Indiana Tribüne, Volume 2, Number 18, Indianapolis, Marion County, 13 December 1879 — Page 4

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Cffice:

menschlichen Elends steht, dürfte wenig

nach dem Leben fragen.

Daß hier in Amerika auch auberhalb der irischen Kreise eine rege Sympathie

mit den Jrländern existirt, ist gewiß natür lich. Im Kongresse wurden bereits An

träge gestellt, dieser Sympathie Ausdruck

zu geben. Einer dieser Anträge geht so

weit, den Präsidenten zu ersuchen, sich mit

der englischen Regierung in Verbindung zu seyen und dahin zu wirken, dab Gesetze erlassen werden, durch welche es dem iri schen Bauer möglich wird, Eigenthümer des Bodens zu werden, welchen er bebaut. Dieser Antrag ist an sich natürlich lächer lich und wird gewiß nie angenommen werden, aber er mag als Zeichen für den Stand der öffentlichen Meinung hier gelten. Liegt uns nun auch Irland so fern, werden wir auch nicht direkt von den dort! gen Zuständen berührt, so sollten diesel. ben doch jeden denkenden Menschen auf die Gefahren des Großgrundbesides aufmerk kam machen. Und dieser L?oßgrundbesitz ist Überall da unausbleiblich, wo über Haupt Privatbesid in Grund und Boden

besteht, und das ist leider noch überall

Ecke Circle u. Meridianstr. der ffall.

lJm dritten Stock ) Wer nicht blind für unsere Zustände

-und Verhältnisse lst, der mud emehen.

indem ihr euer Eigenthum bei in versichert, in nseren prompt zahlenden Eesllschasten. Ihr könnt versichert sein, dc:ß wcnn ihr bei uns in unserer Office in Zimmer No. . und i Talbott & New' Block, erste Stiege fiiblici von der Pcstof. siee, vorsprecht, wir ihmn bei der Versicherung ih reö Eigenthums Geld sparen können; es wird ih neu wenigstens nicht zumSchaden gereichen,wenn Sie bei uns anfragen. Vleaveland K Co.

Indiana Priöüne.

(Wochenblatt.)

Entered as second-class matter at tne daß trotz der vom Gesetze in jeder Art be Postoffice at Indianapolis. Indiana. günstigten Erwerbung von Grund und

Abonnements-Preise.. Boden, dieser dennoch eine fortwährende

In der Stadt durch die Post in HauS geliefert Neigung zeigt, sich in den Händen Weni

$2.00 ger anzusammeln. Wer vlofc Augen va

5 Kents. für bat. der kann nicht umhm zu teyen.

Per Jahr im PorauS Per Nummer

Otto Schiff?!, Heransgebcr. P. O. B. 295.

daß östliche Kapitalisten und kapitalistische

Corvorationen in Folge Einklagens Der fallener Hypotheken in unserer Stadt und in der llmaeaend ungeheuer viel Grund-

Indianapolis, Ind., den 13. Decbr. 1879. Eigenthum besitzen. Wie es hier ist, so

ist es auch anderswo. Tagtäglich ver . .i 4 t cv f i i n- . ! l . .

Die Zuffande in Irland schwinden Mine Benyumer in oen uncr I r . ... cm ? r ;i-t:n:rjt. T-

nH s.-.k.n hr Rrh m alllicoen klagen oieier iap!iazl,.!,u,c..5vl

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m,nr nss hn8 ihm unackNlieaende fürn- porauonen, unü uzz muu ucuiui uuuuiu,

, I i . ' rr r. irr. .

Mttt. von hohem Interesse. Sie fordern aucy noq ic parnme v rgungener

... mmUitn nh in Aliifien in SBeina USo"- o geyen wir langiam, aver

am -viv v).,.. ii - "Im -t i' V n n v i rn aufunsere eigene Zukunft auf. JnJrland stetig ahnlichen Zustanden entgegen. Bei

ist die letzte Ernte sehr schlecht ausgefallen, unermep.iazen wt eg,erungszan. Nei den dortiaenuständen.bei der furcht- des, das wir noch haben, und das stets zu

baren Armutb der irischen BolksmÄssen. billigen Preisen zu haben ist, sind diese

in in Irland eine sckleckte Ernte aleickbe- Zustände zwar noch in weiter Ferne, aber

...... -v . . ' - " ' I.. -,. rfc. .p v ?. ' ii r .

deutend mit Hungersnoth. Die Zustände wie neier Dropsen oen Viem yoyzi. ,o . '' l. v.jevr.!i . t r

in Irland sind ein wahrer Hohn auf die wiro aua? oic Jen rommen, ,n wezazer ?ur

Malthus'sche Uebernölkerungs-Theorie. un Die anosrage eine orennenoe miro.

Seit ?iabr,ebr.ten aebt fortwährend ein In Eailsornlen war sie es schon und tem.

- . I ki.)!. ITl Cl Vii ?n Alt fj v a'.f

starrer trom von Auswanoerern von ii ic uv ui, muuV v.

Irland nack Amerika, so dak die Bevölke. 10,! worven.

Die soziale Stellung der Frau. Schon in den ältesten Zeiten, war di

Frau gegenüber dem Mannt mit äurst

rung des Landes um nahezu die Hä:fte abgenommen hat. Das Land entvölkert sich immer mehr und dennoch ist es immer

weniger im Stande, seine Bewohner zu

. ernähren, dennoch greift die Armuth im

mer mehr um sich und nimmt immer wenig Rechten bedacht und deshalb immer

schrecklichere Gestalten an. Die Haupt mehr oder minder dem Letzteren unterge

Ursache ist das irische Landsystem. Grund ordnet. Dieser löbliche Gebrauch hat sich

und Boden ist in Irland in den Händen Zu Nutz und Frommen des stärkeren Ge

einiger weniger adeliger Besitzer, welche lchlechts erhalten, und die Frau ist auch sich fast niemals um denselben kümmern heutzutage noch so recht die Null hinter ' sondern ihn verpachten. Der Pächter hat der Eins, wie das am deutlichsten bei der

einen hohen Pacht zu zahlen und da er Verehellchung zu Tage tritt. Die Zrau

selbst sein Schäfchen in's Trockne bringen verliert ihren eigenen Namen, und muß

will, durchaus aber kein Interesse daran von da ab denjenigen ihres Mannes, wel

hat, das Land ZU verbessern, beutet er cher. nebenbei gesagt, als ihr Herr, dem sie

Land und Arbeiter auf's Grausamste auS. Unterthan sem soll von dem frommen

Dabei sind dieLandgesetze derart, dak der Manne am Altar bezeichnet wird-führen.

Erwerb von Grundbesitz, daß eine Aende Nicht venug daß man dem von Geburt

rung dieses Verhältnisies zu den Unmög. aus dem Manne gleichbegabten, ebenbür

lichkeiten gehört. In keinem Lande der tigen Geschöpf die ihm auf politischem

-Welt, selbst nicht in England ist die Gebiete zustehenden Rechte vorenthält.

Grunv undBodenfrage eine so brennende, nimmt man ihm auch noch häusig das von

alS in Irland, und dort ist sie um so dem Wenlgcn, waö ihm auf gosellschaft

drückender, weil die Thatsache, daß der lichen und sozialem Gebiete gebührt. gegenwärtige Grundbesitz durch Raub und Wenn die im grauen Alterthum lebenden Eroberung entstand, noch in geschichtlicher Völker Solches gethan, so ist dies jenen

Erinnerung ist. Die Agitation zur Aen- verzeihlich, doch der heutigen cultivirten

derung der bestehenden Landgesetze hat in Gesellschaft nicht. Vergleichen wir aber

Folge dessen in Irland ganz kolossale die Verhältnisse der alten Zeiten mit den

Dimensionen angenommen. Mit welcher deue bestehenden, so haben wir eher einen

Heftigkeit diese Agitation gesührt wird, Nuchchrttt als einen Fortschritt zu ver

zeigt der Umstand, d& Verhaftungen zeichnen, mit dem einzigen Unterschiede,

wegen aufrührerischer Reden vorgenom oaß das was jene in naturwüchsiger, ein

men wurden, und das will in einem Lande, kacher Form gethan,, die heutigen Cultur

in welchem vollständige Rede und Preß- menschen und vorzüglich die höheren

freiheit herrscht, schon etwas Heiken. Die Gesellschaftskreise mit der nöthigen Be.

Verhafteten wurden per Eisenbahn fort rechnung, dem nöthigen RassinementtauS

geschafft aber auf jeder Station von der führen; daß man dem Weibe daS Weib

Bevölkerung mit. lautem Jubel und Bei liche nimmt und gewissermaßen zu einem

fall empfangen.. Die englische Presse Objekt herabwürdigt.

spricht natürlich von der Nothwendigkeit Die Leserinnen und Leser werden gewib der Aufrechterhaltung der öffentlichenOrd' nur mit Abscheu an jene Barbaren denken.

nung, was aber fragt ein Volk, welches wle die Vavhlorner es waren, welche die bungert, nach der öffentlichen Ordnung ? Wesen, welche himmlische Rosen ins

ES ist durchaus nicht unmöglich, daß in trdlsche Leben weben- gleich einem andern Irland, diese' öffentliche Ordnung noch mit Werthgegenstand aus öffentlichen Märkten

demSchwerte aufrechterhalten werdenmuß. veräußerten. Jedoch ein Griff in unser floam es so weit, dann dürste diese öffent- heutiges Leben und der Beweis ist erbracht,

liche Ordnung einen harten Kampf zu oad d,e jetzlge Gesellschaft mit ihren Töch

bestehen haben, denn der irische Landar. tern genau so umspringt, wie jene von

velter, welcher an. der äußersten Grenze Babylon eö zu thun pflegte

Fangen wir oben an. In den befferen

Ständen wird in der Regel demjenigen die

heirathsfähige Tochter als unveraußer

liches Eigenthum zugesprochen, der das meiste in blankem Golde dagegen setzen

kann. Ob das Herz zum Herz sich finde

kommt dabei nicht im Mindesten in Be

tracht. Das Geschäft ist abgeschloffen und

die jungen Leute mögen fehen, wie sie mit einander fertig werden. Was Wunder wenn derartige Zustände unglückliche Ehen

wenn nicht gar Doppelehen und Schei

dungßklagen zu Tage fördern. Man hat

in dem gegebenen Falle nicht Mann und Weib zusammen vereinigt, sondern das Geld mit dem Gelde verkupvclt. Schamloser noch als in diesem Lande wird dieses Geschäft in Europa und vor züglich in unserm lieben Deutschland be trieben. Jedes Blatt bringt täglich mas. senhast solche Berkaussofferten, sowohl junge gebildeter Töchter, anständiger hüb scher Wittwen, als noch in den besten Iahren stehender Witt und anderer Männer. Mit Stolz, könnten die alten Babylonier wenn ste noch lebten, der heutigen Ge iellschast sagen, daß sie 'beim Ankauf ihrer Weiber, nur die rechtliche Absicht hatten, sich eine Hausfrau zu verschaffen, wo hingegen bei den heutzutage üblichen Con venienzheirathen zum groken Theil die unedelsten Motive obwalten. Wie hier so ist's nur in anderer Form und unter andern Verhältniffen bei den niedern Volksschichten der Fall. Hier hat der Mann das Recht unter den ihm be kannten Mädchen eine entsprechende Wahl zu treffen: nicht so das Weib, sie muß zu greifen sobald sich ihr eine Gelegenheit darbietet, und den nehmender sie begehrt, will sie sich nicht der Gefahr ausseben, ent weder durch zu langes Wählen ins alte Register", oder was noch schlimmer in die Kathegorie der alten Jungfern zu treten. Geschöpfe, die, weil sie ?hen ihren

Berus zur Fsa! und ihren GesühlsneiguN' gen nicht haben Rechnung tragen können sehr zu bedauern sind, und nicht wie dies gerade umgekehrt der Fall, von Jedermann

verspottet und ob ihres unglückseligen Alleinseins verlacht werden sollten. Wie

bei den reichen Mädchen das Geld Motiv

zur Verheirathung, so ist es bei den armen

die Sorge um die Zukunft, der Wunsch,

ihr Lebtag versorgt und ernährt zu wer-

den mit andern Worten einen Mann zu bekommen, der sie häufig veranlaßt ohne vorher mit der ÄZernunst und ihrem Herzen

zu Raihe zu gehen, dem ersten Besten die

Hand zu reichen und alsdann, wenn nicht

für Lebenszeit, so doch auf längere Dauer

unglücklich zu sein.

tT Ein beim Staatshausbau beschäf

tigter Arbeiter Namens.John Dixon ist

Anfangs dieser Woche verunglückt und er litt namentlich am Rücken schwere Ver ledungen. In der Wohnung öeö Herrn Da

niel Stewart an Uz NordDelawäre Stra he wurde am Dienstag eingebrochen. Die

Diebe gelangten urch eine Strickleiter in

die Zimmer und stahlen ein Paar Arm bänder und mehrere Kleidungsstücke. Charles Scott, der des Kleindieb stahls angeklagt war wurde wieder ent lassen. kS" Ein jung:r Strolch, noch ein Kna

be, hat am Dienstag die günstige Gelegen

heit, da alle Augen auf den amerikani

schen Kaiser gerietet waren, benützt, denn

er stahl während ieserZeit mehrere werth

volle Uhren und. Uhrengehäuse aus dem Juwelierladen des Herrn Oehler an der

Süd Delaware Straße. Frau- Oehler

sah den Jungen riit den gestohlenen Sa

chen zur Hinterthire des Ladens hinaus

schlüpfen, und obnohl man dem jugendlichen Dieb gleich fclate, konnte man seiner.

der aroken Menge wegen, die in denStra

ßen wogte, doch nicht habhaft werden.

X3 MollyBrooks bekam einen einjäb'

rlgen Äuientoaitlm cformatorlvm für

Frauen angewiefm.

rs Für den Unterhalt der Kinder des

amerikanischen Waisenhauses und der im

Waisenhause fürarbige während der letz ten drei Monate, lowie fü.r den Unterhalt

der Gefangenen il der Jail während des vergangenen Mmats bewilligten die Countu.CommMre ' die Summe von

$3200. 1

öS- EineWhnsinnigemachte b re m unglücklichen Dasein

ein Ende. Friu Keckner von Warsaw war seit einigen öagen unglückliche Bewohnerin desJrrmashls . Als sie amMittwoch die Wärteril für einigeMinuten ver

iek um das Mitttgeffen zu holen, da be-

nützte die UnglüÄiche den günstigen Au genblick um ihren jammervollen Dasein ein Ende zu macbn. Sie ri& ein Stück von ihrem Kleidend und erhängte sich da

Mit. Dle Lttchewurde nach ihrem Sei-

mathSorte geschickt.

ß. ?,

Miin

Lag

ier - Brem

?

(SCHMIDT'S

SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND.

ie berühmteste und besteingerichtetste Brauerei 'm Staate. Mein Lagerbier

und "Invioratw? lalt-Extract; Bottle Leer" ist vor allem anderen als

vorzüglich anerkannt. Aufträge zum Verschissen von Lagerbier aus allen Eisenbahn Linien werden prompt erfüUt.

C. F. Schmidt.

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Es giebt kein Geschäft in der Stadt, daß sich solch elneS

guten Nufes erfreuen kann, als das der Gebrüder Moßler. -

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Une 1 nee Ulotlnng llouse,

'13 . 3 Oft Washington &tt. NB. Bklrachtet blos das grove Lagkr von Männer und Kinder'Kleidern. S3. sÄ.S. . 1)ftl&scs?ftft SW. 814. 22. 28. 35. ga8. 83.

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rar Ein junger Bursche NamenS WltU

linger, welcher am Montag unter der An? klage seinen Stiefvater Oliver T. Bomen geschlagen zu haben, im Polizei'Gericht

verhandelt werden 'sollte, war als er in

daS Gerichtszimmer geführt wurde von

dem Anblick deö Siesvaters so überra cht.

daß er ihm abermals einige sogenannte

Maulschellen verabfolaen liefe. DaS war

dem Mayor doch etwas zu., starker Tabak und er machte dekbalb kurzen Prozeß mit

dem iunaen Grobian indem er ihn zu

einer Geldstrafe 'von M und 3 Tage

stelneklopfen verurtyeute.

tfr Eine Vrostituirte welche am 'Mitt.

woch eine VortionMorvbium ZU sich nahm

um dieser Welt ade zu sagen, wurde durch

rechtzeitige Anwendung einer Magenpum-

pe wieder gerettet. Vleuelcht veranlagt das die Lebensmüde ein neues, beffereSLe-

ben zu beginnen.

Eheerlaubnibs cheine er langten : John L. Stoops und Mollie Geary, Jefferson Caldwell und Mary V. Newton, Wm. Beynon und Eliza Ziegler, Chas'E. Emry und Emma E. Brosur, Harvey Wamsley und My Hobbs,. V. H. Ste. vens und Belle Smith, Plymouth ,Williams und Eveline Manley, Charles Da vis und Ruth B. Lenoc, Archibald Good und Lucinda Bryan, T. Wm. Carter und Indiana Harding, Williard N. Breeder und Evaliru: LucaS, Michael Bannon und Lydia Chambers. Anderson RobundHarrington. John A. Hacker und FranciS F. Tanner, Wm. D. McCoy und Eeleste H. Walker, Wm. Joseph Days und Sarah I. Williamson, Joseph R. Reeves und F. C. Nieman . . ..