Indiana Tribüne, Volume 2, Number 15, Indianapolis, Marion County, 22 November 1879 — Page 1

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Wetsr AieVeeW. ..Eo' MADISON .AYENÜE, Indianapolis, Ind., Brauer von Lager: und des rühmlichst bannten Tascl? SierS.

C i n fa m. (Feh Du nur immer Deine Vcge Im Ve&en und im W.Uk allein. N . Je inst r, eiiifjiutr dir ticte : Je rM)(t rv'rst Du bcidrn sein. . TU zollst da Lcbcn nicht verschwören, 6 fordert SVine Kr .st und Zeit ; Toi) um der Mcnschhci? n rrhören, " Gfl)5i Dir seilst in Ginniiftit. Doch toeni Du nun re r'nfarn gehst U"d einsam ein,' See'e sindcst: O for:e, kß Du slille stellst Und sie c.n Deine Seele bindest ! Jcd' einsam Herz ist eh Prophet, Das Dir dt? Äin'chhcit Losung lündct ; Jcd' einsam ?cr; ist ein Gebet, Das Menschheit m t Natur verbündet. . Und w nn im W'ld sie Platter streifen Dir keck dir Brust und das Gesicht ; Du mit rascher Hand sie greisen. So tizu's doch blich, 0 brich sie nicht! Thu' nur wi.' sie g'tl-an, N: Tlättcr: Mit losem F gcr streif sie nur. Gin jedes Blatt ist eine Letter I n heitren Buche der Statur. (Original Sr.sflouten, der. Lndiana Triöü xt ") B r e m e n, 29. Oktober 1879. Gestern hat. der Kaiser den preußischen Landtag mit einer üblichen, Thronrede eröffnet, aus der klar hervorgeht, dafe derselbe vollständig für die BiZmarck'sche Zollpolitik cngagixt ist. Der Gedanke sämmtliche Eisenbahnen dem Staate ein zuverleiben, wie ich dieses in meiner ersten Corrcspondenz andeutete ist darin klar und deutlich ausgesprochen. Die Thron rede sagt: In hervorragender. Weise wird Ihre Mitwirkupg auf dem Gebiete . des Eisenbahnwesens in Anspruch genommen wer den. Durchdrungen von der Uebcrzeugung, das nur im Wege entschlossener Durchführung desStautseisenbabnsystems die Eisenbahnen der öffentlichenWohlfahrt mit solchem Nachdruck und Erfolge dienst bar gemacht werden können, wie dies die Interessen dks Landes mit wachsender Stärke erheischen, hat Meine Regierung mehrere Vertrage vereinbart, welche die Uebersührun wichtiger ?lct'eneisenbahn Unternehmungen in die Hänoc des Staates zum Gegenstand haben. Dieselben werden alsbald Ihrer Beschlußfassung unterbreitet werden . Es wird somit den raubritlerlich?nGrobindustriellen eine Schlappe versetzt, und dem Staate wieder mehrere stille Reichs feinde zngcsüdrt, denn, wenn es den reichs freundlichen Gcldmenschen am eigenen Beutel'geht. spicken dieselben nicht mehr mit, und Vismaick hat für sie aufgehört

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neuen Einrichtungen. .Trumpf" zu sein. Natürlich werden nur Fäuste in der Tasche gemacht, denn der gewallige Kanzler.ist für diese Sortr Menscheu -ein gefürchtcter Seliinderhannes- -- ' , - der keinen Spak versteht, und dem dlkiel bcn nicht osscil entgegen ju irelen wogen. ZZcrnefwud.ineorLdekrv,orae. bobendab sur die Berbcssklilngen der Wasscrstken Fürsorge getroffen werden .mufc. ?Sie ijgl in Bezug hieraus : In kiner auösüHrlichenDenkjchlist wer den Ihnen die Ziele dargelegt werden, welche' Vdi'e Regierung in planmäßigem Vorgehen" bei der Negulirung der fünf Houvtlitömk, des Rheins, der Weser,' der EIH?, vdeT)D?r und der Weichset ins Auge gefaßt hat, und welche Gcsammlmitlel dafür erforderlich sind.- , ' Es-joird dannin derselben serner eingestanden daß die Steueibeilräge zur Dcckuüg der enormen Ausgaben nicht hinreichen, daß im Etat wieoerum ein Deficit vorbanden sei, tvelchcs durch Anleihen gcocckt werden müßte. Die Regierung wünscht daher dringend, ihre Einnahme qaellen dadurch zu vergrößern, daß eine neue Steuer vom Ausschank geistiger Gk' tränkt und vom Kleinhandel mil'Brannt wein erhoben werden sollte. Am Schlüsse der Thronrede heißt es: Meine Herren! Indem Jkjncn hiermit wiederum ein ausgedehntes Jeld wichtiger und mühevoller Arbeit eröffnet ist, darf Ich das Vertrauen hegen, daß Sie Mei ner Regierung bereitwillige. Unterstützung gewähren werden, um 'nächst den allge meimn Aufgaben der Gesetzgebung veson derS das Werk wirthschastlicher Nengestal tung, welches durch die Reichsgefetzgebung hoffnungsvoll angebahnt ist. auch auf dem Boden der prcußischenStaatseinrichtungen im Interesse aller Vollskreise erfolgreich durchzuführen. Jnder versönlichen Wirkung solchen gemeinsamen Strebens wird sich um fo teichter auch der Ausgleich mancher Gegen sätze finden lassen." Es 'läßt diese Rede an Deutlichkeit nichls zu wünschen übrig. Die Betonung zeigt die möglichste Beschränkung der parlamen larischen Rechte zu'Gunsten des unbe schränkten RegierungtzmiUen. Vogel friß oder stirb, das ist die.Parole unserer con stutivnellen Monarchie, und das ganze Parlament ist weiter nichts als eineScheinkomö)ie. ' Die. Ver'reter sämmtlicher Parteien im Reichstag haben sich bereits dcmGedanken ergeben : .Es läßt sich halt nichts machen," mit Ausnahme der. socialdemokratischen, die es darauf abge'chen hat, dem Reichs' känzler bei jeder Gelegenheit etwas cns Zeug zu flicken, incem sie wenigstens ihre parlamentarische Macht aufrecht zu erhal ten sucht.

Würde cs dem Bismarck gelingen diese "Partei aus dem Reichstag fern zu halten, so wäre der Sieg unausbleiblich, und die Reaction würde die Fahne hochhalten. Doch trotz der scharfen Controlle, mit der alle Wahlagitationen' unterdrückt wer den, scheint es, daß diesePartei, anstatt geschwächt zu werdenmit jeder' Wahl an Stärke zunimmt. . ,.'V' . Es bleibt schließlich den ändernParteien, die unter der Flagge der Liberalen.. 5konservativen :c. . gesegelt, . und Är Ziel nicht erreichten, nichls anders übrig, als mit der Socialdemokratie Front gegen dcn Absolutismus zu machen vdec: sich still ihrem Schicksal zu ergeben.'. ..- ' , -. Wie sich auch die Zukunftdes deutschen Reiches gestalten mag. eins -.stiht fest, daß durch absoluten Zwang va$ deutsche Element niemals geeinigt, wohl. aber, für eine Zeit lang stumm gemachk wird? . Die von der servilen Presse ,n die Welt hinausposaunte deutiche Einiglei! isl.nichl Äil bkr, und selbst 'die sogenanntenRetchsfreunde aus den annectiilen Ländern sehcn e n, daß unicr Bismarcks Neuern der Hort der Freiheit nicht zu suchen ist. selbst, weiin Preußen das . mächtigste Änd Europas wäre, deßhalb wird auch der Eullus,- der mit der fürstlichen GyUhcit getrieben ' " i ' m '.'"'"" wurde, allmählig erschlaffen,' weil der Rcichtzknzlel eben . fo' wenig, iiisällible ist, wie es zur Zeit IMoj&6u'o war. ' Wie lange dcrMlchel noch schlafen mag? Diese Frage möge ein Anderer beantworten als

- - ",Ze us. (ttgen Dük,rig lebt l ' mmmmm t i . Durch die " cj ia nze d c nff chf rrntr- rentsa amerikanische Presse ging wabtend der lebten Tage, die Nachricht, daß E,'geu Dühring nicht mehr zu den. !benoen gebort. Auch wir brachten jene Kllndedie uns sehr glaubwürdig vörkam,wil Duhrings Kk' sundbeilszustand schon leit längerer Zeit erschüttert ist und! nun ? und weil e eben ganz natürlich ist daß ein .Mensch auch einmal stirbt. . Wir erfahren aber jetzt, daß Dühring nicht glstorbrn ist, sondern daß die dcuische Presse mit der Todrs-Anzeige angejührt wurde. Die folgende. No'liz, die in ahnlieber Form durch die deutschen Zeitungen geht, bringt die bezüglichen Details : Dr. Dühring lebt und die Nachricht über sein auf der Fahrt nach Köln erfolg tes Ableben ist auf eine frevelhafte Mysti fikation zurückzuführen, deren Urhebcr lei der noch nicht ermittelt worden ist. In ei ner Filiale - des JnferateN'Bureaüs von Rudolf Mosse war die betreffende Todes' anzeige welche angeblich vonen Hinler bliebenen ausging, von einem Herrn unter Entrichtung der Jnsertionsgedühr für die .National Zeltung" ausgegeben worden. In Erledigung dieses Auftrages übermit teile jen? Filiale, deren' Beamten eine Prüfung des Inserats selbstverständlich gar nicht zusteht, die -Nnzeige im Origi nal an die 'Expedition der National Zei tung und die Redaktion wies in Folge des sen mit einigen Worten auf den Todesfall bin und hat hiermit eine, wahre Fluth von Nekrologen aus den verrneintlichVerbltchenen hervorgerufen. Seltsamer Weise ist weder von dcm Todtgefagten selbst noch von seinen Angehörigen jener Todesanzei ge entgegengetreten worden und so kam es daß stch die falsche Nachricht nahezu 14 Tage lang unangefochten in der Presse er halten hat. Jetzt endlich ist conPatirt, daß Herr Dühring nicht nur nicht gestolben ist, sondern sich einer vollkommenen körperli chen Gesundheit, zu eisrcuen hat. Eine Genugthuung fünden 'ihm gespielten fri volen Streich dürste dem Herrn Dr. Düh ring der Umstand bieten, daß seiner in den ihm gewidmeten Nekrologen ausnahmslos in.chrendster Weise gedacht worden ist An der Hind des 'Original'Mänuskripls hat. die Redaktion der Nälionäl-Zeitüng' übrigens .zur Ermittelung des Frevlers Nachförjchungen anstellen . lassen, , 'denen ein'clsölgreiches. Ergebniß wohl zu wün fchen ist. - ::

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UNVnschMö de Jndpls Soc. Tilrll.licrcills unter Leitung tti TunUehrer Kugo anher. . Unterrichtszeit sür ttnubkU'Classkn : Ticnsteg von 4 b,S 5 Nhr Nachmittag. Sarnstagi v.n 3 b'S 4 Uhr Nachmittags. NävcheU'Classen : Mittwoch von 4 bis o4 Uhr Nachmittag Samstag von 1 bi 3 Uhr Nachmittag. Dastkn-Clesse: Samstag von 4 bi 64 Uhr Nachmittag. Die ä leren ttnaben von 4 bi, 18 Jahren 3ög'ing') w rden wie bisher mit den älteren Turntrn. am Montag und grcitag Abend vo 8 S Uhr , nkerr'ch'et. Der Pr,is b.NSgt xer MvNZt: Zvür I Kind ...25 Cent ttnr Kinder 45 , Afir Kinder 60 Für 4 K nrer 70 Jedes weitere Kind 10 Cents per Monat.. Geschäfts - Uebernahme. Dem g,lrten Publikum zur gkf.. Nctiz, daß ich die von Herrn Adam Knauf betriebene Bäckerei und Conditorci, 237 MassachnsettS Ave. Tiitiflirf) üb.'rnommen ha'e, nnd wird es wein Bestreben sei ,, mi: durch reellen Geschas'tbktrieb, die: meinen: ViZrsnh cr bewiesene' Gnnst zu sichern. " ' ' ' - Achtungsvoll , . Fritz Sirangmann.

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