Indiana Tribüne, Volume 2, Number 9, Indianapolis, Marion County, 11 October 1879 — Page 4
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lernet eB y tnbem ihr euer Eigenthum "Sei uns versichert in unseren prompt Zahlenden Gesellschaften. Ihr könnt versichert sein, daß denn ihr bei uns in un serer Office in Zimmer No. I und ?, Talbott & New' Block, erste Stiege südlich von der Pcstof. sice, vorsprecht, wir ihnen bei der Versicherung ih res Eigenthums Geld sparen können; es wird ih en wenigstens nicht zumSchaden gercichen,wenn Sie bei uns anfragen. Glesvelond K Go. ndiana Driöüne. (Wochenblatt.) Lffice: Ecke Circle u. Meridianstr, Jm dritten Stock ) jEntered as eecond-clas3 matter at the Postoffice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. In der Stadt durch Trager ins Haus geliefert Per Jahr im Voraus $2.00 Per Nummer K KentS. Ctto Sch'sscl, Herausgeber. P. O. B. 295. Jndianapslis, Ind., den 11. Oktober 1879. Der neue Indiancrkrieg. Die im Westen ausgebrocheneJndianerRevolte ist die vierte seit wenigen Jahren, und hat dieselbe Entstehungsursache wie ihre drei Vorgängerinnen. Wie die Nez Perces, die Bannocks und die Chyennes, so haben die UteS auch jetzt den Kriegspfad betreten und bereits den Bundessoldaten eine empfindlicheSchlappe beigebracht. Es rühren diese Uebelstände aus einer und derselben Quelle, her, nämlich aus einer schlechten Verwaltung der Jndianer-Angelegenheiten. Man ernennt Leute zu Jndianer'Agen ten, welche blos ihr eigenes Interesse im Auge haben und aus Schwindel und Be trug ausgehen; man bricht leichtfertig die mit den Indianern abgeschlossenen Verträge; man versetzt rücksichtslos die Indianer aus einer Gegend in die andere; man läßt sie hungern oder gar aushun gern, um ihren Widerstand gegen Maßregeln zu brechen, die ihnen unliebsam sind; man nimmt ganze Stämme aus ihren Ansiedelungen weg, ohne ihnen die Kosten für vorgenommene Verbesierungen zu ersetzen oder man gibt ihnen Land, das anderen Stämmen schon vorher zugewie sen worden war, oder dessen Klima 'ihnen verderblich ist. Ajl diese Mißgriffe sind nicht geeignet bei den Indianern freundliche Gefühle gegen die Bundesregierung zu erwecken, sondern dienen vielmehr dazu Haß und Feindschaft zu erregen und zu fortwähren- . den Conflikten zu führen. Der Mißstand mit den jetzt im Ausstande begriffenen Colorado UteS existirt scbon seit mehreren Jvhren. Auf das ihnen durch Vertrag reservirte Land warfen die Weißen wegen der dort vorhandenen Metallschätze seither einen lüsternen Blick. Gräber und Prospectors ließen sich fort während Uebergriffe zu Schulden kommen und die Grenz'Preffe erklärte sogar, daß die Utes das Gebiet räumen müßten. Der letzte Congreß ernannte, durch gierige Speculanten dazu veranlaßt, eine Eom misston, welcher es gelang, die Los Pintos Utes, die Verbündeten der jetzt auf dem Kriegspsade befindlichen White River Utes, zum Abtreten eines Theiles ihrer Reservation für eine gewisse Summe zu bestimmen. Weiße nahmen sofort das Land in Beschlag, bevor den Indianern die Zahlung geleistet war. Erfolgreich mit diesem Schleichhandel" verlangten andere Spekulanten und Lob byisten vom Congreffe, die White River Utes ganz und gar aus ihrer Reservation zu entfernen. Der dortige Indianer Agent Meeker förderte den Plan, daher der Aufstand und offene Krieg. Prinz Jerome Napoleon ist mit sei nen Söhnen aus Italien nach Paris zu rückgekehrt.
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Die neuen TrampS. Die Tramps waren kaum beim Auftauchen einer beffern Zeit verschwunden wie aus dem ganzen Land berichtet wird als schon eine andere Art derselben in New York erschien, um sechs Tage und sechs Nächte lang auf Sägespähnen im Kreis umher zu rennen, bis der eine von der Drehkrankheit erfaßt wurde, der andere halb blödsinnig, der dritte aber so verrückt wurde, daß man ihn für vergiftet hielt. Der letztere war der Engländer Rowell, der im Beinspiel der Sieger bliebEs galt nämlich in der angegebenen Zeit 450 Meilen abzulaufen, wofür der sieg reichste Tramp den Sieger- (Champion) Gürtel erhält, den ein englisher Tramp, ein Adeliger, Astley, für diesen Zweck gestiftet hat. Außerdem erhielten die sieben besten Läufer oder Tramps die Einnahme durch die Eintrittsgelder. Diese beliefen sich auf 80,000, wovon Abgabe an die Eigenthümer und Unkosten abgingen, so daß noch an $40.000 zur Vertheilung kamen. Rowell erhielt 19,000 und noch $6,000 von Wetten. Der grenzenlose Enthusiasmus, den diese Trampwirthschaft beim Volke erregte hat etwas höchst Betrübendes. Er beweist die furchtbar niedrige Stufe, auf welcher unsere Cultur steht. Kein Dichter, kein Künstler, kein Held der Wiffenschaft, kurz kein wahrhast großer und guter Mann, kann die Maffe zu solch einer Theilnahme ausstacheln, wie es die 26 Beine von ganz ungebildeten Männern vermochten, die nicht den geringsten Anspruch auf Beach tung haben, außer daß sie gut laufen kön nen. Solcher Menschen gibt es Millionen auf der Erde; nur machen sie kein Gewerb aus Etwas, was sich von selbst versteht. Man rechnet den Schnelllauf zu den gym nastischen Uebungen. Ganz recht. Aber Prosessionelle Schnellläufer, die um Geld ihre Beine anstrengengehören nicht zu der Art Gymnasien, die im alten Athen als Sieger gekrönt wurden. Sie erhalten ihr Geld, und das sollte genügen, um ihr Verdienst zu charakterisiren. Nur eine höchst geringe Bildungsstufe und ein nied riger Geschmack kann ihr Verdienst so hoch anschlagen, um es mit Lorbeerkränzen zu krönen. Aber dir Bildung der Zeit läßt sich nicht forciren und so heulen alle Hauptzeitun gen des Landes mit der Menge aus derselben Tonart, ausgenommen die deutschen Zeitungen, welche einen höhern Maßstab an die Leistungen und Zweck derGymnastik und Turnerei legen. Auch Indianapolis war in der letzten Zeit vom Trampelfieber erfaßt, doch hoffen wir, daß dasselbe mit dem geendigten Dauerlauf Lakes für immer beseitigt ist. Cetewayo entwickelt in der Gefangenschaft einen Witz und SarkasmuS, der so scharf schneidet wie es vordem sein Schwert that. Er sagte unter Anderm: Ich hätte nie solche gute Leute, wie die Engländer sind, bekämpfen sollen ; sie wollten ja blos mein Land wegnehmen und es besser regieren.
als ich konnte. Sie erschossen uns, um a ... ITC 's! .2? rti r i i UNS zu yrisien zu maazen. cy vttle um Verzeihung, daß ich zurückgeschossen habe." Als man ihm ankündigte, man wolle ihn wie einen gefangenen König behandeln, stellte er die britischen Würdenträger auf die Probe und verlangte, daß man ihm noch elf von seinen Weibern, deren er vier bei sich hat, zur Gesellschrft geben sollte. Der Erfüllung dieses ächt königlichen Wunsches ist man bis jetzt aus christlichem Keuschheitsgesühl ausgewichen. Das Unglück, welches in Adrian, Mich., passirte, indem dort die auf dem Fairplatze errichtete Tribüne einstürzte und dabei zehn Personen den Tod fanden, wärend 150 schwer verwundet wurden, be weist abermals, mit welchem unverantwortlichen Leichtsinn amerikanische Architekten und Baumeister gar oft zu Werke gehen. Unbekümmert darum, daß so und so viele Menschen dabei gefährdet sind er richtet man Gebäulichkeiten, bei denen man schon voraus sehen sehen kann und muß, daß sie eine große Last nicht zu tra gen im Stande sind. Die Berichte über jene entsetzliche Kata strophe sind geradezu haarsträubend. Die Aufregung in der Stadt ist unbeschreiblich. Alle Hotels und Privathäufer sind in Lazarethe umgewandelt und viele Fami lien sind in tiefe Trauer versetzt. Hos sentlick wird eine aenaue Untersucknn eingeleitet werden, wobei diejenigen zur TC iu 4 . . . . V V C V -uciuiiiwuuunfl uczvgeii weroen, oie ourco C ) . : i n v ret ' r r . r r ciujiinn unu vieiuinua)i ein loicy icyrea liches Unglück herbeigesührt haben.
Die deutschen Socialdemokraten sind
immer noch rührig an der Arbeit. Sie gründeten am I.Oktober in Zürich ein neues Central'Organ, das die bekanntesten Soziallsten Deutschlands als Mitarbeiter hat. Das Blatt erscheint wöchentlich im ter dem Titel : Der Sozrnldemokrat." Die ersten Nummern desselben werden ein Manifest der deutschen sozialistische Abgeordneten an ihre Wähler und Genossen bringen. Das Resultat der Schulraths'Wahl in St. Louis ist für die Deutschen sehr erfreulich. Der deutsche Unterricht wird nun nickt abgeschafft werden, und mit diesem Siege können die Deutschen gewiß zufrieden sein. Das gelbe Fieber will in Memphis, trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit doch noch nicht weichen. Es kommen immer noch neue Krankheitsfälle vor und auch die Sterbefälle sind nicht selten. Das von Franz Siegel redigirte Tageblatt Der Beobachter am Passaic" erscheint jetzt in vergrößertem Format und sieht recht stattlich aus. Das neue deutsche Tageblatt, der St. Joseph Anzeiger" ist nach kurzem, schmerz hastem Vegitiren in St. Joseph eines stillen Todes gestorben. Der Schriststeller und Buchhändler Georg Westermann ist am 7. September in Wiesbaden im 69. Lebensjahre ge storben. Am Montag fand in Liverpool eine große liberale Demonstration statt, in welcher die Regierung heftig angegriffen wurde. U. S. Grant jr. hat seine Liebe aus Miß. Flood, der Tochter eines der reichsten Bonanzakönige geworfen. In den Reihen der italienischenArmee kamen letztes Jahr 68 Selbstmorde vor. Ueberall die gleiche Lust, Soldat zu sein. Der Präsident Hayes und Gemahlin wiegen zusammen 362 Pfund. Sie ließen sich in Detroit wiegen und da kamen aus den Präsidenten 188 und ans seine Gattin 174 Pfund. Der Strike der Cigarrenmacher in New Pork ist zu Gunsten der Arbeiter be endet, da sich die Fabrikherrn endlich her beiließen, die Forderungen derselben zu gewähren. In Irland sanden am Sonntag vier Massenversammlungen von Pächtern und ländlichen Arbeitern' statt. Die Theil nähme an einer derselben wurde auf 20,000 Personen geschäht und auch von den übn gen dreiVersammlungen zählte jede 15,000 Besucher. Die Resolutionen waren in der Landsrage radikal.Epidemisch! Eine junge Schrift stellerin, die sich einbildete einen herrlichen Roman geschrieben zu haben, beging in Berlin Selbstmord, weil daö geistige Produkt in der Gartenlaube" keine Auf nähme fand, und eine junge, talentvolle Malerin nahm sich ebenfalls in Berlin das Leben weil bei der diesjährigen Kunstaus' stellung die Aufnahmejury ihre Gemälde zurückgewiesen hatte. Die Letzlere ist eine gewisse Frl. Schlef, die Schwägerin des Kladderatatsch" Redakteurs Herrn Dohne, Beide Fälle sind sehr ei'genthüm licher Natur, lassen aber gewiß dahin schließen, daß die Sucht zu glänzen und in der Welt eine Rolle zu spielen, mehr denn je um sich gegriffen hat. Aus dem herrlichen Italien, dem Apfelsinenland, kommen betrübende Nachrichten. Das Volk ist sehr unzufrieden, da Nothstand und Mißverwaltung allge meines Elend herbeigeführt haben. Die Bewohner der einstigen Kornkammer lei den Hunger und warten sehnsüchtig auf Getreideschiffe von Odessa und New York Allüberall die gleichen herrlichen Zu stände! Ein neuer Industriezweig sind die Kleider, welche von den seinen Damen" während der Badesaison getragen wurden. Jene Kleider werden von. Frauenzimmern, welche jetzt, nach Schluß der Badesaison in den Ver. Staaten herum reisen, den Modedamen abgekauft und in großen Städten wieder verkauft. - Ernst Renan wird einer Aufforderung, die von London ausging, im nächsten Jahre eineSerie religionswissenschaftlicher Borlesungen halten zu wollen, nachkom men irnd darin daö Thema, Roms An theil an der Gründung der christlichen Kirche", behandeln.
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Leber-Cnr, No. 1233. r ssrau Schmidt, No. 532 State Straße, Milwaukee. Wisconsin, schreibt : An da? deutsche öeil'Jnstitut, Philadelphia. Pa. : . Nach Ihrer wirklich erfolgreichen Bebandlung haben Sie mich so wunderbar hergestellt, wie ich und Vkiemand vorher geglaubt hätte. Indem ich mich nunmehr als vollständig von meinem Leber und Magcnleiden, welche ich seitJahrm vergebens durch ärztl che bülfe und sogenannte Hamburger sowie amerikanische PatentMediinen zu bekämpfen versucht, gehdlt betrachte, wünsche ich von Herzen, daß alle Patienten, welche an dieser elenden Krankheit leiden, siö, an Ihr Institut wenden mögen." Da3 Leberbuch verschicken wir für 25 Cent? portofrei. Zahlreiche beschworen Zeugnisse geheilter Patienten folgen bei jedem Buche. Veraltete Krankheiten behandeln wir seit Jahren mit stetem Erfolg. Adressire: veutgches Heil-Institut, 412 North 4th Street, Philadelphia, Pennsylrania.
Ein Baptistenprediger Namens Long, in Sprinfield, Ma., beging in einer Schlägerei einen Mord mit dem Taschenmesser. Ein Schullehrer Namens Emerson, in Little Rock, Ark., schändete sünf kleine Schülerinnen und entfloh dann. Wahrlich die Pfaffen nnd die Schulmeister flnd doch recht christlich ! In Cincinnati hat.es eine achtzehnjährige Schülerin der Musikschule Namens Lillie George versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie schoß sich eine Kugel in die linke Brust und wird wahrscheinlich ster den. Die Veranlassung zu dem SelbstMordversuch war der Umstand, daß ihr der Bräutigam Tags zuvor durch den Tod entrissen wurde. DaS war Treue bis in den T s d. Die texanische Legislatur hat eine hohe Steuer für Pserdewettrennen auser legt wodurch diese Sitte oder Unsitte ziemlich ganz in Wegfall gekommen- ist. Sie hat dies allerdings auö reiner Verzweif lung gethan, weil sie so wenigGeg mstände der Besteuerung und so viele Bedürfnisse hat. Aber wir finden keinen guten Grund, warum nicht überall diese Art Steuern, und zwar sehr hohe, eingeführt werden sollten. Die Strafprozesse geen katholische Priester wegen Vergehen gegen die Sittlichkeit bilden noch immer einen stehenden Artikel in den französischen Blättern. So ist kürzlich der Pfarrer von Donges, Jean Gurchet, von den Geschworenen der LoireJnferieure wegen unsittlicher Handlungen, die er an dreizehn unmündigen Mädchen verübt hatte, zu fünf Jahren Gefängniß, und ein dem Maristen-Orden angehöriger Priester, Namens Pierre Fournel, von dem Zuchtpolizeigericht von Toulouse wegen ähnlicher Vergehen zu einem Jahr Gesängniß und 50Frö. Strafe verurtheilt worden. In der Bonne wurde ein Pfar rer, der unter der gleichen Anklage stand, freigesprochen, aber die Erwägungsgründe des Erkenntnisses des Zuchtvolizeigerichts von Auxerre, wie es in den Blättern vor liegt, lauten für ihn noch beschämend ge nug. Dies ist ja merkwürdigerweise ganz wie bei uns. Aber wer wird denn davon so viel Aufhebens machen, die Herren I Priester dürfen sich so etwas schon erlauven.
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ii raiete 5 SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei 'm Staate. Mein Lagerbier Bottle Beer" ist vor allem anderen als C. F. SSimidt.
der Stadt, daß sich solch eines f. 1 Wa 5. ... fC -. K. . f"W ' t
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oiise, 13 Ost Washington SW von Männer und Kindei'Kleidern.
Der Rettunas-Anker.
t'ai. Die demokratische Governor-Candi datur von Massachusetts geht betteln. Niemand will Geld daran wegwerfen. Das Beste also, was die Herren Demokraten thun können, wird sein, republikanisch zu stimmen. Man kann die demokra tische Partei für todt betrachten in folgen den Staaten: Massachusetts, Maine, Californien, Iowa, Minnesota und Kansas. Die Liste wird nach dem nächsten November nochlänger werden. Ein amerikanisches Charakterbild düsterster Farbe bildet folgender Brief, den die Cincinnati Gazette" kürzlich erhielt. Er lautet : An den Redakteur der Cinc. Gazette !" Cincinnati, 27. Sept. Ich bin ein Leser Ihres Blattes, und er laube mir deshalb eine Frage an Sie zu stellen. Was soll ich mit mir selbst anfan gen? Ich bin beinahe drei und dreißig Jahre alt, kenne kein Handwerk und keine gelehrte Professton, habe in den letzten zwölf Jahren wenig ehrliche Arbeit gethan und war eher Alles, Alles wie ein ordentlicher Mensch. - Ich habe ein gutes Theil Whiskey getrunken, bin ein unheilbarer Tabackkauer, und war und bin jetzt ein nutzloses Individuum. Ich bin dieses Lebens müde. Ich habe keine Heimatb und keine Freunde, zu denen ich geben könnte, Alle haben sie mich verkästen. Saaen Sie mir, giebt es, wie Col. Jngcrsoll sagt, wirklich kein Jenseits? Wenn ich das zu glauben vermöchte, dann könnte ich wohl die Frage selbst lösen, was ich M't mir be ginnen sollte und zwar rasch, aber ich ver mag das nicht. Es ist eine ernste Angelegenheit für mich. Ich weiß Nichts und kann nichts Rechtes thun. Anstatt mich ein Handwerk lernen zu lasten oder mir eine Gelehrtenerziehung zu aeben, ließen mich meine Eltern früh in die Armee treten. Dort lernte ich nicht? Gutes, viel Böses, und zweimal wurde ich schlimm getroffen. Wollen Sie mir Ihre Ansicht mittheilen ? . Ein Lebensmüder. . So der Brief. Er spricht für eine ganze Klasse. Nichts aelernt; kein Geschäft, kein Handwerk, ein Raub des Whiskeys und des Tabacks. Deren sind hier gar viele. Aus ihne". rekrutiren sich die Fälscher, Spieler, Diebe und Mörder. Aber Ler nen macht Kopfweh und zu einem Hand werk ist man zu stolz. Die Eltern jenes Mannes haben ihre Pflicht auch mcht ge than. wie so viele sie nicht thun. Es ist hier Vieles faul, namentlich die Erziehung der Jugend. Da sollten Alle helfen, da' mit es besser werde.
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