Indiana Tribüne, Volume 2, Number 5, Indianapolis, Marion County, 13 September 1879 — Page 6
6
I n d i a n a T r i b ü n e."
Das Geheimniß des Pavillons.
Aus denPapieren eine ZG e Heimpolizisten, von C. Panlovsky. (Fortsebung.) Sein Plan war bereits gefaßt. Er ergriff den Stummen beim Arm und führte ihn zu seinem Wagen. Nachdem er ibn hatte einsteigen lassen, rief er durch ein Zeichen B:rnard herbei, dem er strenge anbefahl den Gefangenen nicht entschlü" psen zu lassen. Dann befahl er Fergon vorder GMerthür des Hauses Wache zu halten. Ich will allein eintreten schloß er; sollten die Thüren verschlossen sein, so wirst Du einen Schlosser holen müssen, aber ich wette Zehn gegen EinS, daß sie offen sind. Und Sie wandte er sich an die Kohlenverkäuferin, ich bin Polizeicom miffär und habe ihrer Nachbarin wegen eines Rechtfalles einen kurzen Besuch abzu statten. Verjähren Sie also klug; ich laffe diesen Beamlen zu Ihrer Bewachung zurück und werde vielleicht noch später ein Wort mit Ihnen reden.Mit diesen Worten entledigte er sich sei. nes Ueberi reis, den er über den Arm warf und wodurch seinAbzeichen als höhererPo lizeibeamter sichtbar ward. Beim Anblick dieses gefürchteten Zeichens verschwand die Frau in das Innere ihrer Kellerwoh' nung. Die Augen aus Alles !" ermähnte der Direktor den ihm untergegebenen Fergon, welcher durch eine bezeichnende Geberde antwortete. Er kehrte jetzt zur Gitterthür zurück und und unterwars das HauS und deffen Zugänge einer aufmerksamen Untersuchung. Es war ein einfacher Pavillon mit einer einzigen Etage von drei Fenstern in der Äordersronte. Ein sehr langeryof trennte ihn von der Straße. Jalousien waren nicht herabgelassen und nur der Umstand, daß die beiden Schornsteine von rothen Mauersteinen keinen Rauch aufsteigen lie ßen, deutete an, daß das Haus verlosten sei. Die Ausmerksamkeit des Beamten lenkte sich alsdann aus den Schneeteppich, der den Grund des Bodens bedeckte. Fri scher Schnee ist das Buch? in welchem ge schickte Untersnchungsbeamten zuerst blät tern, denn es bietet ihnen sehr oft kostbare Jndicien. Die Schuldigen drücken darin selbst ihre Verurtheilung aus, wenn sie nicht dafür sorgen, die Spur ihrer Tritte auszulöschen. Von dem Gitter bis zum Pavillon hatten die Betreffenden indeß Eindrücke zurückgelaffen, welche der Frost bewundernswerlh bewahrt hatte. Man erblickte deutlich vier Spuren im Schnee, wovon zwei sich durch sehr große, die beiden andern durch kleine, zierlich ge formte Füße kennzeichneten. Diese Spu ren ließen erkennen, daß zwei Männer ne beneinander von der Straße in den Pa villon gegangen waren. Man war also zweimal eingetreten, ohne das Haus ein einziges Mal verlosten zu haben. .Wie seltsam," murmelte der Direktor vor sich hin. Man kann doch nicht wie der zurückkehren, wenn man nicht zuvor hinausgegangen ist. DasHauö muß folg lich zwei Ausgänge haben. Es wird sich finden. Jedenfalls rühren' die großen tiefen Eindrücke von dem taubstummen her denn ich erkenne die Spuren seiner Holz schuhe, die der Schnee deutlich markirt hat. Die übrigen Spuren hat der Mörder zu rückgelasten." .Ueberzeugen wir unS nunmehr, ob wir einen Schloffer nöthig haben fügte der Direktor hinzu, indem er den Meffinggriff niederdrückte. Der Riegel gab nach und die Thür sprang auf. .Sie haben solche Eile gehabt, daß sie sich nicht die Zeit ge nommen haben sie zu verschließen dachte der Direktor, .vielleicht waren sie auch nicht im Besitz eines Schlüffels. DerMörder scheint hier wie zu Hause gewesen zu sein. Er ist in Begleitung des Taubstum men eingetreten und die Thür wird offen gestanden haben. Ich bin doch nu gierig, ob die Hausthüre ebenfalls offen ist." Er machte jetzt einen weiten Umweg, um die Fußspuren nicht zu verlöschen und sah, als er vor dem Pavillon stand, daß die eme Flügelthür nur angelehnt war. Die Flur war durch Koffer, Säcke u.Reise. laschen gesperrt, die Verschlüge waren in allen Dimensionen vorhanden und das scharfe Auge des Beamten entdeckte sofort
einen langen Koffer, der genau von dersel-
ben Beschaffenheit war wie derjenige, den derTaubstumme auf dem Rücken getragen hatte, als die Polizeibeamten ihn verhafte ! en. .Würde noch ein Zweifel vorhanden sein, so wird er durch diesen Umstand be eitigt sagte der Direktor für sich. Ich befinde mich an der Stätte, wo das Bn brechen begangen ist, das ist klar und ich hoffe, der Hilfe des Herrn de Tollan entbehren zu können. Ich werdeiese Ge genstände später öffnen lindes ist kaum denkbar, daß man nicht dadurch den Verbrechern auf die Spur kommen sollte. Es befanden stch an beiden Seiten des Corridols hohe Flügelthüren. Er öffnete rechts die Thür und befand stch in etnem Salon, der auf bizarreWeise möbilirt war. Neben den kostbarsten Fauteuils aus der Zeit Ludwig's des Sechszehnten erblickte man Mahagonistühle, die selbst sür eine bescheidene Wohnung nicht gut genug ge wesen wären. Die. Vorhänge waren von Seide, aber bis aus dieFranzen abgenutzt. Auf dem Kamin war eine große Pendul zwischen zwei iapanesische Vasen ange bracht, die einen großen Werth repräien tirten. Im Kamin war Feuer gewesen; man hatte daselbst Papier verbrannt. deren Asche sich aufgehäuft hatte. Die Asche muß gleichfalls durchsucht werden." murmelte der Direktor indem er die Portiere aufhob, die denSalon von ei nem Boudoir ohne Fenster trennte, denn das Haus gewann ausschließlich sein Licht von der FaZade. Dieses Gemach enthielt nur einenSpiel' tisch, auf dem verschiedene Spielkarten la gen. einen umgeworfenen Segel und eine holländische Wanduhr, deren Gehäuse groß genug war um einen Menschen zu verbergen. Die Uhr ging. DerDirettor trat jetzt ourch die linke Thür in einen Speisesaal ein. Der Tisch war sür zwei Personen servirt, aber die Mahlzrit scheint gewaltsam unterbrochen worden zu sein denn alles lag auf und neben dem Tische in wilder Unordnung zerstreut umher. Die Trümmer eines zcrbrocdenen Stuhls, so wie zerschlagene Flaschen und Schüsseln bedeckten den Boden. Zwei umgestürzte Karaffen hatten das Tischtuch über schwemmt. Welch' ein neues Verbrechen mochte hier begangen sein ? DaS Auge des Gerichtsbeamten seg'lte plötzlich ein Gegenstand, der mit einem Teppich bedeckt war. Er näherte stch demselben, hob die Hülle empor und prallte mit einem Ausruf desSchreckens gegen dieWand zu rück. VII. Ein zweitesVerbrechen. Einen Augenblick blieb der Polizeibeam te regungslos stehen, wie betäubt von dem Anblick, der stch seinem Auge darbot, aber dann trat er näher und zog die Decke von den. von ihr verhüllten Gegenstand. ' Es war die Leiche eines Mannes in den fünf ziger Jahren, welcher der Länge nach zu Boden gestreckt und dieArme übereinander gekreuzt, vor ihm lag. Er war groß und kräftig und mit Ge schmack gekleidet. An seiner weißen Weste hing eine schwere, goldene Kette, seine schwarzseidene Halsbinde war mehrere Male umgedreht und der Rücken seine? Paletots zerriffen. In einer Ecke lagen Handschuhe und ein zerknitterter Hut. Das bartlose Antlitz des Entseelten war entstellt durch eine klaffende Wunde, die von einem sogenanntenTvdtschläger herzu rühren schien und die Stirn zerschmettert hatte. .DieGeschichte wird immer verwickelter. murmelte der Direktor, nachdem, er sich von seinem ersten Schrecken erholt hatte und warf dabei einen Blick durch das Fen ster' Der Wagen, worin Bernard den Taubstummen bewachte, hielt noch immer vor de: Gitterthür, und Fergon ging auf dem Trottoir wachsan auf und ab. Der Tag ging zu Ende, die Straße war still und leer. Der Direktor öffnete ein Fenster imSa lon, damit der Ton der Signalpfeife sosort von Fergon vernommen werden könnte, und begab sich bannin's Bou doir. Auf demSpieltische standen zweiWachö lichter, die der Verbrecher wahrscheinlich nach begangener That ausgelöscht' hatte. Der Beamte zündete eines derselben an und stellte eS in einen Winkel, so 'daß der Schimmer nichrdurch die Thur zu drmge vermochte. Dann hob er den umgekehrten Sessel empor, setzte sich darauf und harrte,
nur wenige Schritte von dem Leichnam
entfernt, der gehofften Ankunft des Ver brechers. Plötzlich hörte er ein schwaches Geräusch und bald darauf leise Fußtritte aus dem Flur, die stch dem Boudoirnäherten. Der Direktor löschte das Licht aus und sprang behende in das mannshohe Gehäuse der holländischen Uhr, deren Thür er zu chob. Kaum war er drinnen, als Jemand mit gedämpfterStimme fragte : Mary.Mary, bist Du da?" Der Direktor hütete sich wohl.sich zu re gen. und hielt selbst seinen Athem an, um sich nicht zu verrathen, denn die Stille, die in diesem abseits gelegenen Hause herrschte war so tief, daß er in seinem Versteck die Tritte auf dem Teppich des Salons ver nahm und bedauerte, daß er, um in der Uhr ausrecht stehen zu können, sich genö thiqt sah, den Pervendickcl zum Stillstehen zu bringen, da desien mächtiges -Ticktack seine leijen Athem , zöge übertönt haben würde. Der späte Gast hatte stch dem Boudoir genähert und warf, leise näherkommend, ein Licht in der Hand, einen Bllck ins Zimmer und wiederholte seine frühere Frage, aber dieses Mal in englischer Sprache. Natürlich erhielt er keine Antwort. In deß war es dem Direktor nicht entgangen, daß er zu derUnbekanntenEnglisch gespro chen hatte, was, ihn zu der Annahme de wog, dieselbe muffe eine Engländerin sein. DerDirettor konnte indeß durch dieSpalle nur sehen, daß der Fremde einen großen schwarzen Bart hatte, da sein Antlitz ihm seitwärtg zugekehrt war. Sie ist nicht hier?" äußerte der Fremde halblant. Wo mag sie sein?" Der Direktor horchte mit gespannter Aufmerksamkeit und stickte seinen Kops durch die Thürjpalte der Uhr, durch welche Bewegung ihm unglücklicherweise dieS'g nalpfeife, die er in der Hand hielt, entglitt und mit dumpfem Schall auf den Boden des Uhrgehäuses fiel. In demselben Moment stürzte der Fremde mit dem brennenden Wachslicht ins Zimmer und auf das Uhrgehäuse zu, ergriff mit bewundernswerther Geistesgegen wart den darin steckenden Schlüssel, drehte ihn blitzschnell zweimal im Schloß herum und entfloh. Der Direktor in seiner eigenen Schlinge gefangen, war nicht nur verhindert, den Unbekannten zu verfolgen, sondern auch seine Unlerbeamten zu seiner Hilfe herbei zurufen, da die Signalpfeife aus den Bo den der Uhr gef Uen war, deren enger Raum ihm nicht gestattete, stch zu bücken, um sie wieder aufzuheben. Ihm blieb nur übrig, mit lauter Stimme zu rufen, was er auch nicht unterließ, allein seine Stimme ward durch seine Einschließung im Uhrge häuse so sehr abgeschwächt, daß sie nicht bis zur Straße drang, 'wo Bernard und Fergon Wache hielten. Der Direktor überzeugte stch bald selbst von der Nutzlosigkeit seincrAnstrengung ; überdies hatte er auch den muthmäßlichen Mörder sich mit eiligen Schritten entfernen und die Hausthüre rasch zuschlagen hören. Er hoffte indeß, daß er beim Hinausgehen ergriffen worden, sah sich aber, nachdem eine volle Stunde vorüber war, ehe Je mand erschien, aus's schmerzlichste getäuscht. Seine Situation war in der That keine beneidenswerthe. Der MSryrer der öffentlichen Ordnung war in einen so engen Kasten eingesperrt, daß er stch nicht darin umdrehen konnte und wurde auf der einen Schulter durch das enorme Gewicht der Wanduhr sast erdrückt. Seine müden Beine versagten ihm fast den Dienst .Das Wetterglas z igte 7 Grad unter Null und dieOeffnung war so klein, daher kaum athmen konnte. Endlich vernahm er wieder Tritte, und die Stimme seines treuen Fergon rief ihn beim Namen. Man kann sich denken, daß er nicht zö gerte, Hierher !" zu antworten, und die Scene, welche stch nun zwischen dem Di rektor und besten Untergebenen abspielte. läßt sich kaum beschreiben. Glücklicher Weise hatte Fergon in seiner Tasche stets ein kleines Arsenal von Schlogermerkzeuge bei sich, mit deren Hilfe er augenblicklich das Schloß spreng te. Ehrfurchtsvoll bot Fergon dem Direktor nachdem er ihm zuvor beim Herausstelln behilflich gewesen war, einen Stuhl an. und, um ihn zu ersrtjchen, reichte er ihm eine gefüllte Weinflasche. Allein der Po lUeidirektor schlua beides aus und fragte I statt besten mit großerHeftigkeit :;Du hast !yn ergniskn r
.Wen?- fragte der Polizist. Den Menschen, welcher vor etwa zwei
Stunden stch in dies Zimmer geschlichen und dasselbe etwa zwanzig Minuten später wieder verkästen hat." Ich habe nur linen höheren Beam ten der Präfektur ein und ausgehen se hen!" Bist Du vonSinnen. oder willftDu mit mir scherzen?" Weder das Eine noch das Andere, Herr Direktor. Ich sah vor einigen Stunden einen sehr elegant gekleideten Herrn, im Begriff, die Gitterthür zu öffnen, um sich m's Haus zu begeben. Aus meine Frage, was er da zu thun habe, erwiderte er. e. sei ein höherer Beamter, der anläßlich es Mordes Nachforschungen in diesem Hause anzustellen habe Und diese plumpe Ausrede hat Dir gemißt?" Nein, ich habe ihm vielmehr seine Karte ubverla'ngt." Hat erste Dir gezeigt?Ja, Herr Direktor, sie war in schönster Ordnung." Unglücklicher, weißt Du was Du gethan hast' Du hast den Mörder entschlüp. fen lassen." Den Mörder!" rief Fergon unwillkür lich aus und wich betroffen einige Schritte zurück. Dieser vornehme Herr war der Mörder? Nicht möglich !" Ja, es war der Mörder," betonte der Direktor in unglaublicherAusregung. Du hast ihn entschlüpfen laßen, während Du nur eine Hand auszustrecken brauchtest.um ihn zu verhaften. Deine Stunden im Polizeidienste stnd gezählt. Solche Agenten, welche sich den ersten bestenSpldbuben durch die Finger gehen lasten, können wir nicht gebrauchen. Welch' ein unseliger Streich und das nach sünfiehnjadriger polizeilicher Thätigkeit " Der Polizizist senkte sein Haupt una machte eine traurige Miene, während sein Vorgesetzter ihm diese Rüge er heilte. Es ist wahr," versetzte Ersterer, ich bin schuldig und verdiene,entlasten zu werden. Indeß habe ich sünszehn Jahre lang wie Sie selbst anführten, der Polizeibe hörde vorwursssrei gedient, so daß es im merhin eine Härte in. sich schließen würde mich eines einzigen Vergebens halber so strenge zu bestrafen. Meine Entlassung würde mich um so härter treffen, als ich drei kleine Knaben zu ernähren habe, deren Mutter erst im vorigen Jahre gestorben ist und welche, wenn ich diesen Dienst verlteren wurde, Hunger leiden muß ten." Hast Du denn nicht die Nummer behalten, die seine Karte trug?- fragte der Direktor, welchen die ungeschminkte Darstel lung der trüben Lage seines Untergebenen weicher gestimmt halte. Daran habe ich leider nicht gedacht, doch erinnere ich mich, daß die Karte eine ältere Form hatte. Wahrscheinlich hat der Spitzbube sie gefunden oder gekauft." Kcn.nstDu ihn denn wieder?" fragte der Direktor. Ja, und zwar an seinen .Augen. Es war nicht sehr hell, aber seineAugen glänz ten, wie die einerKatze. Ich erwähnte nicht seiner Kleider, da er diese selbstverständlrch gegen andere vertauschen wird indeß,man weiß es nicht, sollte er stch derselben je wieder bedienen, so habe ich seine Kleidung, kurz Alles in meinem Gedächtniß. So war ich Jean Fergon heiße, werde ich mich an dem Elenden rächen, der die Ursache war, daß ich meinen Abschied bekommen habe. Höre Jean," sagte der Direktor nach ei ner Pause. Dir ist daö Versehen heute zum ersten Mal pastirt, und man pflegt keinen gedienten Soldaten wegen eines einzigenFehIerö zu verabschieden. Zudem will ich nicht die Schuld tragen. Deine 3 Kinder ins Elend gestoßen zu haben Ich wlllDich im Dienst behalten.doch mußt Du Delnen Kameraden gegenüber über diese Geschichte ein tiefes Stillschweigen deob achten und Dich vor allen Dingen bestre den, diese Scharte auszuwetzen Du wirst also serner im Dienste der Polizei bleiben, aber den Verbrecher, den ich unter allen Umständen haben muß.aufzuspüren suchen. Hast Du mich verstanden?" Vollkommen, Herr Direktor versetzte Fergon tiefbewegt. Auf einZeichen vonJh nen stürze ich mich in's Feuer." Keine Phrasen unterbrach ihn derPolizeidirektor, vielmehr frisch an's Werk! Wir haben heute umsonst gearbeitet, de mühen wir uns, morgen ein besteresNesul tat zu erzielen, Eile vorläufig zum Com mistär und melde ihm, daß ich ihn hier er warte, wegen einer neuen Mordthat."
Wie. Herr Direktor." rief Fergon aus, also zwei Opfer? Dieser Bösewicht sührt
einen guten Stoß." Vom Commissär aebst.Du direkt nach der Wohnung deö Herrn de Tallan, den Du, ohne ein Wort über das Vorgefallene zu sagen direkt hierher sührrn mußt."' Fergon, entzückt, wieder inGnaden aufgenommen zu sein, eilte fort. ' Der Direktor glaubte seine müßige Zeitnicht besser ausfüllen zu können, als daßer bis zur Ankunst der von ihm erwarteten Polizeideamten in der ersten Etage, welche' er bis jetzt noch nicht durchsucht hatte. Nachforschungen anstellte. Er stieg also ' oie Treppe hinauf und fand über dem Speisesaal ein Schlafzimmer und ein klei nes Cabinet. Hler lagen, gerade wie im Hausflur. Lujus Gegenstände aller Art . und geringsügigeSachen bunt durcheinan der. Die Schubladen standen überall of sen, waren aber leer. In der Garderobe des Zimmers besand stch kein einziges Kleid, ein sicheres Zeichen, daß das Opser ' eine lange Reise hatte unternehmen, ja, vielleicht gar nicht mehr zurückkehren wollen. ' Als der Direktor seine Nachsonchungen beendiat hatte, vernabm er auch schon das Rollen eines Wagens, der bald daraus vor der Gitterthür hielt. DerCommissSr stieg . aus uno der Direktor führte ihn,dieSach läge kurz erläuternd, direkt nach demSpei sesaal. Er ist es !" rief der Commissär erschüttert, als er dem Ermordeten in das blasse. AMIllAlllA 11 MI4IA CIIlUUIC I!!!!y UllUlt. . , . IW VIII. Er kann t. Waö höre ich ! Sie kennen denTodten?" v.? r irotimr 1 1 uii l V 4 l W 4 UU3 Sogar sehr genau ; er ist ein reicher' Kaufmann, welcher sert vorgestern Abend spurlos verschwunden ist und den seine r . r rr ijrau uoerau oai ivazen lauen. Und ich fange nachgerade an zu U zweifeln, daß wir mit unseren Nachsorsch ungen vomGlück begünstigt werden. Die )TnMinhMt nirh immer trrn?f i?ltr ittth MI'HH)HH) VI. V I. V HIHIV IV-... , geheimnißvoller. "Sind Sie auch davon überzeugt, oaß der Letchnam dieses Unglücklichen mit dem des gesuchten Kaufmanns identisch ist?" in....: (vx v r cm - urrvmgs. zcy IN oicicm ziiannc wohl hundertmal auf Spaziergängen be gegnet. Er genoß übrigens als Kauf mann ein großes Ansehen, wie auch sein Vater, der das große Geschäft als junger Mann begründet hat. Es ist ein großes Leinengeschäft -Sein Name?" Feran & Eomp., wie die Firma in'5 Handelsregister eingetragen ist."' Er hatte also einen Compagnon V Freilich, aber dieser bat sich nie um das Geschäft aekümmert ick alaube koaar. er wohnt nicht in Paris." Sagten Sie nicht, der Ermordete sei verheirathet V Ja, und Vater von zwei Kindern. Das älteste derselben, ein Knabe, hat mir heute Morgen das Verschwinden seines Vaters angezeigt. Ach, ich dachte nicht, als ich versprach, die umfassendsten Nachforschung gen anstellen zu wollen.daß ich so rasch zum Ziel gelangen würde." So sprach der Direktor nach einer Pause, haben wir wenigstens einen Faden, nach dem wir uns richten können und welcher Tollan, dem ich die Leitung dieser Untersuchung zu übertragen beabsichtige, vielleicht auf die richtige Spur führen kann." Tollan versetzte derCommissär, indem er eine bezeichnende Geberde machte, ich traue diesemManne nicht.mag er immerbin psisftg und schlau sein.t Er hat zwar seine Praxis in einer an deren Schule, als der unsrigen erlernt, aber er versteht doch unleugbar sein Fach. 9lNrMtirt8 nitrh iA k, n ttr svrrn st? viiig Mr w febre ihm voraezoaen baben. aber leider will derselbe sich nicht mehr in Polizeisa chen mischen, da er reich ist uno sein Sohn eine sehr vortheilhafte Ehe zu schließen im' ftfi4 Vni rtf tnNrttl ft VVl I II 4iyi. VVIIVU VI, VMpVMMII Vl nen Platz ausfüllen w rd. Lebte der Ermordete in geregelten Familienverhältnis sen? Bezüglich seineöGeschästeS, ja, obgleich dieDetaillisten ihn nicht lobten, weil er stch zu schroff benahm. Man erzählt sich ledock, dak er aukerkalb deS KeickSitS viel Zeit vergeudet habe. Er versäumte keine Oper und liebte eS, mit Damen von zwei kelhaftem Ruse zu verkehren (Fortsebung folgt.)
