Indiana Tribüne, Volume 2, Number 26, Indianapolis, Marion County, 7 February 1880 — Page 6
I n d i an Tribüne."
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Das . . . Gchcimniß des Pavillons.
, AuS denPäpieren einesGe ,r , Heimpolizisten, . von C. Paulodöky. ' ' (Fortsetzung) XXXII. I ?. .Vor der Entscheidung. Während Fergon sich anstrengte, Adf !ine.Bürre,' Pauline Cambremer und sich selbst aus ihrer schrecklichen Situation zu besreiennrrte Herr Lesebre in der Umge gend von Savirgny umher und erging sich in-trüben Ahnungen über das Schicksal seines treuen Leidensgesährten der sich weder in seinem Gastbause noch auch an dem?) anberaumten Stelldichein bei der Kirche eingesunden hatte. Jhm war un zweiselhast ein Unglück begegnet, denn Fergon pflegte von jeher pünktlich zu sein. Herr Lesebre beunruhigte sich .über sein Ausbleiben; eö setzte ihn in eine nicht geringe Verlegenheit, denn seitdem die Polizeibehörde angesungen hatte, sich in feiste Angelegenheit zu mischen, sühlte er, daß seine Lage schwierig zu werden begann und daß er in dieser Gegend nichts mehr werde ausrichten können. Seine Schritte wurden ersichtlich überwacht, und er konnte sich , auch nicht mehr bei dem Engländer zeigen, dessen vertrauliche Enthüllungen gerade im entscheidenden Moment durch den unerwarteten Eimritt deSGensdarmen unterbrochen worden waren. Fergon war dagegen bei Niemanden verdächtigt, er konnte nach Gefallen gehen und kommen, und Lesebre beabsichtigte deßhalb auch, ihn mit der unter so günstigen Auspicien beggnnenenUntersuchung zu betrauen. Seitdem er in der Zeitung gelesen hatte, daß das Gnadengesuch seines Sohnes verworfen worden sei, ließ eS Herrn Lesebre weder rasten noch ruhen. ES verlangte ihn, nach Paris zurückzukehren, wie wenn seine Ankunst die Lage des Verurtheilten hätte ändern können. Nach seiner Ansicht mutz ten die gegen Tollan ausgehäusten gerech ten Anschuldigungen vollkommen genügen. um einen Ausschub für die Vollstreckung deS Todesurtheils feitens desObergerichts herbeizuführen, und er hoffte, dab sein bewährter Freund, der Polizeidirekt'or, ihm zu diesem Dienste bereitwilligst die Hand kielen würde. - Herr Lesebre packte also seine Sachen, bezahlte im Hotel seine Rechnung und ' kehrte mit dem ersten Zuge nach Paris zurück und begab sich zu Fuß nach der Straße Huchette, in welcher der Polizist Bernard in einlm unscheinbaren Hause wohnte. Zum Glück hatte dieser einen dienstfreien Nachmittag. Die Unterre dung war kurz und sachlich' geführt. Das Gnadengesuch meines Sohnes ist verworfen worden begann der Greis. .Ich komme soeben von einer Unter suchungsreise zurück ; wie denkt man auf der Präsectur über die Sache?.Ich will Ihnen die Wahrheit nicht ver hehlen, Herr Lesebre, man glaubt, daß an eine. Abänderung der Strafe nicht zu denken sei .Ich erwartete das. Ist denn aber der Tag der Hinrichtung schon bestimmt V .Wie man sagt, ist die Erecution auf nächsten Dienstag angesetzt." - .Auf Dienstag schon !" wiederholte der Greis bitter, indem er sein Antlitz in seine Hände vergrub. Sein Kopf drohte ihm vor. Schmerz zu zerspringen.' Nach kurzem dumpfem Hinbrüten ermannte er sich indeß von seinem Schmerz und sagte: Beruard, ich brauche Dich für den gan zen Nachmittag .Ich stehe zu Diensten. WaS kann ich für Sie vollbringen." .Ich begebe mich zuerst nach meiner Privatwohnung, wo mein Kostüm als in discherNabob verwahrt ist. Von dort aus werde ich in einem Galawagen mich nach dem Grand Hotel verfügen. ES muß den Anschein gewinnen, als käme ich direkt von dem Bahnhof Saint-Lazare Jn zwischen mutzt Du Dich mit dem ersten abgehenden Bahnzuge nach Savigny-sur Orge begeben, um Dich in dem dortigen Gasthofe nach Pierre Paladin zu erkund! gen; diesen Namen hat Fergon ange nommen. Wenn Du ihn triffst, wirst Du ihm sazen, daß ich ihn noch heute zu sprech:?. .wünsche. Ist er noch nicht im Gasthofe, so laß' Dir den Weg nach der Mühle zu Bvette zeigen und begib Dich sofort dahin. Wenn die Besitzer der MühleDir etwa sagen sollten, dab stt
einen Colporteur nicht gesehen hätten, so kann man sicher annehmen, dab sie ihn ermordet haben." Bernard stieb einenAusruf deöSchreckens aus. ... .Falls sie ihn getödtet haben, werdeich sie mit Tollan aus's Schaffst bringen," antwortete der Greis mit eisiger Ruhe. .Bist Du Deiner Sache gewiß, so. kehre noch heute zu mir zurück. DaS ist All?S. Ich verlaffe mich ganz auf Dich." Die letzen .Worte sagte jedoch' Lesebre bereits in üer Thür, und eilte dann schnell kort. . ',, . Eine Stunde später hielt er als Nabob von Bahour..mit allem Pomp indischer Fürsten seinen Einzug in's Hotel. Er sagte, dab sein Intendant in Havre schwer erkrankt, danieder liege und dab Seiue Hoheit sich httablaffen würde, sich bis aus Weiteres vön der Dienerschaft des Hotels bedienen, zu lasten. Der falsche Nabob schien übrigens von dem Ausfluge sehr befriedigt und geneigt zu sein, Gesuche zu empfangen, denn er ertheilte den Befehl, Jeden vorzulasten, der ihm seine Aufwar tung zu machen wünschte. Er wollte, da mit bezwecken,, Fergon sosort.den Eintritt zu ihm zu ermöglichen, wenn Bernard ihn, wie er hofftet nach Paris zuruckgesührt haben würde. :i , , . Fergon war'abernicht .der Erste, der sich bei dem Gebieter" von Bahour änmel den lieb, vielmehr präsentirte ein reich betretzter Diener dem falschen Fürsten, auf einer silbernen Schale eine Visitenkarte, welch? den Namen -Holfc trug. Lesebre zitterte vor freudiger Aufregung, denn er hatte nicht erwartet, dab sich seineWünsche so schnell erfüllen würden und beeilte sich, dem Diener zu empfehlen, den fremden Herrn sogleich. vorzulasten. , , Tollan trat als angeblicher Agent bald daraus zu ihm ein, wie immer mit krum mem Rücken, gespreizten Beinen und mit falschem Bart und grüner Brille ausstaffirt. Seine Verkleidung war diesmal meisterhaft zu nennen und lieb nichts zu wünschen übrig. . ' ( Herr Lefebre liefe ihn näher treten. Kaum vermochte er seine Ruhe zu bewah ren. Aber er fafete sich. gewaltsam. Noch war es nicht an der Zeit, den Elenden zu entlarve.
; .Nun, mein Herr redete der Nabob den angeblichen Agenten Hold an, .sind Ihre Nachforschungen . von . Erfolg ge Wesen?" .Ueber.' alle Erwartungen." antwortete der verkleidete Tolan, .ich -habe den Erben des Majors O'Sullivan gefunden." .Gott sei gelobt ! Dann kann ich doch wenigstens , einen Theil meiner groben Schuld abtragen. Sie sagen indeß den Erben ' Ist denn von der ganzen groben Familie des Majors OSullivan nur noch ein Einziger als Erbe am Leben ? .Ich bin sehr geneigt, dies anzunehmen. wenngleich ich hinsichtlich dieses Punktes meiner Sache nicht ganz gewiß bin. Ueb rigens ist es für ich eine Kleinigkeit,. die sen Umstand zu erhellen, da ich seit eini gen Tagen in den Besitz einer Stammtafel sämmtlicher Nachkommen von Moritz O' Sullivan, dem Vater des Majors gelangt bin. Einer derselben lebt, das ist erwie sen.' Ob die Anderen gestorben sind, wird sich leicht constatiren lasten, da ich jekt sämmtliche Namen der Erben kenne .Und wo hält dieser einzige Erbe sich auf? Wie heißt er?" fragte der Nabob mit einer Aufregung, die deutlich erken nen lieb, welche? Jntereste er an dem Sprößling deS MajorS O'Sullivan nahm. .Man sucht oft in der Ferne, was man in Händen hält äußerte der angebliche Agent mit wohlgefälligem Lächeln. .Der Erbe des MajorS wohnt nur ' wenige Meilen von Paris n der Nähe eines hübschen Dorfes, welches Savigny für Orge heibt und eine der ersten Halte stationen der neuen Orleans Eisenbahn ist." Ich habe mich also in diesen Menschen doch nicht getäuscht dachte. Herr Lefebre hocherfreut. ' ' v Sein Name ist George AtkinS fuhr der Agent fort. 'Er ist von Geburt ein Engländer und achtunddreibig Jahre alt. Seine Mutter war Sophie Nestly, eine Enkelin der Anna O'Sullivan, die, wie Ew. Hoheit bekannt, eine Schwester des Jacques Patrice war, der nach seinem in Indien erfolgten Tode seiner Familie die vielen Millionen hinterlieb, die bis jetzt noch unangerührt geblieben sind .So," lenkte der Nabob bedachtsam ein, hifr yy CAtrn 9sftnÄ Ift nffn ein Urenkel deS Majors. Sollten nicht noch rvivv -yv kvigt v. niv
andere Verwandte am Leben sein ? Ich wünschte eS von ganzem Herzen, da es mir unsägliche Freude verursachen würde, diese mit meinen Schätzen beglücken zu können, wenn ihnen an die Erbschaft keine Rechte zustünden." In welcher Lage, befindet sich denn dieser Herr Atkins?" .In einer sehr beschränkten. ' Seine Mutter heirathete aus Liebe einen Schauspiele? und ahmte so das Beispiel ihrer Grobtante, der jüngsten Schwester des Majors, nach, die ebenfalls einen Schau spiele? geehlicht hatte.' George Atkins hat sich' aus Sparsämkeitsrücksichten nach Frankreich begeben, um hier auf demLande zu leben. 'SeineEltern haben ihm nur ein kleines Capitalhinterlassen, welches itzt sehr zusammengeschmolzen ist." .Haben Sie, Herr Holtz, George At kins schon von seiner Zukunft in Kenntniß gesetzt?'" " ' ' ; ; ' .Bis jetzt noch .nicht; ich zog eS vor, zuerst genaue Erkundigungen darüber einzuziehen, ob er der einzige berechtigte Erbe wäre und ob Ihre grobmüthigen Absichten sich 'noch nicht verändert habn. Es wäre
hart gewesen, wenn ich ihm eine voreilige Freude bereitet hätte." ,, .Ich. begreife daS, aber ich ermächtige Sie nunmehr, ihm anzuzeigen,' daß ich ihn adoptiren und er unermeblich reich werden würde." ' ' .- .Ich werde mich dieses Auftrags 'noch heute entledigen 'und mir erlauben, den Herrn George AlkinS morgen Ew. Hohei vorzustellen." ' ' ; f ! .ES wird, mich auberordentlich. freuen ihn zu empfangen und Ihnen eine Beloh nung zuzustellen, welche Sie,' mein werther Herr, selbst fixiren mögen. Ich kann Jbnen nicht dankbar genug fein und zolle Ihnen meine höchste Bewunderung, dab Sie diese schwierige Angelegenheit so schleunig zum Abschluß gebracht haben. .Sie ist noch nicht vollständig erledigt,erwiderte Herr Holtz mit bescheidener Miene. Zwar besitze ich klare Beweise über dieAbkunft des Herrn GeorgeAtkinS, aber es fehlen mir noch immer die Todten scheine' der anderen Nachkommen deS Majors .Und Sie glauben, mein Herr, dab Sie diese Dokumente bald werden bekommen können." .O, sagar sehr lecht. Von den drei andern, Schwestern deS JocqueS Patrice sind zwei in Frankreich verheirathet wor den, deren Spur ich bereits aufgefunden habe.' Jn wenigen Tagen werde ich wigen, ob diese beiden Zweige erloschen sind. Die jüngste Schwester hat nur eine Tochter gehabt, welche jedoch diesen Win ter gestorben ist." In diesem Augenblick ward Jemand angemeldet, der den Nabob dringend zu sprechen, wünsche, aber, da er seiner Klei dung nach ein gewöhnlicher Arbeiter sei. von dem Portier zurückgewiesen worden wäre. .Er trete herein," sagte der Nabob und ehe noch der angebliche Agent sich verab schiedet hatte, betrat der Fremde das Zimmer. ES war Fergon, welcher unter der fal schen Perrücke, den bemalten Wangen und der grünen Brille sogleich den verhakten Tollan erkannte. Er ward durch die An Wesenheit desselben so verwirrt, daß er ver aebllky nacy ernem 'zorwanoe luau, um sein Erscheinen zu rechtfertigen. .Ah, Sie kommen wegen der Unterstütz ung, die ich Ihnen gestern für eine arme Familie zugesagt habe," redete ihn sogleich der Nabob mit bedeutsamem Blicke an. Auf moraen also, mem Herr," wandte er sich an den angeblichen Agenten Holtz, .ich sehe Ihrer Ankunft mit Ungeduld entgegen, da ich daraus zähle, dab Sie Herrn George AtkinS, den einzigen Er ben, sobald als möglich zu mir führen werden." .Morgen um dieselbe Stunde werde ich die Ehre haben, Herrn George AtkinS Ew. Hoheit persönlich vorzustellen," entgegnete der als Agent verkleidete Tollan, indem er sich nochmals tief verneigte und gleich da rauf daS Zimmer verlieb. Kaum hatte er die Schwelle überschritten und den Thürgriff erfabt, als Fergon seinen Herrn einen Blick zuwarf, der deutlich sagte: .Lasten Sie ihn nicht entschlüp. fen." Aber Lesebre legte den Finger auf seinen Mund, wodurch ihm Schweigen auferlegt wurde. ' Seine Stunde hat noch mcht geschla. gen," sagte der GrerS mrt dumpfer Stimme, als Tollan sich entfernt hatte. Morgen wird derElende mit seinen Eornplicen in die Falle gehen, die ich ihm ge stellt habe." .Da? wird er wohl bleiben lasten !"
rief Fergon jetzt verzweifelt aus. Sie
misten ja nicht, wag in der vervichenen Nacht geschehen ist,HerrLcfebre, Se tristen ferner nicht, dab man den Versuch gemacht hat, Fräulein Adeline Barre, Pauline, die Tochter deS Weichenstellers Camsremer und mich obendrein zu ermorden." .Du redest irre Fergon," erwidere der Greis besorgt. .Ich bin völlig bei Sinnen," lauete die Entgegnung Fergonö, .und' bitte Sie, meine Erzählung geduldig anzujören. AlS ich g-ftern Nachmittag die Mühe von Pvette betrat, bot mir die Wirthn an, daselbst zu esten und zu übernachten. Ich blieb, nicht ahnend, dab ste mir dasllnerbieten in der Abstcht gemacht hatt um mich zu berauben und zu tödten. Die Alte hat einen Schlaftrunk in den Wein gemischt, und sobald ich in schlaf vrfallen war, eine.Fallthür geöffnet undmich in den Keller hinabgestürzt. Es ist a8 ein Wunder anzusehen, daß ich bei desem Sturze -nicht den HalS gebrochen . Äbe. Wisten Sie übriger.S, wen ich in demkk'el-' ler vorfand ?'' Die kleine Töchter des Weichenstellers Cambremer, 'welche iiach ihrer ' Entführung in den Keller gerafft worden war. Ihre Nahrung bestandaus Brod und Wasser. Kaum batte ich nich indeß mit der Kleinen j verständigt, als durch dieselbe Fallthür ein zweiter Köper in den Keller gestürzt wurde derjeige des Fräulein Barre. Der Plan war ehr einfach'. Man wollte, nachdem man die beiden Mädchen ertränkt hatte, ihre Lech name auf die Schienen ver Eisenbhn werfen, nm sie durch die erste Locomv've zermalmen und 'vollständig unlenntich machen zu lasten. .. . ,r ; .Entsetzlich ! ' rief Lefebre schauderd. .Wie konnten sieaber im Keller r trinken?" ' ' " ' - .Der Keller, in welchem wir uns bescnden, hatte eine Oeffnung gegen die Site der Mauer, welche auf die Schleuse zr führte. Die Elenden öffneten nun Schleuse und lieben daS Master in dm Canal steigen. In einer Stunde war ler Keller vollgelaufen. Ich fand in. demsl ben mehrere leere Tonnen, an welchen lie beiden Mädchen sich über Wasser hielte während ich mit dieser Last auf die Oef. nung zuschwamm. ES war ein schwers Stück Arbeit, ste zu retten, namentlich, to die Tonnen etwas groß waren, um fe - durch die Oeffnung zu' zwingen und ichs also genöthigt war, das Aeußerste zu xxv suchen. Aber es gelang mir dock zuletzt uns unbemerkt aus dem Keller nach dm Brücke zu bringen." .Hast Du denn die beiden Mädchen nach Paris gebracht?" fragte' ihn Lefebe bewegt. ! Nein, nicht geradenWegeS. Ich führt e m . ? i. . . ste auf Nebenwegen zu einer Hütte, derel Bewohner mir seit Jahren bekannt sin) und sorgte dafür, daß ste gleich zu Bet geschafft wurden. Die guten Leute glaub ten meiner Erzählung, daß wir unS verirr und in der Dunkelheit in einen mit Wastei angesülltenGraben gerathen wären. Nach einer zehnstündigen Ruhe, welche die Bau ern benutzt hatten, um unsere Kleider zu trocknen, stiegen wir in die Eisenbahn na
Epernay. Ich brachte nun die Kleine zu en, Sie zu fragen, was Sie während ihrem Vater und das Fräulein zu ihre Ihrer langen Abwesenheit gemacht haben Mutter. Die Freude, welche Beide be da ich Alles weiß . dem Anblick ihrer Kinder empfanden, ver .Wie, Sie wüßten?" . r.ag ich nicht schildern." j .Unzweifelhaft ; wir haben stetS'em .Wie se(i (ist Du Re. göl, mir wachsames Auge auf den Nabob von Ba vorzuwerfen, daß ich Tollan habe ent',bour gerichtet, und wenn wir die Hand kommen lassen!" rief Lefebre, sich vor dlelungen desselben immer stillschweigend dul Stirn schlagend, auS. lAber er ist nichtsdeten, so geschah eS in Anbetracht der desto weniger in unseren Händen, da die uns früher von Ihnen geleisteten wichtigen Beweise seiner Verbrechen ihn erdrücken. Dienste. Er wollte Adeline Barre und Pauline' .Ich. danke Ihnen stammelte Lefebre Cambremer tödten, wie er Marie Falsttden die Großmuth seines ehemaligen Chef getödtet hat, um sich mit George AtkinS tief bewegte, .und Sie würden mir Ihrer
in den Besitz der Erbschaft des Majors
O'Sullivan zu setzen. Morgen, ich Ihnen eröffnet hätte, daß wiederhole es, werden Beide, hier ein! .Sie mit Tollan.gefellfchastlich verkehrt
treffen." t Nein, ste werden nicht erscheinen! Wi sen Sie, was die verbrecherischenBewohner der Mühle zuHvette in diesem . Augenblick thun ? Sie schöpfen ihren Keller leer, die beiden Leichen wieder herauszufischen, die sie an Tollan auszuliefern haben, damit sie nach dem Bahngeleise transportirt wer den können. . Tollan wird nun heute Abend von ihnen die überraschende Nachricht bekommen, daß man die Mädchen nicht gefunden hat. Er wird einsehen. daß sie entkommen sind und vielleicht schon die Elenden wegen ihrer Unthat denuncirt haben, welche ihrerseits ihn als den u sprünglichen Anstifter bezeichnen werden. Es muß ihm sofort klar werden, daß sein Spiel verloren ist und er wird sich, wenn es uns nicht gelingt, uns noch heute seiner
Person zu .bemächtigen eiligst auf die Flucht begeben." .DaS ist wahr," murmelte Lefebre, .und nach seiner Flucht würde ich keinen Be weis kür die Unschuld, meines armen Soh nes in Händen haben, der, wie Bernard mitgetheilt hat, nach , drei Tagen hingerichtet werden soll. Hier ist .'die größte. Eile nöthig." . .. .Befehlen 'Sie,. Herr Lesebre, da& ich nach Savigny zurückkehre, dem Bürgermeiste? den ganzen Verlauf berichte, ihn hfirttlfnff sitn8hnrmtt - ltt rortit?rtr
und . - . .Nichts von alledem," entschied der tXX m 0 fite 9 ImiiiiVa . m m 1a Ca! Vam f vyici. luuiuc .uuiiup (in, viuu die schwerfällige Maschine eines Flecken- ... & . on - r i. x . nnriipnPT in tm?iumn apiprt marr' würde Tollan schon seinen Fuß auf .Eng lands Küste gesetzt haben. Hier in Paris ix (. . v .f U i v : ctv U v . . rwmwmm n El Tj 1 wir www -wm uiuu iiy iuiiuciii uuu icui auucici 4"uii mir helfeki, alS mein bewährter Freund, der Polizeidirektor. Ich gehe sogleich zu ihm und Du wirst mich begleiten, um alSeuctt auftreten u können. Hilf mir beim w L I ' V " J ' 9 Umkleiden, Fergon, wir haben keine Minute zu verlieren Eine halbe Stunde später war Lesebre z und Fergon im Polizeigebqude. .Was. sehe ich? Sie hier V, rief der Wlieidireftar 5.esekr? tntatatn. 18 hipfr. T - - - - r. www -wr w w r w-w WWC ?iu ibm in's Bureau trat. .' . .Ja, ich bin'S," erwiderte der,Grei. mit. fester Stimme, .und ich bringeFergon mit mir." -i .i.i flY(TM CS. miA4 Ytft Cm s imS. wlV4i Wt( ItlUJl, UUh WIC fUWVUl iVib Fergon steckbrieflich verfolgt werden ?? 1 .Ich weiß sehr wohl und ich stelle Ihnen anheim, mich verhakten zu lagen, nachdem Sie micki anaebört baden " . . , , . - t- t .Was haben Sie mir mitzutheilen, Herr Lesebre fragte der Polizeibeamte zurück haltend. . - V ' I ; -cb bnnae 5lbnen Beweise für die Un. ' ww i- - " " - - schuld meines Sohnes. Ich. komme zwar etwas spät, nicht wahr V fügte er hinzu als. er bemerkte, welcheWirkung seine Worte auf den Polizeidirektor ausübten aber ich darf versichern, daß ich meineZeit wohl angewandt habe. Seit ungefähr vier Monaten habe ich unablässig dem Mörder nachgeforscht, und ich würde ihn unzweifelhaft, weit eher entdeckt habe. wenn ich es nicht mit einem elenden er bärmlichen Menschen zu tbun gehabt hätte, der in der Schule teuflischenRänke erzogen" worden ist " . .Nennen Sie mir seinen Namen, seinen , Namen, Herr Lefebre !" rief der Polizei direktor. ' - , .Tollan," antwortete hierauf Lefebre. DerPolizeidirektor erwiderte, ohne Auf! regung zu bezeigen : . . .Es ahnte.mir bereits," daß Sie früher loder später versuchen würden, auf einen, Irr . . n ii c m , c Polizei Angestellten den Verdacht der Thäterschaft zu wählen. O, ich entschuld ige das. Sie stndVater und es ist einem yater, der seinen Sohn vom Tode erretten yill, jedes Mittel gestattet. Ich werde hre Verhaftung nicht verfügen, so wenig nie die meines srüheren Untergebenen. Fergon, obwohl demselben keineswegs eine stlche Entschuldigung, wie Ihnen, zur Seite steht. Ja, es fällt mir nicht einmal seitö gewiß auch gedankt haben, wenn ich haben. Es ist mir das ebenso wenig ent gangen, wie der Umstand, daß der Polizist Bernard um Ihretwillen mehrmals seinen Dienst versäumt hat, ohne daß ich ihn Deswegen.' zur Verantwortung gezogen hätte.". . ,Und Sie haben," fragt:ZLekebre mi' bangem Herzklopfen, .auch Tollan nichts davon gesagt?" .Nein! Sind Sie denn noch immer 'on dem Wahn, befangen, daß ich Ihr seind sei ?" .Sie sind mein edelmüthiger Freund l" ,ief der Greis mit Thränen in den Augen. : (Fortsetzung folgt.) I H a v r e, 1. Febr. Der Dampfer öestphalia ist von hier nach New Yortv bgefahren.
