Indiana Tribüne, Volume 2, Number 17, Indianapolis, Marion County, 6 December 1879 — Page 1
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MADISON AYENUE, Indianapolis, Ind., , ' Brauer von LtTger- und des rühmlichst bekannten Tnfcl-Vicrö.
Meine Liebe. Ich reiche meine Hand der Der Wahrheit reich, ich meine Hand, Und wenn mir Nichts auf Erd?n bliebe, Genua, wenn ihr mich anerkannt. $ie ihr als Mensch den Menschen ehret Und uiqt nach Gold und Ahnen fragt. Und wenn der Arme Brod begehret, Nicht einen Stein im Herzen tragt, Die ihr der Menschheit ew'ge Rechte, Des Geistes Würde euch bewahrt, Nnd als die Freien, nicht als Knechte, Such um des Wissens Banner schaart, Die ihr der Wahrheit heller'm Lichte Mit Zuversicht entgegengeht. Und in dem Tempel der Geschichte Nicht mit verschlcssnem Auge steht. Wo ihr am Reich der Liebe bauet, Ist meine Kirche, mein ZZltar, Denn das, wonach mein Auge scheuet, Wird nur durch solche Priester wahr. Die Sonntagsruhe als naturgemäße Gesundheitspflege. Schon die alten Aerzte von Griechenland, an ihrerSpitze der große Hypokrates, haben sich mit dem Wochenruhetag beschäftigt und darüber treffliche Bestimmungen erlassen. Das Gesetz Mosis hat die Sabbathseier ans Ende der Schöpsungswoche gesetzt. Die Christen aber haben den er sten Tag der Woche als Ruhe- oder Feiertag bestimmt, wciln demselben Christus von den Todten auserstanden und der hei lige Geist über die Jünger ausgegossen .worden sei. Der Mensch ist zurArbeit geschaffen und in ihr besteht des Lebens höch. s!e Ausgabe. Derselbe ist aber abhängig iom richtigen Verhältnib der Arbeit zur Nuhe. Letztere ist ein nothwendiges Na urbedürsniß. Durch das Brachliegen des lckers wird seine Ertragsfähigkeit ver lehrt. Wo aber Grund und Boden zu jeuer'ist, muß bessere Pflege und Frucht" echsel das Brachen des Ackers ersetzen. Auch unsere Haussiere bedürfen der öchentlichen Ruhe. Der Mehrgewinn s siebenten Arbeitstages ist geringer als i vermehrte Werthabnützung der Thiere, zkgende merkwürdigeWette hat dieThat he vollkommen bestätigt : . Zwei gleich schwere und gut bespannte jhrwerke fuhren zur bestimmten Zeit m bestimmten ' Ziele, ab, milder Ver lchtung, täglich die gleiche AnzahlStun i zu sahren, dabei mußte der eine Fuhr- - ;nn den Sonntag als Arbeitstag benu i, ter andere aber als Ruhetag. In j sehsten Woche hatte der letztere mit 'len fünf sonntäglichen Ruhetagen den terer bereits eingeholt und das Ziel um ' e erjebliche Frist eher erreicht. Dabei
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y neuen Eisrichtungen. M vv w war das Gespann in einem verhältnißmäßig gutem Zustande, während das erste halb zu Grunde gerichtet war. Diese Thatsache macht es begreiflich, daß das Sabbathgesed Mosis auch schon derThiere schützend gedenkt. Der Mensch .ist der . Ruhe noch bälder bedürftig.. .Vielfach .wirdder Menschen leib mit einer Maschine verglichen, welche geheizt werden muß, um in Bewegung gesetzt zu werden, welche dem Kreislaufe des Blutes entspricht. Durch die körperiche Arbeit wird Muskel und Lunge ermüdet.' Das Gehirn und . Nervensystem, dagegen wird mehr durch die geistige Thätigkeit in Anspruch genommen. Als Beweis, wie wenig leistungsfähig unser Organismus ist, dient die. Thatsache, daß der stärkste Mann nicht lange im Stande ist. eine leere Flasche, in wagrechter Arm läge zu halten. In besonderem Maße ist die Herzmu-kel der Ermüdung ausge setzt, die bis zum Tode in steter Bewegung verharrt. Aus dlesemGrunde erklaren sich die so häufigen Herzleiden und nach Ver schiedenheit des Berufs wird das eine oder das andere Organ in erheblicherem Maße in Anspruch genommen und bedarf nach der Arbeit Erhohlung, die es in der Ruhe findet. Höchst beckerkenswerth in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des menschlichen Orga nismus' sind die Versuche, welche k ie Pro fcssoren Voit und Pettenhoser in München angestellt haben. Sie fanden nämlich. daß wir bei der Arbeit mehr Sauerstoff brauchen, als wir durch Athmen dem Or ganismus zusühren können. Das Umge kehrte findet in der Ruhe statt. In dieser sammeln wir Sauerstoff sür die Arbeit ein. somit ttrastvorrath zu frischer Thätigkeit. Ist in der Arbeit der Verbrauch erschöpst, so muß eben wieder Ruhe eintreten. Es hat sich herausgestellt, das bei angestreng ter Arbeit von Morgens 6 Uhr bis Abends 6 Uhr mit drei iStunden Ruhe, also bei 9 Arbeitsstunden,.an Sauerstoff ein Ausfall von 20 pCt. entsteht, somit soviel Sauer stoff mehr abgegeben als eingenommen wird. Daher die rasche Ermüdung des Organismus. Bei schwerer Arbeit sind von Zeit zu Zeit kleinere Ruhepausen neben den größeren unbedingtes Bedürfniß. Sodann fclgt inach 6 Werktagen der Sonntag. Aus denselben beginnt am Montag Morgen das Tageswerk. mit normaler Arbeitskrast. Dieselbe sinkt jedoch in Folge des durch Arbeit eingetretenen Verlustes bis am Abend. Die Nachtruhe hebt dieselbe wieder, ist jedoch nicht im Stande, sie auf die Höhe des Montagsmorcens. zu heben. Dieselbe steht daher am Dienstag tiefer. ,So nimmt der KraftVerlust die anderen Werktage der Woche zu, bis er am Samstag genau so groß ist.
daß nur zwei Nächte und der Sonntag gerade hinreichen, zu 'ersetzen, was das Wochenwerk an Arbeitskraft verbraucht hat. DieSonntagsruhe bringt daher dieselbe wieder auf ihrenNormalstand. Hierin liegt der naturgemäße Grund, daß der siebente Tag der Ruhetag sein muß. Zu
gleichem Ergebniß ist auch ein französischer Schriftsteller gelangt, wenn er sagt : . Kürzt man die Woche um einen Tag, so ist das Bedürfniß so ' ist nach Erhöhlung noch nicht genügend; verlängert man sie um einen Tag,' so tritt die Uebermüdung ein; gibt, man alle drei Tage einen halben srci, so verliert man nur noch mehrZeit und zerstört auch durch die Trennung der natürlichen Einheit des Tages das 'numerische Gleichgewicht der natürlichen Dinge, es enisteht Planlongseit und Unregelmäßigkeit ; gibt man nach zwölstäglger Arbeit zwei Feiertage, so ruilirt man vollends den Menschen durch den Müßiggang, ??achdem man ihn soeben mit Arbeit erschöpst hatte ! . In solcher Weise ist die, Sonntagsruhe als der siebente Tag der Woche eine' absolute Nothwendigkeit und darum hat der Staat auch die Pflicht, Sonntagsgesetze zu erlassen. . . Diese erklären die Sonn und Festtage als öffentliche Ruhetage und verbieten daher, selbst Arbeiten vorzunehmen oder selbe anderen . zuzumuthen und Alles zu unterlassen, was einer Feier des Sonntags zuwider ist. In dieser Beziehung herrscht sreilich ein großer Unterschied zwischen den englischen und amerikanischen Sonntagen und den musikalischen Tanzvergnügungen der Franzosen, den Schießübungen und Sonntagsausflügen der Deutschen und Schweizer und die Sonntagsmandate sind zuweilen der Ausdruck, der herrschenden Zeitströmung, die durch dieVeränderungen der Zeitverhältnisse beeinflußt wird. So hat in .England das puritanische System der Vost- und Elsenbanneln tellung am Sonntaoe gegenüber den allgemeinen Kla gen über solcheGeschäftsstockung nach drei monatlichem Bestände weichen müssen, weil dasselbe im schroffen Widerspruche zu dem fortgeschrittenen Zeitbewußtsein stand. VomGesichtspunkte der naturgemäßenGe sundheitspflege verträgt sich'dieSonntagsfeier ganz wohl mit entsprechender Erho lung aufSpaziergängen und wird dadurch mehr besördert, als durch träge Ruhe. Das Mädchentmnen. Der preisgekrönten Schrift von H. W. Kastor über das Turnen derMüdchen entnehmen wir die folgenden beherzigenswerthen Schlußworte: Ist das Turnen den Knaben und jungen Männern von Vortheil, so ist es noch mehr bei den Mädchen, denn bei ihnen ist derselbe nicht nur individuell, sondern es handelt stch.hier auch um eine gesunde, heranwachsende Generation. Das weibliche Geschlecht wurde das schwächere genannt, und ist es thatsächlich ; bedarf es deßhalb nicht noch mehr als das an und sür sich stärkere Geschlecht der Kräftigung und ist es nicht einer der Hauptzwecke der Turnerei, Stärke und Gesundheit zu erlangen? Wenn also allenthalben zugestanden wird, daß das Turnen den Männern und Jun gen vortheilhasc ist, warum soll es das nicht auch den Mädchen sein ? Es ist bewiesene Thatsache und zwar durch Aerzte und Fachmännern bewiesen, daß die kör perliche Ausbildung der Mädchen durch das Turnen im selben Grade besördert Wird, als die derJungen, und daß dadurch die Widerstandsfähigkeit, der Muth, die Energie und die moralische Kraft geho bcn werden. Es liegt deßhalb auf der Hand, daß die Turnvereine zuvörderst das Mädchen Turnen zu fördern suchen sollten. Ich könnte, und ich glaube mit Recht, noch ansühren, daß durch das ruhige und gesittete Beneh men der Mädchen und die Achtung, die auch demKnaben, dem weiblichenGeschlecht gegenüber lnnewohnt, das allgemeine Be tragen auf dem Turnplatz durch Theilnah me der Mädchen gehoben wird. Und da uns das angegebene Thema vorschreibt, darzuthun, weßhalb die Turnvereine das Mädchenturnen zu fördern suchen sollten, n - LV!-ajr.i w . rr in nucu oies nlllZl auver Achi zu lauen, oo gleich im Allgemeinen die zuerst angegebe Gründe ausreichend sind. " ' Laßt uns Kraft und Sifer anwenden. sowohl unseren Söhnen als unseren Töch lern die einem Jeden gemäßen Bildungs quellen in reichem Maße zu eröffnen: nur ist stets Die Grundsorderung zu wlederyo
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Decker Bros.1 DIAUs!? nnd Fischer s ' len, daß es auf beiden Seiten mit fester Planmamakelt und ln Anerkennung der großen Naturgesetze geschehe. Eine Na tion kann nicht wirksamer für ihr Ge sammtgedcihcn sorgen, als wenn sie die rechte Eniwickelung des weiblichen Geschlechtes befördert; ne kann nicht schhmmer den Grund ihres Daseins vergiften, als. wenn sie die Mädchen ihrem hohen natürlichen Berufe entfremdet. Mer von der Zukunst Früchte begekrr, muß die Blüttien der Gegenwart vflegen; die besten Blüthen aber ernes Äolkes sind seine Mädchen, seine zukünftigen Frauen. eue MttZelgen. ' Großes Concert gegeben von der - Philharmonischen esettschBflZ: am Sonntag, den 7. Decbr. in der Mozart Halle. Anfang 8 Uhr. Eintritt für Herren 15 Cents. . Damen 10 Cents. UtymUmntn und Tanzkrarnzclieii tes Judpls Soc. Turnvereins am Montag, 8. Dezember in der MänuerchorHalle. Programm: . 1. Tb eil. 1. Ouvertüre Orchester. 2. Lebendes Bild: Turnerleben. Z. Turnen am Barren l. treinkriege. 4. Frei und Ordnungsübungen Togschüler. 5. 5rei und Ordnungsübungen S,',ülerlnnen. ö. Keulenschwingen H. Panjer. 2. Theil.' 7. Ouvertüre Orcbefter. 8. Stabübungen und Grupxenfiellungen mit Musik begleitung . 20 Tagschüler. 9. Plastische Bild mit bengalischer Beleuchtung: The seu tödtet die Räuber am JstmuS von Corinth. 10. Marsch'.eiaen mit Gesang 1d Schulerinnen. 11. Keulenschwingen mit Musik Itt Damen. 12. Leiterxvramiden 30 Turner und Zöglinge. Anfang 8 Uhr. Eintritt 25 Cents. Meinen Freunden und dem Publikum im Allgemeinen zur gef. Notiz, daß ich in No. 23 Virginia Avenue kINkN Wein- und Bicr-Saloon eingerichtet habe und am Samstag, den 13. Decbr. einen feinen CröffllUllgs-Luuch serviren werde. Nnivtt Band wiro für Unterhaltung sorgen. Gottfried Mvnninger. öHwOchöm! Die passendsten Geschenke süc Damen undHcrren,Kllidcr und die Jugend. Die größte Anöwahl und daö Allerneueste in Allen mSüllchen erdinklichen Artikeln, Fancy Goodö, Toys, Notions, Jewelrh,BobemianGlaSware Maiolica zc. :c. Charles Mayer'S .Co., 29 West Washington Str.
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