Indiana Tribüne, Volume 1, Number 44, Indianapolis, Marion County, 14 June 1879 — Page 7

I n d i a n a X r i b ü n e

ste dasselbe auf ihre heißeStirn undSchlä sen, UM wenigstens einigermaßen Linde rung zuhaben. Alle Viertelstunde erschien Jane, die Stewardeß,, brachte ihrEis; anRuhe war nicht zu denken. Wird denn das arme Geschöpf nicht bald zu Bette gehen? fragte sich Clary, der nichts lieber gewesen wäre, als zu wis sen, ob sie endlich einmal sicher vor dieser wäre, damit dieThür ihrerKajüte gschlossen werden könne wenigstens einStünd chen, o, du lieber Himmel ! nur einStünd chen lang. Aber wiederum erschien Jane. Ermüdet und schlaftrunken setzte sie sich aus . einen Feldstuhl. Aber waS wollen Sie denn, Liebe?" fragte beklommen das in süßen Wasser uud Angstschweiß gebadete junge Mäd chen. Bei Ihnen wachen, liebes Fräulein," gähnte die Stewardeß. Kapitän Morris hat angeordnet, ich soll bei Ihnen bleiben, um gleich bei der Hand zu sein, wenn Sie etwas wünschen!" Ach, du lieber Himmel ! Das hat gerade noch gefehlt!" stöhnte Clary und obgleich sie die Aufmerksamkeit und Fürsorge des Kapitäns eigentlich hoch auszunehmen verpflichtet gewesen wäre, verdroß es sie doch, daß die Art und Weise seiner Zuvorkommenheit sich so ganz und gar nicht mit ihren Privat-Umständen anpaßte. Das Fräulein wünschte sehnlichst die Folter. Perrücke nur auf eine Stunde, nur auf sechszig erbärmlich kurze Minuten los zu werden, um zu ruhen und zu schlafen. Aber es geht ja nicht. Der höflicheHerr u. Gebieter desSchifses macht es rein unmöglich und das aus purer Liebenswürdigkeit! O, es war zum Verzweifeln ! Jane schwankte auf dem Feldsessel hin und her. Alle Augenblicke schien ihr der Kops vom Rumpse vor die Füße, oder we nigstens in den Schook fallen zu wollen, so ermüdet und schläflrig war sie. Clary bat daher dringend, daß sie sich doch in die Kajüte zur Ruhe begeben sollte. Sie sel' ber fühle sich bereits wieder ganz wohl; sie Würde auch nichts mehr nöthig haben wä rend der Nacht und sie wolle jetzt schlafen. Ihr Bitten und Drängen hals. Herz lich gern schlich sich die Stewardeß in ihre Koje und mit einem Satz sprang Clary aus ihrem Bett, riegelte dieThür zu u. riß die Perrücke vom Kopfe. Jetzt schwelgte sie in kalten Umschlägen und Eisauflagen. Wie ein Blumcnkörbchen ward an einer Schnur das Lockenge bäude an der Quergange der Bettgardine ausgehängt. Ausatmend lehnt? sich das nun erst behaglich sühlende jungeMädchen auf die trockne Seite der umgekehrten Rissen u.f4lieHanft u. felia. Selig weil sie träumte von dunklenAugen 'u. eigeven, goldblonden Haaren. Sie schlief fest und lange. Erstaunt fand sie sich beimErwachen in einem engenBett chen. Endlich sammelten sich ihr Gedan Un und seufzend rief sie aus : Ach so. ich bin ja auf See ! Aber wie ist mir denn ? Ich war doch krank, und j:tzt? Nun wenn Seekrankheit nicht schlimmeres ist! Ich hab' gedacht es ginge bis"an's Sterben !" Clary redete eben nicht anders als die Meisten. Während des Uebelbefindens glauben alle zu sterben und hernach war es ja garnichts. Sie war glücklicherweise eine von den Naturen, welche mit leichten Anfällen davon kommen. Es gibt aber solche, die erst dann von Leid und Jammer erlöst werden, wenn sie das Schiff verlas sen. Theils ist Einbildung daran schuld.

theils Korpulens. Aus letzterer Ursache ; war Tante Morris genöthigt, Kajüten u. KojenArrest über sich ergehen lassen zu müssen bis an das Ende der Reise. Fräulein Stanley nahm ihre Koiffüre ordentlich inBearbeitung, denn sie war ein wenig sehr derangirt worden, und bald prangte das geschmackvolle Lockengebäude !n herrlichster Pracht aus dem Haupte des schönen Kindes, das sich in ein zierliches, dlauesGewand kleidete und nach vollende ler Toilette aussah, wie eine in's neun zehnte Jahrhundert übersetzte Fäjade.Obgleich die Gesichtsfarbe noch etwas blaß war und die Füße ein wenig zitterten.fühl je sich Clary dennoch ganz wohl. Es klopfte und Jane erschien. Ueber alle Maßen erstaunt, keine Todtsterbenskranke zu finden, sondern ein reizendes, lächelndes, blaues und blondes Wesen, rief sie die Hände zusammenschlagend: Nundas muß ich sagen, Fräulei'n.Sie sind ein leibhaftigesMeerwunoer !Sämmt liche Damen liegen noch fest und jammern und stöhnen zum Herzbrechen. Besonders die eine junge Dame; ich. weiß nicht, ob sie besonders bemerkt haben, sie hat daö wunderliche Haar, welches eigentlich gar keine Farbe hat." (Fortsetzung folgt.)

AuS dem Staate.

? Aus Fort Wayne wird schon wieder ein Eisenbahn.Unfall berichtet.- Dies mal ist es ein Bremser auf der Pittsburg, Fort Wahne & Chicago Bahn, Namens Wilhelm Hinton, der zu Schaden kam. Man-fand ihn in dem Eisenbahnhose furchtbar verstümmelt, offenbar von einer rückwärts gehenden Lokomotive' getroffen und überfahren. Der Verstorbene war 30 Jahre alt, hatte aber keine Familie. il In Princeton hat man beim Weg räumen von Heu aus einer Scheune, das Skelett eines Zmonatiichen Knaben in ei nen großen Papiersack eingewickelt gesunden. Man hat Verdacht, daß es 'das Kind einer jetzt verheiratheten, aber zur Zeit der Geburt noch ledigen Frau ist. ? Der Grocerist David Wisman in New Albany, der gleichzeitig eine Wäch terstelle in einer Fabrik besorgte, ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden. H In South Bend wurde Ed. Gillen von Owen McLiger in Folge eines trunke nen Streites zwischen den Beiden in den Leib geschaffen. Die Wunde ist gefährlich, aber nicht unbedingt tödtlich. 1l In Richmond wird jetzt George Savage prozessirt unter der Anklage in der Neujahrs Nacht verschiedene Eisenbahnzüge von den Schienen geworfen zu haben, indem er die Schienen obstruirte. - Asbury Park, N.J., 7. Juni. Gestern wurde während eines schweren Gewitters dasWohnhaus desRev. George Clark vom Blitz getroffen und zweiAnstreicher wurden getödtet. Gegen dreißig Kinder durch Waffer vergifte?. Ein Anzahl Kinder in Newark, Vermont spielten vorige Woche außerhalb des Ortes an einem kleinenBache u. tran ken aus demselben. Gleich darauf erlrankten 29und 5starben, später 4, auch befürcht tete man für das Leben der übrigen. Der schreckliche Vorfall ließ sich nicht leicht er klaren, später stellte sich aber heraus, daß ein Farmer oberhalb des Platzes Kartofköpfe mit Pariser Grün bestereut, in das Waffer geworfen hatte. Rochester, N. Y. 7. Juni. Ein Preuße Namens Peter Peters ermordete gestern seine Frau und beging dannSelbstmorö. Weder unter derMonarchie noch un ter der Republik hatte Frankreich bisher Preßfreiheit. Jetzt erst hat der Minister des Innern, Lepere, einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, wodurch fast alle Preßvergehen abgeschafft, dagegen schwere Stra sen für Berläumdungen festgesetzt wer den. Man vermuthet, daß das Fallissement der Asrikanischen Handels-Vereini' gung in Rotterdam für die dortige Han delswelt eine schwere Krisis herbeiführen wird. Tritt die befürchtete Katastrophe wirklich ein, so müssen die Rotterdammer es sich schon gesallen laffen, wenn sie als Bankrotterdamer" bezeichnet werden. 9 (Ulk.) AusWarschau wird gemeldet: Nach dem die Haussuchung und Verhastungen in Warscha etwas nachgelaffen haben, finden sie jetzt um so häufiger in der Provinz statt. Die in letzter Zeit hier eingebrachten politischen Gesangenen waren aus nahmslos junge Leute russischer Nationalität, die auf Eisenbahnstationen verhastet worden waren. Sogär einige Beamten befanden sich darunter. In Podlachien ist kürzlich der einflußreiche Gutsbesitzer Wladislaw vonBuchowiecki auf Kolczyn bei Terrspole, ein eifriger Nationalpole, verhastet und indem Verwaltungswege nach dem Gouvernment Peru internirt werden. Die Amnestie für die Com. mu nisten. Die letzte Liste von Am nestirten" enthält 283 weitere Namen von Communards. LetztenMontg.erlosch die vom Amnestie-Gesetze bestimmte Frist, wel cher an nur noch "Begnadigungen statt Amnestirungen" stattfinden können,so daß die alsdann Begnadigten der bürgerlichen Ehrenrechte verlustiggehen,also nichtin die Kammer oder Gemeindevertretungen ge wählt werden können. Einer der zunächst zu Begnadigenden sollteBlanqui sein. UebrigenS hat Präsident Grevy kein Ge heimniß daraus gemacht,daß er, sobald die Kammer ihm ein Ministerium aus der äu ßersten Linken verschaffen könne, eine wirk liche Amnestie unterzeichnen werde.

Anerkennung der Jrauenrechte. Elf weibliche Studenten unterzogen sich nach Beendigung ihrer Studien auf der Universität zu London einer .fchwierigen Schlußprüfung, welche von neun ausgezeichnet bestanden wurde. Die vortreff lichste dieser neun war ein armes Mädchen daß außer seinen fleißigen Studien noch weibliche Arbeiten machte, um von deren Ertrage nicht nur sich, sondern noch einen Bruder auf der Universität zu Dublin u. einen anderen Bruder auf der Universität zu Cambridge zu erhalten. Dies ist eine solche heroischeThat,daß man wohl vergebens in der männlichenSphäre einenRiva len finden dürste. Was Reclame-Manie in diesemLan de zu leisten imStande ist,davon folgendes Pröbchen : Ein Kleiderhändler in San Francisco bot dem Schauspieler Lawrence Barrett $100 an. wenn er sich dazu berste hen wolle , im 'Hamlet nach den Worten: gewöhnliche Anzüge von feierlichem Schwarz" hinzuzusetzen : wie man sie bei für 52t kauft."

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