Indiana Tribüne, Volume 2, Number 21, Indianapolis, Marion County, 3 January 1880 — Page 4
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I n d i a n a Tribüne.
Ity&Ut Gew ! indem ihr euer Eigenthum bei uns versichert, in unseren prompt zahlenden Ecscllschasten. Ihr könnt versichert sein, daß wcnn ibr bri unS in un. serer Office in Zimmer No.. und 2 Taldo't & New's Block, erst? Stiege südlick. von der P stos. sice, vorsprecht, wir ihncn bei der Versicherung ihres Eigenthum? Geld sparen können; es wird ihnen wenigstens nicht zum Schabn ger.ichen,wenn Sie bei uns anfragen. GlcaveZnnb Go. Jndiana Hriöüne. (Wochenblatt.) effice: Ecke Circle u. Mcridianstr. sJm dritten Stock ) sEntered as second-class matter at tlie Postoffice at Indianapolis, lndiana. Abonnements-Preise. In der Stadt durch die Post ins Haus geliefert Per Jahr im Voraus ?er Nummer 52.00 ö KentS. Otto Sch'sscl, Herausgeber. P. O. B. 295. Indianapolis, Ind., den 3. Jan. 1880. Der demokratische Schurkenstreich in Maine. Im Staate Maine gährt es so gewaltig, daß man beim Zusammentreten der Legislatur gewaltsame Auftritte befürchtet und der Gouverneur sich veranlaßt gesehen hat, rt cm rr o v cri.-is r ( I. aue vassen aus viui iuuuuicnui ui Bangor nach der Hauptstadt schaffen zu lassen, weil er beabsichtigt bei dem Zusam mentritt der Legislatur die Staatsmiliz einzuberufen. Die Ursache dieser Währung ist solgende. Die Wahl in Maine fiel im letzten Herbste vollständig zu Gunsten der Republikaner aus. Die Republikaner hatten im Senate eine Mehrheit von acht, im Repräsentan tenhause eine Mehrheit von 17. ES ston den sich drei Parteien einander gegenüber, "Republikaner. Demokraten und die söge nannten Fusionisten, letztere Greenbaöler unter Butler's Führung. Die Verfassung des Staates Maine bestimmt, daß wenn bei der Gouverneurswahl keiner eine ab solute Mehrheit hat, beide Häuser gemeinschastlich. wobei die Rolle deS Vorschla. genS und Wählens zwischen beiden Hau's ern getheilt ist, einen'.Gouverneur wählen sollen. Da die Republikaner in beiden 'Häusern eine Mehrheit hatten, so mußte .nothwendiger Weise ein Republikaner 'Gouverneur werden. Um nun dieS zu verhindern, begingen dieDemokraten einen Akt politischen Brigantenthums, wie er in 'der amerikanischen Geschichte unnachweis Iich ist. Betrug bei den Wahlen konnten -sie den Republikanern nicht nachweisen, so 'nahmen sie denn ihre Zuflucht zur gemein sten Ferkelstecherei. Eine Commission an deren Spitze der Gouverneur steht, bat die Stimmen zu zählen und den Ausfall der Wahl zu entscheiden. Aus Grund solch nichtiger Formfehler, wie, daß in einem Wahldistrikt die Wahl bloß sechs. Tage lang vorher, statt sieben Tage öffentlich bekannt gemacht wurde, oder daß die Stimmlisten nicht formgemä unterzeich. net waren, oder daß auf der Stimmliste .bei einer Majorität von 500 Stimmen, 14 stimmen al ..ecattcred" anaeaeben wa - u J ren, aber die Namen derer, auf welche sie gefallen waren, sich nicht verzeichnet sän den, wurde die Wahl in fünf der größten Städte de? Staates ganz und gar für un gültig erklärt, und dadurch die Bürger derselben ihrer Vertretung in der Gesetz' gebung ganz und gar beraubt. Und dies geschah, trotzdem das Gesetz erlaubt, daß .solche Formfehler corrigirt werden, aber der Gouverneur erklärte dieses Gesetz für verfassungswidrig und erlaubte keine Eor rektur. Die Gesetze Maine's bestimmen zwar, daß jedes Gesetz bindend sei, bis das Ober gericht des Staates es für versasiungs widrig erklärt habe, was braucht sich jedoch ein demokratischer Gouverneur um Gesetze zu bekümmern.
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Ein Antrag im Obergerichte, einen Ein Haltsbefehl gegen den Gouverneur wurde zurückgewiefen auf den Grund hin, daß die Gerichte keine Gewalt über die Exekutive hätten. Den Vorschlag, die Sache freiwillig den Gerichten zur Entscheidung vor zulegen, hat der Gouverneur unter dem nichtigen Vorwande zurückgewiesen, daß die Legislatur Richter über die Berechtigung der auf Sitze in derselben Anspruch machenden sei. Der Vorwand ist deshalb nichtig, weil durch das Versahren des Gouverneurs die republikanische Mehrheit von 36 in der Legislatur in eine demokra tische von 24 verwandelt wurde, und der Gouverneur seine Genossen gut genug kennt. Merkwürdig ist bei der ganzen Sache immerhin, daß solch techliische Irrthümer von dem Gouverneur nur in solchen Di strikten vorgefunden wurden, wo die Re publikaner in der Mehrheit waren, und daß sich aus keinen derWahlberichte, welche demokratische Erfolge zeigten, derartige technische Irrthümer vorfanden. Sämmtliche Berichte auö dem Staate zeigen,, daß die Aufregung daselbst eine fieberhaste ist. Selbst demokratische Zei tungen verdammen das Verfahren des Gouverneurs Garcelon von Maine. (Der hiesige Sentinel" freilich nicht.) Am 7. Januar, wenn nicht vorher, tritt die Legislatur zusammen. Gewaltsame Austritte liegen im Bereiche der Mög lichkeit. Es ist gerade nicht daö erste Mal, daß die Demokraten republikanische Institutionen in Mißkredit gebracht haben, aber in so flagranter, offener, räuberischer Art ist es noch nicht geschehen. Hoffen wir, daß es den Republikanern Maine's gelingt, die Angelegenheit in einer der Re publik würdigen Weise zu lösen.
.Auch in Frankreich herrscht großer Nothstand. In Paris macht sich die Noth hauptsächlich geltend. Die Frf. Ztg." schreibt darüber unter Anderm Folgendes : .Wer vor dem Eintritt der Kälte kein Brennmaterial im Hause hatte, muß frieren, denn die Kohlenhändler liefern nichts. Ebenso alle Eisenbahnen, .die auch nicht einmal Eolli annehmen, da alle Lagerhäuser mit unbesörderten Waaren vollge pfropft sind. Unter diesen Umständen sind Tausende arbeitslos und man hegt große Befürchtungen wegen des zunehmenden Elends. Die neueingerichteten öffentlichen Heizsale. wo die Armen sich wärmen können, sind bereits im Gange und lindern Me Noth. Auch vertheilt man besonders in den ärmeren Stadtvierteln warme Suppen. Aber in den Mansarden und in den Hofwohnungen sollen zählreiche Kranke liegen, die weder Pflege, noch Nahrung, noch Heizung haben. Der Pariser Gemeinderath hat bedeutende Kre dite bewilligt, um die Armen zu unterstützen und ihre Bettdecken k. ans den Leih anstalten zu degagiren. Jederman sieht ein, daß die Weihnachts'Saison verloren ist, auf welche so viele kleine Geschäftsleute alljährlich sich ihre Hoffnung bauen. Ein Dampfkessel einer der größten Fabriken in Paris flog am letzten Montag in die Luft wobei sechs Arbeiter auf der Stelle getödtet und zwei verwundet wurden. Und an demselben Tage fand in der Nähe von Pittsburg eine Grubengas Elploston statt, durch welche zwei Familienvater fofort getödtet und ein dritter Arbeiter schwer verwundet wurde. Wäre das Unglück eine Stunde später geschehen, so hätten sich 60 Arbeiter in der Grube befunden. Und all diese Unglücksfälle könnten vermieden werden, wenn man nicht so grenzenlos leichtsinnig mit Men schenleben umginge und wenn jene Leichtsinnigen stets zur Verantwortung gezogen würden. In der gut demokratischen Stadt Richmond im Staate Virginien, so man die Mutter der Präsidenten" zu nennen pflegt, werden gegenwärtig die aus den Neu England Staaten dorthin verpflanz len verrückten Sonntags-Gesetze mit oU eher drakonischen Strenge durchgeführt, daß die zahlreichen in der ehemaligen Nebellenhauptstadt ansässigen Deutschen im höchsten Grade ausgebracht sind und sich sogar mit dem Gedanken tragen, ihr lie gendes Eigenthum zu verkaufen und der bigotten Stadt auf immer den Rücken zu kehren. Eincinnati geht mit gutem Beispiel voran. Es wurden dort bereits Schritte gethan um freie Kindergärten einzurichten. Möge dieses Beispiel auch in andernStäd ten Nachahmung finden.
Der Eongreß der Sozialisten in Allegheny City nahm am Freitag vor 8 Tagen seinen Anfang und dauerte bis zum Mittwoch. Cal. Light von Indianapolis wurde nicht alsDelegat anerkannt. Einen sehr vernünftigen Beschluß faßte der Congreß in Bezug auf bewaffnete Organisationen, welchen i Zukunft die offizielle Anerkennung als Partei'Organisationen versagt wird. Die Ausstellung eines eigenen Präsidentschcfts'Candidaten wurde beschlossen. Diesm Beschluß halten wir für sehr unzeitgemäß und können noch nicht an desien Ausführung glauben. In New York soll ein tägliches eng lischesParteiblatt unter dem Titel Union" gegründet werden. Mit der am 24. December erschienenen letzten Nummer dks .Pionier" nahm Herr Heinzen Abschied von der seit 26 Jahren bestehenden, von ihm herausgegebenen Zeitung. Der Pionier wird jetzt vereinigt mit dem .Freidenker" unter dem Namen Freidenker" in Milwaukee 'herausgegeben und Herr Heinzen wird von nun an als Mitarbeiter des Freidenker" thätig sein. Hoffen wir, daß die Leser des Pionier" auch dem .Freidenker" gute Freunde wer den un nach Kräften für die weitere Ver breitung des Blattes derRadikalen, wirken. Es wird sich wohl nie herausstellen ob an dem jüngsten Unglück in Schottland, wobei eine zwei Meilen lange Brücke dem wüthenden Sturme erlag, als eben ein Eisenbahnzug mit mehreren hundert Menscheu darüber fuhr, menschliche Verschul. dung dabei im Spiele ist, da kein Augenzeuge aufgefunden werden wird. Die Brücke war erst ein Iah? alt und als ein Meisterstück der Jngenieurkunst angesehen. Trotz alledem erleidet dadurch der Ruf der berühmten englischen Solidität in der Arbeit einen Stoß. Nur immer rückwärts hecht es in dem .civilisirten" Deutschland! Nun ist es auch endlich wieder dahin gekommen, daß man daS Recht der freien Niederlassung zu erschweren beabsichtigt. In der daraus bezüglichenDepesche heißt es : DieReichs regierung beabsichtigt eine Bill vorzule gen, in welcher die Freizügigkeit beschränkt wird, um der Ausbreitung des Socialis mus Einhalt zu gebieten. Die strengen Winter scheinen Europa in sehr rascherAufeinanderfolge heimsuchen zu wollen. Wclö früher in Frankreich zu den Seltenheiten gehörte, das hat sich fast regelmäßig in den letzten Jahren ereignet und ist auch jetzt wieder eingetreten ; die Seine ist bei Paris so fest zugefroren, daß ein reger Verkehr von Fußgängern über dieselbe stattfindet. Ein noch ganz junger Bursche Na-,
mens Charles B. Sheridan stahl dieser Tage in New York eine Reisetasche und verpfändete sie um seine Mutter vormVer hungern zu schützen. Ein armer unbe schäftrgter Familienvater in New Pork beging ebenfalls einen Diebstahl .um seine Familie nicht der gräßlichsten Noth preis geben zu müsien. Die guten Zeiten schei nen doch noch nicht so ganz wiedergekehrt zu sein ? Mit Gewalt will man die Straßbur ger zu deutschen Reichspatrioten machen und um dies fertig zu bringen kann man sich schon mttunter ein wenig lächerlich machen. So wurden eine Anzahl Straß burger Kaufleute um je zehnMark bestrast. weil sie Abzeichen auf ihren Waaren hat ten. Der altbekannte, französische Ab schied, der Vielen zur zweiten Gewohnheit geworden, wird demnächst auch im deut schen Reichsgebiet bei Geldstrafen verbo ten werden. Daß in Chicago der deutsche Unter richt in den öffentlichen Schulen aufgege ben wurde, haben die Deutschen inChicago ihrem demokratischen Mayor zu ver danken. Die Verordnung, daß die Studenten in St. Petersburg keinen Privatunterricht i i v " f . . . tvi , ! meyr criyeiien curicn, rann nur Vozeg im Gefolge haben. Die dortigen Studenten sind meistens zll arm um ohne derartige Nebencink'ünste weiter studiren zu können. Also werden sie mit aller Gewalt der nihilistischen Verschwörung in die Arme ge trieben. . Acht Monate Gefängniß erhielt neu lich in Aachen ein Weib, welches dummen Personen vorspiegelte, daß es hexen könne. Wenn alle die, welche sich falscher Vorsprezelungen schuldig machen rns Gesang niß kämen, aäb es in diesen Gebäuden 'bald kein leeres Plätzchen mehr.
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vorzüglich anerkannt. Aufträge zum Verschiffen von Lagerbier aus allen EisenbahLmien werden prompt erfüllt. -
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welche, um das Lager zu räumen, VeVVmM wöVen MÄMn . Siehe, nach den Preisen im IUew York One Prico Clotliing Hoiise, 43 u. 95 Ost Washington Str.
Fürst Biömarcks Gesundheitszustand j will sich diesmal gar nicht beffern. Er hat 'in letzter Zeit wieder sehr viel Schmerzen auszustehen gehabt. In Philadelphia warf am Sonntag Wm. Meehan in Folge eines Streites mit seiner Frau diese die Treppe hinunter. Die Frau war augenblicklich todt. Im
, . . . . ,. i Niulluurvl, vuilieiioerg, trt'ZmlZ XZVZintTJi1" "d"nr Hans Sachz. der Schlosser. ' ? ? " lWD l sliiifl m3üt, bet 1848 au ben Bezirk rode Mensch wurde sogleich verhaftet uno . cv..s...... m.s,.t fcrtK.f; v.:. s,n!. mk..'. Wemsberg im Frankfurter Parlament wlrd hoffentlich gehörig bestraft. Aber r, und von Justinus Kerner in fol dle unglücklichen Kmder sind in iern . . ,
Falle höchst bedauernswerth. Die Grubenunglücke scheinen nachge rade an der Tagesordnung zu sein. In der Nähe von Bolton (England) fand in einem Kohlenbergwerke wieder einmal eine Exvlosion statt, bei der elf Bergleute Ver letzungen erhielten, denen sie warscheinlich erliegen werdm. Der Czar von Rußland möchte gern seine Frau, welche in Süd Frankreich am Sterben liegt, besuchen, aber er traut sich nicht so weit vom Hause weg, denn für ihn riecht es überall nach Pulver. Der .New York Herald" ersucht die Verwaltungen der verschieden Hochbahnen, ihre Conducteure und Bremser mit SpuckNäpfen zu versehen, damit die Fußgänger auf den unter den Bahnen durchgehenden Straßen nicht auch bei gutem Wetter Re genschirn.e zu tragen brauchen. O weh ! Der Opiumbaum in Cali fornia schlägt gut an, besonders im Sonoma Thal. Das californiiche Opium soll sogar beffer sein, als das asiatische, während die theuere Arbeit in Calisornien zum Theil wenigstens durch den Umstand ausgeglichen wird, daß das einheimische Produkt keine schwere Einfuhrsteuer zu be Wahlen bat. Wenn es sich hier um Erzeug ung der für die Heilkunde nothwendigen Opiate handelte, so könnte uns dieser ..neuester Fortschritt" kalt las en. bo u , u i aber haben wir für medezinische Zwecke Opium in Hülle und Fülle, und sehen durch die einheimische Opiumkttltur nur das Laster der Berauschung durch Opiatgenüsse unterstützt. Der Kabellunge meldete schon wieder ein Attentat und zwar eines auf den Kömg und die Königin von Spanien. Als nämlich am letzten Dienstag der König und die Königin von Spanien durch das Thor des königlichen Palastes fuhren, Uueri? Pin Immer MNN. In wie ciit At bäter gekleidet war, einen Schuß aus seinem Rcvolver in die Kutsche ab, ohne jedoch einen der Jnsaffen zu treffen. Die Kugel 'wurde später aufgefunden und wiegt eine Unze. Sie ging am Kopse ei. nes der königlichen Jäger vorbei. Kzni Alfons suhr zur Zeit selbst. Der jungt Mann wurde sosort verhaftet und erklirrte', er heiße Gonzales und sei 19 Jahre alt. Er ist ein Aufwärter und aus Galica gc bürtig. Der Strike der Chicagoer Schlacht- . hausarbeiter soll wie es heißeendet sein.
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SQTJARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei m Staate. Mein Lagerb! Bottle Beer" ist vor allem anderen c C. F. Schmidt.
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Der Dieb, welcher die Botschalt des i cn . ? n v . i ..v s. -cv ...et : x. l v . Praiioenieii unu veu uuicsomuji uc Finanzsekretärs entwendete und zur Ver öffentlichung verkaufte, soll nun in der Person des in der Bundes-Druckerei zu Washington angestellten Correctors ent deckt sein. csi crn vi om-i-ii t njc Uvtivn uivvii iuvuijiiii ivutvi . Nicht Doctors, nicht gelehrte Geister, Wir wählen einen Schlossermeister, Der schlägt mit Hämmern klein und groß Baldmöglich Deutschlands Ketten loö. Nägele war auch als Prosaiker von hervorragender Begabung und seine Arbei ten wurden, da sie ohne seinen Namen erschienen, öfters sehr berühmtenAutoren zugeschrieben : dabei blieb er, bis die Kraft der Arme erlahmte, ausübender und treff licher Meister seines Handwerks. Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt. Beim New Porker Stadtrath heißt es auch nur immer langsam voran und so nahm er endlich am letzten Dienstag folgende gegen die unheilvolle Lausmanie gerichteten Resolutionen an : In Anbetracht, daß öffentliche Schau stellungen weiblicher Wettgänger dem Ge fühl deS Anstandes und der Schicklichkeit anstößig, in ihrem Einfluß demoralisirend auf das Gemeinwesen und grausam und unmenschlich gegen die Theilnehmer sind, ohne daß sie einen einzigen zu ihren Gunt sten sprechenden Zug auszuweisen haben, sei es Beschlossen, daß der Corporationanwalt hiemit angewiesen werde, ein Gesetz zur Unterdrückung und Verhinderung derart! ger Schaustellungen und zur Bestrafung aller Personen, welche solche veranstalten oder fördern, auszuarbeiten und dasselbe im Namen des Stadtraths mit einer pas senden Denkschrift der Legislatur zur An 4 nähme zu empfehlen. Was dem stolzen Britten Irland, das ist dem Oesterreicher das böhmische Erz gebirge : ein dunkler Schatten, der auf den A Schild des Reiches fallt. Von den Be wohnern des Erzgebirges sprechen heißt von einem Vollsstamme sprechen, der trotz seiner Genügsamkeit am Äungertnche nagt. Ein Privatbries aus Ncuörck besagt : Sie können sich keine Vorstellung davon ma chen, welche Noth, welches lcnb hier unter den Klöpvlcrn herrscht, ind verhungern kann man die Leute doch nlht lassen. Die besten Ardeiter verdienen ja wöchentlich kum mehr einen Gulden (43 Cents) die Lebensrnittel steigen täglich, und selbst bei '
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!0!ll)cn ungerivyncn werocn uue spitzen l
Einkäufer in kürzester Zeit jeden Einkauf'.,
einstellen u. dieFabrikanten die Leute ihrem Schicksals überlasten müssen. Der Preis der Kaitoffeln ist von 90 kr. aus 3 fl. 75 kr. gestiegen . . Die Kartoffel aber ist im Erzgebirge das Brot der Armen. '
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