Indiana Tribüne, Volume 2, Number 34, Indianapolis, Marion County, 3 April 1880 — Page 1
. ' . f i 64t( WC, :: I 'OJ'uffyr Jahrgang 2 No. 3. Ofssee : Ecke freie u. Merldian-OtrajZe. - Laufende No. 86 Zudianaporis, Zndiana. Samsta?; .den 3. April 1880.
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Briefe aus der Hauptstadt. (von unserem regelmäßigen Eorrespondenten.) Washington, 26. März 1880. Am Charsreitag eS sind nun schon 15 Jahre, daß Abraham Lincoln an einem Charfreitag ermordet wurde war der Senat nicht in Sitzung, aber das HäuS erledigte, wie gewöhnlich, GesckZste. die überdies von gar keiner Bedeutung waren. Man erholte sich von der Aufregung über die .Freihandels-Bombe", welche Mr. Townshend von Illinois um die Ecke" in das Lager der Schutzzöllner geworfen hatte. Die Wäterloo"-Niederlape. welche er und seine Gesinnungsgenossen davon getragen haben, lassen keinen Zweifel. auf kommen, daß in dieser Session des Con gresies keine Aenderungen des Tarifs von irgend welchen Belang zu erwarten sind. Es ist das auch da? Beste. Man könnte .für eine TarifReform und es wird die selbe von den Befürwortern eines Schutz Tarifs für ebenso wünschenswerth erachtet, wie von Freihändlern keinen ungünstigeren Zeitpunkt wählen, als das Jahr einer Präsidentschasts Campagne. Hier wird die ebenso amüsante, wie vor läufig unlösliche Aufgabe des PräsidentenMachens" mit allem Eifer fortgesetzt. Vielleicht ist dies die einzige Stadt des Landes, in rrY ?r die Gemüther mehr beschäftigt, zzle" aber es hängt hier auch das Wohl und Wehe fast der Hälfte der Einwohner der Stadt unmittelbar von dem Ausfall der Präsiden tenwahl ab. Wird er annehmen oderwird er nicht ? Wer ? Nun natürlich .E r". Man beruhige sich darüber. Wenn .Er" in der Lage ist anzunehmen (d. h. wenn er wirklich nominirt wird) so wird er es auch thun, stehen gh?r die Aussichten ungün. Klg für ihn, und hat er in solchem Falle
Einsicht genug, zu erkennen, dab .die Trauben sauer sind" so wird er p rin c i p i e l l und als ein .Zweiter Washing. ton" den dritten Termin, den er nicht er langen kann, ablehnen. ES wird indesien nicht leicht sein ihm die Hoffnungslosigkeit seiner Aspiration klar zu machen. Came ron und Conkling haben indesien hellere Augen und fasten bereits Eventualitätenins Auge. Vor einigen Tagen hielten sie pow-roiY" mit dem alten .WinnebagS Chief" zu Loshiel bei harrisburg, Pa., um für den Fall, daß es nothwendig wer den sollte, sich über das dark Hone" zu verständigen. Bis dahin war allemein angenommen, daß E. Washburne dafür auSersehen sei, aber in diesem pow-row" wurde sein Schicksal besiegelt. Man sagt .Simon" dem alteren Cameron nach, daß Niemand mehr, als er, seine Freunde und auch seine Widerlacher im Auge behalte. Nun giebt es für in einen touchy point" dessen Berührung ihm mehr wehe thut, als irgend ein anderer, und der ist, daß er in 1862 mit Schimpf und Schande aus dem Amt des Kriegsministers entlasten wurde und im Eongreb von seinen eigenen Parteigenossen mit überwäligender Majorität ein schimpfliches Tadelsvotum erhielt. Ein späteres Repräsentantenhaus war zwar gefällig genug zu beschließen, daß jener Beschluß aus dem Protrokoll ausgestrichen erde, aber das ändert doch an der Sache gar nichts. Washburne nun stimmte rncht allein für daS Tadelsvotum, sondern war Einer derjenigen, die es hauptsächlich ver anlasten. That settled him" in dem .Harrisburg pow-row", und Edmunds vonVermont wurde an seiner Stelle als da5 dark Horsc" auserkoren. Simon .der Aeltere, .Don- der Jüngere und Conkling sagen so, und Logan hat im "Voraus seine Zustimmung gegeben zu -Allem, was beschlossen' werden würde. Was nun Washburne anbelangt, so hat er durch sein energisches und würdiges Aus treten für die Deutschen in Paris während der Belagerung auch bei den Deutschen in Amerika sich sehr beliebt gemacht, aber seine extravagante Hingebung sür Grant und seinen dritten Termin eine doppelte Sünde gegen die Republik neutralisut dieses freundliche Gefühl für ihn wemg. ftens bei den Deutschen, die gegen den dritten Termin überhaupt, und noch viel ehr gegen den dritten Termin Grant'ö sind. C. A. S.
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91'n Wort Börne'ö. t-rr Durch den von dem Slaven von Treitschke sn den preußischen Jahrbüchern aufgewirbe.ltei. nationalen Staubist sür einen Augenblick das Bild des Mannes verdunkelt worden, welcher trotz Herrn v. Treitschke den Namen des größten deutschen Annalisten verdient : das Bild des Ludwig Börne'S. Die schneidig? Sprache der .Pariser Briefe" ist dem .glänzenden Stilisten- ein Greuel und gewährt ihm die Ueberzeugung. daßBörne sich dö'itschen Volk sremd gesühlt ha den L'.iisj?, 3 so derb anfassen zu kön nen. To vM es denn als Pflicht erschei nen, K$pxu ! i ist für sich sprechen zu lassen, n?ie n iv. ( inetn .Tagebuche" unter dem oden,den 18. Mai" Grund und j?ir Schreibweise erklart. ES heißt da- (Schiller) meint: Den Deuts'en fVh -nan die Wahrheit 10 derb sagen c!r. :g!:ch. Ach ! diese Wahrheit habe ii vt gesagt und derber als Schiller. ) muß nicht aufhören, sie zn ärgern allein kann helfen. Man soll U nihj einzeln argern es wäre Unrecht, es jh sogar gute Leute, man muß sie in Mosj' ärgern. Man muß sie zum Nati.. r.i i 1 V erger stacheln, .kann man sie nicht 7! itional-Freude begeistern, und vielll -cb! ?Ärt das Eine zum Andern." Und :c ; .Ein Volk ist wie ein Kind, man m:ip 1 belehren, man kann es schel ten, ftiafvr. ;: doch soll man nur streng scheir n: t :s sein; man soll den Zorn auf h:v i)hc:i haben, uno Liebe im Her .... 1 jen.' A. ijbin, Granl's Schwager ist im Alt?? k.i 71 Jahren, in New Jersey gestorben. . lJahre 1803 in OtsegoCo., N. P.. Qil crj, wurde er in der Bacon Acaden y Colchester, Conn., erzogen und U'.ysr sich in 1836 nach St. LouiS, wo er a?n P!isiouri Argus" gründete, dessen Nkteu?und Herausgeber er mehrere 213 war; 182 wurde er zum Clerk cn.Ä ln.'reß Comite ernannt und blieb 16 in dieser Stellung. In 1863 zog Z.'li?'. von Washington nach New V'Z-t und 1870 nach Elizabeth. Die letzte Jcit incs Lebens wohnte er in New Jersey, (rbin war zweimal verheirathet und zwar ,zim zweiten Male mit Virginia Grant, einer. Schwester des ExPröstden. ten Grans, Er war bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges Demokrat, schloß sich dann aber der republikanischen Partei an.
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Nhr bis Abends 9. Uhr, ffritvtn foi Ktatav ssksk?,, ts fCttfiftC. IVUtbil Wl -CllU!IIUUilH uuW. miuuti hnb Wf! ht lirft für WDtffif ttitrtftrn f uuöirnuumue AUSlvayz in 011 oiaui in c . " englischen Walnut und Rosewood Cases, i .!. - Bis kurz vor seinem Tode war er gele gentllcher Mltarbeiterverschiedener Zei tungen. ' Der Dichter Bodenstedt scheint nach und nach von dem Glücksstern der ihn bis her begleitet. Verlassen zu werden. Die deutsche Presse geht setzt bedeutend spar samer mit ihren bisher gezollten, an Speichelleckerei grenzenden Lobeserhebun gen um. Man betrachtet es nicht mehr als eine Gunst des Himmels, wennBodenl stedt eine Stadt so glücklich macht sür hun bei t Dollars einen sehr mittelmäßigen Vortrag zu halten. Die unbefangenste Würdigung wurde demDichter aber jeden falls von dem .Deutschen CorrespondeN' ten" in Baltimore zu Theil, welcher ! schreibt : .So ein deutscher Verseschmied bildet sich gar ost ein, er stehe im Mittel Punkt des Weltalls. In Deutschland hat man noch aus der Zelt her, wo man von nichts weiter sprechen durste, als vonGöthe und Schiller, einen furchtbaren Respekt vor Leuten, die Reime machen können. Die Deutsch-Amerikaner aber, die in der Fremde zu der Erkenntniß gekommen sind. daß es noch weit verdienstvollereLeistungen gibt, als Verse zu schmieden, daß die Er ftnder des Dampfschiffes, desTelegraphen, der täglichen Zeitung und der Bullockpresie viel giößere Poeterl waren, als sich der deutsche Philister mit seinem beschränkten Horizonte träumen läßt, haben einen an deren Maßstab, als unbedingte Bewunde rung, und daher kam es, daß Herr v. Bodenstedt hier so schlimme Erfahrungen machte. Wer nachAmerika kommt, braucht nicht, wie der Besucher' des Dänischen .Inferno" die Hoffnung schwinden zu lasten, aber er muß sich aller Prätenstonen entäußern, denn diesen amerikanischen Gleichheitsflegeln ist weder ein HofrathS titel noch ein Literaturruhm heilig, sie urtheilen für sich selbst und geben ihren Ansichten mit einer Unverfrorenheit Aus druck, die drüben gar nicht möglich wäre." Mit Pulver, Blei und Schrot schrei ten die ehrwürdigen Temperenzler vor warts. Die saubere Gesellschaft macht aber auch wirklich vonTag zu Tag größere Fortschritte in der Nichtswürdigkeit. So haben sie jüngst in Dublin, Ohio einen SchnapZladen mit Pulver aufge sprengt. Nach vollbrachter That zer streuten stch die saubern Burschen freilich nach allen Richtungen, und die Behörden werden stch auch gar nicht vielMühe geben, die Bande zu erwischen.
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251 Delegaten sind zur demokratischen ! Staats-Convention von Pennsylvanien, die ant 28. April zu Harrisburg stattfinden wird,' berechtigt.. Davon waren bis zum ! 24. März 153 gewählt und 93 nock nicht. Von den gewählten sind positiv 125 gegen Tilden und 30 dafür. Von den 98 noch zu wählenden sollen 13 sür Tilden gesichert werden können, 45 dagegen würden gegen bilden sein und 40 sind zweifelhaft. Nach dieser Berechnung würde Tilden im Gan zen 43 Delegaten haben und 168 würden gegen ihn sein; oder wenn die Zmeifel haften sämmtlich für Tilden gerechnet wer den, würde derselbe 83 für und 188 gegen sich baben. Neue Mnzeigem. im TOUR may d sonnd on nie au ueo. kr. ROWELL & Co'S Kewspaper Adyertising Bureau 10 Sprnco Btreetj.'Wslere aaver UM3 !. tisiog contracts inay be zn&da sor it ia Deutsches Meater in der MSncieVcHoVllWe. Sonntag, a. April 1300. Erste Gastspiel be berühmten Künstlerpaare Hedwig Hesse und Eduard Hörting unterstützt ton ihrer eigenen Sesellschast. Zur Aufführung kommt,! zum ersten Male in Indianapolis . , ' . '. . Das Olas Wasser " ' , - ' ' - oder ' '- ZlrsacZen und Z?irKnn(;en. .,. , . Lukspiel in L Okten von Scribe, . Cassenöffnung 7 Uhr. Unfang pzntt tVLlx. Sintrittprei dv e.rkftrvirte Sie 5 e.ezträ. Z5 Site fonR ia der Mäunerchor Halle reserdirt werden. - ; '
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