Indiana Tribüne, Volume 2, Number 10, Indianapolis, Marion County, 18 October 1879 — Page 5
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SVfslg St. Jst'obs Ocl ist in der That ein wunderbarer zu nennen, denn selten ist es einem Heilmittel gelungen, sich in kurzer Zeit zu einer solchen Popularität mpor znschwiugen, wie gerade buf.rn Mittel. Taglich aufen Zeugnisse ein, welche über dessen V. - Pjc n rr - w fc -I f MiUiliiC, lUiUtTjllU(UUt UUC ynn.nuv Kraft in den beredtesten Ausdrücken Kunde geben. Weraliete Malle von Rheumatismus) sogar von 24iäf)riger Dauer. Ncuralgia, Zahnweh, Kopfweh, Gliederreißen, Frostbeulen, Gicht, Vrandwunden, Hüftenleiden, Verstauchungen, Hcxenfchuß, Quetschungen und überhaupt alle Leiden, welche ein EinreibungsMittel benöthigen, weichen der geheimnißdoUen Kraft des .12 t--'DWD V-S los-;;' n3'-- tJl ! - uFiX rr ,V l l KW rnALA u---fiS; , k-T' ar ! mm ShSfc? Aus Schwarzwälder Fichtennadeln gewonnen. und folgendes sind einige der taufenden Anerkennungen, welche ihm zu Theil wurden. 24!aör!ger NbrnmatismnS geheilt. Wm. Reinhardt, Elmore, Wi?c. 12jahriger Rheumatismus geheilt. Thos. Ott. St. Bonifacius, Pa. 5Zahr!ger Rheumatismus geheilt. Frank Schwarz. 98 19. Str., Cincinnati, O. 10jahrigkNcnralgia geheilt. Chrift.Hanni, Flint Hill, nahe 'j)oungstown, O. Rückeuschmerzeu. I. Kisthart, Mahony City, Pa. NenraZgia geheilt. Ieremiah Davis, 84 Mulberry St., New-York. Gliederreic en geheilt. John B.Hyland, Troy. N. Y. Froftbenlen aekeilt. William Kotz, bei Herrn sshas. McClellan, Avon, O. Nervöses Kspfleid?. Elisabeth Lutz, 139 Division Str. New-York. Verrenkungen. Fred. Köppcl, 436 Garden Str.. Hobcken, N. I. ' Zahnschmerzen geheilt. Julius Storm, 121 Efscx Str., New-York. Hexenfchuh gbeilt. - Joseph Minz, 182 Clinton Str.. New York. Nhenmatische Schmerzen. Eugen Ger stenhauer. Winona, Mlnn. vrfrorene Fnße ßeheilt. Jos. Reinbold, 352 Bowery. New York. Entzündung geheilt. Wm. Pitzer, 173 7 Npm.Nork . . . . . . . EntznnÄllcher Nhenmatismus geheilt. Ed. Stuart Lloyd. NewYolk. Wichtig für Farmer, SfItfifaittifav-SRfoYhflhfittilfir tJ IX IJß U U) l K l, 3- fy 1 1 IrV tut ltl St. Jakobs Oel ist ein bewährtes Mittel gegen die vtrschiedenen Schäden der HauSthüre erdc, Mye, Schaafe, Schweine :c. als Verstopfung, schweres Uriniren, Colik,Beinspatb, Schrurden und Fußfäule, Klauenfäulk bei Schaafen, Nierenwürmer bei Sckweinen, schwielige Flechten (Sweeney), Warzen, Spizotic, Stauchungen und Quetschungen, offene Wun. "den, Lahmyeit, Hufgeschwulst, Windgallen, Kronengeschwure, geschwollene Euter, Aufbruch und Senickfisteln. Fisteln Salenders und Malen, ders, Rande und Beulen und Schrammen. 3a ein prominenter Farmer von Iowa dar über sagt: Ich hatte 5 Pferde, welche sllmm von Ditemrer vefallkn waren. Da begab ich mich nach der Avotheke der Gebrüder Wanaler in Waterloo. und er fciffin. mir ein Mittel tut Seilura dieser Krankheit zu geben. Dieselben riethen mir. da Et. kakz Oel ii brauchen. Ich kaufte eine ZZlasche und stellte durch dasselbe meine Pferde in wenigen Ta ' w cc. cif flrn l. i 2 n u. gen wieder her. Jcy rann ayrr iic aituin aucn Pferde-Besitzern auf'S Wärmste empfehlen. Matthias immer. Gi.bertSville, Iowa.Ein Farmer aus Pennsylvanlen. W. H. Charv, MillerSourg: Ist ausgezeichnet geeen ehe Hufe und Geschwülsten, alfo oegen Pierde'.Ningmurn. htm &tnatr Vkknnesota. Wm. MeiSner. alleo Ereek. Minn., schreibt: .Gegen ronenge. schwüre bei Pferden ist das St. Jakob Oel aufZ Beste ,u empfehlen. Ich machte reaelmißige Einspritzungen damit und heute das Tyttr m rurzer a ganjv. t eine Zttafche St. Jakobö Oel kostet L0 ' K,t skünf laschen für 52), ist wieder Abo iheke tu haben oder wird tVj Bestellung von nicht rtl 55 frei nack allen Theilen der Per. c;tinfii tirri.inßt. t 1 Man adressire: n. Ilogeker & ßo., Baltimore. 3b. Alleinige Niederlage in Amerika
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An unsere Leser. Wir ersuchen alle diejenigen unsrer derehrlichen 'Leser, welche ihre Wohnung wechseln, uns ihre neue Adresse zukommen zu lassen, damit das Blatt zeitlich in ihre Hände gelangt. Die Redaktion. öS- Die Arbeiter der hiesigen Möbelfabriken bildeten eine Organisation unter ter dem Namen MöbelarbeiterUnion." Zum Präsidenten derselben wurde Michael Reinstem, zum Protokoll. Sekretär Fred. Dippel und zum FinanzSekretär Albert Simonson erwählt. Am Montag wurde Wm. Evans verhaftet, weil man in ihm den Mann vermuthet,der am Samstag Abend den Polizisten Preston durch einen Steinwurf ver letzte. T Der Muthwille des Knaben H. Weathley, dessen Eltern 230 Westöermont Straße wohnen, wurde am SonntagNachmittag auf schlimme Weise bestraft. Der Knabe, welcher sich an ein Buggy hing, kam mit dem Fuß in ein Rad desselben. Er brach dadurch den Fuß und hat furchtbare Schmerzen auszustehen. Wegen Störung des Gottesdienstes am Sonntag Abend ln einer Kirche wurden James Cerius undZohn Ackers im Polizeigericht bestrast. LS Die County'Commissäre ernannten in ihrer am Montag abgehaltenen Si bung I. N. Harden zum Nachfolger des Friedensrichters I. F. Trowbridge inPike Tvwnship. LS Am Sonntag brach in der Scheu ne auf Hammönds Farm Feuer aus und nebst diesem Gebäude wurden auch mehrere landwirthschaftliche Geräthe sowie zwei Pferde uud ein Fuhrwerk ein Raub der Flammen. Der Schaden beläuft sich auf $2500. Louis Poung, der vor mehreren Wochen Kleider und Werthsachen aus G. W. Pratts Wohnung gestohlen, bekannte sich im Criminalgericht des Großdiebstahls schuldig und wurde zu zweijähriger Haft im Staatsgesängnib verurtheiit. ß Levi A. Hardesty wurde als Nachfolger des Friedensrichters ArchibaldGenn von Perry Township ernannt. 2T Das Geschäft von L. S. Ayres & Co. an der West Washington Straße ist so allgemein bekannt und beliebt, daß das selbe vom Publikum mit besonderer Vorliebe aufgesucht wird. Man kaust dort, nickt nur sehr billig und sehr gut, man hat dort auch eine größere Auswahl als in irgend einem anderen Geschäfte dieser Art. Besonders jetzt sindet man dort ein so reichhaltiges Lager aller Artikel, daß man nicht säumen sollte, seine Einkäufe für die bevorstehende Saison zu machen. Für Deutsche ist es besonders angenehm daß sie bei Herrn Haller, einem deutschere chenden, sehr guten Verkäufer einkaufen können. KS- Trotzdem die Blätter der Bäume schon gelb werden und anfangen abzusallen so haben wir doch noch fo schöne ja heiße Tage daß wir uns immer noch gerne im Freien aushalten. Besonders die Aben de verbringt man noch gerne im Freien u. deßhalb sind auch die Conzerte im Volks garten immer so stark besucht. Wer morgen einen Platz bekommen will, stelle sich deßhalb frühzeitig ein. - Für Hills Buchu wird jeder Apothe ker garantiren,daß es in jedemKrankheits falle Hilse leistet. 8 Die sozialistische Partei hält von Morgen an jeden Sonntag Nachmittag um 2 Uhr eine Versammlung in der Union Halle an der Ost Washington Straße ab. In jenen Versammlungen werden belehrendeVorträge gehalten, die sürJedermann vonJnteresie sind. Hoffentlich werden sich immer recht viele Besucher dazu emfinden. da die Fragen die dort erörtert werden von großer Wichtigkeit sind. Der Eintritt ist frei. r3- Daß die Erde weiblichenGeschlech tes sein muß, beweist die Hartnäckigkeit, welche sie allenNächforfchungen nach ihrem Alter entgegensetzt. : r Morgen Abend ist in der Turn balle gesellige Unterhaltung, welche vom Freidenkerverein und vom sozialen Turn verein veranstaltet wird. Die Mitglieder ud Freunde der beiden Vereine werden sich dort zusammenfinden und werLust und Liebe dazu hat, die Gesellschaft mit irgend einem Vortrage zu erfreuen, der wird will kommen sein. Mehrere Gesang und Mufikvorträae stehen bereits auf dem Pro aramm uno vorausnazlily wuo es eme P x "if f!i. 1t i.-t -1 , V . , rvvav . sehr gemüthliche Unterhaltung werden.
Der dcutsch-cnglische SchuZvcrcin hielt am Freitag vor 8 Tagen eine Extra' Versammlung zum Zwecke der Abänderung der Constitution. Die alte Constitution zwingt den Verein zur Erhaltung und Leitung einer Schule und bestimmt, daß im Falle der Auflösung des Vereins das Eigenthum an die Stadt fallen soll. Da es nun zur ziemlichen Gewißheit geworden ist, daß die Fortsührung der Schule von Seiten des Vereins fernerhin unmöglich ist, dafe sogar die Fortführung derselben unter Privatleitung für die Zukunft in Frage steht, und durchaus leine Beranlassung besteht, das werthvoUe Eigenthum des Vereins der Stadt zufallen zu lassen, und da eine erzwungene Fortführung der Schule, durch alljährliche Defizits das Eigenthum auffressen würde, hält es die Mehrzahl der Mitglieder des Vereins für an der Zeit und am Platze, die Verfassung des Vereins so zu ändern, daß derselbe freiere Hand bekommt, und daß das Eigenthum, wenn nothwendig, für andere Zwecke zum Besten des Deutschthums verwendet werden kann. Eine Minderheit der Mitglieder, an deren Spitze die Herren Seidensticker,Lorenz Schmidt und Eduard Müller stehen, sucht dies zu verhindern. Da zur Aenderung der Constitution eine Zweidrittel'Mchrhcit nothwendig ist, so setzten am Freitag vor 8 Tagen die Geg ner der Aenderung einstweilen ihre Absicht durck. Es wurde jedoch noch rechtzeitig der Antrag auf Vertagung bis zum nächsten Freitag gestellt und angenommen so daß den Befürwortern der Aenderung noch Gelegenheit gegeben ist, dieselbe trotzdem durchzusetzen. Die Argumente, welche der Redner der Minderheit, Herr Seidensticker vorbrachte, sind ganz sonderbarer Art. Er meinte, die Verwendung des Eigenthums, zu anderen alsSchulzwecken sei ein Vertrauens bruch gegenüber den verstorbenen und ausgewanderten Mitgliedern, sowie dem Publikum gegenüber, das so freigebig stets zur Schule beigesteuert habe. Wenn jetzt der Verein seinen Zweck dahin ändere, daß derselbe in Förderung und Erhaltung deutscher Sprache und Gesittung bestehe, so wisse kein Mensch, was 'das bedeuten solle, denn auch Brauer und Wirthe be Häupten, zur Förderung deutscher Gesittung beizutragen. Herr Alex. Metzger be merkte darauf, daß das Publikum aller
dings viel zur Erhaltung der Schule beigetragen habe, das dieses selbe Publikum aber ganz gewiß nicht ln Rücksicht darauf verlange, daß, trotzdem die Fortführung der Schule von Seiten des Vereins unmöglich geworden sei, dieselbe dennoch mit steten Verlusten fortgeführt werde. Die Rücksicht auf das Publikum verlange nicht, daß man Unmögliches leiste. (Dies war der Sinn von Herrn Meßger's Bemerkungen, nicht aber, daß der Verein dem Publikum gar keine Rücksicht schuldig sei, wie der Telegraph" in entstellender Weise angab.) Herr Rappaport bemerkte auch ganz richtig, daß von einem Vertrauensbruch gegen die ausgewanderten und verstorbenen Mitgliedern keine Rede sein könne. Ein Verein bestehe nicht aus lebenden und todten Mitgliedern. Wer bürge dafür, daß die ausgewanderten und verstorbenen Mitglieder, wenn sie anwesend wären, nicht für die Aenderung der Verfassung stimmen würden. Die Schule sei nicht Zweck an sich, sondern nur Mittel zum Zweck, nämlich der Erhaltung und Förde rung deutscher Sprache und Gesittung. Könne dieser Zweck nicht mehr durch die Schule angestrebt werden, so sei es ganz löblich,, andere Mittel anzuwenden. Er seinerseits hege zu den bisherigen Leitern der Anstalt das Vertrauen, daß sie auch in der Zukunft in demselben freisinnigen und fortschrittlichen Geiste handeln wür den, wie bisher. Herr Herrman Lieber beschwerte sich da rüber, daß Herr Eduard Müller an verschiedenen Orten die Bemerkung gemacht habe, daß die Vorstände des Vereins das Eigenthum an sich ziehen wollen, und meinte, daß derartige Bemerkungen, welche kürzlich in der News" standen, wohl von derselben Quelle herrühren. Er halte es nicht für nothwendig, sich gegen derartige Anklagen zu vertheidigen, sie zeigten aber den Geilst, von welchem die Gegner der gegenwärtigen Vorstandsmitglieder beseelt seien. Herr Müller stellte in Abrede, die ange führten Aeußerungen gemacht. zu haben. Nachdem auf Antrag des Herrn RappaPort dieDebatte geschlossen wurde, erfolgte Abstimmung. Für die Abänderung wur den 15, gegen dieselbe 11 Stimmen abgegeben. Die Aenderung war also nicht
angenommen, da für diesen Zweck eine Zweidrittels Mehrheit nothwendig ist. Hm: Metzger stellte darauf den Antrag auf Vertagung bis zum nächsten Freitag, weicher trotz der Gegenwehr des Herrn Seidensticker angenommen wurde. Am nächsten Freitag also findet wieder eine Versammlung des Schulvereins statt, und wir hoffen, daß sich die Mitglieder im Interesse der Sache recht zahlreich einsin den. Ganz besonders sollten die Freunde des Vorstandes des Vereins nicht fehlen.
Daö neue Irrenasyl für Frauen. AmMittwoch wurde das neue Jrrenasyl für Frauen eingeweiht, und das Gebäude konnte deßhalb während des ganzenTages hindurch besichtigt werden. Diese Gelegenheit wurde auch von sehr Vielen be nützt und in dem Gebäude, das in der That besichtigt zu werden verdient, herrschte an jenem Tage ein sehr reges Leben. Das ganze Gebäude war zur Feie? des Tages mit herrlichen Blumen geschmückt und als am Abend alle Räumlichkeiten, die ebenfalls geschmackvoll dccorirt waren hell beleuchtet wurden, gewährte es einen sehr erhebenden Anblick. Das Gebäude an und für sich ist ebenso bequem als praktisch eingerichtet. Es ist ungeheuer groß und kann einer großen Zahl von Kranken Aufnahme gewähren. Die Räumlichkeiten, welche von den Kranken bewohnt werden, sind alle gleichmäßig eingerichtet. Die drei südlichen Flügel enthalten 12 Abtheilungen und die drei nördlichen F!ü gel bekommen eben so viele. Jede Abtheilung hat einen großen Cor ridor und zur rechten und linkenSeite des selben befinden sich die Schlafgemöcher her Patienten. Jene Räume sind allerdings recht einfach eingerichtet, denn die ganze innere Einrichtung besteht aus einerLager stätte. Doch dürfen sich die Kranken nur des Nachts in diesen Zimmern aushalten und da entsprechen sie vollkommen ihrem Zweck. Speisezimmer, Badezimmer, sowie die Räume der Dienerschaft sind alle recht nett und praktisch eingerichtet. Tobsüchtige bewohnen eine besondere Abtheilung. Im Garnen genommen sind doch die unglücklichen Bewohner jenes Hauses dort recht gut aufgehoben, und läßt sich die An statt gewiß zu einem der besten Institute desLandes zählen. AmAbend derEinwei hungsseler hieit Ex. Gouverneur Hendricks die Eröffnungsrede, auch Dr. Ewarts hielt ein? längere Ansprache, in welcher er die Geschäfte des Jrrenasyls unseres Staates erläuterte. Nach weitern Ceremonien fand einTanz kränzchen statt, bei welchem sich die Gäste sehr gut awüsirten. Ein Unglück durch Unvorsichtigkeit. Unglückssälle, die durch Unvorsichtigkeit herbeigeführt werden, sind in Amerika durchaus. nicht selten. JedenTag hat man Gelegenheit, von solchen zu berichten und trotz alledcm werden die Leute nicht vorsichtiger. Auch die Bewohner unserer Stadt machen davon keine rühmliche Aus nähme, denn auch hier kommen sehr viele Unglücksfälle vor, die durch Vorsicht agehalten werden könnten. Am Monlag ereign'te sich hier wieder ein derartiger Fall, dem leider das Leben ei nes jungen, hoffnungsvollen Mannes zum Opfer siel. Der Bursche war erst löJah re alt und als er am Montag Morgen das Haus seiner Mutter, der Wittwe Magda lena Faulstich verließ um einige Bekannte, die in der Nähe der Stockyards wohnen aufzusuchen, ahnte die unglückliche Mutter jedenfalls nicht, daß sie den Sohn nicht mehr wiedersehen würde. Joseph Faulstich wollte nämlich die wie es ihm schien günstige Gelegenheit benutzen, um Nach mittags den Heimweg per Bahn zurückle gen zu können, sprang daher auf "einen daherkommenden Frachtzug, konnte sich je doch auf dem Wagen nicht festhalten, fiel herab und die Räder der Wägen gingen über den unglücklichen Jungen hinweg. Der Unglückliche wurde zermalmt und war natürlich sofort todt. Wen Schmerz der Mutter zu beschreiben als ihr dieLeiche d?.s Sohnes insHaus gebracht wurde, ist kaum möglich. Es kann sich gewiß Jeder eine Vorstellung von dem Kummer der betrüb ten Mutter machen, es sollte aber auch zugleich Jeder die Lehre beherzigen, daß man Vorsicht niemals außer Acht lasten soll. J6" Sonntag Abend wurden an der rr i . ? i " r t jr rv ... Plne Tlraye orei Viaue ourcy euer zer stört. Man vermuthet, daß das Feuer an gelegt wurde. es Serr Professor Dr. Schuln ist am DienNaa bier anaekommen. Er besuchte uns am Mittwoch in unserer Office. ' Da der Herr für das berühmte Hett-Jnstitut ln Philadelphia reist, lo kann es lym auch hier an Zuspruch nicht fehlen. Herr Pro seffor Schulz hat seinenAusentbalt imjüo cidental Sotel aenommen und ist Vormit tags von 1012 Uhr, Nachmittags von 2 4 Uhr und Abends 7-8 Uhr kostenfrei für alle Hülfesuchenden zu sprechen. Bis iekt war der Andrang der Patienten ein sehr großer ocnn der gute Ruf der Herrn Dr.Scvultz schon voranging, hat öemPub likum Vertrauen eingeflößt. Am 27. Oktober geben die Schwa en resv. derSckwowa,Vere!n eine arauk artige SchwobaKirbe. Dafür wurden sckon lanae arausartiae Borereitunaen gemacht und daö Frst wird nicht weniger graußamg werden.
öS- Porto für falsch adressirte Briefe.
Das Postdepartment wird in Zukunft die Postmarken auf falsch adressirten Briefen, sosern dieselben dasAufgabe Postamt nicht verlaffen haben,sondern von demselben ein fach behufs richtiger Adreffirug dem Ab ? - r.:jfi. . v o f i ! r '? icuuci juiuuciuiiui louroen,a!s guiilg sur Beförderung dieses Briefes anerkennen, jf r t r-t . auco wenn nc aogenempeit wuroen. 55er ner hat das Department verordnet, daß Postmarken auf Briefen ins Ausland,wel che pränumerando zu srankiren sind und welche wegen unvollständiger Frankirung zurückgehalten wurden, als Abschlagszah lungen auf das gehörige Porto betrachtet werden sollen. Herr Morltz Kaufmann wurde am Mittwoch in der Mayors Court wegen Provozirung und Angriffs mit einem Re volver, angeklagt. Herr Kaufmann .kam um Verlegung der Verhandlungen nach einem anderen Township ein, worauf die Klage fallen gelaffen und gleich nachhe5 wieder im Criminalgericht anhängig gemacht wurde. Die Sache scheint nichts weiter als ein Erpreffungsverfuch zu sein, denn Herr Kaufmann der aufs Land ge fahren war, um eine Kuh zu kaufen hatte gar keine Waffe bei sich. Die klägerischen Zeugen sind Neger und die Angaben der selben beruhen, wie wir hören, auf Un Wahrheit. Herr Kaufmann hat den Ad vokalen Philip Rappaport zu seiner Ver theidigung engagirt. Der ganzen Sache wird überhaupt, wie es scheint, zu viel Wichtigkeit beigelegt. Herr Kaufmann wurde bloß unl?r $200 Bürgschaft gestellt, ein Beweis, daß die ganzeGeschichte böswillig übertrieben wor den ist.' Die Herren P. Lieber & Co., haben Klage gegen den Ackerbaurrath ernge reicht. Als nämlich vor 6 Jahren das Ausstellungsgebäude errichtet wurde.nahm der Ackerbaurath Geld durch freiwillige Subskriptionen auf und stellte dafür Cer tifikate aus, in denen er sich zur Zurück zaylung verpflichtete, sobald die Netto Einnahmen es erlauben. In diesen Cer tifikaten spricht der Rath die Absicht aus, jedes Jahr eine zwanzig Tage d5.uerde Ausstellung zu veranstalten. Da nun die Ausstellungen noch niemals zwanzig Tage gedauert haben, so liegt im Falle das Ge" setzseine solch ausgesprochene Absicht als einen Theil des Vertrags ansieht, ein Ver tragsbruch vor, welcher die Herren Lieber & Co. zur Zurückerlangung ihres Geldes ($300) berechtigt. Der Anwalt der Her ren Lieber & Co., HerrRappaport, hat al lerdings Bedenken in Bezug auf den Er folg der Klage, seine Klienten haben aber, in Hinsicht auf das kürzliche Verfahren des Ackerbauraths, ihn instruirt, milder Klage voranzugehen, gleichviel, was der Erfolg sein möge. Am Donnerstag Abend findet in der Männerchorhalle ein Conzert statt, daö ein großerKunstgenuß zu werden verspricht. Das Conzert wird von Herrn Reitz" ver anstaltet und der Männerchor sowie die besten musikalischen Kräfte unserer Stadt haben ihre Mitwirkung zugesagt. Hoffentlich wird ein recht zahlreicher Besuch die Bemühungen des Herrn Reitzbelohnen. Dem Guten ein Wort. Obgleich es eigentlich gegen unsere Ge wohnheit ist, einem, w den Spalten unse res Blattes angezeigten Artikel, das Wort zu reden, irgend eine Persönlichkeit oder Firma, welche uns patronisirt, besonders hervorzuheben, so machen wir doch dies mal eine Ausnahme in der Ueberzeugung daß wir die Beistimmung unserer Leser finden werden. Noch nicht ein Jahrzehnt ist verflossen. seit die unternehmende Firma A. Vögele: & Co., in Baltimore, Md., mit glücklicher Berechnung Heilmittel auf den Markt brachte, welche speciell für dasDeutschthum bestimmt, zwar im alten Vaterlande be kannt und beliebt, in Amerika jedoch nicht zu haben waren, D''. August KönigsHam burger Familien.Medizinen. Die Ham burger Tropfen, HamburgerBrustthee und Hamburger Kräuterpflaster haben den Ruf, welcher ihnen vom alten Vaterlande vor ausging, vollständig bewährt. Sie wur den eine Wohlthat für Arm und Reich, für Alt und Junq. Nicht nur leichtes Un Wohlsein, welches allerdings oft die Quelle einer schweren Krankheit ist, sondern län gere Leiden wurden durch die Heilkraft dieser herrlichen Mittel geheilt. Hunderte haben sie erprobt und Hunderten brachten sie Genesung. Angespornt durch die freundliche Auf nähme und allgemeineAnerkennung, welche den Hamburger Familien Medizinen wurde und um den Medizinenschatz für Familie und Hauö zu ergänzen, fügen die Herren A. Vogeler & Co. den Hamburger Medizinen ein weiteres bewährtes Mittel, das St. JakobS-Oel, bei, dessen Einfüh rung von demselben glänzenden Erfolge, wie beiden Hamburger Medizinen, beglei tet war. Die Wirkungen des St. Jakobs Oel sind wirklich wunderbar zu nennen und erregen Erstaunen überall, wo dasselbe bekannt wurde. Nach einer kaum ein jährigen Einführung gehört dieses Ein reibungsmittel zu den beliebtesten und be gehrtesten Medizinen auf dem amerikani schen Markte. Es ist auch kein Wunder, denn Heilung von jahrelangen Leiden sprechen für dessen Werth. Wir haben mit Obigem versucht unseren Lesern ein schwaches Bild des segensreichen Wirkens der von den Herren A. Vogeler & Co. eingeführten Medizinen zu geben und glau ben, daß uns nun unsere Leser beistimmen, wenn wir oiesmal von unserer Regel ab weichen.
