Indiana Tribüne, Volume 2, Number 10, Indianapolis, Marion County, 18 October 1879 — Page 1
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: - ' . , Jahrgang 2 No. 19. ' ßfft: tfe Gitclc . MeridlamStraße. Lausende No. 62. ' ' : ; " " ' V ' 1 ' Zndianaxokis, Zndiana, Hamstagj den IS. HM 1879.
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WküööV MöVMm Ulö' MADISON AYENUE, Indianapolis, Ind., Brauer von Lager- und des rühmlichst brannten' Tasel-BierS.
Eigene Macht. ES führt allein die selbst erkannte Wahrheit Den ernsten Forscher auf die rechte Bahn, GU leuchtet ihm in ungetrübter Klarheit, Ein lichter Stern im LebenskaPf voran,. Hilft dir, wenn Nacht um deinen Geist sich thur met, Serrissen ist der Seele Harmonie, Wenn dir im wunden Herzen tobt und stürmet, Ein Wahngebild bethörter Phantasie? Die eigne Kraft nur kann die Seele retten, Wir hatten Nichts, wenn wir uns selbst nicht hätten ! Ja, in dir selber schlummert diese Macht, Zu retten dich, zu leiten und zu richten. Erkenne sie ! und um dich her die Nacht Wird durch des Eeisteö Schöpfungskraft sich lich. ten ; Was dunkel war, wird sich dem Geist enthüllen Der kühn deö Wahnes Fessel sich entrafft:Wir sonnen Alles durch den eignen Willen, Ud haben Alles durch die eigne Kraft ! G r ä v e. Das deutsche Theater und die deutsche Sprache. ES gab einmal eine Zeit in Deutschland als eS noch in Hunderte von kleinenStaa ten und freien Städten, Bisthümer und Herrschaften zerrissen war. Zu jener Zeit sah es in dem alten Vaterlande mit der deutschen Sprache auch recht traurig aus. Die deutsche Sprachewaranden Hösen seiner hundert kleinen Tyrannen ganz und gar verfehmt. Von den Ersten bis auf den Letzten dieser großen und kleinen Potentaten, von einem Friedrich dem Großen bis auf einen Freiherrn von und zu Habe nichts kauderwälschte alles französisch. Dem gemeinen, geknechteten Volk war es überlassen. Deutsch zu reden, das nach der Ansicht Friedrichs des Großen nur eine Sprache sür Pferdeknechte war. Aber das deutsche Volk war MannS ge nug, diese seine Sprache zu der prachtvol 'lenGestalt auszubilden,welche siezurSvra che der Dichtung und Wissenschaft vor al len anderen modernen Sprachen erworben hat. Nichts hat aber mehr und gewalti ger die Siege der deutschenSprache gesör dert, als die deutsche Bühne. Als Les. sings unsterbliche dramatische Dichtungen auf die Bühne kamen, war die Herrschaft der deutschen Sprache im eigenen Vater lande gegen alles unwahre, fremdländische Sprechen, Thun und Wesen gesichert. Denn deutiche Sprache und deutsche Ge sittung sind Eins. Alles was nur große und begeisterte Dichter, wie Schiller und Göthe schufen, konnte von der Bühne her ab dem Volk in Fleich und Blut dringen. Und Jenen schlössen sich Hunderte von be gabten Dramatikern bis auf die neueste Zeit an.
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neuen, Einrichtungen. DaZ deutsche Theater wurde zu einer Sprach-Akademie, wo dasVolk dieSchön heit, dle Anmuth und dieKrast seinerMut tersprache von Mund zu Mund empfing und wo der, Grund zur modernen Um UHU IV U r fUtVilUlllU Ul UllUClIlCll 44.UI gangssMMttegltkd tthalten ivurdt maS Sch,dind.r, das istem gutes Theater für die Erwachsenen. Eine Nation, welche keine Bühne hat und keine pflegtmuß entweder gar keine hochgebil dete Sprache haben, oder ist auf dem di rekten Weg, dieselbe zu verlieren. Die Pflege des deutschen Theaters in Amerika ist deßhalb sür die Deutschen eine gebieterischeNothvendigkeit wenn'es ihnen darum zu thun ist ihren Kindern deutsche Sprache und deutsche Gesittung zu erhalten. Es ist falsch, das deutsche Theater als ein über, flüssiges .kostbares" Vergnügen zu be trachten. ; - - Viele von unsern deutschen- Mitbürgern haben drüben durchaus keine Gelegenheit gehabt, die hochdeutsche Sprache und ihre dichterischen Schätze gehörig kennen , und mit Bewußtsein lieben zu lernen. DaS ist kein Vorwurf, das ist eine Thatsache wofür sie nicht verantwortlich sind. Aus Dörfern und in kleinen Städten gibt eS weder Theater noch sonstige Gelegenheiten um die großen, dramatischen Meisterwerke eines Göthe, Schiller,Lessing oder die'correkte Umgangssprache auö guten Schau undLustspielen kennen zu lernen. In die ser Kenntniß aber liegt der eigentlichehalt für deutsche Sprache und deutsches Wesen und die Berechtigung zu dessen' Pfleget -Mit unsern deutschenVolksdialekten kön nen wildem Englischen keinen Widerstand auf die Dauer leisten, oder dieKinder beim Deutschen erhalten. .Diese' Dialekte, das Schwäbische, Sächsische, Baierische ic.sind tresslich genug zum häuslichen Gebrauch, aber in ihnen haben keine berühmtenDich ter und gelehrte geschrieben, sie sind keine ausgebildeten Schrift und Umgangsspra chen. Ihnen ist das r Englisches in jeder Weise Überlegen.. Dem hochdeutschen aber ist eS nicht überlegen,' im Eegenlheil steht dieses dem Englischen gleichberechtigt zur Seite als Umgangssprache und über trifft es an Durchbildung und durch feine Literaturschätze um daö Hundertsache. Wer diese seme Erbschaft von den VS tern her,-für sich und seine Kinder halten will muß dafür thun. Eine lebendeSpra che verlangt stete Uebung lebendiz ist nur das Leben selbst; desßhalb sollte es die Aufgabe unseres Deutschthums sein, seine Sprache nicht rosten zu lassen. . Deßhalb sollten auch in unser Stadt alle Deutsche, welche auf Bildung Anspruch macken dazu beitragen damit auch hier ein deutsches Theater ins Leben gerufen wird; Sie sollten Hand ans Werk legen um tinJnstitut zu schaffen, welches für Alt und Jung zur Lehranstalt deutscher Dichtkinst und deutscher Sprache und der moder.ien Ent Wickelung derselben dienen kann., j
Männerchor Conzert. Wir nennen das was wir in jenemCon
zert gehört und gesehen 'haben, eigentlich besser ein Conzert, das von der berühmten Remnyischen Truppe ausgeführt wurde. DennEhre, dem Ehre gebüdrt ! DerMän nerchor selbst hat sich bei diesen, seinem so genannten Eräsfnungsconzerte kaum be theiligt, da ihm überhaupt nur zwei Pie cen zufielen. Den ganzen .übrigen Theil des Programms hatte M vom Verein en gagirte Conzertgesellschaft auszuführen. Der Präsident des' Vereins, HerrEmmerich hat sich in seinerRede)die er vorBeginn des Conzerts hielt, Lber'diesenAusnahmefall entschuldigt, doch gsauben' wir, daß dies kaum nöthig war, denn öle Anwesenden warcn mit den getroffenen Ärrange ments fichtbar zufrieden jaHi, Vegeiste rung, welche die Le.stungen: -.:r Künstler truppe bei dem großenAudikörium :weckte war so groß, wie wir fie niemals' zuvor in ememConzerte des Männerchors wahr nahmen. .... '-. . -: ' Wir glauben, daß die Mitglieder, des Vereins es sich auch für dieLuknnst gefal len ließen, wenn man ihnen.stätt der Dil letanten Künstler vorsührenwürde Herr Nemnyi hat uns durch seineherr!i chen Vorträge bewiesen..daß er den Ruf, der dem Violinvirtuosen.-, schon voran ge gangen war vollkommen verdient. Er erntete durch seine Vortrage unaetheilten. stürmischen Beifall, sa d'eBeoeisterung war verhältnißmäßig größerÄls fie seiner Zeit der berühmte Geiger Wilhelms hervorrief. Doch wäre es nach einienVorträgen wohl kaum möglich, einen Maßstab zwischen bei den Künstlern anzulegen und dann halten wir auch nur einenSachverständigen für comvetent, darüber zUArthcuen. Von e: l.ttem.La!eyift.eS..mindu anmaßend, zu " i fc. p w . r . . xwn f v . w lHlUkUH - l4,vslMHiwivt.:.MMUUviiw, 0 Äl"' b,l'i!pt jener der beiden M'ieder der Cnzerttruppe fsndelü. durch, ihre Leistungen verdienteAnerkennung.Wle von oemMan nerchor vorgetragenen Diecen waren das Kirchlein" von Becker und der Z.Theil von Rubmstems Verlorenen Paradies. legic ipiccc waz zinz imrocrc "igäbe und wenn man bedenkt,daß derMän Mm jfl . L.V.l.l'.V t f f AtMAM aI4UAM V rr r er; . . : . r je. , o-. c neuvr kk. ucucuicjiuc ou4l itiuci uiiiuc Mitglieder verloren hat, so verdient er sür diese Leistung alle.Anerkennung. " W 0 . " D " I n Von dem neuen-Stern" den Herr Leck- s ner entdeckt haben soll, ' haben wir in dem am Mittwoch abgehalttnen Conzert noch Nichts gesehen. . ) eue Anzeigen. , Neue ' - , . . ..... Deutsche Apotheke V don ' Josepli Bartliels, Ecke Delaware und McCarty Straße. ZZJ Slecepte werden bei Tag und Ska ht sorgfältig ,geserngr.' ,. ISoktlj oder hinfallende 'Krankheiten. Kein Humbug für immer eurirt bei elnmonat. lichen, Gebrauch der berühmten, unfehlbaren Vulver gegen Anfällt, von Or. Goulard. Um Leidende zu ü, erzeugen, daß die Pulver alle daS be wirken, wa wir dehauvten, sind wir bereit eine unentgenche Probebüchfe rer Polt zranco zu ,enve. r. Goulard ist der einzige Urz, der diese rankheit ,u seinem speziellen Studium gemacht hat, und so mel mir wissen, sind Tausende von dem Gebrauch dieser Pulver currt worden. Wir garantiren eine bau ernde Sur in jedem Falle, ode erstatten da auSge. legte Geld wieder zurück. Alle Seidende sollten dies Pulver frühzeitig xrobiren und sich von der heilenden rast derselben überzeugen. . Brei für eine groß Buchse fllr vier vüchsen $10.00. Nach Empfang de Gelde! erden dieselben nach irgend einen Theil der ver. Staaten der Canada eo"'l'-c--D-f,,uu i3rnj Ash L? Nobbins, 860 gulton Str., BrooNl,, N. S. Sozialistische . -WölMi. Jeden Sonntag Nachmittag ?m 2 Uhr finden in der Union Halle an de) Ost Washington Str.-Versammlungen statt, dcki Vorträge über die Verhältnisse der Nrb-iter gehalten' und deren Interessen vom visser.zstlien Standpunkte auö erörtert derden. sizt Eintritt ist frei und Jedermann ist ewgelad'cä." ' ' Jmst:2Ze ' ... der Tlgent.
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Solche, die Piano der Orgeln ,u kaufen wünschen, erden unseren Vorrath als den größten der
Stadt sowie des Staate finden, und zwar zu den niedrigsten Preisen, wenn Güte derselben n Betracht kommt.
Decker Bros. Mm slHIlUOi und Fischer Erstes Tanzkrönzchen des Jlldpls Soc. Turnliercins am Dienstaa, den 28. Oktober in der Turnhalle. Eintritt 25 Cents. Mitglieder frei. ' DaS Comite Graußartige rkwob'Wirbe gegeben vom Indianapolis Rekvvdä''Vreiii, am Montag, den 27. Oktober in der . Mozavt OMe Eintritt für Herren 60 Cents. .Eintritt für Damen 25 Cents. Das Comite. ... WlVö VltÄLV öUVKVL I . " " lle. wklöe an dieser Krankheit leiden und euiirt se:n möchten, soll'.en Dr. tAner s berühmtes yul ver gegen Schwindsucht xrobiren. Diese Pulver nd daS einzige bekannte Präparat, welche Schwind cdt und alle Kranbetten de Salies und der Lunae curiren. I.' der Thät,,o stark daran ist UN. üchse per Poft sra 'zuschicken werden. Wir wollen Euer Geld nicht, außer Ihr seid vollkom men befriedigt mit dieser heuenden rast. Wenn Vem Leben d8 Srbal'.enS werth ist. verschiebe eS nicht, diese Pulver zu xrobiren und sie werden Dich sicher eu ttren. Drei für eine aroe Büchse 53.00: dieselben werden bei Vorausbezahlung nach ullen Theilen der Ver.Staaten oder Eanada xer Pofl gesqt. Adreffe IZoMj Ash 65 Nobbins, . 860 Fulion It., BrooNhn. Zi. S. WioöeV-GVöMnc der - Vv ty Mnion-KaW! No. 13S Ost WasbingtonOtr. (früher Math. Lehrritter.) Dem geehrten Publikum und meinen früheren Frunden und Bekannten im Allgemeinen zur gef. Notiz, ' daß ich die bekannte Union Halle übernommen habe. Die besten Getränke und Cigarren stets an Hand. Kost bei der Woche oder einzelne Mahlzeiten. LS Warnen Lunch jeveu Tez. 7 Die Zimmer für Gäste und Kostgänger sind ouf'S Beste und Angenehmste eingerichtet. Was Küche und Keller anbelangt, werde ich das Beste liefern. - - .. Wm. Js?e. Richardson &' Kotlie. 1 i r r: Feuer- ; Versicherungs - Clfjcnttlv. , Zimmer No. M, . QatMt Nkc:2, ; : V " N. W.Ecke Pennsylvania undarket Qtr. Folgende Compagnien alle' k7er Clzi werden repräsentirt : i". yhenix t2e&Qo& Guardian v v'5öil HamburgMccD:: OA'Afif) v. Firemen) ' ;; v " ()c':X:l
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