Indiana Tribüne, Volume 1, Number 49, Indianapolis, Marion County, 19 July 1879 — Page 4
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iodtm ihr euer Eigenthum bei uns toeiftdrt, in unseren prompt zahlenden Gescllschajtm. Ihr könnt versichert sein, daß wenn ihr bri uns in un. serer Office in Zimmer No. I und 2, TaUott & New' Block, erste Stirge südlich von der flösset, vorsprecht, wir ihnen bei der Versicherung ih xti Eigenthums Geld sparen können; es wird ihnen wenigstens nicht zmSchaden gercichen,wenn Eie bei uns anfragen. Mcavelnnb 8 Co. Sndiana Hriöune. (Wochenblatt.) Lfsice: Ecke Circle u. Mcridianstr. ' lJm dritten Stock ) " 1 Abonnements'Preise. In der Stadt durch Trager ins Haus geliefert Vtz Iaht im Voraus '. 52.00 Per Nummer öKkNts. Otto Sch'sscl, Herausgeber. P. D. V ' 295 ' i.i Indianapolis, Ind., den 19. Juli 1879. . , . ' Wohlstand ist LebenSkrcft. Bom Direktor des.bauvlstSdiscden Bu aus in Budapest, - Herrn Joseph fförösi, sind über die gegenwärtigen Sänitätsver W C . -wnimiK oer auplllaor Ungarns einige "Artikel im Pcfter Loy" erschienen, denen 'wir folgende für das herrschende soziale Elend bezeichnende Stellen entneKinni : . DaS grelle Licht, welches die ' Statistik in die inneren Verhältnisse' der Wohn und ' Lekensweise unseres Proletariats 'wirf!, zeigt uns Dinge' so unangenehmen An'blicks, daß es nicht zu verargen ist,' wenn' ' Manche, die den Aufbau der Gesellschttst nur nach der glänzendstenAüßenseite, nacy den' Palästen der Radialstraße und der fröhlichen Menge am Korso zu beurtheilen pflegen, den Aussagen der Statistik den 3lauben versagen und die ungeschminkte Zeugenschast derselben lieber als Ausge burt böswilliger Entstellung-Tendenz hin '-stellen. " ' So unangenehm es aber klingen mag, "sokann es doch nicht geleugnet werden, daß die überwiegende Mehrzahl der Woh nungen unserer armen Klassen und zwar nicht nur des bei uns so zahlreichen Proletariats, sondern auch eines guten Theiles des unteren Handwerkerstandes tybist sden bescheidensten Ansprüchen an menschenwürdiges Dasein nicht entspre chen. ' Wer würde es glauben, daß Tausende uon Menschen zu zehn, fünfzehn in einem Zimmer, das oft nur ein finsteres und feuchtes Kellerloch ist, wohnen ? daß in etwas größeren Lokalitäten auch zwanzig und noch mehr Männer und.Jrauen, Ge . fünde und Kranke, Alles durcheinander? Was Wunder, wenn die Keime d-r Epi demien in solchen Lokalitäten . sich so leicht verbreiten sonnen ? Was Wunder, wenn die Inwohner solcher '' Wohnungen um mindestens 5 Jahre früher sterben als ihre an Dürftigkeit 'gleichen, aber doch in besseren Wohnungen lebenden' Nachbarn, während dieLebensdaüer der höherenKlas fen eine beinahe doppelt so große ist? Die Hygiene betrachtet alle unter der Erde lie senden Wohnungen, wenn bei deren Hon struktion nicht mit ganz besonderer Vor. ficht vorgegangen wurde, als gesundheits gefährlich. Es sind aber in der Hauptstadt Keller--Wohnungen zahlreicher,' alS in den'meisten europäischen Großstädten Noch gcsundheitswidriger- als dieKellerwohnungen scheinen aber die eben erwähnt-n übersüll ten Wohnungen zu sein, wo schon das bloße Faktum der raschen Lustverderbung im eng'n Naume und des Hartaneinanderge drängtseins der Inwohner die leichte He bertragung derKcankheilskeime sehr wahrscheinlich macht.' Diese Voraussetzung wird.auch 'durch die -Statistik . bekräftigt, welche beweist,'' daß die' infektiösen Krankheiten nicht so sehr in denKöller-, als viel mehr in den überfüllten Wohnungen lhre , H.4-tLLi:iJ '. ' ' i' )
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Ein Commentar zu diesen Ausführungen,
die klar und deutlich zeigen, daß die Man nerdie für cineUmänderung der bestehen den sozialen Verhältnisse ' eintreten,. lm Rechte sind, ist wohl überflüssig. . , i , ' - Eiu Wort über Frauinemaneipation. !! ' : j ' ' r ' Die Frauenemanzipation ist zu einer Frage geworden, die gleichbedeutend mit den größten Fragen unserer Zeit ist. Mögen auch noch Viele der Bewegung feindlich gegenüberstehen, mögen die Gegner jener Bewegung auch verächtlich mit den Achseln zucken und nur ein höhnisches Lächeln für die berechtigten Ansprüche des weiblichen Geschlechts haben, im Ganzen läßt es sich ja doch nicht laeugnen, daß der Anspruch der Frau als ein dem Manne gleichberechtigtes Wesen betrachtet zu werden, seine volle und natürliche Berechtigung hat. John Stuart Mill behauptet, das Weib sei dem Manne völlig gleich; die scheinbare Ueberlegenheit des Mannes rühre nur daher, weil das Weib nicht frei sei. Man müsse es befreien, müsse ihm alle Rechte geben, die ihm jetzt noch fehlten. sogar die politischen; dann werde sich zeigen, daß kein geistiger Unterschied zwischen beiden Geschlechtern bestehe. Für John Stuart Mill gibt es auch zwischen dem Gefühlsleben des Mannes und jenem des Weibes keinen Unterschied. Der Ansicht John Stuart Mills schließen sich noch viele Gelehrte an, und hauptsächlich in der Neuzeit sind eine große Anzahl aus dem feindlichen Lager zu uns übergegangen. Die Wahrheit, daß es unrecht und des 19ten Jahrhunderts unwürdig ist, einem ganzen Geschlechte seine Rechte vor enthalten zu wollen, bricht sich immer mehr Bahn und doch ist es zu bezweifeln, daß die Idee binnen Kurzem in Amerika den Ausschwung nimmt, der zu ermarsen und im' Interesse der Sache zu wünschen wäre. Dies kommt jedenfalls. daher, weil an der Agitation zu viel zu bemängeln ist. Die Hauptfuehrerinnen der Frauenbewegung sind noch von frommer Gottesfurcht und einfältigen Temperenzschrullen geplagt, und daß dlese Verrücktheiten sich nicht recht mlt einer großen, radlcalen Idee vertragen, das läßt sich ja wohl denken. Freilich verlangen diese Temperenzweiber nicht, daß jede Frauenrechtlerin diesem Unsinn huldigen muß, aber abschreckend ist es für manche freisinnige Frau, daß die Hauptagitatoren der Frauenrechtbewegung in gewisser Beziehung noch aus solch niedrigen Standpunkt stehen. Der elektrische Funke im Dienste des Menschen. Was wäre die Ta geö presse ohne den Telegraphen? Auf diese Frage könnten wohl ältere Journalisten mit der Gegenfrage antwor ten: Und was war' sie so lange ohne ihn? ! Roch vor vierzig Jahren waren die Hauvtneuigkeitsquellen der Zeitungen die ses Landes Correspondenzen, welche dann mit der langsamen "Steg coach" auf holprigen und kaum fahrbaren Wegen dem Ort ihrer Bestimmung zugeführt wurden. Die Zeitungsschreiber mußten sich auf die Bearbeitung der magersten Nachrichten cus ihrer unmittelbaren Umgebung für Un täglichen Bedarf beschränken. Die Vlätter waren klein und unansehnlich und cx'lstirten nur in den größeren Städten des Landes. Wie ganz anders ist dies heute. Wenn der Leser beim Frühstück seine Zeitung zur Hand nimmt, kann er in kurzer Zcit die in den letzten 24 Stunden aus dem ganzen Erdenrund passirten Ereignisie übersehen, welche ihm, während er noch sanst ruhte vom unermüdlichen Zeitungsmann in appetitlicher Form zubereitet .wurden. . Ebenso wenig wie der Leser, wenn er langsam scinenKaffee schlürft, daran denkt, welchen Gefahren der. Seemann beim Ue berfahren des orientalischen Produkte, das Armen und Reichen zur Nothwendig seit geworden, auf dem trügerischenOcean ausgesetzt war, ebenso wenig denkt er auch wohl daran, daß er es nur dem Telegra phen zu verdanken, hat, wenn, ihm sein Morgenb'latt die letzten Marktberichte, der Londoner. Börse, den Empfang von U. S., Grant in Japan, und die Kämpfe der Südamerikanischen Republiken in einer ,Reihe von aussührlichenBerichte vorAugen ft. a ' i I ' ( i i ' , ; ' , i . i , ' fuhrt. , Außer den großartigen Land'Telegrä Phen .Systemen, welche' alle civilisirten S ti'i fr rt m!i SmamS'aw hA(iHkM kIivA'. wm ivitiii um uuuuuu vuvuiuui, uuiu;
kreuzen 70,000 Meilen Kabel die verschie denen, Weltmeere. , .Eine Verbindungslinie von San Francisco nach Japan xoo ii teils' 5000 Meisen Draht arbeiten, obgleich vor li) Jahrein och nichts davon vörh an den wär in oer Absicht . nach den Inselgruppen des Stillen Oceans weiter, ge führt zu weroen undÄsie'n mit Amenkä zu verknüpfen würde den' Telegraphen-Gür tel um den Erdball in nicht zu ferner Zeit vollenden. , ' 'f ( ;' ' Die Benutzung dieses größartigen Tele graphennetze ordnungsgemäß und , sym metrisch zu . reguliren, ist tie lufgäbe der internationalen Telegraphen Confcrenz, welche' kürzlich ihre- 12te Zusammenkunft in London hatte. ' Auf der Convention in Paris im Jahre 1665 wurde der Preis sür internationale Telegramme bedeutend re duzirt,'z. B. 20 Worte von Londcn nach Constantinopel von, 4.75 in 1854 auf
$2.25. Aus der . Convention zu St. Petersburg 1875 wurde die Taxe für Telegramme über ganz Europa noch niedriger gesetzt. . ' ! ' " j ' .. Die soeben beendete Consereriz hatte den Zweck, die Raten abermals zu vermindern, und das einzelne Wort, wie es in Deutsch land Praxis ist, anstatt eines Satzes von 10 oder 20 Worten, zur Basis des Tarifs zu machen. Man köm aoer zu der Ein sicht, daß mit den jetzt vorhandenenDräh ten weitere Ermäßigungen nicht ausführbar seien, denn dann . würden die Tele ! ' . ..!, graphenämter überlausen und somit keine Möglichkeit vorhanden seiv,. Allen gerecht zu weiden. Weitere T.rähte.;u spannen wür e sich jedoch nicht rentireNz DieHossp nung für die Zukunft ist, daß man in den Stand gesetzt wird, mehrere Depeschen i . ' 1 gleichzeitig, über denselben Draht zu be sördern. Die Wissenschaft hat dieseFrage zu lösen. , . .. i . j. .. O herrlichfS Schulwesen. ,y. i.i. ..ü; . .:. TTX (.;?:. ' I l! .' Und , da fragen die Leute noch, warum eS in.unserm Lande so viel Mörder, Räu, ber undjDiebe gibt. Die statistischen Be richte gebenuns darüberAusschluß. Wenn die , große -Zahl der Kinder ohne .irgend welche Schule . genosien,, zu haben, auf wächst,, so. ist das ja nicht, anders imöglich. In .Arkansaö. haben von ,187.467 Kindern M zdem Alter.idas man in iDcutschlano schulpflichtig nennen würde, bloß 33,747 während des .letzten JahreS. die. Public Schulen' besucht.- Aber daran haben die bösen Sozial .Demokraten ä . gewiß keine Schuld, denn auf ihrem Programm steht es .ausdrücklich geschrieben,, daß sie den Schulzwang ,eingesührt wissen wollen.? : Die News" vom Montag schreibt : Ungefähr 3500 Menschen besuchten das Picnic der Sozialisten. Leute an : betn Nordende der Tennesse, Illinois und Meridian Straße wohnhast,- wurden mit dem gewöhnlichen Sonntngsanblick be trunkener Männer und Weiber und trun kenem Fahren (? intoxfcated driving) traktirt. Die News" ist im Grunde genommen, doch ein recht infames Blatt. Auch nicht ein einziger Betrunkener war bei dem PicNic zu sehen. Es konnte wohl nirgends anständiger zugehen, als es auf diesem Picnic zuging. Warum aber. Ihr Arbeiter . untersangt Ihr Euch, in Expreßwagen durch die genannten Stadttheile zu fahren und die ristokratischen Gefühle der aristokratischen Bewohner durch EurenAnblick zu verletzen? Warum habt Ihr keine Carriages und Buggies, warum habt Ihr seine feinen Gespanne, warum habt Ihr keine schö nen Gärten und luftigen Häuser, warum müßt Ihr Euch draußen vor der Stadt frische Lust holen ? Ja freilich, wenn Ihr saullenztet und das aristokratische Pack arbeiten würde, dann wäre es eben um gekehrt, dann könntet Ihr von idcr Arbeit Anderer leben und die News- nundie würde dann doch schimpfen und ? lügen. Der Menschenhandel wird von Gali zien nach Rußland -in großem Maßstabe betrieben. Man kaust die Kinder armer Leute für russische Spinnereien zu Hun derten auf die Dauer von 3 5 Jahren. Dieser moderne Kinderraub paßt herrlich in unsere beste der Welten, er zeigt uns wie weit unser Jahrhundert in der Civili sation ' vorgeschritten ist. Der Moloch Capital entbehrt eben dasKindersteisch nur sehr ungern. - ! " ' - Der Strike der 200 schon feit'3Wochen ausständigen Puddler in Allentown, .Pa. ist zu deren' Gunsten beendet , S ie . h äben eine öobnerbuna um 1? Cents vr. Tonne
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eie berühmteste , und besteinaerichtetste Brauerei m Staate. Mein Lagerbier
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vorzüglich anerkannt. Austräge zum Verschissen von Lagerbier auf allen Eisenbahn' Lmien werden prompt ersüllt.' :li 1 ' 'I.i 1! . r . ' t ..i...
Zur Todesstatistik. Wir entnehmen einer neuen interessanten Brochüre : "Geology and its conection with sani tary science" von H. A. Tllb'utt (Leeds England) folgende Daten : Von einer Bevölkerung von 25 Millionen inEngland' und Wales.sterben im Mittel 500000 Per sonen jedes Jahr. Von dieser Zähl ver fallen' etwa 450,000 einem 'vorzeitigen Tode, d. h. sie ste'rben früher, als der Laus der Natur es unter normälenVerbältnissen bedingen Kürde. Nur etwa öOM sterben : l 1 CY 1 ' i tmf' O . w' w ' i im . iiiej von s ayren uvv varuver. Die'anderen,sind alle Opfer der Unyiissen'', heit und der UnvoUkommenheit d,r sani tärischen Einrichtungen und.' hätten ' bei rechtzeitiger Viirbeugung länger leben kön nen. . 130.000 ' Personen raffen' allem Schwindsucht und andere ,Lungenleide'n rjtnj AnstcckendeKrankheiten wie Typhus,' Scharlach und', andere Fieber, tödten wei tere 78,000 im Jahr, In Frankreich giebt es jedes Jahr durchschnittlich etwa 900.000 Geburten ; im selben Lande sterben jähr' lick 167000 Kinder. ' Än England ist die , ' V n' ' ' i i ' J ' : - r ' In r - t . ' . ' lnoeri.lero!la)lelr evensaus , leyr oocq. Nach einem neuerlichen Bericht sterben,von 1000 Geburten im ersten Jahrein Liver Pool 239.' in London 161 in Portsmoüth 148. Diese Zahlen sind fürchterllch . und mahnen ernst die Menschheit Älles aüfzu bieten uni die öffentliche und 'private Ge sunoheitspflege auss Vollkommenste zu " ( r ' rtr . ' 'r i ?ri t . 1 ' organlilren. A)er wn 1 cd i seine eigene Vorsehung oder soll es doch , sein'. . SchöneZustände das !" Aus London wird berichtet :' ' ' . Jüngst, hublizirten Statistiken zufolge ist überall in allen 'BaumwolleN'ManÜK faktur-Distrikten eineBewegung imGange, die Produktion so viel wie möglich einzu schränken. Außer den während der letzten Tage aus Blackburn und Oldham gemel deten' Einstellungen der Arbeit seitens der Fabrikanten wird jetzt aus Preston gemel det, daß daselbst von 2,000,000 Spindeln nicht weniger ioie 450.000 stillstehen. Die Zahl der in Preston stillstehenden Web stöhle beträgt gar ein Viertel der Ge sammtzahl. In Accrington wird sehr un regelmäßig, besonders im WeberDepar tement, gearbeitet. 6800 Spindeln stehen daselbst in 2 Fabriken still, ganz abgesehen von der verringerten Produktion in an dern dortigen Fabriken. Jn Leivh wird auf 123,000 Spindeln nur uihovt Ums" gearbeitet' und 140,000 Spindeln stehen ganz still. In Harling ton ist an 74.000 Spindeln und 1710 Webstühlen zu arbeiten aufgehört wor den. : '' ' Die Firma Robert Udail k Son in Manchester hat mit Z225,000 fallirt. v Die Northwestern Distrikt Bank in Preston und Barrow-inFu?neß ' hat fallirt.' ' " - Die Eisenfabrikanten'Firma Jackson' Gill k Co. in Middelsborough hat fallirt.' Die Passiva sollen ganz enorm sein. Und doch will man dem Volki vorplau dern, daß bester? Zeiten im Anzüge sind: : I ,: Aus Memphis ertönt der Schreckensruf das gelbe Fieber ! Die dortige Be völkerung soll sich in solcher Ausregung beslnden, daß Anfangs? als die schreckliche Kunde laut wurde, die Eisenbahn nicht im Stande gewesen sein soll, die Fliehenden tt l fY . i . zu vesoroern. nxtnn man bedenkt, was die Bewohner von .'Memphis und überHaupt die im Süden letztes Jahr durchzu machen hatten, so wird man die von dort berichtete Panik sehr begreiflich finden. !.,'.'. : ' . 77. . ; . l. ' ' ' . Am 15. Juli faydjinParis. eine, große Festlichkeit zum. Besten der amnestirten n . n .'. ' . uif- " 'h kommuninen nail. .. Äicior ugo uno
..ou s.Viauaue waren anwe eno. , fn i i i'i'j . . ii i.i-.' ) i .'i; in
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i m BotÜQ Leer" ist vor allem, anderen: als C. F. Schmidt. ,, i.i . Das billige" Deutschland.' Fleisch, Getreide Holz und Eisen sind jetzt glück lich besteuert. Gegen den Zoll auf Wol lengarn haben die Barmer Industriellen, denen er theilweise zu Gute kommen soll, vergeblich protestirt. . Sie werden gegen ihren Willen glücklichgemacht. DieKom miffäre oer Regierung haben im Reichstag nur gegen Herabsetzung der Zollab sätze gekämpft. . GegenErhöhungen, welche von den enragirten Schutzzöllnern beantragt wurden, hatten sie nichts zusagen. Aber auch die .Kaviarindustrie" desSpree Waldes und die ohnehin sehr rentablen holsteinischen. Austernbeete werden , ge schützt. Der Zoll auf 'Kaviar und dessen Surrogate beträgt: 100. Mark, per:. Kilo (200 ?ßf.), an) Austern' und ' andere Schaalthizre, 22 .Mark. . ' Reis, der '.in Deutschland nicht. wachsen soll, wird mit 4 Mark besteuert., FcrnerDerden besteuerl: H'efe'mit 43 Mark, Essi in Fästern mit 8 Mark dito in Flaschen mit,48,Mkund', B u ch d r'u ckers ch w ä rze, Ch l ö r kalk. Färb h olz Spraktt,. Gelatjne. Leim, 'Kitte,!. Ruß, Schuhwschse, Siegellälk Tinje, Tinten Pulver,, Wagenschmiere,' Wafferglas und Zündwaaren mit je 3 Mark, " , " '' . . . i . ! . i.i : . ; . I.ii i (i) . 4 ',Jn 'Smolensk. (ikuiiflnö) ist, ; bie Cholera ausgebrochen. . Zu .allen Uebeln auch noch dieses, . ' .. .., .Zerfabrenheit, Egoismus '. Corruptiön'an allen' Enden und Ecken, Genuß' sucht.aus oer einen, dumpfe Verzweiflung auf der andern Seite, eine unerhörte Last von ' nationalen, staatlichen,' municipalen' und persönlichen Schulden eine verkehrte Politik, die das Land mit Schranken um' gibt, ein bitterer Parteihader, wo nur für das Wohl desVolkes gesorgt werden sollte viel ' Arbeitslosigkeit und Elend, viel Schwindel und Betrug, das ist das Bilh,' das dem aufmerksamen Beobachter hier entgegentritt, und in ' welchem die küm-' merlich nur hier oder dort hervorleuchten' den Lichtseiten beinahe verschwindend Dies Gemälde, welches ein Wechselblatt gelegentlich der Feier des 4. Juli, von den hiesigen Zuständen entwirst, kommt der Wirklichkeit sehr nahe. Das PH. Tgbt' fragt daraufhin mit Recht : Aber haben' denn die bösen" Sozialisten und Com' munisten- derartige Zustände herbeige' führt oder suchen sie dieselben ausrecht zu' erhalten ? . Größere Händler mit Lebensmitteln in Chicago sollen bankerott sein, weil bei der ersten Nachricht vom Wiederausbruch ' des Gelbfiebers in Memphis die Preise, aller Lebensmitte! nicht ' unbedeutend wichen, aus Furcht, daß der Absatz dersel' den nach dem Süven abnehmen möchte, Wenn, das begründet ist, so? haben diese.. Firmen sehr waghalsig spekulirt und ihr Laos. 7 vollaus. verdient. i Jemehr solcher, Ohrfeigen das Gezücht der Speculanten. bekommt, desto bester. wv. . : i'i r In Bufallo, N. P. ist.eine Bewegung . im. Gange, die mit aller Gemalt das Trak , tiren abschaffen will.i Es hatsich dort eine, Gesellschaft gebildet,. die.' Versammlungen ; abhält, in welchen von guten -Rednern ; der Unsinn beleuchtet wird.. Es wäre sehr . zu. wünschen, daß das Treaten überall... abgeschasst würde.- Freilich die .Herren . Wirthe, würden saure Gesichter .dazu... machen, aber jedem Einzelnen, der gar ost.. gezwungen ist, diesem Schwindel zu hul digen, käme es. zu, Gute. . .. . - . . , . t . .Äus. Frankreich .wirh gemeldet, .daß .der sozialistische, Arbeitercongskßv wie be , stimmt am 22. Srptember zu Marseille stattfindet Er' w!rd14-'SiMgen'.ab-1 ' .J:l j , .' ':? ":j i'Vl.ll allen.
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