Indiana Tribüne, Volume 1, Number 37, Indianapolis, Marion County, 26 April 1879 — Page 1
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2. Stiftungs - Jest des Unabbängigen Unterstützlmgs - Vereins der ,. Deutschen Frauen in der MoM-UMe . am den ö, MAI 199 I Eintrittspreis 50 ßents. Vorläufige Eröffnung ! der niüeingerichtetkn Wirthschaft im Vo1k8Fai'tvn," ': Samstag Mbenö, mit einem ertrafeinen UNK NW ch. " r; ' ' Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein C fo HEDDERICH, . ' .v'i - - ' ' ' GonV Manager. Freidenker -Verein. F5ortrag von Krt. Hppenyeimer. Thema : Die Stellung der Frauen zur sozialen Frage. ' Sonntag, den 27. April '79 Abends 8 Uhr, : j . . , .!. in der TURN LE. ; GT! Nichtmitglieder haben freien Eintritt. ?-? Fritz Kleiner. : ., . ' : : ' . Bottlor ton - G. F. Schmidt's. Lager-Bier . . , : : " ' , . ! ' , . - und Madison XX Ale, : j j '; No.'47S Ost Washington, Str j ' Alle VuftrSae nack 'irgend einer Adresse weirde
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Die Dame deS Hauseö." -'" ' Die Dame deS Hauses" kann die Frau
des Hausherrn, .sie braucht eS aber nicht zu fein Auch bei uvverheiratheten kann es eine Dame des HauseS" geben, der dessen Repräsentation obliegt. Diese Dame deS tzauseS" war ursprünglich ein französlscheS Gewächs ; 'dann wurde sie ein europäisches. Aber auch die neue Welt" civi lisirt sich allmälig;' darum importirt und erzieht sie ' sich .Damen des HauseS Sprechen wir einmal von solchen, diene benbei auch Gattinnen sind. Die Männer diese,? Damen" hegen eben den Wunsch, dak ein graziöses, elegantes. feingesittetes weibliches Wesen ihremHaus wesen vorstehe. " Die Gründe, die zu die sem Wunsche treiben, sind gewöhnlich sehr einfacher Natur ' Da8 Geschäft der Män. ner'ist ein derartiges, dab sie der prunkvollen Gastfreundschaft, der fplendiden Bankette und opulenten Soireen bedürfen, um sich die nöthige'Zahl undQualität von Kunden zu verschaffen,' oder ihr ganzes ideales Streben begnügt sich mit dem ästhetischen - Firnisse, an Stelle des edlen Kerneö. Statt ekner gemüthvollen Häus lichkeit verlangen sie eine elegante, die ihnen Comfort und Zerstreuung und die feinen Gifte der - Beachtung, Bewunderung, Schmeichelei und Liebedienerei von geleckten, doch feilen Naturen entgegen bringt. Die gerundetenFormen giebt die sem Heim eine Frau, welche, die Hon neurs" zu machen versteht. " Eme Dame", wie solche Herrn sie brau chen, ist -allerdings weiter nichts als ein Schmuckstück, das" geschätzt und bewundert wird, so wie man ein schönes Gemälde, ein seinIiederigeS Pferd 7 bewundert, und sie weiß das auch. Doch sagt es ihrer Natur zu, sich bewundern zu lassen. Sie wird das Weib ihres Mannes, mit dem vollen Bewußtsein,' welchs' Rolle -'sie 'künftig ' zu spielen haben werde. Und sie fügt -sich, in den. Rahmen des BildeS,, -welche.s die Phantasie.! ihres Gemahls sich . auJoemalt hat so natürlich, .so ruhig ein, daß man ihr unbedingt Begabung für diese.Art von ornamentaler" Ehe zusprechen mub. Wer schliebt.'nun solche Ehen? Kühle, berechnende Naturen. ' Es-liegt eigentlich ein unausgesprochener Eontract vor, den Beide treu erfüllen. Sie ist sich bewußt. daß ihr Gemahl ' vor allen Dingen Ele ganz, feine isitte verlange, daß man von ihr erwarte sie werde nden Gästen und Freunden ihre? Mannes bei der Tafel allerhand feine Schmeicheleien ' sagen und daß sie sich ipmer als vollkommene Dame von Welt5 zeigen werde. ' Er' dagegen weiß, daß er1ie nöthigen Mittel zur. Auf rechterhaltürZ des .luxuriösen Heims,' zur Bestreitung der kostspieligen Capricen. und gewählten Mletten seiner Gemahlin her beschaffen muß, und das geschieht. . Weiß er doch zugleich, daß sich ' die ' Sache- aus eine oder.dse andere Weise bezahlt. - . " , , 4 ? .-. Wollten 4wir Leuten dieses Schlages sagen: das ist' keinewähreEhe,'daS ist kein Heim,- kein Familienleben, so würden sie uns kühl-verwundert-'''ansehen. .Wäs mehr kann man vom Leben verlangen würden sie erwied'ernl !-Llebe jenes innige, seelenerwärmende Gefühl, welches ein Ehe? paar' durch das ganzes Leben - begleiten follte, däS'kennen sie-nich, Sie würden lagen: O ja,ch'habe davon in Roma nen und -Novellen gelesen,und ' eS macht n jt ' "uff' t .' .!L-(nh ' 'irits'" ixen ganzyuolq in okn-?u,krn.. migr dieser Liebeshelden sind aber auch zu'läch erlich !" .Wurde' man solchen . weiblichen GevächShauSpflänzey77der-'-.Ä sagendaß sie kcint'VührWeiblichkeit be n i r . . . h.lA.a 'IL. rz.n . : nven, o wuroe ii VUS wicuci m iiua nen setzen und djHerre eleganten. SchauMewurdenLähnkn, wollte man ihn:nrzählen, daß es anders wo bet wenigerrat uevjt ,rauttcylett Freundlichkeit, Ge'müthlikeit'und 'Herz. Mkeit.gebe.! ) .yS:: Die. geschilderke' Species von Ehen ist r mi.as' clli - ei .jiüuutl czt 0tl1 viciyu luifutiui, boft:fcj&bn.flanV5timi viodlesie, aristokratischer ischNff, Prahle:! Md.? Gleißn:::;', regieren- die höherei
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Decker Broö.) 1 und Fischer Gefühl unterordnen. , Zum Glück findet man jtdoch auch noch andere Häuslichkeien. Manches blutarme Pärchen ' würde nicht mit dem Loose einer eleganten Mrs. tauschen, ', trotzdem ' ein feuriges Vollblutpferd deren Winkes stets gewärtig ist, um sie die Straße in Windeselle hin abzufahren. ' Ist diese .Dame des Hauses" doch nichtvollberechtigte Gattin, sondern schließlich nur eine Zierpuppe, eines ber HaushaltungSgeräthe, wenn auch ein sehr kostbares, welches ihr Herr GemahU nach seinem vollen Verdienst würdigt und mit Kennerauge critisirt. .Dagegen häi der Ehemann des armen Weibchens bei feiner Nachhausekunft zwar keine glänzenden Gastmähler, aber er bringt:düs Licht der Liebe mit, einen herzlich! Gruß für die treue Lebensgefährtin, ein warme? Interesse für Alles, waS sie bewegt. ;f . Ueber alle Maßen traurig - lauten die Nachrichten aus dem Spessart. In einem Aufruf des Aschaffenburger Hülsscomites heißt es: ' ;3n den Gemeinden des Spessarts ist in Folge der Mißernte des vorigen Herbstes und der Strenge des darauf gefolgten, verdienstlosen Winters eine Hungersnoth ausgebrochen, die jeder Beschreibung spot tet. ,Eine ..hohe-. Regicrungscommission constatirte an Ort und Stelle, daß die Schilderung des Elends, wie sie bisher von den verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde, cinsach der Wahrheit entspreche. Kein Brod, keine Kartoffeln, kein Salz im Haus, blutarm die Kinder, sieht der Hun ger dem Volke zu den Augen heraus, und in, stummem Kummer starrt die.Bevölke rung vor sich hin, entkräftet, muthlos, zu schwach schon fast .zur Arbeit geworden. Wenn irgendwo, so ist hier Hülse nöthig, so müssen diese Gemeinden unterstützt, sie über die nächsten Wochen hinweggebracht, ihnen die Mittel beschafft werden, ihre Fel der zu bestellen, um sie vor Krankheit und .völligem geistigem, wle leiblichem Verder ben zu retten." Neuere , Berichte melden, daß für den preußischen Bezirk, des Spessart noch fast gar nichts geschehen ist. Einer der Ein sender kann-bezeugen, daß z.B. in den SpesiartDörsern des Amtes Bieder die Noth: gröber,. sie. in Wirklichkeit , ist, nicht mehr werden .kann,' indem ,die - durch Einstellnng des dortigen Bergwerkes brod los gewordenen Arbeiter - weder - dort noch auswärts .Arbeit sinden ' können.'.' -; Tagtäglich kattnmanLeute sehen, welche die auf den abgeernteten Kartoffelfeldern etwa - zurückgebliebenen Kartoffeln den Wildschveinen streitig machen. , 'Um hohe Prozente erborgtes '.Brod - und eine in Farbe dem . Kaffee ähnliche Brühe bilden die ausschließliche Nahrung von' gut einem Drittbeile der hiesigen Bevölkerung " .'.v-'. .' - " V 4 . X'-r- ,SeKord.Eine junge, 18-!ährige Dame, Namens Callfornic'.Stanton, Toch ter von'MS.' Stanton,' der?eine Meile südlich, .van Liberty .wohnt, .hat sich vor Kurzem durch eine Dosis Laudänum ver giftet Äno.ryütag'kagte 7,sse zu ihrer Mutter? sie fühle nicht wohl undwerde sich zMeste7legen'UndIemM sie' zum'.Mittag esien auswecke. : Am .Nachmittag touxbt ste bbn tincra ajlUgUcoc der,Jamilieiim Bettin bewußtlosen Zu r "" I t4'r ' rf 7 . , - . r t s '- m m ' k. k :J . anoc ausgefunven, ne ram nicht .wleoer , : -iv ' c ' i ' ' . ...7 . zumBewußtsem und am Abend starb sie. Unter' ihrem Kopskissen- wu:d -eine Note g::W7'.vor'inji sagt, zß'sie '' des LebenZ überdrüssig wäre" uns? dies ist die
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rei!" iikige, Ursache die 'man ür.en raschen dCittk j i f" "I " r f , 2 -i . wlt,i ;- f' . i 1 - üi,.. - i . , i'
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