Indiana Tribüne, Volume 2, Number 3, Indianapolis, Marion County, 30 August 1879 — Page 1

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Jahrgang 2 No. 3. Lausende No. 55. Zndw::apoNs, ZndiaW

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MeöSV MeSM m. Gs.p MÄDISON 1VENUE, Indianapolis, Ind., Brauer von Lager- und des rühmlichst. bekannten Tafel-BierS.

Wenn Du zwei müde Äugen siehst. Wenn Du zwei müde Augrn siehst, Die sich im Schlummer schlösse zu, An ihnen Du darüber ziehst. Dann schreite sacht, dann schreite sacht. Damit der Schiäser nicht erwacht O stör' ihm nicht die Ruh'. " Dann rede Ieip, dann rcde leis', Denn Schlaf ist süfr und kurz. sein Glück, Der Kampf umi'S Leben schwer wer weiß. Ob nicht erschöpft hat eingewiegt, Ihn, der im tiefen Schlaf dort l egt, Der Kampf mit dem Zeschick. O laß ihn schlafen, !aß ihn nur. Vielleicht derschläft er großes Leid, O dämpfe Deines Fußes Spur, O gönne ihm den Lethetrank, Nach dem die müde Seele rang, Den Trank: .Vergessenheit. Vielleicht er einst es Dir gedenkt, Wenn von de Lebens Stürmen Du Ermattet bist und Schlaf sich senkt Auf Deine Lider, sieberheiß D'rum schreite sacht, d'rum rede leis, Stör' keine Schläfers Ruh'. Eine Rede Victor Hugo'S. . Zum Besten des Arbeiterkongresses, wel. cher nächsten Monat in Marseille abgehal ten werden soll, veranstalteten Victor Hu go und Louis Blanc im . Chatau d'GEue Theater eine trotz der herrschenden Hitze ziemlich stark besuchte Versammlung. Vic tor Hugo eröffnete dieselbe mit folgender Rede: .. Das Menschengeschlecht hat seit vier Jahrhunderten keinen Schritt gethan, der nicht tiese Spuren zurückgelassen hätte. Wir treten in die großenJahrhunderte ein. Das sechzehnteJahrhundert war dasJah? hundert der Maler, das siebzehnte das Jahrhundert der Schriftsteller, das acht zehnte das Jahrhundert der Philosophen, das neunzehnte das Jahrhundert der Apofiel und Propheten. Um für daö neunzehnte Jahrhundert zu genügen, muß man Maler wie im sechzehnten, Schriftsteller wie im siebzehnten, Philosoph wie im achtzehnten Jahrhundert sein und überdieß noch, wie Louis Blanc die religiöse Liebe zur Menschheit im Herzen tragen, welche den Apostelberus gibt und den sicheren Blick in die Zukunft verleiht. Im zwanzigsten Jahrhundert wird der Krieg todt, daö Schaffst todt, der Hab todt, das Königthum todt, die Grenze todt, die Dogmen todt sein, der Mensch wird le, ben, über Allem wird ein großes Vater land stehen, die ganze Erde, und eine gro ße Hoffnung, de? ganze Himmel. Begrü ßen wir es, dieses schöne zwanzigste Jahr hundert, welches unsereKinder besitzen wird

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? r'euen Einrichtungen. . "r:--x iY 3.zsund unsere Kinder besitzen werden ! " Die einzige Frage in dieser Stunde ist die Ar beit. Die politische tzrage ist gelöst, die Republik ist fertig und nichts wird sie wie der umstürzen. Die soziale Frage erüb rlgt. sie ist furchtbar aber sie ist einfach : eist.die Frage.Derjenigen, welche haben, und Derjenigen, welche nicht haben. Der letztere Begriff muß wegfallen. , Dazu genügt die Arbeit. Man denke nur'nach! Der Mensch ist vor Allem der Beherrscher der Erde. Wollt Ihr einen Isthmus durchstechen : Ihr habt Leffeps. WolltJhr ein. Meer schaffen: Ihr habt Roudaire. Ihr habt z. B. ein Volk und eine Welt. Das Volk ist besitzlos, die Welt ist verödet, gebt die eine dem andern undihr macht Beide ..glücklich.- Setzk die Welt durch aroße. Dinge, die keine Kriege sind in . Elstaullen! - Gilt es etwa, diese Welt zu erobern.? Nein. Sie. gehört Euch, sie gehört. der Civilisation, . sie , war tet auf dieselbe. Niemand kann sie.Euch streitig machen. -Gehet hin, handelt. schreitet fort, pflanzt, an ! . Ihr braucht ein Meer : schafft es ; ein Meer schafft ei ne Schifffahrt,' eine Schifffahrt schafft Städte. Wer ; ein Feld haben will dem sagt: nimm es, der .Boden ist Dein,.be baue ihn ! Diese Ebenen sind, herrlich, sie verdienen französisch zusein, nachdem sie römisch gewesen sind. . DieBarbarei such te sie noch einmal heim u.nd dann dieWild niß; verjagt-sie ! Gebt Afrika Europa wieder und vereinigt aus's Neue zu ge meinsamem Leben' die vier Muttervölkix Giechenland,Jtalien,' Spanten undFrank reich ! - ' -' ' Macht das Mittelmeer noch einmal zum Mittelpunkt der Geschichte ! Fügt zu den vier verbrüderten Völkern das große Eng land, knüpft - Shakespeare an' Homer Macht Euch auf Widerstand gefaßt Sölö unermeßliche Thaten, durchstochene Landengen, neu beschaffenes Meer, ein be wöZnbares Afrika, erregen im Anfange Spott und Gelächter. Das war zu er warten. Das ist die erst". Prüfung -'Und manchmal täuschen sich Diejenigen))le sich am'kenigsten.täuschen sollten gerade, am meisten. Vor5,Jzhren erklärte ein her vorragender Mannvon der Tribüne der ' . - c . rwr f .'i ' ' Vexuilrienlammer, vle tlenvaynen wa ren ein Kinderspiel,' allenfalls gut Zwischen ParZ und -St. Germain. . Ebi . anderer angesehener Mann, der in der Wiffen r r . c V a - r' crTV -r: 1 cti. f-- . ' c- ' t u)ai ou QtoBK.üüti lugrir, Vcrr POUll Ui, -'tchouptcte, bercIcfttifsic-äe?cgrQp& wäre eme Unterhaltung für Rarltätenka Uz:tt . ..iu.'V ': L Oiese Spielzeuge haben die Welt umge a.-.delt. Vertrauen wir also! 'Fühlen wir (ins in . der Geschichte als Bürger, in der Brüderlichkeit als Menschen und in der Fr:i!it als Güster ! Lieben wir, die uns

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ieben und die un) nicht-Neben! Sr chen

wir das .Guje fur Jlle,Wie sich - dann Alles änders'gestalttt ! Das Wahre enthüllt sich, dasSchöne strahlt, das Große euchtet. .Die Welterscheint uns wie im Festgewanbe.' Das.obersleGesetz vollzieht sich.' Ueber Allem erglänzt das seltsame Wort : Gott, .so' 'geheimnißvoll, daß es Alles in sich ' aufnehmen" kann, von der gräßlichsten Bejahung bis zur ehrlichsten Beneinung, von dem wilden Fanatiker bis zum rechtschaffensten Atheisten, und. wie das in Wolken getauchte, von Stürmen verschlungene, von nächtlichen Fluthen er oschene Gestirnenseitsewig am' Firma. mente steht ' " Bewahren d wir den Glauben, sage ich Euch. Die Dinge bestehen, die Kräfte fü. gen sich in einander,dieWesen schaaren sich zusammen ; ein Jedes thut seine. Pflicht, nichts istübirflüsstg. .:B!icken wir zu Bo den, sehen wir den Wurm im Grase krie chen; erheben wir. das Haupt, so sehen wir den Stern am Fimmel glänzen. Was thun sie? DaffcT.;.' Die Arbeit. Der Wurm arbeitet am Boden, der Stern ar beitet am Himmel, das Unendliche trennt sie und vereint sie. Alles 'ist unendlich. Wie sollte dieses Ersetz nicht auch das Ge setz des Menschen sein ? Auch er muß die allgemeine ttrast über sich ergehen 'laffen. und zwar doppelt, , leiblich und geistig. Sei.?e Hand formt, die Erde, seine Seele umfaßt den Himmel; er .ist, von' Staub, wie das Insekt, und vom Lande der Seli gen, wie der Stern.' Er arbeitet und er denkt. Die Arbeit ist das Leben, das Leben ist das Licht ! (Stürcnf er Beifall.) Louis Blanc hielt dann eineNj .Vortrag über Die französisch. d.evolutton und lhren Einfluß aufGZsienschafftsVesen. eueznJeLgen. ßcke Market und Novte Straße. Sdrlft- H. Stein Direktor. Jean Vaureis - Kegtss,ur. H. D. Beiienber, . . . . apellmelfter. Zum Schluß der Saison SonntW den 31. August. . ' 'Zum ersten Mal: - . Nit Nkner'USrdcrode, Dekoration & Chgr 5,Beciosa ! Schauspiel mit Gesang in 5 Akten von P.A.Wolf. Hintritt 25 tzents Kinder10 Lents. . Kaffenöffnung 7 Uhr. Anfang präcis 8 Uhr. ' .. l ' ' 'S. ' JCI DN'ge,hrte Theattr.Befzchern ,u? fälligen Nachricht, daß jch ,ur Beaufsichtiguna der Fuhrwerke eigend einen Privat.Polieeman angestellt h7ve. r Ede.'fall laufen Streck. EarS von allen Rich!u"gen bis zum Gärten. ' . . " '.'' y ' . ' j . . r MWY - -. ,, , 9 Angebote' für M n s i k zur State Fair wer den im Ackeraürath S.Zimmer bis . M i t t w o ch, den S. September, entgegengenommen. . ' -'"'Älex. Heron, See. - De-LAs ' -r- deS ' ConcorMal Tanzverews . ' - . in- . - eS vove, . 5?orgenSönntag, den 31 . August . Expreßwagen vom Germania Garten um 9 Uhr Vmitt2g, und 2 Uhr NachmittazS. Auf dem Platze ist jejt ein Tanzboden. , DaS Comite. sf Äplf

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Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich meine Office und Wohn u n g in mein neue) Ce bäude '. ' ' - ' ' No. 22O Ost Wasbingtou cZt. vctlegt habe.' ' :-5r. 7. Hqz-liq.- . " I"'. - - Herr ..(5 n g e n S p äth, früherer pot(eker in Stuttgart urS Canstabt dird irx Laufe der nächsten Q,.ö - eiRe Upothcke indes,l!en Gebäude eröV.:' . . . t . v- -: i - , ' - - ' - ' : . l . "

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Solche, die PianoZ oder Orgeln ,u kaufen wünschen, werden unseren Vorrath als wn größten der Stadt sowie des Staate finden, und zwar zu den niedrigsten Preisen, wenn Güte derselben in Betracht kommt.

Decker Bros, und Fischer Große ' ' 9 xo lkVUWWW Freunden' und Bekannten und dem geehrten Publikum im Allgemeinen ur gef. Notiznahme, daß ich meinen neu eingerichteten :- Mmn : ' nebst ' ' Mikkard -Kalke im Circlo Park Hotel am Samstag, den 39. August ' mit einem extra feinen Lunch eröffnen werde. . 7 Die Herren E. Kitz, A. Löbach und Ioe Omminger werden den ganzen Tag den Ae suchern ihre Aufwartunz machen mit den feinst 'N und besten Getränken, die zu haben sind. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein . (I Nhodil! Zwölftes Mhess-RW '. des , Sssgemeinen , Deutfch-Pryteftantifchen aistn - Vereins ! am Sonntag, 1. ScMr.'79 aufdem , ., Waiscnyaus HrundeFür Redner, Erfrischungen und Unterhaltun. gen überhaupt, ist bestens gesorgt. Die Prozession wird Morgens 9 Uhr die No. zart Halle Verlassen. . - . , ,. - S Jndpls Soc. Turnnmins am : ... VMontag,den13.September unter Leitung des Turnlehrers Kugo wantzer. Die näheren Bedingungen verden später be. kannt gemacht. , ' : ; ir. Anmeldungen werden entgegengenommen bei C. V o n n e g u t, C. H e d d e r i ch, I. K a r l e, H. Lieber S? Co. Maas & Kien eher. Grosieö VW verbunden mit ttftMf 'YCW veranstaUkt vom - - ; " Jndpls. Soc, Turnverein . unter Mitwirkung der Vereine von LoulSvMe, Nerv ' Arvany svMe, Fene Kaute und abgehalten am '.: , Sonntag, 7. Sil'tcc. 4 : ?.. i ' -V

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