber bean ' tragte daraufden Entwurf auf den Tisch zu legen. Er begründete seinen Antrag damit, daß der Entwurf nicht den Ver hältniffen und dem Bedürfnisse und auch nicht der Ansicht einer großenZahl der Mitglieder des Vereins entspreche. Der Antrag des Herrn Lieber wurde an' genommen. Somit steht die ganze Ange legenheit wieder auf dem alten Fleck. Die Zukunft wird lehren, wer in der Sache Recht gehabt hat. Ein Knabe Namens Leslle konnte am Vlenstag lemer Luft nach PeanutS nicht wiederstehen und da es dem Burschen an dem nöthigen Kleingeld fehlte lieb er so im Vorbeigehen an einem Fruchtstand einen Papiersack voll mitgehen. Der FruchtHändler war darüber so empört, daß er den Jungen verhaften lieb. t Leon C. Hagg wurde verhaftet weil er angeklagt ist einem Herrn Coyle eine goldene Uhr entwendet zu haben. j Am Dienstag brachte man die Neger Frank J aylor und Samuel Grant hinter Schloß und Riegrl, weil man ste im Verdachte hat in Wade'sCigarrenladen an Jndiana Avenue eingebrochen zu sein. Die beiden Burschen erfreuen sich auch außerdem keines guten Rufes. Der Gouverneur begnadigte am r Dienstag Geolg Pence, der vor einem Jahre wegen Todtschlags zu zweijähriger Zuchthausstrafe vcrurtheüt wurde. Am Dienstag wurde im Waisen gencht John I. Hessong zum Verwalter des Nachlasses von Pius C. Hessong er nannt. Er stellte Bürgschaft zum Betrage von $1000. T Uns geht so eben die erste Nummer einer neuen illustrirten Wochenschrift beti . . rj--nl i. cn jf. t i a teil, Attunririenaazriazlenaus Deutschland, Oe st erreich und d e r2 ch w e i z" zu. Neben dem gediegenen - und reichhaltigen Lesestoff enthält dieselbe alle osficiellen consularischen Vorladun gen, Ausrufe u. s. w. von Amerika, sowie Cdictalladunqen, Aufforderungen für Erb' schaften. Verehelichungen und Todesfälle ' n (i.itan tf i41 n f .O a 4 . V UU9 UUUl t(UUI XJUlU4lUlVZl, ichs und der Schweiz. Dieselbe ist auö gezeichnet illustrirt und ist derselben nebenbei jede Woche eine illustrirte Beilage von 8 Seiten alsUnterhgltungsblatt beigefügt, welche cine solche Fülle von spannenden Romanen. Erzählungen und dumoristi lcken Kleiniakeiten bringt, dak wir aatn dürfen, es giebt wohl kein anderes Blatt, . . o ( fA:ti.:.ns t : n: - wellyrs zu cincui v vuyuuv9 umiflcu Preise solche Gediegenheit mit so viel M wechselung und Reichhaltigkeit in fich ver. eint. Der Preis derselben ist nur 10 Cent) pro Nummer und können Probenunmern durch die Expedition, No.-12 Franlfort . rr . m t . Vireei, vlew ', vezogen weroen.
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