Indiana Tribüne, Volume 1, Number 52, Indianapolis, Marion County, 9 August 1879 — Page 1
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Otto Schisscl, Heransgeber. Ofsiee : ESe Circle u. MertdiamStrasie. Jahrgang 1 No. 52 Indianapolis, Indiana, SaWag, den 9. August 1879.
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f$dw ßtemn MQ . , BIADIS0N 1YENUE, Indianapolis, Ind., . , ' Brauer von Lager- und des rühmlichst bekannten Tafel?'3iers.
Vom Himmel. Blicke glaubig auf zur Sonne , Und vertraue ihrcr Macht ! . Sei dem Lichte hingegeben Und dem wamen Liebesleben ! Trinke ton der Schöpfung Pracht. , Hoffe nichts vom St-rnenhimmel, Nichti vzn einem Leben dort! .. !Aämfi Du einmal an die Küste ' Jener ev'genWelteavüste, . Triebe Dich Verzweiflung fort. Nirgends fandest Du den Himmel, Wie ihn Deine Kirche malt. Neue Leben, neue Triebe, Doch kein Wesm Deiner Liere, -Und kein Eden gottbeftrahlt ! Schau nicht glaubig zu den Steraen, Sie sind kalt und ewig fern, Wa hilft ihr koketter Schimmer ? Treulos, falsch ist ihr Geffimmer, Nacht und Chaos ist ih? Kern. So die der Olymp der Heiden Nur von Ziegen ist belebt. So sind Dichtung alle Träume Von den Göttern jener Räume, ''Jupiter ist längst entschwebt! Gib nicht für erträumte Himmel Blöde.hin der Erde Glück! ' . ' Nur ein Thor läßt sür den Glauben Sich der Erde Güler rauben, And kein Sott gibt sie zurück. John Straubenmüller. Ein weiblicher Maltbus. II. Wenn dieMenschheit sich nach demNathe der Frau Bosant entwickelt hätte, fr sähe -es jetzt noch schlimme? in der Wett äüS, . ols dies nunmehr derFall ist. Dain hät len gerade die edleren, fortschrittlicheren Rassen das Zveikindersystem befolgt und säßen heute noch in ihrer Urheimoth, von Feinden umringt, während die dunkleren -Völker, welche bisher auS sich . selbst heraus keinen stätigen Fortschritt erzeugen, die ganzeErde'innehätten, weil sie dkmWachö.thum der Bevölkerung keine Schranken se ' den. Der Rath aber, welchn'unter' allen Meißen Völkern von jeher jedem jungen Ehepaar mitgegeben wurde: seid fruchtbar , und mehret euch ! dieser Rath hat. eine so starke Vermehrung der weißen'FortschrittSRasse zurFolge gehabt, daß sie überall,wo hin sie kommt und sich festsetzt, die änderen Rassen verdrängt oder doch civilisirt und schließlich einmal auf ihre eigeneBildungö stufe heben wird. Wenn die Wahl ist, ob die ganze . Erde von Weißen, oder ob sie von Chinesen, oder ob sie vonZulukaffern bevölkernd, h. ausschließlich oder weit vor wiegend bevölkert sein soll, so ist doch wohl
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neuen Einrichtungen. die erstgennnnteWahl,trotz alledem u.alle dem,roch die beste. Wenn alsoFrauBosant das Z'veikinderEvangelium inChina oder inAririka predigen will,so haben wir nichts einzusenden.' .Sie meint, das Naturgesetz der Bevölkerungentdeöt'zu haben ; es laute : die Be völke:ung sollte, nie dichter sein, alö die vorhandene NahrungSfülle gestattet, und nie dünner, als die Möglichkeit der Civili satioii und wahrhaften Erziehung erfordert. Sind nämlich zu viel Menschen in einem Lande, so geht die Menschheit, aus Mangel an Mittel zugrunde ;- sind zi tot nig .Menschen darin, so bleiben sie auf mehr thierischen Stufen stehen. Sehr wahr. Nur läßt sich nicht festsetzen, wann eö zu viele, noch wann eö zu wenige sind. Wer soll das rechte Maß ausfindig machen UUd eö zum Gesetz erheben ? Die Wissen schaft ist noch lange nicht so weit gekom Nien, um das bestimmen zu können. Das chte Maß der Bevölkerung ist offenbar für jedes Land verschieden, und eö ist auf jeder Kulturstufe verschieden. Ehe dieEu ropäerNordamerika kolonistrten, hatte die ser Erdtheil schwerlich für mehr als fünf Millionen Indianer Raum.'. Jebt mag er Vielleicht für fünfhundert Millionen weißer Menschen Raum haben, ohne daß, er größer geworden wäre; und wenn alle ein wohner Nordamerika'S von Bohnen und Erbsen lebten, welche hier am besten gedeihen, so könnten vielleicht tausend Millio nen Menschen hierRaum finden, ohne ein ander aus dietzühneraugen zu treten. Wer will beweisen, daß China . mit 400 ,Millio nen Menschen übervölkert sei? Ist eS et. wa übervölkert zu nennen, weil voriges Iahrdort 70 Millionen am Rande deS HungertodteS schwebten,, und vielleicht 7 Millionen wirklich verhungert sind? Aber wenn dort eine'andereVersassung herrschte wenn die Leute nicht so halsstarrig am al ten Herkommen hingen, wenn sie statt von ReiS oderWeizen vonErbsen Bohnen,Bu nanen oder anderenNahrungSmittel lebten welche auf derfelbenBödenflckche mehrNah rung ergeben würde dann noch Uebervöl ' ' ' .".', v r.! . .. i lerung voryanoen fein ? . Diese Frage und viele andere dahin ge hörige , sind noch' langemcht spruchreif. r'.'.. i:-m "L'.u-tc'. vlc ' xJi ix lnes avrr in gewiß vup nuumiv uji.ui len heutigen Nothständen nicht die man qelnde NahrüngSfülle des Bodens schuld ist, sondern die ungerechte Vertheilung deS Arbeitsertrags, die gewaltsame Verfassung der Gesellschaft, von welcherFrau Bosunt keine Ahnung zu haben, scheint. Sie hat die Noth der englischen Arbeiter vor Au gen. Weiß sie wirklich nicht, daß der Bo den England'S anstatt 2 Millionen Men schen 48Millionen reichlich ernähren konnte wenn er weit überwiegend zu Zwecken deS
Ackerbaues und der Viehzucht benutzt wür de ? Und warum wird er nicht benutzt ? Nun, weil die gesellschaftliche Verfassung ungerecht ist, und die Volkswirthschaft ver rückt. Wir wollen ein Naturgesetz der Bevöl kerung hier ausstellen, welches leider noch nicht von den Naturforschern in's Auge gefaßt worden ist. ES lautet so : Alle or ganischknWesen vermehren sich nur mäßig, wenn neben der FortpflanzungSkrast auch alle übrigen Kräfte, also die ErnährungS. und allseitige Entwickelungskraft, gleich stark begünstigt sind. Eine übermäßige Fruchtbarkeit ist allezeit ein sicheresZeichen
daß der Organismus nach einer oder meh reren Seiten hin verkümmert ist. Wir beanspruchen für diese allgemei ne Fassung dieses Naturgesetzes die Ehre derEntdeckung und wir wollen eö be weisen. Wenn der Gärtner künstlich gesüllteBlu men erzeugt, so verwandelt er die Fort Pflanzungswerkzeuge derselben Blumen blätter, und die Pflanze kann keinen Sa men mehr tragen, sondern nurdurchSteck linge fortgepflanzt werden; damit ist denn der natürlichenVervielfältigung derPflanze eine enge Grenze gezogen. Sie wird n ach der einen Seite hin, nach der Seite der Schönheit ihrer Blüthe, einseitig entmi ckelt ; sie hört auf, fruchtbar zu sein. Das selbe geschieht, wenn man einem Thiere die Bewegungsorgane verkümmert, um es zu mästen. Die eingepferchten Gänse und Schweine, welche gemästet werden sollen, verlieren die.Fortpflanzungskrast der Art ; umgekehrt kapaunt.man dietzühner, um sie mästen zu können. Alle Getreidepflanzen, welche eng beisammen stehen, werden am Halme, an Blättern, Wurzeln verkrümmt, um große, körnerreicheAehren zu tragen hier wird die Fortpflanzungskraft künstlich vermehrt auf Kosten'aller anderenEntwick lung der Pflanzen. Will man Obstbäume so ziehen, daß sie große, schöne und viele Früchte tragen, so schneidet man ihnen al les Holz weg,' welches im laufenden Jahre nicht nöthig ist. Man entwickelt die Thä tigkeit der Pflanze einseitig in derSamen hülle; die Frucht wird immer edler, aber sie erzeugt zuletzt weniger und weniger ja gar keinen Samen mehr. Wir werden noch andere beweisende Beispiele für den Sad anführen, daß eine übermäßigeFortpflanzungskraft eines Organismus inmer mit einseitiger' Entwickelung aller feine? Übrigen Kräfte undThätigkeiten verbunden ist. Wir werden den Beweis vollständig beigringen. ! Die daraus zu ziehendeSchlußfolgecung ist, daß auch beim Menschen eine xroße Fortpflanzungskraft immer mit Verküm merung seiner sonstigen Entwickelung'nach irgend einer Seite hin, sei eS die' Denk kraft, die Bewegungskrast. die Erzährungskrast ?c. verbunden ist. Dann wäre also bei '.allseitiger Entwickeluug .'aller Menschen'keineUebervölkerung zu befürch ten. , ' ": iISchluß folgt.) ::: .Bismarck sinnt auf Krieg" WS ist neuerdings der Refrain in zahlreichet eu ropäischen Zeitungsartikeln. Darum mußten die Zölle erhöht, darum muste der Kulturkamps beendet werden,' damit, man freie Hand und einen gedeckten , Rückar be kam. In einer Korrespondenz der ,l!. D. StaatSzeitung" heißt eö u. A. ; . -r j . ; Großartige Vorbereitungen sind ir aller Stille getroffen worden, um vor allen die Elbmündung und damit Hamburg gegen eine feindliche Flotte zu sichern ; niät we Niger, als drei vött Curhafen bis Ktade auseinander folgende Fortö, deren ' uitteS soeben fertig gestellt worden und die In der kleinen Festung' StadeVeinett treslichen Rückhalt haben, beftreichin die unter! Elbe in einer Weises welche jede 'GesähDÜng' ausschließen dürste, und sind dabei ider standösähig genug, um such LanwngS truppen einen wenigstens vorübergerenden Aufenthalt bereiten zukönnen Diß die altpreußischen Ostseehäfen längst t ühn licher Weise geschützt sind, in bekamt ge nug.. . '
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Solche, die Piano, oder Orgeln ,u kaufen wünschen, werden unseren orrath al den größten der Stadt sowie des Staate finden, und ,war zu den niedrigsten Preisen, wenn Güte derselben in Betracht kommt.
Decker BroS. und Fischer PlÄllOSi Man spricht viel von der Korruption der amerikanischen Beamten, doch scheint eS, daßes in Europa in dieser Hinsicht durchaus nicht besser aussieht. VonOester reich d. h. Ungarn, kommen gerade im Augenblick ganz haarsträubende Mitthei lunen darüber, wie die hervorragendsten Beamten ihre Stellung mißbrauchen, um Geld zu machen. Sogar ein Minister u. Träger eines alten adeligen Namenö,Graf Zichi, wird beschuldigt, den Handel mit Orden und Aemtern auss Schamloseste geführt zu haben und wie kürzlich berichtet wurde, hat er eine Maffe Helfershelfer diesseit wie jenseits der Leitha. Die größte Brücke der Welt befindet sich in Canada über dem Lorenzstrome und ist fünfmal länger, als die berühmte Roh renbrücke über der Menaistraße. Sie be steht aus 2'Bogen. jeder von.224 Fuß, während die Spannung' des mittleren Hauptbogens 230 Fuß mißt, mithin allein schon als eine respektable Brücke gelten könnte. Die Rialtobrücke in , Venedig, wegen ihres einzigen kühnen Bogens wett bekannt, mißt in ihrer ganzen Länge nur 198 Fuß. Die Eisenröhren liegen 60 Fuß über dem Stromspiegel, welcher hier eine Geschwindigkeit von 10 englischen Meilen per Stunde hat. Die Zeitungsfabrik" hier zu Lande hat den amerikanischen Zeitungsjargon um ein Wort bereichert, um das Wort : patent-inLiSes. Verdeutschen läßt sich das Wort kaum. Innere PatentSei ten" niäre zu umständlich; das Patent Innere geht auch nicht gut. Webster definirt das Wort insläeg als entralls Gedärme bedeutend und in diesem Sinne ist eö im gewöhnlichen Gebrauche. Hiernach zurichten, ließe .sich danndaö Wort ganz gut mit P at entKuddel oder. Patent Kaldaune n übersetzen. DaS Wort verdankt der Thatsache seinen Ursprung, daß mancher Herausge ber einer Zeitung auf dem Lande nicht weißes Papier kauft,. um es daheim zu einer von ihm selbst geschriebenen und ge drückten Zeitung, zu verarbeiten, sondern er kaust Papier, , welches schon auf der inneren Seite mit altem Schund von ver alteten Neuigkeiten", die wie Kraut und Rüben durcheinander geworfen sind, be druckt ist. Die drolligsten .Verwechslun gen und.'.Mißverständnisie kommen bei solchem Geschäfte mit zur Hülste bedruck tem Papier vor. So erzählt die Iowa Tribüne." : : Im. letzten Herbst geschah es, daß man inem republikanischen Blatte Papiex ,mit demnkratischem Lesestoff uus den inneren Seiten sandte das Blatt also halb .demokratisch, halb, republikanisch war. ?' Einem anderen unserer CoUegen sandte man innere Seiten, die größer waren, als seine -Formen ; daS neueste Unglück - daS einem dieser Herren ge schah, ist': daS folgende Jn MuScatine giebt Hr. !G. W. Weipert die Deutsche Zeitung" : heraus und .benutzt , dazu auch Patent-Jnseiten."' Statt, daß ihm'.nun sein Liferant daö. für. ihn bestimmte und bedrückte Papier zuschickte, erhielt er die Jnseiten-. einer Altoner Zeitung mit zwei Spalten Altoner Anzeigen? Wahrschein lich hat daS betreffende Altoner Blatt das für Mußcatine bestimmte Papier erhalten. Gewiß nicht übel ! ' DaS bedruckte Papier zurückzusenden, ist nicht ' möglich, da die Zeit mangelt, und so müffen. in solchen Fällen die Herren und ihre Leser sich gut oder böS drein fügen."
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