Indiana Tribüne, Volume 2, Number 5, Indianapolis, Marion County, 13 September 1879 — Page 4
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tyt&vet M5 9 LVC C ? Ar (7 ,,. 2 & r l -, I IV ; ntcm ihr c:cr Eieulhu'" bei ui,5 versichert, in unseren prompt ,adlenden (SefU schatten. Ihr könnt berfkiiert fein, d'ß wrvn lbr bri uns in un. skrer'ffice in Zi nme? No. 1 nnst .', Taldo t & ftcn Blcck, erst- Stiege südlich vo : der P stof. sice, vorsprecht, wir ihnen bei der Versicherung ih res ifigenthum Geld sparen können; es wird ih aen w.nigst:-ns nicht zmScha.en ger ichen,wenn Eiebei uns anf:agen. Ckeavewnd & Go. Jndiäna Hriöüne. sW o ch t n b 1 a 1 1.) Office: (?cke Circle u. Meridianstr. 'Im dritten Stock ) Enteret! a seeonil-clasa matter at tlie Postostire at Indianapolis. Indiana. AdonnementsPreise. 3 der Stadt durch Träger ins Hau geliefert Per Iah, im Voraus Per Nummer . . . 2.00 ö KentS. Ctto Schiff?!, Herausgeber. P O. B. 295. Indianapolis, Ind., den 13'Septbr. 1879. Der Auö 'all der Wahlen in Maine und Kalifornien legt wieder einmal ein glänzendes Bespiel von der vollflänoigen Unfähigkeit der Demokraten ab. festen Boden zu gewin ien, und eine einmal eroberte Position zu bebalten. In beiden Staaten sind die Demokraten fast bis zur totalen Vcrnichtung geschlagen worden. Jeden Fuß breit Boden, den sie gewonnen, haben sie wie der verloren, und wenn der Ausfall der Wahlen in diesen beidenStaaten als Vor bedeutung für den Ausfall künftiger Wah len gelten kann, dann wird die Mehrheit des Congresses in kurzer Zeit wieder republikanisch sein, und es wird noch lange dauern, bis ein Demokrat in's weiße HauS einzieht. Das Resultat der Wahlen in Calisornien und Maine ist von großer Wichtigkeit deshalb, weil es die Stellung kundgiebt, welche das Volk in dem kürzlichen Kampfe zwischen der Administration und demCon gresse genommen. Es ist kein Grund an zunehmen, daß man in Kalifornien und Maine anders denkt und fühlt, als in den übrigen Staaten der Union, und man darf es daher getrost aussprechen, daß die Mehrheit deö Volkes in jenem Kampfe Partei für den Präsidenten genommen hat. Man beginnt einzusehen, oder hat, wie es scheint, bereits eingesehen, daß die demokratische Partei sich vollständig mit den südlichen Elementen identifizirt hat, welche man Sklavenbarone zu nennen pflegte, und daö Volk ist nicht Willens, diesen Elementen das Heft in die Hand zu geben, und eine Herbeiführung früherer Zustände zu ermöglichen. Die Republikaner haben ganz richtig kalkulirt, wenn sie hofften, daß sie bei Aufnahme des Kampfes mit dielen Elementen, das Volk auf ihrer Seite haben würden. Dazu kommt noch, daß die häufigen Fusionen der Demokraten mit den Green backlern zu klar gezeigt haben, daß die demokratische Partei eine Partei ohne Pnnzip ist. oder wenn man will, daß sie bloß zum Zwecke der Durchführung des einen Prinzips, die Republikaner zu sckla gen, jedes- andere Prinzip zu opfern bereit sind. Aus Allem läßt sich erkennen daß die Demokraten nicht dadurch eine Majorität im Congresse erlangt haben, daß dieMehr heit des Volles mit Leib und Seele demokratisch geworden ist, sondern bloß weil Tausende von guten Republikanern, welche mit der Grant'schen Administration und mit der Aufführung der republikanischen Partei unter ihn unzufrieden waren. Da sie nicht republikanisch stimmen vollten, was blieb ihnen übrig, als gar nicht, oder demokratisch zu stimmen. Jetzt, nach dem sich die Unfähigkeit und Corruption der demokratischen Partei so glänzend be währt, ' nachdem die gegenwärtige Admini
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stration, besonders aus finanziellem Ge biete so großartige Erfolge errungen, sehnn diese nach und nach Alle wieder zur republikanischen Partei zurück, und bis zur nächsten Präsidentenwahl wird diese Partei nahezu wieder ihre altgewohnte
e tärke erlangt haben. Ueber Zeitungen. Als bei Gelegenheit einer Versammlung der Versammlung der W. V- Preß Association vor einiger Zeit Herr Whitelam Reid, Redakteur der R. Y. Tribune" einen Vortrag über das Zeitungswesen hielt, sagte er unter anderem Folgendes : Wir werden keine größere Blätter haben, denn bereits sind dieselben zu groß für fleißige Leute, aber bessere Zeitungen werden wir bekommen. Die Stoffe wer den besser, kürzer und intereffanter btav beitet, besser gewählt und gesichtet werden, um das zu bringen, was das Volk wissen will und wiffen sollte. Beurtheilung, was da wichtig, und Fähigkeit, es gut vorzu tragen, werden in Zukunft die Aug n merke des höchsten journalistischen Strebens sein. Früher kostete das weißePapier am meisten, jetzt sind die Neuigkeiten das Theuerste, in der Zukunft, das hoffen wir, wird es daS Hirn sein." Diese Worte sind gewiß der Beachtung werth. Bis jetzt haben wir freilich noch nicht bemerkt, daß bei dem Publikum die Sucht nach großen Zeitungen, im Abnehmen begriffen ist. Im Gegentheil, immer hört man die Leute sagen, die Zeitung ist mir zu klein, oder, die Zeitung ist ganz nach meinem Geschmack und berichtet alles Wissenswerthe, aber wenn sie nicht bald vergrößert wird, werde ich sie doch aufge den. Es ist den Leuten imAllgemeinen sehr wenig daran gelegen, ob eineZeitung wirk lich Gutes bringt oder nicht, groß muß dieselbe sein. Daher kommt es, daß so viele Zeitungen dem Geschmäcke der meisten Leser zufolge, zwar groß sind, aber wehe, wenn man sie öffnet und dann den breite getretenen Quatsch, womit jene Spalten ausgefüllt sind, lesen muß. Alles ist in die Länge gezogen, und längst veraltete Geschichten werden wieder neu aufgewärmt und dem leichtgläubigen Publikum als frische Speise" aufgetischt. So verfehlt natürlich eine Zeitung ihren eigentlichen Zweck, denn der Leser verttö delt zwar sehr viel Zeit bis er damit zu Ende ist, aber wenn er sie . gelesen hat. weiß er meistentheils nicht mehr wie zuvor. Darum sollte das Publikum lieber mit einer kleinen Zeitung, die stets guteArtikel, überhaupt werthvollen Lesestoff enthält. verlieb nehmen und es wird dabei bester fahren, als wenn es das viele Papier mit dem geringen Inhalt vorzieht. ,Die Herren Jungen. Todesfälle, herbeigeführt durch den Muthwillen und die Zuchtlosigkeit von Jungen sind neuerdings wieder allzu häufig. Die N. B. B. Z." erzählt : In der zehnten Ward wurden an einem Tage zwei kleine Mädchen lebensgefährlich verbrannt, angeblich durch Streichhölzer, welche ein Junge an lhre Mider gebracht hatte. In Jcrsey'City wurde ein Knabe' erschoffen von drei Jungen, welche trotz aller Warnungen ein Gewehr in der Richtung nach ihm hin abfeuerten. Die Polizei kommt zu dergleichen Vorfällen in der Regel zu spät und kein langer Weg entschuldigt ihr Säumen." Die Herren Jungen" müssen ja zu freien Bürgern rich heranzu bilden Spielraum haben. Ander Anti'Temperenj'Demonstration in Rewark betheiligten sich am letzten Montag nicht weniger als 20,000 Perso nen. Es war eine der arokarhaiten Volksdemonstrationen, welche je stattfan den. Die Häuser Newarks waren mit Flag gen, Transparanten, Inschriften und Blumenkränzen geziert, alleStraßen waren belebt, denn die ganze Bevölkerung der Stadt war auf den Beinen. Ein Pracht voller Zug bewegte sich durch die Straßen, dem sich eine endlose Reihe dekorirter Wagen anschloß. Dai eigentliche Jeg wurde im Union Park abgehalten, bei welcher Gelegenheit sehr viele Redner sprachen, die das Volk aufforderten, sich gegen das Mucker und Temperenzwesen aufzulehnen und dabei alle Differenzen bei Seite zu setzen. j Auch gegen die politischen Parteien wurde gehörig loSgezogey und geltend ge macht, daß keine derselben den männlichen Muth besitze, gegen den Temperenz- und Heuchler-Unfug Front zu machen. Nach den Reden wurden zwei Serien Resolutio
nen verlesen und angenommen, welche in dem ausgesprochenen Sinne abgefaßt waren. Mit Annahme der Resolutionen batte das Gerede ein Ende und es widmete sich Alles dem Festgetriebe. Unterdessen versammelten sich auch die Temperenzleute in.ihrem Lokal und beteten für die sündigen Menschenkinder, die nun einmal das Biertrinken nicht lassen fönnen. Bei der ganzen Geschickte machten die Brauer und Wirthe die fröhlichsten Gesichter, denn der Bierverkaus wollte gar kein Ende nehmen.
Die Kirchenfrage auf Coney Island macht immer noch von sich reden und es unterliegt fast keinem Zweifel, daß im nächsten Sommer neben den Schaubuden, Carussels, den Lustballons der Orche stermusik und den anderen Vergnügungen und Belustigungen auch einige Kirchlein die Badeinsel schmücken werden. Ob die Bethäuser auch ebenso bedeutenden Zuström haben, bleibt freilich eine offene Frage, das Murmeln' oder Brausen der Mcereswogen wird wohl mehrAnziehungs kraft auf die Mehrzahl der Besucher ausüben, als eine lange Predigt und die Orchestermusik wird mehr Genuß verschaf fen, als daS einförmige Getön einer Kir chenorgel. Die weltlich gesinnten Men schenmaffen werden an demKirchlein gleichgültig vorbei spielen und diese denen überlasten, welche auch im Genuß der Freuden der Natur sich dumpser Bethäuser nicht entrathen können. Sicher ist, daß die künftigen Kirchlein auf Coney Island seinen Schaden anrichten werden. Die kurze Unterbrechung in der Reihe der Betrügereien inMaffachusetts ist durch einen neuen Vorfall wieder ausgefüllt. Diesmal war es aber nicht Fall River, sondern die Hauptstadt Boston, wo einem höchst achtbaren Betrüger" die MaSke vom Gesicht geriffen wurde. Er war längere Zeit der fromme Verwalter der Caffe einer Missionsgesellschaft für Bekehrung vaterländischer Heiden. Diese würdige Gesellschaft hatte der fromme Herr zum Opfer für seine Unregelmäßig feiten ausersehen, deren Gelder zu seinem Nutzen verwendet und nachweislich damit sofort begonnen, als er die Stellung über nahm. 2060,000 sollen fehlen, die in des Betrügers Tasche glitten, statt zur Bekehrung armer Heiden verwandt zu werden. Der Schulrath von Cincinnati ist jedenfalls eine in der Erziehungsmethode weit vorgeschrittene (?) Körperschaft. In seiner letzten Sitzung am Montag brachte .ein Dr. Massey, Präsident des Rathes, wie die Ein. Fr, Pr berichtet, die Reso lution ein : Daß eine Regel geschaffen werde, welche bestimmt, auf welchem Kör perthei! das Kind in der Schule gezüchtigt werden darf." Die Resolution wurde an das Comite sürGesundheitslehre vermiesen. Aber Herr Doktor, warum haben Sie die Resolution nicht gleich mit Ihrem Gut achten begleitet, dann hätte der Einführung Ihrer neuesten Erziehungsmethode ja gar nichts mehr im Wege gestanden? (Erziehungsblätter sind ersucht, hicvon Notiz zu nehmen.) Die russische Regierung greift in ihrer Geldnoth zu einem verzweifelten Mittel. Sie will sämmtliches Klostervermögen ein ziehen (man gibt dem Dinge allerdings einen bester klingenden Namen) und den Mönchen oder fflöstern eine Penston zahlen. Dadurch gewinnt sie an goldenen und silbernenGefäßen ein-bis zweihundert Millionen Dollars und vernichtet für etwa ebensoviel Schuldscheine, welche die Klö ster behufs deö türkischen Krieges u. s. w. dem Governement haben abkaufen müssen. An diesem Felsen durfte die Loyalität der russischen Geistlichkeit scheitern. In Trenton, N. J., schreibt ein Wech selblatt, erscheint seit einiger Zeit ein neues Blatt, das Staats Journal". In die sem finden wir folgende Ueberschrist über der betreffenden Colonne : V ermisch t es (durch die Scheere gesammelt.) Da haben wir also eine Scheere vor uns, die im Stande ist, eine Arbeit zu besorgen, welche bisher von einem Redak teur eines Blattes gethan werden mußte. Will uns unser geschätzter College vom StatS Journal" in Trenton nicht mit theilen, in welcher Fabrik man solche geschickteScheeren kaufen, kann? Wir möchten uns gerne eine solche anschaffen, i Der internationale, medizinische Kongreß wurde vom 713 September in Amsterdam abgehalten.
C, F.
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Bier - B
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ie berühmteste und besteingerichtetste Brauerei 'm Staate. Mein Lagerbier und "Invifforatinj? Malt-Extract Bottle Beer ist vor allem anderen als
oorzugllch anerkannt. Austräge zum Verschiffen von Lagerbier auf allen Eisenbahn Lmien werden prompt erfüllt.
Das Chicagoer Trinkwaster. Die Chicago Times" hat es stch zur Aufgabe gemacht, den Ursachen des schlechten Gc sundheitszustandes der Stadt nachzusor schen. Sie findet dieselben hauptsächlich, in der schlechten Anlage der Abzugscanäle in Folge davon die Luft in den Häusern mit tödtlichen Gasen vergiftet wird, und in Folge der schlechten Beschaffenheit des TrinkwafferS. Daffelbe wird bekanntlich dem See entnommen, welchem nach einer ungefähren Berechnung allwöchentlich zehn Tausend Tonnen Unrath zugeführt wird. Die Times" vom letzten Sonntag.brachte zwei Abbildungen, welche zeigen, wie sich Chicagoer Wasser unter dem Vergröße rungsglase ausnimmt. Dasselbe sict aus wie eine Menagerie mlcroskopischer Ungeheuer, und ist geeignet, selbst dem eifrigstenWasserapostel einenAbscheu gegen sein Lieblingsqetränk beizubringen. Amerikaner, welche nach Rußland reisen wollen, müsten Pässe haben, welche vom russischen Gesandten in Washington nach persönliche: Vorstellung ausgegeben werden. Es werden sich aber jetzt nicht viele Amerikaner nack Rußland sehnen. Der Spraguc-scandal wird dadurch wieder aufgewärmt, daß Frau Sprague mit ihren drei Kindern auf und davon ist. Bis jetzt weiß Niemand Auskunft darüber zu geben. Wir glauben nicht, daß dies schon der letzte Akt jenes Schauspiels ist, Ja England wurden im letzten Dier: teljahr um 50 Prozent mehr Selbstmorde verübt, als sonst in derselben Zeit. Man mißt dem miserablen Wetter die Schuld zu. In Newport, R. I. betheiligten sich am Samstage an einer Fuchsjagd nicht weniger als 9 Damcn, deren eine wegen ihres vorzüglichen Reitens mit einem Damensattel beschenkt wurde. Fannie Janauschek ist mit den Ein cinnatiern nicht zufrieden. Sie huldigen ihr nicht genug. Lobend spricht ste sich über das Publikum von Chicago, Boston und New Bnrk aus. Sieben Mörder erwarten im Gesäng niste zu St. Louis ihrSchickial, von denen Jeder eine. Einer aber 2 Frauen umge brungenhat. Auch das noch ! In der Gegend von Szegedin, (Ungarn) hat man ein schwaches Erdbeben verspürt. In St. Louis, Mo., sind am ersten September alle Spielhäuser, Lotto Buden zc. geschloffen worden. Ueber 12,000 Einwanderer landeten wahrend des Monats August im New Porker Hasen. Die Besitzer der großen Hotels auf Coney Island, N. Y. sollen während die ser'Saison einenNetto.Profit von 150.000 erzielt haben. "Die Frau des Dichters Heinrich Laube starb vor Kurzem in Wien. Durch eine Zurechtweisung, die wir neulich dem Buffalo Republikaner" zu Theil werden ließen, gaben wir Anlaß zu einer grimmigen Zeitungsfehde zwischen jenem und dem Phil. Tgbl." DaS Letz tere stimmte nämlich unserer Ansicht bei und belegte den B. R." noch nebenbei mit einigen nicht sehr schmeichelhaften Bezeichnungen. DieS veranlaßte wieder eine Erwiederung von jener Seite und so ging eö eine Zeit lang fort. Wir waren also die unschuldige Ursache eineS Krieges bei'dem die Worte nicht erst auf die Wagschale gelegt wurden.
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tnmu 5 SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. C. F. Schmidt. Eine Hundewohlthat. Maulkörbe mit beweglichem Unterkiefer" ist die neueste Erfindung für die Hundewelt. Eine Chemnitzer Firma ist die Erfinderin, ste hat sich darauf ein Patent Zur da? ganze deutsche Reich ertheilen lasten. DieMaulkörbe sind so construirt, daß der untere Theil derselben jich bewegt, sobald der Hund das Maul öffnet, ohne jedoch das letztere bloszulegen. So kann der Hund bequem athmen, gähnen, bei großer An ; strengung die Zunge heraushängen lasten. saufen, ja sogar fressen, wenn ihm EtwaS hingehalten wird; er kann jedoch nicht beißen und nicht stehlen, da er Nichts selbstständig aufgreifen kqnn. Das LooS des armen, in seiner persönlichen Freiheit Beschränkten wird also dadurch wesentlich erleichtert, während er' doch zugleich ver hindert wird, seiner Mitwelt lästiger als bisher zu fallen, und haben die Herren Hunde mithin allen Grund, dem Erfinder dankbar zu sein. Der Maulkorb, den man dem deutschen Reichstag zu verabreichen gedacht, enthielt solche Erleichterungen nicht. Die Convention der New Porker Demokraten hat die schon längst bestehenden Feindschaft zwischen den Tam-many-und Anti-Tammany'Demokraten zur vollständigen Spaltung zugespitzt. Die regulären Demokraten stellten den bisherigen GouverneurRobinson als Candidaten für Wiederwahl auf. Damit waren die Tammanyiten unzusrieden, sie revoltirten verließen die Convention und nominirten John Kelly. Die Folge die ser Spaltung wird unzweiselhaft die Er wählung des republikanischen Kandidaten sein. Moral: Wenn sich die Diebe zanken, kommt der ehrliche Mann zu seinem Gelde. Von 1864 bis zum 7. August 1879 sind-. im Schatzamt zu Washington- 2650 Mil lionen Dollars Papiergeld (welches, weil m fehr abgenutzt, aus dem Verkehr gezo gen und durch neues ersetzt worden war) verbrannt worden. Am 18. August wurde in Berlin ein allgemeiner, deutscher Schneider-Cöngreß nbgehalten, wozu sich viele .Schneiderlein einsanden. Am 21. September wird Gen. Grant in San. Francisco, Cal., erwartet. Er will, wie es heißt unmittelbar nach seiner Ankunft die Erklärung abgeben, daß er nicht geneigt sei, abermals als Candidat für das Präsidentenamt der Ver. Staaten aufzutreten. Das glaubt gewiß kein Mensch! Frl. Lina Tettendorn debütirte auf der englischen Bühne in St. Louiö und hat dort sehr gut gefallen. Sie hat sich das Milchmädchen von Schöneberg" übersetzen lasten. In Iowa haben die Brauer, Wirthe und Liquorhändler einen Staats-Convent gehalten und sich fest organisirt, um zu erwirken, daß nur liberale" Männer ohne Unterschied der Partei in die StaatSgefitzgebung gewählt werden. . Frau Gallmeyer, die falsche Pepi" hat sich ander besonnen, sie will nicht r.:ch Amerika kommen. - (1 i In Waco in Texaö ließ ein Steuer h einnehme? 300 Fäfffr mit unversteuertem Whiskey in einen Bach auögießen. Der Ceremonie wohnten viele Leute bei, und als das edle Naß strömte, sprangen die Männer kurz entschloffen in's Wager und soffen sich von dem Stoff einen kannibali schen Rausch an.
