Indiana Tribüne, Volume 2, Number 32, Indianapolis, Marion County, 20 March 1880 — Page 7

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, -7- Ein. wahnsinnig gewordener Irren-hauS-Director. Die fcamb. Nachr." er zählen: 3n einer Staats-Jrrenansialt ließ eines Tages der Direktor einen Kran ken durch den Ässistenz'Arzt zur Unter suchung., vorführen. Der Geisteskranke hatte, ein leichtes Uebel am Arm, zu dessen genauerer Besichtigung eine Entkleidung des Armes vorgenommen wurde. Zum Erstaunen des Hilfs'Arztes nahm der Direktor ein bereitgehaltenes großes Am putationsmesser in die Hand und sagte : .Da wollen wir doch den Arm einfach ab schneiden Gleichzeitig schickte er sich an, ohne irgend welche weitere Vorbereitungen die blutige Operation zu beginnen. Als nun der HilfsArzt seinem Vorgesetzten wegen der Grundlosigkeit dieses ärztlichen VerfahrensVorstellungen zu machen suchte, ließ sich der Director in Verfolgung seines Vorhabens nicht abhalten, sondern setzte

das Messer zum Schnitte an. In diesem

'Urblicke jedoch fiel der Assistent dem

Opateur in den. Arm, um den armen .Äranen zu schützen, indessen der Direktor,

'zrig' über den Eingriff seines Unterge bitten, mit gezücktem Messer auf Letzteren p losstürzte. Der Kranke konnte Zeit ge winnen, sich in Sicherheit zu bringen, und

rief um Hilfe. Der junge Arzt erreichte noch glücklich die Klingel und konnte durch herbeigeeilte Wärter aus feiner lgefähr lichen Lage befreit werden. - Der wüthende Jrrenhaus'Direktor, von dem man jetzt die Ahnung hatte, daß er plötzlich verrückt geworden war, wurde überwältigt, in die Zwangsjacke gebracht und in eine andere Irrenanstalt überführt, woselbst er seit

) v Monaten unausgesetzt wüthet, tobt und

schreit und seiner Auflösung entgegengeht. Die Ursache der Katastrophe war folgende: lifytt Direktor war durch Nichtrealisirung .75:iziger Pläne und gleichzeitige pecu- ;. ntzt Enttäuschungen in einenZustand ab :' ?r Schlaflosigkeit gekommen, zu deffen fe er sich mit Morphium betäubte. f; ' J tt Weise war er heimlicher Mor ..N'Einspritzer geworden und in jenen -.en. Tobsuchtsanfall gekommen. Da clan'diesen Zusammenhang anfangs nicht ahnen konnte, so war der Zeitpunkt, zu 1 welchem der Direktor seine üblichen Mor-Phium-Einspritzungen zu machen Pflegte, mehrmals übergangen worden und jener schauderhafte Zustand' von Tobsucht und Wahnsinn eingetreten, welcher bei plötz licher Entziehung des angewöhnten Mo? phiumgeistes einzutreten und die Ursache von raschem Tode oder allmäligem Hin siechen des Körpersund Geistes zu werden PflegtMährrettig, nicht Meerrettig. Fast allgemein ist die Bezeichnung Meerrettig für Cochlcria arraoracia gebräulich, und v - j. (,1 v ... m .:j.9 . : 1 v . . vro . . -. vuui yui uci yiuuic miyi rnu ucui uitia zu thun, sondern es muß Mährrettig heißen, von Mähre, altdeutsch Pferd, jetzt

nur noch ein schlechtes Pferd. Bekannt i lich haben in Deutschland mehrere wildwachsende Pflanzen, welche kultivirten der

selben Gattung gegenüber einen schärferen Geschmack haben, besonders auch bei Thie ren angewendete Arzneipflanzen bit Vor silbe Roß oder Pferd erhalten, z. B.Pfer Vbeminze, Roßkümmel, Roßfeuchel. So t ... hat auch die dem Rettig in Geschmack ähn liche, aber viel schärfere Wurzel von Cochleria armoracia den Namen Mähr rettig erhalten. Jeden Zweifel an der Richtigkeit dieser Ableitung entfernt die englische Bezeichnung für die Pflanze Ilorseradish, d. i. Pferderettig. In den Mehrausgaben für das beut sche Militär spielen auch die Brieftauben eine Rolle. DaS deutsche Reich zahlt für sie künftig nicht mehr 10,500, sondern 19,000 M. Die Flugversuche der Tauben werden ausgedehnt und eine besondere Zuchtstation zur Erlangung eines echt militärischen Stammes wird eingerichtet werden. Von dem alten sentimentalen Liebesseufzer : .Wenn ich ein Vöglein wär', flög' ich zu Dir!" ist bei dieser strammen militärischen Zucht nicht mehr die Rede. AuS dem Staate. ? Aus Jeffersonville wird berichtet: Ein brutaler Angriff wurde Samstaz Nacht von einem Schurken auf Frl. Marie Kirkparrick, in ihrer elterlichen Wohnung an der Marktflraße,nabe Cambells Store, ,verübt. Das Mädchen war in dasWasch Haus gegangen, um Etwas zu holen, als sie von einem Schurken überfallen wurde. Ein desparater Kampf entstand, in teclchem dem Mädchen die Kleider vom Leib gerissen und das Gesicht blutig geschlagen wurde. Die energische Gegenwehr dkg

Mädchens veranlaßte den Schurken seinen höllischen Plan aufzugeben und sich aus dem Staube zu machen. Als eine halbe Stunde,' nachdem das Mädchen das Haus verlassen hatte, es nicht wieder zurückkehrte ging Frau Kirkpatrik in daS Waschhaus, um nach ihrer Tochter zu schauen. Zu ihrem Schrecken fand sie dieselbe bestn nungslos am Boden liegen. Die ganze Nacht über blieb sie besinnungslos, erholte sich am Sonntag jedoch wieder daß sie im Stande war, das Vorgefallene zu erzäh len. Leider gelang es demSchurken, seine Flucht zu bewerkstelligen. ? Schießerei in Qttwell, Pike Co. Vor einigen Tagen ereignete sich in Otwell eine Schießasfaire, welche möglicher Weise noch einem jungen Burschen das Leben kosten kann. Padget und Britton, zwei Vettern, welche von Dubois County gekommen waren, und in dem in Otwell neu einge richteten Saloon ziemlich gepichelt hatten, kamen mit mehreren anderen jungen 2eu ten in Streit. Zuerst geriethen Padget und ein gewisser Flint aneinander. Erste rer zog einen Revolver um Flint zu schießen. James McCormick, welcher in der Nähe stand, sprang rasch hinzu und schlug unter Padget's Arm so daß die Kugel, welche für Flint bestimmt war. Padget's Vetter, Britton in denKops traf. Britton, welcher wie todt zusammengesunken war, wurde zu einem Doktor gebracht, der die Wunde als eine gefährliche erklärte. ? In Richmond ist der Stall und die Remiese der dortigen StraßenEisenbahn Compagnie niedergebrannt und die Com pagnie hat nicht weniger als 7 ihrer Kar ren eingebüßt. Die Pferde und Maulesel wurden. meist gerettet. Der Schaden am Gebäude ist voll durch Versicherung gedeckt, an dem übrigen Eigenthum theil weise. Die Compagnie läßt jetzt durch Droschken die Verbindung besorgen und zwar zum gleichen Preise. ? In Vincennes wurden am vergange nen Samstag 7 Ehescheidungen bewilligt, 6 für Frauen und eine für einen Mann. Unter den Geschiedenen befindet sich ein Mann von 22 Jahren, dem dieses Mal heur schon, zum zweiten Male geschieht.

Goldkörner. Wer sich mit Eigenlob brüstet, jagt sei nen eigenen Werth in die Flucht. Die Demuth geht zwar zu Fuß, fällt aber nicht, in den Koth, wie die Erniedrigung. Wünsche sind grausame Despoten; sie wollen uns nur das Gegenwärtige derlei den. . Aeckte Tugend und wahres Wohlsein gründen sich auf Leitung durch sich selbst. Die Kraft sich selbst zu erkennen und über daS Sich selbst zu erstaunen, verbürg? dem Nachdenkenden seine Würde, seine höhere Abkunft, seine himmlische Natur, seine Unsterblichkeit. Eine verlorene Jugendsreundschaft ist das einzige Unersetzlich? im Leben, denn die Jugend, kehrt nicht wieder, kommen auch Freundschaften von Neuem. Den meisten unserer Hoffnungen ergeht es wie den Schneeflocken, die, so lange sie hoch über uns sich kräuseln, Sternchen sind; in unserer Hand aber sogleich zu Wasser werden. ' Kinder erfreut nichts so sehr, als wenn man ihnen eine Blume, eine Frucht aus dem Garten schenkt, man sieht : sie sind noch nicht lange auS dem Paradiese. Den Schlechten verachte; dem Guten reiche die Hand; den Dummen bemitleide; den Allzuheitern betrauere; den -Allzu-traurigen belächle. Kumoristisches. Höchste Galanterie. 6ie sahen soeben auf Ihre Uhr, wie spät ist es denn schon?- .Ganz wie Sie, mein gnädiges Fräulein !" Wit so, waö wollen Sie damit sagen ?" .Halb Elfe!" , Ein S tellv ertret er. Herr: Sie Kutscher, warum setzen Sie sich denn nicht auf den Bock?" Kutscher : .Ja wissen S', der 'Gaul ist bisher bei einem Zweispänner gewesen und da geht das Vieh nicht eher weiter, als bis es merkt, daß noch Ein's eine Zeitlang neben ihm herlauft !" U e b e r b o t e n. .Wenn Sie nicht aushören zu husten" sagte der Richter, .so erlege ich Ihnen eine Geldbuße von $50 auf .Und ich", antwortete der Advokat, be zahle Euer Ehren 500 Dollars, wenn Sie mir den Husten .stoppen" können."

GuterAppetit. .Aber Hans, Du wirst doch den Schweinemagen nicht allein essen?" .Nein, ich bekomme noch Kraut, und Kartoffeln dazu !" Beobachtung. Eine eigenthümliche Erscheinung ist es, daß manche Menschen desto verbiffener werdende mehr sie die Zähne verlieren. Der Vorfichtige. Unter. suchungörichter (zum Zeugen) : .Also sie können beschwören, daß sie den Angeklag ten in jener Nacht in der Marienstraße ge sehen haben?" Zeuge: .Beschwören, daS möcht' ich nu eigentlich nich aber zwei GlaS Bier will ich wetten, daß er'S war." o Conservativ. Madame (zur neuen Magd): .Ich gebe Ihr 120 M.

Lohn jährlich -Magd: .Das ist mir zu wenig. Madame : .Dazu bekommt Sie aber jedes Jahr noch Geschenke, die Sie sonst nirgends erhält. Sie bekommt: zu Weihnachten ein Kleid, zum Herbst markt 10 Mark und wenn wir taufen zwei Thaler" Magd: .Auf Letzteres kann ich mich aber doch nicht jedes Jahr sicher verlaffen." Madame : .Wenn ich's ein mal sag', so bleibt's dabei. ES ist so Gebrauch in unserer Familie, und so lang ich leb', wird der Gebrauch nicht abgeschafft!" Sinnspruch. Wer Niemand schadet Und Niemand nützt, Ist vor der Freundschaft Der Menschen geschützt. NaiveAntwort. Arzt: Haben Sie einen Fehler anzugeben ? Rekrut: Ja verheiratet bin i! Wie viel zeichnest Du sür die projektirte Ausstellung? I ich zeichne achtungvollst! Folgendes Inserat des Herrn Miehe im .Verl. Tageblatt" verdient registrirt zu werden : .Zum dritten Mal sind Zwil linge angekommen. Diesmal Junge und Mädchen. Ich bitte Freunde und Gönner mich wacker zu unterstützen. Butter fein und preiswerth, Wurst und Käse desglei chen. Berlin 2. Febr. 1830. Miehe.Wie Wfftzin der Iiidiana I vi ff 11 na aii e ' empfiehlt sich zur Anfertigung von Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, Quittungen, Eintrittskarten, Mitgliederkartcn, Broschüren, Constitutionen, Adreßkarten, und allen einschlaglichen Ar: tlkeln unter Zusicherung feie ganter AuSfübrung bei bklli aem Preise.

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