Indiana Tribüne, Volume 1, Number 42, Indianapolis, Marion County, 31 May 1879 — Page 4

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indem ihr euer Eigenthum bei unS versichert, in unseren prompt zahlenden Gefellschasten. , Ihr konnt versichert sein, daß wenn ihr bei unS in un. serer Ofsice in Zimmer No. 1 und ?, Talbott & New' Block, erste Stiege südlich von der Pcstof. sice, borsprecht, wir ihnrn bei der Versicherung ih reö Eigenthum Geld sparen können; es wird neu wenigstens nicht zumSchaden gereichen,Kenn Sie bei uns anfragen. Cleaveland L5 Uo. indiana Hriöüne. Wochenblatt.) Lfftce: Ecke Circle u. Meridianstr. sJm dritten Etock ) Abonnements-Preise. Ja der Stadt durch Träge: in? Haus geliefert Per Jahr im Voraus $2.00 Per Nummer 6 kentö. Otto Schissel, Herausgeber. Jndianap-us, nv., ven öl. wa iö7y. m.. 1 rm m Der Congreß ist trotz der Hitze noch immer in Sitzung, rra in . : Tur.jt ci. v. o cn.it .v. I IH sin VJJIUO. Ul ÜU VUU, UUeS UUl rnepr im ocnen VJ)eiooeuici,üaB oic zerren r k- v r? ti rvt ...i.f v.r. v. n. i Senatoren und Repräsentanten nicht nach der Anzahl vertage bezahlt werven, wnaze . - . sie in Thätigkeit sind, denn sonst würden die Sitzungen gar kein Ende nehmen und die Steuerraten müßten verdoppelt werden. Fast jeden Tag spricht eine oder die andere Zeitung den Wunsch aus, dab die Herren zum Wohle des Landes nach Hause gehen möchten, aber sie thun eS nicht. Und so bleibt die Geschäftswelt in der fortwährenden Furcht schweben, der Congreß könne irgend ein verkehrtes Gesetz passiren, welches durch Verwicklung der Finanzver. hältnisie, oder auf irgend welche andere Art die Rückkehr besserer Zeiten erschwert, oder unmöglich macht, denn DerarngeS läßt sich von einem Congreß, der so zusam. r . n . . . . ... . . r.t menaesetzt ist, wie der gegenwärtige, sehr wohl erwarten. Bis jetzt wenigstens ist auch gar nichts Vernünftiges gethan wor den und 5ieit und Geld sind total ver ... r wo I schwendet. Vas veryaupl ,m ongmie haben gegenwärtig diejenigen, welche vor Z. - - . . c Jahren iÄklavenvarone genann: uroen, . r -r , r . vi- -'- ? - I

UND t lu) einen rs ur oie cinzig ujugn uuuu ic ucc yict ucigcicgicn oacQcn. i . . rm v.ii . .. t .n . ICWfB ! i ' eve mit. X f .. X i . f v r I

rwlluna lllres 'canoais zu uaittn,wenn sie einen dolitiscben Kamvs führen, in dem eSgilt die Gewalt der Einzelstaaten auf . m . ...... r Holten ves unves u veraroern. vies war von jeher die demokratische Idee, und eö scheint, daß die demokratische Mehrheit deS Eongresies mehr darauf bedacht ist, das Interesse der Partei, als daS Interesse des Landes zu fördern. DaS war noch immer so Brauch bei den Demokraten und wir glauben nicht, daß daS Volk eine wei tere Auflage einer demokratischen Congreß Mehrheit wünscht. Wir glauben nicht, daß das Talent der Demokraten, sich in der möglichst kurzen Zeit unbeliebt und unmöglichen machen, sich nicht ebenso, von -r r r .r'i.i . . v . ; i icBmm zeigen wiro, wir immer. Wer ist der Zerstörer des Familien, Glücks? Das höchste, das reinste Glück auf Erden soll und muß das Familienglück sein, Alle Bestrebungen deS wahren Menschen laufen schließlich dahin, eine Familie zu gründen, sich und diese Familie glücklich zu wissen, glücklich dadurch, daß dieser tjamuicuuci in uuiciujuu uiiu iiiuc bender Liebe sür und Miteinander lebt. Wenn nun der ehrliche Mann oftmals o ir: c: jc i: .... ...v. t. : . . . I erst nach langen Kämpfen das Ideal seiner Liebe, ein braves Weib heimfuhrt, um vereint mit diesem Weibe durchs Erdenke ben zu gehen, so sollte man glauben, daß !4 ?t rv Vitof fttntrniM iit I nichts.im.Itande wäre diese Eintracht zu stören, daß dieseBeiden glücklich sur immer ...... . bleiben müssen. Und doch lesen wir jeden Tag von Ehe-Scheidungen, alle Zeitunaen erzählen uns von verruchten Gatten Mördern, von Selbstmord wegen unglücklicher Familienverhältnisse und wenn wir unö genau erkundigen, so finden wir in den meisten Fällen, daß diese Leute nicht

durch gegenseitige Abneigung so wett ge kommen sind, daß sie vielmehr früher in . rm

innigerZuneigung und gegenseitigem!, Verständniß mit einander lebten. Aber warum, werden die Meisten' und mtt Recht fragen, ist diese Liebe nicht fortdauernd. warum nicht groß genug, kleineUnzuträg lichkeiten, die nun einmal in jeder Ehe vorkommen zu 'überwinden? Und die ein fachste Antwort darauf, ist die Anklage unserer heutigen Zustände. Nur unsere heutigen Zustände sind Schuld daran, daß Tausende von braven Menschen physisch ..-v ,:r . ..e... t,.;. " "" T" mriqiungr n u umu, v Mtn v .:t:n- v-- ..n. m...:... VL-l v" o 7' mit Weib und Kind in die Lagt kommcn 'an-hungern mss.. n er. beutigen Akrhallmsst sind Schuld daran, db dem 5.'?. !Ä HC jch.ihc vycuu,u,.su.uuU v.iu. di. heiligsten Banden, die der Liebe; sie S!'".. ÜU UB" vyrnu, uu uu uuuiuic. ..ci. ruir. -tf.:r:. Der Elenden Einer. Die gesellschaftlichen Klassen - Unsschiede und die peinliche Standesehre c va .t . : rj - r - r v c. . I aocn oas müc im v2quiUc, uuö c'" Wuintrktr Rrf frtft titftnnsS niphr rnhnr I --i;.-- - - r aroeuen rann. , onoern .von um zu Stuse" immer tiefer sinken muß, wenn ihm auck keine unedlen Gesinnunaen beiwoh. nen. Ein ergreifendes Beispiel davon er zählt das Pesther Journal" : Neulich NachtS kam der Staatsbeamte M. auf der gedeckten Stiege von der " l I Festung herab, als ihm plötzlich ein Mann in den Weg trat, ihn bei der Gurgel sagte und Geld, verlangte. M. machte nicht viel Umstände, sondern reichte dem )ffHii.t niX.u hhX Tft X . X! I -l1 l " viv ITT .s i. Ät i uuiüui: um uniuiiu, Uuu ivui uuiv die Uhr. M. entfernte sich hierauf, ganz ? r. ...r , . I sroy, ,o oiuigen auses iosgeiommen zu sein, da in der Börse blos 85 st. waren. Am nächsten Morgen ßbrachte sein Dienst. mädchen ihm ein Packet, welches ein fm der Mann ihr übergeben hatte. Dasselbe enthielt me Uhr, die Geldbörse und so. gendes Schreiben : Geehrte? Herr ! Einst war ich berech' tigt, Sie anders, vertraulicher anzu sprechen, aber das war vor 13 Jahren, als wir Beide noch jung waren, und als wir Beide noch Dasjenige erwarteten, waö Sie erreicht haben : das Glück. Mir ist dasselbe wiewohl ich gleiches Anrecht daraus hatte.-mcht zu The.l gtworden. Ich Hab'S nun anderweitig zu erlangen ..r..xi . c i-.t. e gesucht; inwieweit mein Streben erfolg reich war, können Sie daraus ersehen, daß varaus ergehen, vad das Elend .antrieb, anzugreifen. Die ftrtTf.hHtiM in h,m mich nach 18 Jahren des Nachts Menschen m . - . m . . I innere Bewegung, oas vatvounlet m oem gedeckten Gang und die 18 Jahre sind r v p , , . n. lqmo, oas Tle mcyr enanme. c li. v . i c -T. -a es-r - I i itu in urrr Vor e nam um, Tanoim Ihre Visitenkarte, auf der glücklicherweise auch Ihre Adresie angegeben war. ..Ihr er ... f v . et ' . ' . I came riri mir ven allen guren nreuno tn's Gedächtniß, den ich nicht berauben kann. Hier sende ich Ihnen Ihre Börse mit der Bitte, sich nicht nach mir zu er kundigen, da Sie, im Falle Sie mich auf. sinden würden, nur Schmerz darüber em pfänden, was aus mir geworden ist. Gott mit Ihnen. Der Elenden Einer In letzter Zeit hatten die Henker ziem. lich viel Arbeit. Eine große Zahl von Verurtheilten bekamen den Strick um den Hals gezogen und wenn eö auch nicht im mT nTirfi ?snfrihtt nnm n. n ahA ttt &M ali f u 'fni wvmti utm livu uuw so störte das im Allgemeinen nicht, fc große Zuschauermenge ergödte sich viel. mehr an dem erhebenden Schauspiel und der Delinquent wurde schließlich doch er. drosselt. . So ging es bei der am 19. Mai voll. brachten Hinrichtung von John I. West in Boonville, Mo. Etwa 10,000 so- L nen hatten sich eingesunden um demDrama uujuwuyu unu ui uic uoiiajen JlCOCN gehalten waren, zog Sheriff 'McCulloch dem Verbrecher die schwarze tta'ppe über ..l. v f o v : - r.t.n x. ... er . I das Gesicht, band ihm Arme und Beine, und legte ihm die Schlinge um den Hals. Aus ein gegebenes Zeichen ließ der Hilss. sheriff Williams die Mappe plötzlich fallen, 4 rt ff 11 f 1 i (Itid... ITT. k jedoch nun folgte ein furchtbares Schauspiel. Der Strick war zu schwach und riß I m dem Augenblicke, als derSturz erfolgte, der Delinquent fiel aus den Rücken, war jedoch dem Tode zu nahe, um einen Ver. such zu. machen sich zu erheben. ES war furchtbar sein Gestöhn und die gurgelnden Töne des Erstickens anzuhören und der ganze Anblick war ein haarsträubender,

Sobald alö möglich wurde der Delinquent wieder durch die Fallthüre in die Höhe ge4. r tf i . . .

osoen, noqmais geyangr uno von vier yanvseflen Mannern gehalten und dann aus ein gegebenes Zeichen fallen gelassen. Dieses Mal hielt der Sttick fest und nach dem West 11 Minuten- gehängt hatte. wurde er von den Aerzten für todt erklärt, Und. solche Beispiele sollen eine veredelnde, verbessernde Einwirkung auf die Menschen ausüben! Eine herrlicheJllustration 'r r r fr ' it H Q it n X n S - " ' " v , v - v 11 o i 3" eintrnSabriltinbe Bon jfl - . n .. . . . i jvt. v ..., von d Maschine jerquelscht worden. So ,,,.,, Ur Z-,m1 q3L. ..!,;.), s W nichl n ob diese brennende V.rl.bung b.l Statte "b. kriminell belang, werden soll. Wenn di. Justiz nicht eingreis., wenn das i,. ,,,,s.,:... ro,.c st fci. r " "7 Z'-XZ i'v. m- o ...t, v.... .... mrtM ,.k... ..k.k. mmi vvuf vvjju V7vpv iiviiiy sind. Der Präsident hat die Bill zur Ver. tmlliauna von Geldern ,u leaislativen willigung von . Geldern zu legislativen. erecutiven und gmchtHäen wcn mit seinem Veto belegt. Die Bill entbält eben ?.v j...w . . . ..I wicocr eine nzay! von lauiein, Sie Mtt .Zn... m.s.m.-,:n:..s.. m llr nickt7 u n ' . Das russische sozial - revolutionäre Comite ordnete durch Plakate an, welche gar bald in Petersburg verbreitet waren. daß die . gesammte Bevölkerung der russt " fj IIschen Hauptstadt am Tage der Ermordung Dubrowinö Trauer anlege. Ein grober Tyett der Emwoyner Petersburgs folgte diesem Rufe und erschien an diesem Tage tilvnX in iAwiai X m. 1 1 1 uutvmk ii iuyivui.au ni.iuuiib uvu uiii l rc u....VAM V.CI.ÄTtl muuuvjiui. ivuiuui vrvvulv Viele-Berhaftungen vorgenommen. ; . u (y II Vfcftllll l O 1114 t I U 1VII VA14U Ul I men, oob in ven ttaftrnen auch das Lejen . , . . nationalliberaler Zeitungen verboten wurde. Ultramontane Blättchen werden dort am liebsten gesehen; dafür ist aber N,rl!n h,. fiti,ftiM W.ZÜ'S

der Gottesfurcht und frommen Sitte und richtsfach eingeführt. So wurde im Kandie Stadt der höheren Intelligenz. . io Thurgau :m verflosienen Wmter ,n

Harmon Pera heißt der kühne Sprin ger, der am 21. Mai unterhalb der Ria. garafälle in den Strom hinabsprang. Er kam vollständig unverletzt wieder ans Ufer und die große Zuschauermenge begrüßte ihn mit lauten Beifallsrufen. Am 4. Juli wird er die Vorstellung wiederholen. . .., Zh rJiZist bL"? n api all sinb das (ccil o Thatsache, daß em franM ch.s Syndikat die ganze ÜiLW A .AfAAM AllA Kl. Oa IT. VaK AtM (IMXRfllS HlV t Vrt 1 X t ' " TIV u , k im im-n? 3 Schuld des Sultans und 100 Millionen ?rnv MsAs Yiniu f Att(rtftXtM 4V"VIIWUUM irnh nnfniif Vntsl I I k.. fT- ... cv . ' . nv 2t v v . I VUN itranciscu uiiu wllyreno oer lebten fünf Jabre nicht weniger als 494 Selbstmorde vorgekommen, sämmtlich v jr v . Ii. emi I ourry oen cowinoei mi nenaiiienv. anlaßt. Der sozialistische ReichstagSabgeordnete ReinderS, ein braver, ehrlicher Arbei ter, ein muthiaer Kämpfer für die Sache des Volkes, ist gestorben. Reinders war ReichstagSabgeordneter für BreSlau II. und in dieser für die modernen Jnauisi. toren schon so fatal gewordenen zweiten Stadt Preußens wirds nun eine Neuwahl geben. Bismarck wird dabei nicht viel ge winnen, denn in jenem Wahlkreis haben X!i Cini;nrv.mrtfVntn f!n tnia rc.rx I viv WAiutviuiutiuuii iiviv. . k . IU "" U . T?"UM no ,qon eine ziemnaze nza. cngneoer ü'unn"i. .

Miia nlnaen &hcirhnnA' vtrlangcn wir gar nicht

nui vier &irh(mun c?mp d,.r Nni,rscklaauna ibs N i7J J Z oho nh n. ... m GnUatt ihr mn zurückzogen und in ehndollarscheine an. legten Das ist das Loos des Schönen f nlr v " o " l i v. i An eine Annahme der Bismarck'schen Steuervorscklaae M nun nicht mehr zu zweifeln. Der große Staatsmann hat .l.v . . , r . riAk()Ml.J..f.i.i w wieder einmal seinen Kopf durchgesetzt,und das deutsche Volk muß blechen. I ' Die New. Orl. D- Ztg., lügt wie ge. druckt ! Jn.ihrerSozialistenwuth sagt sie. daß .die Sozialisten in Indianapolis bei der letzten Wahl nicht mehr wie 30 Stim men abgaben. Die 100hat sie ehrlich ver schwiegen.-

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Am 8. Juni wird in St. Louis die neue Turnhalle des Socialen Turnvereins "nö"- Es soll dies ein prachtvolles I t v . r eoauoe , ein . r?.n?.el?. dNrAstd,nt vom . : ' " . riL v : : tn vtt hat n Am mwerge"V " " p flegt. wärtigeLage derDinge verloren hat. Das sind die Folgen der Bismarck'schen Poli tik! Warner,S Silber-Bill, welcke ?ledem - V daS Recht gab, sein Silber in denMünzen der Regierung prägen zu lassen, ist derworsen worden. DenDemorraten braucht man nicht dafür zu danken. ' ff Wf,rtrtrSnUr ! ,. 9(rtifisslt H r " . " -0.-..-M,, M.? s. Mps,k,ntwvs n,, u iZS: hwi vw Mtiivwisii uuuiuu vtvi viii MesnA.rn ..n,frt n 1.... tt-U.,. .re..... t.?r. i XI'. VI,.. Ms Itlcyer als oer Veiressenoe angoein ocibi. In verschiedenenKantonen der Schweiz hat man die Berfasiungskunde m den Volksschulen als obligatorisches Unter. auen szorlvttoungsscquttn unlerrilu. m der Versasiungskunde ertheilt und zwar nach dem Leitfaden des thurgauischen Seminardirektor Rebsamen. Der Unter, richt hat so vielen Anklang gefunden, daß mehrere Gemeindebehörden den Beschluß faßten, es sei jedem antretenden Schüler ein Exemplar des Leitfadens zu übergeben, T . . . bis in jeder Familie des Schulkreises ein Cmplar vorhanden ist. Hier sind wir och nicht so weit. Huldigt man schulmeisterlichen Aberl" .t Jr. glauben, der Lehrer habe sich um Staat und Politik nichts zu kümmern, er müsse " w.i.i 0 " Wn BuracriDitm dem Schulmeisterthum 1 " ' - i aUTODfcm 1 I " ' Dre deutsche Reichstag ist in die Psingg.Ferien gegangen. Am 9. Juni . tl V. Qf.t.Ü . (Tl.. f 0 h a.ucu uu yituciu u. Wie der fl. Z." aus Petersburg geschrieben wird, lagen sich die Verschworenen auch durch die neuesten drakonischen Maßregeln der Regierung in ihrem Trei ben nicht stören. DaS Exekutiv. Comite leugnet in den neuesten Proklamationen jede Mitschuld arr dem Attentat vom 2. April und behauptet, daß Soloview einer anderen '.radikaleren Sekte angehöre, von deren Bestehen sie bisher noch nicht einmal Kenntniß gehabt, auch müßte daS Publi. fiim ia fiinlffnnlirfi itntrrrtrfitrt sein mit " i - , - ste in Betreff des Kaisermordes dächten. Zeitung Land und FreiWir hören jetzt wiederum vielfach Gerücht auftc.uchen, daß man unö demnächst Mit einer Versassung beglücken Was hätten wir auch unter den jetzigen Verhältnissen von einer Verfassung ! So Iafle bfl8 2onb keine Gerechtigkeit kennt. tam c3 ou lt'm Verfassung georauchen omM .. .: t. or u r . t. . M wchciibuh uijnc anicycu der Person, damit sind wir zufrieden. Geht aber die Karre den gewöhnlichen cm . . ! i v if'ti ... ..p.. i.o u)eg euer, vunn oieioi auru unier anes Programm ausrecht erhalten, und dis heißt: Tod der Hoskamarila, Tod allen verbrecherischen Beamten u s. w." Dann fnmtnl T?fhnTitltrtMS-Doilnv rf m nfS kommt die.Revolutions-Zeitung nochmals fr- I ftu A - - . - S W r . i . aus Solowjew zu sprechen und saat. die Regierung möge sich hüten, denn die Freunde von .Land und Freiheit hätten ihre Agenten angestellt, die ihnen eines Tages genau berichten würden, auf welche Weise der Thäter zumGeständniß gebracht worden wäre, und wehe den Aerzten und wehe vor allem Dr. Batolin, wenn dies durch irgend welche medizinischen Kniffe geschehen sei.

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IG E R eine volle Woche in allen Ein Beitrag zu russischen ülosterge Heimnissen. An das geistliche Consistorium zu Lebia dyn haben die Mönche des dort befind.. chen Klosters eine Petition gerichtet, worin sich dieselben über die grausame und nn menschliche Behandlung von Seiten ihres Priors Zstdor beschweren. Der biedere Klostervarsteher ohrfeigt nämlich die seiner Jurisdiktion.unterworfenen Brüder", be arbeitet ihre entblößten Rücken mit einem Knüttel oder mit einem schweren silbernen Kreuze, sperrt sie in den Keller ein und läßt sie zwei und drei Tagen Hunger lei den,indem er denselben auch nicht einBrod reichen läßt ; läßt sie mitRuthen züchtigen daß wiederholt Fälle vorkamen, wo sie vor Verblutung und .Schmerzen sich kaum mehr anrühren konnten; einMönch wurde auf diese Weise von ihm zu Tode geschun den, und zwei starben Hungers, und dies Alles deßwegen,weil dieMSnche das schöne Geschlecht auS der Kirche nicht in die Zelle des Priors locken wollen, oder weil sie zu erfahren suchen, woher die Klostergelder einkommen, welche der hochwürdige Prior auf Origien und Trinkgelagen vergeudet. Ein solch grausames Verfahren des Oberen hat bereits mehrereMSnche deS aenan ten Klosters zum Selbstmord getrieben. Zwei derselben haben sich erhängt, zweier tränkt und einer hat sich den Hals durch schnitten. Die Untersuchung hat all diese Thatsachen vollinhaltlich bestätigt. Ein redendes Zeugniß sür die Zustände unter der russischen Geistlichkeit ist eine Petition, welche nach dem russischen Kirchenboten der heil. Synode zugegangen ist. Sie be antraat Folgendes : 1) daß der neue Bi schof fortan nur selten Diener und auöge diente Soldaten zuDiakonen weihen möge und daßLeut die weder schreiben noch lesen können, Popen werden dürfen ; 2) daß der Bischof dieKirchendiener während deSGot tesdienstes in der Kirche.nicht insultire: 3) dak erwährend seiner oberhirtlichen Bist, tation die Postmeister und Postilone nicht mitPeitschenhieben regalire, weil sie in ge--t ! . fT . W oirgigen wegenoen langiam fayren; 4) daß er sich mehr mit kirchlichen Angelegenheiten befasse als mit Festessen, welche der Diöcese viele Unkasten verursachen; S)daß daS Gefolge des Bischofs sich anständig betrage und nicht dem Trunk sröhne ! m t Ueber die schlechte Behandlung eines jüdischen AdoptivbürgerS der Ver. Staa ten inRußland schreibt das Washingtoner Journal: Ein hier eingewanderter Deutscher von jüdischer Religion, erwarb sich das ameri kanische Bürgerrecht und ging dann als Agent der Singer Nähmaschmen.Comp. nach St. Petersburg. Dort wollte er ein Grundstück kaufen und erhielt denBescheid, daß er, obgleich die amerikanischen Bürger dort ein volles Recht haben, Eigenthum zu erwerben, doch als Jude sich nicht ankaufen könne. Dagegen wurde nun na türlicherweise Protest eingelegt: aber es Äellte sich heraus, daß in dem Vertrage, welchen die Ver. Staaten mit Rußland -T- . . f X 4 . fT . .. X. 1 - . pn m -rj . . aog.illzlonen oaoen, es nur fengestellt ist, daß die hier naturalisirten Bürger, sowie die eingeborenen Amerikaner, in Rukland dieselben Rechte haben sollen, wie sie die Einwohner Rußlands genießen. Da nun in Nußland die Juden kein Eigenthum er werben können, so wurde dem Amerikaner, weil er jüdischer Abkunft ist. die Erlaub, niß verweigert, den Ankauf, welchen er zu machen beabsichtigte, abzuschließen. Dabei muß bemerkt werden, daß andere Staaten wie z. B. England, ihren Verträgen solche Klauseln beigefügt haben, daß alle ihre Bürger, obne irgend welchen Unterschied, dieselben Rechte in Rußland haben sollen, nnd auf diese Weife englische Juden in Rußland Eigenthum erwerben können. Das Senats.Comite hat ein SubComite ernannt, um diesen Vorfall genauer zu prüfen, und dasselbe hat nicht alleinEvartS von jemer Abstcht in Kenntniß gejetzt, son. dem auch Hrn. S. Wolf beauftragt, solche Resolutionen auszuarbeiten und ihm zur Vorlage zu bringen, welche geeignet sind, eint Abänderung diefct Stellung amerikanischer Bürger im Auslande und beson. der; in Rußland anzubahnen. Die Republikaner von Obio nomi nirten in ihrer am 23. Mai in Cincinnati abgehaltenenStaats' Convention, Charles -Foster zum Gouverneur.