Indiana Tribüne, Volume 2, Number 31, Indianapolis, Marion County, 13 March 1880 — Page 4
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I n d i a n a T r i b ü n c."
Mana Hriöüne.
(Wochenblatt.) Office: Ecke (Surfe u. Meridianstr. fJm dritten Ctock ) Entered as second-class matter ad the rostQffice at Indianapolis, lnaiana.j Abonnements-Preise. Ja der Stadt durch die Post inZ Hauö geliefert Per Jahr im Voraus 12.00 Per Nummer 5 Kestö. Ctto Schüssel, Herausgeber. P. D. B. 295. Indianapolis, Ind., den 13. März 1880. Die Zustände in Californien sind dazu angethan großes Interesse zu erregen und wir sind begierig, wie sich die . Dinge dort entwickeln werden. DieEreig nisse in Kalifornien sind Meß die Vorläufer ähnlicher Ereignisse in der übrigen Welt. Wir sind allenthalben in einer sozialen Gährung begriffen. Die arbei tenden Klassen sind allenthalben auss Aeuberste bedrückt und verlangen überall eine Aenderung der Zustände, welche ihnen kein menschenwürdiges Dasein gestatten. In Kalifornien ist in Folge eigenthümlicher Umstände die Entwicklung gegen andere Staaten ein Bischen vorausgeeilt. Im Wesen unterscheiden sich die dortigen Zustände gar nicht von den anderwärts herrschenden Zuständen. Aus allen Thei len des Landes zogen die Abenteurer nach Ealifornien um Gold zu suchen, an In öustrle und Lanowlrto man daane man nicht. Einzelne fanden Gold, Viele fan den keines. Die Ergiebigkeit der Geld quellen hat nachgelassen, aber die Reich thümer haben sich schneller als anderswo in den Handen Weniger konzentrirt und das Proletariat ist schneller angewachsen. als sonstwo. Dazu kam nun noch die Jmportation chinesischer Kulis, welche dem Arbeiter eine Concurrenz machen, welche er durchaus nicht bestehen kann. So wurde die überall existirende Arbeiterfrage dort schnell in den Bordergrund gedrängt. Die Folge dieses akuten Entwicklungs gangeS ist, daß es den Arbeitern an ge bildeten, einsichtsvollen Führern fehlt, daß sie sich in ihren Maßnahmen leicht überstürzen und oft zum Falschen greifen. DaS ist Allerdings zu bedauern, kann aber bei dem Einsichtsvollen die Sache der Arbeiter nicht in Mißkredit bringen. Man glaube ja nicht, daß in Califor nien Ausnahmezustände herrschen, es wird überall so kommen. Die soziale Bewegung läßt sich nicht einhalten. Sie mag hier und dort in ihrem Fortgang verschie dene Erscheinungen zeigen, im Wesen ist sie dieselbe. Die Zeiten sind vorüber, in denen man Armuth und Elend geduldig als göttliche Schickung ertrug. Man U greift, daß sie die Folgen menschlicher Einrichtungen sind, und daßMenschenhand und Menschengeist menschliche Fehler ver bessern können. Wir sind mitten in einer sozialen Umwälzung begriffen. ES geht ein materieller Zug durch die ganze Menschheit, ein Streben nach materiellem Wohlbefinden, da3 früher oder später zum Ziele führen muß. Der Darien-Kanal und die Ver. Staaten. Allen Anzeichen nach steht die Herstel lung eines Kanals über die Landenge von Darien. welche Nordamerika mit Südamerika verbindet, von Seiten einer fran zösischen Compagnie in naher Aussicht. Es sägt dem amerikanischen Stolze natürlich wenig zu, daß ein derartiges Unternehmen von europäischenKapitalisten auö geführt, und nachher, wie sich das fast von selbst verstehen würde von einer europäischen Macht controllirt werden soll. Die Sache war in Folge dessen auch schon mehr Gegenstand der Congreßverhand lungen und diplomatischer Correspon denzen. Am Dienstag sandte der Präsident dem Senat alle darauf bezüglichen Correspondenzen zwischen unserer und auswärtigen Regierungen ein und schrieb dazu ein: Botschaft, in welcher er andeutete, daß die Ver. Staaten nicht die Errichtung eines Schiffskanals über den Isthmus von Darien mit europäischem Kapital und auch nicht die Controllirung eine solchen durch eine europäische Macht dulden solle. Die Pslitik unseres Landes verlange die Herstellung des Kanals mit amerikanischem Gelde unter amerikanischerCsntrolle.
Wir fürchten, daß unsere Regierung in
dieser Angelegenheit sich lächerlich machen wird. Alle diplömatischenEorrespondenzen und alle Präsidentschastlichen Botschaften werden es nicht verhindern, daß der Kanal mit fremdem Gelde gebaut werden und unter der Controlle einer europäischen Regierung stehen wird, wenn es demLande, durch besten Gebiet der Kanal sühren wird, gefallen sollte, dies zu gestatten. Aus der Landenge von Panama haben die Ver. Staaten kein Bischen mehr Recht, als irgend eine europäische Regierung, und man wird uns in oicicr vingeiegenyeii ... . e iw f 'i wahrscheinlich gar nicht erst fragen. Es gäüe sür uns in der Sache bloß ein einziges überzeugendes Argument und das sind Kanonen. ES wird aber wohl kein Mensch daran glauben, daß wir Willens sind, uns der Herstellung des Kanals durch Europäer mit Gewalt zu widersetzen, daß wir uns vieles anais naiocr in einen . a v - Mi tf . Krieg verwickeln werden. Wir werden dies um so weniger thun, als wir, im sttntnh nnrmmn finr k,in Neckt hrmi .MiVfc M lf - j fcnW. mr ?nn,n hnm KtnndNnn't, des Rechtes aus einer südamerikanischen Republik ebenso wenig Vorschriften über rta mAit . ni.k ihr,m v w w urnkii 1 1 v mm tv. ,i.sss.n w!N s wir 1.N in hi-frr Rfii. 0M M I I V IV M M V w m -w 1 1 " f,,,Mrt mnrfriffn hrtnitirsrihnmrtfnniutij -v v tf v wi v v hvmhiimiii w.whT: rn. Unter solchen Umständen sollten wir' den i Mund nicht zu voll nehmen, sonst werden ' r ..u.:.. mi
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cr IJulCu. Wir haben dem .Ze-egraph" schon früher einmal gerathen, Nichts über die j V U 4j Vf Arbeiterfrage zu schreiben, weil er Nichts . . . hrthnn tirftft rWts tu r mfoUvi h frn VMWt. VV..Vt, V IVI. IMVUflVil VIVII Rath in der allerfreundlichsten Weise wiederholen, damit er sich nicht ferner durch ' M.t -L.t u : iVill1 ftVifc VVi WVlU .WUUUUyV spZn.r TOnrnrn-r tanrn lekn Mttnt MA. IU " T TOI TT1 T W 1 V V M I V 'II T II f I 1 VT I T II II P I I ,.,,, 4 w. .y... v.v i m ra.j 1UUC. JlUAf (.liliyt.ll WUUIUUIUUI -wmerkungen über sozialdemokratische Ideen, k .Z. m.;,,, 441 1 V VV V V vt Q v w 4f WMgM nrniirtAnf; in if8 rfff ffS 9inn ,, ! o 1 1 " a.rfPn h,,n dn ifir.rWit. tivivii v v vr v v tj wvv menschen am Herzen liegt, besonders wenn dieselben darauf angewiesen sind, vielleicht t to!sf A&t t i er, tziiQi VUUltUI iuii. iiuiv ,f u Mvjtuviiv4t ihre besten Kräfte zum Nutzen Anderer dahinzuopsern. Wie menschenfreundlich! Nun sührt der Telegraph" die Antwort eines Herrn E. Sharpe an, welche vw. viiivw -yv.. 1 derselbe in der N. B- Sun" aus eine An. frage in Bezug auf die Zweckmäßigkeit von Consumvereinen ertheilt, nennt die Ansichten des Herrn Sharpe trefflich, giebt zum Schlüsse den Sozialdemokraten einen Hieb, indem er intimirt, daß sie Phrasen Helden seien, und merkt gar Nichts davon, daß die Ansichten des Herrn Sharpe, die er rJfsiiJF f5Tt rtrttii itnh nnr TniinT l Vn yuitf tj9 m m r n g . . I demokratischer Tendenz sind. Die Unzweckmäßigkeit der Consumvereine ist von den Sozial'Demokraten.ja längst nachgewiesen. Daß die Ansicht deö Herrn Sharpe in Bezug auf die Lohnver hältniffe nichts Weiteres sind, als eine Auseinandersetzung des von Lasalle sögenannten ehernen Lohngesetzes, daS in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung auch von dem Arbeitgeber nicht geändert werden kann, und in Folge dessen auch die Wohlthat von Consumvereinen illusorisch werden muß, davon hat natürlich der Telegraph" nicht die blaffe Ahnung. Erst recht naiv wird aber derTelegraph" wenn er den Rath, den Herr Sharpe den Arbeitern giebt, gemeinsame AckerbauColonien zu gründen, als einen guten bezeichnet, denn sagt er, in solchen Colonien herrsche nicht das internationale Gesetz des Angebots und der Nachfrage nach Arbeit, sondern das lokale Jntereffe und das lokale Bedürfniß; und in seiner eingebildeten Weisheit fügt er hinzu: , nt i r " V .v I ;rcntcD aeooren zur 'ausiuamna oerartiger Pläne Männer, welche etwas mehr verstehen, als in unverdauten, oder falsch verstandenen Phrasen über Menschenbe glückung zu predigen." Und der weise Telegraph" glaubt, daß eine AckerbauColonie sich gleichsam durch eine chinesische Mauer von der übrigen Welt abschließen kann, und steht nicht, db dieser Sharpe eine sozialistische Tendenz verfolgt, und daß er unter gemeinsamen AckerbauColo nien, Colonien auf communistischerGrundläge versteht. Wenn der Telegraph" mit der sozialistischen Bewegung bekannt wäre, dann wäre ihm der Name F. Sharpe vielleicht nicht fremd, und er würde seine Ansichten nicht tresflich finden. Wie sagt doch gleich der Bürgermeister vonSardam? O, ich bin klug und veise Und mich betrugt man nicht.
Ein Erfolg war die Versammlung
für geistiges Turnen, welche am Sonntag abgehalten wurde, zu nennen. DieAnme senden schienen die kleine Rüge die ihnen früher einmal ertheilt wurde weil sie sich zu schweigsam verhielten wohl zu Herzen ge nommen zu haben, denn ln der letzten Ver sammlung waren alle Zungen gelöst und die Debatten wurden in äußerst lebhafter und begeisterter Weise geführt. Der rnustkallsche und die deklamatonschenVortrage gewahrten den Hörern ebenfalls angeneh me Unterhaltung. . Das aufgestellte Pro - ' a f! i 1 -1 . w 1 gramm ciroiw na) jrooq ivieoer einmal als zu reichhaltig und so mußten mehrere Nummern für das nächste Mal zurückge stellt werden ; denn wenn auch der Geist in jener Versammlung vollständig befriedigt wurde, so wolltsich doch der Magen damit nicht einverstanden erklären und verlangte daher, daß die Versammlung um 12 Uhr I ftAlA. . V . ocnagi rouroc. SF Am Montag wurde Fritz Rapp, der eine Wirthschaft an Madison Avenue bält lim $31 und mthrtrtn förkmuef ntaen I " w-.. vxfHinMptniiiitanden bestoklen. 68 ft slninnpfimeti dnfe i . . drei Burschen Namens McElure, Jacobs und Williams den Diebstabl verübten, TiitMfefn wurdkn nmlick p ,kr i -"i"'" "7 d " " als verdöcktiae GMralttrt ütrhaUti aUr I - u " - m w I slin Wnntslsl mit hff siiftsl titsnffn - - - " u " w w w " l " " ö , Ns,r 6?tdt snknrt PN V,;N Diesem Wunsche tarn 1ms faubereffleeblati auch nach besuchte aber vorher noch einmal I x? mir4fc(rtff wk's f..k.:l: : I X..MK,,4 s,, tk,:.. M.! I uuivtuji iuy uuu um um tiuiiytti ii segeld zu versehen. Aus der Wohnung von Charles Haynes wurden Montag Abend Werthge I Qs mm w r w w m q -vw 'WVWVQV genstände im Betrage von $50 gestohlen. I . . . . ' & TftrtstffpT Innren rtii hnfiM hff!ti WHVllltlVVtl VV.Vt HHMf VMV, W.V V4VII aber der Dieb in seiner Ängst verloren zu haben denn man fand dieselben am andern o- . y ..r. ra.ntf I -MJJV VVM yMMV VV-rf W4VVI1VII U T?nih 9lTnfinrnslffrslfe. ÜM-n t9 llll lllir I ) K III jl 1 II II I F IIFU 'ABII II II I I I I II ,.,..,z, ...q... v x m.v..x..:. W O w uv.vjjm 44 WUI Leichenbestatter Rüssel, der beschuldigt ist hi W.nrSfini h,r 9Trrnrn iAthrn sTon. I v w V hrnr. Aim Mnmt n. ftnfn sn.n 1 D u 1 - . v . Wf.rinni.fisl ffir mffir.rf tolihin nur ij t" 'rj w Vj t Grab und einen Sarg benützt zu haben, ist man noch nicht weiter gekommen. Rüssel ..k.. n. staix ,.f r.;. rw.. vi4uuyt givui uuw uuiv uu itivti vv schaftsführer Bennett zu laden aber dieser wälzt die Beschuldigungen wieder auf Rüssel zurück. Ruffel erklärte auch, daß die anderen Leichenbestatter und Haupt v. iMiiiviiiitt mw q-Y - Kregelo ihn als Concurrenten Haffen und wohl deshalb alles Mögliche versuchen um ihn (Ruffel) in ein schlechtes Licht zu gel len. DaS mag wohl wahr sein aber die Thatsache, daß man diese traurigen Ent hüllungen worauf dieAnklage gegenRuffel beruht, machte, läßt sich ja nicht wegleug nen und eine eingehende Untersuchung rr.rtr rtfiftnTfi nrn snb. 3r sTnnrnft wu mm -.m. VVV....M.. den die County . Commiffäre mit Ruffel hatten wurde inzwischen annulirt und vor läufig wurde Leichenbestatter Kregelo be auftragt für die Armenbegrübniffe zu sor gen. cs- Die demokratische Township Convention fand am Samstag Abend in der Mozart Halle statt wobei folgende Can didaten nominirt wurden: Für Township Trust : Peter Spitzfaden. Für Townspip - Affeffor : Jakob P. Dunn. Für Friedensrichter : Luke Walpole. Für Constabler : Ebenezer W. Wales. William Burnö. JsumHughes. Edward DaviS. John Bo yle. es Die Strasaesanaenen der vn nun an unter Aussicht des Straßencommiffärs Fulmer die Straßen , . w t r-w . I unsrer toiaDi u rciniacn aaocn. ituirncr beabsichtigt nämlich mit unßeren Straßen ii.Mmm-9k.,MsWA Li.MAM xavul "lZiu L BE. .ISSS ? rÄ" der wird vielleicht durch dm vortresflichen Dienst, den die Gesangeien damit den hiesigenBewohner erweism werden,anderer Anffckt werden. Eine Schande bleibt eS aber immerhin, daß man ie Gefangenen aus diese Weise an den Prenger stellt. LS" Der alte Mann Namens Clarke, der neulich verurtbeilt wurde, weil er sich gegen daS PensionSgesetz vergangen hatte, hat dem Gericht ein Schnippchen geschlagen. Er bat damals iehentlich, daß feine Strafe in eine Geldstrafe umgewanv v m ! i . m ff. v?oeil weroe uno lcyier ?iyam kam vieser Bitte nach und verurteilte den Alten . . w m A m mm m I zu einer Geldbube von nedst Prozetz' kosten. Clrke ging mit dem Versprechen die Strafe sogleich zu entrichten, aber . er kam mcht wieder. Unterdessen hat Richter Gre am emen Veryansve eyt gegen den alten Schwindler erlaffen aber dieser wird! M? . m . jm M . ? . , woyi das elfte wevoi mqr uverlreren.
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tmtui ? tT Unser Wunsch, daß die republika nische Convention einen Deutschen für das SheriffsAmt nominire, ging nicht in Erfüllung. Man hat uns mit dem Recor ders-Amte abgespeist. Das ist nun vor lausig nicht zu ändern, und sollte Nieman den veranlassen, Herrn Vieler seineStimme zu entziehen. Wir sollten, um den Ein fluß der Deutschen zu heben, jetzt vielmehr darauf sehen, daß Herr Vieler eine größere Stimmenzahl erhält, als irgend ein an ' derer Kandidat. tF In einem berüchtigten Hause, daS von der Negerin Madison an Ost Washingtonstraße gehalten wird stritten sich am Dienstag Abend zwei farbige Jünglinge um eine Schöne. Die liebeglühenden Ritter, von welchen der einePreston DaviS und der andere Alexander DaviS heißt, geriethen dabei so inAusregung, daßDaviS in der Hitze des Gefechtes sein Rasirmeffer zog und damit seinem Nebenbubler verschiedene Wunden beibrachte. Der vermundete Campell hatte daraushin nichts Eiligeres zu thun als nach dem Stations haus zu rennen, damit man seinen Angreiser sofort verhafte. Jetzt brummt Campell und Davis pflegt seine Wunden. Das sind die Freuden und Leiden der Liebe. T Frau Alica Pugh will die Ehefesseln. die sie an Samuel P. Pugh binden, abgenommen haben. Sie klagte auf Scheidung weil die Ehe mit ihrem Gatten niemals eine glückliche gewesen und weil dieser sie schließlich im Stiche ließ. ZS- Ein deö Mordes angeklagter Gefangene entfloh aus dem Gefängniß von CaßCounty und der hiesigenPolizeimannschaft wurde deßhalb mitgetheilt, daß derjenige, der den Wütherich erwischt eine Belohnung von $500 erhält. Bsg Ein alter Mann Namens JameS Dlron wurde Montag Nacht an Henrvstr. j von drei Männern überfallen und um $9 beraubt Der farbige BarbierReuben Tone, der in seiner übergroßenZärtlichkeit seinem Weibchen mit einem Scheit Holz mehrere Hiebe auf den Kopf versetzte, kam mit einer gelinden Strafe davon. Er mußte nur 55 bezahlen, wobei die geschlagene Frau jedenfalls die Hälfte zu entrichten hat. Frau Tone hat also ihre Prügel nicht einmal unentgeltlich erhalten. Das des Kleindiebstahls angeklagte Kleeblatt,George Kluckner,Theodore und Lawrence Keese ließ der Richter lausen, nachdem olle drei versprochen hatten, ein befferes Leben zu-beginnen. tST Folgende Paare beabsichtigen in den Stand der Ehe zu treten und erlangten Eheerlaubnißscheine Napoleon B.; Hardacre und Eveline Poungman ; James Roberts und Josephine Devon; John O. Cottrell und Amanda W. Miller; James Madison u. Mollie Summer ; Wm. F. Dobson und Jennie Lenour ; James Winegardner und Anna Fredricks ; John Wesley Smock und Mary I. Carter; HiramB. Brubaker und Mattie A. Taggart; Frank Fox und Elisabeth A. Trester; Matthias Schloffer und Sarah Bails; Aaron H. Bowmann und Pharaba E. Munden ; George W. Stout und Lilly M. Lewis ; Edwin L. Wilson und Julietta White ; Samuel T. Johnson und Kate Starr. Die Ehescheidungsklage der Frau Mary Hutchinson gegen George Hutchinson ist entschieden iftd ' das Eigenthum, um welches es vorzüglich handelte, wurde der Frau zugesprochen. tT Der Gouverneur begnadigte John S. Allen, der im März 1877 einen mörderischen Angriff aus seine Mutter machte und deshalb zu fünfjähriger Zuchthaus strafe verurtheilt wurde.
