Indiana Tribüne, Volume 2, Number 32, Indianapolis, Marion County, 20 March 1880 — Page 4

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indiana Hriöüne.

(Wochenblatt.) Cffice: Ecke Circle u. Mcridianstr. . ' - . fJm dritten Stock ) . lEntered as second-class matter at the .', PostoÖlce at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. Ju der Stadt durch die Post in! HauS geliefert ' Per Jahr im Voraus $2.00 Per Nummer 5 KentS. Otto Schisscl, Herausgeber. P.O.B. 295. Indianapolis, Ind.,' den 20. März 1880. . Ein gefährliches Urtheil. Die Gefährlichkeit mancher Gesetze lernt man erst einsehen, wenn sie unter gewissen Verhältnissen zur Anwendung kommen, und unter oenselben Urtheile gefällt werden.' In San Francisco wurde Denis Kearney wegen aufrührerischer Reden zu sechsmonatlicher Einsparung und $1000 Geldbuße verurtheilt. Das Urtheil mag gerecht sein unter dem bestehenden Gesetze, aber uns dünkl unter den gegenwärtigen Umständen ist es gefährlich. Denis Kear' ntj ist sicherlich in derWahl seinerWocle u. Ausdrücke nicht skrupulös und doch unter Verhältnissen, wie sie gegenwärtig in San Francisco herrschen, und wo so große In teresien auf dem Spiele stehen, sollle man .veger, einiger unesetzlichcr Aufdrücke die Volksleidenschast nicht herausfordern. Auf diese Weise giebt'man nurOel in's Feuer. Wenn die besitzenden Klassen in San Francisco glauben auf diese Weise Etwas auszurichten, so irren sie' sich. Es wird .ihnen gehen, wie .es Bismarck mit den Sozialisten geht. , . Das Vorurtheil, das sich allenthalben gegcn .die. Ptoletailer.,,San Francisco' breit -macht zeigt' sich in -den Jubeläus brächen unserer Presse über die Verurtheilung Keärjley's.'jm .vergleich ).zu den Wuthausbrüchen derselbenZeitungen über das von unserer jüngsten Legislatur pas sirte Libelgesetz. Als die Legislatur per ZSnliche Verleumdungen ' durch ' die Presie zu einemVergehen stempelte und mit Geld' Limd Gesäncznißstrafe.. belegte, da heulte diese ganze Presse über ' eine solche VerVerletzung der Preßfreiheit, denn bis, daYrn gehörte es zu den Freiheiten der Presse Jedermann ungestraft bcschimpscn und verläumden zu könnend Wenn aber in der Aufregung und m btx&ifc dttiPartei ' kämpfe) ein Parteiführer sich zu . ' einigen heftigen Ausdrücken hinreißen läßt so findet'dttse'Presielln.fcinee'tVeruttheilung zu solch' ' großer-Straft 'durchaus keine Beeinträchtigung ÄrÄeefreiheit ? Aber .'Denis Kearney ist cinP:oletarier. Seine Anhänaer-Haben ' nichts und es ist, wie Heine saat : ' ' Denn ein Recht zum tU Lump .N gaben nur .dü.Etwaz hihea. 'Z ' Uns soll- es freuen, wenn das Pröle- ' tariat'vönSan Francisco sich .'nicht' mit .V Gewalt, dec'ollstreckung .des . Urtheils .widersetzte Gefahr ist aber immerhin vor- '-.. Handen, daß dieses Urtheil das herbÄsührt, was eS verhindern soll,' nämlich Gewalt vi' i ' ' y ' .' i ' ' ' i " : . thatlgkelten., ,., , ., 'V . ' r . 1 :'r. 1 Der Fluch der 'Armuth Elisa Whiteside heA die unglückliche erst '26 Jahre zählende Frau' .die wie so viele -"ein Ovser dn Armuth geworden ist. 'Ver 11,' Z' -U' - " ' Im ) ' "I'V ' ' helrathet mit einem i -Manne, öcrj qnunficr, - befferlicher Trunkenbold, ist, muhte sie sich schoyelt?angeZtiMntbWngen aller 7 Art auferlegen. '..Sie mnötemit. ihren, vier klein en 'Kind ern buch stäblich ' hung ern und. "'lebte m elnem Raume der' allem" mehr als einer menschlichen Wohnung glich.. Wie . groß das Elend gewesen sein . mutz beweist der Umstand, daß die arme.Fräu'dem bis. ... lern Kampfe, schließlich unterlag .und, am Donnerstag.- wahnsinnig 'ins ' Irrenhaus .-'gebracht wurde. ' --. - ' . . Die!armen Kinder wird man jedenfalls ' im Waisenhaus unterbringen. ' ' Und das .'nennt man die'beste derWellen'wo die ' Menschen durch .Hunger zum Wahnsinn getrieben werden. Freilichwird auch hier der fromme' Sian'n wieder - e's ' billigen Trost zu gevenwtssen, daß diese Unglücklichen für ihre Leiden im Leben, nach dem Tode dort? oben, im Paradiese entschädigt werden; ündeidgeLensich die Armen meistens mit diesem'Trost zufrieden. - , . , . . . In England haben während der letzten zehn Jahre 2.362 Ausstände stattgesunden.

Wo sind die Temperenzler? . " ' ; Man ist bei uns gewohnt, die Tempe

renzlekei ganz und gar der republikanischen Partei in die Schuhe zu schieben.. Beson ders demokratische Zeitungen lieben es, die republikanische Partei als eine Temperenz lerpartei zu schildern.. Selbst Hinweise auf die Stadt New Pork, auf Maryland und andere demokratische "strougdoias" können sie davon nicht abbringen. New Vork und Maryland liegen eben zu weit. Was aber sagen .unsere demokratischen Freunde dazu, daß in unserem Nachbar staate in Kentucky, diesem argdemokrati schen Staate der Staatssenat ein . strenges Temperenz und Sonntagsgesetz mit großer Mehrheit passirt hat? Wahr scheinlich werden nun die deutschen Repu blikaner in Kentucky die . demokratische Nartei temverenzleriscber Neiaunaen an klagen. - ES kommt eben immer auf Um stände und Verhältnisie an. Am sichersten geht man, wenn man die Temperenzler immer bei der herrschenden Partei sucht, sei es nun die republikanische oder die demokratische. Bleibt unö ferne mit Eurer Wohl- ' ' thatlgkeit. Sunset Eox und eine Anzahl anderer wohlthätiger Eongreßmitglieder beabsich tigen aus öffentlichen Mitteln 100,000 zur Unterstützung sür die hungernden Jrländer herzugeben. Das ist sehr billig und sehr bequem mit anderer Leute Geld Wohlthaten zu erzei gen.. Man wird sich aber schönstens dasür bedanken, daß diese Leute auf diese Weise ihr Mitgesühl für die hungernden Jrländer an den Tag legen. Sie mögen doch selbst in die Tasche greifen, dagegen wird kein Mensch etwas einzuwenden haben. Aber keine Bestimmung der Eonstitution erlaubt ihnen aus dem Bundesschatz Geld für allgemeine menschenfreundliche, den Ver.Staaten fernliegende Zwecke zu bewilligen. , . , , . , , , Am 26.' Februar feierte Victor Hugo seinen 79. Geburtstag. Dieser Mann hat sich bis heute eine, seltene Geistesfrische bewahrt.' ' " 1 r-.ii--", . . : ' , ( ' ., ' ' 7 , ; . . . Das Reichsmonopol aus Tabakfabrlkation.. steht' jetzt t Deutschland, wieoer aus der Tagesordnung. , .'Aufgeschoben . ist eben nicht aufgehoben. ' f. . . '. ' " ' 1 i ' Die Universität' in Brüsiel hat zum ersten Male einen weiblichen Studenten zugelasien. .Nunlangsam kommt man auch vom Flecke'. " ,: ' . ' ' ' !' !.! . Am Montag !wurde im deutschen Reichstage die Militärvorlage mit nur unwesentlichen Abänderungen angenommen... Das dachten wir uns'ja gleich..?: ' r , , " ' i j T7' s i l ; . Sherman hatten übrigen Präsident schastsbewerbern de'nGefallcn nicht gethan, zurückzutreten. Erhat abermals erklärt, daß- er .ein Candidat für., die Nomina ... tlvn sei, , . ... ... ' '. I .. i .. j ' . ' Jn'Cmcittnatl wird Nächste Woche'ein Arbeiterorgan unte' bem Titel Deutsches Arbeiterblatt"''' sein 'erstes Erscheinen machen.'' "DaS Blatt 1 nfch eins 'ein ''Mal wöchentlich' ' '' 1-': ; f. Ist Kt,: Sogar.im republikanischen Frankiich wurde? das Central'Orgap.i.der ' deutschen Sozialdemokratie, '(Züricher, Sozialdemo. krat) .verbotene .Da . hört , ab.er, doch , die 1 veinuig iicoif ii, quu iv. : v: ) n m "iti! f i 'i e 'M .'lZ'Z , z Die Papierzölle werden also doch, fallen,enuim Hena'te deß Congresses wird die.Äbschaffung.'aller Papier ernsthaft betrieben... Die Herren vollen . '. . .'.V , 'm .:"'"-i! ' 4 geraoe t ntcai:mii oer Pre e r.eroerven. " , . ' , !.tJ.,r .,;.,,tt y. M ' Doktor.Fabrii 'm'Mlattlpöia war vergangene Woche .entsetzlich- thätig.i x.'.'j.'JlL! m.v:;:-i': u.-i:i.t'-iyu , imiycu -uuuijuicui yciiutj man uzn 'Äocktortitel. ' ' Wie' sagi 'doch gleichSchiller in seiner Glocke? Wehe' wenn sie los'gelastin'.' ; ' ' ' r " ' ' Die ' OchseNbütt nehmenjetzt einen schwierigen Standpunkt eitt, denn die Legislatur ' dieses Staates hat ein Gesetz passtrt,' wonach dre Fabrikation derartiger Kunstbütter - bei' Geld und Gesängnißstrafe verboten ist. - ' i ' : : G, U r . : . : . , ' ' Die Witwe Frank Leslie's hat' die Redaktion verschiedener früher von-Leslie redigirtenZeitscheiften übernommemliDer Menschheit wärelgewiß ein Dienst geleistet worden, wenn Leslie's '.Zeitschriften mit ihm gestorben wären,"denn"was iGutes wird daraus wohl nimmer werden.

In der Türkei dünnen zwei große

Landplagen die Bevölkerung , aus ; die Hungersnoth und die Räuberbanden. Da zu kommt dann noch das sehr entwerthete Papiergeld. ' Es ist seitens der. Groß, mächte dafür gesorgt, duft von der Bevölkerung möglichst wenig übrig bleibt, wenn einmal die Colonisation durch Deutsche und Rüsten beginnen soll. Kearney wurde wegen der aufrührerischen Rede, die er vergangene Woche hielt, zu sechsmonatlicher Haft im Korrektions hause verurtheilt. Wir glauben, dap. ge rade diese Verurtheilung nur dazu beitra gen wird, dem Agitator nur zu. größerem Ansehen in seiner Partei zu iverhe!f:n, ja daß er von dieser jetzt als Märtyrer verehrt werden wird. Eine seltene Art von Selbstmord be ging am Samstag ein Sträfling in SingSing. Der Selbstmörder Namens Mc Dermott steckte nämlich seinen Kopf in' den geheitzten Ofen und machte dadurch seinem Dasein ein Ende. McDermott war zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verur theilt, weil er im vorigen Jahr feine Frau getödtet hatte. Im Zuchthause warf er sich der Frömmigkeit in die Arme. Durch eine Sprengung im Hoosac Tunnel, via)):, wuroe aoermais em Arbeiter getödtet. Dies ist der 199ste Todessall seit Beginn des Baues dieses Tunnels, worüber ohngefähr 20 Jahre verstrichen sein mögen. Man : sieht was diese Wunderwerke der Industrie, für Menschenopfer fordern und sollte wahrlich dadurch zur Einsicht kommen, daß der Arbeiter nicht. ohne Risiko arbeitet. . . Daß die Gesellschaft in Sachen des Gefängniß' und Strafsystems noch so viel wie nichts weiß, beweist der Umstand,' daß man in Canada dem Anwachsen der Ver brecher damit ein Halt gebieten will, indem man entlassene Sträflinge unter Polizei aussieht stellt. Damit glaubt man verhüten zu können,"däß solche Leute rückfällig werdend 0 8an.cta sirapliciias ! ; t i. . : , i Der katholische Geistliche Dufresne in Westsield, Mass., welcher neulich einen Fuhrwerksbesitzer ! in Verruf erklärte und um die Kundschaft zu bringen suchte,-weil er der Predigt eines sreisinnigenGeistlichen beigewohnt, hatte, , ist nach.. Canada entflohen, weil seine Gemeindemitglieder an gezeigt.haben, daß. er im, Erdgeschoß der Kirche, einen Schnapshandel ohne Lizens betreibt. Der fromme Pastor wird jetzt einsehen, daß ts das Beste ist, vor der elgnen Thüre zu kehren. Schmutz findet sich' dann immer genng und 'zumal bei einem Pfarrer. Z,Der Äusstand der New VorkerPiano maAer dauert noch immer an und. es, sind schon viertausend Männer die die - Arbeit eingestellt. haben.' .'Die Fabrikanten wol? en.es, darauf ankommen lasten, und haben ich fcarjin ausgesprochen, daß ste einmal die Spannkraft .der Union prüfen, wollen. Leider wird' diese Spannkrass nur gar zu hald nachgeben. müsien, dnn obwohl ".die ,KaKe.derMion7gsgenwartlg " ganz' gut steh -d, tqixb doch durch die . Bedürfnisse e(ner f ol(ö . strömen 2aö( ,t) op?Irb eitern nebst Familien bald Ebbe in der Kaste eintreten -'' ' 1 - ' müssen. ... . tl.: , ... r:;;; m t Der .Westlichen Vost" wird durch den r M neuesten Sieg'den.die Frauenre'chtsb'ewe- ' i- V" i , ( : ' . . ' .... . & t J i . TY ö . n T . I ' . ? gung im sraaie ziscpniin errang wieder'' ein nial tÄeleaenbeit' aeaeben.'über die "FrauestiMmrechtier zu schimpfen' ' Sie' 'meint daß diese' Frage,' dank ' der Feiglleit Vit amerikanischenMättnerwelt, stets brennender' roiro.'' ,Wir. sind' der Ansicht daß o'iwohl sich 'diese'Frage' immer 'mehr und inehr in den, Vordergrund drängt dieselbe doch viel früher gelost werden' würde, wettn nicht 'ein 'großer' heil oex-'Männer'welt eben aus Feigheit, der Lösung dieser Frage ;.W. ;. i f.:'..',r , ymoertlcy iein wuroe. ' i'-- ' ' ' ' m y- j 1 ' ' Demokratische Blätter streiten um die Frage' ob ' die' Opposition. .'Tammanys 'einer Cändidatur Tildensschaden könnte. Da gab nun Anlaß zu folgenden Wurst z!pseln'in''den nachgenannten englischen Blätttrn: ' ' ; .91. Y. Expreß ' (dem.) : Wo bleiben die 80,000 Anti-Tllden.Democraten ? ,'Löuisville Cöurier-Journal" (dem.): Was ist aber mit der . halben Million TU.' den'Democraten?i t :. . 3 - Soll der. Schwanz mit dem Hunde oder der Hund mit dem Schwanz wedeln?. - . Y. Mail (rep) : ' Ein todter Hund kann'gar nicht wedeln. . : . Chicago Journal" (rep.) : So oder so, das Thier bleibt ein Hund.

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(SCHMIDT'S . ' . ie berühmteste und besteingerichtetste und "Invifforatinff Mal t-Extract

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vorzüglich anerkannt. Aufträge zum Verschiffen von Lagerbier auf allen Eisenbahn Lmien werden prompt erfüllt.

U I DaS St. Joseph Volksblatt läßt eigentlich unsere Artikel, die es ohne Quellenangabe bringt, zu alt werden. Der Artikel, Ruhe vor dem Sturm" erschien vor etwa sechs Wochen in der .Tribüne" und kritisirte die damaligen Verhaltniste. . In Rußland gährt es noch ganz ge wältig und die Maßnahmen des Diktators Melikoff , sind ganz dazu angethan, . die Entrüstung im ganzen russischen Reiche noch bedeutend zu steigern. In den letzten Tagen ließ Melikoff Eisenbahnzüge behufs Visitation der Pässe der Pasiagiere. mitten in der Fahrt anhalten. Das ist denn doch etwas gar zu stark. Der St. Petersburger Golos" veröffentlichte einen Artikel, in dem er die Einsührung'radikaler Rcfor men als einziges Abwehrmittel gegen den Nihilismus bezeichnet. Ob die Zeitung für diesen "guten Rath nicht noch zu büßen haben .wird ? ... . . , ' . An allen ihren Leiden ist nur das Puzzle 'schuld. Das kann man von den zwei Personen behaupten, die in Folqe dieses Puzzles,' das zur Zcit vielen Leuten den Kopf verdreht, in Boston wahnsinnig in ein Irrenhaus gebrächt wurden. Auch ein deutscher Schneider in Rew?ork hat, nachdem er die ganze Nacht hindurch fruchtlos sich bemüht hatte, 'das Puzzle zu lösen, am nächsten Morgen an dasSchau fenster seines Ladens einen Zettel geklebt, aus dem zu lesen stand, das er Demjenigen einen feinen schwarzen Anzug zum Ge schenk machen wolle,' der ihm sagt, wie'.'er die 15 Nummern in die rechte Reihenfolge bringen kann.- " ' '. . ' iWisconstn marsckirt jetzt an derSpitze der Civilisation. .Was man im vielgepriesenen Staate der Intelligenz, was man in M chachusetts nur schüchtern und zäghast inVorschlag zu bringen wagte, nämlich die politische Gleichberechtigung der? Frau, hat, man :in Wisconsin mit einem Schlage einstimmigzund enthusiastisch zur Vollgiltigke:teiner Resolution erhoben.i-DieLegislatu?;hat:fag ohne verneinende Stimme eiuen Beschluß adoptirt, der bestimmt daß Frauen in ganz gleicher. Weise wie Hie Manner,das Stimmrecht besitzen und in ihrem Rechte dasselbe an der Wahlurne auszuüben, beschützt werden müsten.' Freilich- tbut's eine bloße Resolution nicht,' da'' eines solche Neuerung nur auf Grund einer Abänderung der Staats--Verfügung in Kräft treten könnte, allein.ist damit dochimmerhin . der gute Wille der Herrn Gesetzgeber i bewiesen. ? Eins ist in'" besten, auffallend und veidächtig nämlich, daß- das Stimmrecht .nur verheiratbeten Frauen zugestanden wird: War es viel , leicht die Abstchtdurch das Gesetz -eine Prämie auf's Heirathen zu setzen? Es ist nicht undenkbar,' daß unter solchen Um--ständen kurz -vor den Wahlen die Prediger ebenso sehr überlaufen würden, wie heut zutage, die Bundesbeamten,! welche Natu,. ralisationö-Paviere : auszustellen haben.? Es ist ungerecht, diesen Unterschied . zu machen und könnte - sogar ; gefährlich wer den. i '. ..Der Senat von Iowa , hat eine ge meinschastliche Resolution .passirt, welche die Fabrikation und. den Verkauf von Spiritussen, von Wein und Bier inner halb des. Staates straffällig' macht. ". Das Nächste wird wohl sein, daß , in Iowa das Wachsthum, von Gerste, Trauben .und Aepseln verboten wird. . . .-, ., Darwin, dem großen Philosophen, ist anläßlich seines 'listen Geburtstages die Ehrenmitgl'iederschast der philosophischen Gesellschaft von Birmingham (Eng' land) offerirt worden.

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9 SQUARE,) s ... , . , IDIXr0I.I8, io. Brauerei m Staate. ' Mein Lagerbier Bottle' Beer" ist vor ollem anderen als C. F. Schmidt. JBSr Die Theatervorstellung welche derFreidenkerverein und derSoziale Turnverein vor Kurzem hier veranstalteten wird gewiß den Besuchern noch in angenehmen Erinnerung sein. Da die Vorstel lung damals von so glänzendem Erfolge begleitet gewesen, beschaffen die beiden Vereine schon zur Zeit dem lebhast auö gesprochenem Wunsche vieler Besucher nachzukommen und eine zweite Vorstellung zu arrangiren. Die Aufführung hätte am : 4. April stattfinden sollen, da aber zu die ser Zeit bekanntlich eine auswärtige Truppe hier gastirt, wird dieselbe erst stattfinden, wenn diese Truppe ihre Vorstellungen hier beendet hat. Einstweilen können wir versichern, daß für diese Aufführung ein prachtvolles Lustspiel gewählt wurde und daß die Mitspielenden schon jetzt flei ßig studiren um abermals eine glänzende Vorstellung zu bewerkstelligen. Mehr wollen wir sür heute nicht .verrathen. . Herrn John Ostermann's Pferde wurden am Montag Nachmittag wild.Sie brannten mit dem Wagen durch und collidirten mit einem Lampenpfosten an der Wasbingtonstraße wodurch der Wagen zertrümmert wurde. . . ' ' . . i'j . , . , JCg Am Dienstag haben die County Commissäre durch das Loos darüber ent schieben, welche. Bürger unseres CountieS in den nächsten 12 .Monaten als Großgeschworene fungiren sollen. Da wurden vorerst für den im April beginnenden sechsmonatlichen Termin folgende Namen gezogen ... ' . Joel Mills und Jeffe Carson. Decatur Townsbip; Im. Parker und Pat Byrne, Center T. ; ' Wm. McGregor. Franklin T. y JohnB-.Wilson, Warren T. . ' Für den am I. Oktober beginnenden Ttrmin wurden gezogen : 'X Hiram A. Haverstick,) Washington T.; M. A. Lowc. Frantli'n T. F. A. Rapp, Center T. ; , WmM. Black. Center T.; Morice Howland, Perry T. ; LabanHarding, WayneT ; .- ; . Für den Mai? Termin des Superiorge richts fungiren die folgenden Geschwore nen.:. ", '. . .7. John Russell.; ' Henry .Brown, Wm. Porter, David.Pedigo.BartholomewKelly, Rodman H.' Cottle,.. Henry Englis), 'Jeffe T. Murphy. Martin Griffin, Saml. Ä. .Grube, John Welsh und John Brennan. " -W' Jda Hiad steht unter der Anklage stch mit mit "einem' Mantel ; ihrer Dienst Herrin, der Frau Jngals von Jrvington, versehen zu haben -und wurde deßhalb am Montag verhaftet. ; Die Harmonie hatte am Montag Beam'tenwahl, wobei sich folgendes Resul i ' ' .! ,' r -. f ' -t tat ergab : Präsident : Herr Fred. Mack. - ' , 'Vice-Präsident : Herr C. Vollrath.' ' Prot. Sekretär : 'Herr H. Hoffmann.' Sorresp. SekretSr : Herr Philipp Balz. Schatzmeister - Herr G. Hotz - " : ; Bibliothekar : Herr H. Clickert. Vertrauensmänner : Die Herren Jöhn Bernhart, F. W. Mücho und H. Knecht. ..'. j ' Die Wetterkundigen prophezeien einen heißen Sommer., Eine ergötzliche Geschichte. . Eine hiesige ältliche Frau, - die sehr taub war, fragte gestern Morgen ein:n vorüberfahrenden Milchmann, wie viel er sür ' daS Quart rechne und hielt dann ihr freilich etwas sonderbar geformtes blecherueSHörröhr an das Ohr. um seineAntwort abzu warten.' Im' nächsten Augenblick goß der Milchmann auch schon ein Quart ; Milch in das vermeintliche Blechgesäß.- -Heute Morgen wird er wahrscheinlich nicht durch diesen Stadttheil fahren. .

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