Indiana Tribüne, Volume 2, Number 17, Indianapolis, Marion County, 6 December 1879 — Page 4

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51 il infctm ifir euer Kiaentbuin bei iin8 Kersick?rt. in unseren prompt zahlenden Gesellschaften. Ihr ? i i r? ..i f.. v . e . i (- t ? lonni ocnxcycn jein, oop wenn igr vei uns in un serer Office in Zimmer Na . und 2 Talk'S'.t & New's Block, erste Stiege südlich von der P. stof. C i,,.t,..xi :. I. v o rj :c int, uviiyicui, luit iijiiriiuci rrt iOCtiucrun 14 tti Eiaentbum ffielb svaren können ? es wird ib nen wenigstens nicht znmSchaden genichen,wenn le oei uns anfragen. Clesvelonb & Go. Jndiana Hribüne. (Wochenblatt.). Office: Ecke Circle u. Meridianstr, sJm dritten Stock ) lEntered as second-class matter at tlie rostoltice at Indianapolis, inuiana.j - Abonnements-Preise. In der Stadt durch die Post ins Haus geliefert Per Jahr im Voraus $2.00 Per Nummer ö Kentö. Qtto Sch'ssel, Herausgeber. P. O. V. 295. Indianapolis, Ind., den 6. Decbr. 1879. Die Votschaft dcö Präsidenten. Wie alljährlich, wenn der CongreK seine Sitzung beginnt, so hat auch diesmal der Präsident dem Kongresse eine Botschaft zugeschickt, in welcher er die öffentlichen Angelegenheiten des' Landes besticht. Das Dokument ist der Natur der Zache nach sehr lang, und da wir aus Erfahrung wissen, daß nur Wenige Geduld haben, ein solches Dokument von Anfang bis zum Ende durchzulesen, beschränken wir uns auf eine Besprechung desselben. DerAnfang der Botschaft ist den Finanzen, sowie den wichtigen Finanzoperatio nen,. wie Wiederausnahme der Baarzah lung, Convertirung der Bonds u. s. w. gewidmet. . Der Präsident deutet an, daß die Wiederaufnahme der Baarzahlung die Ursache der Wiederbelebung der Geschäfte sei, worin wir gerade nicht mit ihm übereinstimmen, obwohl wir gerne zugeben wollen, daß ste in dieser Richtung wohlthuende Folgen gehabt hat. Durch die Fundirung der Nationolschuld zu einem niedrigen Zinsfuß ist eine jährlicheErsparnib von Z14.297.177 eingetreten. Aus der Botschaft geht ferner hervor, daß bis zum ersten November dieses Jahres 45, 000.850 Silbpr-Dollars geprägt wurden, von welchen jedoch bloß 12.700.344 in Cirkulation stch befinden, der Rest von $32. 300,506 befindet sich noch in der Regierungskasse.' Wir vermuthen auch, daß alle Anstrengungen der Regierung, dieselben in Zirkulation zu bringen, sich fruchtlos zeigen werden. Silber ist in Amerika seiner Schwere halber ein unbeliebtes Zahlungsmittel. und das Ausland nimmt unseren Dollar nicht, weil er zu leicht ist. Mit Recht empfiehlt deshalb der Präsident das Einstellen der Prägung von SilberdollarS. Von der Finanzfrage geht der Präsident auf die Vielweiberei im Utab Territorium über und empfiehlt strenge Maßregeln zur Unterdrückung derselben. Sodann empfiehlt der Präsident, insofern die Gesetze nicht hinreichend sind zum Schutze der freien Ausübung des Stimm rechtes, dieselben zu verbessern. Der folgende Theil der Botschaft ist der Civildienst'Reform gewidmet. Demokratische Blätter machen sich darüber lustig, daß Haycs immer wieder Civildienst Reform vorschlägt, selbst aber nie einen aufrichtigen dauernden Versuch gemacht hat, sie einzuführen. Wir können mit dieser Anklage nicht übereinstimmen. Die Einführung einer Civildienst'Reform von Seiten des Präsidenten ist in Folge Jahr zehnte lang geübter Praxis unmöglich. Der Präsident ist der Tradition gegenüber machtlos. So lange der Congreß nicht gewillt'7 ist in dieser Richtung Gesetze zu erlassen, welche jhn binden, und ihn von dem Einfluß der Parteigcwalt befreien, hat man kein Recht energische Maßregeln vom

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Präsidenten zu verlangen. Es ist thöricht

und einsichtslos die Mängel unseres Civil dienstes dem Präsidenten zur Last zu legen. In demselben Sinne spricht sich auch Hayes aus. Er sagt, er sei Willens Alles zu thun, was in seiner Macht liege, aber ohne 'Entgegenkommen von Seiten des Congresies könne er eben nicht viel thun. Wie wenig der Congreß in dieser Richtung zu thun geneigt sei, zeige der Umstand, daß derselbe wohl die Creirung einer Commission zur Prüfung, Anstellung Suchender verfügt, aber seine Bewilligung zur Bestreitung der Kosten gemacht habe. So weit es möglich war, in einzelnen Departements Examen einzuführen, habe dasselbe sich als sehr praktisch bewiesen. Der Präsident bespricht sodann unsere Beziehungen zu auswärtigen Mächten. Dieser Theil der Botschaft enthält nichts Bejonderes von Interesse. . In Bezug auf Deutschland heißt es, daß häusig Fragen beziehentlich der Naturalisation und Expatriation entstehen, doch zeige die deutsche Regierung stets guten Willen die bestehen den Verträge auszuführen. Da der Präsident in seiner Botschaft sich auf die Berichte der verschiedenen Departements bezieht und wir für diese Berichte keinen Raum haben, so wollen wir das darauf Bezügliche hier kurz erwähnen. Die Einnahmen währenddes mit dem 30. Juni 1879 endenden Fiskaljahres, waren nach dem Berichte des Schatzamtssekretärs 273,827,184.46, die Ausgaben beliefen sich auf $266,947, 883.53. verblieb sonach ein Ueberschuß von $6.879.300.93. Wegen der durch Congrekakte velfügten Ausbezahlung von über 21 Millionen rück ! ständiger Pensionen konnte in den Schul dentilgungsfond nicht so viel :Id fließen, wie andernfalls möglich gewesen wäre. Die Voranschläge für das Kriegsdepar tement belaufen sich für nächstes Jahr auf $40.380.428.93. Der Präsident empfiehlt die Armee von 25.000 Mann intakt zu halten. Die Ausgaben im Marine-Departement beliefen fich im letzten Fiskaljahr auf $13.343,317.79. Der Bericht des Justizdepartements weist auf den langsamen Geschäftsgang im Oberbundesgerichte hin, und empfiehlt Abhilfe. Der Bericht des GeneralPostmeisters weist eine Einnahme von $30,041.982.86 und eine Ausgabe von $33,449,899.45 nach. Zum Schluß empfiehlt, der Präsident den Distrikt Columbia, welcher unter der direkten Verwaltung des Congresies steht der väterlichen Fürsorge desselben und legt hm besonders die Verbesierung desSchul wesens daselbst an's Herz. Auf weite Distanzen. Bekanntlich hat ich das panslavistische Organ, die St. Petersburgskija Wedomosti", eine große Beleidigung der deutschen Frauen zu Schulden kommen lasten, wofür diesem Blatt von der russtschen Regierung auf drei Monate der Shaßenverkauf entzogen wurde. Nichtsdestoweniger hat aber diese Jnsult.e des Petersburger Blattes sowohl unter den Deutschen Rußlands, als in Deutschtand selbst einen wahren Sturm der Entrüstung entfesselt. .Der Verfasier des die deutschen. Frauen beleidigenden Artikels bekam dieser Tage folgenden Brief: Berlin, 30. Oktober. Es ist Ihr Glück, Herr R. . ., daß Sie in einer vor. Berlin entfernten Stadt woh nen, denn sonst würde ich Sie für Ihren nichtswürdigen Artikel über die deutschen Frauen exemplarisch bestrafen. .Weil ich aber in Folge der uns trennenden Entfer nung dies nicht thun kann, so betrachten Sie sich als von mir gehörig gezüchtigt. B. H., Oranienstraße ..." Auf diese energische Erklärung soll nun. wie russische Blätter erzählen, Herr H. (die Adresie ist voll und genau angegeben) von dem Verfasier des in Rede stehenden Art! kels eine briefliche Antwort erhalten haben. der ein gewisier Galgenhumor nicht abzu sprechen ist. Sie lautet : Geehrter Herr ! In demselben Augenblick, als Sie Ihren Stock auf mich erho ben baben, gelang es mir, aus der Tasche einen Revolver herauszuziehen und , Sie staute pede zu erschießen. Ich ersuche Sie deshalb, sich als erschaffen zu betrachen. Meine Adresie: Petersburg, Wladi mitskaja 14" In Massachusetts beschäftigt man chon wieder eine große Anzahl Kinder in ben Fabriken. Kein Mensch kümmert sich darum und die Polizei steckt auch nur immer da die Nase hinein, wo sie bester wegbliebe.

Am Montag trat der Congreß zusam

men. Das ist Alles, was sich bis jetzt von demselben sagen läßt. Tildens Vermögen wird auf 20 Mil lionen geschätzt. Natürlich hat der Mann das Alles durch Fleiß und Sparsamkeit erworben. . Der zum Tode verurteilte und nach her zu schwerer Arbeit in den sibirischen Bergwerken begnadigte Nihilist Mirsky, ist in der That vom Regen in die Traufe gekommen. Eine derSeiden'Fabrikations-Firmen in Lyons, Frankreich, hat typographische Bilder auf die Stoffe zu drucken begonnen. Der Prozeß ist noch ein Geheimniß, doch scheint er mit Silbersalzen bewerkstelligt zu werden. Die Noth in Oberschlesten soll schreck lich fein. Der Kaiser Wilhelm hat 40.000 Mark zur Linderung derselben beigesteuert. Leider werden aber all diese Spenden nicht ausreichen, die armen Bewohner vor Hun ger und Kälte zu schützen. Comstock, der berüchtigte Agent der Gesellschaft zurVerhütung vonVerbrechen, welcher den greisen Philosophen Benett, Redakteur des Truthseeker" in das ZuchtHaus brachte, hat stch jetzt selbst in New Bork vor den Gerichten wegen Ungezogen heiten gegen eine Dame zu verantworten. Ein weiterer Schritt zur Verwirk lichung des Blsmarck'schen Reichseisen bahnprojekts, ist der bereits verbreitete Gesetzesnorschlag des deutschen GeneralPostmeisters, den Frachtverkehr der deut' chen Eisenbahnen der Reichspostverwaltung einzuverleiben. I I Die Stärke der Republikaner im Con greß hat stch bekanntlich seit der Extrasitzung um drei von den vier in Califor nien gewählten Repräsentanten, die der Demokraten blos um einen vermehrt. Jetzt beträgt die demokratische Mehrheit kaum noch neun Mann, wenn man keine Greenbackler dazu rechnet. Die neue, spanische Königin wird dem armen stcuerzahlenden Volke sehr theuer zu stehen kommen. Die spanische Hofetiquette ist berüchtigt durch ihre großartige Verschwendung, und.die spanischen Königinnen haben es immer verstanden, un glaubliche Geldsummen zu verschleudern. Der Adel und die Bourgeoisie wollen entweder einen luxuriösen und prachtvollen Hof haben oder gar. keinen. Der sozialistische Reichstagsobgeord nete Bebcl, gegen welchen eine staatsan waltliche Klage wegen vorgenommener Sammlungen zu Gunsten der Ausgewiesenen und ihrer Familie erhoben war, ist von dem Leipziger Amtsgericht freigespro chen worden. Es ist doch wunderbar, daß die Unterstützung nothleidender Personen in Deutschland noch nicht zu den Ver brechen gezahlt wird. Die neue Oper Rubinsteins, deren Titel Nero- ist, wurde in Hamburg auf geführt und hat sich großen Beifall errungen. In Petersburg, dem Wohnort des Komponisten, durfte die Oper nicht aufge führt werden, weil zu viele Anspielungen darin gefunden und die Verwünschungen des Despotismus darin zu sehr gefürchtet wurden. Im preußischen Abgeordnetenhause erklärte Graf Eulenburg, Minister des Innern, in Erwiderung auf Anfragen wegen der Fortdauer des kleinen Belagerungszustandes, daß das Verhältniß, wel ches letztes Jahr obgewaltet habe, noch andauere. Die geheime fozialdemokra tische Agitation habe zugenommen und die Verbindungen mit auswärtigenAgitatoren würden aufrecht erhalten. Das Sauhatz' gesetz scheint als wenig oder gar nichts zu nützen. Die Noth in Berlin muß groß sein, wenn man schon die Hunde wegfängt und zurSpeise verwendet. Besonders die gutgenährten, die Aristokraten unter ten Hunden, sind keinen Augenblick ihres Lebens sicher, wenn man die Hand an sie legen kann. Dem FürstenHeinrich XXII. von Reuß wurde ein sehr gescheäter Pudel gestohlen; er bot große Belohnung und versprach, keine Fragen zu stellen," wenn man ihm das Thier wiederbringe. Statt dessen erhielt er eine Blieskarte mit folgender Ausschrist : Hoheit, der Pudel läßt grüßen und erlaubt sich' anzuzeigen, daß er gegeffen worden ist."

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Es giebt kein Geschäft in der Stadt, daß fkch solch eineö guten Rufes erfreuen kann, als das der Gebrüder Moßler. Hew York One Price Clotking House, ks tu U5 st Washington Str. NB. Betrachtet blos das groß: Lager von Männer- und Kinder-Kleidern.

Irgend ein unternehmendes Indivi duum stahl Abschriften der Botscha't des Präsidenten und des Berichtes desFmanzsekretärs Sherman, verkaufte dieselben für schweres Geld an einige Zeitungen, so daß in New Pork Cincinnati undChicago diese Dokumente schon am Samstag veröffentlicht wurden. Der Präsident und Herr Sherman sind darüber höchlichst entrüstet. Der Congreß n,ill eine Untersuchung hal ten, aber es wird wohl weiter nichts dabei herauskommen, als daß man sich das nächste Mal bester in Acht nimmt. In der Nähe von Chemnitz (Sachsen) hat wieder einmal in einem Bergwerke eine Exploston von Grubengasen stattge funden, wobei 7080 Menschen getödtet wurden. Wie viele Familien dadurch ins Unglück gestürzt wurden ist bis jetzt noch nicht bekannt. Das ist aber ganz egal es stnd dies ja nur die Angehörigen armer Arbeiter und die müffen ja in dcn meiste Fällen stets auf solche unglückliche Vorfälle gefaßt sein. Trotz alledem nennt man aber diejenigen, die da behaupten, daß auch der Arbeiter ein Ristko habe, einfäl tige Fasler. Fürst Bismarck kokettirt den neuesten Nachrichten zufolge wieder mit den Natis nalliberalen. Er hat stch bei ihnen für ihre' Haltung in der Eisenbahnfrage bedankt. Davon sollen die Ultramontanen wenig erbaut sein. Es ist dies seine alte Politik die Parteien dilatorisch zu behandeln. Er gönnt ihnen mitunter einen gnädigen Sonnenblick um sie geschmeidig zu erhalten und in ihnen die Hoffnung nicht ersterben zu lasten, daß er sobald er wieder die Augenbrauen zusammenzieht, doch auch wieder ein huldvolles Lächeln folgen lassen wird. Die Küstenrettungsanstalten derUnion haben in diesem Jahre bisher 2049 Personen gerettet, von 2,107, welche auf Fahrzeugen in Lebensgefahr waren. Blos 58 kamen um. Es wurden auch 89 Fahr zeuge in Sicherheit gebracht, und von dem Werthe der gefährdeten im Betraee von 52,887.886 (einschließlich der Ladungen) wurde der Werth von $1,445,086 gerettet, und blos $1,442,800 verloren.' In 54 Fällen gingen die Schiffe gänzlich verloren (von 217 Füllendes fanden aber mehr Unfälle als je vorher statt, da die größte frühere Anzahl gefährdeter Schiffe blos 171 beträgt. Eine Anzahl der verunglückten Schiffe und Menfchenleben hätten gerettet werden können, wenn ste auf die Hülfe des Küstenrettungsdienstes gewartet hätten. Die Empfehlungen des GeneralSuperintendenten, jede Rettungsstation um einen Mann und wo möglich ein Pfeid zu verstärken, Penstonen für verunglückte Mitglieder delRttungsmannschaflen auszuwerfen ?c. empfehlen sich also der Berücksichtigung. In Rußland scheint's schon wieder zu attentätern. Telegraphischen Nachrichten zufolge wurde am Montag Abend als der Extrazug, auf welchem der Kaiser von Rußland und sein Reisegefolge kurz vorher passirt waren, der kaiserliche Baggage-

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C. F. Schmidt. Train im Ragosch Quartier von Moskau durch eine Explosion vom Geleise geworfen, wobei ein Waggon vollständig zertrümmert und zwei andere quer über das Geleise geworfen wurden. Sofort angestellte Nachforschungen lasten keinen Zwei sel bestehen, daß man es mit einem Com vlott zur Ermordung des Czars zu thun hat. In einem Häuschen dicht an der Stadtgrenze von Moskau, wo die Explo ston erfolgte, wurde eine in einem gcmauerten Gang nach der Bahnlinie führende Drahtleitung entdeckt, woselbst eine Mine gelegt war, die mit furchtbarer Gewalt explodirte, als der Kaiser bereits glücklich die Stelle passtrt hatte. Unter den Mitgliedern der Berliner Börse herrscht große Entrüstung, weil der Handelsmlnister Maybach im Landtage geäußert hat : ' Ich glaube, daß die Börse ein Giftbäum ist, der über das Leben des Volkes seinen Schatten verbreitet, und dem die Wurzeln zu beschneiden, halte ich für verdienstlich." So wenig sonst preußische Minister die Wahrheit sprachen : diesmal stimmt es aber doch auffallend. Wie groß übrigens die Erbitterung der Börsianer sein muß, das ergiebt stch aus folgender niedlichen Schilderung des Börsentags vom 9. November: Das Geschäft ruhte zu Anfang der Börse vollkommen und man beschäfngtc sich in den dicht zusammenstehenden Gruppen fast nur mit der Diskussion über die Phrase, die der Minister gestern gebraucht hat. Mitten in der Stille ließ sich eine Stimme vernehmen, die dem Giftbaum-Minister" ein Hoch ausbrachte. Mit schwer wiederzugebenden Zeichen der Begeisterung für den Herrn Minister wurde dieses Hoch", das mit dem Gegentheil eines .Vivats" eine allerdings nicht zu verkennende Aehnlichkeit hatte, aufgenommen. Schlimme Folgen eineö Streites. Am Sonntag Nachmittag gerieth der Leihstallbesitzer James H. Rüssel mit einem seiner Lohnkutscher Narrens Robert Colter in Streit. Ruffel glaubte nämlich, von Colter betrogen worden zu sein und behauptete, daß ihm Colter einen Theil der Einnahme vom vorhergegangenenTag zurückbehalteu habe. Der Letztere wollte sich dies nicht gefallen lasten und schleuderte daher seinem Herrn mehrere nicht gerade schmeichelhafte Worte an dcn Kopf. Ruf. sel war dadurch so ausgebracht, daß er Colter zu Boden warf und sich dann entfernen wollte. Doch Colter war in der nächsten Minute schon wieder auf den Beinen und wollte eben einen großen Backstein nach Rustel werfen, als dieser seinen Revolver hervor zog und auf Colter schoß. Er verletzte dadurch den reckten Arm Colters und die Verwundung soll gar nicht ungefährlich sein. Der Verwundete wurde nach dem Surgical Institut gebracht. Rustel mußte aber $1000 Bürgschaft stellen. LV Zu ihren Serenaden ziehen die Angehörigen des Katzengeschlechts kalte Nächte vor.