Indiana Tribüne, Volume 2, Number 31, Indianapolis, Marion County, 13 March 1880 — Page 7

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Das religiöse England zählt, soweit sich dies constatiren läßt, 3&4 Steten, welche auf dem gemeinsamen Baume des christlichen Bekenntnisses ihr ost.recht fon derbaresLeben fristen. Unter diesen curto sen Auswüchsen nehmen die Shakers eine hervorragende Rolle ein. Die vollste Gütergemeinschaft herrscht unter lhnen. Sie leben einträchtlich als Brüder und Schweflern und bringen dasKunststück fer tig, zu leben ohne zu arbeiten. Diese Art Existenz gefällt selbstverständlich nicht wenigen, die Secte der Shakers ist daher im starken Zunehmen und wird es bleiben bis der Reiz der Neuheit vorüber ist und die Leute gleich anderen Sterblichen um das liebe Brod werden arbeiten müssen. Unlängst trat in ihre Reihen auch eine junge Frau ein. Als sie denBorstellungen ihres Mannes kein Gehör gab, und statt zurückzukehren, es vorzog in der Brüder gemeinschaft zu leben, machte sich der junge Ehegatte mit einigen Freunden auf und überfiel das Feldlager der Shakers in der Nacht vom 18. zum 19. v. M. t ei Hordle. Es kam zumKampfe. Die Shakers wehr t?n sich unter Commando ihres Capitäns. Mr. Girling, sehr tapfer, wurden aber geschlagen und der junge Ehemann trug, wie ein Sabiner, seine Gattin triumphi rend von der Wahlstätie. '

Als Kuricsum verdient eine Petition von lausitzer Bauern an die sächsische Volksvertretung erwähnt zu werden. Die guten Bauern bitten um Verwendung bei der Regierung dasür, daß 1. die Fortbil--dungsschulen, wenigstens der Zwang zum Besuche derselben, wieder aufgehoben w'.rden, 2. daß in den Volksschulen auf dem Lande den Herren Geistlichen wieder - die

Inspektion undRcvision übertragen werde, 3. daß die Religionslehre die vorherrschen de werde, 4. daß derjenige, der sein neuge borenes Kind nicht taufen lasse, streng bestraft werde, auch dieseStrafe rückwirkende Kraft habe aus Diejenigen, die hiermit 7 noch im Rückstände verblieben seien und

nach erhaltener Ausforderung dazu sich . Vr weigerten, d. oatz eine zeoe ye, welcye

nicht durch den Geistlichen geschlossen, als ungiltig betrachtet und die Führung der - Standesbücher wiederum den Herrn Geist lichen übertragen werde. Wie mag es in den Köpfen der Petcnten aussehen ? Bei i diesen heißt es immer hübsch rückwärts.

In der Sitzung des preußischen Mgeordnetenhauses am 11. Februar sagte Hosprediger Stöcker gegen das Bohm'jche Lesebuch: Drei Lieder sind darin von Rudolf Löwenstein, dem Redacteur des Kladderadatsch." Vier solcher Lieder sind vom Ehefredacteur der Vossischen Zeitung Als vaterländischer Dichter ohne Probe, nur durch das Gewicht seines Namens, wird Rudolpf Löwenstein aufgezählt-. Dieses mag das Berliner Schulcollegium berathen." Rudolf Löwenstein beantwortet diesen Angriff des Judenfresiers Stöcker mit folgenden tresftichen Versen: Ich schreibe wider Tyrannei Und wider heuchlerisch Gclichter, Wie klein ich auch als Dichier s i Ich bin ein vaterläad'scher Dichter. Mein Auc;' und Likd.war zugewandt DeS deutsch? Ldler kühnem Fluge ; Ich liebe heiß mein Vaterland Bis zu dem legten Athemzuge. Ich weiß daß oft nein ernster Sang Mit in die Siegeslieder rauschte, Und daß der Seiten heitrem Klang Die .kleine Welt" vergnüglich lauschte. llirt kann ich dzn zelot'schen Herrn Auch Beifall nie und Ruhm erringen, Mein löchficr Ruhm, w?nn nah und fern Die Kinder meine Lieder singen ! Auö dem Staate. Eine fast unglaubliche. Greuclthat wird aus Cbarlestown berichtet. In verschiedenen Häusern wurden Päckchen, die mit .Hcfenpulvcr" bezeichnet waren, aufgefunden; aber blos in einem Hause wurde dasselbe gebraucht, da aber die Biscuits recht bitter schmeckten, wurden sie weg geworfen. Zniei Hunde die davon fragen, krepirten sehr bald; und jetzt stellt es sich heraus, daß in allen Packchen Gift war. Wer die Thäter sind hat diePolizei noch nicht ermittelt. ? In Greenburg hat Sheriff Smith seinem kleinen Jungen grüngesärbte Bau steine zum Spielzeug gegeben. DerKleine steckte die Steine häusig in den Mund, und leckte die Farbe ab. Durch die herbeigeführte Vergiftung wird der Junge sterben.

In Spencer Township, Harrison Co., wurde in einem Hause die Leiche eines alten Mannes, Namens 'John V. Fellky gefunden'. Arme und Gesicht waren von Ratten angefreffcn. Der Mann ist allem Anschein nach verhungert. ' 1T Ein schrecklicher Unglückssall ereignete sich letzten Samstag Nachmittag etwa fünf Meilen von Teil City bei der.traneportabeln Sägemühle von Sylvester Rhodes, bei welchem John Klecmann, ein in der Nähe wohnender, allgemein geachteter Farmer sein Leben einbüßte. Er war bei sog. Log Rolling" behülflich und stand an einem Abhang nahe der Mühle auf einem Baumstamme, als von der Spitze des Hügels mehrere Baumstämme in Be wegung kamen und abwärts rollten. Kleemann verlor das Gleichgewicht, da auch der Baumstamm, auf welchem er swnd, sich bewegte und siel auswärts, so daß mehrere der Baumstamme auf ihn .sielen nd seinen Oberkörper sörmlich zerdrück' ten, wodurch sein Tod fast augenblicklich herbeigeführt wurde. Der Verunglückte war 60 Jahre alt und hinterläßt nebst sei ner Gattin mehrere erwachsene ffinder. Der beste Freund. Bist du im Stande, dich selber zu seh'n, ' Wollen und Nonnen an dir zu verstch'n, Macht dich nicht trunken deS Glücke Kuß. Fügst du dich schweigend dem bösen Muß, Halst du in Allem stets maßvoll ein. Wirst -du gar wohl berathen sein. , ' Ha'1 du dann Freunde gewonnen, nun gut,' Freu ide, tie stärken deS Freundes Muth. Wenn sie dich aber verlassen, i nun. Wirst ohne sie auch das Rechte thun : Bist, w'e du sollst, ei, dann bist nicht allein, Wirst dir j r selber zur Seite sein ! Die Armuth. Die Armuth klopft mit leisem Finger au dein Haui. O weiche ihr nicht scheu und voll Entsetzen auö ! Und bietet sie sich endlich gar bei dir zu Gast, So nimm in Sanstmutb sie nur auf.un) still ge faßt; . . ' Sie wird dich manches lehren, was du nicht gewußt, Sie wird dir zeigen, wo deö Lebenö Wurzel fußt. Du wirst die Dinge sehen erst im rechten Licht. Goldrörner.

Sorge für dein Geschäft, und dein Ge schäst wird für dich sorgen. -Man darf sich nie schämen, nach dem zu fragen, was man nicht weiß. Bewahre sorgfältig deine Groschen; die Goldstücke bewahren sich selbst. 'Selbst Kleinigkeiten thu' immer so gut alS möglich. Es kommt theurer ein Laster zu besriedigen, als zwei Kinder zu ernähren. Ein Narr, wer in bösen Tagen verzwei selt; die guten können ihm ja dann nicht mehr helfen. humoristisches. t In Paöcagonia, Mlg., haben die Damen eineAntiKüb.Gesellschaft- ot ganisirt, aber in die Nebengesebe'.einen Paragraphen gefügt, daß die Statuten auf Geistliche und Kirchenälteste keine AnWendung finden sollen. Ein Komma an falscher Stelle. In einer Fremdenliste befand sich folgende Eintragung: (L v. K, Hauptmann, in Ruhestand mit seiner Gemahlin Der Herr Hauptmann ahnte wohl nicht, als er das Komma hinter Hauptm'ann" anstatt hinter Ruhestand" setzte, wie sehr er dadurch die Friedfertigkeit seiner Gemahlin verdächtigte. Müller: Wat is denn eejentlich Strohbürgschast?Schulze: Dat is sehr bald erklärt: Bositus, ick setze denFall, Du taugst nichts und hast jestohlen, un ick bin nichts werth. dann jehe ick vor Dir Bürje." Beim Lebens versichern n es a gen ten. Agent (den Fragebogen ausfüllend): Treiben Sie eine mit Lebensgefahrverbundene Beschästigung ?. Assekurand: Ja!" Agent (verwundert): Wie, . Sie sind doch" - ' ; . " Assekurand : Tbeaterrecensent." ' ' - Unbegreiflich. - .Jetzt hab' ich mein ganzes Leben lang nur Bier trunken und krieg' doch die Wassersucht ! Was sagst, wie nobel der Schauspie ler Roller jetzt dahergeht. - .Na, der kann's leicht thun. Er splelt ja immer die Bedientenrollen, bei denen's

hohe Trinkgelder gibt.

D ur ch dieB lume. Ein Musi. ker, durch das permanente Klavier-Geklim per einer Dame über seiner Wohnung zur Verzweiflung gebracht, wendet sich eines Tages mit den freundlichen Worten an dieselbe : Aber Ihre Kleine da spielt sür ihr'Alter schon recht nett ich höre sie

täglich üben." ' Der . letzte Wunsch. Geist licher zum Verbrecher: Ich komme noch einmal, es ist meine Pflicht, Sie vor Ihrem Letzten zu fragen : Haben Sie auf dieser Welt noch eine Bitte, einen Wunsch, er soll Ihnen ersiillt werden ! Verbrecher: Ja, Herr Pastor, lasten Sie sich sür mich köpfen. . j , ' Präsident: Da Ihr des Ver. gehens überwiesen seid, so habe ich Euch das Urtheil zu eröffnen : Ein JahrZucht Haus oder sechs Jahre Arbeitshaus Ihr könnt wählen!" Angeklagter: Das überlasse ich ganz der Weisheit eines hohen Gerichtes. Machen Sie es meinetwegen ganz so, als wenn es sür Sie wäre " PräziseAntwort. Ein ele ganter Habenichts wird gefragt : Wie viel kostet Ihnen Ihr. neuer Anzug V Er antwortet: Dreibig Thaler ohne die zukünftigen Gerichtskostcn." Der Held von Troja. Lehrer : Also, Kinder merkt es Euch, Hectot" hat er geheißen." Karl (leise zu einem Mitschüler): ..Das kann ich' gut behalten einer von unsern zwei Hunden heißt ja so!---.Nach einigen Wochen.) Lehrer : So, Ihr Buben, jetzt repetiren wir wieder den trojanischen Krieg. Wer weiß noch, wie der Führer der Trojaner hieb?" Allgemeines Schweigen; Karl streckt endlich die Finger in die Höhe.) Lehrer : Run, wie hieß ihr Ansührer V Karl : Schnauze!!" i UeberflüssigeLehre. Vater: Wart', Junge, ich will Dich lehren, die Hosen zerreißen!" Knabe: Ach, Vater, schlag' mich nicht, ich kann's schon!" Vom Büchcrleihen. Das ist der alte Bettelfluch, Das Elend unserer Büchermesien : EinDutzend Deutsche liest ausEinem Buch, Wie Bauern aus Einer Schüsiel esien ! Die Bffizm dkr - Iudiana vs ii NIMM em?sieylt sich zur ,' , : ' i . : i - Anfertigung von Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, Quittungen, Eintrittskarten. Mitglicderkartcn, : : ' ) - Broschüren, V, . . Constitutionen, Adreßkarten, ... - - f . '. . 1 1 i und allen einschläglichen Ar- ' tikeln unter Zustcherung ele ganter AüSfübrttng bei billi4 . i t .. ! . ..- .?.;-, i

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