Indiana Tribüne, Volume 2, Number 11, Indianapolis, Marion County, 25 October 1879 — Page 1

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MADIS0N AYENUE, Indianapolis, Ind. Brauer von Lager- und des rühmlichst bekannten Tafel-AicrS.

FreihcitSwächter. Von Aug. Geib. Ueber daS Gebirg groreitet Liegt des WinlelS weiße Decke, Ringsum lagert Todtenstarre, Nur der Sturzbach rauscht, der kecke. Und er riuscht und ruft so lange Vom G.birg in's Thal hernieder, StctS zum Trotz dem kalten Herrschers B ö Der gcühli g llhret wieder. Dos ist darn ein froh Begrüßen, Das ist Leben, Lust und Wonne, Und zum Dank für treue Wache Küßt ihn sanst die gold'ne Sonne. Ob auch Dir, Du kleines Häuflein, DaS der Freih.it Flamme nähret, Wahrend ringsum Nacht und Dunkel, Je wird solch' ein Lohn gewähret? Frage nicht. Dir leibst genügrnd, Such' die Jchtzeit zu begreifen, Dann dc Völkerfcühlinjr, Sonne Heute schon Dcin Haupt wird streifcn ! Unser praktisches Jahrhundert. Wir geben in Folgendem einen Auszug einer intereffanten Abhandlung über die sociale Frage, geschrieben von Hedwig Henrich, einer intelligenten Schriststellerin, für die Zeiischrist Neue Gesellschaft" in Zürich. Unser Jahrhundert, das sich mit Vorliebe ein praktisches nennt, ist in der That ein vorwiegend reales, allein darum noch lange kein praktisches. Auch sind es nicht, wie vielfach behauptet wird, die realen Wiffenschasten,. worin unendlich viel ge' leistet worden, noch die vielen grobartigen Erfindungen und industriellen Forts.britte die daraus hervorgegangen, welche unserer Zeit den Stempel des Realen auf drücken, sondern es sind die aus diesem geistigen Enlwicklungsprozeffe der Menschheit, dessen Resultate Gemeingut Aller sein sollten, hervorgegangenen Sonderinteressen. welche weil gesondert, sich gegenseitig bekämpfen und den sichern Boden' gemein samen Jrtereffcs unterwühlen. es ist vor allen Dingen die unedle Waffe, deren man sich in diesem von Hab- und Selbstsucht geführten Kampfe bedient, das Geld, welches, je mehr es die Triebfeder alles Lebens wird, um so mehr, alle weichen, warmen Regungen des Herzens, alle poetischen Flüge des Geistes unter seiner ehernen Faust erdrückt. Ja die sociale Slel lung'und moralische Wertschätzung des Menschen nach seinem Gcldbeutel und der daraus sich entspinnende Kampf um das Mein und Dein ist es, was fortwährend die niedersten Leidenschaften zu Lug. Be trug, Uebervortheilung und Ausbeutung

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neuen Einrichtungen. des Menschen durch den Menschen aus stachelt und allenthalben so viel materiellen Staub auswirbelt, das; unser Jahrhundert mit Recht rm seines in schlimmster Bedeu tunq realistischen Grundzüges willen ge schmäht wird. Nicht unsere groben geisti en und industriellen Errungenschaften sind nickt Karmin und Mntr wklcke dm'ch Befreiung desGeistes aus Nacht und " ' ' I Aberglauben oder .durch Erforschung und Nutzanwendung früher unbekannterKräfie, durch Dampfmaschinen und Telegraphen drahte die Poesie zu Grunde gerichtet und. wie Pfaffen und Pfaffenknechte uns glau den mächen möchten, die Verderbnis in ti.' Welt gebracht haben; nicht die Naturwis senschasten sind es, welche mit den religiö sen Wähngebilden zugleich auch die ewigen Zdeali der Menschheit zerstört baben.- es ist dasttodte Metall, das um Lebensideale v erhoben wurde, jenes goldene Kalb" der Moieicken Saae. welcke von dem rfrnrt. licken Sckackeraeiste unserer Taae wieder, wie damals von den Juden in der Wüst?. inmitten unserer Kulturstätten an &t?n der vertriebenen Götter geletzt und von " allen EonkeMonen untersckiedla ! alleiniger und wahrhaftigerGott angebetet wird,' welches der ganzen realistischen und materialistischen Richtung unserer Zeit zu Grunde liegt. !. . , Die Adelsfeudalität des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts, . welcher die sranzonicqe Revolution ein inde gemacht. ist zur Geldseudalität des neunzehnten ' ' . Jahrhunderts geworden.' Was damals die mächtigen Adelsgeschlechter, gestützt auf ihre Stammbäume, Wappen und Privile gien, waren, das sind heute ' die' größten Capitalisten, deren Stammbäume räu chende Schornsteine, deren WappenWechsel' und Coupons und Staatspapiere, und deren Privilegien alle Vozüge-und Le bensgenüffe sind, welche das Geld allein vermittelt, und die darum dem Unbemit "l"n , '! unerreichbar Leiben.-Wie aus der frühern Adelshcrrllchkeit die viniiouaue ocs eioo, p gen aus oer , M . . n JTi l. r . - ehemaligen Leibeigenschaft das heutige Proletariat sich entwickelt,. freilich auch erne Art Feudalzustand, allein in etwas veränderter, milderer, civilisirter Form. . Der Proletarier mit Allem was er ist und hat, gehört, wie oben -bewiesen. Niemand zu eigen ; ja er ist vor dem Gesetze , ein vollständig- .freier Mann" und gleichberechtigt'mit seinem Brodherrn! Doch was ist in Wirklichkeit diese gepriesene Freiheit dem Armen? diese Gleichberechtigung dessen, der immer arbeitet und trotzdem ' immer darbt, mit dem, der immer geniktzt, -häufig genug ohne zu arbeiten ? Machen die Existenzbedingungen des Heutigen Arbeiters nicht vielmehr diesen fast ebenso abhängig von dem guten Willen

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seines Brodherrn, wie es der Leibeigene nn:n?i s f; 9 11Mv

UUli v(i wiuiii vfc (iiiiv3vt . ivui ? utiu ist die Vroltitition seines Weibes oder seiner Töchter licht auch heute noch häufig genug der Preis, um den nan sein täg lichks Brod ihn sichert? , .V . Die Freiheit ist illusori'ch in jedem Staate, der auf der moterieten Ungleichheit seiner Bürger bafirt ur unter dem trügerischen Delkmantel der Gleichberechti? gung .vor dem yesetze der großen Mehrheit nicht einmal ihr'erstcS Recht,' ws Recht an ein menschenwüldiges.Dasein. zu garantlren vermng. , ; . Deutsche Solikitöt Der Chemiker.welcher die Ceidenwaa , ren aus Deutschland untersucht hat, durch deren Selbstentzündung an Bord der ,Mosel- Feuer ausbrach, das sedoch bald gelöscht wurde, yat die Ursache davon kannt. Diese beruaerisch mit Zarbestoss überladenen Sedenwaaren entgelten blos 21 Prozent Gerncht an Seidenfaser, der ganze Nist war, Farbstoff, und zwar, um sie rasch schwer zu 'machen, Eisenoxyd. Es krystallisirt ein Tde'l des Farbstoffs, den die Faser nicht verschlucken kann, aus derselben und cxydirt noch weiter, wobei gerade genug Wärme .frewird, daß eine so leicht entzündliche Faser anbrennen kann. Unsere amerikan schen Fabrikan' ten betreiben zwar diesen vchwindel zum Theil ebenfalls, wenigstens bei schwarzen und schwärzlichen Seiden; aber die Krone im Schwindel gebührt lader deutschen Fabrikanten, welche nach l dem Rezevte billig und schlecht" arbeiten. Eingesandt.) hk Redaktion derJndic!nä Tribüne. crr . . r . . r . ? , e x. r Wir ersuchen Sie hiermij freundlichst. Nachstehendes in Ihrem geschätzten Blatte aufzunehmen: . 1 Der hiesige Tägliche Telegraph" hat entweder mit Vorbedacht ode: mit Absicht in dem Berichte über dert bei S?rrn Vogel ausgebrochenen Brand die Bemer- . -t i V . v . j . v'. V . f- I lung gcrnuaji, oqb oer Vll,aoen, oen Vcir Vogel dadurch erlitt, von der Versicherung nur theilweise gedeckt wird. Dem entgeg. i . v!. m f v - 5. . ncn oav vie e,nazerung oen ourcy jenen Brand verursachten Schaden vollUnoig geoear qair - err jogci ,omil kemcn Verlust ZU beklagen hat Christ. W ie se, Präsident. ' l f rm : , V e l N r. M 0 p w t, &tlXtM Ux deutschen Feuerversterungs-Gesell I t A .fl . (V l i. " ' ... ''l von noianopons ; , Aeue Anzeigen. Notiz an Stcttcrzäylcr. k X. .r .. l. . ; v : ' r i i. CVY Ich erlaube mir die Steuenahler von .Marion Ccun,y darauf oufmcrk am zu machen, daß' der I 'n mL m m w i. :.l nto n Zeitpunkt, kie lepte Zkhluna dertever prc187S am 3. ?l o v e N! b e r di 3. erllscy; nach ntm Tage wird die Ctrof, über welche ich keine Con. trolle habe, hinzugefügt. ' '' l'- .lT -y- S. Lo'tin. ' " ; Schät)'njeister von .Manon Counch, , ,z. " Die Turnhalle in Manödille.'Jnd.. verbun

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böte mit beiaefuater Sickerheit -werden ii, zum I . n . , l ' X. 1 - i rv. ?l o v e m v e r, von; cern unurzacunricn, eni. Anfnnrnnmrn.n i - gegengenommen. (J 4 s I . .mS -"V 5 Ubk'nr' Sekretär de Vkrwaltuk-gSralhS. C. C. HeddenW' . . - .',. ,i $ X-ZX .W - JUl IClilllCU CllUlUC UUV l 'l"" r-u,:. Jrr vtN 'v. i -ir" v rV.ri. n.s sowie alle Delckatkssen und Austern Mi. ay . J . . U ' . cm- .:-n.- Tt.i v t.st.. Hand. N7",Jeden Sonntag Morgen extra .seiuea QttrfÄ' -vi". . -,f'1 . Noch besonders nlache ich das ?ublikun, auf mein aufs SckönftV einLerichtete GeseUsHastI. zimmer aufmerkfa. '

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H..'Balöwin K Go., . ' i . . , Vi . .' f . "7.22 Nord Pennsylvania Str.

Danksagung. ' Ick, der Nntkrzrl'chnkte sprcche hiermit meine innigsten Dank ovt gegen die Deutsche FeukrVcrslcherung?.Gkstll''chaft v?n -I n dia n a p o? l i s, für die prompte Auszahlung des Schadens,den ich durch Feuer erlitten hatte. Fred. Vogel Zweites Kränzchen . r . , M . . , t r Concordia Tanzbcrcins am Donnerstag, den 30. Oktober in '" Veilöwein's Lasse-. .Nur Diejeniaen haben Zutritt, welche mit Ein ladungen versahen sind. Oand-Arbeit aus Bestellung Ich verkaufe meinen ganzen -Ctock von feinen Stieseln und Schu:i-n zu Kostenprcism. G. P. Marott, 16 N. Pennsylvania St. Erstes Tailzkrönzlhcn des Iudllls Sllk. TUrttllkrtlNs ' am Dienstaa, den 28. Oktober . in der Turnhalle. Antritt 25 Cnts. Mitglieder frei. Das Comite. GranHartige GZß : gegeben vom Indianapolis 8chwoba7Vei'ein, mmm dtt727. Oltoöcr J ' in der Eintrittür.HLrren'5a Cents.' ' Eintritt für Damen 25Eents. .... Bnnrmni ? ?,t - ' -T'" ' " IV' Ciiua itt gänza Schwäbisl! a örnolnu' ' . SchobaAide' (rüo ej; nuia Wi' und Lwiebel ?' uacya gelt.-- -1 : ' - ; Äkftütivn t redlgi vom Burgamoischter Bürtzcle. 4:Sä)wöb.scher Lan sturm'.von a 48 her. d) Zirleza on Cchmoba.Mä la uno Sindkr, rco die i'...5itutste cefucn i5rn iricat. - I VI vouis cuw. v 6) Öuie Schw. blscheS Nachkessa von Papa Srosch. . r?U :-T '.,.;.v.y , 1 ' A . , 1. A . fl i der WWpiWW Ny51LQSgZIIasbinlltottStr. 7 : i'lfrüer Mo th Lehrritter.) V;; . . 'j. - - Dem aeebrten ubNkum ' vnd'meZnen sruberen FrundelUÜuD Venten im Attkemeinen zur grf ?Zotiz, daß ch die' bekannte Union Halle " 7 . . (, . . , ., - . . vernommen )ave.leveiienelranreun Kl Arnn RiU A ah . -'.-'."''.. . I vium ,i uf v-.., . rr ' n r , C" ' ' XI ' V 'w , ' Kost bei rer Boche 'oder wel?,t Dkahl. ,.75 - v,v rA vv.y i . - V". - y ,.";; -, n O 'Cr Csxcta-CutÄ 'Htiit Zs&szttvA ;,'DieimMerMrÄässk!lün fk' Beste und vornehmste elngtt,chjet- Wa Köche' und Kkllef lanüt,.wttde ich' das Aeste liefern." - l - !-:V-,:;i ' - ':'?:.;pa Joke. -

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' Estcy und ) Clouah Warrcn eiin! Wir haben jüngst direkt von den Fabrikanten einige wundervolle Bargains" in Handtüchern eingekauft, welche von je 10 Cents bis 81.00 rangiren. Ferner einige der auserwähltesten und besten Loom-Damaste und DamastTischtücher, wie sie nie bester im hiesigen Markte offerirt wurden. Eine Prachtvolle Auswahl von Türkisck-rotben in allen Größen und Preisen. Counterpanes, Blanlets und Comforts billiger als je. Unser Lager ist das größte im Staate, mit Preisen, um Alle zu befriedigen. Erinnern Sie sich, daß wir das feinste und größte Handtuch in Amerika für 25 Cents osferirm. I. S. AY11ES & 0., 33, 35 & 37 West Washington. Ztratze Indianapolis, Jnd s Burnschnle des nkils Sl CAl.Hi.AMM. )IIViV IIU Ullllllllllh) unter Leitung des Turnlehrers Kugo FanHer. Untellichlszeit für Knubkn-(5lassen : Dienstag von 4 bis hi Uhr Nachmittags. Samstag v.n 3 bi 4 Uhr Nachmittag. Mädcheu-Classen : Mittwochs von bis 5 Uhr Nachunttags Samstag von bi 3 Uhr Nachmittag. Damkll'Clesse: Samstag von 4)4 bis 5 Uhr Nachmittag. Die älteren .Knaben von !4 bis 18 Jahren (Zögling?) werden wie bisher, mit den ältere Turnern, am Montag und Freitag Abend vo 89 Uhr unterrichtet. jC(x Preis beträgt per Äonot: Für l Kind ... 25 Cents Für 2 Kinder 45 9 . Für 3 Kinder 60 , Für 4 Kinder .70 , . J,des weitere Kind 10 Cents per Monat. ' Anmeldungen werden entgegengenommen bei C.Vonnegut, C. Heddrich, J.Karle, H. Lieber & Co , Maa & Kiemeher und in der Turnhalle beim Turnlehrer Hugo P a n i) e r. Zur gef. Notiz! Meinen Freunden und Gönnern zur. gef. Notiz, daß ich den so lange von mir gehaltenen Wein- und Bier-Saloon hol ßfl Wasbkngton Str , 7 wieder übernommen habe und ich auch in Zukunft um ihre Gunst bitte. :r i; Tobias Bender. . - MÄurice Albre cht, T eut soll er Zaliuarast. Ofsice: Room 82 Fletcher & Charpe's Block.

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