Indiana Tribüne, Volume 2, Number 12, Indianapolis, Marion County, 1 November 1879 — Page 1

, Jllljrglüll! 2 N0. 12. Office.: Ecke Circle u. Meridian-Straße. LflllfCIlfc N0..64. ' India::apokis, Zndiana,Samffaa, den IWovemö 1879.- .

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Vrauer von Lager? und des rühmlichst bekannten Tafcl-ÄicrS.

Vorwärts ! Warum nicht rüstig vorwärts schreite! Seht Niemand vor, folgt Niemand nach. Ein Jeder soll für Freiheit streiten, . Ein Jeder dick', so lang es Tag. .Wenn Luther damals nicht geschlagen Mit s.ischem Muth die Geistetschlacht. Wir saßen noch in unsern Tagen In tiefer AberölaubenS.Nacht. ' Kam Jesus nicht, den Sinn zu wecken Für Menschenwürde, Menschenwerth, Wir würden in den Formen stecken, . Die heut das Judenthum noch lehrt. Drum laßt un rüstig vorwärts schreiten, Die Fess.ln sprengen, die verhaßt; We mit den Wust vergans'ner Zelte,. Schafft Neues, das zur Jehtzeit paßt! Wilhelm Houtz. Verfälschung der Lebenömittel. . Bekanntlich hat man in neuerer Zeit die unliebsame Entdeckung gemacht, daß ein großer, ja der größte Theil der Lebensmittel, die wir täglich genießen, gefälscht und noch dazu mit Stoffen vermengt sind,. die unserer Gesundheit höchst schädlich, erwie senermaßen sogar oft den Tod herbeiführen. '. Dieses erwiesene Uebel hat seit seiner Entdeckung viel Staub aufgewirbelt und man scheint jetzt eine ziemlich allgemeine Agitation gegen die Verfälschung der Lebensmittel in Gang gebracht zu haben. Einer der eifrigsten Kämpfer, die sich für die Sache annehmen, scheint Herr George I.' Angell von Boston, Präsident des Thierschutzvereins vonMassachusetts, Vorfitzer des Executiv'Eomites des Natisna len Humanitätsvereins und Direktor der Amerikanischen Gesellschaft für soziale Wissenschaften zu sein. ' . Er weilt zur Zeit in Chicago um den Versammlungen der dort gegründeten Ge sellschast zur Verhinderung der Verfäl' schunq von Lebensmitteln ' beizuwohnen. 'Dieselbe hat ein Gesuch aufgesetzt, welches dem Bundessenat und dem Abgeordneten hause unterbreitet werden soll und wie folgt. lautet: . , 7 . . Die Bittsteller ersuchen Ihre achtb. .Körperschaft,. Gesetze zu erlassen, um daS Volk vor dem Genuß verfälschter oder ver giftete? Lebensmittel und Häu-holtungs gegenständen zu schützen, und verweisen auf die Lebensmittelversälschungs Akte Großbritaniens. Ferner bitten dieselben, daß so, viele Chemiker von der Regterung angestellt werden, als . nothwendig sind, -um die etwaigen Velfälschungsn ausfindig zu machen und daS . Publikum stets in Be -zug auf die Güte und Qualität der im Markte vorhandenen Waaren unterrichtet zu halten "

neuen Einrichtungen. R. Indianapolis, Ind., rt. sr-m . - s . . . i. . . . I Wit weieuiazasl soweit, oan etn Vlfiuo nuigeuR cnaiien meroen iou, agnna) oem- . m r . r . , , jenigen, welches tn England besteht, und daß Chemiker angestellt werden sollen, um W f 1 I oieies neiey in ?tusfuorung zu oringen. eoer ausmann iou veraniaLr meroen, uo,ajuiicn oie,es vse,eves an jcincm r-i w . I aoenmcve anzuvrmgen. . e.. ' . cn .ri ... r-n v . viucuinoiioniou ein vraritger ertn gegrunoel ro roen u oie,em weae sammelte Herr Angell auf seiner RelZe von r... v v ... 0 v .r r j I Boston nach Milwaukee Zeugniste von Chemikern und Händlern-. ' So hat Herr Angell in Chicago das Zeugniß .'des Profestors G. A. Mariner über die Verfälschung von Zucker, Esst'g. Backpulver und Verschönerungsmitteln, des Dr. R. C. Piver über EsNg, OleoMargarin, Fleisch und Mehl, das Zeugniß des Zuckerhändlers I. M. Chapman über Zucker eingeholt und diese Zeugniste stimmen alle darin überein, daß ie Consumenten. aller dieser Artikel ihre Gesundheit systematisch ruiniren, indem die Versälschung derselben einen ungeheuren Grad erreicht hak. Hoffentlich ' werden die Bemühungen Derer, welche sich der Aufgabt unterziehen, uns von diesem Uebel zu erlösen, von Er folg gekrönt sein. An die Turnvereine des amerikani schen Turnerbnndeö. Gut Heil. ' ' : Es ist dcn Turnern bekannt, daß von dem Gelbfieberfond,.zu welchem die meisten Turnvereine in so liberaler Weise im ver 0 rXj r " t ' stonenen Jaore veigejleuert yaven, eme Summe von etwas über sechszehnhundert Dollars nicht verausgabt wurde. Bis jetzt ist vom Süden keine weitere Hilfe bean sprucht worden und da die Epidemie für dieses Jahr so ziemlich ihr Ende erreicht hat und nicht zu erwarten ist, daß weitere Ansprüche erhoben werden, so .möchte der Vorort denjenigenVereinen, welche zu die sem Fond beigetragen, - für die paffende Verwendung der, Gelder folgenden Vor schlag machen Aus dem Bericht des Direktoriums deS Turnlehrer-Seminars geht hervor, dak k.',' sü fcij im . VT 7 rI7 auf Wetteres, wegen Mangel an Schulern , ii;.feV irWnT TnF,tn rtf zu lchlleßen. Dieser Mangel laßt sich os t . c v r xi o , . , fenbar auf die schlechten Zelten, welche bis vor Kurzem überall geherrscht haben, zu- " ,e. " n o c i v cv liliiihv.n Ailtin fr m i Vi i.A.m STii.m lUUuyiu., uuuiu? "'"v irnui u uu klar sein, 'J daß das kräftige Gedeihen des Turnerbundes zum größten 'Theile von der Heranbildung tüchtigerLehrer abhängt und gerade jetztNachfrage nach solchen exi stirt. Um nun diesem Uebelstande abzuhelfen, hat der ' Vorort -seiner Zeit einen Aufruf an die Vereine erlösten worin er

die Gründung eines Stipendienfonds für unbemittelte Schüler des TurnlehrerSe minars empfiehlt. Noch ist aber nichts in der Sache geschehen, und. es bleibt deshalb manchem jungen Manne die Lausbahn eims Turnlehrers, trotz seiner Neigung und den liberalen Bedingungen des Seminars, verschlossen, weil es ihm an den nöthigen Mitteln fehlt, die Ausgaben sür.Reise und

Aufenthalt während derUnterrichtsmonate zu bestreiten. Das Direktorium des Turnlehrer Se minars hat nun beschlossen, .-das Institut am 1. Januar. 1880 zu eröffnen, .und des Prospektus zeigt, daß dasselbe die bisher! gen Mängel erkannt hat und mitEiser da ran geht, tine vorzügliche Schule zu schaf fcrt. Der Vorort glaubt nun im vollen Jntelksse dcs Turnerbundes zu handeln, wenn er empfiehlt, .das von dem Gelb siebersond übrig gebliebene Geld für Sti pendien unbemittelter aber verdienstvoller Schüler des Turnlehrer-Seminars zu ver wenden"; da solches jedoch nur mit der Zustimmung der Vereine geschehen kann, die zu obigem Fond beigesteuert haben. so bittet derselbe die betreffenden Turnve reine, über diesen Vorschlag abstimmen zu lasten und dasN.sultat solcherAbstimmung dem Vorort spätestens vor dem 1. Dccem Her einschicken zu wollen. Sollte die Abstimmung zu Gunsten die sesVorschlags ausfallen.so würde derVorort eine Norlaae für die vraktisckste und ' svariamNeNermenduna derStivenden ausiiT i atbeiten und den Vereinen unterbreiten. hoffend' dak die Turnvereine die bob Wichtigkeit dieses Vorschlags einsehen und " ppt darnach handeln, . Verbleibt mit Turnergruß für dpn Nnrnrt N?..tnrklnkkNrslker. . i-i---5. a g. l l m e r. cor. Sckristwart a " . w - ' ' t Lis. Mo.. Oktober 1879. In New Vork kam am letzten Diens tag der Dampfer England' von Liverpool an. Als die Fracht ausgeladen werden sollte,-wurde ein Mann im Kielraum auf gefunden, der furchtbar abgemagert und schwach' war und kaum vernehmbar nach Master verlangte. Als er gefiagt wurde ob er bis ganze Zeit der Reise ohne Speise und Tank gewesen sei, nickte er, schauderte zusammen '.und verschied kurz darauf Die Leiche wurde nach der Margue gebrachte Der Dampfer England verließ Liverpool am 15. Oktober und der Un glückliche uß sich 13 Tage lang ohne Speise und Master imKielraume befunden haben Fürst Bismarck hat gegen den Redacteur des .ttladderadatsch", Ernst Dohm, und zwar negen eines B'ldes, welches die Unterschrist trägt : Saturn verschlingt seine eigenen Kinder" eine Beleidigungs klage angeßrengt. BisJanur1879 schickte regelmäkig Bismarck an Dohm' eine Neujahrskarte, während Dohm dem Fürsten zum Geburtstag gratulirte. Aber wenn man dem Fürsten die Wahrheit sagt, dann hat die Freundschaft ein Ende Die Aahl derjenigen, welche sich dem Studium der .Medizin widmen, ist wieder im .Zunehnen, daS beweist die ziemlich grobe Zahl der Studirenden. welche !ge genwärtig die medizinischen Fakultäten des deutschen Reichs, Oesterreichs, der Schweiz und der Ostsee Provinzen aufzuweisen habend In eben abgelaufenen Sommer Halbjahr zthlte Wien 627 Studirende der Medrzin BerNn 609, (einschlieklich er auf. den militärarztlichen Bildungsanstal r,tri',rar, , mr.nA.ti nrn TOiin .... i i toa qqQ Mur 4o3.i Dorpat 436, Leipzig 389. Grnsswald 244, Breslau 181, Freiburg .r i, o-, icq r, 175, Tubligen 174.. Zürich 163, Stratz. ... - r 1AQ m: bürg 166, Bonn 144, Holle 143, Göttln - ,OQ t :1Q7 iju, xriuiuuiu lu. 4 vuiHswty xu, lii" ml. .4 y ..." ' :inst- ii.fitH'QQ k,k, Utlfctt XX, 0C,,U. AW ypiM U, 97, Basel 77. Rostock 37. : Das Organ der neuen revolutionären) Partei in Rußland hat bereits die achte NumMer veröffentlicht und ist in sehr lei denschaftlichem Tone abgefaßt. Der Titel desselben P .Der Volkswille

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