Indiana Tribüne, Volume 2, Number 10, Indianapolis, Marion County, 18 October 1879 — Page 4
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lernet cC K - r? . s Ss - V nb J&. ' ! ( - ! i - 1'iV Vr i'Hr. i indem ihr euer Eigenthum bei uns versichert, in unseren prompt zahlenden Gesellschaften. Ihr könnt versichert sein, daß wenn ihr bei uns in un serer Office in Zimmer No. I und ?, Talbott & New'ö Block, erste Stiege südlick von der Postof. fice, vorsprecht, wir ihnen bei der Versicherung ihres Eigenthums Geld sparen können; es wird ih neu wenigstens nicht zumSchaden gereichen,wenn Sie bei uns anfragen. GlettveZond $ Go. Jndiana Driöüne. w W (Wochenblatt.) ffice: Ecke Circle u. Meridianstr, Jm dritten Stock ) lEntered as second-class matter at the a- A. V . 1 1 1 1 jroätonice ai xnuianapoiis, lnuiana.j Abonnements-Preise. In der Stadt durch Trager ins HauS geliefert Per Jahr im Voraus. Per Nummer $2.00 5 KentS. Qtto Schissel, Herausgeber. P. O. B. 295. Indianapolis, Ind., den 13. Oktober 1879. Die Wahl in Ohio. Der Ausfall der Wahl in Ohio ist in der That demüthigend sür die Demokra ten. Republikanische Gewinne auf allen Seiten und als Resultat eine, riesige republikanischeMehrheit. Run werden die Demokraten natürlich versuchen zu bewei sen. daß aus allen möglichen Ursachen, welche ihnen nicht zur Last gelegt werden können, dies nicht anders sein konnte. Hauptsächlich werden sie versuchen, diese Niederlage der Stellung der Deutschen in der Geldsrage zuzuschreiben. Für die Deutschen kann es nur schmeielhast sein, daß man allgemein einsieht, daß sie dem Papierschwinel den Rücken kehren, man Würde jedoch zu weit gehen, wollte man wirklich darin die Hauptursache der Nie derlage der Demokraten erblicken. Die Geldfrage ist im Grunde genommen als erledigt zu betrachten, an der Wiederein führuna desMetallgeldes wird keinMensch mehr etwas ändern. Die Wahrheit ist, daß die Demokraten durch ihr Gebühren dem Volke wieder die Frage zur Entschei dung aufgezwungen haben, ob die früheren südlichen Sklavenbarone das Land regie ren sollen, oder nicht. Diese Frage ist wiederholt mit Rein beantwortet worden. und wird immer so beantwortet werden. So lange derSchwerpunkt der Demokratie im Süden liegt, und ein Sieg der Demo kraten gleichbedeutend ist mit einem Siege der früheren Rebellen, so lange werden die Demokraten nicht dauernd die Geschicke des Landes lenken können. Das Resultat der Wahlen in Maine, Californien und Ohio spricht mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit, daß die Mehrheit des Volkes der Ansicht ist, daß der Kampf zwischen dem Congresse und der Administration nicht zu dem Zwecke geführt wurde, um durch Beseitigung des militärischen Ein flusses freie Wahlen herbeizuführen, son dern im Gegentheil, um freie Wahlen zu verhindern. Angesichts der letzten Vor gänge im Congreß, welche wohl noch in Jedermanns Gedächtniß sein werden, kam daS Mißtrauensvotum, welches der demokratischen Partei in Maine, in Californien und in Ohio gegeben wurde, kaum kräftiger und deutlicher sein. Zwischen jetzt und der Präsidentenwahl findet noch eine Congreßsitzung statt. Bei der anerkannten und oft bewährten Fähig keit der Demokraten jedoch, immer das Verkehrte zu thun, läßt sich nicht erwarten, daß sie die begangenen Schnitzer wieder gut machen würden. Es ist im Gegen theil alle Aussicht verHanden, daß sie im blinden Eifer den alten Schnitzern neue hinzufügen werden, und daß sie so bald noch keinen Präsidenten wählen werden. Henry C. Carey, der berühmte, ame rikanische NationalÄonom. der Urheber u. Vertheidiger der amerikanischenSchutzzoll Theorie ist gestorben.
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Demagogen. Was ist eigentlich ein Demagoge ? Die Bezeichnung rührt aus löngstentschwundenen Zeiten her. Im alten Grie
chenlande nannte man Diejenigen, die sich zu Führern des Volks aufwarfen, DemaL hJML x yuatii, iuu5 iu uuw 1Uül,uu' U"i Aolls veoeuttl. namais gerne oic e zeicknuna nichts Anrüchiges. Pericles, .... . . . ii. v tn. Mo OTsriMnh-a. S-nrafhbiil. Aristides. V.lkll, MIHVH4V 7""I7 ' , nannten sich mit Stolz Demagogen. Die Bezeichnung ging auch in das alte Rom . L A über. rn den corrumvlrten 'fetten oes Marius, Sulla, Cäsar, Antonius und Oct.vianus bekam das Wort Demagog den üblichen Beigeschmack, den es heute m. - M V 's. f A noch hat. Vamais sanoen ncy euie, wpsc im ylnstraae der Narteikäuvter und für schweres Geld die Massen bearbeiten I vjvnv w I ' r . n . v. tr ! n . : mußten. Auf Ueberzeugung und Prlflzl toten kam es dabei gar nicht an. Die Demagogen, welche gewandte Redner und Agitatoren sein mußten, wirkten im Inö I V r . r? v.rr.i. v- r: tA, ÄtriA .,MS ;v, teressc desien, der sie bezahlte und m,ß. brauchten schöne Worte zur Täuschung dp Nuskp 6?;? Ynnrtn die Aaenten eines häßlichen Egoismus. Sie bekämpften I ' MrtS,r hn ,,n?n,,f,PrnP Wnftrn tlh k,,,M,,vv'
würdigten dadurch das Ansehen aller Par. keinGeld, so mußte ichNachts in denStrateien hexab, am Meisten aber sich selbst, ßen spazieren gehen, da ich nur tägliche
f?aiW mit einem Worte corrumvirte .v. .:n:r.. snf m? r( ht ,v" " r ,U..l cUUiiu. v,,vv.. "'
bekannte Vertheidigungsrede des iccro bcr Barf an Winterkleidern ünentbehr. C:i s. u evs, OD i r t PirAs! 1 -n o'" ,l:jt. v v : . r . ? r. i . . . r t . r v
m vui jucuiuuuucii jjuu üxivuv und man wird sich ein Bild von dem Trei 1 ' ben des damaligen Demagogenthums " " macyen ionncn. y . . v i v ... er je non oa ao wuroen Mtt oer Vezeiqnung Demogen" die Menschen belegt, welche aus egoistischem Interesse mit den Massen ein schmähliches Spiel trieben. Man übersetzte das Wort Demagoge" nicht mehr mit Volksführer, sondern mit Volks versührer. Diese Bezeichnung wurde : cK.;n ia i n sntti spater osstaell und als m der ersten Halste dieses Jahrhunderts die großen Unter
suchungen gegen angebliche burschenlchaft gen 200 verwundet wurden, den Eigen liche Verschwörungen stattsanden, nannte thümer W.J. Lawrence sür das Unglück man Alle, die schwarz-roth.goldne Farben verantwortlich da er durch einen unkundimu ""l. a ' " gen Baumeister und untüchtige Bauleute trugen. Demagogen . Man sieht, das die Tribüne aufführen ließ; ferner den Wort ist mannigfach angewendet worden. Baumeister C. F. Siger, und Armstrong Man ist nicht genöthigt, in der Bezeich- und Sohn, die Bauunternehmer. Ge nung etwas Schimpfliches zu sehen ; aber "nnte jind unter der Anklage auf Todty c ai.LZ ..JrtvxflJ ,.x schlag verhaftet und dem Gefängniß überes ist einmal so Gebrauch geworden, und wiesen mnrden
wenn einem Worte einmal dergleichen an' haftet, so ist es nicht leicht mehr davon zu reinigen. Daß es auchheut zutage Dema gogen gibt, i zweifellos. az,cyilcy iucqi . . .r v rrr'Y r , . man sie mcistentheils beiden radikalen Parteien. Thatsächlich haben die ,eactio. ..x yd las hri.tiitt xi m! iitiX naren und Mittelparteien die meisten und ge,chicktesten Demagogen auszuweisen und zwar das Wort Demagoge" im s ch l i m men Sinne genommen. Die Pfaffen in der Schweiz haben einen allgemeinen Gebetstag aus geschrieben. Die BcrnerSynode sagt da bei : .EinGesühl derVerdüsterung durch dringt die ganze Welt. In unserem eige nen ande herrscht große oth. Was un günstige Wetter hat den Ertrag von Feld und Matte. Obstgarten und Weinbergen
fraglich gemacht. Die Lahmung allerJn Bei der jungst abgehaltenenAommationsdustrien, welche seit Jahren anhält, wird Versammlung wurden folgende Personen v . : . . r , g rt ?n ... v v ff . ' c .
lagiicq oruaenoer uno lieg! icywer aulseiii und Herz. Viele welche früher Reichthum besaken. oder dock ein sicheres Einkom men, sehen jetzt einer dunklen Juku ist ent' gegen. Armuth und Elend zeigen sich oft m empörender Gestalt. Auch in unserem .r, r e polliiiazen eoen yerriazen unzusrieoenyeil und Mißtrauen. Diese Klagen sind -. . ... . . I schwerlich übertrieben. Aber was soll da. gegen das Gebet helfen ? Nachdenken und Thatkraft allein können helfen; das Beten Ichaoet nur. In Lebanon, Jll. wurde die Frau Al lice Danborough unter der Anklage ver knhti n. i 5tt? ,.x xnm... w .7 h. m u il 7 i n r ' der aus öerWelt geschafft haben soll. Sie soll bereits em umfaffendesGeständniß ab gelegt haben. Dem gräßlichen Unglück in Adrian folate rasck eine ndere ßninfimtoK dnS Eis.nbhng.meb.l in Jackson. An beiden so furchtbaren Unfällen war verdammensiv tk a 1tuu s! Xi..? w (v.f.rn wiuyc uuuuiiiajitgieii uno ayriainglell schuld. Der zurückgekehrte Communist Pute caux Humbert wurde zum Mitglied des Pariser Stadtraths gewählt. Louis Blanc findet im Süden Frankreichs wo er redend auftritt und Blanqui in Bordeaux, unge lt. i cn r rt r . rr " lyuiien eisau. oilyeJelcyen lassen ge -...e V! ru-n v . .. e uf-p Svlnlunq bCt französischen Bevölkerung schließen. Republiaue Francaise. Gambettas Qraan die Besürwortung vollständiger Amnestie immer noch fortsetzt.
Das heiße Wetter während der letzten
Zeit war sehr ungünstig sür die Bewohner von Memphis. So kommt es, daß das gelbe Fieber dort immer noch nicht gewichcn ist und noch viele von dieser schreckll chen Krankheit dahingerafft werden. . DuEvansville Union prophezeit daß das Steigen der Preise von Lebensbedurs. n ffen rtrfi in fiirpsfpr e t niiA im Nlein. i i 7 u- "v"- , Handel zeigen wird. Sie meint, daß dem nach dasVerlangen derArbeiter undhand werker nach einer Lohnerhöhung kein un- . , , , I Das meinen , . I -A- 1 " unter oen vielen fiebern, dte man ln Amerika gehabt hat, Know.Mthing.Fie - SMeber Äseall.Me, Btseuche u. s. w., ist das jetzige Geh. oder m " " auweber das dümmste. . jn pergangeneioqe ga ai nieoer I intriAl tn litttrtor Mi7rtwi tn (cX (fnittä rrt& rv . tm . v . rt t. ...v vmii vitt iuui)vt wvuiiti in vi. iikits wm Zben genommen. Der Selbstmörderin Deutscher NamensPetzsch. war früherClerk und Clavierlehrer und in einem Briefe,den nrz oor oec poi an einen eronnicn i ftrtoh rtth 6 rtlfi IK.iimX s! hArlVnitl. ivvw, v mv V7tutiv iitio uuiivn' selten Entschlusses an, daß er trotz aller Bemühungen schon lange Zeit arbeitslos war und daber auck nickt einmal die Mittel besaß, um sein Logis bezahlen zu könIUm 1J U C ZL u 1 1 . JU. . JUUl l I" IVUUUU) l rtttt trfl ,Mi,IpN fi r 1 nher imot rt aber keme monatllcheRente bezahlen könn i rn s.:.r.. n.t. .o. 'i i.v . f. e ei uie,er ayreszeil leoom aoren oie ckilien fchnilemnn rtf hnftir tft lUy UNV uicjc iunn o) KRi Nlazi ericqwin gen. Noch länger Geld erbitten oder er m -L.it--. oeiiem mag xq nrnjr nrnrn rniifcte Vtrn nun nr lTtinlitrfstm . ... IM Ll I VV MIIMIUUIIUIV -in Bett in den Mutben de Miisiisivtii : . . ' -"irii-rr-suchen und wurde o einOpfer UN erer Herrlichen Zustände unter denen der Mensch nicht einmal ein Recht aus Arbeit hat. ur Seltenbei? einmal ein iiereckte Berdikt. Nachrichten aus Detroit zufolge macht die Coroners Jury, welche die Ur Kchen untersuchte, drch die der Einsturz der Monster Tnbune auf dem Ausstel ngsplatze in Adrian verursacht wurde,in h 15 Personen aetödtet und aeIn England ist der tzschulzwang ein geführt n orden und den Zöpfen sehr lä stig. In einem Schuldistnkte von London Kalten viele l?ltern das Narbandeniein ? . 7 . 1 ' schuldpflichtiger Kinder in ihren Familien verheimlicht. Um sie zu überführen, wurden zwei Affen mit einer Blechmusik durch A i - A h A a A C m a A. m a A a r V . . u lC 1 1 u "c BC I w iii visier öllnvermm f oe. auf einem frcicn Platz jedes Kind nach seinemNamen seinerWohnung und seinerSchule befragt. So wurde ermittelt, daß mehr als 60 El tern zusammen 200 Schulpflichtige verheimlicht hatten. Tilden bat die sür ihn reservirteWahlJnspektorenstelle abgelehnt. - Der Mann hat sich ja nie mit Kleinigkeiten" abge geben. Die sozialistische Arbeiterpartei New Aorks kommt zu den bevorstehenden Wah len mit einem vollständigen Tiket heraus. zu oen Viaais uno .ouniuamiern ausge stellt. Gouverneur: Ealeb Vink: Viz. Gouverneur: Osborne Ward; StaatsSekretär : M. O. O'Reill y; Controlle?: C. E. C a l l e n b u r g ; fr jc.-j n . rv tv t - i. r . ... . lyasmeiner : Aqompion; neral-Anwalt : L u c e Wa n letzaats rxi j rm Ingenieur : y e n r y i!c u n e r. WaZ doch die Frauen alles vor den Männern voraushaben! Der Evansville Demokrat scheint lange über die Vorrechte welche die Frauen genießen, nachgedacht zu yaven, oenn er hat auch ausgesunden daß es der glücklichen Frau nur allein ver gönnt ist ihrem Hute irgend eine nur denkbareForm zu geben und welchenGeschmack immer sie auch entwickelt, man wird sie und ihren Hut reizend" finden. Der Mann versuche es nur eimal, die eineSei te seines Cylinders eindrücken zu wollen ! Jedermsn wird ihn für einen Rowdy" "n. JggstU j die ftnrn nickt aleicke Reckte aeniekt. wo w . . t.v...!jr. er.. ! oocoolges iiar uno oeuliilu einenVeweis dafür gibt, daß die Frauen sogarVorrechte haben! Der D. U. P. Waisenvereiu. Trotz der gegen obigen Verein vom Journal" geschleuderten Anklagen, trotz seine Ne?svrrck.en die Sacke einem Comite von unabhängigen Bürgern, oder . m... .... . it. IUCll icuuiicuicii Ultl ociiatlU(U 9Ui tiict.suchung vorzulegen, trotz der von Herrn Silbelm QnUnn h-m Nerein in unserem Blatte vorgelegten Fragen, hat sich der 'selbe bis iekt nickt bemüßigt gefunden.
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3 u. NB. Betrachtet blos das große Lager Etwas in der Angelegenheit zu thun. Man kommt daher ganz unwillkürlich zu dem Schlüsse, daß Etwas faul im Staate Dänemark sein müsse. Die Thatsachen sind uns nicht bekannt, da der Verein allen Anschuldigungen gegenüber ein beharr liches Schweigen beobachtet. Die Ange legenheiten des Waisenvereins interessir:n jedoch das Publikum, und die Zeitungen haben ein Recht über dieselben zu sprechen. denn wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, sind der Anstalt im letzten Jahre aus der Eounty.Easse $2,546,75 Cents zuge flössen und dieses Geld kommt aus der Tasche der Steuerzahler. Wir werden daher den letzten Jahresbericht der Anstalt einer näheren Prüfung unterwerfen. Person:n. Die Zahl der Pflegebefohlenen belief sich auf. .39 DaS Dienstpersonal besteht aus 4 Pflegevater und Frau 2 Im Ganzen also ..45 Unter den Ausgaben finden wir $26.46 für Fleisch, kommen also auf die Person $2.14 per Jahr für Fleisch, also noch nicht einmal 5 Cents per Woche. Da die er wachsenen Personen der Anstalt' jedenfalls mit so geringem Fleischgenuß nicht zufiie den sind, und also wahrscheinlich der größere Theil dieses Fleischconsums ihnen zusällt, so läßt sich mit ziemlicher Sicher heit behaupten, daß für die Pfleglinge des deut ch'vrotestantl chen Wal enhauses Fleischspeisen ungefähr ebenso rar sind, wie Austern und Cbampagner für den Tramp. I? .i..'! in V-a vjigeniyunuiaj i aucy uas zeryallNliZ zwischen den Kosten der Erhaltung des Viehstandes und der Pfleglinge. Vci sorgsältlger Vergleichung finden wir näm lich. daß in besagter Anstalt, die Erhaltung des Viehes fast so viel kostet als die der Menschen. Der Schluß liegt also nahe, dak entweder das Äleh so gut wl die Menschen, oder die Menschen so schlecht wie das Vieh gehalten werden. Der Bericht zeigt nämlich folgende Ausgaben für Eßwaaren : Spezereien und Eßwaaren - $479 64 Mebl 218 e) Fleisch '. 96 46 tz794 70 Auf 45 Personen vertheilt, kommen $17.66 auf die Person. Nehmen wir an. daß eme erwachsene Person zwei Mal so viel ißt, wie ein Kind, (wobei wir gar nicht in Betracht ziehen wollen, daß sich die Erwachsenen der Anstalt auch Manches wer. den zukommen lasten, was die Kinder nicht bekommen,) so kostet die Nahrung eines Kindes per Jahr $15.58. ', Die Anstalt besikt ein Pferd. 2 Kübe.ll Kalb, 5 Schweine unv 1 Hund, also 10 Stücke Vieh. j Für Vieh und Futterung wurden $133 51 ausgegeben. -Veranschlagt man den j Werth deö selbstgezogenen Heus und 1 WelschkornS auf 80 OD $163 61 so kommt auj das Stück Vieh per Jahr $16.35. Die Rechnung mag nicht ganz stimmen, da vielleicht unter den $133.51 die Kosten irgend eines angeschafften Stüik Viehes eingeschlosten sein mögen, da ma aber Schweine mit jedem Abfall fütter, kann, so kann dies die Rechnung nicht wesentlich ändern. Es ist- also wahr? scheinlich ächt christliche Barmherzigkeit, welche eS veranlaßt, daß man im deutsche protestantischen Waisenhause das Vieh gut füttert, wie die Menschen. Rechnen wir immer ein wenig weiter) und nehmen wir immer dabei den Jahres bericht der Anstalt zur Basis. Der Be.
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rattere SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. C. F. Schmidt.
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der Stadt, daß sich solch eines als das der Gebrnder Moßler. n Hoiise Ulotliiiiff 5 st Washington Sw von Männer- und 'Kinder-Kleidern. richt sagt, es kostete ungefähr $75 für Un terhalt eines Kindes im laufenden Jahr. Dies ist nun zwar schlechter Styl, aber verständliä'. Also $75 per Jahr, was sämmtliche Kosten und Ausgaben der An stalt einschließt. Das County bezahlt an die Anstalt 25 Cents per Tag, oder $91.25 per Jahr für jedes Kind. Die Anstalt profitirt also an jedem Kinde $16 25. Wir fragen, ist das Recht? Wir sehen, deß der Verein durch Festlichkeiten, Geschenke, Beiträge u. s. w. eine weitere Ein nähme von über $1,800 hatte. Wir soll ten denken, daß unter solchen Umständen die Verwaltung der Anstalt es zum Min desten ermöglichen sollte, die 25 Cts., welche das County jeden Tag für ein Kind be zahlt, auch für das Kind zu verwenden, nicht noch einen Profit herauszuschlagen. Es ist freilich nicht schwer in einem Jahre 51.239 für Baulichkeiten auszugeben, wenn man jedem Kinde $16.25 an der Nahrung abzwickt. Soweit die leibliche Nahrung ! Wie sieht es nun mit der geistigen Nahrung aus, welche den Kindean verabreicht wird ? Nehmen wir wieder den Bericht der An stalt zur Hand. Derselbe scheint aller dings nur an das protestantische Publikum gerichtet zu sein, im Namen derSteu erzahler erlauben wir uns aber doch Notiz davon zu nehmen. Für 39 Kinder wur den in einem Jahre $16 05 sürXSchulen und Bücher ausgegeben. Was dteKinder Alles geschrieben und gelesen haben müs sen, um solch kolossale Kosten sür geistige Nahrung zu rechtfertigen! Wie viele Jugendschristen, Geschichtsbücher, Geo araphieen, Grammatiken, welche riesige Quantität von Tafeln, Federn, Papier, Tinte u. s. w. müsien sür diese $16.05 an geschafft worden sein ! Aber, wird man einwenden, der Verein hat wahrscheinlich e . - Bibliothek von Schulbüchern und Jugendschristen. Wir wollen sehen ! Der Bericht der Trustees giebt den Werth der vorhandenen Bücher und Schreibmateria lien aus $18.C0 an. Weiter hat es bis jetzt eine Anstalt, welche eine Jahreseinnahme von nahezu $5000 aufweist, bis jetzt nicht gebracht, als zu einerBibliothekim Werthe von18Dollars. WelcheFülle von geistiger Nahrung ! Nicht einen Cent Au-gabcn zeigt der Bericht fürSpielsachen. die, wenn richtig gewählt, so viel, nicht nur zur Un terhaltung, sondern auch zur Belehrung der Kinder beitragen, und deren sie zur Erhaltung ihres kindlichen Sinnes so nothwendig bedürfen. Aber wozu auch das ? Weist ja doch der Bericht mitStolz daraufhin, daß die Kinder allsonntäglich in die Kirche geführt werden. Wozu braucht es da noch weiterer geistiger Nahrung? Rechnen wir zu all diesem noch den Umstand hinzu, daß die Kinder von dem Waisenvater grausam gezüchtigt werden, wie dies ja von dem Vorstande der Anstalt nach genauer Untersuchung selbst gefunden wurde,, und daß der Vorstand dies sogar noch vor der Oeffentlichkeit zu rechtfertigen sucht, so fragen wir, was man von dieser. Anstalt denken muß. und ob sie im Sinne der Humanität geführt wird, in dem sie geführt werden sollte ? Die Anstalt ist eine christliche Anstalt und der Mantel der. christlichen Liebe vermag Manches zu ver . decken, aber hie und da schaut doch Etwas unter den Zipfeln hervor, was wir unS durchaus nicht scheuen, den öffentlichen Blicken bloßzulegen. Bis jetzt haben die Leiter des Waisenhauses durch ihrSchwei gen sich selbst verurtheitt. Der Leser wird bemerkt haben, daß wir bloß die Punkte berührten, welche aus dem Berichte der Anstalt selbst hervorgehen. . Der Leser mag nun beurtheilen, welche Wahrscheinlichkeit die Behauptung Journals für sich hat daß der Nmg," welcher das Waisenhaus verwaltet Oer?:: - Kryter deshalb nicht entläßt, weil er si vor dem Ausplaudern fürchtet.
