Indiana Tribüne, Volume 2, Number 34, Indianapolis, Marion County, 3 April 1880 — Page 4

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I n d i a n a T r i b ü n e."

ndiana Hriöüne. (Wochenblatt.) Cfflce: Ecke Cirrle u. Meridianstr. lJm dritten 5tock ) lEntered as second-class matter at the w . "W - H - .Kostomce at lnciianapons, inuiana.j Abonnements-Preise. 3a der Stadt durch die Post in HauS geliefert yer Jahr im Voraui 2.00 Nummer K ftcnU. Ctto Sch'isel, Herausgeber. P. O. B. 295. Indianapolis, Ind., den 3. April 1860. Die VerfassungS-AmendementS Maen amnächstenMontag zurAbstimMNg vor. Wir hoffen, daß alle unsere Leser , furAnnabme derselben stimmen werden. Vus den Stimmzetteln stehen die Worte "Yes" und "Xo". Wer für Annahme yimmt. streiche einfach das Wort "No" durch. Es ist unter den Amendement nicht ein einziges, welches nicht jeder Bürger ungeachtet., seiner politischen Anficht mit gutem Gewissen unterschreiben kann. EinTKeil d'er dcmokralischcnPresse. auch der hiesige Sentinel sind gegen die Amendements. Die GrunVe.-.welche sie angeben sind so seicht, daiyUan sich gar vicht die Mühe zu nehmen braucht, sie zu widerlegen. Derartige demokratische Blätter sind eben prinzipiall gegen Alles vas gut und gegen Alles, was von den Jepublikanern empfohlen wird. Das ist das einzige Prinzip, welches sie haben. Jeder gute Bürger sollte bestimmt am nächsten Montag seinen Stimmzettel zu Gunsten der Amendements in die Urne weisen. , tm Strikeö. Wir haben schon öfters darauf' hingewiesen, daß Strikes kein n-irksames Mittel sind ur. die Lage der Arbeiter für die D.auer zu verbessern. Wir haben dies gethan weil uns die Statistik zeigt, daß die grse Mehrzahl der Ausstande nicht zu Eunst?n der Arbeiter endete und weil diese Mißerfolge die Sache der Äedeiter eher verschlimmerte, als verbesserte. - Die Miß. erfolge kamen daher weil fast in allen Geschästsbranchen dasAnebot größer wie die Nachfrage war und weil deshalb wenn in einer Fabrik die Arbiter ihre Arbeit nie verlegten, weil ihnen die verlangte Lohn erhöhung nicht bewillizt wurde (denn um die Lohne, handelt eS sich bei den meisten Strikes). beschäftigungslose Leute ihre Hände für die niedrigste Entschädigung anboten und somit fast immer die Aushändigen die Verlierer unb.Me Arbeitgeber die Gewinner waren. Diese Thatsache ist traurig genug, besonders wenn man bedenkt, daß eS dadurch fcl: Arbeitgeber noch diel eher wagen können, oie Löhne ihrer Angestellten zu beschneiden und so den Ar beiter buchstablich auszusagen. Bei dem Steigen der Lebensmit.el mus aber d:: Arbeite: dieser Ausdeuterei nothwendigerweise unterliegen, wenn er nicht Mittel und Wege sucht um ebenfalls Qpp,7s:ti2n ciheben zu können. DaS beste derartige Mittel ab:r ist vorläufig die Agitation zum. Anschluß an Gewerk fchasu;:. Wenn diese Bewegung den richtigen Ausschwung erfährt, so kann es nicht feh len, daß auch dem Arbeiter die'Möglichkeit gegeben wird, den Kampf mit den Arbeitgebern auszunehmen. Es ist eine aNe Eifahrung. daß, wenn mit vereintentträf ttn eine Sache verfochten wird, dcr Sieg gewiß ist. Deshalb sollten alle Arbeiter lft dieser Beziehung ihr Möglichstes thun und dann liegt die Möglichkeit nahe, daß auch Strikes als Kampfmittel, für die Arbeiter von Vortheil sein können. Im Repräsentantenhaus deö Congreffes lagen diese Woche die Bewilligun acefü: den diplomatischen Dienst zur Be rathung und Beschlußsaffung vor. Ueber tffc vollständige Ueberflüssigkeit unserer auswärtigen Gesandtschaften ist schon so viel gesagt worden, daß eS wahrlich Eulen nach Athen, tragen hieße, noch EtwaZ hin zuzufügen. Eine solche Gesandtschaft lostet ein Heidengeld und erfüllt weiter keinen Zwecks als denEhrgeiz einiger Poli tiker zu befriedigen . und dem Stolze des Landes zu frohnen. Alle Anträge, die Sihälter der Gesandten herabzusetzen, ihnen Abzüge für Abwesenheit von ihren Posten u. s. w. zu machen, wurden ver vorsen. .Ledtereö.wäre in der That Un

sinn, denn ein Gesandter thut nicht weni

ger, wenn er abwesend von seinem Posten ist, als wenn er anwesend ist. Er thut überhaupt nie Etwas. Daß man dennoch dieses Ueberbleibsel früherer telegraph und eisenbahnloser Zeiten, dieses Attribut absolut monarchischer Zustande immer noch beibehält, ist nichts anderes als der Ausfluß des, das ganze amerikanische Volk durchdringenden ConlervatiSmuS. Mlt we cher Zähigkeit hängt das Volk hier noch immer an den beiden alten Parteien, vcn denen gegenwärtig keine ein nur irgendwie bedeutendes Prinzip vertritt, und welche Beide nur noch von der Ver gangenheit zehren. Trotzdem macht die Bildung neuer Parteien stets so langsame Fortschritte, daß man fast geneigt wäre, fle für unmöglich zu halten. DaS kommt eben daher, weil der Amerikaner, so er schrecklich konservativ ist, mit so furchtbarer Zähigkeit am Alten hängt, daß auf politischem Gebiete neue Ideen nur unter ganz besonderen Umständen Eingang finden. Der Amerikaner ist denkfaul. So lange das Alte nicht geradezu unerträglich wird, ist er zu bequem et.oas Neues zu schaffen. Das Prinzip der Bundesverwaltung, die Prärorapitive der Präsidentschaft, die Art der Erwählung des Präsidenten und der Bundessenatoren, der aristokratische Bundessenat sind ganz unrepublikanisch und dennoct fallt es keinem Amerikaner ein, auch nur in Gedanken daran zu rütteln. Aus dem Felde der Politik und der öffent lichen Verwaltung macht kein Volk auf der Welt langsamere Fortschritte als wir. Da flicken und flicken unsere Congresse und Legislaturen Jahr aus Jahr ein an dem Alten herum, aber von einer radikalen Aenderung ist niemals die Rede. Wo augenblicklich der Schuh drückt, da wird nothdürftig reparirt, sonst läßt man Alles den Alten Schlendrian fortgehen. Mit Ausnahme der fast zwangsweise herbeige sührten Abschaffung d'erSklaverei sind wir in politischer und sozialer Beziehung kaum einen Zoll seit dem Bestehen der Republik vorgerückt. Gelegentlich eines bedeuten den Ereigniffes werden wir vielleicht einmal wieder einen großen Schritt vorwärts machen, aber dieser ruckweise Fortschritt ist nicht so segensreich als der allmähliche. aber stetige. In der Staatsgesetzgebung in Birgi nien liegt der Antrag vor, dem Mörder Poindcxter im Zuchthause zu Richmond zu gestatten, statt der gestreiften Zücht lingskleider, gewöhnliche Kleider tragen zu dürfen. Das ist wirklich unerhört. Der noble junge Herr wurde bekanntlich nur zu zweijähriger Zuchthausstrafe ver urtheilt, weil er einen armen Schuhladen diener, der sich eine Bemerkung über den hübschen Fuß der Braut von Poinlxter, erlaubte, ermordet hat. Der Mörder, der von Rechtswegen hätte baumeln sollen. trat vor einigen Wochen seine viel zu ge linde Strafe an. Ob er gleich den anberen Sträflingen, von denen die meisten eine geringere Schuld aus sich haben als er, eingekleidet" worden ist, wiffen wir nicht. Aber seinen zahlreichen Freunden und Verehrern liegt Alles daran, daß er künftig keinen solchen Anzug trage. In der Begründung des hieraus hinzielenden Antrags in der Staatsgesetzgebung heißt es : Zweck des Antrggs ist es, das Ernie. drigende der Verurtheilung Poindexters dadurch zu verringern, daß es ihm erspart wird, den Verbrecheranzug zu tragen, der so demüthigend sein muß für einen Mann von hohem Ehrgefühl, dessen Ehre in seinen eigenen Augen und in denen seiner Mitbürger unbefleckt ist.". Die aus diesen Worten sprechende Ritterlichkeit muß den Abscheu aller human denkenden Menschen erregen. In South Bend starb ein Leichenräu ber einen schrecklichen Tod. Er hieß Gordon Truesdale war Farmer und hatte ein Steckenpferd, die Schäd.ellehre. Um seine Sammlung von Schädeln zu vermehren, öffnete er vor einigen Monaten das Grab eines jungen Mädchens, Namens Sarah Platts, die an der Schwindsucht gestorben war, und schnitt ihr den Kops ab, wobei er sich eine Blutvergiftung zuzog. , Er versaulte bei lebendigem Leibe, und' der Geruch, der von ihm ausströmte, war so entsetzlich, daß Niemand es in seiner Nähe aushatten konnte. Die Eisnoth in New York, d. h. die Spekulationswuth der dortigen Eishändler, denn in Wirklichkeit wstirt eine solche Noth gar nicht, hat die hervorragenderen Brauer bewogen, sich Eismaschinen anzuschaffen. DaS ist eine gesunde Ohrfeige für die dortigen Eisspekulanten.

Am Montag wird der deutsche Reichs tag wieder zusammentreten. Die bekannte Advokatin Frl. Louise Goodall ist dieser Tage in Milwaukee,

Wlsc., gestorben. Der 'verdienstvolle Naturforscher Philipp Shimper, ist im Alter von 72 Jahren in Paris gestorben. Eine Zusammenkunft deZ deutschen Kaisers und deS Czaren steht demnächst bevor. Füc das Wohl der Nationen wird dabei wohl wenig herauskommen. Der .Gesundheitszustand in Paris laßt noch inmer sehr viel zu wünschen übrig. Inder letzten Woche starben nicht weniger als 1,206 Personen. Typhus und Blattern grasstren dort sehr stark. Es wud also nicht geprügelt" in Kentucky. Im Hause von Kentucky war zwar die Wiedereinführung der Prügelstrafe für Vergehen, beschaffen worden; der Senat tat aber die Bill verworfen. Es heißt daß oie Gesundheit des Pap stes in Fülg: von Mangel an Bewegung leidet. Wie wärs, wenn der Mann für eine Zeit lang die edle Beschäftigung des Holzspaitens ausnehmen würde? Das soll sehr gesund sein l Es ist cmtlich festgestellt, daß bei dem Bau des St. Gotthard-Tunnels im Ganzen 120 Personen getödtet und'400 verletzt wurden. Luder große Zahlen, die die Behauptung, der Arbeiter hsbe keinRisiko, schlagend-wierlegen. Die Za(l der in den Ver. Staaten ansässigen Chinesen beträgt, nach den neuesten Informationen, über 100.000. Von dieser Zahl halten sich etwa 70,000 an der Pacific Küste auf, der Rest ist auf die östlichen Staaten vertheilt. Aus New York wird gemeldet daß sich am Dienstag in Bord desPolizeidampsers Seneca", welcher seit einiger Zeit behufs Reparutur an Fuß der Ost 17. Straße lag, ein Brandunglück ereignete bei wel chem der Steward Charles H. Berry sein Leben verlor und zwei Polizisten schwer verletzt wurden. . Die Mönhe und Nonnen haben in Frankreich schon seit Jahren beständig zu genommen. Merkwürdiges ist daran eigentlich nicht, denn die Leute führen ein Leben wie ihr Hergott selber. Eine Ab nähme der Mönche würde gewiß nur dann eintreten, wenn die Nonnen dort weniger werden und ebenso auch umgekehrt. Dem Senator Hill ist vorläufig eine schwere Bürde abgenommen worden. Jessie Raymond ist mit ihrem Baby nach Georgia abgereift und der wackere Sena tor ist also vorläufig davon erlöst, sich an seinen Vaterfreuden weiden zu müffen. Gar zu billig wird er sich freilich diese Ruhe nicht erkauft haben. Am Charsreitag stürzte in gCadiz (Spanien) währead der Prozession ein Balkon ein, wobei 14 Personen getödtet und mehrere derselben tödtlich verletzt wurden. Wenn das an demselben Tage in einem Theater passirt wäre, so wär's gemiß die furchtbare Stimme des zürnenden Gottes gewesen. In New Pork arbeiteten am Montag zwei Arbeiter Namens P. Smith und P. Cantwell aus dem Dache der Waffenhalle des Siebenten Regimentes als ein heftiger Sturmwind kam und die Beiden mit aller Wucht aufs Strcßenpflaster schleuderte. DerErstere war sofort todt und der Letztere wird wahrscheinlich auch seinen Verletzungen erliegen. . Ein Privatbeamter des Präsidenten HaheS in Washington ist aus dem Dienst im - Weißen Hause hinausgejagt worden. weil er junge Mädchen, die sich an ihn wandten, um Anstellung in denMinisterien zu erwirken, an die lüsternen Congreßmit glieder zu verkuppeln pflegte. Das ist recht ; aber werden die übrigen Schurken die vielleicht dort dasselbe ehnnwerthe" Geschäft betreiben, diesem Kuppler folgen ? 3n Irland herrscht keine geringe Auf. regunq über die brutale Behandlung des Agitators Parnell bei seinem Versuche in Enniscorthy (County Werford) zu Gun sten deö Parlamentö'Candidaten derHome Ruler eine Rede zu halten. Gegen O' Clery.daS tetziae Mitzlied deS Parlaments aus jenem County, aus deffen Betreiben Parnell mit Eiern beworfen, geschlagen und mit seinen Begleitern auS dem Saale hinausgeworfen wurde, ist man erbittert.

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(SCHMIDT'8 ie berühmteste und besteingerichtetste und "Invteoi-atinLT Malt-Extract

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vorzüglich anerkannt. Auftrüge zum Verschlssen von Lagerbier aus allen Ellenbahn Linien werden prompt erfüllt. C. F. Schmidt.

In Boston wurde der Bankräuber Langdon W. Moore zu 16jähriger Zucht hausstrafe verurtheilt. Der kann über die nächste Zukunft außer Sorge sein. In der Ersten vresbyterianischenMrche in Pittsburgh hat es unter den Mitgliedern wieder einmal Keilerei gegeben, so daß sich die Polizei schließlich in? Mittel I legen mußte. Der Pastor Woodside war die Veranlaffung zur Schlägerei, denn die Hälste der Gläubigen wollen den Mann ; aus dem Amte haben und er hat Charakter : genug diese zarten Andeutungen gar nicht zu verstehen. In New Bork wird gegenwärtig jähr lich die ungeheure Summe von $2,600,000 l durch Stadt und County für wohlthätige Institute zur Unterstützung derArmen und Elenden verausgabt. Daraus kann man zwei Schlöffe ziehen. Entweder muß die Zahl der Bedürftigen ungeheuer groß sein oder aber das Geld wird nicht ordentlich verwendet. Freilich läßt sich auch Beides annehmen, ja das ist sozar das Wahr scheinlichste. Ein Wechselblatt erzählt : Ein deut, scher Farmers Wittwer in Kansas, schrieb an einen Freund in Pittsburg, ihm ein Mädchen zu senden, das sich sür eine Far mersfrau paffe. Seinem Wunsche wurde entsprochen und der Kansas Farmer war so zufrieden mit seiner neuen Frau, daß er seinem Pittsburger Freunde ein: Schen kungs-Urkunde über einen Strich gutes Ackerland zusandte. Ob das Mädchen mit dem abgeschlossenen Handel auch jufrieden war sagt das betreffende Blatt freilich nicht. Das ist aber auch gar nicht nöthig, denn die Waare hat keinen Willen und da machts deshalb keinen Unterschied, wem sie verschachert wird. 0 tempora, o mores! Dem Gesundheitsrath in Memphis ists vielleicht doch ernst umAlles zu thun zur Fernhaltung des Gelben Fiebers. Man ist wenigstens jetzt damit beschäftigt, das verfaulte hölzerne Pflaster durch SteinPflaster zu ersetzen ; auch denkt man daran ein neues System der Abzugskanält herzustellen. Für die Ausdauer dieser Thä tigkeit wollen wir uns freilich nicht verbürgen, denn die Erfahrung hat gelehrt, daß. man dort zu einer entschiedenen Ab hülse niemals den guten Willen halte. Deshalb wollen wir den Tag nicht vor den Abend loben, wenn aber unsere Zweifel diesmal durchaus unbegründet sind, soll'S uns freuen. Die Czarin ist so krank, daß deren Tod stündlich erwartet wird. So wird es derselben also wahrscheinlich erspart blei ben, mit ihrem Gemahl in die Luft fliegen zu müffen, denn daß dieser doch noch per Explosion befördert werden wird, bezwei fein wir keinen Augenblick. Die'unheim liche Ruht, welche die Nihilisten mit ihren Rachepläien scheinbar eintreten ließen, bestärkt uns nur in der Meinung, daß sie im Stilltn desto mehr arbeiten und daß das nächse und vielleicht letzte Mordattentat auf Un Czaren, einen klaren Beweis ihrer geheimen aber verschärftenThättgkeit geben wird. Die Anwälte der Nancy Clem, welche, in Criminalgericht einen Antrag auf einel neuen Prozeß für ihre Clientin stellten wurden damit abgewiesen, da der Richter iU angegebenen Gründe nicht für stichhaltig erachtete. Das über die Clem verhänzte Urtheil bleibt demnach aufrecht erhalte, und die Verurteilte muß sich jetzt schon rrit dem Gedanken an das Zuchthaus zu versöhnen suchen. Freilich werden die Anwälie auch an das Supreme Gericht apellirm, aber ob's wag helfen wird, ist eben noch seht fraglich.

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mum 9 8QUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei 'm Staate. Mein Lagerbier Bottle Beer ist vor allem anderen als Fand auf der Eisenbahn seinen Tod. Am Montag Nacht um 10 Uhr wurde auf dem Geleise der I. C. & L. Eisenbahn die Leiche eines Mannes gefunden, die einen entsetzlichen Anblick qewährte. Füße und Arme waren vom Rumpfe getrennt und der Mann war überhaupt so verstüm melt, daß man zu der Annahme, daß der Unglückliche von einemEisenbahnzug über fahren worden war. vollkommen berechtigtwär. Die Leiche konnte sedocd nicht gleich identistcirt werden und man brachte sie des halb zu dem Leichenbestatter Hermann, damit der Coroner einen Jnquest abhalte. Dieser hat jedoch nichts Neues an den Tag gebrächt. Am Dienstag Abend wurde je doch das Geheimniß gelöst, denn eineFrau kam schluchzend nach Hermann's Etabliffe -ment und erklärte, daß sie die Leiche, die ihres Mannes, Namens John Albert Me cum sei. Die Frau vermißte ihren Gatten schon seit ein paar Tagen und da sie in Erfahrung brachte, daß in Hermann's Etablissement die Leiche eines unbekannten Mannes sich befinde ging sie hin um ihre traurige Vermuthung bestätigt zu finden. Die Frau erklärte, daß ihr Mann schon seit längerer Zeit beschäftigungslos war und die Annahme, daß er deshalb den Tod suchte mag vielleicht nicht unbegründet sein. Man erfuhr zugleich, daß die Eltern des Verstorbenen in Greencastle wohnen, und setzte dieselben von dem Unglück in Kenntniß. Am Mittwoch Abend kam der Vattr des Verunglückten hier an und traf Anordnungen, damit die 'Leiche seines SohneS in der Familiengruft in Colum . buS, O., beigesetzt werde. t Den Bericht von einem jungen Mann Namens Fred. Lange, der vergan gene Woche in der Stuhlfabrik von Löper . & Talge zwei Finger einbüßte, haben wir dahin zu ändern, daß dem Betreffenden durch eigene Schuld dieses Unglück zustieß. Lnge ist schon seit längerer Zeit in jener . Fabrik thätig und hatte bisher immer nur , da Holz ab und zuzutragen. An jenem Tag, der so verhängnißvoll sür den jun gen Burschen werden sollte, ersuchte er den Arbeiter, dcr immer an der Cirkelsäge be schästigt ist, ihm zu zeigen wie man mit dieser Maschine arbeitet. Der betreffende., Ardeiter wollte zu diesem Zwecke ein Stück Holz holen aber während dieser Zeit nahm Lange ein ihm naheliegendes Stück Holz und versuchte dasselbe auch ohne Anweisung des abwesenden Arbeiters vermittelst der Cirkelsäge zu zerschneiden. Aus diese Weise stieß ihm das Unglück zu, worunter er leider stets zu leiden haben wird. 5S-.Der Stadtjchreiber, der di? Eheer-.. laubnißscheine ausstellt ist jetzt immer sehr . beschäftigt. Es erlangten diese Woche Zheerlaubnißscheine : . Richard Webber und Carrie F. Ford; William Nicholl u. Henrietta L. Printzler; Gottsried Laderack und Mary Wixted ; John Jenner und Jennie E. Thorp ; Wm. Scott und Mar; tha T. Stewart; Wm.P. Johnson und Belle Wray ; James McMullen und.. Jennie Wands ;, Henry Rudd und Addie Jackson ; John E. Walters und Mollie , Ropp ; L. H. Moores und Ella Rawlings ; James Moore und Alice Hamilton; Thomas C. Avderfon und Nancy E. Bell; Wm. Bracken und Lizzie Zeischer; Säm. W. Kline und und Candace Magbee; Harry Kline und May Crosley ; Jda M. Murphy und Elbert W. Shirk; H. R. Sturm und Minnie Meredith ; Wm. H. Morris vnd Rose Enggeß; Henry Car pententer und Elisabeth Huismann. tF Di'livan Jones, der angeklagt war. dem Superintendenten deS städtischen Spitals, Herrn Wishard einen Ueberrock gestohlen zu haben gestand sein Vergehen ein, und wurde zu zweijähriger Zucht hausstrafe verurtheilt.

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