Indiana Tribüne, Volume 2, Number 30, Indianapolis, Marion County, 6 March 1880 — Page 5

I n d i an a Tribüne."

Lokal.

An unsere Leser. Wir ersuchen alle diejenigen unsrer ver ehrlichen Leser, welche ihre Wohnung wechseln, uns ihre neue Adresse zukommen zu lassen, damit daS Blatt zeitlich in ihre Hände gelangt. Die Redaktion. Heute ist die republikanische Coun ly'Convention. Bei derselben bewerben sich zwei Deutsche um Aemter. Herr Metzger bewirbt sich um daS Sheriffs Amt, Herr Vieler um das Amt des Recorders. Wir haben schon kürzlich dargethan, wamm wir es für wichtiger halten, daß ein Deutscher für das SheriffSAmt nominirt uird und brauchen das heute nicht zu wiederholen. Wir wollen jedoch hinzufügen, 'daß. wir es für möglich halten, dak sowohl Herr Metzger, wie Herr Vieler nominirt tftrd, wenn die Freunde der beiden Ve Verber mit dem Entschlüsse Beiden die Ro Win-ation zu sichern, in die Convention .gehen, und nicht durch Eifersucht die Nomination Beider verhindern. Ueber den SheriffS'Candidaten wird zuerstl abgestimmt. Stimmen die Freunde des Herrn Vieler gegen Herrn Metzger, von der Idee ausgehend, daß nur ein Deutscher nomi nirt werden kann, und daß, wenn , die No mmation auf Herrn Metzger fällt, Herr Vieler keine Chance bat. so ist es wohl möglich, daß die Nomination deS Herrn Metzger dadurch verhindert wird, aber eS ist dann auch zehn gegen eins zu wetten, daß die Freunde des Herrn Metzger nach her auch gegen Herrn Vieler stimmen, und daß keiner von Beiden die Nomination er hält. Stimmen dagegen die Freunde des Herrn Vieler für Herin Metzger, so werden nachher auch die Freunde des Herrn Metz ger für Herrn Vieler zu gewinnen sein, und es ist möglich, daß Beide nominirt werden. Wir geben dies besonders den deutschen Delegaten zu bedenken, und'hofsen, daß sie nicht durch unweises Handeln die Nomination eines Deutschen verhindern, sondern vielmehr Alles thun, was in ihren Kräften steht, beiden deutschen Bewerbern die Nomination zu sichern. Den deutschen Delegaten in der heutigen Convention empfehlen wir Herrn Hiram A. Haverstick von Washington Township als Candidat für daS Amt eines County'CommiffärS. Herr Haverstick ist ein Mann von zuverlässigem ehrenhaftem Charakter und liberalen Ansichten und würde, wenn gewählt, einen vortrefflichen Beamten machen. LS- Der hiesige .Sentinel" veröffent lichte Anfangs dieser Woche eine grobe Sensationsgeschichte über den ermordeten Brown und Consorten. Ein Reporter vom Sentinel" will entdeckt haben, daß Brown's Wohnung schon lange ein Auf enthalt für Diebe und Mörder gewesen, und daß Brown selbst als Hauptmann die ser Räuberbande fungirte. Der Sen tinel nannte auch in seinem gruselich schauerlichen Bericht verschiedene Farmer, denen in der Brown'schen Wohnung das Lebenslicht ausgeblasen wurde. Uns klingt die ganze Geschichte etwas unglaub lich, denn wenn wir auch wissen, daß die Polizei sehr häusig da weg bleibt, wo sie die Nase hinein stecken sollte, so können wir doch kaum glauben, daß man erst einen Reporter vom .Sentinel" dazu brauchte, um all diese grauenhaften Verbrechen zu entdecken.. Der Sentinel" hat wahr scheinlich die Jndianapoliser ein wenig in Aufregung versetzen wollen, denn die eng lischen Zeitungen lieben es ja bekanntlich viel Lärm um Nichts" zu machen. Frei lich werden sie dabei auch von einem Theil der deutschen Presse wacker unterstützt. In der letzten Stadtrathssitzung unterbreitete derStadtschatzmeister folgen den Finanzbericht für den vergangenen Monat: Ueberschuß am 31. Januar. $113,365.69 Einnahmen seitdem 24,896.27 Zusammen 5138,264.96 Gesammtauögaben 19,657,42 Ueberschuß am 1. März Z113.607.S4 Der des Diebstahls angeklagte JameS Thomas verzichtete auf ein Vorverhör im Polizeigericht und wurde am Montag den Großgeschworenen überwie sen. George W. Underwood wurde für irrsinnig befunden und wird im Jrrenasyl Unterkunst finden. Sein Zustand soll sei ner unbändigen Eisersucht aus seine Frau entspringen. rr Sadie V. W. Jreland hat eine Scheidungsklage gegenSamuel J.Jreland

rngerelcht.

Eine Skandalgeschichte.

Den Dr. T. S. Murdock treffen schwere Beschuldigungen bezüglich der Frau Mary Brinkmann, die er in Behandlung hatte, und die am Dienstag starb. Es ist erwiekn, oqb vie rau an ven folgen einer Portion gestorben ist und der besagte arzi i,i angenagt, eme oiqt an oer rau korgenommen zu haben. Der oroner rmr l . . I irninaro wurde Donnerstag mit der Obduction der Leiche der Frau Brinkmann moourcy ovlge eyaupiung oe gründet wlrd. Mit dem Zeugenverhör begann der Coroner am Donnerstag Nach, Mittag und Dr. Murdock der zuerst ver. nommen wurde tbeüte mit. dak mau Bttnkmann bereits am 4. Februar zu ihm ' ' w - gekommen sei und über eine Erkaltung ge klagt habe. Er gab ihr damals einRezept. Murdock leugnet nicht, daß erFrau Brmk. mann auch später behandelte, aber er will von einer Abortion, die er an der Frau vorgenommen haben soll, rnchtS wissen, Bel seinem letzten Besuch den er der Frau maajic, qaiie er aucy eine uoniuuaiion Mlt Dr. WandS. Die Schwester und der Schwager der eruorvenen, rau und Herr vadley, sag. ten aus, daß Frau Brinkmann ihnen ver- . . m I traute, dab sie mit der Absicht umgehe, eineAlortion an sich vornehmen zu lassen und flt sich damit an Dr. Murdock wenden wolle.! Beide stellten der Frau die Gefahr uns oas unrecht ver k?acye vor aber sie .. l rr im v . ? , I viieo vaoei r. Murooa zu comuinrin, oa ne zeyorr yave, vag er grauen m lyrer " I mm m -i I Lage leisen könne. Der Gatte der Ver. Uorvenen, Herr Henry Brlnrmann, oer an Delawzre Straße wohnt, wurde eben falls vernommen und er sagte, daß seine Frau, ilS sie krank wurde, nach Dr. Mur dock vttlanqte. Als er fragte warum er mcht emen näherwohnenden Arzt holen 9 ' , 0. m rw soue, z'lgtt ne lvm eine Masche Medizin, die ihr Murdock bereits gegeben hatte, Die Urterredung. die seine Frau an jenem Abend mit Murdock hatte, konnte er nicht hören, ; da Beide ganz leise zusammen ge,proqen. Aucy Vr. ands wurde vernommen und er erklärte, daß Murdock ihm gejagt! habe. oa& eine Abortton an ver Frau rorgenommen worden sei. Die Anzeiqenioraqen oaiur, oas oierau aucy . jr . t . r. ... . . t v . r v rv I daS Scharlachsieber gehabt habe. LS7 Herr Mothershead ist ein Candidat für das SchabmeistersAmt. . Die Repub likaner können sich gar keinen besierenVer treter für dieses Amt wünschen, denn Herr Mothttshead ist ein sehr achtbarer Bürger unserer Stadt und wird sicher einen ge wiNeniasten Beamten abaeben. Die Deutschen dürsten eS auch ganz besonderes berücksichtigen, daß Herr Mothershead der deutschen Sprache vollkommen mächtig ist. Wenn dich Zahnweh plagt, so nimm ein Stückchen Butter und lege es auf die Zunge und eö wird alsbald vergehen daS Stückchen Butter nämlich. Au! Herr L. S. AyerS hat eine Reise nachdem Osten angetreten, um die neue sten Sachen für die bevorstehende Früh' jahrssaison einzukaufen. Die Damenwelt wird also demnächst das Neueste in dem Geschälte von L. S. Avres & Co. finden. ' Ein allgemein geachteter deutscher Bürger. Herr Henry Schaub. starb am Mittwoch in unserer Stadt. Der trauern den Familie unser innigstes Beileid. rr Im vergangenen Monat holte der gesürchtete Sensenmann 13lPersonen aus unserer Stadt. Louise Ströbel wurde am Montag im Waisengericht als Vormünder! über Charles Lessmann ernannt. Sie stellte tOsV Wiirnfifislft. """" i-Vrri i t v es Am Montag ließ sich der Cltlzenö Bau.Leih- und Sparverein von Rushville im Staatösekretanat incorponren. t Der hiesige Advokatenverein wird demnächst sür $2,000 neue Bücher für seine Bibliothek anschaffen. tW Unter der Anklage in Martmsville in einem Hause einen Einbruch und Dieb stahl verübt zu haben, wurdeGeo. Cox am Dienstag hier verhastet. tS- Dle Stadt wurde zur Abwechsel ung wieder einmal auf Z16,000Schadenersah verklagt. Die Klägerin ist Frau Mary M. Springer, die vor Kurzem an der West Michigan Straße so unglücklich aus ihrem ... rr v'.t n . vc , , VUggy im, vag ne oaoei Zerlegungen er? hielt von denen sie wohl niemals geheilt werden wird. Ob der schlechte Weg an diesem Unfall Schuld trägt muß erst be wiesen werden. ifr ,soigenoe Mriiz erlangten am Dienstag Lizensen : Georg Svrandel. Joseph Schuster. I. H. Rodewald, Timori . r - ui!.i ttrx . n.ii. rr fc. IQP vonian, olliieo AZaconener, onrao Wolff, Frank GiSler,JamesCurtiS, Fried - rich Pflüger, Christian Häberle.

Die Schaltjahr-Feier,

welcke am Sonntaa Abend von den Turn swestern veranstaltet wurde, war in der uai zukerst elunaett. Die Mitglieder toflm banalen Turnverein, sowie die des Freidenkervereins haben der freundlichen inladuna der Turnsckwestern ftolae ae listet und sich recht zahlreich zu dem Feste cingejunoen n,mum(tr ?urnbnlle batte ein 0'"'1"1' prachtvolles NeNaewand an. denn mit znzen und Gewinden war dieselbe in gunerst ae ckmackvoller We e aeziert. Schon um 8 Uhr war der Raum sosehr gefüllt, dak eS dem EmpfangScomite, das selbstverständlich auSDamen bestand, keine nrnn ?mih fnnu n, d;, fl VVVf I VMf die sich noch später einfanden, Plätze auf zutreiben. u 9 Uhr wurde den Gästen einsehr femeS Suvver vorgesetzt und die Anwesen den lieben sich dasselbe auch recht gut schmecken. Während der Mahlzeit wurde dem Turnverein eine recht angenehme Ueberrafchung zu Theil, denn FrauSchul meier überreichte demselben im Namen der S-urnsckmrn n,kracktvallel1kr. Eine f.0r sinnreicbe Ansvracke. die Frau w Schulmeier dabei hielt, wurde sehr bei fania aufgenommen. Sie betonte Haupt sächlich, daß dieser Zeitmesier den Turnern stets die Stunde angeben, solle, wenn eö .jt um Sandeln sei. denn ein BiSchen u foät er ein wenig zu früh hat schon Manches verschuldet daS nie wieder corri irW Mi Der Svrecker deS BereinS. Serr Ser mann Lieber dankte im Namen des Turn Vereins mit einigen paffenden Worten für daS prachtvolle Geschenk. Nachdem die heitere Gesellschaft die Kochkunst der Turnschwestern in hohem Maaße, gewürdigt hatte, spielte die Musik um Tanze auf und Jung und Alt fröhnte ' diesem Vergnügen. Da die Damen an diesem Abend einmal das Regiment in Händen hatten, so wählten sie, sich selbst verständlich auch ibre Tänzer und manch Schöne nahm die Gelegenheit wahr, um n& an denen u rächen, von denen sie Diel icht bei einer früheren Gelegenheit aus Versehen übersehen wurde. Dgg . weibliche Geschlecht machte eben ' dei dieser Gelegenheit .von allen Rechten Gebrauch, die das Schaltjahr ihm ein räumt. Die Damen führten lhre Herren zum Supper, sie forderten' das starke Ge schlecht zum Tanze auf und stellten sich so gar beim Traktiren recht geschickt. An der allgemeinenHeiterkeit, die in der Turn halle herrschte, konnte man sehen, dak sich die Männerwelt ob der geschmälertenRechte nicht grämte, ja dab diese angenehme vwecy,eiung zeoen mnzemen ergogle Am kommenden Freitag wird der Männerchor seinen zweiten Maskenscherz in diesem Jahre veranstalten. Diese Un terhaltung findet wieder in der gemüth lichen Männerchorhalle statt und die Mit. glieder des Vereins sreuen sich alle schon darauf. Der Verein hat auch für diese Gelegenheit umfassende Vorbereitungen getroffen und wie wir hören, werden sich auch recht viele Mitglieder am Masken scherze betheiligen. Wir hoffen dab die Männerchorhalle am Freitag Abend recht gut besucht sein wird, denn dadurch wird daS Vergnügen nur erhöht. . j- Der Bericht des städtischenSpitals für den Monat Februar den der Superin tendent Herr Wishard in der letztenStadt rathssitzung unterbreitet ist, wie folgt : Pattenten im Spital am Beginn bei Monats 41 Patientkn aufgenommen während des Ms atS 36 Patienten entlasten während deS Monats...... ....27 Patienten gestorben während deSMonatS.......'.'.. 4 Patienten jetzt im Spital....... 49 Ausgaben der Anstalt ?303 61 Auch vom Superintendenten des städti schen Dispensariums wurde demStadtrath ein Bericht unterbreitet, der über die Thä tigkeit der Angestellten in dieser Anstalt währenddes Monats Februar Ausschluß ertheilt. Demnach wurden Patienten behandelt ".. 312 Krankenbesuche gemacht.... ............ .271 Rezepte angefertigt.. ........... .745 Dle Auslagen des JnstltutS benesen sich auf Z167.10. tT Am Montag Abend' veranstaltete der Liederkranz ein Maölenkränzchen, daö sehr gut besucht war und an welchem sich I nips? 5sl?L?n fcfc?T?rt tTt ffräu Mortland. die neulich gegen die Stadt auf Schadenersatz klagte und den Prozeß ,m Supenorgericht verlor, er nieit vom tzsuvenorncyter vowe emen neuen Vrozek bewilliat. tST Tomd Burk wurde am Mittwoch hinter Schloß und Riegel gebracht. Er ist angeklagt am Dienstag Abend einenMann I m mn . . t.... ncamens Mcmry.an oer Pennyivania ' straße übersallen und um 510 leichter ge macht zu haben.

Der Lyra Carneval. Der Tribut, den die Lyra dem Prinz Carneval darbrachte, steht wohl an Grob artigkeit unübertrefflich da. Der Verein hat die Erwartungen der Anwisenden noch beiWeitem übertroffen, denn trotzdem man sich von dem Maskenball der Lyra sehr viel versprochen hatte, waren doch die Lei stungen noch bedeutend großartiger, als man zu hoffen wagte. Man kann hier mit vollem Rechte sagen, daß es sich die Lyra Geld und Mühe kosten ließ um einen großartigen Carneval zu veranstalten. Das Parktheater war prachtvoll decorirt und schon daS ersteBild, daS den Zuschau ern vorgeführt wurde, erregte allgemeine Bewunderung. ES waren daS zwei Fischer, die in ihrer geduldigen Weise ihre Beute zu erobern suchten. Der Fangeini ger prachtvollen Schildkröten und Krebse hatte sie zwar schon für ihre Mühe ent' schädigt, aber sie wurden schließlich noch von ganz außerordentlichem Glücke , be günstig!. Eine prachtvolle große Muschel erbeuteten die beiden Fischer. Dieselbe wurde mit Hülse zweier Schmiede geöffnet und ein kleiner Prinz sowie, eine allerliebste kleine Prinzessin zeigten sich als liebliche Bewohner derselben. DieseUeberraschung rief einen lauten, wohlverdienten Beifalls stürm hervor. Nachdem wurde den Zu schauern die Bierfrage, die ja während der Staatöfair zu einer Lebensfrage gemacht wurde, in sehr humoristischer Weise vorge führt und die Satyre auf die Wasier schlucke? erntete ebenfalls v'el Beifall. An schließend an feneö Bild kam eine Reihe

festlich geschmückter Wagen die den Wein, die Liebe und den Gesang repräsentirten. Diese Wagen waren wirklich prächtig aus gestattet und boten den Zuschauern einen malerischen Anblick. Nachdem die Vorführungen beendet waren, konnte die fröh liche Maskenmenge wieder allen Raum für sich beanspruchen. Und dieser Raum er wies sich gar bald als zu klein, denn nicht nur alle Nationen haben zu dem Mas kenball der Lyra ihre Vertreter geschickt. auch eine große Anzahl Charaktermasken hatte sich eingesunden, um dem bunten 3 reiben den ächten Reiz zu verleihen. So kam es, daß sich Alles vortresflch amüsirte. und daher dieLyra mitGenugthuung sagen kann, alle Anwesenden zufrieden gestellt zu haben. In finanzieller Beziehung war der Ball freilich kein Erfolg, aber eS war auch von vornherein nicht die Absicht deS Vereins bei dieser Gelegenheit Geld zu verdienen. Die Lyra wollte ihren Mit gliedern etwas ganz Außerordentliches bieten, und arrangirte deshalb Alles auf die nobelste Weise. Die Zufriedenheit der Mitglieder wird dem Verein die angenehmste Entschäd: gung sein. Trod alledem werden sowohl dieLyra als auch der Männerchor jetzt zu der Einsicht gekommen sein, daß ein Mas kenball, bei welchem Publikum und Mas ken von einander getrennt sind, dentzaupt werth einbüßt und hoffentlich werden beide Vereine zukünftig in Bezug auf das Park theater denken:, einmal und nicht wieder. Patente erla n g t. Jnunse rem Staate haben nachstehende Erfinder durch Vermittelung des Patentagenten Bradford Patente erlangt : Charles L. Campbell inTerre Haute für Trockenöfen. E. M. Chamnen in Alexandria- für Waschmaschinen. James Du Shane in South Bend für Hebel. Nelson Faught in HendricksCo. für ver befferte Wägen. Harrison Oborn in Richmond für Bet ten. James B. Smith von hier für Dusch maschinenbestandthe.il. James B. Suitt von hier für Funken fänger. Dem Stadtrath ging ein Schrei ben zu worin Herr Geo. MorriS $27.25 Entschädigung für.dieVerlebungenverlangt die er neulich dadurch erlitt, daß sein Bug gy mit einem Hacken und Leiterwagen der Feuerwehr zusammenstieß. Das Schreiben wurde dem Feuerwehrrath überwiesen. 23- Am Mittwoch ließ sich der deutsche Bau und Sparverein incorporiren. e-. Im Monat Felruar betrug der Reinertrag der ColumbuS, Chicago und Jndiana Central Eisenbahn $110,555.69. tSr Der Kutscher, der Feuerspritze No. 2, Namens John Husser, fiel am Mittwoch Nachmittag imSpritzenhauS so unglücklich. daS er ern Betn vracy. JC3 Wood Williams wurde'am Mitt woch unter der Anklage verhaftet, sich aus r r . nc r . tx v V meinem oii?auie ver,llzieoene ieioungs Ituae unrecylmabigerwelie angeeignet zu haben.

Mit den Leichen der Armen hat man

kurzen Prozeß gemacht. Die Leichenbestatter James H. Ruffel & Co. wurden Anfangs dieser Woche eineS sehr strafwürdigen Vergehens beschuldigt. S:e haben nämlich laut Contrakt für die' Beerdigung der Armen in Marion County Sorge zu tragen, und werden nun be schuldigt, diese Pflicht insofern verletztzu haben, als sie die Leichen nicht einzeln. sondern mehrere in ernjn Sarg gebettet, begraben haben sollen. Die BeerdigungS' losten, welche für jede. Person $2-3 betragen, wurden aber in jedem Falle entrichtet. Die County CommiffSre, denen diese Anschuldigungen gegen die Herren Ruffel & Ho. lckan nar einiger Zeit zu Ohren kam, ließen von dem Leichenbestatter Kregelo (einemConcurren Un der Angeklagten) eine Untersuchung vornehmen und Kreglo theilte mit, daß er die Anschuldigungen bestätigt fand. Auf dem Greenlawn Friedhofe fand er die Leiche eines weißen und eines farbigen KmdeS zusammen in einem Sarg und einem Grabe, und in einem andern Grabe will er acht Kinderleichen in einem Sarge gefunden haben. Auf dem katholischen Kirchhofe waren ' in einem Grabe und einem Sarg diV Leichen von drei erwachsenen Personen'.D'e aukgegrabenen Leichen wurden nach, Kregelo'S Etabliffement gebracht. Herr Ruffel hat am Mittwoch Vormtt tag den County. Commiffären erklärt, daßwenn diese Angaben gegen ihn auf Wahr heit beruhen, nicht ihm, sondern seinem frühern Geschäftsführer die Schuld beizu meffen sei. Ruffel war vor Kurzem län gere Zeit im Osten und hat seinem Ge schästsführer strengen Auftrag gegeben, sich bei Beerdigung der Armen genau nach dem Contrakt zu richten, da jedoch Ruffel und der Geschäftsführer, in nicht sehr freundlicher Bezlehung zu einander stan den, so vermuthet der Erstere, daß ihm der Geschäftsführer aus Bosheit diesenStreich gespielt habe. Herr Ruffel sagte den County'Commiffären, daß er selbst eine genaue Untersuchung dieser Angelegenheit wünsche, und diesem Wunsche wird man wohl nächste Woche nachkommen. In einer Einsendung, welche dem.Jour . nal" von Seiten Bennett's, des Geschäft sührers zuging, behauptet dieser, daß in dem Geschäfte Ruffels nichts vorgegangen fei, was derselbe nicht gewußt habe, und daß er, (Bennett) stets auf Anordnung Russell's gehandelt habe. Als er im Au gust letzten Jahres bei Ruffell eingetreten sei, habe er acht Kinder-Leichen im Keller gefunden, welche seit Monaten dort lagen und er habe dieselben nach der Weisung Ruffell's zusammen in eine Kiste gepackt und begraben. Wer von Beiden Recht hat, wird wohl die Untersuchung ergeben. 3 Die Schadenersatzklage gegen James Stubbs, der angeklagt war, auf die, zehnjährige Maggie Smith unsittliche An griffe gemacht zu haben, endete damit, daß der Klägerin $500 Entschädigung zuge, sprachen wurden. LSDas republikanischeStaats-Cen' tral'Comite versammelte sich am Donners tag Nachmittag und zählte die folgenden Delegaten zur NationalConvention: Ge cn . : r . rv v r . neral en. V"iion von noianapviis. Cot. George w. rioiey von Lawrence Co., Dan. B. Cumler von Banderburg Co., JameS S- CollinS von Whitley Co. Herr John C.New wurde wieder zum Bor sitzenden erwählt und Sekretär wurde Herr Clinton C. Riley. T Am Donnerstag wurde Staats haus Architekt Edwin May auf Crown Hill beerdigt. e Während des Monats Februar wurde im Armenhaus für $126 70 Brod verbraucht. Am Donnerstag begann Pensions agent Knefler mit der vierteljährlichenAuS zahlung der Pensionen. Die Wabash EisenbahnCompag nie wurde von John McDaniels, deoneu lich auf dieser Bahn verunglückte,auf $20, 000 Schadenersatz verklagt. tS- Am Mittwoch Abend veranstaltete srrtMinrX!rt (frttiihftti !n n Uss in vv vvtivvtviu vutigvttviu v ii v it -j u M gu Feier des Schaltjahres. Die Anwesenden haben sich dabei vortrefflich amüsirt. tö Dienstag Früh brannte e3 in de Kosthause des Herrn Nägele an West Ma rylandstraße wodurch einSchaden von $600 verursacht wurde. ' . IST Am Montag bewilligten dieConn tyCommiffäre Rechnungen im Betrage von qj.,sau. tSy Am Montag wurde Margaretha Nold von Leonhard Nold geschieden.