Indiana Tribüne, Volume 1, Number 47, Indianapolis, Marion County, 5 July 1879 — Page 5
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HAMBURGER Maetenleiden. John B. Rockenfeller, El Pafo, Woodford Co., Jlls. Meive Frau, welche seit Jahren an Magenleiden litt, wurde durch den Gebrauch von Dr. August noxwj Hamburger Trspsen voll ständig wieder hergestellt. Magenversclileimttng. 36iäbriacs Leiden. M. ftalf. Kausaz Citv. Mo. - Kaben ick 7öjährigen Greis wieder vollkommen hergestellt, I- w ; x. . ff c C k. nacjcern iaj aue ojynung ausgegevett. M n m rt) nu i chf fit. Frau Annie W. Hohlwager,' Middleton, Pa. Ich kann vom Grund meines Herzens sagen, m. m .- . (. M . M fc. w T flM 1 oap xsl) voir oanre, oap er mir ourcu viezes 'tn tel geholfen hat. Avvctitlosiakeit. Veter Slemes. Little Orlean. Md. Ick bin 74 Jahre alt und konnte keine Speisen mehr l t- -r. : j. .t-i:i:i . x. cnmgcn, yaoen rniaj micucc neu ycuuiiyi, uuuj T. r r r wr -r c t. ccrn icy jajon oic jyojynung aujgcgcocn. . (Srfittirtch. Charles Hauptmann. R'v r Point, N. I. habe i mich sowelt curnt, oap ich nach acyt i&o chen langem Kranksein nun wieder meinen Ge, schäften nachgehen kann. Krämpfe. Gabi. R. Baumaarten. Asblaud. Kv.. ba len mich zu jeder Zeit von Krämpfen befreit, ja, thaten als Vorbeugsngsmittel ausgezeichnete xuenue. Colic. Ludwig Weber, Däne Co., Wisc., haben : . c . , t.rii Q .5 : meinen 'coijii von ijqugct viuut ucicu. . Gegen alle Leiden der ' L e b e r. Lcberleiden. Herr Simon Schneps, Pittsdurg, Pa. ha. ben sich als ein vorzügliches Mittel gegen Lebermden erwiesen Leberverbcirtung Eustace Sauer, Uladina, Mo. haben mich von 7jäb?mem Leberlei: en befreit. Gibt keine iessere Medizin. Fieber. Christ. Schuld, Ogden, KS., erlösten mich von hesilgem Schuttelneber. Gallensiebsr. Dr. Jakob Meyer, St. Louis, Mich. waren der Gallenstenr von vortrcsfl cher Wirkung. Scbüttelsieber. Jc.kob Frei, Rock Island Co., Jlls. werden in unserer Gebend als daS beste Mtttkl gegen giern delrachttt. Wechsclfi'eber. Herr Vco. Jenny, Bethel, Mo , gibt kein m , Mi i c . t ä f t rerzer raiiei gezn oas q'cipecer. - Des Biseteö. Serovheln. Vh. Harti'.'zs, !t. vio-s?, C. rotten Scr??hel!, Litt der ZLurzki, au,. Bö art ige Flechten. o. Ji.g. tfrei!en von tix öic'.t, 7t. if. r-esre::?'.! ri von mr bö?r:zett ch.e. wilch-r ich beinahe zwei
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Jzre im. y Oneue Lundcn. . öcrcvhulzjer alur. . Fru Ettlabtth Heii, Wa:slsn, &ttc, hi:teu memen co?n 50:1 mei:: csZene.l ttin, an dem er tiefe naLre itt. ' Müch-Vcin. Lrh' Stjslmfler, aitaitejcta ii.lt, Min. curirtc effeneZ an dem ich sei: 17 Jahren litt. Vlurg?schwüre. Nr. C. Wolf, Trento.z, rl. Tk. bamiun eine voll
tovmtnt Hebung einer langwierigen Fitel. Äopsweh. Xr. I. Z. 7?re!:o. e, gmr.buvp, Pa erfüllen auch tet schmeren z2en, ire Mission. Herzklopfen. Phil. Roü, Zult tviZt, 28:3:., ßzttti mir .eine ,sundhet: rvioer, nechden i lanc.e Zeit an Herz klopfen litt. Leiden deö weiblichen Geschlechts. ra euialcti ilunr, awzin rove, IllZ., haden ich nach dreiwöchentliche: Gebrauche vollstän. dig hergeTteür. Hautkrankneltcu. AuSstte, Schwären. Saizflüfke. leken. Miresser, Sefchmüre, öarb'nkl. Rirgwurm, (SxinlUtf, schlimme Luzn, iothians. KrZz?, Tchorf. llitfzibi nnb andere ranktzeiien der Haut lst der tteb'anch der Tro?sen van unvergleichlicher Wirkung. Ein einZifle Flasche rrirs a fält allen Fällen den Ungläubigsten von der LZirkung dlefez Heilraltteli überzeugen. , ar(Aj (Ä.mkii.K. cM c 1 r . .1..
rtUfV- 4UIVUij)(i 4.itJSIl i.ViVv UUZl fünf Flasen 2, sind bei allen Apothekern undHänd , lern in Äeeizinen zu haben. iZS . 'a r n u n q ! ! Ehe Ihr Dr. Augft üönig's Hamburger Tropfen kauft, laßt (5uch von Eurem Apotheker " oder Händler die Namen? Unterschrift von 21. Voqeler ö: zeigen, damit Ihr nicht durch schlechte Nachahmungen betrogen werdet. - '"
Lokal.
Der vierte Juli. Die mit so großem Pomp angekündigte Feier des vierten Juli zum besten der Ge sckäftsleute fand gestern bei großem Par riotismuS in ächt amerikanischer Weise iotismuS in ächt amerikanischer Weise la. W,hmg.nSttKe .wa' schon om ruhen Morgen an dicht mlt Menschen best früh sat, um den so viel besprochenen Jestzug im seben. die meisten unserer Leser rtf,f .r. f. of.n ir NNN iHn wuw BHm ivv.. einer detawirten Beschreibung desselben ab- Im Grunde genommen war der Zug eme mmplge ÄMlre, oyne irgeno mu Geschmack. Wie großartlg, wurdlg und Geschmackvoll war dagegen der vordre! Jahren von den Deutschen veranstaltete Zug. Wenn der Amerikaner seine Paar Milizsoldaten, seine Polizei und seine Feuerspritzen herausgebracht, ist er mit seinem Witz zu Ende. Die sonderbare Idee bei einer amerikanischen National feier schwedische Cavallerie zu zeigen, entsprana wahrscheinlich der geschichtlichen Thatsache, daß schwedische Cavallerie sich verschiedene Male mit den Russen und Türken berumbaute und der amerikanische Boden noch niemals von schwedischem Militär betreten wurde. Von dem vielbe. sprochenen Auszug unserer industriellen Etablissements war keine Rede. Bloß die Wagensabrik von Black und Backus war vertreten und die Schmidi'sche Brauerei repräsentirte sich vortheilhast und mit Geschmack. - , I Nachdem der Zug den Circle erreicht hatte, wurden daselbst die üblichen Reden gehalten. Dle Choral Unlon sang em paar Mal recht hübsch und das BeibenherzscheMusilkorps lieferte den instrumen talen Theil des Programms. Nachher gingen die Leute zum Mittag' essen. ., . Nachmittags um 3 Uhr fand an der Washington Straße vor dem Courthaus ein Preisexerziren statt.' Zwei, Armeen stritten um die Palme. . Die eine bestand aus der leichten Jnfantene von Jndianapolis, die andere aus den Lackeye Zuaven von Chicago. Dle Armee der Ersteren be. stand aus 32 Mann, die der Letzteren aus 25. Sollte einmal das Vaterland in Ge fahr sein, werden's Beide 'nicht erretten, Einstweilen trug die leichte Infanterie von hier den Preis davon. Um 5 Uhr ging der Wajserspektakel los. Fast die ganze Washingtonstraße entlang wurden alle Schlauche angeschraubt und es wurde darauf losgespritzt, als stünde die ganze Stadt in Flammen. Uebrigens nahm sich das Ding recht gut aus und dies, sowie der ganze Spektakel hat den coirntry solks unstreitig gut gefallen. Das Feuerwerk am Abend war reckt schön.. Allem An cheme nach waren recht viele Freunde in der Stadt und der Zweck ist wohl erreicht worden. . Germania Theater. Am Sonntag wurde vor einem sehr zahlreichen Publikum Die Lieder des Musikanten" gegeben. Das Stück ist trotz r f-u " - . ".dllkum mehrere TUVX datz die Germania-Gesellschast schon B:sscres geleistet ht. . Herr . BaureiZ ist der i.'. ri , . ' . . Rolle des Lebrecht Wmrer nicht gewach, en, es feylm ihm sur dieselbe die phyzischen Mittel- und Herr Gotthard verstand es . , . sYi . 1 nicht oett Vauern ycrauszukchren. Trotzdem erkennen wir gerne an, daß Beide viel Flem aus ihre Rollen verwendet hatten. Volles Lob verdienen Frau Baurcis, Herr Engel un) Herr Duprez. Frau Häu'er spielte die kleine Nolle, die ihr zugetheilt war recht gut und die Herren Dilletanten wurden mit ihrenEpisode recht gut fertig. Die Leistungen -der Germania-Gesell-schaft sind derart, dav-man schon einen höheren Makstab m dieselben legen und auch eine Krilik -üben kann. Eine solch ausgezeichnete Gesellschaft oedars nicht der gewöhnlichen Lobhudelei. ' Am Freitaq hatten wir den Viehhändler von Ober-Oesterreich. Hier waren so wohl; Her: Baureis, ni!e Herr Gotihard mehr in ihrem Element als am Sonntag, und die Vorstellung war sehr zufriedenstellend. 'Frau Häuser und Frau Mosch, sowie Frau Baums spielten recht brav. Herr . Engel scheint ein so vielbegltbter Schauspieler zu sein, daß er gut -ist, wo man ihn hinstellt. Die Herren Duprez und Michelsohn hatten nur kleine Rollen. Herr Mosch dürfen wir jedoch nicht. verges sen, da derselbe diesmal seine Parthie ganz wacker durchführte. Am Sonntag wird das in Deutschland allenthalben mit'u Beifall aufgenom mene Lustspiel Arr. "antippe" gegeben auf das wir ganz besonders aufmerksam machen wollen.
leinet vjyirauruigieu iioaj immer etn tig ' j" wmiv ,...u"' stück und verdient es auch zu sein. Ob' Arbeitstages werden u. es ist daherPflicht wohl die Aufführung im Gütten eine bö' aller derjeniaen. wslcke dieNotnwendZakelt
LV'Aufnach Philadelphia!
Für solche die ausGeschafts'.GesundheitS rücksichten oder des Vergnügens wegen diesen Sommer den Osten besuchen wollen wird sich bald eine günstige Gelegenheit bieten, indem der Indianapolis Sociale Turnverein eine Excursion zum Bundes turnseste nach Philadelphia arrangirt, die aegennoe o:e,csconals von . rjicr aogcgi. A 8 binisl- DieBellesountaine und I. P KC. aegenEnde diescsMonats von hier abgeht. R. R. haben bis jetzt die beste Offerte ge macht und Ut mlt belven Bahnen Gelegen beit gegeben den NiagaraFall zu besuchen m.jVju s.s : Hun S '" herrscht kein Zweifel in diesem Lande, daß Hms Compouno Wrakt von Buchu dle beste FamMenmedlzm lst. ä John 2ong miifcte $10 Geldstrafe entrichten, sürVerkaus vonLiquor an einen Minderjährigen. John Mtschel wurde letzten Mitt woch verhastet weil er eineFrau geschlagen hatte. Corsetten zu. 20, 25 und 50 Cents im Fancy Bazaar. Die Aufgaben für die städtischen Schulen beliefert sich während des mit dem 30- Jull endigenden Jahres aus $210, 462.48. Ver schulraly hat $m,ttiy.t in der Kasse. j&r Louis Kern Postklerk wurde von der C. H. & I. zu einer anderenBahn ver setzt. ' - ..öS" Das mit dem 30. Juni geendete Fiskaljahr hat im hiesigen Distrikt eine cm ? v , 5. , . n i i 'imoeremnayme oer Vieuern im elrage von M,000 zu verzeichnen. sAm vergangenen Sonntag strömte Alles, Grok-und Kleln, Jung und Alt nach dem Sunny Side Park um dort ei nen recht vergnügten Tag zu verbringen. In dieser Voraussetzung sollte auch Nie mand getäuscht werden, denn Alles . amü sirte sich vortrefflich. Das Fest wurde durch keinerlei Störung unterbrochen, die heitere Festlaune, welche allenthalben herrschte, wurde durch nichts gestört und all die Theilnehmer gelobten am kommenden Sonntag wieder diesen schönen Platz und die muntere Gesellschaft auszusuchen. Es ist also zu erwarten, daß morgen aber, mals eine große Menschenmenge den Aus flua nack dem Sunnn Kide Nrk mitI - J - " J ww w w -J wv -pwvv . W99 99 macht, denn die .Vorbereitungen, welche für das morgige Fest getroffen wurden, werden das letzteFest noch weit übertreffen. Alle nur erdenklichenVeranügungen stehen auf Vem Programm, darum auf nach dem großen PicNic. Vogelkäsige, Expreß . Wagen, Veloci. Pedes im Fancy Bazaar. Vle Zuge verlaszen das Union Depot Vormittags um lO UHr, Mittags um 12 und Nachmittags jede Stunde. Geschäfte thun zu wollen,ohne an zuzeigen ist ähnlich wie wenn man tischen mnllt? s.n. ,.. r, w v r' k . . Am Sonntag den 13. Juli findet in (oiaja Pari eln großes P?cnlc statt. Dieses Fest wird von Seitender Möbel. schreiner-undder son'alistischenArbeitervar. tei arrangirt. Das Zest soll aleick;eit!a eine nrn Öi 3l VI c- vmnnttrfltmn 11k iWitMIton nofi fiftitnXt.: e dieser Maßregel ernannt haben, für eine Da aus gezeichnete Redner für das Fest zugesagt haben, so steht ein vortrefflicher Tag in ' 1 Aussicht. Für strengeAusrech Qrdnuna wird ffstmite onung wlro öas Comite chthaltung der Sorge tra tx Herr Karl Moeller hat die reichste Auswahl in Tapeten und Gardinen. Mnn kaust dort billig und gut und wird stets freundlich bedient, wa? eine groke Annehmlichkeit für den 5käufer ist. Flaggen, Feuerwerk :c. im Fancy Bazaar. ' Der Verein Liederkranz hält morgen wieder eines seiner so sehr beliebten Sommerseste in GimbersGrove ab. Die umfaffendsten Vorbereitungen wurden für dieses Fest getroffen und an Vergnügun gen wird es deshalb nicht fehlen. Einem Wechselblatt der Sturgis Zeitung, Sturgis, Mich., entnehmen wir, folgendes Item : Herr Jobn Vrast, in SchermanTownschip wohnhaft, theilte uns dieser Tage mit seine Füße seien derart erfroren gewesen, dak er es vor Schmerzen kaum auszuhalten vermochte. Zufällig dachte er an das St. Jakobs Oel, welches er immer bei der Hand hat und rieb seine ne Füße zweimal damit ein und verspürte nachdem keineSchmerzen mehr. Er schätzt das St. Jakobs Oel nicht nur als ein unübertreffbares Mittel gegen viele'andere Krankheiten, welchen der Mensch unter, worfen ist, sondern auch für verschiedene andere Krankhein die unter demVieh schon viele Opfer gefordert haben.
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V?5 Großer Triumph' der böhmi s chen Scharfschützen in Chicago. Die .Chicago Arbeitcrztg." vom Sams tag meldet, cafc Richter McAllister im Wege des Habeas-Corpus-'Aelfahrens von den 19. seit 5 Tagen inhaftirt gewesenen böhmischen Scharfschützen sechszehn befreit und nur drei unter nicht sehr hohe Bürgschaft gestellt hat. Die ergreifende Scene dieser Entscheidung wird von diesem Blatte sehr anziehend geschildert. Nach einer umfangreichen Skizze des ZeugenVerhörs lesen wir wie folgt : .Nachdem Richter McAllister dann noch eine AnzahlZeugen vernommen hatte, ohne jedoch irgend gravirende Aussagen zu hören, nahm er das Wort und erklärte, daß es ihm überflüssig erscheine, , die VerHandlungen noch weiter fortzusetzen. Er habe sich bereits seine feste Ansicht über die Angeklagten gebildet und halte dafür, daß Alle bis auf drei, weil sie nicht hätten iden-tifizirt-werden können, entlassen werden sollten. Der bloße Nachweis, daß 12 aus 19 Mann in Uniform am Kampfe theilgenommen, sei schon durch das Obergericht als unzulässig hingestellt; man habe da gesagt, daß Einer aus Dreien oder Zwei aus Fünf ein Verbrechen begangen hätten, und dennoch habe das Obergericht erklärt, daß das nicht genug sei, sondern daß jedes einzelne Individuum nachgewiesen werden müffe. Advokat Cameron wandte ein, daß jene Entscheidung eine Schlußentscheidung ge wesen sei ; hier handle.es sich um eineVor Untersuchung, und da solle es genügen, die Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Der Richter erklärte darauf, daß er an dererMeinung sei. Er denuncirte zunächst in strengster Weise den Gebrauch, Perso nen aus ungenügendes Zeuginn hm in Anklagezustand zu versetzen, woraus nur für die öffentliche Kasse eine großeAusgabe entstehen, könne. Aus diesen Gründen fühle er sich veran laßt, die beiden Ossiziere und die dritte Person, welche idcntifizirt worden sei, un ter Bürgschaft zu stellen und die Uebrigen zu entlassen! Im Gerichtssaale wurde es jetzt lebhaft; man sah auf fast allen Gesichtern Freude und Zustimmung zu der richterlichen Ent scheidung. In manchem Auge aber blitzte es indeß im Gedanken daran, daß man die Leute so lange ohne Verhör im Gefängniß gehalten, hell auf, und zwischen den Zäh nen drang vielleicht ein leiser Fluch über unsere elende Polizeiwirthschaft und'unsere jämmerliche Justizpflege hervor. Anwalt Cameron fragte darauf den Richter, ob nicht alle Angeklagten identisizirt worden seien. Es seien 19 Mann in Uniform da gewesen, sie seien die einzigen in Uniform gewesen und sie seien, wie aus dem Zeug nin hervorgehe, ' des Schießens in die Vienge schuldig gewesen. Richter McAllister erwiderte darauf, daß er, nachdem er dem Zeugenverhör aufmerke sam zugehört, anderer. Ansicht sei. Esse vollständig klar, daß vor dem Thore eil krimineller Riot stattfand. Aber es sei ein eigenthümlicher Umstand da, der Berücksichtlgung verdiene und der sei, daß die Soldaten aus dieMenge feuerten, als diese sich zurückzog. Zwei Personen wurder getroffen und eine gefährlich verwundet Dieser Umstand mache die Frage zu einer t f 11 " T ., . sey? clgenlyumiiqen. tonne dadurch das Verbrechen auf Tödtung" reducirt werden, wenn man die Provokation und Verhältnisse, die Schnelligkeit und den Mangel an Absicht in Betracht ziehe. - Ob die Umstände zu rechtfertigen sein, darüber könne er erst urtheilen, wenn Alles klar und zweifellos dastehe.. Diese Umstände würden bei Feststellung der Bürgschaft auch berücksichtigt werden. Die Gerechtigkeit verlange, daß Diejenigen, welche unter Befehl von Höherstehenden handelten, obwohl auch sie technisch ver antwortlich gehalten werden könnten, nicht in dem Grade, verantwortlich gehalten werden dürften, wie die, welche den Act befahlen. ' . , Hr. Ruhens fragte darauf den Richter, wie hoch er die Bürgschaft zu' stellen beliebe. Der Richter antwortete: Nun, $3000 für die beiden Offiziere und 2500 für den anderen'Mann. Die Genannten' sind: Chas. Raies, 1. Lieutenant; Frank Ladvic, 2. Lieutenant und Joseph Marlin, Gemeiner.ö ; Allgemeiner Jubel entstand ! Die Freunde, der Angeklagten drangen in hellen Haufen in das Gerichtszimmer, um die
"H abeas-Corpus!
soeben sreigelaffenen zu begrüßen und zu beglückwünschen. Während sich hier und dort wirklich rührende Scenen abspielten, traten an zwanzig der wohlhabendsten böhmischen Bürger vor und erklärten sich bereit, die geforderte Bürgschaft zu leisten. Und wenn sie 10 Mal so viel verlangen wir werden sie leisten." Selten ist gewiß eine so große Opserfreudigkeit in einem. Gerichtssaale beobachtet worden. Für die ' tüchtigen und unermüdlichen Anwälte der Angeklagten fiel natürlich auch mancher Händedruck und manches Wort des DankeS ab." ' Zum Schluß wollen wir noch bemerken.
daß die Vertheidigung bei dem eigentlichen Criminalprozeß durch eine Menge Zeugen nachweisen wird, wie plump die Geschichte von der Polizei eingefädelt wurde, wie ' Polizei-Captain Hood den rohen Strol ' chen in der Nachbarschaft Geld gab, um .' den Krawall anzuzetteln, und wie andere ' Polizisten die Rowdies zu dem Angriff ' aufstachelten." öS-Die öffentliche Biblothek enthält ' 30,507 Bände und 4,142 Brochuren. öS" Das geschiedene Ehepaar Bixley. hat sich wieder vereinigt. Vergeben und" vergeffen ist christlich. Gratuliren ! ' " J5g Am Donnerstag Abend gegen 10 Uhr kam eine Bande von 10 oder 12 Lum Wtn in hi Wnjnrtsnslp trnnfpn Nlr iinh wolltensich dann entfernen,ohne zubezahlen. ' Die Herren Grsch und Bühler wollten sie V MV m w r j Qf wm -w v am Fortgehen '.dern und verlangtenBezahlung. Statt dessen wurden sie von den m . w r -t ' nowmes meoergcscyiagen. Herr Jarov. Diaen, oer sich zur Zett im lokale befand und ruhig sein Glas Bier trank, bekam von einem der Lümmel einen Schlag mit' einem Stocke, der ihm dasHandgelenkzer. brach. Glücklicher Weise gingen Charles Smith und Georg Coulter zu dieser . Zeit. vorüber und es gelang mit deren Hilfe die: Bande in die Flucht zu schlagen. Herr Grosch und Herr Bühler wuren übelzuge. richtet worden. Hoffentlich 'gelingt es die Burschen zu verhaften, fo daß sie der ver- . dienten Strafe nicht entgehen. ' Wie'gewöhnlich am 4. Juli fehlte es auch diesmal .nicht an Unglücksfällen. In der Washingtonstraße . wogte eine un- ' geheure Menschenmaffe, in Folge dessen, wurde ein Pferd, das an einem Buaan gespannt war scheu .und warf seine Infassen aus dem Wagen. Eine der-zwei. Damen hat sich dabei bedeutend verletzt. .,. ,, , ..... öS- Ein gewisser Sweetland :igerieth gestern mit William Baldwin in Streit im Verlauf dessen er ihm eine Ladung Schrot in den Leib jagte. Die Verletzung ist nicht gefährlich. . . . , . Das gestohlene Kind der Frau Trapnell von dem wir letzte Woche berich- ? a 9 t rr w . a .a ttten isl wieoer m oerenVesitz zuruagerommen. Die Diebin wurde bald ermittelt u. verhaftet. ' Ein verbranntes Kind scheut das Feuer, nicht minder jedoch ist dieScheu armer Leute, welche sich durch dieAnzeigen vonSchwindlern verleiten lassen, ibr sauer wordenes Geld für Schundmedizinen auszügeben. Solchen Leuten rathen wir fest an die alten deutschen Heilmittel, Dr. August Königs Hamburger Tropfen uttö Brustthee, zu halten, denn dieselben haben sich stets bewährt uud werden von Aerzten empfohlen. Nur ächt mit der Ueberschrist von A. Vogeler & Co. lW" Die Polizei hat während des vergangenen Monats Großes, geleistet. Sie hat nicht weniger als 454 Verhaftungen vorgenommen. J65- Für einen' Diebstahl von einem Pferd und Buggy wurde James Clark zu 'nicht weniger als drei Jahre Zuchthaus verurtheilt. . - . Die beißen Tage tragen jedenfalls Schuld, an der großen Sterblichkeit, die zur Zeit in allen Städten zu verzeichnen ist. Auch Indianapolis hat gegenwärtig fcX 1 1 y 0 HXTfii nii(inlii!ü Yct ... iiiuji wt.wv - uuul uui3Wiucicu ui JU vor. .: - Zcr Das Vogtsche Orchester hatte gestern den Besuchern' des Volksgartens. wieder einen recht vergnügten Abend bereitet. Es lieferte ausgezeichnete Musik und hatte ein so prachtvolles Programm ausgewählt, daß sich alle Anwesenden köst r r ' m na) amusirien. Ale freien Konzerte am Sonntag und Samstag Abend ernten auch immer sehr reichen Beifall und erfreuen' sich einer großen Beliebtheit von Seiten uwv -yuvututus, Im Superiorgericht sind' nun Fe rien, bis zum September.'' ' ' 's- Das alle Markthaüs soll . bera'e-.' 5NKli?, ; richtet werden. Neu wird es Lavon nimmer werden.
