Indiana Tribüne, Volume 2, Number 21, Indianapolis, Marion County, 3 January 1880 — Page 7
VU ! Vw ' l V i i A iT '"--.JI-W.-.- -:.!..., ..1.in-.v s ' 1"-i-,'-".i o-.i-., v-jrvs .'-'rti.'ift' ' ' J t tv.tnr.' .-(.-. 4. I n d i a a r i b ü n e v. ,-,. i V .v - ' -- jr-. v&A -rr
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. Zerbrechen wurde wie.Kijemlianin" ( notop im Gouvernement Tscherni .geschrieben wird, dieser Tage in dem Artigen Dolse Jassinowka entdeckt. Vor kjjrzem verschwand nämlich plötzlich aus 'genannten Dorfe der Bauer Peter - .oworun. Das letzte Mal sah man den Z.'rschollenen in Gesellschaft der Bauern an Kowal, Stephan Jassenecki, Deme- , , ,chiazecki und Nikita Geibtnuk in einer franse zechen. Nun zog man alle diese 4,4 cy l.
pibciiuniucn zur eranlworlung uno ,ach langem hartnäckigen Weigern gestan -yn dieselben endlich ein, den Bauer Peter Äoworun in dem Grabe des jüngst Der itorbenen Bauers Sachartschuck lebendig vergraben zu haben, weil er, Gorowun,gedroht hätte, sie, Me Vier genannten Bau-
rn, wegen eines von ihnen begangenen
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',elveoieoiiayls zu verrathen. wt ge-
richtliche Kommision ließ sodann das genannteGrab untersuchen u. fand in demsel ben in derThat dieLeiche des Verschollenen auf dem Sarge Sachartschuksn sitzender Stellung. Der Mund, die Ohren und die Nasenlöcher Goworun's waren voll mit Blut gefüllt und man merkte der Leiche selbst an, dak Goworun sich lange, bevor sein schrecklicher Tod eingetreten war,geplagt habe, um sich aus seiner entsetzlichen Situation zu befreien. Sämmtliche Ver brcchcr wurden dem Strafgerichte einge liefert. Auch in Holland bereitet dieMilitär Frage den Kammern schwere Sorgen. Der jetzige Kriegs-Minister Reuther bat in seiner Antwort auf den Bericht derCentral'Section der zweitenKammer folgende Vorschläge eingebracht: Die Divisionen nach den Waffengattungen sollen abgeabgeschafft und dafür gemischte Divisionen errichtet werden. Die Zahl der Truppen und die Organisation der Armee sollten dem im Jahre 1874 angenommenen Ver theidigungssystem entsprechen. Der Minister will eine Feld und eine Belager-ungs-Armee organisiren, letztere zur Vertheidigung der Festungen und Vertheidigungswrke, welche dem ersten Angriff eines
Feindec .ausgesetzt sind. Die Zahl der jährlich auszuhedcnden Milizen soll erhöht werden. Die Cavallerie soll wenigstens
1800-2000 Mann zählen, die Artillerie
soll aus 22 Batterien bestehen. , Dieser
Gegenstand wird wahrscheinlich in der
Kammer zu ledhaften Debatten führen. . Die Malthus'sche Uebervölkerungs
lheorie lehrt bekanntlich den Unsinn, bafc
der Staat Borkehrungen treffen sollte, da
mit nicht zu viel Menschen entstehen ; da durch sollte angeblich die Ernährung
leichter von Statten gehen und der Wohl
stand jedes einzelnen gehoben werden.
Diese Thecrie wird imHinblick auf Irland völlig über den Haufen geworfen. Von
dort geht seit Jahrzehnten fortwährend
ein starker Strom von Auswanderern von Irland nach Amerika, so daß dieBevölker
ung des Landes um nahezu die Hälfte ab genommen hat. Das Land entVölker
sich immer mehr und nimmt immer
schrecklichere Gestalten an Da muß doch
endlich der Blindeste einsehen lernen, dab das Uebel viel tiefer und auf einem ganz
andernGebiete zu suchen ist, als dleWeisen
von Gkldsacks und Gottesgnaden glau den machen wollen. Die Ministerkrisis in Frankreich is
beendet. Freycinet ist es gelungen, ein
neues Cabinet zu bilden. Die Jusam mensetzung desselben kann nicht die Hoff
nung erwecken, dan es von langer Dauer
sein wird. Gambetta, der sich übrigens die
Uebernahme des Minister Präsidenten. Portefeuilles offiziell gar nicht antragen ließ, scheint doch zu meinen, daß er als Präsident der vom Volke gewählten Kam mer mehr Aussicht zum Präsidentenstuhle Frankreichs hat. als auf dem mehr denAngriffen ausgesetzten Posten eines Leiters des Ministeriums. Daß das Cabinet Freycient die allgemeine Amnestie sördern wird, ist sehr zweifelhaft. Namen wie Leon Say, Jules Ferry, Tirard flößen nach dieser Richtung kein Vertrauen ein. In die Pariser scheint einer ameri' konischer Unternehmungsgeist gefahren zu sein. Sie wollen nämlich den Seinefluß mit einem Ausmünde von 9 Millionen Dollars soweit vertiefen, daß Schiffe mit . 9 Fuß Tiefgang vom Meer bis nachParis , fahren können. London, 27. Dec. Der Geschichtsschreibe? und Reisende William Hepworth Dixon ist im Alter von 59 Jahren am Schlage gestorben. Er war viele Jahre Redakteur des London Athenäum.
Im Anfange des vorigen Monats
meldete, sich in der Weiberstrafanstalt zu
Bruchsa'l eine junge Frauensperson, an-
geblich eine wegen Körperverletzung gegen
ie gerichtlich ausgesprochene mehrwöchent
iche Gesängnißstrase anzutreten und sie
wurde so in die Anstalt aufgenommen.
Nachdem schon einige Tage umlaufen wa
entstellte es sich heraus, daß diese Person
rzarnicht die zur Strafe Verurtheilte war.
und. daß vielmehr .sich die 17 Jahre alte
Tochter der zur Strafe verurtheilten Mut-
er tau? Verlanaen des Vaters in der
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Strafanstalt gestellt hatte, und so unter
dem .Vorgeben selbst die Verurtheilte zu
ein, versucht hatte, die Strafe ihrer Mut er abzubüßen. Aller Wahrscheinlichkeit
nach wird diese immerhin von Edelmuth zeugkde' Handlung' nach dem Gesetz be
trast werden müssen. i j Nächst London hat in den letzten 9
Iahten von-allen europaischen Städten Hanbver,am meisten anEinwohnerzahl zu
genommen, nämlich 74,000 auf 107.000, oder 44 Prozent. In derselben Zeit ge
wann Berlin 38, Frank surt 31. Leipzigs, Dresden 26, Antwerpen 24, Edinburgh
und Hamburg 20, Wien und Kopenhagen 16 Prozent.
Aus dem Staate.
? Der Prozeß gegen Major Simpson
von Madison wegen Ermordung des Ex
Schatzmeisters Howurd hat mit der Frei-
sprechung des Angeklagten sein Ende ge funden. Simpson selbst beschwor, daß
Howard nachdem er sich zurückzog, und wahrend er (Simpson) noch betäubt und blutig von den erhaltenen Schlägen nach
Hause zu gehen, versuchte, zuerst auf ihn
geschossen habe. Seine Advokaten brach-
ten noch einiges anderes Zeugniß,' welches die Angabe zu bestätigen schien, und dies hatte die Freisprechung zur Folge.
T Von einem small potatoe" Schwind
ler erzählt die Fort Wayne Staatszei-
tung": Andy Hakemann, seitheriger Be
sitzer der Olympic Restauration an Ost
Columbia Straße hat sich aus demStaube
gemacht. Er beschwindelte den Cigarren-
Händler Foote um eine Kiste Cigarren und $5 in Geld, indem er demselben einen fal
schen .Z5-Schein zum Wechseln einhän-digte.
? In St. Wendell. Poscy County. fiel
das 6jährige Söhnchen des A. Baehl in
einen großen Behälter voll siedendem Wasser, obgleich es schnell herausgezogen wurde, starb es in wenigen Stunden.
Darum. Aber warum rechnen
Sie denn für Ihre Särge so unverschämt
hohe Preise'an, Herr.Undertaker?"
Weil sie nur emmal gebraucht-und rne
reparirt werden. Soll ich etwa für Sie einen .seconhändigen" reserviren?"
Aus 'der Schule. Pfarrer:
Nun Peter, weißt du, wie man einen Men-
schen nennt, der nur immer Geld zusam menscharrt und keinAlmosen gibt ? Nun ?
Einen G ei
Peter : Einen Geistlichen." Frankreich und Deutsch
land. Ißt oder trinkt der Franzose
et vas Gutes, so rust er : ' "Dlable !" der Deutsche: Göttlich!" Schmeckt dage
gen das Essen schlecht, so'' rust der Iran
zose:'on l)ieu!" und der Deutsche:
Pkui Teufel !"
ÄE S ist gerathen. Der Bediente
eistivösenerals klopfte dessen Uniform aus
deriusflur aus,, da trat ein fremder
Mensch zu ihm und übergab ihm einen
Zettel mit den Worten :
.Geben Sie diesen Brief sogleich Ihrem
Herrn, ich warte auf Antwort."
Der Diener lief zum General und über
gab ihm diesen Brief. Dieser entsiegelte
ihn und las laut :
Geräth es, so ist es gut, geräth es nicht,
auch gut."
Der Mensch muß toll sein," rief der
General, lasse ihn herein kommen !"
Der Bediente eilte hinaus, kam aber so
gleich wieder und rief :
Ach Gott, dem Spitzbuben ist's gera
then, er hat Ihre Uniform gestohlen."
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Die Offizin
der
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empfiehlt sich zur
Anfertigung von
! Kumoristisches.
ZurLebensmittelfälfchung
oder die Geschichte von vier Fliegen. Es waren einmal v?er Fliegen und die hatten Hunger. , Die Erste machte sich über eine
Wust her, denn d' Wurst schien zum Fres seit schön. Aber die Fliege starb anDünn
dlrmentzündung, denn die Wurst war mit
Anilin verfälscht. Und die andere Fliege naschte im Mehl, und siehe da ! sie verendete an Magenverengung, sintemal das
Mehl mit Schwerspath verfälscht war.
Und die drit'e Fliege trank aus demMilch-
tapf; zu ihrem Unheil, sie kr:pirte elen
diglich an Kolik, denn die Milch war mit
Kalk verfälscht. Hin ist hin ! gestorben
muß sein," dachte die vierte Fliege und flog auf ein Fliegengistpapier, worauf ein Todtenkopf gemalt war mit der Inschrift: .Gift". Und die Fliege trank und trank und war guter Dinge und starb nicht : auch das Fliegengist war gefälscht. Wo kommen nur all die Gewitter her, sagte der Vater kopfschüttelnd. . Ich weiß es, jubelte der kleine Fritz. Na, Junge,woher denn? Aus Großmutters Knochen. Sie sagt immer, wenn eines kommt : das hat mir schon acht Tage in den Knochen gelegen!" DasFehlende. Der Brigadier X. der ungemein streng in Adjustirungsfragen ist, bemerkt während der Rast einen Jäger, der den Stöpsel seiner Feldflasche verloren hat. Er geht aus den Jäger zu, ergreift desien Flasche und hält sie ihm vor: Was fehlt dieser Flasche?" Der Jäger, dem der Verlust des Stöpsels unbekannt ist, weiß keine Antwort. Ich frage Sie nochmals: Was fehlt dieser Flasche?" Jäger (desperat) : .A Schnapps,Herr General!" Heine schrieb als Student einem Freunde: Schiefe mir sofort H0 Thaler oder ich verhungere auf Deine Kosten."
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