Indiana Tribüne, Volume 1, Number 45, Indianapolis, Marion County, 21 June 1879 — Page 3

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I

Auch Völkerrecht. Der Zchwurgerichtshos in München bat letzter Tage wegen einer in Zürich erschie nenen Schrift : Die Wiedergeburt des Deutschen Reiches; ein Nachtrag zur Schrift: Der europäische Krieg" nicht nur den Verfasser und Selbstoerleger dieser Schrift, den reichsangehörigen Baron Ernst von Linden ausBayern zu 4 Jahren Festung und 6 Monaten Gefängnis der urtheilt, sondern seineMachtbelugniö auch aus dep schweizerischenDrucker der Schrist, Herrn Schabelitz in Zürich, ausgedehnt und denselben zu 1 Jahr 3 Monaten Festung und 2 Monaten Gefängniß Der

knurrt. Bekanntlich wurde Herr Schabe litz schon einmal als Drucker einer Schrift in Mannheim verurtheilt. Das Münchener Urtheil sagt, wie die .Züricher Post" richtig bemerkt, in seiner Konsequenz, daß ein Schweizerbürger seinen Tag sicher sein kann, nicht wegen einer Schrist die er druckt, einer Zeilungskor responde z, die er schreibt, einer Aeußerung. die er am Wirthstisch thut, in Deutschland gerichtet zu werden. Es be darf nur der Annahme, daß er dr Thäter ist, oder einer Denunziation, möglicher weise einer falschen, und nicht hier, am Domizile, wird er angeklagt, man zitirt ihn vor die Schränken eines fremden Staats, man sperrt ihm die Thore des Reichs oder steckt ihn ein, wenn er über die Grenze geht. Hunderten, Tausenden kann man derart, wenn man will, die Freiheit des Verkehrs rauben Der Bundesrath ist sonst sehr zartsühlend in Sachen des Völkerrechts, nament lich, wenn es gilt, Herrn Bismarck einen Gefallen zu thun, er muxt . sich aber nicht, wenn Bürger im eigenen Lande einer srem. den Gerichtsbarkeit verfallen wenn deutsche Gerichte nun schon wiederholt die Schweiz quasi als deutsche Provinz behandeln. (Tgt.) Farbenblinde. Der Baltimore? deutsche Augenarzt Dr. Neuling hat dieser Tage vor dem bor!igen Staatslehrer-Verein einen Vortrag über Farben. Blindheit gehalten. Aus einem im dortigen Correspondent" ent haltenen Berichte über den Vortrag stellen wir folgendes zusammen : Farbenblindheit ist keine Krankheit, sondern nur ein Fehler, in den meisten Fällen angeboren. Keine Uebung wird gew'sse Farbenblinde jemals in den Stand setzen, Grün als Grün und Roth als Roth zu erkennen; keinSystem derUebung ist im Stande, das für Blaugelb blinde Jndivi dium soweit zubringen, Biolet als Violet und Gelb als Gelb zu unterscheiden. Farbenblindheit ist in der Welt viel häusizer, als man gewöhnlich vermuthet. Dr. Favre, ein französischer Arzt, fand Vierzig Prozent der Schulkinder seiner Heimath sarbenblind. Seine Untersuchungsmethode war jedoch mangelhaft und in Folge dessen kann man annehmen, dan dieser Prozentsatz zu hoch gegriffen war. Die einfache Bezeichnung einer Farbe ist noch kein Beweis dafür, daß eine Person nicht farbenblind ist. Es giebt Personen, welche Roth uud Grün ganz wohl bezeichnen können und dabei doch farbenblind sind. Prof. German Cohn in Breslau untersuchte 3490 Schulkinder auf Farbenblindheit; unter diesen waren 2429 Knaben und 1061 Mädchen. Unter den Knaben waren 95 farbenblind, unter den Mädchen kein einziges. Dr. Magnus in Breslau fand Z Prozent Knaben und ein einziges Mädchen farbenblind. Andere Augenärzte machen ähnliche Beobach hingen. Im Durchschnitt kann man an nehmen, daß ungefähr 44 Prozent Personen farbenblind sind. In der Stadt Baltimore giebt es demnach, rechnet man die Bevölkerung nur auf 300.000 ungefähr 12,000 Farbenblinde; oder mit anderen Worten : jede zweiundzwanzigste Person ist mit dem Fieber behastet. Der erste Fall von Farbenblindheit, welcher bekannt wurdr, war das Auge des englischen Arzte? Dalton. Dieser Herr war farbenblind für Grün und Roth. Die Blätter der Bäume erschienen ihm blau, und als ihm eine Smaragd gezeigt wurde, rief er aus: .Blau wie Baumblättert Farbenblindheit wird deshalb oft Daltonismus genannt. Es giebt drei Arten von Farbenblindheit, Blindheit für Grünroth, für Blaugelb und gänzliche Farbenblindheit. In letzterem Zustande können Personen nur schwarz und weiß unterscheiden und die ganze übrige Welt kommt ihnen grau vor. Diese Farbenblindheit hat vielleicht Anlaß zu Unter-

suchungen gegeben. Die interessantesten Resultate hat Pros. Holmgren in Upsala erzielt. Derselbe untersuchte das Signal personal der schwedischen Kriegsflotte und der dortigen Eisenbahnen und fand, daß 10 Prozent farbenblind waren. Man ge denke, zehn unter hundert Bediensteten, von welchen das Leben von Tausenden von Passagieren abhängen kann, einem solchen Gesichtöfehler unterworfen ! Dr. Neuling führte noch aus, wie Farbenblindheit sich meistens sprungweise von dem Großvater auf den Enkel vererbt und wie sie beim weiblichen Geschlecht nur sei ten vorkommt. Schließlich zeigte er, wie

wichtig es sei, Kinder frühzeitig zu gewöhnen, Farben zu unterscheiden und empfahl ein System des chromatischen Unterrichts in den Schulen, nickt um Farbenblindheit zu heilen, sondern damit die Kinder die Farben und deren Schattirung gründlich kennen lernen. Nrsache und Wirkung. Auö den Neu Englandstaaten wird neu erdings berichtet, daß die Zahl der lln gläubigen sehr zunehme und die der Kirch gänger sehr abnehme; besonders soll Boston ganz voll von jüngeren Leuten sein, welche sich ihres Unglaubens rüh men, und die Pocasset KindesmordGe schichte hat eine sichtliche Bewegung zum Abfalle von den rechtgläubigen Sekten biwirkt. Man will die arge Zunahme der Verbrechen, Ehescheidungen und Skan däler in Neu England ausRechnung dieses wachsenden Unglaubens schreiben. Allein hier wird offenbar die Wirkung mit der Ursache verwechselt. Eben weil die .Recht gläubigkeit" sich als ein Deckmantel für verbrecherische Gelüste erweist, wendet sich di denkende und rechtschaffene Bevölke rung vom Bekenntniß eines Glaubens ab. Eben weil so erstaunlich viele Geistliche, Kirchenvorsteher, Sonntagsschullehrer und christlich: Jünglinge als Verbrecher ent larvt worden sind, fällt die .Heiligkeit" in Mißachtung. Eben weil die respektable Kirchgängerschast soviel Schwindler auf weist, hören die Verständigen auf, in die Kirche zu gehen. SonntagSmuckerci in England. Die englischen Gesetze über die Sonntagsfeier untersagen nicht nur jeden Kauf und Verkauf in den Geschäften undWirth schalten für die Sonn und Feiertage, sondern es ist auch der Besuch von Galle rien und Museen an demselben verboten. Mehrfach wurden Versuche angestrengt, in der lebten Beziehung eine Erleichterung herbeizuführen, aber immer vergebens. In der ersten Woche des Monats Mai gelangte diese Frage im Oberhause zur Dis cussion, wobei diejenigen Lords, welche eine Milderung des Gesetzes wünschten, auf Dublin in Irland hinwiesen, wo die Gallerie seit 13 Jahren auch an denSonntogen dem Publikum geöffnet ist. Für die Beschränkung der gesetzlichen Bestimmun gen und größere Sonntagssreiheit traf namentlich der katholische Marquis of Ripon ein. Er bemerkte, daß er die Arbeit an Sonntagen aus religiösen wie aus sittlichenMotiven verwerfe ; jedoch wünsche er, dem Arbeiterden Sonntag angenehmer zu machen, als er gegenwärtig für ihn sei' Indem dies gelchehe, werde der Sonn tagsarbeit durchaus kein Vorschub geleistet. Der vrotestantisch -anglikanische Erzbischof von Canterbury dagegen bekämpfte diese Resolution scharf, weil sie j den Wünschen und auch den Jntereffen des I Volkes zuwiderlaufe. Das Oberhaus lehnte den betreffenden Antrag ab und die Arbeiter der Städte England's werden auch in Zukunft den Sonntag in dum pfem Hinbrüten und ohne Erholung ver bringen müffen. Ueber den Rekrutenschin der Schenk von Geyern in. Würzburg macht die Wiener deutscheZeitung vom 27. Mai folgende Bemerkungen : Die Auszählung der an den wehrlosen Rekruten verübten brutalen Mißhandlungen klingt wie eine veraltete Reminiscenz aus jenen Tagen, da die deutschen Fürsten ihre Landeskinder gegen Baarzahlung in die Fremde verkauften, da der Soldat ein Söldner' war, zwangsweise zur Vater landsliebe angehalten und zumeist von der Gesellschaft ausgestoßen. Wie Seume diese trübe Zeit gesehen, mit empfunden und in unvergänglichen markigen Zügen gezeichnet hat, so scheint sie aus den Exercirplatz von Nürnberg heute wiedererstan den zu sein. Man weiß, es giebt alleror ten Fälle der militärischen Ablichtung, in

welchen allen humanen Instruktionen zum Ärotz der Exerciermeister gegenber obstinaten Rekruten kein anderes Mittel wirken sieht, als jenes einer kleinen handgreifli chen Nachhülfe. In der deutschen Armee spielt auf solche Weise beispielsweise die

Säbelscheide, mlt den Knie und Armge lenken in sanste Berührung gebracht, eine wichtige Rolle. Die Prozedur ist kurz. erregt keinerlei Aufsehen und-ist in der Regel von raschem Erfolge begleitet. Allein wenn, wie in Nürnberg, die mili tärische Ablichtung zur wahrenFolter wird, wenn man die armen Leute Hülflos, ver zweifelnd, gebrochen, der größten Grausamkeit preisgegeben sieht, dann giebt es keine Strafe, welche schwer genug wäre, diese UnMenschlichkeit nach Gebühr zu züchtigen schon allein um der Beruh! jung der Eltern willen, welche demVaterlernte ein theures Kind geliehen haben und ein Recht zu haben glauben, dasselbe menschenwürdig behandelt zu wiffen. Freiherr v. Schenk, deffen Strafe und Beseitigung hoffentlich manchem seiner etwa vorhandenen Gesinnungs und Be rufsgenossen einen heilsamen Schrecken einjagen wird, ist der Schwiegersohn eines Mannes, der in der Gelehrtenwelt und unter seinen Mitbürgern die allgemeinste Achtung genießt. Es ist dies Prof. Hoff, mann in Würzburg, der Nestor der dort! gen Hochschule, weithin bekannt alsApostel der Franz v. Baader'schen Philosophie. Wie mitgetheilt, ist die Anzeige von den Heldenthaten des Ossiziers seitens einiger Bürger, welche Augenzeugen der Vor gänge auf dem Exerzierplätze gewesen, erstattet worden. Es soll nun kein leichtes Werk gewesen sein, bei den Vorgesetzten des Lieutenants mit der Klage durchzu dringen. Alle militärischen Instanzen, vom Hauptmann angefangen bis zum Brigadier, sollen die Beschwerdeführenden abgewiesen haben. Nun erst seien einige Bürger, tief entrüstet über die nach wie vor wahrnehmbar gewesenen Grausamkeit ten zu dem Entschlüsse gelangt, nachWürz bürg zu fahren und dem Corps'Comman danten direkt die Anzeige zu erstatten. General'Lieutenant v. Orff. suspendirte den Lieutenant sofort vom Dienste und ordnete die Einleitung der Untersuchung an. Die Umständlichkeit der KlageEin bringung dürfte nicht ungeeignet erscheinen, auf die Reformbedürstigkeit gewiffer Institutionen im deutschen Heere ein helles Licht zu werfen. DerPrinz von Oranien, unter der Pariser Halbwelt besser unter dem Namen Prinz Citron (Dummkops) bekannt, der älteste Sohn des Königs von Holland und Thronerbe dieses Reiches, hat in Paris ein Leb:n der schlimmsten Ausschweisungen beschlossen. Der jüngere Bruder des Prinzen, ein schmacher und kränklicher Mensch, ist unfähig die Last einer Krone zu tragen, und der Mannesstamm des Hauses Oranien darf somit als erloschen betrachtet werden, wenn nicht ein halbes Wunder geschieht und die junge Königin von Holland den alten König mit einem Thronsolger beschenkt. Solche Wunder geschehen nun zwar nicht alle Tage, besonders wenn die Ehemänner ein so ehrwürdiges Alter erreicht haben und so beharrliche Bewunderer unkeuscher Schönheit gewesen sind, wie der König von Holland. Allein sie sind schon dagewesen, wie die Geschichte von der tugend haften Königin Christine von Spanien, ihrem alternden G-mahl Ferdinand und dem Leibgardisten Munoz genugsam zeigt. Geschieht also das halbe Wunder nicht, bleibt der zwanzigsährigen Königin von Holland und ihrem dreiundsechzigjährigen Gemahl derKindersegen versagt, so dürfen wir in nicht allzu ferner Zeit eine holländische Thronsrage haben, die Europa in größere Bewegung zu versetzen droht, wie die diversen spanischen Thronstreitigkeiten, welche in den letzten zwei Jahrhunderten Unheil genug gestiftet haben. Bei der Lösung jener Frage sind Eng land, Frankreich und Deutschland interessirt. In der That, der deutschen Regierung wurde schon im vorigen Jahre die Absicht zugeschrieben sich für den Fall des Hinscheidens deS Königs von . Holland in jenem Lande einen Einfluß zu sichern. Dies sollte durch den Versuch geschehen, durch Verehelichung der hohenzollerischen Prinzessin Marie mit den Bruder des Königs von Holland, dem Prinzen Hein rich der Niederlande, ein zollerisches Reis auf den oranischen Stamm , zu Dropsen. Prinz Heinrich wäre beim Tode seines Bruders vielleicht der.Thronerbe geworden. Hätte er den Mannesstamm fortg'e

pflanzt, so wäre die hohenzollerische Prin i

zessin bei seinem Ableben Regentin gewor. den und als solche wohl im Stande gewesen den Plänen der Berliner Regierung Vorschub zu leisten. Prinz Heinrich starb indeffen und da ihm jetzt Prinz Citron in'3 Grab gefolgt ist, so liegt die Lösung einer wichtigen Frage nunmehr bei einem alten König und seiner jungen Frau. (C. V.) Du Seuche, welche zeitweise einen bestimmten Theil des Volkes befällt und in der Wuth besteht, dem sogenanntenSonntagsgesetz Geltung zu verschaffen, ist neuerdings auch in die Stadt Syracuse eingezogen. Der Weg von Newark dahin war auch kein sehr weiter. Es werden Massen Versammlungen gehalten, die Pastoren donnern von den Kanzeln herab oder stellen sich an den Straßenecken auf und eifern für die ächte, walire, amerikanische Sonntagsfcier. Händler in Spiri tuosen, die Jahrzehnte lang unbehelligt ihr Gewerbe betrieben, werden wie ge meine Verbrecher yerhaftet und auf dem Wege zum Gefängnik hängt sich ein sana tischer Janhagel an ihre Fersen, der den Missethätern nachbrüllt. Die weckung" ist wie der Dieb über Nacht in die Stadt gezogen. Der öffentlichen Mo ral entspringt aber daraus wahrlich kein Vortheil, wenn dem Betriebe des erwähnten Geschäfts auf zwei oder drei Wochen darin Einhalt geboten wird, was vorhe und nachher unbeanstandet erlaubt ist. Die Sonntagsfrage, mit all ihrem sie um gebenden Humbug gehört eben zu den Unbegreiflichkeiten des hiesigen öffentlichen Lebens; man muß sich darin finden, bis diese Verkehrtheit sich selbst die Spitze ab gebrochen hat. Ueber einen geheimnißvol len Mord, über welchen jüngst von Lon don aus berichtet wurde, wird folgendes Weitere gemeldet:- Der Schleier, welcher den Euston-Square-Mord bis vor kurzem umgeben hatte (in dem Keller eines seit längerer Zeit leerstehenden Hauses war unter einer dünnenErdschicht ein Leichnam gefunden worden), beginnt allmählig sich zu lüften, und ist es den letzten Polizeibe richten zufolge beinahe zur Evidenz bewie sen, daß die Ermordete eine Miß Hacker, eine 50 bis 60 Jahre alte Jungfer mit excentrischen Gewohnheiten, gewesen, welche vor etwa einem Jahre spurlos ver schwunden ist. Miß Hacker, war, wenig stens der Straßenjugend des Westends, keine unbekannte Persönlichkeit, da sie sich trotz ihres respectablen Alters noch immer als Backsisch im Jlügelkleide, mit langen gefärbten Schmachtlocken und einer Un masss echten und salschenSchmu cks beladen aus den Straßen sehen ließ. Ihre Gewohnheit, unter falschem Namen zu leben und selbst den nächsten Angehörigen ihre genaue Adreffe zu verweigern, mag viel dazu beigetragen haben, daß ihr ganzliches Verschwinden bisher gar nicht be achtet wurde. Die denMord begleitenden Umstände erinnern in mancher Hinsicht an den Rlchmond-Fall; auch hier scheint ein weiblicher Dienstbote die Schreckensthat auf dem Gewissen zu haben. DieSchuld beweise gegen dieselbe sind geradezu er drückender Art. Seltsamerweise befand sich die betreffende Person, während . die Polizei emsig nach ihr fandete, bereits wegen Diebstahls im Gefängniß. Von großer Wichtigkeit ist die in den letzten Tagen gemachte Entdeckung, daß der Tepvichdes Zimmers, welches Miß Hacker im Baffendorf'schenHause bewohnte, einen großen Blutflecken erkennen ließ. , Das Verbrechen wird also auch in diesem Falle nicht ungesühnt bleiben. Der Zar hat sich dem Proteste Bis marck's beim Khedive gegen seine Wort brüchigkeit in Sachen der auswärtigen Gläubiger angeschloffen. Da derKhedive mit einer befriedigentenAntmort zögert, wartet man demnächst dasErscheinen einer deutschen Kriegsflotte an der egyptischen Küste.- Auch vermuthet man, daß durch dieses kräftige VorgehenDeutschland's die beidenWestmächte,' schon aus Eifersucht, zu entschiedenen.Maßregeln in Aegypten wer den bewogen werden. Die deutschen Reichsbürger.sollen eine, Salbe auf die Wunde gelegt bekommen, welche Bismarck ihnen vor den Augen der Welt geschlagen hat,indem er sie mundtodt macht und ihre Rechte konsiszirt Wegen der deutschen Kriegsflotte aber, welcheAegypten züchtigen soll,sindwir etwas inSorge,zumal wenn vonStosch sie kommandirt. Es könnte ihr gehen, wie dem.Peter in der Fremde."

S i m l a, 12. Juni. DieRegierung

von Indien hat Nachrichten erhalten, wo nach zu Mandalay abermals auf Befehl des Königs vonBirma mehrerePrinzener mordet sind. - Am 21. Mai starb in München der Landschaftsmaler Bernharn Fries, einer der besten Meister seines Faches. Er war 1920 in Heidelberg geboren, ein sehr viel tüngererBruder des ausgezeichnetenLand schaftsmalers Ernst Fries. BernhardFries begann seine Studien in Karlsruhe, setzte sie dann aber längere Zeit in Düffeldorfund später in München fort. 1838 zog er nach Italien, von wo er. 1816 zurückkehrte u. dann seinenWohnsitz inMür.chen nahm. Vor seinem Aufenthalte in Italien malte er deutsche Landschaften in derWeise seines Bruder,meistens motive aus seiner schönen heimathlichen Gegend; inJtalien nahm er einen idealistischen Stil an. den er fortan in etwas dekorativer Weise ausbildete. Sein Hauptwerk ist eine Folge von vierzig landschaftlichen Charakterbildern ar sJta Iien und Sicilien, welche 1856 vollendet wurde. Zoßnflon'ö KXtract Sarsaparilla. Jellom Dock, Dandalion u. WildCherry, ist feit den letzten 20 Jahren im Gebrauch und hat sich als das beste Präparat im Markte für Migräne, Schmerz in der Seite oder Rücken, Leberleiden, Finnen im Gesicht, Dyspepsia, Hämorrboiden und für alle Krankheiten, welche von einer unordentlichen Leber oder aus nnreinem Blut herrühren. Tausende aus dem besten Theil der Bevölkerung nehmen und geben es ihren Kindern. Diejenigen, welche den Extract einmal gebrauchen, empfehlen ihn Anderen und versenden wir denselben nach den Staaten New York, Ohio, Jndiana, und nach allen Theilen von Michigan. Aerzte verschreiben ihn täglich; ein (fj lösfel voll am Abend und Morgen genom men, wird die Eingeweide wie ein Uhrwerk reguliren. W. Jolrnstoii & Co., 1G1 Jeffersvn Ave. Detroit, Mich. Verkauft ttott allen Drognlste. Preis $1. JOHN GROSCH, 5 ffi ein- u. Bicrhalle 195 Hsi WasyingtoN'Str. - INDIANAPOLIS, I2VX. 2m,!jhr George Grinstewer, stA A 0 Osl Itlf -V lln, ., IJ ( r7J Leichen- Bestatter, 276 Oft Marketstrabe. zv. Oft und Llberty, Indianapolis, Ind. ; . . CSTi? utscheü werde zu niedrigen Preisen auögeliehen. lfottgll , A GVlme's S ' ' der einzige Permanente öffentliche VläH in der Stadt, too man sich amükiren kann. Offe jeden Abend in der Woche. - Dienstags und Samstags Matinee. Eintrittspreise den Zeiten, gemäß ? ' Q . S ' 10 13 und 25 Cents für Abendunterhal. tungen. : ' - U'i . -i, Bei Matinees 15 Cents für jeden Platz im Qäx kn. - ''-":. Xaool; Oronoi .Ctgeaty. ? .'! ., . !. ; ; 2j v 22li$r

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