Indiana Tribüne, Volume 2, Number 19, Indianapolis, Marion County, 20 December 1879 — Page 5
I n d i an ä T r i b ü ne."
S
L o k a l.
N ü n d sch a u. 'i' -Wieder ist dieweil gekommen, die uns den hauslichen. Heerd . doppelt schätzen und lieben lhrt, die uns enger mit der Familie verbindet als jemals. ' Im Frühling und Sommer wenn . die Wanderlust ihre Schwingen.regt,, macht sich der centrisugale Zug unserer Natur qeltend ; mit dem- Be ginn der Httbststürzne wendet sich das.Ge. müth nach innen, es concentrirt sich, es flüchtet .in jenen s, engen aber, traulichen Zauberkreis, den der Engländer-:;"sweet home" nennt, und betrachtet die Außen Welt mit. ihren ersterbenden Truggebilden als etwas . Fremdes,. Unverständliches, Ueberwunden'es.., Darum hat auch daß. Weihnachtsfest, dieses Fest, der.: Familie seinen ganz besondern Reiz und.Jeder bereitet sich mehr oder ' minder aus dasselbe .vor. .Schon seit Wochen denken Viele daran ihren Angehörigen eine kleine Freude zu bereiten ; und; auch der Acrmste läßt es sich nur, ungern nehmen, seine Lieben-mit einer kleinen. Uebe:raschung erfreuen zu dürfen. . Um aber, unsere .Leser mit den billigsten zünd besten:EinkaufsquLllen un serer Stadt bekannt zu machen,- wollen wir nicht verfehlen,ihnen dieselben vorzuführen, damit st es mit ihren Weihnachtseiukäufen auch zufriedengestellt, werden, h, r;;i .Biederste Sorge ist wdhl immer das Kind, der Gott der Familie, und daher kommt es, dab' es auch, der erste Gedanke ist, dem Kinde recht . hübsche Sachen zu bescheercn. '" ,' ' ' ' Die grobartige Auswahl von Spielsachen'.aller Art,' welche, man im Fancy Bazaar antrifft machen einem zwar aller ding die Wahl schwer, aber man kann alles nur Erdenkliche 'bekommen und hat nur sehr mäkige Preise dasür zu bezahlen. CbarleS ' Mayers Spielwaarenladen ist ebenfalls ein wahres Paradies für die unschuldigen Kinderherzen, 'denn Alles was dasKind nur wünschen und begehren kann ist dort zu sinken. " vrWill man den nicht me'hr mit-Puppen und' Bleisoldaten spielenden Kindern.'ine Freude bereiten so ist wohl ein'Piano" von Baldwin & Co. an der Pennsylvania Strafe das passendste Geschenk.' Theo. Pfäfflin k Co. -hat ebenfalls eine sehr reiche Auswahl 'Musikalischer Jnstrumente, womiber'dem Geschmacke und den Wünschen des Publikums in' zuvörköm mendster Weise Genüge leistet. Wer ein praktischesGcschenk einem luxu 'riösett' vorzieh! wiro mit einem feinen' Knäbenanzug aus 1 dem ' bekannien' KleiderGeschäft von Goepper k Männfeld, viel Ehre einlegen'. ' Dazu' vielleicht noch'tin paar Stiefel aus dem Store des Herrn G. P. Marott an der Pennsylvania Straße und aus ldem Jungen ist ein prächtiger Bursche geworden, der sich gewiß am ersten Weihnachtsmorgen mit großem Wohlge' sallen in dem"im Zimmer hängenden Spiegel aus dem Geschäfte der Herren Lieber k Co. betrüchlet. ' Auch ein Familienvater läßt sich'ganz gerne mit einem neuen Anzug oder einen warmen Ueberrock überraschen, wobei die H-rren Gebrüder Moßler, 43 &45 Ost Washington Straße mit ihrer reichen Auswahl' dienen können; wir wisien aber auch, daß 'Herr Jakob Huber, Ost Washington Straße 'derartige ' Austräge mit Vorliebe ' ausführt. Die Damen ick Hause wären ' dann auch nicht ungehalten, "wenn sie als Revanche dafür ein schönes Kleid, einen feinen Hut oder vielleicht gar eincjV hübschen Pelzmantel aus dem großartigen Geschäste von Avres & Co. . entgegenzunehmen hätten'. Eine schöne' Uhr von 'August Mai oder ein ! moderner Schmuck aus dem reich ausge'' , statteten. Juwelierladen der Herren Diet kicks & Kipp wird selbstverständlich' auch willkommen sein. Üm'aber all diesen Ge schenken den rechten Werth zu verleihen und um sich ibrer so recht freuen zu können nuß man auch dafür sorgen daß das Heim, . h. das was man seine vierWänbe nennt. Ar.tn sckönen Ansirick erbält. DieNirmä Ä. L. Wrightk Co. Süd Meridianstraße wird nach Wunsch alle Zimmer mit schö - K . ' , , , , I l "I v yj m aen Teppichen versorgen und 'Herr Kar! Mller Ost Washington'Straße ist längst dzsüc bekannt,' daß' er seine Kunden mit p'.achtvollen Tapeten ' und ' Gardinen' be drnt. Da nun . bei'H Frank k Co. 117 Ost Washingtonstraße die .schönsten Mö- - w '. r ' . ' v cr . vei zu yaven.uno, 10, ,iann oas Puvillum niüt lange in Zweifel darüber sein wö'es derartige Einkäufe zu besorgen hat.. Da selbstverständlich' aüchdle Mägen' rage wayreno öerelertage eine leyr groke mm d - ' 9 m m
Rolle spielt,-, weil man ja bekanntlich vom Sehen, allein nicht satt wird so darf die gute Hausfrau auch daran nicht vergessen, und liwenn sie. die feinen Delikatessen bei Henry Schwinge.. die, Butter-Crackers in Blyces DamvfBäckerei, den Braten und sonstige Fleischspeisen bei' Milt. Pouder und . endlich den feinen Wein bei Hohl & Koepper bestellt, so kann sie sicher . daraus rechnen, daß sie damit die ganze Familie zu? Dank ' verpflichtet..: Weil wir gerade vomEsfen reden, kommt uns auch der allerdings etwas - komische,! Gedanke, daß das Essen doch. weit besser schmecken muß, wenn man., so ' glücklich : ist, über die nöthigen Kauwerkzeuge verfügen zu können.' 'Wie wärs also; wenn wir denVorschlag machen .würden, daß auch falsche Gebisse, weil sie mitunier zur Nothwendigkeit' werben,' in die Reihe der Weihnachtsgeschenke aufgenommen werden -sollen. Natürliche wird ein solchesGeschenk! rkur unter.größter Verschwiegenheit gegeben und 'wir verbürgen uns sogarauchsücl.diejVerschwieqenheit des Lieferanten HSrrn Mcrü'rice Albrecht. ' Auch-' eine Spazierfahrt' gehört mit-zu den Weihnachtsvergnügungen, und .-so ist für Diejenigen, welche sa glücklich' -sind Pferd und Wagen zu besitzen wdhl ' der Rath nicht ganz unnöthig,' daß sie Pferde geschirre und sonstige Sattlerarbeiten vorzüglich bei A..H. Jetty an West Washington Straße der zuEngros ündRetail' Preisen verkaust, bestellen sollten. 5 lZum Schlüsse ?mach( wir das bierverehrende Geschlechtauch noch auf die 93 e mühungen unsererchesten deutschen Wirthe ausmerksam, welche für die Weihnacht feiertags ihren Lokalitäten auch 'ein festliches Kleid anlegen werden 'und schon jetzt sür einen seinen Lunch sorgen.' Die Her ren; Hedderkch, Reichmein.'-' Weilächer, Onkel Gr'osch,' Stein und der Besitzer der Mozärth'alle erwarten während der Felertage all ihre Freunde und d'ä Lieber'sche und Schmidlsche Gebräu' soll 'als diesen Tagen bester schmecken als je zuvor. -r',L Weil aber die B fölgung Ä'll dieser Rathschläge Geld kostet,' wird rs wohl'gut sein, noch vor Weihnachten' bei 'Atbert Behtendt'sein Glück zu Probiren. '
S Wir wünschen recht fröhliche Feiertage und ho'fsen,- daß' das Christkindchen Keinen vergessen hat. ' ' ' ' ' SS' In der letzten Städtrathssitzung wurde der Frau Doktorin Haverfteld . das Recht zugestanden, im Dlpensarium zu praktiziren. Das Bedürfniß,' ' äuch einen weiblichen' Arzt dort zu' haben hat sich schon lange sühlba'r gemacht,' weil dort stets' sehr viele' weibliche Patienten Hülse suchen, die sich lieber von iine'r Frau vehandeln lassen. f ; ; . 'iST S. Johnson wurde zum Vormund der Fräu Chandace Notham ernannt. Schmucksachen und Juwelen behalten stets ihren Werth. Ein derartiges Weihnachtsgeschenk ist deßhalb daö schönste An-, denken und wird dem Empfänger gewiß viel mehr Freude bereiten, als Etwas, woran ' der Zahn der Zeit' zu nagen ver mag. Man sollte sich daher den herrlich ausgestatteten Laden des ' Herrn -August Mai,. 43 Süd .Illinois Straße, .besichtigen und seine WeihnachtSeinkäufe dort machen., . . .. " CSr Beider A r b e i t g. e st 0 r b e n. Ein 81 Jahre alter Mann Na'mens.Wm. Abbet starb am Montag ganz plötzlich. Der Greis war in Beard's.Küferwe'rkstätte beschästigt und brach wahrend der Arbeit zusammen. Einige' Minuten .später war er todt. Der Betreffende hinterläßt eine Frau und mehrere Kinder. ,A ' ' . . ' Ein Franzoe Namens Julius Noquere de yarmiera', der überall schein delte, wo er leichtgläubige,' 'gutherzZge Menschen fand,' wurde dieser Tage verhaftet, da sein'Treiben und 'seine'Schwinde leien bekannt wurden Äetzt mag ersehen wie er sich aus dem Stationshause heraüsschwindeln kann. '.' ' Ein plötzlicher Wechsel in den Ge wohnheiten, das Einstellen 'eines thätigen Lebens und das Pflegen de? Ruhe, haben stets die.Tendenz.die Gesundheit des Men schen anzugreifen, hauptsächlich aber den Prozeß der Verdauung '. zu beeinflusien. Allen Solchen rathen' wir' Johnston's Compound Extrakt von Sarsaperilla'zu nehmen,'' Er ist angenebm zu nehmen, ist geruchlos und kurirt vollständig.. . ! i.j Stephan Mqttler und Henry Gimber, die Bürgen von Robert L. Whitton, der.vor. zwei Jahren, angeklagt., wqraus der Office des Counly Schatzmeisters Werthpapiere' gestohlen zu habey und sich seit dieser Zeit nichtmehr sehen M, wer. den nun: sür die. gestellte Bürgschaft auszu kommen haben, da dieselbe sür verfallen erklärt wurde. ....?-.. , . ? . , ' , Wegen Verkaufs von Spirituosen 1 - ... '.''. v t e ' am Vvnniaa wuroen Anranas oieiec mn " ' - m m . ? . voche mehrere Wlrtye dettraft.' .
Harmonie Konzert, -t.
' r I ( Am Montag, fand das! zweite Conzert deri Harmonie, in 'dieser: Saison statt. Wenn . auch '.der Besuch gerade kein sehr größer zu nennen war, so hatte sich doch eine ziemlich bedeutende Zahl der Mitglieder der Harmonie eingefunden. Der Ber ein hatte wiederum ' ein prachtvolles Pro gramm zusammengestellt und mit großem Jnresse lauschte das PubUkum bcn errlichen Borträgen. - Das Beisenherz'iche Orchester eröffnete daö Conzert mit der prachtvollen Norma-Oudertüre 'und' hat sich auch, noch durch ein sehr 'schönes Pot pourri den Dank des Publikums verdient. " Frau Julia Bindemann hat wie ge wöhnlich die Hörer zu einemBeifallssturme hingerisien, der .nicht endete bis sich- die Dame zu einem Da'Capo herbeiließe Die seelenvolle, weiche und doch 6' mächtige Stimme dieser Sängerin übt stets einen ganz wunderbaren Eindruck auf die Hörer aus, und Frau Bindemann kann, sich mit Genugthkun:sagett, daß sie deinen ' sehr großenTheil '" zurVerherrlichiing '' des Abends beigetragen hat. Auch die andern Solisten, die Herren LePPert 'Urifc-'Mack, sowie die Herren Bennerscheidt und Kant' mann bewiesen sich' wieder als tüchtige und gutgeschulte Sänger. ' n , Die Harmonie erntete mit ihren Vor trägen'ebensalls lehr großenBeisäll und so kann man gewiß behaupten, daß der Ver ein-mit diesem Conzert großeEhre einlegte. " Das 'Tanzkränzchen fand auch sehr großen Anklang, wofür der beste Beweis der ist,' daß die Anwesenden bis zu später Stunde beisammen blieben. Morgen über acht Tage veranstal 1 ; ten die Turnschwestern desSozialen TurnVereins ein. Weihnachtssest für. die Kinder Pe.r. Turn und? Nähschule, des.kVerens. n: jeneMjNachmittag - werden die Turn schülör mehrere Turnübungen-' auf dem Turnplajze ausführen .und nachdem wird sich die große undkletne.Gesellschast in die Turnhalle Gegeben, , -woselbst.: danndas eigentliche Fest, stattfindet. .j Das ; sollen wieder einmaj ein Haar. vergnügte Stunhen .für die.Kinder-werden nnd auch dit Erwachsenen, werden .Vergnügen daran finden. , , Darum hoffen wir, daß sich Groß und Klein recht zahlreicheinfindet. . . Herr Friedrich Kloko. SturgiS.Mich., theilte uns , dieser. Tage Folgendes mit : ..Seit 16 Jähren hab ich an einem'wehen Bein 'gelitten, )das rrir manche schlaflose Nacht verursachte und ich ostmals nicht im Stande war, inich vom, Flecken zu rühren. Jchchoktorirte und, gebrauchte. die verschie. -..ri ' . cWV. w ' J. ' Jl.tl!!. t oenuen Wvrien vjceoijinen oergeonco uno ohne die geringste Linderung verursachend. Ich -war bereits schon rü dem Glauben ge kommen, daß mein Bein unheilbar sei 'als mir -zu guterzLetzt das St.Jakobs Oel empfohlen wurdet Meine Hosfnüng, eine Heilung durch dieses Mittel zu finden, war nicht groß und ich kaufte mir trotzdem ver-! geblichen' Gebrauch so mancherltt Medizi neu, eine Flasche des St. Jakobs Oels. Dies war, im letzten Herbst. ,, Ich wandte sofort das Oel an,' welches nicht nur die Wunde an meinem Beine heilte, sondern mich auch von meinem 16jährigen Leiden befreite und sehe ich mich deßhalb, zu gro? ßem Dank verpflichtet ... . . Blech ist bedeutend gestiegen .und. doch gehen Viele Mit diesem Artikel so verschwenderisch um. . - , l Dem Herausgeber des Baltimore Wecker" Herrn Wm..Schnauffer . sind wir für die Zusendung der Li.eder u,nd Gedichte aus dem Nachlasse von Carl Heinrich Schnaufftt zu Dank veipflichtet. Es ist dies ein hübsch ausgestattetes Bändchen, das jich sehr hübsch, aus . dem Weihnachts tische ,ausnehmcn würde.. Die .Gedichte zeigen sich durch.Gedankenreichthum und. Formenschönheit aus uqd verdienen em pfohlen zu werden. .. - , , ., , : Das Geheimniß für .Brustleidende da's Leben "zu verlängern und zu versüßen : Nehmt ' ' ' Hartes Brufl-CaramcUcn es' giebt kein ' besseres Mittel gegen Husten und Heerkert! JKST Nob. Curtis wurde am Sonntag von dem Polizisten Wild verhastet. Wild traute dem Curtis schön lange nicht recht, denn- er hatte' Gründe zur. Vermuthung, daß der. Bursche ein Hoteldieb sei.' Am Sonntag hielt er deshalb den Betreffenden an, woraus Curtis mit einem Messer auf den Polizisten loöging.' Wild war jedoch stärker und brachte den jungen Mann hin ter Schloß und Riegel.' ' ' - '. . rür den Januar- Termin des Süpe'riörgerichts sind folgende Herren Ge ischwörene 'B. F. Connör. Ethan Ai Vröwrr'Äm.-T.'Ellis JohnW. CarterWm. Rüslell,! Wni HHenderson," C.'A. WevKI T: H'LeK'Michael Wolsf.'George M. Nortgway'Jv'SBenson und Oliver Keeley?''' n'-. r- -
- Bei Gelegenheit
der herannahenden Feiertage machen ' wir unsere Wirthe'auf das veränderte Liquor Gesetz aufmerksami - ' DaSGesetz vom'17. März 1875 bestimmt. daß berauschende Getränke an Sonntagen, Wahltagen" und gesetzlichen Feiertaoen sowie zwischen 11 Uhr Abends und 5 Uhr Morgens nicht verkaust werden darf. Das Gesetz vom öMärz 1877 bestimmt. daß an' Sonntagen,' Wahltagen, 25 Dezember (Weihnachten) und 1. Januar es für jed e' Person ungesetzlich sei, be rauschende .Getränke ''zü' verkaufen, oder wegzugeben.'- 11 ' " In diesem letzteren Gesetze sieht wie man sieht, von 11 Uhr Nachts bis Morgens 5 Uhr- nichts, und die Supreme Court entschi'daß das neüe' Gesetz an Stelle des a?ten'getreten sei und' die Polizeistunde also nicht' mehr existire.' Diese Entscheidung 'erfolgte, trotzdem ' das nue Gesetz keine 'Miderrüssklausel 'enthält. Sehen wir' nun, was die . weiteren Conseci.ue'nzen 'dkeser'' Entscheidung' sind.' ''Bei sorgsaltrger Verglerchung wltd'män sin-' den,. daß das neue Gesetz das Wortwe g' geben" enthält.. In dem früheren Gesetz ist dieses Wort nicht zu finden: ' Auch ist unter dem neuen Gesetz jede Person strafbar)' welche an genannten Tagen, be rauschende Getränke.' w e g gieb .sei 'er , SRI if f rtS il' ' ! 1 ' '' ' .' ' ItUli viit inu.;t. . Vor einem Jahre war Herr Charles Abel angeklagt, am Weihnachtstage "he. rauschende Getränke weg g.e g e b e n zu haben. Herr Abel gab zu, d'aß er an genanntem Tage seine Freunde. traktirt habe. Sein Anwalt, Herr Nappaport. machte geltend, .daß das, neue. Gese keine Widerrüfsklausel 'hgbe, .daß es also in Vtrbin dun g. mit dem alten Gesetze ausgelegt werden musse,,'und daß man .das 'weggaben vernünftige: Wersedahin .auslegen,' müsse, daß es bedeute : Äe'ggeben zum Zwicke des Profitmachens", ,. (for the pürposp;,'pf ' cm ':'ti . v r 'r rt i ' 1 ' garn;v queman.oas ,U)eiCB.luui aus legen, wäre... Jedermann, .'der . seinem Freunde. am Weihnächts oder Neujahrstage ein.' Glas Wein, vorsetzt,., strasbar. Nichtsdestoweniger wurde Herr Abel von Richter Heller gestraft.- Es. läßt sich nun nicht sä?en, was .die S'upreme. Court gethän haljen würde, wenn der .FaU appellirt worden wäre, da aber die Supreme-Court entschied, daß Pas neue Gesetz, das' alle durch Implikation widerruft' so . ist'.man w,hl.berechtigt, anzunehmen, .daß auch' in diesern' Falle pie.Entscheidung'des Richters Heller, aufrecht erhalten .morden', wäre. Beider Spltzfindlgkert unserer .SupremeCourt läßt sich das freilich nicht , mit Bestimmtb:it sägen. Bei der. Ansicht des Richters Heller ,und da. nicht Jeder. gewillt ist, sich der Schererei .'einer Appellation auszusetzen, ist es besser sich darnach zu richten, , daß. -es ünt'er dem neuen' Gesetze strcjsbar ist, am Weihnachts- und. Neujahlsfage seine Fre'unoe mit Bier, Wein oder dergleichen zu regaliren. .Und'zwar ist j ede Person, strafbar,, oh Wirth, oer nicht. Es wäre, so übel, vielleicht nicht, um die Absurdität'des Gesetzes nachzuweisen, chenn .man' einige Amerikaner, welche jhren Besuchern 'am Neujatrstage, bei den sogenänntcNica1l3Wein vorletzen, anklagen würden. ES bliebe allerdings fraglich, ob Richter.Heller sie verurtheilen würde, wir sehen aber nicht, wie er es 'ohne eine Inkonsequenz, zu be'gihen, vermeiden könnte. Die Wirthe aber,, welche Geld' sparen wollen brauchen ihre Kunden bei . t . ; i . - . . . v Gelegenhett der Feiertage nicht zu regall ren. Man. kann es keinem übel nehmen, wenn er .sich weigert, das Gesetz 'zu übertreten um, sich einerBestrasung auszusetzen. jrt i'Zgg- Die deutschengli'che Schule wird am Nachmittage des Ersten Weihnachtsta gesm obern Saale des Schul'GebäuVes ein Fest sür die Schüler und Schülerinnen veranstalten t Es wird. dies gewiß ein großes Vergnügen 'sür die Kinder werden und wir hossen, daß sich dieselben incl. der Kleinen vom Kindergarten recht zahlreich betheiligen. - w ; :i. i , ; rr: : Anerkennungen allen Schichten der Gesellschaft. Die Presse, welche sonst sehr vorsichtig in der Anerkennung von Medi zinen ist,' macht mit 'Dr. Aug. König's r.'.'. f ' . r . r ' o - ' vamourger. grapsen ine neoitcpc vius nähme. Herr Martin Sölirn; der Heraus aeber des TeUt!ch?Amerikaners" in Wa terloo, Jo.oa, stritt mit Folaendem vor die Front: tzin Arttkelwie Pr.'A' König'S rZ ' t .1; ." . . , pamv. tropfen veroienr oie warmue Empfehlung. Letzten Samstags biauftragte mick meine Frauihr eine Flasche vonDr. A, König's Hamburger Tropfen mit .nach Hause zu bnngen. Sie' gebrauchte' sie. wie gewohnt, mit demselben guten Erfolg." "tS-.DerCottfidenzschwindler'Hüntniuß . . . - 'k jr-M, . ' r . r . letzt längere Jett Vleme klopsen. . '
fZingksandt.) Der Tcleqraph" hat die halbvenückie Idee.
die. Turnerel zum Karrengäul ider politischen ..v, enti f. . ' 'J i . ' cn . v : t -1 (jvi.uciuiii(cu mm iuue lucnunnict Jiauaict und We.tverbesscrer zu macken, entschie'drn bt amvft und wird daö auch fernerhin thun. Ek fällt uns auch nicht e,n, der dadurch ent'landknen Anfeindung, welche sich in ebenso gehä'sigen alt ammerlichen Häkeleien und Sedercien offenbarte. ander als mit offener Feindschaft zu begegnen. Da ist bekannt. Obige Zeilen von demNedakteur des Telegraph" geschrieben, erinnern mich an die Zeit, in welcher derselbe das Volks blatt", redigirte. . Mit derselben ,Taktik wurden die Radikalen behandelt.' mit der selben Arroganz über sie 'ab'geurth'ellt,'hloS aus dem Grunde, weil sie dem Jdeengana des . damaligen ' demokratischen .ZeitungS schr,eibers nicht' folgen konnten. '.'.Heute werden sie wieder mit der offenen Feind'. skt" ..v o '.1 'il'vvL mu4. uiuiü.yi.uiiü wuiuiii ?. ly.CM, ipic Oll Telegraph" , sagt, (Vt .Radikalen ;,und Weltve'rbesserer" den Turnerbund' um Mrrengaul ' ihrer,' halbverrückten'. Ideen . L i i' i rr . m. r 'r k ' . u.uctt ivmqi. .ja nq). oer urnervuno weder zum Karrengaul hals oder.ganz verrückter Ideen gebrauchen läßt, sollte'.ver Mann des Telegraph am besten,-wissen, da 'er in seiner Eigenschaft als Redakteur des Bundes'Oraanes die Turner kennen lernte. ' Daß eren Geist der Turnermiß verstand, daran tragen doch die hiesigen Radikalen keine Schuld. . Weil sie über den beengten Horizont der'Ü'eutigenPartei Politiker hinweg blicken können, finden sie , . - -. . - . . i es ganz natürlich, daß der urnerbund hre.Jdeen als, richtig' anerkennt. Haben sie deßhalb die Feindschaft des Herrn, vom Telegraph", geernt'et so muffen sie' die telb'e' zu . ertragen suchen, so gut es eben geht. . Sie unterschätzen deffen Freundschast nicht, werheü es aber vyn d 'e, r, nicht 'tuxr.i L ' JvJa -W-r' uvuligig inurn, unoers zu yanoeln, ms w!e es ihnen ihre Vernunft diktirt.' .... ... - ' Weltverbefferer." ' . , . ' ', . - - . . . ' . " : ,; : i (Eingesandt.) .. .... Die Erwiederuna im Svottvoael auf das in der vorigen Nummer der Tribüne" von uns erschienene Eingesandt' war in einem so. gewöhnlichen Tone geschrieben und die darin enthaltenden Ausdrücke wa ren o gemein, datz wir . es unter.unserer cm.1-v 't ..... ? ' zmiiuz guiitn. varaus zu aniroonen, ein gedenk des Svrickworts. wer Veäi' an greist besudelt sich. " - -V Armin JÖoun. i ..- , ; . Otto Schissel... ' - Wilhelm DZücke.' .. 'SL, Das Conzert, welches die Lyra am kommenden Dienstag in, der Masomc Hqlle veranstaltet, verspricht, .ein .seltener Kunstgenuß zu werden. Die festen fträfte deS Pereins werden dahei mitwirkenund ein äußelst gewähltes Programm wurde für'das Conzert entworfen., Äeben dem musikalischen Genuß. wird auch ein seltener literarischer Genuß, geboten , werden, sür den. eine Dame,,aus, Chicago gewonnen wurde. Hoffentlich ". wird ssas Publikum . t. . . ri ! " rr . ' V. L ..'' r? . ' trvv üicie gunnlge ,)eiegenaeii, lieg vorireisticy zu ämüsiren,' Nlcht unbenutzt vorüber gehen lassen.-1- : ; ; ' Der Soziale Turnverein ist .schon tüchtig mit Völbereitungen für den am 1. Januar stattfindenden Reujahrsball be schöftigt. Wer das neue Jahr in' sröh. kicher vergnügter Weise beginnen will wird gewiß diesen Ball besuchen und wir hoffen, daßdie MännerchörHalle an diesen Avenb bis zum letzten Platz gefüllt sein wird'. ' ) . '' . .- Aechte deutsche Bouillon jeden Mor gen von 9 bis 11 Uhr' im Germania Garten. ' 4r i ::; LS Die' Klage des. Cöurthaus'Architekten Herrn Hodgson gegen die Counly Commiffäre 'ist von Richter EUiott gegen den" Kläger, entschieden ' worden . Als Hodgson mit der Leitung des'BaueS be austragt wurde, veranschlagte er die'Kosten aus 685 226. - Der' Contrackr, welchen er mit den County'Commissär'en' abschloß, im November 1869',' bestimmte, daß er für seine Dienste ö Prozent von den Baukosten er halten sollte. Detail Aenderungen in der Ausführung des Baues waren vorbe halten. AIS im Jahre' 1872 die County Commiffäre Etwas von dem' ürsprüng Iichcn Plane abwichen, wurde ein Supple ment zu dem früheren Contrakt beigefügt, in welchem festgesteüt würde, daß die' Ent schädigüng Hodgson's unter .keinen Um standen mehr als ö Prozent der ürsprüng li'chen 'Voranschlagssumme 'betratzen svüe. Es . wurden .dann ' Aenderungen !m''ür sprünglichen Plane' gemacht wodurch die Kosten deö Baues um ungefähr 8(X),000 vergrößert wurden. Von diesen $800,000 - . v'- ' 's, 'm'.m' ' . veriangle yoogon nun aucy o Prozenl. Als diese ' Forderung vonden County Conimiffären - nicht bewillZgs'w'urde, klagte er und fiel mit seiner Klage durch. ' ' :-
