Indiana Tribüne, Volume 2, Number 6, Indianapolis, Marion County, 20 September 1879 — Page 1
, Jahrgang 2 No. 6.
Office : Ecke Virele u. Merldian-StrasZe. Laufende No. 58. Indianapotts, Indiana. Samstag, den 20. Septemöer 1879.
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Neuerbaut 1878 mit allen
WeSöV GieSes m. ' ' HADIS0N AVENtflE,- Indianapolis, Ind., Brauer von Lager? und des rühmlichst bekannten Tafel-Vierö. '
Der Fclsensteig. Von F. Schwerin. '.Drt über jenen Felsen geht der Weg ! Hötft Du von Ferne nicht den Klang der locken ? G spricht der Führer, und Du siehst erschro cken. Nur festcs, dürres Erdreich, hart und trocken, Etarit Dir eutgegei, chne Bahn und U. Dort sollst hinauf Du, dort hinüber gehen! Dort sollst Du, Schritt vor Schr.tt, dea Raum erspähen, So Deine FußeS Sohle könne stehen, Yt. tXA nX tm r if toitlh.A rtinffi t
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Cltt tuijici, yut. u)vn yiuiiuni j So fragst Du, doch des Geistes Worte klangen".
Y .Dort über jenen Felleu geht der Weg ! Vort über jenen Felsen xet der Z
Der Wand'rer,die die Geistes vort, deuten! Qas fugst Du, ob hirr andere Füße schreiten, Ob sich die Wege engen oder weiten, Du mußt hinüber, das sei Dir genug ! Ob Dielen, Einem schon der Weg gelungen, i JDfr Vielen, Einem schon das Wort grünn. gen: Dir ist ei voll und varm in's Herz gedrungen, s Uls es den Führer nach d.-m Wege frug. Fühlst Du es nicht in Dir wie ernste Mahnen? Nr Einer geht, doch Vielen bricht er Lahnen, Und Viele derden' nach ihn sehn und ahnen : .Dort üder jenen Felsen geht ver Zug l
Künftige Mütter. Daö amerikanische Volk ist ein hochbe zabteS. Niemand wiro seinen Muth, sei nen klaren Blick, seine Thatkraft, seine Grobherzigkeit gegenüber den Armen und Unterdrückten in Abrede stellen. Zu bekla "gen ist nur, daß der Sinn des amerikani schert Volkes sich oft mehr auf Äeußerlich keiten, als auf das Wesen einer Sache richtet und daß eine zu nachsichtige Erzie hung das Pflichtgefühl der Kinder nicht genügend stärkt. .Das eben ist der Fluch -.der bösen That, daß sie sortzeügend.Böies muß gebären !" DiesesDichterwort findet besondere Anwendung auf eine verfehlte Erziehung und im gewöhnlichen Leben pflegt man zu sagen: .Denn wie die Alten sungen, brummen die Jungen. Cs ist sür ein Volk schwer, aus den einmal eingeschlagenen falschen Bahnen heraus, zukommen; .denn" weil wir doch einmal beim Citiren sind .aus Gemeinem ist der Mensch gemacht und die Gewohnheit 'nennt er seine Amme." Die künftigen Mütter deö amerikanischen Volkes, die jungen Amerikanerinnen, 'sind reizende Geschöpfe. Sie verbinden meist hübsche Züge mit einer natürlichen Anmuth in den Bewegungen und mit Ge
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? neuen Einrichtungen. schmack .bei der Auswahl ihrer Kleidung Aber sie werden fast ausschließlich von dem Wunsche beherrscht, ihr Aeukeres im gün stigsien Licht zu zeigen und Arbeiten wo möglich zu vermeiden. Ein Londoner Wochenblatt, welches für die sogenannte bessere Gesellschaft schreibt. hat neuerdings die amerikanischen jungen Damen, welche Europa mit ihrer Gegen wart, erfreuen, einer Kritik unterworfen, welche, obschon stellenweise ziemlich bos haft, doch im Wesentlichen zutreffend ist und aus dem unsere künstigen Mütter ler nen können. Dem Aeußern unserer jungen Damen läßt der Engländer alle Anerkennung widerfahren. Er schreibt: Es ist zwei felbaft. ob es irgend ein Land giebt, wel cheS so viele schöne Mädchen auszuweisen hat, wie Amerika, und es ist Thatsache daß einige der am meisten gefeierten Schönheiten Amerikanerinnen sind.' So lange die jungen PankeeDamen, welche unö besuchen, schweigen, sind sie .unwiderstehlich" und selbst wenn sie den Mund öffnen, sind sie noch immer reizend. Und dennoch nimmt Verschiedenes zegen sie ein. Meist sieht man eö ihren Müttern nicht mehr an, daß auch sie einst so reizende Wesen waren und die Herrn Brüder sind fast immer junge Leute, welche den Beweis zu liesern suchen, daß sie keine Gentlemen sind. , Zudem ist weder ihr Coquettiren ange. nebm, noch nimmt ihre. Oberflächlichkeit sür sie ein. An Kunstschätzen, an den ehrwürdigsten Denkmälern der Geschichte gehen sie gähnend oder schwatzend vorüber, dagegen seffeln die Schaustellungen der Modisten unfehlbar ihre volle Aufmerk samkeit. , Sie ziehen deshalb unter allen Umständen Paris dem ernsteren London vor. Und d'ese Neigung der Amerikane rinnen für Paris wird von den Parisern erwidert. Die sür Putz schwärmende, sich mit Geschmack kleidende und dubei bezüglich der Preise nicht pedantische Amerikanerin ist daS Ideal der Pariser Kauf leute und aller Besitzer seinerer VergnügungSlocale, in denen die lebenslustigen Damen den Theil ihrer Zeit zubringen. ) welchen sie nicht der Toilette widmen. Sinn für Häuslichkeit und Pietät seltnen diese jungen Damen nur dem Namen nach. So äußert sich daS Londoner Blatt über unsere jungen Damen. Das Urtheil ist, wie gesagt, kein schmeichelhaftes, aber es ist leider zu treffend'und wenn unsere künf tigen Mütter ihre Aufgabe, eine Nation mit gesundem auf das Wesentliche gerich teten Sinne heranzuziehen, gewachsen sein wollen, so müffen sie zuvörderst versuchen, in ihrem Wesen dem Weibe näher zu kommen, welches der Vicar von Wakefield stch
nahm und von welchem er sagt. .Als ich ernsthast an daS Heirathen dachte, wählte
ich mein Weib nach demselben Grundsatze, welchen meine Braut bei der Auswahl ihres Hochzeitskleides maßgebend sein ließ. Ich achtete weniger auf eine schöne, glatt zende Außenseite, als auf solche Eigenschasten, die dauernden Werth verleihen." Der deutsche Waijenverein. t - - In seiner Ausgabe vom vorigen Sam stag veröffentlichte das Journal eine Reihe von Anklagend gegen die Verwaltung des deutschen Waisenhauses. Diese Anklagen waren uns schon vorher bekannt, wir fern, den uns aber aus zwei Gründen veranlaßt dieselben nicht.zu verösfentlichen.Erstens bestand die Feier des JahreSfestes bevor und zweitens waren wir nicht sicher,-ob die An klagen auch begründet waren. Da jedoch durch das Journal die Sache einmal an die Oefsentlichkeit gebracht worden ift,füh len auch wir uns nicht länger veranlaßt, damit hinterm Berge zu halten. Herr Wilhelm ttattau. bisberiaer Sekre-' tär des Waisenvereins brachte im Verein gegen Herrn Wilhelm Kryter, welcher als Waisenvater angestellt ist, Anklagen vor, den größten Theil seiner Zeit im Wirths Hause zuzubringen, daß er häufig betrun ken sei, daß er die Kinder äußerst grausam behandle und daß er dieselben mit dem untern Evde der Peitsche oft so schlage, daß dieselben mehrere Tage lang zu leiden hat ten. Die Anklagen wurden von den Tru steeö untersucht und Herr Kryter mehrerer derselben schuldig befunden. ES wurde beschlossen, ihm einen Verweis zu erthei len. Statt aber selbst diese kleine Strafe auszuführen, beschloß der Verein denÄus schluß des Anklägers des Herrn Kattau, und erliefe eine öffentllche Erklärung, daß t.. .i rti. rx..w: . t e v oowout yui luler injuioig vksunven worden sei. die Sache doch zu unbedeutend ,V . ? ? yf. . i . roare, um roener gegen ,on ernzuicyrelien. Das Protokoll des Vereins zeigt Herrn Kryter allerdings in schlimmerem Lichte, und das Journal sagt, daß Viele der An ficht seien, daß die Untersuchung bloß zum Scheine gesührt worden U, und daß der Ring- welcher dasJnstitut verwaltet, den Waisenvater deßhalb nicht absetzen wollte, weil sie fürchten er möchte auö der Schule schwätzen. t. 9 m les nno fcywere Ankugen, uno man hätte erwarten sollen, daß die Trustees sich beeilen würden, dieselben ernstlich zu wi verlegen. Statt dessen erlietzen sie eine wässerige Erklärung im Spottvogel und im Journal, des Inhalts, daß sie sich aus eine Diskussion in der Presse nicht einlas sen könntendaß sie aber bereit seien, die Sache einem Comite prominenter Bürger oder den Redakteuren der täglichen und wöchentlichen Blätter zu unterbreiten und abzudrucken, wenn deren Entscheidung ge gen ne auswuen lollte. Vas will nun gar nichts sagen. Die Herren können sich recht gut denken, daß weder die prominen ten Bürger, noch die Zeitungsredakteure sich herandrängen werden, die Angelegen heit zu untersuchen. Wenn eö den Trufttes deS deutscken WainkouseS wirttick um eine Untersuchung zu thun ist. so müs sen sie sich alle mögliche Mühe geben, das Publikum, welches in dieser Angelegenheit genügend interesiirt ist, zufrieden zu stellen und unparteiische Bürger, welche der Anstalt gänzlich fern stehen, veranlassen, die Sache zu untersuchen. Thun sie dies nicht, so müssen sie es sich schoü gefallen lassen, wenn das Publikum gegey sie Partei ergreift. Wir hoffen, daß die Trustees des Waisenhauses dies einsehen, und sowohl ihrer selbst, wie der Anstalt halber, energi sche Schritte thun, Klarheit in die Sache zubringen. Die famose Bankinhaberin aus München, Adele Spitzeder wandte sich, wie russische Blätter melden, neulich an den Stadtrath von Riga brieflich um die Erlaubniß, mit einem 36 Mann starken Orchester nach Riga kommen und daselbst concertiren zu dürfen. . Sie selber ist Capellmeistexin dieses Orchesters.
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Decker Bros. MW und Fischer Si ' Der-Eblsholm Prozeß in De-Kalb, Miss., dessenVerhandlungen mit dem größ ten Interesse verfolgt wurden, wie in un serem Blatte bereits angedeutet wurde hat mit der Freisprechung des der Ermordung der Cornelia Chisholm angeklagten Henry Gully geendet, trotzdem die . Beweisauf nähme die Schuld desselben ergab. Wo immer im Süden bei - Prozeßver Handlungen die Politik ins Spiel kommt. da gibt es keine Gerechtigkeit mehr, die Demokratie entzieht dieser ihreOpfer durch das allersträflichste Mittel, unbekümmert um das Urtheil der Welt. eue Anzeigen. reidmker Verein. Morgen, Sonntag, 21. Septemvn Abends 8 Uhr .. in der TumchMe. ? Versammlung zum Zwecke der Besprechung der Bundesverfassung und Platform. und Äbstimmung über Veränderungen und Znsätze. Die Mitglieder sind er ucht, reckt zahlreich u erscheinen. ?uch m chtmitglleoer haben Zutntt. 1 rr rr j ÜKll. I Frs88 IM-Concert gegeben vom neuen Park Theater Orchester am Sonntag, 21. September. A-fang präcis? Uhr. E3 Den gekörten Toneert Besuchern ,urqefälli"en Nachricht, daß ich zur Beaufsichtiauna rer Fuhrwerke e,n nen Pno.ouceman angepellk y ve.ve..sau icrnr, vlreel,ars von allen N:htu-gen biß zum Garten. Cbri. H. Stein. Ichö6sVS6-LZw der Saison. Sonntag, -21. September in Gimber's Grove, zum Besten von Konr. Lindens Seutsch'Englischer Schule.' IZT Erdreßwagen fahren von der Mozart Halle und vou der Ecke McCarty und Meridian vlraxe ad. 'vstzev WM dek Unabhängigen NntrsittÜttNNä - NpinK WWUUlIUTl0e - BerNllv No. I. der deutschen Krauen in der Mozart Halle. Montag, 29.September Eintrittspreis 50 Cents. M MZ W K M Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich weine Office und Wohnung in mein neuek Sebände No. 226 Ost Wasbington St. verlegt habe. vr. W. Denke. Herr Eugen S v ä t h, früherer Apotheker a w fr n . vi . . j n m in luttgarl uno aniaci wiro nacquen mon tag seinen Drug. Store unter den Namen Jerliner Vpotheke eröffnen.
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