Indiana Tribüne, Volume 2, Number 27, Indianapolis, Marion County, 14 February 1880 — Page 6
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DaS Geheimniß des Pavillons.
Aus d e n P a p i t x t n einesGe Heimpolizisten, von C. Paulodsky.. (Fortsetzung.) ; -JD, ich .habe nur gerecht gehandelt. Vom tiessten Mitleid sür ihr'Geschick er. .füllt, beantragte Jö) fc tinen Vorgesetzten, mich zu bevollmächtigen, Jhte Schritte Nicht zu überwachen und Sie nicht.ver hasten zu brauchen. Ich bedauere,' daß Ihre Nachforschungen fehlgeschlagen sind; ' ich bedauere jedoch datzLetztere um so mehr, ,als von nun an in der Angelegenheit sich 'nichts mehr ändern läßt." ,., V'T. mSie irxen.sich," unterbrach ihn Lefebre. 'Jch kan'n Ihnen beweisen, dafuTollari !die Engländerin ermordet hat und Ihnen auch die, Gründe darthun, die ihn' zu die Verbrechen verleitet haben. . 61c', wll ;.cn, daß tollan sich aus'sAngelegentlichste mit.einer Erbschast beschästigt, die sich um sehr viele Millionen handelt.", ' . ' ; Oja," versetzte der Polizeidirektor mit Ux resignirten Miene eine's Mannes, 'wel Vcher stchverpflicktet glaubt,' 'eine, Rechtser ,'tigung anzuhören,' . übe'x die er sich langst ;.feiri Urtheil gebadet hat... Die. Erbschaft ' des. verstorbenen Majors. O'Süllivan. .'.Er hat mir dies.nie verhehlt und mir daViüberpor einigen Ta'gey' gesprächsweise . mitgetheilt, daß er den rechtmäßigen, Erben "äusaeiunden batte." 's! . " 'Den jäer schon längst ..im Hinterhatt ..gehabt. und der sogenannte rechtmäßige ..Erbe entpuppt sich als sein Associe, um ...nicht zu isagen, sein' Mitschuldiger. Es befinden Nck um OSulliväschen Tesia "mmte noch vier berechtigte tzrben amLeben ,.u,nd.,vön diesen .ist .der Freund Touans '.der entfernteste Verwandte,'. der erst dann .' die Erbschaft 'antreten kand, wenn di'drei , ' ;-.'.f.,.,f ' t ' cvrrj 1 1 1 ' I ' i o anoeren vciemgi nno. .ouan gai amio. , Januar dieses Jahres damit den Anfang '. .gemacht, Marie ' Jassir zu tödten, 'welche - w. . v' eiL- i.r.fjv:.' naq oer vornegenoen lumnnui, . nächste Erbin war." "... '.. .'Was höre Wich V rief, der Polizeidi rektor. .Wardenn die PiqueDame eine ..O'Sullivan,?:.'' ' ;. s , ' '.; ;s .Sieswär .'die Tochter der. jyngflen . Schwester des verstorbenenMajors. . .Wis- ' sen Sie ind'eß, wer.ihr, zunächst als.Erbin folgte ? Fräulein Adeline Barre, die .'. Braut meines Sohnes. .Aus Fräulein . Barre folgte das Kind, eines Weichenstellers an der Orleans'Eisenbahn."., , .Päuline Cambremer vielleicht ? ... . .' Das Kind, welches kürzlich aus' eine 'so " räthselhasteÄeise verschwunden ist?" Ja, und Tollan hat seine Entführung ,. m's Werk gesetzt, so g7ewiß, wieer in der , gestrigen .Nacht . Beides ertrankt . haben .würde wenn Fergon' nicht durch wunder' , ,same göttliche Fügung seinen Plan durch- ' 'kreuzt hätte. . Nach . ihrem' Tode würde ." George Atkins, der Urenkel des Patrie , O'Sullivan die vielen. Millionen- geerbt . und dieselben mit,Töllan getheilt haben. ...Wird es.Jhnen jetzt klär, däö ich vollgil. '.tige Beweise. in Händen habe?" ' .' " '; U ' erzählen ' mir da "einen, Roman, .mein älter Freund," erwiderte .kopfschut 'telnd der Polizeidirektor. ' . ' .l ' . Einen Romän l So senden Sie doch '. einenIngestellten zu Fräulein Barre, so lassen Sie doch PaulineCambremer holen, die bei "ihrem Vater ist. Sie 'werden vor Ihnen und vor dem Untersuchungsrichter Zeugniß ablegen gerade wieFergon. 'l Stellen Sie serner Verhastsbefehle. aus gegen George AtkinS gegen Tollan und dessen Geliebte Arabella DiSney die ich ' sehr stark im Verdacht' habe, . daß sie die '.'verschwundene Kammerzofe .der ermordeten " Marie Fasstt ist. ' : : i . '' ' Ich erlaube mir noch die Bitte hinzul". zufügen," nahm Fergon, der n.it Herrn Lefebre zugleich eingetreten war, schüch tern das Wort, gleichzeitig den Müller und die Müllerin der Mühle zu Jvette - verhaften zu lassen jene Schurken, die . den Versuch machten, die beiden Mädchen, Adeline und Pauline, und mich zu ermorden."' , ' ' ' Der Polizeidirektor blieb die Antwort schuldig. .Es kämpften augenscheinlich - in seiner Brust die widerstreUendsten Gesühle. ' Es sei fern von mir begann er end .' .lich, .zu denkeki, daß Sie, Herr, Lefebre, ich zu täuschen beabsichtigen, .allein die r von Ihnen geschilderten Handlungen d so außerordentlicher Natur und so
unwahrscheinlich, daß ich in der That Anstand nehme, der Staatsanwaltschaft Anzeige davon machen 'zu können . Ich bitte Sie ja nur, mir auf sechs Stunden vier Ihrer Polizisten zur Ver fügung zu stellen, damit Tollan und seine Helfershelfer verhastet werden können. Sie werden sich'.noch heute mit. ihren Opfern consrontiren und morgen -?" . Morgen !" unterbrach ihn der Polizeidirektor. das würde zu spät sein. Ich werde augenblicklich die geeigneten Maßregeln, ergreifen, und thun was in meinen Kräften steht. Jedoch jann ichJhnen eins auf der Stelle erlauben, nämlich, daß Sie Ihren Sohn sprechen dürfen." Zwar wünschte Lefebre die . Erpedition nach Savigny möglichst zu beschleunigen, um an Tollan und seine Genossen. Hand zu legen, allein die Aussicht, nach so langer Trennung endlich einmal wieder seinen geliebten Sohn umarmen ' zu können, war zu verlockend,, um das Anerbieten auszuschlagen. Er sagte sich übrigens, daß die Bewohner des Schlosses von Savigny und der .Mühle zu Yvette nicht mehr entslieben: konnten, weil Bernard und l vier Polizisten augenblicklich abgesandt, wur den, um, die Verbrecher zu verhasten. Die Möglichkeit einer Flucht war:ihnen also abgeschnitten ; eS gab für Sie; keine Ret tung "mehr, die Elenden ' sonnten .deni rächenden Schicksal .nicht entgehen dem sie verfallen waren. Und doch vermochte der .Greis eine quälende l Unruhe,nicht zu unterdrücken, denn er fühlte, daß ihm von Tollan noch im letzten Augenblick der.EntscheiVungkaunr zir überwindende Hinderisse in den Weg gestellt werden., könnten. , Wenige Minuten vergingen, als Lefebre in EharlesZelle.trat. .Vater, und Sohn hielten stch:stumm umschlungen. Es war eine ergreifende 'Scene.: (.Der. Polizeidi rektor,, welcher rücksichtsvoll an der.Gesängnißthür stehen geblieben nar,:wischte stch!wiederholt die Augen, während Fergon sich bewegt abwendete.Ich kommeDich zu retten, meinSohn," rief der Greise .'Heute Abend noch wird Deine Unschuld erwiesen sein. Ich habe den Mörder der Marie. Fassit endlich entdeckt r es ist Tollan. dessen Bestreben eö war,' Dich zu verderben." ' Tollan l . rief .Charles, sich verwirrt mit der Hand über die Stirn streicheud. Man sah, daß , dieser Name vielfache Er iunerungen wach :rief,' die lange m seinem
Gedächtniß entschwunden waren, i Ja, er nennt sich Tollan, muß aber der Geburt nach ein Engländer sein, oder wenigstens dort gewohnt haben, .da er die Bekanntschaft der ermordeten Marie Fassit in England gemächt hat.. ; '.Ich habe die Marie Fassit-dort auch kennen gelernt murmelte .-.der Verurtheilte. :; f.',.,, . 7!' Bei diese - Worten 'näherte .sich rer Polizeidirektor. : : . .. v- -. . Ich bin zu sterben bereit, mein Herr," wandte Charles sich .an. den Letzteren: .und hatte nir vorgenommen, bis an mein Lebensende Stillschweigen zu beobachten. DaSie indez so gütig waren, mir zu erlau ben, meine Vater noch . einmal sprechen zu. dürfen, werde ach Ihnen ein.' offenes Gestandniß meiner s.Mitschuld y,. ablegen. Verzeihe mit meiy Vater, fügte er hinzu, indem. er die.Rechte ; seines Vaters . ergriff, der vor Schmerz zusammenzubrechen drohte, er Tod wird .mir weniger Schrecken einflößen, und Du wirst vielleicht wenigtt ülerDeinen Sohn erröthen. nach? dem ich du . reine, ungeschminkte Wahrheit gesagt Haie." ::.:; . ? - (; Mein Sott!" dachte, verzweifelnden alter Vater,sollte ich mich wirklich getäuscht Haien?". . :;. 'U . . : .Ich hibe bis jetzt Alles geleugnet," fuhr Chmles mit fester Stimme sort,vön nun an wirds ich nichts mehr zu verbergen suchen. ' Ich war .es, der am Morgen nach dem Verbrechen in den Pavillon -der nie Panatiere eindrang. DaS- Portraits welches man bei mir fand, hatte Marie Fassit mir gegeben. Als i man mich , in ihrem Boudoir,! wo ich sie aussuchte, über raschte, war es. mir noch unbekannt, daß sie ermordet worden wat." Du hast sie also nicht getödtet !" , : . Ich liebte sie nicht mchr, aber ich hatte sie einst geliebt. mit der. schwärmerischen Liebe, mit welcher man einem Alter von achtzehn Jahren zu l'.n pflegt," fuhr der Verurtheilte fort, cr:;z Un freudigen AuSruf feines VaterS zu beachten. - Im Pensionat zu Clapham in London lernt: ich sie kennen. Ihr' verstorbener Vater war ebenfalls Schauspieler gewesen. In dem. armseligen !.Hause, welches sie be wohnte, hatte Marie viel von den zu dringlichen Bewerbungen eines Mannes
zu leiden, der sie .nieder ihren Willen heirathen wollte. , Wir beteten einander an, wir gelobten uns, heimlich zu ent fliehen. DaS Patiencespiel, die Karten, welche ,man in. meiner Privatwohnung fand, waren eine Erinnerung an unsere Zusammenkunft. ; Den Richtern erzählte ich, daß ich mit einem jungen Mädchen in Heidelberg ein vorübergehendes LiebesVerhältniß angeknüpft hatte eö war ein Mährchen, welches ich ersann, um Adeline, meine Braut, von dem. schweren 'Verdacht abzulenken, daß ich die Ermordete geliebt habe. Daß ich sdadurch'Meine Lage., zu einer sehr mißlichen gestalten würde, ahnte ich nicht. Du brachtest mich nach Deutschland, Vater. Jch war . damals fast noch ein Kind und vergaß sehr schnell meine Versprechung von ewiger Treue die- ich Marie gegeben hatte. Marie aber konnte mich nicht vergeffen. Vor... etwa einem halben Jahres als ich schon in reiner Liebe sür meine engelgleiche Braut erglühte, führte mich der Zufall auf den Elyseeischen Feldern .'wieder mit Marie zusammen.
Ich hätte sie meiden müssen,, aber ich hatte nicht das Herz, sie von mir zu stoßen, als sie mich anflehte, zwar nicht, sie zu lieben, denn ich verhehlte ihr mein Verhältniß zu Adline Barre ? nicht sondern , sie zu beschützen. . Seitdem ichEngland verlassen hatte, war das unglückliche Mädchen. .von dem Elenden,: der-ihr, wie bereits erwähnt schon früher nachstellte, . verführt und schmählich betrogen worden. Ihre Mut ter war inzwischen gestorben.und sie somit vollständig -.verwaist. .Mre.Hilftquellen waren erschöpft, aber nichts desto weniger weigerte sie sich standhaft,. denElenden, deffen Joch' sie ertrage! mußte, zu,hei rathen. Sie fürchtete .sich vor ihm. ."Ich war schwach genug, sie zu. besuchen ;und ich sah jetzt zu meinem tiefeNs.Schmerze, wie unglücklich sie war. Ein reicher Kauf mann hatte sich ihrer. angenommen. D. selbe wollte sie heirathen, aber die Furcht vor ihrem Verfolger hinderte sie daran. Sie liebte jenen Kaufmann, Feran lautete sein Name, nicht, aber sie achtete ihn und glaubte, durch .denselben eine gesicherte Lebensstellung gewinnen zu können." -. Er hat seine. Neigung theuer, büßen müssen," murmelte der Polizeidirektor. Marie. lieble 5 mich noch immer. Die Kälte,' die ich gegen sie bezeigte, vermehrte, nur ihre unselige Leidenschaft für. mich. Sieiklammerte .sich an die Hoffnung, mich an ihre Person fesseln zu können, obgleich ich betheuerte, daß ich sie in - keiner Weise dazu ermuthigte. Ich ging auch nur dann zu'ihr, wenn sie mich , in, herzzerreißenden Worten um meinen Besuch anflehte. ' Sie theilte mir in einem ihrer.. letzten Briefe mit, daß der Elende.welcher sie vonJugend an' verfolgt hatte, seitdem er eingesehen, daß sie nie darein willigen würde,, ihn, zu heirathen,' sie mit Drohungen überhäufe, ja ihr sogar nach dem Leben trachtete, und bat mich inständig, sie zu- beschützen und zu vertheidigen. Ich . folgte , ihrer Einla dung und überraschte sie beim Patience spiel, das siean'meine frühere Liebe erin Aern'mochte. .iSie gab mir einst ihr Portrait; auf welchem . sie mit einer .Pique Dame in der Hand abgebildet, war, jener Karte,welche, wie sie behauptete, ihr da malS angezeigt hatte, daß, das Schicksal uns auf ewigZtrennen würde." . . r War . es? dem Schurken bekannt, daß Dunste besuchtest?" fragte Lefebre. ' ?.Er wußte es,' da ihre Kammerzofe, die ihm sehr zugethan war, und ihn vonAllem, was im Hause vor. sich ging, in Kenntniß letzter es ihm .mitgetheilt chatte. - Doch wußte er nicht, wer ich war wie er mich denn auch nie bei Marie angetroffen hatte. Doch .klaqte'mir Marie ihr Leid, daß er ihr meinen Besuch in kränkenden Worten ver boten hätte.? yt c l - ? " r; Jetzt entwirrt sich der Knäuel," äußerte lebhaft der GreiS.? Er -hat sie beim Pati'encespiel angetroffen, sie erdolcht, und ihr in' grausamer Anspielung auf seinen glücklichen Nebenbuhler die.' Karte .. an's Herz geheftet." . - , Ich bedaure aufrichtig, mein - Herr," äußerte der Polizeidirektor, daß Sie alle diese Nebenumstände den Richtern: ver schwiegen haben. DieSache wäre dadurch in ein anderes Stadium getreten. Ich hoffe . aber, daß die Engländerin Ihnen den Namen ihres Verfolgers genannt hat?" " .' Sehr' häufig 'sogar, er heißt Harry Dermott." . ' ' - : -'" . - ' Dermott" wiederholte Lefebre,, mäh rend' der Polizeidirektor spöttisch lächelte. ' Jch'.kehe)",.wandte Charles Lefebre' sich jetzt an den Letzteren,' daß Sie annehmen, ich flehte unter irgend einem Vorwand um Gnade. Sie irren, mein Herr, denn ich
gestehe hiermit, daß ich einen Todtschlag begangen habe.". Nehmen Sie sich in Acht, meinFreund", äußerte jetzt der Polizeidirektor, seine Stimme zum.' Flüstern , herabwindend, das ist ein Geständniß, wie es klarer nicht auszusprechkn ist, um so mehr erheischt es meine Pflicht, Sie um nähere Auskunst zu ersuchen." Am Abend des 13. Januar," begann Charles, der Aufforderung des Polizeidirektors entsprechend, hatte ich bei Fräulein Barre,zu Mittag gespeist. .Am Mor gen hatte ich einen Brief vonMarie erhal ten, worin sie mich beschwor, sie noch ein mal zu besuchen, da sie in derNacht nach England abreisen wollte. Dieser Brief war ...so dringend, daß ich nichtu'mhin konnte, der Aufforderung zu entsprechen. Unglücklicherweise , traf ich. erst gegen 10 Uhr bei ihr ein, während sie mich einige Stunden frühe erwartet hatte. Ich fand sowohl dje Gartenthür, wie auch die Hausthür offen. Der Dpeisesaal war erleuchtet und ich sagte mir, daß Marie, die gewohnt war, sehr spät zu Abend zu essen, noch bei Tische laße.'' Als ich eintrat,, befand ich mich dem. Kaufmann Feran gegenüber. ' ' i. ...'"; - i Er speiste ganz allein,, n?as, mich, bcfrem bete. Wo war Marie ?. Hatte .sie 'sich vielleicht bei meiner ZInkunft entfernt, um einem etwaigen SWe aus dem Wege zu gehen ? Ich weiß, es' nicht.- Feran war ersichtlich ..berauscht,.. und sprang wie, ein Rasender.' von. seinem Sessel, 'auf. Ich wollte mich , zurückziehen, allein" er packte mich bejm Arm -, ich stieß ihlskrastig zurück und es '"entstand ein heißer i Kampf. Ich war stärker als er .und .begnügte mich --'.., U ' ..... deshalb damlt, ihn von mir. abzuwehren.
als ich. plötzlich einen heftigen Schlag auf den Kopf erhielt. Da war ich nicht mehr Herr meiner selbst iäi erhob meinenStock und versetzte 'ihm einen Schlag' einen einzigen. Er fiel und .riö mich , im Fall mit sich zur Erde nieder. . Als ich mich wieder, erhoben'hatte, bemerkte ich, daß ich ihn . erschlagen hatte, .denn, er lag- leblos am Böden. . Da ..verlor ich' . mein klares Nachdenken und entflog.", ' 'f .' ' ". Ohne die Darye . zu .sehen, die dieses entsetzlicheUnglück angestiftet hätte," fragte der Direktor lebhaft.', " Wollte. Gott,' mir wäre es eingefallen, sie 'zu suchen" antwortete traurig der 55eruVttltc. .;. Ich "wurde Ihr vielleicht das Leben, gerestet haben.' Aber ich . wär wie wahnsinnig ' Ich 'stürzt, auf ,dle'Sträbe hinaus, ohne mich., umzusehen und' ver brachte eine furchtbare' Nacht. Als ich am andern Morgen mich zu meinem Vater begeben mußte, litt ich entsetzliche Qualen. Ich wußte noch von ' nichts. ' DieZeitun gen hatten sich bis' dahin noch nicht des furchtbaren Dramas in der nie Panattiere bemächtigt. Ich dachte an die schreckliche Lage, in welcher Marie Fassit sich besinden mußte, und könnte den Gedanken nicht wieder los werden, so daß selbst meinem Vater'mein verstörtes Wesen ausfiel. Daß sie nicht 'mehr am Leben sei, fiel mir selbstredend nicht ein.' . Das, Bild des er schlagenen Kaufmanns schwebte unablässig vor meinen Augen und ich sagte mir, daß ich ein Feigling wäre wenn ich nicht der unglücklichen Frau zur Hilfe käme, die um meineTwillen vielleicht unschuldig angeklagt ro erden würde. Zwar wagte ich es nicht, am hellen Tage jenes Gartenhaus zu be treten; kaum aber hatte ich mich von mei nem armen Vater und meiner Bräut verabschiedet, als ich mir das Herz fate, um nach, Marien'S Wohnung zu gehen.'.' Ich stockte eine Polizeikarte zu mir eine Karte, deren mein Vater sich früher bedient hatte und die seinenämen'llrug, indem ich annahm, Hiß mir diese vielleicht von Nutzen sein. könnte. . eis e. schlich i ch . mich, v on d er Dunkelheit der Nacht begünstigt, in as Haus, öffnete die Thüx zum Salon und fand das Zimmer leer. , r Ich rief Mariens Namens Das Weitere, ist. Ihnen ja bekannt." '. l; . " "- z . Ach," rief Herr Lefebre, indener seinen Sohn ln seine' Arme schloß, .weshalb bist Du nicht offen mit der Wahrheit hervor getreten? Kein .Richter würde . das Herz gehabt haben. Dich zu verurtheilen." Die ' Wahrheil," .murmelte ber junge Lefebre, stef schwebte mir wohl zehnmal auf den Lippen, Namentlich, als der Prä l sident des Gerichtshofes mich in eindringe llcher Weise zum letzten Male beschwor, mich nicht zu .verderben,' war ich im Be griffe., zu . reden aber Adeline war an wesenb ich hätte . in ihrem Beisein ge stehen müsien, daß ich einst eine Verlorene geliebt hätte und unbesonnen genug gewe sen wär, dieselbe, wenn auch in reinster Absicht, nach meiner Verlobung zu be suchen. Wenn ich auch .tausend Mal der
Wahrheit gemäß betheuert hätte, daß zwischen ihr und mir jedes Verhältniß ab gebrochen sei, so würde Adeline doch ge glaubt haben, daß ich sie getäuscht hätte. Ich zog es vor, den Tod zu erleiden." Aber. Du hast Dich geirrt schluzte der Greis, ch bin davon: überzeugt, da& sie Dir verziehen haben würde. . Sie weiß jetzt 'Alles, -r- man hat sie ebenfalls tödten wollen r ' .Sie tödten !" fuhr Charles auf. Ja, ich werdeDir später Alles., mittheilen, sobald Tollan verhaftet sein wird, was hoffentlich in einigen Stunden der Fall ist. Dank des Beistandes meines edlen Freundes,' der mir heute erlaubt hat, Dich
zu besuchen und welchem ich Deine Rettung schulde. Keinen Dank, alter Freund," versetzte der Polizeidirektor. Ich habe nur meine Pflicht erfüllt. Uebrigens, die Zeit ist kostbar. Lassen Sie uns. ausbrechen." .-, Als beide Freunde Arm in Arm das Gefängniß, verlosten hatten, sagte Herr Lefebre. mit vor . Erregung zitternder stimme : ' .ö:.: - - b) ','jun, zweifeln sie noch immeran seiner Unschuld ?f : r:-:r; ' 'Ich glaube, daß er 'die. Engländerin nicht ermordet hat,"' versetzte der Polizei direktor ausweichend. : Und er ist lediglich der Engländerin wegen zum Tode verurtheilt worden. Der unfreiwillige Todtschlag, den er begangen, würde ihm. nur eine Gefängnißstrafe von einigenMonaten zuziehen können, die durch die' erlittene . UntersuchungshastalS verbüßt angesehen werden müßte." Wo sind aber die Beweise?" fragte det' Polizeidirektor mit dumpfer -'Stimme. Ist etwa das ein Beweis für die Unschuld Jdres Sohnes, daß die Besitzer der Mühle zu Z)vette einen Colporteur, ein junges Mädchen und ein Kind zu ermorden ver sucht haben? Sie vergeffen,' daß'jene Spitzbuben sich'vertheidigen werden,' daß Alles von Tollan geleugnet werden wird, daß Sie selbst und Fergon unter Polizei aufsicht stehen und daß, die Gerichte auf romänartige Schilderungen keinen Werth legen. 'Sie vergeffen vor allen Dingen, mein'Freund daß' die Zeit Ihnen fehlt, um weitere Nächforschungen', anzustellen." . "Die -Zeit? Ich !.bedärf nur einiger Tage, um Tollans 'Schuld klar darzu Mn."7 "', . , ' 7 Ich werde Ihnen mit Rath und-That zur Seite stehen, bcn JhrSohn hat . auf mich einen überzeugenden .Eindruck . ge Macht.. Er hat unter .Anderem ., gesagt, dyß der Verfolger der ermordeten Pique Dame Dermott heiße, und wir wissen, daß Dermottder wirkliche Name oW lan's ist." : . ; ; Nun, Westen bedarf es denn weiter?" Ich gebrauche dazu wenigstens einer Woche und habe nur fünfzehn Stunden zu meiner Verfügung, da Ihr . Sohn bereits morgen früh hingerichtet .werden soll." ; ' ' :t . : ,Das ist unmöglich ! Der Gerichtshof hat ja erst gestern das Gnadengesuch mei nes Sohnes verworfen," .imurmelte der Greis, der stch kaum auf ' den Füßen zu erhalten vermochte. - ' v'- -( Män Hai beschloffen die' Executlon' zu beschleunigen, damit das peinliche Äerede über diesen Fall endlich aufhöre." c-; ' ,. Können .Sie, der Sie letzt selbst meinen Söhn unschuldig glauben, können Sie eS wirklich zulaffen, daß man einen Justiz mora; oegcni -n.ns - Wenn eS von mir abhinge," entgegnete der Gefragte, würde stchnoch'heutt das Thor des Gefängniffes ' Ihrem - Sohne öffnen': AberSie kennen das schwerfallige Gerichtsverfahren und wiffen,.wasdaS sagen will, ein Todesurtheil außer Kraft zu setzen. Ich will aber zum Justizmini ster eilen, um möglicherweise einen kurzen Nüsschub zu erzielen." i-'."' ir Heute Abend wird der Schuldige' in Ihren Händen z ' .i... . : , : . ' ,Jch wünschte.'es 'UM Ihretwillen, mein Freund, und bin für Sie die 'ganze Nacht zu sprechen das heißt bis zu' dem Augen blick, wo die. traurige Nothwendigkeit für mich eintritt, den Richtplatz zu betreten. Möge es Ihnen gelingen, Tollan zu 'er. greifen und vor Allem den Stummen auf zufinden, denn Tollan wird so lange Alles in Abrede stellen, bis derStumme Zeug niß gegen ihn abgelegt hat. ' Der Stumme fehlt uns." . ' ' : - . . . yr Ich werde ihn .aulfindensagte, Herr Lesebre mit fester Stimme und 'Gott wird mir dabei helfen I" n(Fortsetzung folgt.) -'-' v . i nu
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