Indiana Tribüne, Volume 2, Number 24, Indianapolis, Marion County, 24 January 1880 — Page 4

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Zndiana Hribüne.

sW o ch e n b l a t t.) Office: Ecke Circlc. u. Meridianstr. kJm dritten Stock ) (Entered as seeond-cla.es matter at the Postotlice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Prciie. In der Stadt durch die Post ins Hüus geliefert Per Iah, im Voraus Per Nummer ...52.00 ö tat3. Otto Sch'ss?!, Herausgeber. P O. B. 295. Indianapolis, Ind., den 24. Jan. 1880. Die Situation in Maine. Wie wir vorausgesagt, so ist es gekom men. Die Demokraten bequemen sich nicht dazu nachzugeben und der Entscheidung des Gerichtes sich zu fügen. Die demokratische Numpslegislatur setzt ihreSitzuN' gen fort. Da ihr die Benützung des Staatshauses verboten wurde, tagt sie in einer anderen Halle. Sie nennen dieEnt scheidung dcs Gerichtes eine Parteien! scheidung, obwohl der Gerichtshof, der aus 4 Republikanern und 3 Demokraten besteht, einstimmig war. Jetzt wollen sie mit demokratischer Conscquenz ihrerseits dem selben Gerichtshof Fragen vorlegen. Nach . dem derselbe aber einmal die lepublikani sche Legislatur für die gesetzliche erklärt hat, wird er sich wohl nicht darauf ein lassen, die ihm von einer nicht zu Recht be stehenden Körperschaft vorgelegten Fragen zu beantworten. Der Vorschlag wurde auch gemacht, die Sache dem Congresse zu unterbreiten, aber dos wird nicht geschehen, weil das ein Verstob gegrn die dcmokratifche Lehre der Staatensouveränetät wäre. Uebrigens dürste die Farce bald ein Ende nehmen. Einzelne Demokraten haben sich bereits der zu Recht bestehenden Legislatur angeschlossen und die Rumpflegislatur dürfte bald auseinandergehen, weil der Staatsschatzmeister sich weigert, sie zu bezahlen und Wo du nicht bist, HerrOr ganist, da schweigen alle Flöten Aus diesem Grunde glauben wir nicht, daß länger Gefahr vorhanden ist. Das republikanische Prinzip ist gerettet, ist friedlich gerettet worden, und die Republik ist wieder einer großen Gefahr entgangen. Man hätte glauben sollen, daß die Ersahrungen gelegentlich der letzten Präsidentenwahl den Congreß veranlasien wür den, den Wahlmodus so zu ändern, daß Ereignisse wie die damaligen, nicht wieder eintreten könnten. Bis jetzt ist nichts Derartiges geschehen. Es ist auch nicht zu erwarten, daß ein demokratischer Congreß die Chancen, welche der gegenwärtige Wählmodus bietet, aus der Hand giebt. Individuelle Freiheit der Arbeiter. Eine recht herrliche Illustration zu dieser Phrase ist die Thatsache, daß die Consolidated Mining Co. von New Straiteville, Peru Co., O., vierzig ledige Arbeiter aus dem Grunde entließ, weil dieselben ihr Geld nicht so rasch in dem Laden der Compagnie ausgeben, wie die verheiratheten Arbeiter. Ein niederträchtiger Grund! Diese Kohlengrubenbesitzer wollten mit . telst des berüchtigten Trück".Systems die Arbeiter zwingen, ihren Bedarf in den von den Arbeitgebern gehaltenen Läden zu kau fen, d. h. sie wollen für geringe Waare den Arbeitern den sauerverdienten Lohn wieder abzwacken, sich selbst also einen doppelten Gewinn sichern. Und da ein verheiratheter Arbeiter mehr im Laden kaufen muß als ein lcdiger, so wollten die habgierigen Monopolisten alle lcdigen Arbeiter verdrängen, um die verheiratheten desto ärger ausbeuten zu können. Die andern Arbeiter stellten daraushin 'die Arbeit ein und machten die Rückkehr zur Arbeit von der Bedingung abhängig, daß die ledigen Leute wieder angestellt werden mußten. Andere Gesellschaften wollten ebenfalls die ledigen Leute entlasten, die Handlungsweise der Kohlengräber hat sie aber veranlaßt, mit der Ausführung dieses Planes zu zögern. . Man sieht, daß diese AuSsaugerei den Arbeiter wieder einmal zum Sklaven des Arbeitgebers macht, und es wäre Pflicht des Staates ein Verbot zu erlösten, gegen das infame System der Arbeitgeber und Corporationen. die Arbeiter mit Anwei sungen auf ihnen gehörende Kaufläden zu bezahlen, in denen diese ihre Lebensmittel kaufen müssen, und so nicht nur ihrer per-

sönlichen Freihnt beraubt sind, sondern auch den Arbeitgebern den sauer verdien ten Lohn in Gestalt hoher Preise oder schlechter Waaren wieder zurückzuzahlen haben. In Italien herrscht Hungersnoth.

Tausende von armen Arbeitern, welche am Allernothwendigsten Mangel leiden, haben ihre letzten Habseligkeiten zu Gelde ge macht und wandern nach Süd-Amerika aus. : In Irland herrscht Hungersnoth. Das Volk befindet sich im tiessten Elend, und sein Notbschrci wird von der Regierung mit Verhaftung Derer beantwortet, welche ihre Stimme gegen die herrschenden Zustände erheben. In einem TheileDeutschlands, inSchlesien, im Erzgebirge, herrscht Hungers noth. In Schlesien ist bereits der Würg enge! Hungertyphus eingetreten und hat seinem Freunde, dem Getreidezoll dieHand geschüttelt. Im Spessart ist cs nicht viel bester, wenn auch daselbst das Schlimmste überstanden zu sein scheint. Während wir hier in Amerika so viel Getreide gezogen haben, daß wir kaum wisien. was wir damit anfangen sollen, starben in Europa trotz Dampfschiff und Eisenbahn die Leute Hungers. Und währen) wir, wie gesagt, solch riß sigen Ueberfluß an Getre.de haben, daß wir halb Europa damit versahen, und kolossale Quantitäten dahin schicken, giebt es hier Leute, welche, trotz des besten Willens, jede Arbeit zu verrichten, am Nothwendigsten Mangel leiden. Wir fragen: Muß denn das sosein? Lasten sich denn gar keine gesellschaftlichen Zustände ohne Noth und , Elend, ohne Hungertyphus denken? Ist esnichtdie moralische Pflicht jedes Menschen, die Herbeisührung solcher Zustande anzustreden ? Hat denn der Egoismus schon jedes menschliche Gefühl erstickt ? Es ist nicht möglich dies zu ändern," heißt es, es läßt sich Nichts dagegen thun Es ist die Sprache der Unwistenheit, des Vorurtheils, welche sich allenthalben breit macht. Als es noch kein freies Handwerk gab, als Alles noch durch Skla ven produzirt wurde und physische Arbeit als des freien Menschen unwürdig angesehen wurde, da glaubte man auch, es ließe sich nicht ändern, und es wurde doch geändert. Als das Feudalmesen in seiner schönsten Blüthe stand, als der Arbeiter noch mit Leib und Seele dem Feudalherrn gehörte. als noch kein sreier Bauernstand existirte. als das Zunftwesen mit seinen tausend und abertausend Beschränkungen und Bedrückungen, als recht, billig und natürlich angesehen wurde, da sprachen Unverstand und Vorurtheil gerade wie heute, da hieß es ebenso: ja das läßt stch nicht ändern. und es wurde doch geändert. Und wenn heute Unwistenheit und Vorurtheil hunderttausend Mal behaupten, die heutigen Zustände, mit ihren Mono polen, ihrer Kapitalmacht, ihrer Unter drückung des Arbeiters, ihrem Pauperis muS, ihrer Hungersnoth, ließen stch nicht ändern, ste werden doch geändert werden, so wahr es einen ewigen Fortschritt giebt, so wahr die gesellschaftliche Entwicklung nicht stille steht. Warum sollenElend und Hungersnoth stch nicht aus der Welt verbannen lassen? Es bedürfte dazu nichts, ls der Einsicht und des guten Willens. PapstLeo XIII. ist krank und muß das Bett hüten. Fürst BismarcksZustand ist zwar noch immer bedenklich doch hat er stch in den letzten Tagen nicht verschlimmert. Die diesjährige Fastenzeit beginnt außergewöhnlich früh, indem der AscherMittwoch auf den 11. Februar fällt. Ein australischer, interkolonialer Arbeitercongreß wird nächstens in Sidncy (Neu Süd Wales) tagen. Am 29. Dezember wurde das Kabel nach Süd-Afrika dem öffentlichen Verkehr übergeben. Die bekannte Schriftstellerin Jda von Hahn Hahn ist im 75. Lebensjahre im Kloster zu Mainz oestorben. ' In Sidney. Australien, wurden 10,000 zur Unterstützung für die Nothleiden den in Irland gesammelt. An der Berliner Börse ist ein bedeutendes Steigen der Eisenbahnaktien eingetreten da. die deutsche. Reichsregierün'g doch Ernst mit dem Ankaus virn Eisenbahn nen zu machen scheint.

Charlotta Patti segelte am Montag mit ihren Begleitern von San Francisco

nach Australien ab. Jn.Memphis sollen jetzt wirklich Ab zugskanäle gebaut werden. . Die Botschaft hören wir, allein uns fehlt der Glaube! In St. Louis haben sich während des letzten Jahres 42 Personen das Leben genommen. Und doch leben wir in der be sten derWclten. Das in St! Louis, Mo. erscheinende Witzblatt Lächeclich" erscheint jetzt achtseitig. In Folse dieser Vergrößerung ist auch derAbonnenentspreiS erhöht worden. , In Nord - 5aro!ina sind sechs ZeU hingen, welche von 'Negern herausgegeben toerden, inLouisiana drei, inTenneffee und Texas je zwei, ii Virginien, Alabama und Mississippi je eile. ' Gewiß haben die Zeiten sich geändert, wenn ein Gericktshof in Arkansas sich vertagt, um seine Ächtung für einen verstordenen, farbigen Advokaten auszudrücken und wenn daffebe neulich in Iowa beim Tod einer Adwkatin geschah. Die Stactsgesängniste von .Ne . Hampihire ; unt .Kentucky sollen wahre Pesthöhlen sein.DieSterblichkeit in diesen Anstalten ist na ürlich in Folge dessen beispiellos, aber dl es für.diese Mangel keine Kläger gibt so (ibr es auch keine Richter. i In Massachusetts werden die Eisen bahnen wohl nich am besten verwaltet. Dennoch verlohn auf ihnen 1879 nicht weniger als 45 Personen das Leben und 405 wurden beshädigt. Da die Reinein nähme dreißig Millionen Dollars betrug, so fiel es leicht,die gerichtlich zuerkannten Schadenansprühe zu bezahlen. Bei seinenneuesten Gesandten-Ernen nungen hat derPräsient einem Grundsatz der Civilldenstreform, Promotion im Amte, gehuldict, indem er Lowell von Madrid nach ändon; Foster von Mexiko nach Petersburg beördete, während der seitherige Pari'er Conwl Fairchild Ge-' sandte? in Malrid wird. In Bostor hat man mit den VerHandlungen indem Prozeffe gegen Chas. Demond beginnen; derselbe hat als Schatzmeister der Massachusetts MistionGesellschaft, $35,000 unterschlagen. Aber das Resultat ist schon vorauszusehen, denn auch in Bostcn hängt- man die kleinen Diebe, während man die großen lausen läßt.. j . Ja einerVorl:sung zu Rochester, N. Y.. sagte Co!. Rob. Jngersoll : Herr Joseph Cookklagt mich an, daß ich zu Gunsten obsciner Literatur sei. Als er diese Anklage erhob, schrieb er Lügner" auf seinen Rtf. Ich bin dafür, daß wissenschaftliche Literatur dasselbe Recht auf Postbeförderlng habe als dogmatische Li teratur. De? Ebrwürdige Joseph Cook ist, wie ich höie, ein Jahr im Irrenhause gewesen. " Snn: Freunde haben entweder zu spät ihn .hineingethan, oder zu früh wieder herauZgenommen." Hr. T. Jones,Mineninspektor des südlichen Kohlendistriktes von Luzerne und Carbon Co. Sa., berichtet, daß in den' letzten neun Zahlen in seinem Distrikte 262 Arbeiter asüeben verloren, davon die Hälfte, oder 134. durch stürzende Felsstücke oder Kohlen. Auf der Oberfläche kamen 32, und durch Ueberfahren von Karren in den Minen 33 Arbeiter um's Leben. Durch schlagend' Wetter oder Gas - Explosionen wurder in den neun Jahren 14 Personen getötet; JeneArbeiter und de?en Familien, )ie dadurch ins Unglück gestürzt wurden,zatten gewiß ein größeres Risiko als ihre Arbeitgeber und so ist es durchschnittlich it allen Arb.eitsbranchen der Fall. ; Ich weiß niht was soll es bedeuten. Vom Rhein wio geschrieben : Die arme Loreley ist eirgefroren. Sie hat sehr schwer unter dn rauhen Winterwetter zu leiden gehabt, md bei den gegenwärtigen Temperatur-Vrhältnisten scheint es doch sehr zweifelhast ob sie da eben auf dem Rheinfelsen beiSt. Goar sitzen bleiben und fürderhin hr goldenes Haar mit gol denem Kamme fimmen wird. Auf Staatskosten wird, närlich die Wasterbaubehörde die aufgethürmenEismasten von derLoreley eine Streckeauswärts mit DynamitPatronen sprergen und in's Treiben bringen, um dem späteren Eisgange Bahn zu brechen. Die Zolde Loreley von Eisbergen blokirt.- las hat mir grimmer Kälte der Winterstura gethan. . . , '

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Die .Westl. Post" ereifert sich schon wieder einmal über die Frauenstimmrechtlerinnen. Sie schüttet in 'einem längeren Artikel die ganze Schale ihres Zornes dar über aus, -daß es die Frauen in Amerika schon so weit gebracht haben, das ganze Erziehungswesen in die Hände zu bekommen und schnaubend vor Wuth, zitternd vor Angst sieht sie dem Tag entgegen, wo auch das weibliche Geschlecht berechtigt ist, in der Politik ein Wörtchen mitzureden. Sie spricht zum Schlüsse ihrer Lamentationen nur den Wunsch aus, deß ehe dies der Fall sein wird, sich der grüne Rosen über sie wölben möge. . Nun die Frauenrechtlerinnen werden gegen diese beschcidene Bitte nichts einzuwenden haben, und damit die Frau Post" auch die sündhaften Bestrebungen derselben nicht länger, mit ansehen muß, geben sie ihr sogar den Rath sich jetzt schon begraben zulassen. Für eine recht ergreifende Grabrede mird mit Freuden gesorgt werden. Allen Anzeichen nach würden die Be sttzer d;r Edison'schen Actien zurReujahrszeit als für dieselben $4,000 und darüber geboten wurden, gut gethan haben, sie loszuschlagen. Jedenfalls wird es noch geraume Zeit nehmen, bevor dieselben wieder zu so'riesigerHöhe steigen werden. Wie aus Menlo Park gemeldet wird, bewähren sich die daselbst von Edison aufgestellten elektrischen Lampen nicht. Zwar strahlen manche derselben noch jetzt ein so Helles Licht aus, wie an demTage, an welchem ste in Brand gesetzt wurden. Bei andern brechen jedoch die Kohlen - Brenner rasch nach einander durch. Eine Erscheinung, welche Edison dem Umstände zuschreibt. daß die von ihm construirten Glasglocken nicht in der hermetischen Weise das Ein' strömen der Luft abschließen, wie dieses nöthig ist. Edison erklärt jetzt, daß er die von ihm in Scene gesetzte Beleuchtung von Menlo Park, lediglich als ein Experiment betrachtet habe und boffe seine Erfindung bis zum nächsten .Winter derartig vervollkommnet zu baben, daßIe alsdann in ausgedehnten Maßstabe zur praktischen Verwerthung gelangen könne. Auch scheint er entschieden auf der richtigenFähite zu sein. Mittlerweile haben die Gasgesellschaften jeooch eine weitere Gnadenfrist erhalten. m Den Leitern der Demokratie verursacht ihr einst" so hochgehaltener Ur cle Sammy I. Tilden nicht geringesKopsweh. Sie geben sich keinenTäuschungen darüber hin, daß im Falle er nominirt würde, der Staat New Hork so gut als wie sür sie verloren angesehen werden müßte ; wäh rend er andrerseits hämisch genug wäre, im Falle seiner Nichtnomination Alles aufzubieten, die eigene Partei schlagen zu helfen. Die Erwägung dieser Umstände lenkte be reits die Augen der Demokraten in allem Ernste auf GouverneurSeymour als ihren nächsten Präsidentschaftskandioaten. Sie rechnen, daß dieser, trotz Tilden und aller seiner Anschläge zur Erreichung des Ge gentheils, stark genug ist, um im Staate New Pork gewählt zu werden.' Er ist zu dem Messias ausersehen, der die Partei aus der Abhängigkeit von Tilden befreien soll und es wird geplant ibn um jeden Preis zur Annahme der Nomination zu bewegen, sei es selbst unter derAbmachung. daß er sofort 'nach erfolgter Wahl wieder abdanke. :

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' Die New Orleans "Deutsche Zei- T tung" berichtet: Alt 171 der Eor.stitu. j tion, welcher vorschreibt, daß Niemand als jj Mitglied d?r Legislatur gewählt werden ' kann, der früher' ein Staats- oder Gemeindeamt bekleidet und für die'ihm'an -'

vertrauten Gelder nicht vollständlgRechen- ' schaft abgelegt, kam gestern zum erstem Male in Anwendung. Harry Mahnn y, von Plaquemines, und Dave Poung, von Eoncordil, zwei rabenschwarze' Neger, fungirten früher a's Schobmeister der ' Schulgelder ihrer Parishe und ließen sich in dieser Eigenschaft ..Krummigkeiten" im Betrage von mehreren tausend Dollars zu Schulden kommen. Beiden wurde die Einschwörung verweigert, Dave noch im letzten Augenblicke, denn er hatte bereits du, riesige,mit einem schwarzenGlacehandschuh -bekleidete Hand zum Schwur erhoben, als Einsprache vorgebracht wurde. Beide leg t.n .vn 57. min., k.k,.... M. im guui vviiijuui. Hituiii uukui(i -jjui i theibeamten vor, daß ihre Rechnungen iml Reinen seien; der Staatssupenntendent der Schulen weiß indest nichts davon, und so werden die beiden Edlen den Sitzungen der Legislatur höchst wahrscheinlich nur -als Zuschauer beizuwohnen die Ehre haben." Hoffentlich wird jener Artikel der Eonstitution Louisiana's auch auf krumme Weiße angewandt werden, denn " dieselben sind nicht weniger zahlreich als wie die krummen Farbigen. Ein Opfer der Judenhetze. AusBerlin wird vom 4. Januar geschrieben : Der Polizeibericht meldete vor einigen Tagen, es habe sich ein junger Mann erschosten ; die Ursache des Selbstmordes sei ünbe" kannt. Der junge Mann mit guter Bil dung und von sehr respektablen Eltern aus Landsberg a. W., ein Herr Benedix, war hier in einem größeren Leinen .Engros -Geschäft beiBenedix u' Eo. Derselbe ging am 29. Dec. v. Jahres übet den Alexanderplatz und wurde von , zwei jungen Leuten gestoßen und in der üblich gewordenen Weise mit fauler, Jude". insultlrt, worauf Herr B einem der Herren eine Ohrfeige gab und schließlich nach weiteren Aüsein andersetzungen zum amerikanischen DueL 5tr' herausgefordert wurde. Es wurde gewür felt und Benedix bekam eine schwarze Kugel und somit die Verpflichtung, stch am.. 31. Dcc. Nachts 12 Uhr zu erschießen. Der Unglückliche erfüllte dieselbe, und so fand man den jungen talentvollen Mann am andernMorg'n als eine Leiche. Er wurde heute Sonntag den 4 Jan. 3 Uhr Nach- . mittags begraben. Die Namen der zwei ,j Herausforderer hat B. nicht angegeben das p Klügste wäre, wenn man den Hosprediger. Slöcker dafür büßen ließe. Immerhin V; hätte man diesen Heiligen wenigstens zum Z Begrabniß einladen sollen damit er sich J mnirt0nÄ nn hfmHhfr ffinr Vphro fntt- t IVVIII4kllV V4 I VVIMNf V VIIIV I V f V M t V weiden können. Der berühmte P!aler Anselm Feuer bach, welcher sich in Venedig aushielt, wurde am Morgen dek 4. Januars todt in seiner. Bette gefunden. Die Mutter Feuerbachs wohnt in Nürnberg und die Leiche wurde auch dorthin geschafft und

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dort begraben. Durch eine Explosion in einem Koh-. lenbergwerke zu Ncwcastle (England) sind amMittwoch wieder 80 Arbeiter umLeben gekommen. "DieWenigen, wklcheAnfangs gereitet wurden starben rasch und die Seenen, welche stch am. Eingange zumSchachteabspielten, sollen wahrhaft herzzerreißend gewesen sein. . . . , '

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