Indiana Tribüne, Volume 2, Number 4, Indianapolis, Marion County, 6 September 1879 — Page 1
' f'i ff ' tK- '!;: 1 t, A T i Jahrgang 2 Wo. 4. Ofsiee : SSe Girclc u. Merldkan-Strasze. Lausende No. 56. ZndianapoNs, Zndiana, Samstag, den 6. Septemöer 1879.
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HADISON ATENÜE, Inlianapolis, Ind., Brauer von Lager- und des rühmlichst be mnten Tafel-JierS.
Weh der Wahrheit: Sonett. Von Maximilian Buchbinder. Die Wahrheil wird an's Kreuz geschlagen. Die Lüge triumphitt, Die Tugend muk sich immer Plagen, Das Laster stolz regirrt; Die Weisen über Slend klage. Der G.ldsack dominirt. Die Narren dürfen Vlle wagen. Verlacht der ttlnge trird. So haben wir es stets erfahren! Um Wahrheit litt den Tod Schon Chlistus vor zweikausend Jahre; . Und ss wird Slend, Noth, Verachtung, Schimpf und Kolh Lch künftig sei der Lohn det Wahren ! Uebermäßkge Gehälter. Cftt hrtn Sr I?tn W(sr1r Qnt&1htr
V IW Wt. WV ftV W . W Vt M . ausgehende und geführte Untersuchung ? der. inneren Verhältnisse der Erie Bahn, k gibt einen werthvollen Beitrag zurSetten
geschichte der amerikanischen Eisenbahn Verwaltungen. Dab es faul mit densel ben aussieht und daß aus den Taschen der , Aktionäre. Passagier und Güterversender gelockte Geld auf unerhört unverantwort liche Weise verschleudert und von den big bugs für ihren eigenen Gebrauch ver wendet wird, ist längst bekannt und schon manche Stimme hat sich dagegen erhoben und sich, wenn auch bisher vergeblich, abgemüht, eine Besserung herbeizuführen; aber solche Ziffern, wie sie von Jewett dem Präsidenten selbst mit größter Kälblütig keit als ganz legitim und selbstverständlich dem Comite vorgelegt wurden, sind doch im großen Publikum noch nicht bekannt genug. Man hat sich schon in vielen Ländern überdie hohenGehälter der erstenStaatsbe- ' amten beklagt und besonders in Frankreich wurde unter Napoleon III. mit der grölen Entrüstung gegen die schamlosi Nnhausung von Gehältern gepredigt, indem B. Troplong, der Präsident des Senat?, auf sechs verschiedeneTitel hin an 200,000 Frc. jährlich bezog. Doch ist das nichts gegen die Unsummcn.velche ihre Majestäten, die amerikanischen Eisenbahn könige, als sixeS Gehalt beziehen, gar nicht zu rechnen die ungeheuren Summen, wel che sie durch Spekulation mit den Aktien, ' und auf alle mögliche sonstige Art mmaÜen"I In den lebten drei Jahren, vom August 1874 bis September 1877 . er. hielt Herr Jewett laut eines von ihm selbst anerkannten Berichtes die folgenden Sum -men :'
f IL74 August., ..$n,5"oeo
September 8,50u00 , Eeptettber 500 09 IL7 Nai ... .. S,,5 3
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i ja neuen.Cinrichtungen. Selember 3,500 00 Okber 3,000 00 Okiber... 2,0C0 00 5!ctmbet , 4,000 00 1877 Jui 5,( 00 00 Jllä 5,160 00 Setember 15.000 00 sS4,49Z 33 Aukedem erhielt er vom 10. Oktober 1874 br zum 10. .April 1?77 in fünfmali gen Ab ahlungen ce $25,000, also zusammen $15,000, was zl den obigen Z94 493.33 pinzugerechnet, die Summe von N19.49i.33 ergiebt. Dividiren wir diese Ziffern liun durch drei, so finden wir, dab Jewett 73.154 und einen kleinen Bruch theil ödr den Dollar zu fünf Franken ge rechnet 65,820 Frs. Gehalt bezog. Sebrwabrsckieinlicb aber sind diese 3if w www - w 1 " - - fern dlrchaus noch nicht der Wahrheit entsprejend, indem der aufmerksame Leser entdecktdaben wird, wie unreaelmäkia die Auszatungen stattfanden so zwar, dab aus vaeJayr iotö gar rein Jlem saut. Uns 'ürde Jcwett vielleicht ausObigS antwor n, daß er diese riesigen Summen nicht riir als Präsident, sondern auch als Masten Walter erhielt und daß dieselben im Bereich zu dem, was andere Präsi denten md Mastenverwalter beanspruchten ohne da daS Gericht eS ihnen verweigerte noch ik bescheiden seien,allein daß ist nur um so slehr Beweis dafür, wie verdammungSürdig daS System ist. Und au berdeci'.st es doch auch zum mindesten fon 'detbar,dab man den Präsidenten einer Bahn cuch zugleich Massenverwalter sei läßt, iniem eine . solche Anhäufung von Aemter! und Gewalten in einer Person dieselbe geradezu auf die Bahn des gröb sten MibrauchS treibt. Möglicher Weise könnte r.an auch, sagen, daß Jewett'S au berord'ealicheS GeschSftStalent ein derar tlgeS Äquivalent verdiene. Dagegen aber spricht hi einfache Argument, dab die geschäftliQn Verhältniste der Bahn sehr traurig lnd und die Untersuchung seitens des LeZlaturcomiteS benöthigen. JedenfallSvürden die Aktionäre einen völlig ebenso e tenGeschäftsnann für den zehn. ten The deS so leichtfertig fortgeworfenen Geldes äfunden haben. ver Nikaragua Kanal. DaS erikanifche Projekt deS Nicara gua ttaulS war, wie man jetzt erfShrt.be' reitS v c'r den Pariser Kanal. Congreste ein völlii fertiges. Ein Haupmeck deS Grant'sicn Aufenthaltes in Europa, soll die Sonlrung der dortigen Regierungen und ttaptalisten zu diesemBehufe gewesen sein. As Orant'S Jugendfreund) Admi. ral Aamn, in Paris seine'Pläne scheitern sah, b!i:ter nicht unthätig. Er setzte dem
- Compagnie" zu übernehmen. Grant soll hierauf dem Admiral telegraphisch Ich villige ein (l appnive)" ge antwortet haben. WaS die Compagnie" anbetrifft, so ist Herr Amen auch in die ser Beziehung nicht mübig gewesen. Er behauptet, daß er die bedmtensten Kapitalisten der Ber. Staaten und Europa'S für seinen Plan gewonnen habe und. dab zuqleich überall die Ansicht immer mehr Glauben gewinne. daS Lestep'sche Kanal Projekt sei eineChimäre. In ledtererßinficht ist wenigstens zu sagen, dab er durch die nothwendigen ungeheuern Durchstiche und vielleicht unmöglichen Tunnelbauten seh" kostspielig werden müßte. Die Nikaragua Route ist. trotz ihren vielen Sleusen, viel billiger, würde also den Schiffen keinen so hohen Paffagkpreis auferlegen. Die Länge der Durchfahrt würde 1) Tag betragen nicht 4 Tage, wie von auS Paris verbreitet wurde, da jede Schleuse 11 Minuten (nicht 2 Stunden) beanspruckt. ; Nack diesen Mittheilungen fallt aus den neulich aemnoete wmmtt des Herrn von . Lesteps ein ganz, neues Licht. ; -;. . - AuS Schmalkalder, hebt dem Thü ringer Hausfreund- folgende Notiz zu: Wie scknell die ReaktionFortschritte macht. ist aus den Verfügungen zu ersehen, welche entweder aus der Großmutter ihremHandlörbchen bervorgesucht odr neu erlösten werden. Wir haben vor Kurzem zu berichten gehabt, daß jetzt mit aller Strenge darauf geachtet wird, daß vor 12 Ukr Sonntag Bormittaas kein Frühschoppen getrunken werde ! Diese Anordnung bat schon viel Schütteln des Kovses verursacht, aber eS ist für eine solche Verordrung noch viel schlimmer, wenn darüber gelackt und sie doch umgangen wird.- Jeder Fremde sagt sich, daß es geradezu spaßhaft ist, dak im Jahre des Heils 1879 dem rndigen Bürger verboten werden soll, am Sonn tag Vormittag zur blliebigen Stunde ei nen erfrischenden Trunk zu sich zu net men es ist dies eine Bevormundung, welche jeden Fremden unwillkü'lich zum Lachen reizt. Und nun noch die neueste Verord nung.' wonach gewohnbeitsmäßige Trinker in keiner Wirthschaft mehr geduldet wer den sollen. Wer ist gewohnheitsmäßiger Trinker? Die wirklichen Säufer werden wohl in keiner Wirthschaft geduldet, schon ihreS gewöhnlich sehr brutalen ' AuftrrtenS wegen, aber wo, ist die Grenze? Schreiber dieses ist gewohnheitsmäßiger Trinker, denn seit Jahren hat er sich daran gewöhnt, seine paar Scköppcken u leeren, und ist ihm das zu einem Bedürf niß und zu einer Gewohnheit geworden. Wir sind begierig, ob nun nicht die alten Herren", welche ein und alle Tage ihren Frühschoppen zu sich nehmen und dann ebenfalls gewohnheitsmäßig AbendS ihre Vt, 2 auch 3 Schoppen Gerstensaft hinter die Binde gießen, auf dieListe der gewöhn heitSmäbißen Trinker kommen und den RestauratronSbesttzern aufgegeben wird, denselben nichts mehr zu verabreichen. Es scheint, als ob nun auch wieder daS Rauchen auf offener Straße verboten wird und daß ohne polizeiliche Erlaubniß Nie mand während deS Gottesdienstes einen Spaziergang unternehmen darf. Dann bricht das aoldne Zeitalter an ! Man ersieht aus Obigem, daß auch in dem großen, einigen Deutschland, die Möglichkeit der Temverenzgesetze nicht ausgeschlossen ist. Wundern darf uns das durchaus nicht, denn Deutschland hat in der letzten Zeit zur Genüge bewiesen, daß eS auck nötigenfalls schon dafür reis ist. Und das nennt man das Land der Denker, der Cultur und des Fortschritt! Germania Garten. Großes Honcerj von . ' Beißeuherz OrHesier und Xilitc3i-H:apollo an Sonntag, 7. September. eintritt: Herren 15 Cents. Damen 10 CentS. Kmder frei. v-fng rrleiiSUhr. brist. ?. Oteln.
General sofort brieflich die Sachlage aus einander und bestürmte ihn, daSPräsidium einer zu bildenden Äicaragua Kanal
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Decker Bros.j mm und Fischer p IttllUOi verbunden mit tywlMmmm vkranstaUkt vom Judpls. Soc. Turnlicrcin unter Mitwirkung der Vereine von Louisvisse, Acro Aköany, ßoansrisse, Ferre Kante und Aafayette abgehalten am Sonntag, 7. Sl'MlNöcr. in Knarzers Grove. Programm: Sonntag Morgens xfang derGste in derTurnhalle. jvhrdfahr. nach d.m estlahe. 5 Uhr ;r,isturnen. j 1. Hoch und Weiterung. 2. Xtt. . . 3. Semichtklemmen. 4. Xtfct 1 ut. 5. Serwerfen. 6. ßcttiauf itx Alten, toofilr in LuKerge Ähnlicher Prei auge,etzt ist. Tanz und volkssplete. S-vreßmageu sabren Morgens von 10. bi 2 Nhr Nacbmmag von d r Turnhalle uno U. Heddelich's Avlksga ti nach dem Fstvlatze ad. Zu zahlreichem Besuche lave ikb'nft in Das Comite. WVKes kuk ZUM Besten von Gonraö Tinöen's deutsch -englischer Schule, Morgen Sonntcg,dcn 7.Scptcmbcr in lZimder's Qroje, Vzpreßvagen fahren von der Mozart Halle und von der Ecke Meridian und McCar h Str. ab. Für strikte Ordnung ist bestens gesorgt. Ein Tanzboden befinde Nck auf dem Grund. Große Montag, den S.September werde ich einen ans da Vefte eingerichteten No.37 Nord Alabama St. mit einem delikaten IM M H eroffnen, dozn Freunde und Bekannte, sod'e daö Publikum freundlichst eingeladen sind. Vchtungsvoll Ztileob Goö, S7 Nord Alabama Str. Wiedereröffnung
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Jndpls Soc. Turnvereins am Montag, den 15. September unter Leitung dei Turnlehrers Lugo Wanher. Die näheren Jedingungen Verben später besannt gemacht. Anmeldungen beiden entgegengenommen M C. Q o n n e g u t, C. Hedderich, I. lrarle. H. Lieber & Ca., Naas & Niemever. ii
BARGAOS ! !
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DH.WöllöwlnKGo., 22 Nord Pennsylvania Str.
GVYssMNMA von neuen HerbSt'Uleiilcr' Stoßen ! Wir laben zetzt auf uns'ren Tiscben vollstänUge Linien von neuen leidelstossen.ein'chlieilich der neue sie Plrisez Novi üten in Brcades, Uheille u. V.uch ür EombmalionS-Anz'-'ge. Nkue Farben in Eergks Di-gonale, Aame.lhaar.Tuch, Mummy Tuch. Eash -ee D beges, alle neue Echanirungen in iranjösische Easymereg j XUtt Preisen. Speciell: VO 6s ül französische E ishmerkS. neue Sattiruna und voüt Bre,t, O Ce t ptr$)ixb, Di f Wa sind jetzt im Wbolesale mehr werth. Novitäten in PlnidS. Plaid Eafhver,. Vlah S.rgeS. Platd BatClothZ, Neue VlaiH für CircularS. (Yroße BargainS in Einheimischen Kleiderstoffen ! (Sitte Povlin Alxae Cent. Novel'y Mi?ure VX, ue Broealk V, S'lk Äilture 7. lHai(c von neuen Waaren von 5 lv& r. ver Izr. . . Größtes Laaer im Staate zu den Niedrigste n Preisen. I.. 8. AYRES & 0., 33, 35 & 37 West Washington-Straße Indianapolis, Ind. Zur , $cf. Notiz ! ; ' Freunden und Bekannten und dem Pub!i?u im Allgemeinen zur gef. Notiz, daß ich in No. 189 Süd Jllinoisstraße, (südlich vom Jll'noiS Hause,) einen anf's Bestc eingerichteten , Gier-und Wein-Saloon eröffnet habe und lade ich mrineBekannten, kodit dasPublikam freundlich't ein beimirvorzusprech Achtungtvoll LouiS Sommer. Zwölftes ZsVssS-FeV des Allgemeinen Deutsch-5Arotestant!schen Waisen - Vereins ! am Sonntag, 14. SeMr. '79 ? auf dem I Waisenhaus Grunde. Für Redner, 0rfrifchungen und Unterhaltnugen überhaupt, ist refteni geforgt.- , Die Prozession wird Morgens 9 Nhr die z:rt Halle verlassen. A V.MSMS! hierdurch die ergebene Vnege, daß ich niete Office und Qoynungin mein neues Ce taude C2o. 220 OstWasbington Ot. knl.t habe. ' ; 3Dr. W, Benlie.. ?rr tZnge SpSth, früher Upothek in Stuttgart und Canstat vird im Laufe der r.lLZzn Q,be ee Upotheke in demfettm CttZzU offnen.
