Indiana Tribüne, Volume 2, Number 33, Indianapolis, Marion County, 27 March 1880 — Page 4

u

3 n & t a n a Tribüne. 44

Zndimm Hribüne. (W ochenbsatt.)

efstce: Ecke Circle u. Meridianstr. sJm dritten Stock ) lEntered as second-class matter at the Postofflee at Indianapolis, Indiana. AbonnementsPreise. In der Stadt durch die Post in Haus geliefert Per Jahr im Voraus $2.00 Vtt Nummer K Keuts. Otto Schissel, Herausgeber. P. O. B. 295. Indianapolis, Ind., den 27. März 1830. Eine zweite Auflage deS Maine Betrugs in Aussicht. Am Montag berichtete das Bundessenats Comite für Wahlen durch seinen Vorstber Hill von Georgia über denSpos ford'ttellofig Fall. De- Bericht lautet dahin, daß Kellogg durch Schwindel und Betrug sich eine Mehrheit in der Leglsla tur von Louisiana und damit seine Wahl zum Bundessenator sicherte, daß diese Wahl ungesetzlich und Sposfor der recht müßige Senator sei. Sposford ist Demokrat, Kellogg ist Re publikaner. Zu gleicher Zeit legte die Minorität des Comites einen Bericht vor, welcherikellogg als den rechtmäßigen Senator anerkennt. und sagt, daß die Entscheidung der Majo rität des Comites eine Parteientscheidung und durch unglaubwürdiges Zeugniß her beigesührt sei. Thatsache ist, daß die Frage, wer der rechtmäßige Senator von Louisiana ist, schon im November 1877 vom Senate zu Gunsten Kelloggs entschieden wurde. Diese Entscheidung jetzt wieder umstoßen zu wol len, weil die politische Färbung desSenats sich geändert hat und Aussicht vorhanden ist, eine Majorität zu Gunsten des demo kratischen Contestanten zu erlangen, ist in Verfahren unerhört in der Geschichte deö Parlamentarismus, und kann nur von eZner Partei unternommen werden, die so rücksichtslos gegen alles Recht und Herkommen ist, wie die demokratische. Als die Berichte verlesen waren, hielt Kellogg eine lange Rede, in welcher er erklärte, daß er beweisen werde, wie die Zeugen gegen ihn bestochen worden seien, wie die gegen ihn vorgebrachten Zeugen dem Auswurfe der menschlichen Gesellschaft angehören, wie besonders ein gewisier Williams, welcher der Hauptzeuge gegen ihn war,. arm und zerfetzt in Washington ankam und nach abgelegtem Zeugniß,' genügende. .Mittel mit nach Hause brachte,' um' in New Orleans ein Spezereigeschäft anzufangen, wie'man gefälschte AssidavitS in die Zeu. genbeweise einschmuggelte, wie man alle Beweise zu seinen Gunsten unterschlug und wie überhaupt das ganze Verfahren von der gemeinsten politischen Verfolgungs sucht diktirt war. Es wird wohl ziemliche Zeit dauern, bis die Sache entschieden wird, aber sie wird höchst wahrscheinlich a la Maine entschie den werden, denn die Mehrheit desSenats ist demokratisch. Es ist fraglich, ob sich auch nur Einer unter der Majoritätspartei finden wird, der den Muth hat, sich auf Seite des Rechts zu stellen. Was soll aus unserer Republik werden, wenn mit jeder Aenderung der politischen Färbung eines Zweiges deS CongresieS Mitglieder ihrer Sitze' beraubt werden können, wenn jede juas! richterliche Entscheidung.-sofort bei einer. Aenderung der politischen Physiognomie umgestoßen werden kann. Den Demokraten ist jedoch Alles gleichviel, wenn sie nur ihr Parteiinteresse befriedigen können; auf Recht undOrdnung ist eS ihnen niemals angekommen und kommt eS ihnen auch heute nicht an. ' Die Lage in San Francisco Wie wir vorausgesagt, so ist es gekommen. Das Urtheil gegenDennis Kearney hat sich als ein gefährliches erwiesen. Vor der Verhaftung Kearney's hatten mehrere Confenzen zwischen Mayor'Kalloch als dem Vertreter Ver Arbeiter und einem von der sogenannten Citizens Protective Union ernannten.') ffomjte 'stattgefunden, deren Resultat zufrieLenstellend 'war. 'Ein'Ausgleich stand nahe bevor. Die Wardpräsidenten.der'Arbeiterpartei hielten eine Versammlung ab, bei welcher Kalloch ihnen Resultate der erwähnten Conserenzen

vorlegte. Beschlüsse wurden gefaßt, m welcher die Arbeiter ihre Zufriedenheit mit der Aussicht auf friedliche Beilegung der Wirren ausdrückten und Mayor Kalloch autorisirten, die nöthigen Schritte zu thun, um die in den Conserenzen vereinbarten Maßregeln zur Ausführung zu bringen. Damit waren aber die Großen der Citizen's Protective Union nicht einverstanden. In geheimer Versammlung beschloffen sie, sich auf gar keinen Compromiß einzulassen, sondern auf allen ihren Forderungen zu bestehen. Am nächsten Tage wurde Kearney zu 6 Monaten Cor rektionshauö und $1000v Strafe verurtheilt. Die Strenge dieses Urtheils

stachelte sie noch mehr zur Unnachgiebigkeit an, hatte aber gleichzeitig dieselbe Wir kung auf die Arbeiter. Die Folge davon ist, daß jetzt die extremen Elemente in bei den Parteien die Oberhand haben, und daß die Aussichten auf eine friedliche Bei legung der Wirren ungünstiger sind als je. Es ist schwer von so großer Entfernung aus und bei der verschiedenen Färbung der Berichte, die Sachlage richtig zu beurthei len. Uns will es jedoch dünken, daß der Bürgerschutzverein (Citizens Protective Union) durchaus Etwas zu beschützen haben will, daß es von seiner Seite nicht darauf abgesehen ist, den Frieden zu er halten, sondern vielmehr Ruhestörungen herbeizuführen, damit sie nach wiederher gestellter Ordnung stch als die Retter des Vaterlandes geriren und auf die Arbeiter als auf das aufrührerische, gefährliche, friedenstörende Element hinweisen können. Uns scheint, daß diese Ordnungsmänner im Trüben fischen, und daß sie . in Wirk lichkeit Unordnungsmänner sind. Wir glauben, daß die Thatsachen zeigen wer den, daß wir Recht haben. Gleiches Maaß für Alle. Daß dieserGrundsatz wenigstens in einer Republik durchdringen würde, dürfte man eigentlich erwarten ; aber statt dessen sind es gerade freisinnig seinwollende Organe die sich nicht scheuen, denselben in offener Weise zu bekämpfen. So schreibt z. B. der in Washington erscheinende Volks tribun : Wir sind dafür, daß für die gefährliche Negerbevölkerung der Bundes Hauptstadt, die so. viele Verbrechen gegen weiße Frauenzimmer verübt, der Schandpfghl und die Peitsche wieder eingeführt werde. Es ist ohne Zweifel ein billigeres und wirksameres Mittel, als die Verbre cher mit Kost und Logis zu traktiren. Unsere idealistische Rechspflege führt zu nichts Gutem; der sich selbst zum Vieh herabwürdigende Verbrecher muß auch behandelt werden wie ein Individuum, welches auf seine Menschenwürde Verzicht leistet." Abgesehen davon, daß es einer radikal sein wollenden Zeitung überhaupt unwür dig ist für Strafen einzutreten,. die in das graue Mittelalter zurückgehören aber ge miß nicht mehr für unser civilisirteö Jahr hundert paffen.so ist es geradezu schmählich dafürzu wirken,daßNeger blos in solch bar barischer Weise für Verbrechen gestraft werden sollen, die hochgebildete" Weiße ungestraft ausüben dürfen. Wir haben durchausNichts dagegen, daß für derartige Verbrechen die verdiente Strafe ertheilt .werde, wenn aber der uncultivirte Nigger die Peitsche auf seinem Rücken fühlen soll, weil er seine thierischen Leidenschaften nicht bezähmen konnte, so möchten wir auch jene Gebildeten bestraft wiffen, die das gleiche Ziel, wenn auch nicht durch brutale Gewalt, dafür aber mit infernalischem Rassinement zu erreichen vergehen. Äer irländische Unterstützungsfond ist von Canada auS um $100,000 vermehrt worden. - In Frankreich hat der äußerst strenge Winter alle Hoffnung auf eine gute Wein ernte verdorben. Am Sonntag brannte zu St. Paul daö katholische Waisenhaus Zum guten Hirten" total nieder. Das war doch nicht etwa eine Strafe Gottes? In San Francisco hielten die Ward' Präsidenten der ArbeiterUnion eine Ver sammlung ab und nahmen Beschlüsse an, welche die gegen Kearney und annon gefällten Urtheile als unverantwortliche Gewaltthaten bezeichnen und den Polizei richtern als Werkzeug der Fein e ; btt Arbeiter denunziren. Kearney hielt - aus den Sandlots eine Rede und machte hef tige Angriffe auf den Polizeirichter, den lÄtaatsanwalt und : ver ckledene Buraer. Er vermied jedoch sorafältia alle Aus drücke, welche als aufreizend" ausgelegt werden könnten.

Die Osterfeiertage wird Bismarck in

Friedrichsruhe im Sachsenwalde verbrin gen. . . Der deutsche Reichstag hält seine Osterferien. Er hat sich bis zum 16. April vertagt. Robert von Schlagintweit, der be rühmte Reisende, ist bereits auf dem Wege nach Amerika. Die geknebelte Preffe in Rußland schreit nach größerer Freiheit, die in Deutschland muckst sich nicht. Der irische Agitator Parnell ist be reits in seiner Heimath angekommen. Er würde von seinen Landsleuten in sehr be geisterte? Weise empfangen. Die Aussichten Grant's auf einen er folgreichen Wetilauf in dem bevorstehenden, großen politischen Herbstrennen ge stalten sich von Tag zu Tag trüber. Am Sonntag brannte in Boston die Zeitungsdruckerei des Journal" total nieder, wodurch ein Verlust von etwa $120.000 entstand, der jedoch durch Ver sicherung gedeckt wird. Nun sagt man gar, der Papst hätte einen Theil der ihm neulich aus Irland geschickten Peterspsennige als Geschenk für die Nothleidenden dort, zurückgeschickt. Freilich nur einen Theil, aber . wer hätte den Papst selbst für so human gehalten! Von San Diego, Cal., wird gemel det, daß dort eine hungernde Indianerin kürzlich in den Straßen ihr Kind (eine Tochter) für 10 Dollars feilbot. Men schenfleisch und hauptsächlich weibliches ist entsetzlich billig in unserer besten der Wel ten. . Ein berühmter und berüchtigter Fäl scher Namens Willtam Henry Walter wurde in London zu zwanzigjähriger Zwangsarbeit verurtheilt. Der Mann hat jetzt für eine geraume Zeit ausgesorgt und kann sein Geschäft vorläufig an den Nagel hängen. In den Komstock Minen in Virginia City, Nevada sind gegenwärtig 2,000 Miner beschäftigungslos. Würde die Arbeitszeit der in den Minen beschäftigten Arbeiter reduzirt werden, so könnte da durch den jetzt zum Nichtsthun gezwunge nen Leuten geholfen werden. Es ist komisch, daß so Wenige diese einfache Logik begreifen wollen. Das Haus des CongreffeS hat einen verspäteten Akt der Gerechtigkeit vor sich. General Suttler,. der bekannte .Schweizer, auf besten Lande 1848 der Goldreichthum Californiens zuerst entdeckt und der da durch um all sein Hab und Gut gebracht wurde, soll $50.000 erhalten. In Schottland soll die Zahl der Hei rathen in letzter Zeit sehr gefallen sein. Es ist aber ein längst anerkannter Satz, daß je schlechter die Zeiten, je weniger ge heirathet wird. Und doch erzählen uns die Zeitungen jeden Tag von den endlich gekommenen beffern Zeiten. Wie reimt sich das zusammen ? Die Advokatin Lockwood veröffentlicht in den Zeitungen von Washington eine Erklärung, in der sie die Namen mehrerer, ihrer Angabe nach vom Senator Hill aus Georgia verführter Mädchen angiebt und alle, dieVerhältniffe begleitenden Umstände genau beschreibt. Das scheint ja ein recht sauberer Senator zu sein. Daß die' Neger in Louisiana einen Strike in Scene setzten, ist eigentlich ein erfreuliches Zeichen. Es ist ein Beweis, 'daß auch die schwarze Race ansängt zu begreifen, das es Menschenrechte gibt, die nicht verletzt werden dürfen und daß' sogar jeder Mensch die Pflicht hat, seine Rechte zu vertheidigen. . ES war fast vorauszusehen, daß das Obergericht von Kalifornien daS neue Gesetz, wonach Körperschaften keine Chine sen beschäftigen dürfen, für verfaffungS widrig erklären würde. Was die Arbeiter zu dieser Entscheidung sagen werden, ist freilich nicht vorauszusehen, aber wir wären froh, wenn sich unsere Besürchtun, gen als unnöthig herausstellen würden. . ' , 'Die Nachricht, daß Tschernyschewsky nicht todt ist wie'vorKurzem irrthümlicherweise berichtet wurde, .. erweckt viel '.mehr Trauer als Freude'.' Denn es ist jedenfalls bester wirklich . todt als 'lebendig' begraben zusein. Der Unglückliche lebt also noch in Sibirien ohne Aussicht, dieser barbari schen Tyrannei jemals entrinnen zu kön nen.

c.f,

Lag

(SCHMIDT'S

flic berühmteste und besteingerichtetste Brauerei 'M Staate. - Mein Lagerbier und "Invkroratins: Malt-Extract Bottle Beer1 ist vor allem anderen als

vorzüglich anerkannt. Aufträge zum Verschiffen von Lagerbier aus allen EisenbahnLinien werden prompt erfüllt. '

Den Demokraten wäre Grant jeden falls der angenehmste Gegencandidat, weil sie hierbei das leichteste Spiel hätten. Der Mörder des russischen Oberst Comorow in Constantinopel wurde von fünf Doktoren für geisteskrank erklärt. Thomas M. Skiner, einer der ältesten Journalisten des Landes ist dieser Tage in Auburn, N. Y., gestorben. Der Mann wurde 89 Jahre alt. Der Nihilist Hartmann erklärt jetzt in verschiedenen Zeitungen, daß sein angebliches Geständniß des Mordattentats auf den Czaren eine lügenhafte Erfindung der Londoner Preß-Association war. Die Pianofabtikanten in Nev tyott scheinen sich doch endlich dem vereinten Willen der ausständigen Arbeiter zu beu gen, denn viele von ihnen haben ihrcFabri ken den Arbeitern bedingungslos wieder geöffnet. Die Getreidespekulanten werden schon jetzt sür ihre waghalsigen Speculationen bestraft. In Grand Rapids befinden sich bereits mehrere in finanziellen Schwuli täten. Daß den Leuten diese Erfahrung nicht erspart bleiben würde, bekamen sie oft genug versichert. Die Kohlengrsber in Clearfield, Pa. haben nun auch die Arbeit eingestellt, da sich die Arbeitgeber zu keinerlei Vergleich zwischen ihren Arbeitern verstehen woll ten. Etwa 8.000 Mann sind jetzt dort am Strike, und wenn die verlangte Lohnerhöhung nicht gewährt wird, werden es bis zum Montag 20,000 Mann sein, die die Arbeit niederlegen. In St. Petersburg wird weiter ver hastet und weiter geköpft. Unter den jüngst vorgenommenen Verhaftungen befinden stch wieder dreißig Studenten und ein Be amter des Ministeriums. Der Sohn ei nes Popen, ein Student, . einer der fünf Revolutionäre, welche vor einem Kriegsge richt zu Kiew prozessirt erden, wurde zum Tode verurtheilt. Der fromme Weltbote sucht schon wieder einmal den Grund der stets zuneh menden Mordthaten in dem Mangel an Gottesfurcht und Gottvertrauen. Hat denn dieses Päper" wirklich immer noch keinen leisen Begriff von unsern schlechten sozialen Zuständen? Wen Der Weltbo W so fortfährtwird er fichbald den heiligenEinfaltsorden erwerbm. Ueber ein schreckliches Unglück meldet eine Depesche aus Lancasier unterem 22. März wie folgt : Wahreid einer Schul feier, die gestern Abend i der Dorsschaft Lincoln, Eitner's Hall"; stattfand und welcher ungefähr fünfhundert Personen beiwohnten, stürzte ein Theil des Fußbo dens ein, und hundert bis hundertundfün zigPersonen stürzten in'suntereStockwerck Viele sprangen aus den Fenstern aus einer Höhe von 12 Faß in's Keie. Ungefähr 30 Personen wurden verhetzt, davon meh rere gefährlich. . ? Die Philadelphia NethodisteN'Con ferenz hat zwei ihrer Gastlichen aus . dem Amte und der. Kirche auigestoßen, weitste ärztliche Doktordiplome als Beamte des medizinischen Bogus - College an. Leute verkaust .hatten, welche , keine gehörigen Studien gemacht baöen. Wer hätte gedacht, daß es unter so'ehrwürdi'gen Leuten solch infame Schwindler geben könne? Aber hat nicht Christus'das böse Beispiel dazu gegeben'.' indem! er Kranke heilte Lahme- und Blinde htrstevte und Todte erweckte, ohne vorher in einem medizini schen College das Dok.ordiplome erlangt zu haben'?

mnm

ramm 5 SQÜARE,) INDIANAPOLIS, IND. C. F. Schmidt. Eine erfreuliche Mittheilung kommt aus Cincinnati. Dort wurde in den Cigarrenfabriken die Arbeit wieder aufgenommen. Es geschah dies auf Grund des zwischen Fabrikanten und Arbeitern geschaffenen Compromisses. Man be rechnet, daß durch den Stillstand der Fabriken während des Strikes von vier Wochen ein Verlust von über $300,000 entstanden ist. Der größte Theil deö Verlustes trifft die Fabrikanten und daS ( Bundessteueramt und einTheil natürlicher l cm.:r jl v. : . av ... tutic, uuuj uic mucuci. Der Kaiser von China ist abermals einer gefährlichen Revolution Hecr gewor den. Es war die im Südosten seines Reiches vonLiPangThai unternommene, welche mehrere Jahre lang seine Herrschaft bedrohte. Die kaiserlichen Trupven haben mit Hülfe von europäischen Hinterladern den großen Rebellen besiegt, und derselbe ist, ohne vorher nach der Sitte gefoltert zu werden, enthauptet, nnd sein Kopf in der Hauptstadt der rebellischen Provinz öffentlich zur Schau gestellt worden. Nach solchen- militärischen Erfolgen lästert es dem Sohne des Himmels mit den Rüsten anzubinden, und es werden dazu große Rüstungen gemacht. Nach der neuesten Statistik , beträgt der jährliche Bierverbrauch in Rußland nicht ganz eine Gallone per ttops, dagegen in Frankreich 4 4A Gallonen, Schweiz 7, Oesterreich 10. Holland 12, Däne mark 18, Preußen 27. England 39,Belgien 42, Würtenberg 60 und in : Bayern 80. Die Haupt und Residenzstadt Bayerns (München) vertilgt, imVerhältniß zu ihrer Einwohnerzahl (220,000) mehr Bier denn irgendeine andere Stadt der Welt; ihr jährlicher Verbrauch beziffert sich auf 4,500,000 Gallonen, mithin kommen auf jeden Kops d. h. auf jeden Magen mehr denn 152 Gallonen. Die Temperenzler sollten die Münchener ganz besonders in ihr Gebet einschließen. . Dieser Tage hat sich irgend Jemand den telegraphischen Witz gemacht, über das ganze Land die Nachricht zu verbreitender reisende General Grant sei im buchstäbli chen Sinne desWortes verloren gegangen. Der Dampser, welcher ihn und seine Reisegesellschaft an Bord hat sollte im Gclf von Mexiko vom Meere verschlungen wor den sein. Dieser aufregenden Nachricht lag nun aber die Thatsache zum Grunde, daß der Dampfer, der bereits in Galveston fällig war, dort nicht zur Zeit angekommen ist. Und welche Vermuthungen mögen schon von phantasiebegabten Poli tikern angestellt worden sein, bis sich die alarmirende Nachricht als eine müßige Erfindung herausstellte. Grant ist nicht ver loren gegangen zur Freude aller Derer, welche ihn noch für den politischen Schiffbruch aufgespart wünschen, den er über kurz oder lang erleben. wird. - Im deutschen Reichstag hat Bismarck amtlich die Auswanderung aus Deutsch land im vorigen Jahre auf 33,327 Personen angegeben. Da hat die lieb? laii stik wieder einmal eine gehörige Ohrfeige bekommen ! Die deutsche ' Auswande rungs-Behörde aibt 33,320 an, aber in den Häfen der Ver. Staaten, Canada's, Australiens :c. :c. werden wohl dovvelt so viel Deutsche in 1879 als Auswanderer angekommen sem. Wte ist denn Das nur möglich? Weil eine aanze Anzahl Aus Wanderer, nicht so gütig ist, sich in Ham bürg, Bremen oder Lübeck bei den betref senden Beamten zu melden, sondern ihren Weg über Havre Antwerpen und Rotter dam nimmt, oder von obigen Plätzen aus erst nacy England als viel ende acht und von da aus erst vonLiverpool auswandert. tv.- v'...i(x. crn:: 2n - l ... : . v . e K, jcr veulillie tllllllrilllUl idmo woyl wlii sen, was dieseAuswanderer dazu bestimmt,' sich nicht statistisch ausnehmen zu laffen; seine Statistik über Auswanderung ist deshalb vollständig faul und unrichtig.