Indiana Tribüne, Volume 1, Number 42, Indianapolis, Marion County, 31 May 1879 — Page 1
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MADIS0N AVENUE, Indianapolis, Ind., Brauer von Lager- und des rühmlichst bekannten Tafel-BierS.
(Für die Tribüne. Da muß etwas nicht richtig. sein. Von F. GrawenWill. Jahrein, jahrau trägt Mutter Srde Der Fruchte segensreichen Schajs, Damit die Noth unmöglich werde Und nie das Elend finde Platz ! So reiche Gaben sie auch schenkte Mit doller Hand j ah rauö, jahrein, Gibt'ö doch dom Hunger so Bedrängte? ? ? Da muh etwas nicht richtig sein ! ! ! Man liest und liest von reichen Ernten, Man hört'S so oft : das Jahr war gut ! In reichen Häusern wir es lernten, Was die Natur für Wunder thut ! Die vollen Tafeln möchten brechen, So schleppt man's aus der Küch herein. Am Zaun den Armen hör' ich sprechen : Sich wär' davon ein Bissen mein 1 Fürwahr eS ist die Zeit gekommen. Die man die gold'ne" nennen darf ; Daö Gold, das Gold hat zugenommen, Der Wucher trieb es fein und scharf. Paläste wachsen auS der Erde, Bis unter'S Dach von Marmorstein, Da darf die Noth und die Beschwerde Auch nicht mit einem Tritt hinein ! DeS LebenS Lust in volle Zügen Trinkt Reichthum auS dem Goldpokal, Der Arme mag im Winkel liegen Und sterben in Verzweiflungkqual. Die Welt ist mein !" so spricht der Reiche. .Ach, leider ist sie noch z u klein!!" : Gottlob! die arme Bettlerleilxe, In Sand verscharrt, geht noch hinein! Man spricht so diel von Menschenrechten Von der Gesetze weisem Schutz, Man liebt so sehr das Kränzepflechtan Und nennt sie dann der .Siege" Putz. So zeigt man auf dem Welttheater Der Trauerpossen Tändelei', Doch merkt! e steht auf einem Krater, Mit dem soll'S nicht ganz richtig sein ! Vielleicht wird bald ein Stück gegeben. So ganz natürlich, ungeschminkt ! Da wird sich ein Applaus erheben. Wenn schließlich die Gardine sinkt !!-! .Der Todtentanz der Hungerleider," So wird des Stückes Titel sein, Und dann ihr großen Beutelschneider Wird'ö richtig mit dem Mein und Dein ! Poesie. Was Poesie ist, welchen Nutzen sie hat und weshalb sie seit Jahrtausenden so viele leidenschastliche Anhänger gefunden, darüber sind sich Viele sehr Viele unklar. Da gibt es gar Manchen, der glaubt, Poesie bedeute irgend einen Gedanken, oder vielmehr irgend etwaö was die Sprache ausdrücken kann, in irgend ein Verömab eingezwängt, und es würde ihm sehr unverständlich sein, wollte man, von einem in Prosa geschriebenen Werke sprechend, sagen : daö ist wahre und volle
WER . "I neuen Einrichtungen. Poesie. Würde man ihm jedoch seinen Waschzettel in glatte Reime gefügt zusenden oder ihm eine klappernde Mordgeschichte zu einer Drehorgelmelodie vorjo deln, dann könnte man ihn sicherlich glauben machen,' es handle sich um Poesie. Aber wenn auch LZmste durchaus . nicht von- gebundener oder ungebundener Sprache abhängt, so ist es doch Thatsache, daß dle Sprache, dle Wortauswahl und Wortfolge, ungemein viel damit zuthun hat, ja häufig der alleinige Ausdrück dert .ix. :ri . ... ! . rx.r......!ji. r J leiuen iii j nie ncg ,eyr icia)i oeme,,en m, wenn man mancye ms Perlen ver Poesie anerkannte Gedichte von Dichtern aller Völker Nest, sich mtt vollem Bewußtsein dem unwiderstehlichen Reiz hingibt den lhr Lesen oder Vortragen erzeugt und oann ccnumi igrcn cigenuiajcn öirni zu erfassen, sich klar zu machen, was man sich dabe; denken soll. Dann wird man Jt. . t 9 t! . f? V c . P " r narnna yaung jinotn, oob ein woonte eBtb""! vorhanden ode. derselbe der gewöhnlichsten Art Ist und daw wenn man dieselben Worle etwas erstellen oder nur a nn wouie, oos lnpmv, n e.ne Psuiqeraroen ver. ck sm. 1 i 4 AMA I " " wanumum.. ... . .. 5"8 L 1 n"t'utJ,e" t,0uetntl!n poetischen Werth e.neS Gedichtes. Für den Augenblick kann man einen ähnlichen ,nrua,zeugen. wenn man ein an vttlltlcht. NKch,eS und unpoetisches Er. zeugnib mit unst undGeschmack vorträgt, die SchuSchen zu vertuschen und verhält. MmSbig bessere Stellen hervorzuheben . . .a Aft. , a VTl aV.aaAX.AiU ... . . ooer - garn rmr ocuiung 3u rr ltlyen ver,ieoi, oie gar mazi m lynen l,eg:. In diesem Falle beruht die Poesie in der Art deSAartraaeS und dieselbe kann durch 5. 2E 11. ÄS,!??? .,... ly,.,. ven. ,., ouraj DOtiitmtajen Gelang, schöne Scenerie oder künstliche Anreizung der Stimmung Derjenigen, aus welche m.m,vn,. un u, CVs . . O AllA V A fr 4 V MV V 4 C V Aillllru "m r i .r- w cT1 der PoeZse, hauptsächlich mit der Form, dem Äeußern derDinge zu thun hat, ebenso
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wie die Schonhett m den dudenden Kun sten, was" durchaus nicht ausschließt, daß man auch von poetischenGedanken sprechen kann, die. dadurch nicht zum rechten Aus druck kommen, weil die Form nicht angemessen. Ein solcher Gedanke' wird -sich nämlich , immer aus ein Bild zurückführen lassenI.daS in uns .das Gesühlder FormenschMeit oder Farbenstimmung erregt und dessen AuSsührüng nur. nichts aus gleicher .Höhe mit der.Ersindu'ng steht.. :' DaS volle Ersassen der Formenschönheit und der'Farbenstimmung. das Erfülltsein der Poesii aber, machen den 'Menschen reicher un glücklicher und verleihen ihm ein harm'onischeresDasein älS irgend etwas im Lebens Dadurch erst drückt er der in- ' Z
nern und äußeren Welt den Stempel eines höheren,- idealen Werthes auf, dadurch überwindet -er- die-KleinZichkeit und die Rohheit, welche die'meisten Menschen" zu halben Thieren machen und erhält jene lusterfüllte Ruhe, Heiterkeit, Selbstachtung und 'Liebenswürdigkeit, wodurch sich die
alten Griechen vor allen anderen Völkern auszeichneten und sich die Macht errangen. m . . . F w . I noch vle gejammie gevuvete oder nach Blldung strebende Menschheit' zu beeinflussen kund zu beherrschen, nachdem sie schon vor Jährtausenden durch die Umstände 'von der Höhe ihrer Gewalt niedergeworfen und ihr Nachkommen nichts' wenZger als .die Träger der Größe ihrer Vorfahren geblie den sind. ' ; Deutsch amerikanischer Turnvater. Die erste Turnschule inAmerika war die, welche der Professor FolleniuS im Jahre 1826 an der amerikanischen Universität Camvndge ln Massachusetts gründete. . Carl Theodor Christians FolleniuS, ge boren am 3. September 1795 in Gießen, machte als Jüngling die letzten .Feldzüge gegen Napoleon mit, wurde späterPrivatDozent der Rechtswisienschast in Gießen und dann in Jena, betheiligte sich lebhast an der damaligen Burschenschaftlichen Be wegung, dichtete politische Volkslieder, wie Brause du Frelheltssangund mußte, um dem Kerker zu entgehen, sich im Jahre1820 nach der Schweiz flüchten. Nachdem er Lehrer an der . Cantonsschule in Chur u. Kirchenrechts-Lehrer an der Universität Zürich gewesen, wurde er 1824 auf Ver langen der preußischen Regierung . ausge wiesen. . : ; ; d ;. .. So kam er gegen Ende des Jahres 1824 nach den Ver. Swaten. Schon ein Jahr darauf wurde er Lehrer deS. Deutschen an der Sarvard.UniverMät und fünf 5labre darauf erhielt er an -derselben den Rang .inesProfessors. Bald hielt er auch rechts- ,, r , ' wisienschaftliche Vorlesungen. - Im Jahr er UhtitUt an aenannieröoci) uU au1. iinb im 1839 wurde er. der schönem Deutschland, -ehe-er Jurist wurde,' Theologie studirt hatte, Prediger einerUnitarier-Kirche inEag-Lexington in Massackusett. in demselben kabr verlor er auf schreckliche Weise sein Leben. Er hatte in New YorkVorträge über deut- ' J sche Lileralüf gehaltin und wollte auf dem Dampfer .Lkkinglön' die Heimreise nach mm (SnUr,, mA,, &'nh herSnmftr gth.i Lang JSIandSund , inFlammen und Follenius käm in diesen um Er hä, durch Schris, und Wort viel sür I ämenkani chVolkSbildung und.fllr deut schi Spracht undLileratur in diesemLande 6an d'io auch ein eifriger Äbolitio. nist, ein Vorkämpser gegen die' Sllaver. Nichk dös kleinste seiner Verdienste,! es, dabei zuerst den Turn-Unlericht in 'Ame. rita-einfiiTjtt " ' . . m, tt trtu,, deutscher' 124. jing'aus den zwanziger Jahren war, der I VW cn ersten Türnuntericht in ' Amerika ein führte, . so waren eS politische deutsche lütlinae k,nknkren 1843 Unding 'utttnge,auS.denLal,rkN uas noi welche dasdeutsche Turnwesen ,n d.nV.r. iQäieii toeiter. QuSIjmten. : Neniü m K'k .iaentliibe deuttck merikanikckie,. -?-rn,er. Daran bat dieser TögeL)r..Gtllieb ellnek in einer um StiliuygSseste der ,Phila,elphier I u 1 I Turngemeinde: gehaltenen Rede errinnert. und.seine.kurze.Bemerkung veranlagte unS zu obigem' Aussatze. (JllStSztg:) ' , . . i- '. " . Ein Fräulein Oppenheimer von Jndia ,.'...., cm -v . m . .it. napolis, Jnd, hat einen Vortrag über J ßf.il,;-1 cr...n nir : f nunh n Fraae gehMn. Aber kein -Wort, säat r J t fYYl ne uver vle grauen v:e oen cann. mu ihrer 'Verschwenduna an den Betselstäb ormgen. . ÄZkNN oie grauen w welliger um MirtTifSf.i.MX ttn ihrer fiRu&Vt&n L: ' l'.'rn;:.. . nBr-.:i.-n ta - Ml 'VVIItll UIIW tllVlyl UU ((UHUIIMjUI Arbeit bekümmern würden, so k nähmen ste ... ' V I . r , X :. iyre recyie Stellung zur loziaienrage ein. ... .. koUNtVttNonWqo..) Entweder hat der Schreibendes Obigen schon recht -bittere Erkahrungen gemacht i ' . a . tu und sinnt mit dem Bettelstäbe in der Hand nao) Nacht an dem ganzen. weldlten Ge. schlechte, oder es M sonst nicht' reüt m? ä Ff-wwww WVMV.. MW . . t-v v-w iivwv c t: ii . k ? n . w lUttl Ulermil uuier iNNigiies rurlv.
BAEGAINS !! in
MaMs Mö kSegelN ! - , ' kS? Solche, die VianoZ oder Oraeln ,u kaufen ünichen, erden unseren vorratb ali den arökten der
Stadt sowie Ui S.aaie finden, und zwar tu den niedrigsten Preisen, wenn Güte derselben in Betracht kommt.
Decker Bros. Mm s llnIIUÜ. ; ; Hat) skischer ' TW A a i rt a ät ö t (S ? g Vlijvrn Germania-Theater. : SlSe Market und UoSk Straße. drift. H. Stein . .......Direktor. ....... Kegtsseur. . apellmetfter. Pfingst-Sonittag, 1. Juni, . Zum ersten Male: . Hasemanns Toecliter. Lolttstück in 4 Akten von A. L'Änonge? (Verfasser von Mein Leopold, Dr. lau u. s.w.) . Sintritt 25 ßents Kinder 10 Kents. assenöffnung 7 Uhr. Anfang präcis 8 Uhr. rS' Jeden Donnerstag und S o n n t a a Borstelluna. . v t6F: Im Falle an den betreffenden Ta gen ungünstiges Wetter eintreten sollte, so finden die Vorstellungen am nächstfolgenden Tage statt. - - WesMeNiö zum Besten er SnNfWTrwtt "Wst Mi Cllllier-.L,()g3 1. ! . . ., ' ' 15. O. i . gegeben vonden Frauen der Loge , ! -. in MeyeV's Frm, a m Knttttitttt itt 1 tttti MUHWÖ, Wl .uni, tK. A . . M . . 1 . " . 1 . . Mgsl-Sonmag.) . lZf- Srpreß.Wagen gehen d Äorge, Ubr bi, Nachmitta, S Uhr an d ckk dn s 9 Süd 'd .stk,...w Das Comite. bei Zndpls. am Sonntag, den 1. Juni '79 . - im ' ..-.j Suedliclicn Parlc. ' Kür Krkrisckunae aller Art Kird iegent a sorgt erden und ebenso erden die SLnger de Publikum durch Gesaz,.VrtrSge .hau.n.- 'zi.uiy and li.f.r. die Musik. Krbreb.Waaen werden von ver Mozan vaue, sowie voner McCarih Straße nach dem Platze fahren. - Daö Comite. siMMW Die Gar!en!?irthschast desselben ist für die Be. quemlichkeit deS Publikum auf da eleganteste eingerichtet; die besten Getränke und Speisen et, an Hand.-Auf reelle Bedienung vlrd ganz besondere Nucy: genommen. I . . . Wftftttfc . 5kcdcN SaMMss AveNv . - . ir -ffijfl slwTlAQfAr ., V Ogl 8 UrClieSier. .. Vereinen empfehle ich meinen Garten pr M m 0 t ... t Abhaltung l von l Tommtraa)leilen ,c. aus o w- x.f. . . , ft . -Bn zahlreichem Besuch ladet ergeben? em c. C. HEDDERICH - I 1 , , M,. .AM M. .
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