Indiana Tribüne, Volume 2, Number 19, Indianapolis, Marion County, 20 December 1879 — Page 7

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DaS Ende eines ThierbSndigers. Aus Bttlin wird vom 21. v. M. geschrieben : Der Besitzer der großen THKrauS stellung in der SommerstraKe,Herr C. W. Rice, ist gestern Vormittag 9 Uhr in der ZiegelstraKe den Verletzungen erlegen, welche ihm am Sonnabend einer der srei Tiger, mit denen er in der dritten Nach mittagS.Vorstellung .arbeltete," zusüzte'. Nach den ersten Nachrichten gtaubte man die Verwundung als eine sehr leichte be zeichnen zu können; wie sich jetzt heraug. fiellt entsprach diese beruhigende Verston nicht dem Sachverhalt. Bis vor Kurzem waren in dem Tigerkäsig nur die beiden kleineren Tiger dazu ausersehen, in der Dressur demHublikum vorgesührt zu werden. Der dritte ein - weibliches, - etwa vierjähriges, 'vollständig -auSgeniachsenes Thier war seit, drei Monaten nicht zu diesen Schaustellungen herangezogen worden, well es sich als bösartig erwiesen hatte. Trotz der ihm von allen. Seiien gemachten Vorstellungen bestand Herr.Rice darauf, sich selbst in Berlin in eclatanter Weise damit einzuführen, daß er sich mit .den drei in einem. Käfig vereinigtenTiegern

tirnhi!lirt WiiAhpm p hrnhpYryttft nm t Y WMjltlkl V4U) VHI V f VVVV Sonnabend Vormittag mehrere Male hin eingegangen war,'gelangep: ihm au die ersten drei öffentlichen Vorführungen voll standig. Bei der letzten öffentlichen Pro duktion am Sonnabend aber gewann die Bösartigkeit des Tigerweibchens dieOberHand. 'Die Bestie sprang auf Herrn Rice zu, xii ihm mit der linken Tatze die rechte Wange, jedoch nur .leicht ausblieb, mit der rechten Tatze aus den linken Arm, ohne jedoch durch den Rock zu dringen und biß endlich in die Muskeln 'des linken Armes. Ein Fangzahn dran'g dabei tief ein'. Trotzdem setzte Herr Rice, dem ein Bediensteter, Namens Jim, mit der Eisenstange zu Hilfe eilte, die Produktion noch, einen Moment fort und sprang dann aus dem Käfig. Durch den Saal, in welchem .das Publi kum sich befand, setzte er, mit 'anscheinend größter Ruhe, seinen Weg fort, . an der Tür zu einem Privatraume mußte er. sich jedoch stützen, und im nächsten Augenblicke . sank er. erschöpft auf' einen Stuhl. Eine Viertelstunde später war der schleu nigst herbeigeeilt? Geheimrath Dr. v.La.i genbeck zur Stelle und legte' den ersten Verband an. Die inzwischen 'verstrichene Viertelstunde wird von allen in dieser Branche bewanderten Personen als e'me derhängn'chvolle bezeichnet. Manglaubt, daß die sofortige Auswaschung der Wane dakAeußerste verhütet hatte. 'Inzwischen muß da? Gift in den Körper gedrungen sein. Am Montag srüh wurde der Kranke nach der Klinik gebracht. Noch am Mitt' woch srüh hoffte man, trotzdem er bereits delirirte, aus die Möglichkeit seiner Wie derherstellung. Jndeffen trot.gestern.früh gegen 6 U"?r . der Brand hinzu und bald trat der Tod ein. Der Verstorbene war 38 Jahre alt und hinlerlSbt eine Frau und zwei kleine Kinder.. Er war schon mehr fach vei Ausübung seines B:ruseS verwun det worden. Ein noch. nie dagewesener Rechtsfall wird gegenwärtig vor dem Krelsgerichte in . Petrokow (Russisch - Polen) verhandelt. Vor dem Gerichte stehen zwei Frauen, eine christliche und eine jüdische, deren jede behauptet, das der ebenfalls vor demGerichte stehende vierzehnjährige Sohn der letzteren der ihrige sei. Die Sache verhält sich nämlich so : . Ein reicher -jüdischer.Schen-ker in Lodz hatte ' keinen einzigen !Sohn, dasür aber .lautcr Töchter; das . verdroß ihn und er drohte seiner Frau, sich von ihr scheiden zu lassen sallö sie ihm nicht einen Sohn gebäre. Die arme Frau wußte sich anfangs keinen Rath zu schaf sen ; doch bald kam sie auf folgendenEinfall. Sie begab sich zu einer christlichen Bäueri.r und machte mit derselben ab, daß diese gegen eine bestimmte Entlohnung, ihr nächstes neugeborenes Kind, falls dasselbe männlichen Geschlechtes sein sollte, gegen ihr, der Jüdin.Kind, weiblichen Geschlechts eintausche. Die Bäuerin und die Jüdin brachten darauf in der That fast gleichzeitig Kinder , zur Welt, von denen das der ersteren männlichen, das der letzteren jedoch wieder weiblichen- Geschlechts war. Nun wurde, wie verabredet, der Tausch bewirkt, und daS männliche Kindder Christen nach mosaischem Ritus erzogen. Indessen star ben aber sämmtliche übrigen Kinder der Bäuerin, bis auf das Mädchen, welches dieselbe von der Jüdin, bekommen.' Die Bäuerin saßte diese traurige Thatsache als eine Strase Gottes auf und theilte das ganze Geheimniß ihrem Manne mit. Nun gingen sie Beide zu der Jüdin und ver langten ihren bereits 14 Jahre alt gewor.

denen, Sohn zurück, wurden aber von den jüdischen Eltern zurückgewiesen. Da wandten sich die beiden christlichen Eltern an das Gericht, und dieses wird nun diesen gewiß seltenen NechissaU'zur Entscheidung bringen. Die Kläger brachten mehrere Zeugen mit, die beim Tausche derinder zugegen waren. ' ;, ?; ;!

-jAus denk Staate. il'Das Huntingburg Signal schreibt : Eiir sehr unfreundliches Auftreten fand am Freitag letzter Woche in der Nähe des hie-' sigen Depots zwischen Blik.Harmorr?und Joö. Miller statt.) wobei, öar. sich . einer Schaufel, eines Msfers, einiger Fäuste und . einiger Absätze als Waffen bediente. Durch das. zeikige Einschreiten Einiger Freunde beider Parteien gab eS keine Todje - und auch ifeine, Verwundete, .aber während des Tages eine kleine Untersu chung- vorSquire Tiemann. Die. erste war gegen , Jös. Miller.'. Er war angeklagt, ein Messer' gegen Bliß Har'mon gezogen zu haben, bekannte sich schuldig und wurde um ZI Strafe und' $li.'10 Kosten.verurtheilt. Phil. Miller, Sohn von Jos. Miller, er. kannte sich des thätlichen Angriffs aus Bliß Harmon schuldig. Strafe !1Z und Kosten $iÖ.5O war' das Resultat .dieses Falles. Die dritte Klage, welche. aus der Geschichte resultsrte) war, der Staat gegen Bliß Har mon wegen thätlichen Angriffs. Er hatte einen seiner. Absätze, ähnlich' wie ein Esel seine Hufe, gegen I. Miller geschleudert. Das Gericht erkannte, daß er in Selbst Vertheidigung gehandelt habe, u. er wurde entlasten. So endete des Freitags Scharmützel, Die Ursache zu der Affaire sollen einige Bemerkungen vor BlißHarmon über Jos' Millers das Gräben' von Töpsererde auf dem -Grundstück der Gebr.-Uhl betref send, gegeben haben.. & 5 . '; - v 1T Das Laporte Journal erzahlt: Gin schreckliicheUnglück hat einen in Pleasant Townfhip"wohnenden deutschen Farmer, Namens' Belton,..betroffen. Der. Mann hat, oderöesser gesagt, hatte) bis vorige Woche eine nette Familie, aus 7 wohlerzo gen'en,, gesunden .'Kinder bestehend. - In nerhalb zwei Tagen, erkrankten alle sieben Kinder an der Diphtheria, und ehe eine Woche um war, lagen drei davon imGrab. Die anderen vier sind noch krank, leider sehr gefährlich Die tiefgebeugten Eltern, die einen so niederschmetterndenSchicksals schlag ertragen müssen, haben die aufrich tige Sympathie aller Bekannten." i Wie Frauen Nein jagen, . das ist immerhin, 'interessant, in. einigen Beispielen zu erfahren. Das Londoner Blatt Trnth" setzte vor Kurzem einen Preis für die beste -abschlägige Antwort auf einen Heirathsantrag aus. Das Er gebniß war eine Fluth vonBciefen, füt welche das Redaktionsbüreau beinahe nicht Raum genug hatte. Hier einige Proben der Einsendungen, 'die mit der preisgekrönten Pottia" . ansangen mö- . gen : .Werther Herr! Bedaure sehr! Ich schätze srt unendlich, allein ich kann das Kästchen nicht weggeben ohne den Edel stein.' ' - 1 ' P o r t i a .Werther Herr Caliban ! Indem ich Ihren ehrenvollen Antrag ablehne, bin ich um meiner Entscheidung Gerechtigkeit widerfahren zu lassen zu dem Gestände niß gezwungen, daß.ich zu demselben nur deßhalb Nem' sage, weil ich schon zu einem ganz ähnlichen Ja gesagt habe. : . . Miranda." , Freunde immer, Gatten nimmer. A.S.P." .Nein, danke ! Kirche rer b s e." .Werther Herr! Ziehen Sie Ihren Antrag zurück! Ich bin nicht im Stande, Ihnen, demFreunde, den ich so hoch schätze und achte, einen Korb zu geben. 'Arabella 'j - . Nein, Verehrter-, Mutter sagt, ich darsnicht. Die arme Polly." , 5 ' .Werther Herr! Wenn ich einen Antrag ablehne, welchen ich, wie Sie mir zu versichtlich glauben dürfen, als das höchste Compliment zu schätzen nrnfc, das Sie hätten machen können, so erlaube ich mir gleichzeitig, Ihnen in aller Aufrichtigkeit zu versichern, daß . ich nach sorgfältiger Prüfung meines eigenen Werthes zu der Ueberzeugung gelangt bin, daß gerade ein Ablehnen JhresHeirathSantrages ber beste und selbstloseste Dank ist, den ich Ihnen

abstatten kann. Ich verbleibe, verehrter Herr, aufrichtig die Ihrige ' fj , lRosa Domino." 5, .": .Mein theurer Edwin ! ES giebt nichts auf der Welt, was ich höher schätze, als Deine Freundschast, und nun schlägst Du mir etwas vor, wodurch ich dieselbe ganz bestimmt verlieren müßte. Wie grau am! Wie liebloSi 'Doch meine Rück tcht wappnet mich gegen jegliche Versuch üng. Ich bin zu sehr Deine Freundin, um Dich zu heirathen,' und hoffe es stets zu bleiben.

- ' z A ul n a c 1 1 c q. , : Werther Herr ! Sie 4 äußerten kürzlich im- Laufe unseres Gesprächs, daß Ihre Verdauung eine schlechte sei,' und weil dem so ist, so meine ich, daß ich unklug handeln rourde, wenn ich'auf die mir soeben gestellte Proposition einginge. Denn ein. lie benswürdigeöTemperament und chronische Dyspepsie sind. . wie ich daS an dem Bei spiel meines theuren VaterS erfahren habe, absolut , unvereinbar. - Ein Mann .mit einer schlechten Verdauung kann ach ! niemals ein guter Ehemann werden. Mit inniger Antheilnahme Ihre Sara Actan. , , ' ' n : i m Bis Offizin V r der ; , , 1 . j Indiana ' . t vs ?? ii rlIVUUM empfikytt stiy zur " Anfertigung von Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Prcislixen, Quittungen, .. 4 Eintrittskarten, Broschüren, Cönsitutionen, Adreßkarten, und allen einschläglichen Artikeln unter Zusicherung ele ganter AuSfübrung bei billtgem Preise.

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