Indiana Tribüne, Volume 2, Number 21, Indianapolis, Marion County, 3 January 1880 — Page 1

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Erden-Stolz. Sin Sandkorn - unsere Erde schwimmt n Welten Ocean: jb man auö Sonnenfernen wohl -5ic noch gewahren sann? Ob wohl sie eine Nummer zählt Im großen Sternen.Heer Und einst verachtet gehen muß ' Die Arme nebenher ?

Ob man auf andern Welten wohl Von ihrem Dasein weiß Und siehet, wie sie ruhelot Beschreibet ihren Kreit ? ' : Ich weiß es nicht doch tveiß ich daö : Ist sie auch noch so klein. An Menschen. Ztolz und Hochmuth schließt Sie UngemeßneS ein. Ihr armen Menschlein, wollet doch Mir sagen ohne Bfyu, Auf welche Gründe Euer Stolz Denn wohl gebauet sei? Was seid Ihr denn, entkleidet ;mi" Von Lüge, Schein und Trug? Auf einem Welten.Aepfelein ! ' Yin Schimmel.Ueberzug ! v Drum ziehet Eure Stirnen doch icht so gewaltig krau Und schickt den tolles Hochmuthß.Narrn Nun recht geschwind nach ats ! . (Original Corresponienz der i Zndiana Tribüne.i Bremen, 8. December 1879 Eine sibirische Kälte hat sich seit einigen , Wochen inDeutschland bemerkbar gemacht, um die russischen Zustände Hierselbst total! ' zu vervollkommnen. Es ist eigentlich kein Vergnügen bei 14 Grad R., wo dieSonne sich vergebens abmüht, die Eisblumen an

V den Fensterscheiben zu verwischen über deutsche Verhältnisie zu berichten, denn es li überläuft einem schon eisig kalt, wenn man

( I bei mäkiger Temperatur das Gesammtbild

f der Gegenwart an seinem Auge vorüber k , ieben läkt. Sui ! wie da die bleichen

! Gespenster Hunger, Selbstmord, und wie die Schrecklichkeiten alle heißen, vorüber

huschen. Gegenden Hunger kämpfen selbst - . rt . rn.ii,-: v : - : rr

Die vereine gegen ocueici, uic in aucn Städten wie Pilze aus der Erde schießen, tu? mit der größten Anstrengung, um das 1 5lend einigermaßen zu mindern, aber den 'Hungertyphus können derartige Jnstitu 'lionen nicht banne. ES ist unnöthig über )iese EpidemieNäheres zu bringen, da Sie jr.t X? Äs!ini?n hnrftfcpr fiprpifS infnr rM(ut VIV J vv'ftnv vv V. V v.v. 11 V t I mm l rm r 9

t. s rmtrt und. :a es neoi iraurig aus, in

,em Reiche der Gottesfurcht und frommen Sitte. Arbeitslosigkeit, und keine AusAchten auf bessere Zeiten. Das Geschrei der Presse, die auö lauter !ervilismus sich nicht erkühnt, die trüben Verhältnisse zu schildern, versucht das ,'ämpchen der Hoffnung dadurch zu ernäh en, daß sie dem Volke vom Emporblühen er deutschen Industrie vorfaselt. Doch . ?es ist eitel Geschwätz. Der Einigkeitsnd Siegesdusel der letzten Jahre hat das . 'treben nach Vervollkommnung, welches 'r Haupthebel einer konkurenzfähigenJn istne sein muß, total eingeschläfert, und ,?dere nen haben diese Trägheit zu c.r: ". Nutzen ausgebeutet. Die :.': Errungenschaften haben der ii : her nur geschadet. Während i'h-: , sich an den Lorbeeren des ttigen wähnte, hat man in ttkräftig weitergestrebt, und 'olz.' der Franzosen hat treun die Kriegsschulden zu be ch die dortige Industrie nur e. Wenn wir, gestützt auf : einen Vergleich anstellen, nde im stegreichen Deutsch en im geschlagenen Frank- . s jedem Vernünftigen ein ' Franzosen im eigentlichen tes, a!5 Besiegte, doch die ; 'gesehen von der Republik, 'n Verlust deS Kaiserreichs ?. )r Finanzwesen heute, wie Zericht entnehme, wirklich t-', u y.: haben die Steuern dort : einen Mehrertrag ergeben, Ä'cgleiche zu den Voranschlä .

gen dlejöhc von 14.600.000 Francs er. reicht, f daß sich die GesammtMehrein. nähme er zehn Monate dieses Jahres, mit den Etatanschlage verglichen, aus 123 Milliorn stellt. Der Finanzminister Leon E y schlägt nunmehr vor, achtzig Milliol n dieser Mehreinnahmen aus BeiHilfen zm Baue von Vicinal.Wegen zu vermengn, das der arbeitenden Klasie be sonders u Gute kommt, während zwanzig Millior n für die Errichtnng von höheren Staats nterrichtsanstalten bestimmt sind, und mt den zwanzig übrigbleibenden Milliortn die lästigsten Steuern herabge setzt ween sollen. Wie. anj anders dagegen steht es mit den Fimnzen in Deutschland aus. Hier ist das Deficit in Permanenz erklärt, und es ? ein thörichter Gedanke zu glauben, daß nan durch Schutzzölle,Verstaatlichung der fisenbahnen, und wie die Bismarck' eilmittelchen alle beißen, die Vam

) Wjßßtiii, die am Mark des Volkes sau gen,' sättigen vermöge. WLrcks Wahlspruch lauset : Mehr Geld-Uid mehr Soldaten. Dies ist die Devilkder heutigen Blut und Eisenvolitik. . OMielle Blätter melden die Bildung neueandwehr-Bataillone, Organisation vierttl'e.uer CavallerieDivisionen, sowie dieGründung neuer elsaßlothring'scher Regi'Nknter. Sind das keine Aussichten auf sciedliche. bessere Zeiten? . Wmn diese Thatsachen selbst den real tionürpen deutschen Monarchisten, an de nen eS,w!e bekannt, auch in Amerika nicht mangelt, keine Anregung zum Denken geb i. dann möchte ich überhaupt an der Devlfahigkeit dieser Menschen zweifeln. ' AnSchluß will ich, um daö Colorit desBilveö zu vollenden, nachstehende sta tistjche Aufstellung des belgischen Akade mikrS Leon Donnat hinzufügen. Die selb ertdält eine Bergleichung der Ausgabtn, velche die größern Staater. einerseitS fir den Volksunterricht, anderseits für Mttärzwecke machen. Der Leser wird daraus Ersehen, daß Deutschland hierauch keine günzende Rolle spielt. Z Für die Volttschule Nordamerika Dollars 2.18 Für den Krieg Dollar 1.50 2.48 2.48 2.48 2.48 1.50 1.52 1.96 Preußen! 55 Sachsen! - 76 Bairrn 57 Würitenberg 40 Oesterreß 37 Bel?i 52 Dällemk 1.S Frankrech 31 Italien ; 15 Niederlalde 72 Snglant und Wale 71 Schottlcäd - 72 flufclcm;.; 3 Schweiz 95 4.86 1.70 4.01 4.18 4.18 2.82 ; 1.08 Wemdieses Schattengemälde zu dunkel erscheirt, der bedenke, daß eS eine Photo 'graphijunsrer Zeit ist, umrahmt mit dem Trauenor der Gegenwart. Zeus.' Briefe auö der Hauptstadt. (2sr ü Unsere regelmäßigen Sorresxondenten. ashingt on, 26. D. 1879. .Prosit Reu ah r. Das lst der au srichige Wunsch, mit welchem wir die Leser Ueser Correspondenz zum ; neuen Jahre iegrüßen. Wenn nicht alle Zeichen a itittr - a T.:,s:jf,ocvt ilUqen,! ein icii y iuu.iiuycouy werdew; t8 V enn, daß durch den Un verstand der Menschen zerstört wird, was durch ftie Gunst der Umstände und durch die naArlichen Hülfsquellen des Landes in so Weichem Maße geboten wird. ES sindet ip nächsten Jahre wieder eine Prä sidentewahl statt, und diebringt im besten Falle uehr Ausregung ins Land, als für seine vöteriellen Interessen, d. h. für den täglich'fö Erwerb der Millionen" dienlich ist. Wpr das in früheren Präsidenten. Wahlen chon der Fall, so ist es, seitdem es immer ehr Mode wird.wenn es mit dem Wählct" nichts ist, es mit dem Zählen" zu verl chen, nicht wenig beunruhigend. Allerdit ;s hat der Gouverneur von Maine die golff deS Gesetzes für sich ; aber im Wesen er Sache ändert das Nichts. Es ist in dev einen, wie in dem anderen Falle

die Entrechtung Tausende! durch den zur Feststellung

von Wählern ,eS Wahlresul. tatS angesetzte Behörde. iWenn Staats gefetze derselben eine solcheMacht zu einem solchen Zwecke verleihen, ic ist das nur um so viel schlimmer. Daß oieseGesetze von republikanischen Legislatlren zum Vor theil ihrer eigenen Partei gemacht wurden, ist keineswegs eine Reytsertigung für Demokraten, welche, soba! d sie zur Macht n eigenen Gün gelangten, dieselben zu ihr sten auszubeuten sucht. Wenn die Sachen in dieser Weise elter fortgehen. so werden wir bald an das len überhaupt gelangt sein. Unter solchen Umständen gewinnt die Erant'Bewegung noch mehr an Bedeutung, aber es wird damit nicht so leicht vor sth gehen, als die Freunde einer starken". md persönlichen" Regierung, d. h. die Fände der freien Institutionen des Landes eS wünschen. Fürs Erste ist Grant noch nicht nominirt, und er ist im Gegentheil loch zimlich weit entfernt von diesem Ziele,' und dann ist selbst im Falle seiner omination seine Erwählung noch nichts weniger als.ge sichert. Im Gegentheil würde es sich her' ausstellen, daß er der schwächste Candidat ist, den die Republikaner ausstellen könn ten. ' Bei den Deutschen gibt es wohl kei nen CandiLaten mit irgend we-cher Aus stcht auf die Rominationder unpopulärer wäre. AVer auaz unler, den prlnz,pleuen amerikanischen Republikanern gibt es Viele, welche die Corruphon und das Prätorianerthum, die sich besonders wäh rend des zweiten AmtsterninS von Grant breit machten, verabscheuen, und überdies unter keinen Umständen für den dritten Termin irgend eines Candidaten stimmen würben;' und wenn erder Beste wäre. Die republikanische StaatS-Convention von Pennsylvanien,' welche schon im Feb ruar berufen werden soll, mag sich in erster Reihe für Grant erklären, aber man weiß vorher, daß daS der Ausspruch der beiden Camerons Vater und Sohn und keineswegs der Wille der republikanischen Wähler des Staates wäre, und dadurch würde eine solche Demon'iration die beab sichtigte Wirkung verlieren. Der Congreß tritt nun bald wieder zu sammen, und es wird dann wohl nicht mehr so harmonisch und gentil in den Ver Handlungen hergehen, w'.e vor der Verta gung, beide Parteien wollen für die Prä sidentschasts.Campagne politisches Capital machen, und da sollten sie beherzigen, daß man das nicht mit Indiskretionen und heftigen Scenen macht. Die Weihnachtszeit war hier lebhafter als je zuvor, und die Gesichter der Kauf leute strahlen förmlich voll Zufriedenheit. Einen prächtigeren Anblick als in diesem Jahre, hat die Pennsylvania Avenue noch nie zur Weihnachtszeit dargeboten, und sie ist die schönste Straße'des Landes, trotz aller Prätensionen des ework Broad way, der zwar außerIrdentlich lebhaft aber doch eigentlich gcr nicht schön ist Freilich muß man, wenn man die Penn sylvania Avenue. entlang wandelt, und die wirklich prächtige Straße ' bewundert. immer gerade aussehen,' und nicht rechts oder links blicken. C. A. S. r 1 Neue Anzeigen. Republikanische lZVgONZMWN. - Nächsten Montag Abend, den 6. Januar 1880 arr. v. , . . ' .. . . ornos uyr, nnoer etne regelmäßige Verdamm lung des , Deutschen republikanischen Bürger-VereinS in Herrn S. Knodel'ö Club'Lokal statt. , Die Wahl der Beamten für da laufende Jahr ist für diese Versammlung festgeseKt. - Solche, die dem Verein beizutreten wünschen, sind eingeladen der Versammlung beizuwohnen. , Im Auftrage des Verein C. Gehring, temp.Sekr.

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