Indiana Tribüne, Volume 1, Number 34, Indianapolis, Marion County, 5 April 1879 — Page 6

U WlwdM.

Zlovesse von Faul Keyse.

v. ' ßtftcS Kapitel. Am offenen Fenster, das auf den kleinen Blumengarten hinausging, stand die blin de Tochter des Dorfküsters und erquickte sich am Winde, der über ihr heißes Gesicht flog. Die zarte halbwüchnge Geställt zitterte, die kalten Händchen lagen in einem der auf dem Fenstersims. Die Sonne war schon hinab und die Nachtblumen singen an zu duften. Tiefer im Zimmer saß ein blinder Knabe auf emem Schemelchen an dem alten Spi

nett und spielte unruhige Melodien. Er

mochte fünfzehn Jahr alt sein und nur tl va um ein Jahr älter als das Mädchen

Wer ihn gehört und gesehen hätte, wie er

die großen offnenAugen bald emporwandte, bald das Haupt nach dem Fenster neiget.

hätte sein Gebrechen wohl nicht geahnt.

So viel Sicherheit, ja Ungestüm lag in

seinen Bewegungen.

W öktlck drack er ab. muten m emem

geistlichenLiede,das er nach eigenemSinne

verwildert zu haben schien.

Du hast geseufzt, Marlene? fragte er

mit umgewandten Gesicht.

Ich nicht Clemens. Warum sollt' ich seuszen? 5to schrak nur zusammen, wie

der Wind auf einmal so heftig hereinfuhr. Du hast doch geseufzt. Meinst Du, ich

hörte es nicht, wenn ich spiele? Und ich suhl' es auch bis hierher, wenn du zitterst.

Ja, es ist kalt geworden.

,Du betrügst mich nicht. Wenn dir kalt wäre stündest du nicht am Fenster. Ich weiß aber, warum du seufzest und zitterst. Weil der Arzt morgen kommt und uns mit

Nadeln in die Augen sttchcn will, darum fürchtest du dich. Und er hat doch gesagt, wie bald Alles geschehen sei, und daß es

nur thue wie ein Mückenstich. Warst du nicht sonst tapfer und geduldig, und wenn

ich als Kind schrie, so oft mir was weh that, hat dich meine Mutter mir nicht immer zum Muster aufgestellt, obwohl du nur ein Mädchen bist? Und nun weißtdu

dich nicht auf deinen Muth zu besinnen, und denkst gar nicht an das Glück, das wir

hernach zu hoffen haben? Sie schüttelte das Köpfchen und erwiederte: Wie du nur denken kannst, ich fürchtete mich vor dem kurzen Schmerz. Aber beklommen bin ich von dummen, kindischen Gedanken, aus denen ich mich Nicht heraussinde. Seit dem Tage schon, wo der fremde Arzt, den der Herr Varon hat kommen laffen, vom Schloß herunter zu deinem Vater kam, und die Mutter uns dann aus dem Garten rief, seit der Stunde schon liegt was auf mir und will nicht weichen. Du warst so in Freuden, dab du nichts gewahr wurdest. Aber wie dein Vater damals zu beten ansing und Gott Dank sagte für diese Gnade, schwieg es ganz still in mir und betete nicht mit. Ich sann in mir herum, wofür ich danken sollte und begrifft nicht. So sprach sie mit ruhiger, gefaßter Stimme. Der Knabe schlug wieder einige leise Accorde an. Zwischen den heiser schwirrenden Tönen, wie sie diesen alten Instrumenten eigen sind, klang ferner Gesang heimkehrender Feldarbeiter, ein Gegensatz wie der eines hellen, , kräftig erfüllten Lebens zu demTraumleben dieser blin den Kinder. Der Knabe schien es zu empfinden. Er stand rasch aus, trat an das Fenster mit -sicherem Schritt denn er kannte dies Zimmer und jedes Geräth darin und indem er die schönen blonden Locken zu rückwarf, sagte er : Du bist wunderlich, Marlene ! Die Eltern und Alle im Dorfe wünschen uns Glück. Sollt' es nun kein Glück sein ? Bis miY verheißen wurde, hab' ich auch nicht viel danach gefragt. Wir sind blind, sagen sie. Ich verstand nie, was uns ' fehlen soll. Wenn Besuch zu den Eltern kam, und wir hörten, wie sie mitleidig sagten: Arme Kinder! ward ich zornig und dachte: Was haben sie uns zu bedauern ? Aber daß wir anders find als die Andern, das wußt' ich wohl. Sie sprachen oft Dinge, die ich nicht verstand, und die doch lieblich sein müffen. Nun wir's auch wiffen sollen, läßt mich die Neugier nicht los Tag und Nacht. ": Mir war's wohl, so wie es war, sagte Marlene-traurig. Ich war so sröhlich und hätte all mein Lebtag so fröhlich sein ntögen.. Nun kommt eö 'wohl anders. Hast du nicht die Leute klagen hören, die

kannten wir die Sorge?

Weil wir die Welt nicht kannten'; und

ich will sie kennen, auf ofle; Gefahr. Ich

liek mir das auch gefallen, so mit dir hin

zudämmern und faul sein zu drnfen. Aber

nicht immer; und. ich. will nichts voraus haben vor denen, die es sich sauer werden laffen. Manchesmal, wenn mein Vater uns Geschichte lehrte und von Helden und wackern Thaten erzählte, fragt' ich ihn, ob die großen Männer auch blind gewesen.

Aber wer was Rechtes gethan hatte, der

konnte sehen. Da hab' ich mich oft tage

lang mit Gedanken geplagt. Dann, wenn

ich wieder Musik , machte und gar Orgel spielen durste, an deines Baters Stelle,

vergaß ich meinen Unmuth. Wiegst aber

dacht' ich auch : Sollst du immer Orgel spielen und die tausend Schritt weit im

Dorf umher gehen, und außer dem Dorf

kennt dich kein Mensch und nennt dich keiner, wenn du gestorben bist? Siehst du, seit nun der Arzt im Schlosse ist, hoffe ich, daß ich noch ein ganzer Mann werden kann! Und dann geheich in die Welt,

und jede Straße, die mir ansteht, und habe

Keinem was nachzufragen. Auch mir nicht, Clemens!

Sie sagte das ohne Klage und Vorwurf.

Aber der Knabe erwiederte heftig : Höre,

Marlene! sprich nicht so Zeugs, was ich nicht leiden kann. Meinst du, ich würde dich allein zu Hause laffen und mich so fortstehlen in die Fremde? Traust du

mir's zu?

Ich weiß wohl, wie es geht. Wenn die Burschen im Dorf zur Stadt müffen oder

auf Wanderschaft, da geht Keins mit, auch

nicht die eigene Schwester. Und hier so gar, wenn sie noch unerwachsen sind, lau

sen die Knaben von den Mädchen weg,

gehn in den Wald mit ihresgleichen und necken dieMädchen, wo sie ihnen begegnen.

Bisher, da ließen sie dich mit mir zusam

men, und wir spielten und lernten mit ein

ander. Du warst blmd wie ich; was

wolltest du bei den anderen Jungen ? Aber

wenn du sehen kannst und du wolltest bei

mir im Haus sitzen, würden sie dir nach

spotten, wie fie's Jedem thun, der's nicht

mit ihnen hält. Und dann dann gehst

du gar fort auf lange Zeit, und ich hatte

mich so ganz an dich gewöhnt!

Sie hatte die letzten Worte mit Mühe

herausgebracht; da übermannte sie die

Angst und sie schluchzte laut. Clemens zog sie fest an sich, streichelte ihr die Wangen

und sagte dringend : Du sollst nicht rotU nen ! Ich will nicht von dir gehen, nie, nie!

und eh ich das thäte, will ich lieber blind sein und Alles vergeffen. Ich will nicht von dir, wenn dich's weinen macht! Komm, sei ruhig, sei froh ! Du darfst dich nicht er

Hitzen, hat der Arzt gesagt, weil es den

Augen nicht gut ist. Liebe, liebe Mar

lene!

Er drückte sie fest in den Arm und küßte

stewas ernie zuvor gethan. Draußen rief seine Mutter vom nahen Pfarrbaus

herüber. Er führte die fort und fort Wei nende zu einem Lehnstuhle an der Wand,

ieß sie darauf niedersitzen und ging eilig

hinaus.

Kurz darauf schritt ein würdiges Paar

den Schloßberg herab ins Dorf, der Pfar-

rer, eine hohe, gewaltige Gestalt in aller

Kraft und Majestät eines Apostels, der

Küster, ein schlichtgewachsener Mann von

demüthiger Haltung, deffen Haar schon weiß wurde. Sie waren beide vom Guts Herrn eingeladen worden, den Nachmittag

mtt ihm und dem Arzt ' zuzubringen, der auf die Einladung des Baron? auS der

Stadt herüber gekommen war, die Augen

der beiden Kinder zu prüfen und eineOpe ration zu versuchen. Nun hatte er den hocherfreuten Vätern wiederholt seineHoff

nung auf völlige Heilung versichert und

gebeten, auf den kommenden Tag sich fce

reit zu halten. Den Müttern lag es ob.

in der Pfarre das Nöthige zuzurüsten;

denn man wollte die Kinder an dem Tage nicht trennen, der beiden das so lange ge

meinsam entbehrte Licht bringen sollte.

Als die beiden Väter vor ihren einander

gegenüber gelegenen Häusern angekommen

waren, drückte der Pfarrer seinem alten Freunde die Hand und sagte mit feuchtem Blick : Gott sei mit uns und ihnen ! Dann schieden sie.- DerKüster ging in seinHaus; da war Alles still, die Magd draußen im

Garten: So trat er in sein Zimmer und

war der Stille froh, die ihn mit seinem

Gott allein sein Ueß. Als er über die Schwelle geschritten, erschrak er. Sein

Kind war vomStuhle aufgefahren, drückte das Tuch hastig vöX die Augen'jdie Ärust

flog lhr wtt von Krämpsen, die Wangen

und Lippen waren blaß, Er sprach ihr zu

dersaß und Alles ertrug. Nur wollte er nicht dulden, daß man ihn während der

Operation halte. Erst Marlenens Zur?'

den bewog ihn, sich auch das gefallen zu

laffen. Als der Arzt von den entschleier

Welt sei voll Noth und Sorgen? Und und bat sie, sich zu faffen und fragte ernst. Marlene, da man ihr den Kranz auf das nun häßlich bin, sagte sie sich, und er-' will 1-. m-ii v:. ffr. 9 lfi4t - R i " XI o.Cv.;.M O ISLl Wm. ni.ll sX.t. :tu u:i v . rr . . I -in. . . - -

i u, vvi- je gic, iyuv iy um ven otaenano liicyis mcgr von nur wlnen ' sonjt war tete nur mit Thränen, die. sie selbst nicht chen sanft zurück und sagte: Ich kann es ihm gleich. Er spielte gern mit meinen verstand. . nicht ! Mir schwindelt, Mutter, wenn mir Haaren und nannte sie Seidensädchen.

dle Blumen- nahe sind. Bring sie.'dem Das wird nun aushören, wenn er mich

Zweites Kapitel. Jemens aucy : . garstig Met. Und er, wenn erö auch lst, Sie fiel bald wieder in ibren fieberbasten ick will's ibn aewin nickt merken laNen.

In zwei Kammern des Pfarrhauses, die Halbschlaf.. Erst die gesunde Nabe des will ibn dock lieb baben. Aber nein, ick

im obern Geschoß nachMitternacht gelegen Tages beruhigte sie. und der Ant.- der in weik wobl. er kann nickt bafclick sein, er

waren, hatte man die Kinder gebettet. Die aller Frühe kam, fand sie außer Gefahr, nicht. Fenster waren in Ermangelung der Läden wie er kaum gehofft hatte. Lange saß er Lange grübelte sie in Kummer und Neu mlt dunkeln Tüchern sorglich verhangen, dann am Bett des Knaben, körte läckelnd aier versunken. Es war sckmül. tm

so daß vom hellsten Tage kaum ein Zwie die seltsamen Fragen an, ermähnte ihn Garten die Nachtigallen riefen ängstlich licht herein drang. Der geräumige stllle freundlich zu. Geduld und Rube und aina berein, und ein ruckender Westwind stiek

Baumgarten des Pfarrers verschüttete zum mit der besten Zuversicht. gegen die Scheiben.- Sie war ganz'allein Ueberfluß dieMauer und hielt dasGeräusch Aber Geduld und Ruhe einem anstiftn- in der Kammer, denn das Bett ibrer Mut.

des täglichen Lebens fern. nen. dem ein gelobtes Land endlick einen ter. die sonst bei ihr aeicklalen. war

Besonders für das Mädchen hatte der Augenblick aus der Ferne gezeigt worden ! Hike wegen aus dem enaen Gemack wieder

Arzt die größte Vorsicht eingeschärft. Der Vater muß, so oft sein Amt ihm die hinausgeschafft worden. Ueberdies hielt Was an ihm gewesen, sei geglückt. Nun Zeit läßt,. in die Kammer hinauf und er man eine Nachthüterin nicht mehr für müffe die Natur im Stillen das Uebrige Mlen. Die Tbür darf dann nickt ae- nöthig, da das Fieber völlia verickwunden

thun, und des Mädchens leicht erregbares schloffen werden, daß auch Marlene die schien. Und gerade heut überkam es sie nm . r V . mt M, m I I

n",en oraucye oer nrengllen Pstege uno schönen Geschichten hören kann. Legenden wieder und warf sie hin und her, bis lange Schonung. , von frommen Männern und brauen, de. nack Mitternackt ein kur,er dumnserKcklttf

Marlene war in der entscheidenden nen Gott sckwere Gebrecken aeaeben und sich ihrer erbarmte.

Stunde unverzagt gewesen. Als ihre genommen, das Märchen vom armenHein Jndeffen zog das Wetter, das die Hälfte Mutter bei dem Schritt des Arztes über .ick. für den das fromme Mäadlein in ib. der Nackt murrend am öornont attitVi

den Flur in Weinen ausbrach, war sie zu m Demuth sich hat opfern wollen, und hatte, mit Macht herauf, lagerte sich über ihr getreten um sie zu beschwichtigen. wie Gott Alles binausaesüürt babe. und den Wald und stand nun still: denn der

Der Arzt sing mit dem Knaben an, der was der würdiae Pfarrer an Historien auf- Wind schwieg. Ein beftiaer Donner

aufgeregt, aber von gesundem Muth, nie. antreiben wukte. . schallt in Marlenens Scklummer binein.

Wenn dann dem srommen Mann unver Halb träumend fährt sie empor. Sie weiß

merkt die Erzählung zum Gebet wurde, nicht, was sie sucht und sinnt, in unge

oder die Mutter mit ihrer klaren Stimme wlffer Angst treibt es sie aufzustehen, ihre ein Danklied zu singen anhvb, faltete Cle Klffen sind so heiß. Nun steht sie am Bett

mens auck die Sünde und sana mit:' aber und hört draußen den starken Reaen nie

ten Augen auf einige Secunden die Hand arei darauf warf er neue raaen bin. die verrauschen. Aber er küblt ibre fiebernde

wegnahm, schrie er heftig auf vor freudi. igten, daß er mehr Antheil an der Ge- Stirne nicht. Sie sucht sich zu faffen und

gem Tcyrea. sckickte aenommen. als am Gesana. Mar. zureckt U finden und besinnt sick auf

Marlene zuckte zusammen, dann bestand Iene frQstte nie. Sie war freundlick m nichts, als auf die traurigen Gedanken.

sie auch obne einen Laut die kurze Pein. Hermann, und Keiner abnte. wie viele mit denen sie einschlief. Ein seltsamer

Aber Thränen stürzten ihr aus den Augen Gedanken und Fragen in ihr arbeiteten. Entschluß geht in ihr auf. Sie will hin. und ,hr Lelb zitterte, so daß .der Arzt lhr Sicktbar aenasen sie von Taa zu Taae. ein zu Clemens. Auck er ist allein. Wer

die Binde eilig umthat und sie selbst in unb schon am vierten nach der Operation hindert sie, ihrer Ungewißheit ein Ende zu lhre Kammer bnngen half, denn d:e Kmee laubte ibnen der Ar.tt auwsteben. Er machen und sich und ihn zu sebn? Nur

wankten lhr. Dort auf lhrem Lager strlt- selber stützte das Mädchen, wie sie schwach dies Eine denkt sie, und alle Worte des ten sich lange Schlaf und Ohnmacht um und zitternd durch die finstere Kammer Arztes sind vergeffen. So geht sie mit sie, während der Knabe versicherte, ihm sei Q;na ack der offenen Tbür. in der der zitterndem Tasten, aan wie sie ikr Nett

völlig wohl, und nur auf den ernsten Be. stand und fröhlich feine suchenden verlassen, der Thüre zu,, die halb offen

sey! oes arers ncy Nleoeriegle. 6 nack den ibren ausstreckte. Dann stekk. flndet die Lebne des Nettes, busckt

So bald aber entschlief er nicht. Bunte dielt er ibre Sand fest und bat sie. sick auf auf den Zehen an des Schlafenden Seite.

Gestalten, bunt zum erstenmal, glitten an jbn tu Nünen. was sie auck zutraulick und mit verhaltenem Atbem über ibn ae.

ihm vorüber, geheimnißvoll, die.ihm noch beugt, reißt sie sich rasch die Binde von den nichts waren und doch so viel werden soll. . Sie schritten die Kammer auf und ab Augen. ten, wenn die Leute Recht hatten, die.ihm mit einander, und er mit dem feinem Ke. Aber sie erschrickt, da es dunkel hUiM

Glück wünschten. Er fragte Vater und füfjr x.r Oertlickkeit. wie es Blinden eiaen wie zuvor. Sie batte veraesien. dak es

Mutter, die an seinem Bette saßen, nach geleitete sie bebutiam an den Seffeln Nacht sei und dak man ibr aeiaat batte.

hundert Dingen, die ihm freilich die tief- nd Sckränken vorüber, die an den Wän- in der Nackt seien die Menscken all,umal

mmgste Wissenschaft mcht batte entrath. den standen. Wie ist dir ? fragte er sie.- blind. Siel hatte gedacht es müffe eine seln können. Denniwas welß sie von dem Mir ist wohl, war ihre Antwort heut wie Klarheit ausströmen von einem fehenden Quell desLebens? De.Bater bat lhn,sich mm Auae und so sick und die Dinaeerleuck.-n.

zu gedulden, denn mit Gottes Hilfe werde . . w t.n Nun süblte sie den ßmick d? tfnw

Ovuuiui, uyn ii iuuy, nyii viu vivi un j ' ..., du bist noch matt. Es thäte dir gut, ein sanft an ihre Augen wehen, aber sie unter. . - . . ... . . r 1 .Vi .I.T .ri-n tr- js. ? rr r n ,

Bischen Wlelenduft m grelen zu athmen, qon mm iu oeilurzi . . 1 V - Pl P t t

denn hier ist die Luft eng und schwer, uno ia,i verzmeiseino wleoer zurue da Aber noch ist's nicht gesund, sagt der Dok- flammt durch die nicht mehr genau verhüll. tor. Die Augen werden wund und erblin ten Scheiben ein secundenlanger Blitz,

den gar wieder, wenn sie zu früh ins Licht dann ein zweiter und dritter, die Lust sehen. , O, nun weiß ich schon, was Licht wogt von plötzlicher Helle, Donner und und Dunkel ist. Kein Flötenton ist so Regenguß wachsen an Lärm ; sie aber süß, als wenn es dir so weit umS Auge starrt einen Augenblick auf den Lockenkopf, fc. 9 M. tM ; m . ' .

wird. Es that mir weh, muß lch sagen; oer tansl vle men. gedruckt, daUegt ; doch hätt' ich immer so ins Bunte starren dann verschwimmt das Bild, die Augen

mögen ; so schön war der Schmerz. Du thränen gewaltsam, und von unaussprech

wirst es auch erleben. Aber es ist noch licher Angst aufgescheucht flieht sie in ihre mancher Tag zu überstehen, bis es uns so Kammer, legt die Binde um, sinkt aufs

Bett, und ln lhr lst es, als wiffe sie es

er bald in seinen Zweifeln selbst klarer se

den. Jetzt t iqm Nutze noty und vor

Allem Marlenen, rne er lacht durch sein

Sprechen auswecken könne. Da schwieg er

denn und horchte durch die Wand. Er bat flüsternd, MKN solle die Thür öffnen, daß

er hören könne, ob sie schlafe und nicht etwa stöhne vor Schmerz. . Die Mutter that

ihm den Willen. Nun lag er unbeweglich

und lauschte, und das Athmen seiner schla-

senden kleinen Freundm,. das ruhlg aus

und ein ging, sang ihn endlich auch in den

Schlaf. .

So lagen sie stundenlang. Im Dorf

draußen ging es stiller zu als lonst. Wer

::i : "SA gut wird. Dann aber thu' ich den ganzen

mu einem tfiiuiu' "r vuiuu - a . . ;ff . 1iti,rMn,MrfiA knb N. .s.?..

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die Schulkinder, denen es der Lehrer ge

sagt haben mochte, tobten nicht wie sonst

aus dem Unterricht nach Haus, sondern

gingen, das Haus scheu und flüsternd an

habe eine andere Farbe. WaS sür Farben

mag dein und mein Gesicht haben? dunkel oder hell? Es wäre garstig, wenn sie nicht

ch.schwren. L

- P V. OT . r

zu. vtnx oer gelang oer zoget luZMleg nicht in den Zweigen; aber wann hätte sein Klang ein ruhbedürftiges Menschen kmd gestört oder verdroffen ?

Erst die Heerdenglocken weckten die bei

den Kinder. Des Knaben ersteFrage war,

erkenne mit den Augen ? Jetzt, so tastend.

Will ich dich mit meinem kleinen Fmger

unter allen Menschen herausfinden. Aber hernach da haben wir uns ganz von

neuem kennen zu lernen. Ich weiß jetzt.

deine Wangen und deine Haare sind weich

lt II tlllllUll. MJ' V.'i v.v(iMMVvM, t i. r . rw y m ob Marken schon nach ihm gerufen habe! nzusuhlen Ob sie den , Augen an t o nrt n.VTnnn um!' tti n sem mögen? Das mußt' lch gern, und

vi (uyiii b v. "7"'- r tww I . -i w - südle.-Mer dümdse Schlaf bat ibr kaum st n lange hin I

wohlgethan, und die Augen brennen ihr In diesem Ton plauderte er unaushör ' ' . I v . jf.i.i. . jf.i v e v . r. r? . n .

unter der leichten Binde. Aber ste zwingt nco uno acoiele niazi oaraus, oav ne liumm sich, sagt, es sei ihr besser, und plaudert neben ihm ging. Manche von seinen Wor. heiter mit Clemens, dem die abenteuerlich- ten waren ihr tief zum Herzen gegangen, sten Gedanken über die Lippen ehen. ' Sie war nie darauf verfallen, daß sie sich ' m O, P .

Spät, als der Mond schon aus dem tetvn nun aucy ,eyen wurde, uno wume 1 . . .1. r?jr.

Walde Nie, klovft zagha te Kinderhand aucy räum, wie ue ncy oas zu oenien oave.

an die Thür des Pfarrhauses. Die kleinen Von Spiegeln hatte sie gehört, ohne es zu Mädchen vom Dorfe sind's mit einem verstehen. Sie dachte sich jetzt sobald ein Kranz für Marlene von ihren besten Gar Sehender die Augen , aufthäte, erschiene tenblumen und einem Strauß fürClemens. ihm sein eigen Angesicht. -.; Als man ihn dem Knaben bringt verklärt Nun, wie sie wieder im Bette lag und die

sich sein Gesicht: Der Dust und der kühle Mutter dachte, sie schliefe, ging ihr das

Thau erfrischen ihn.- Erbittet : Sagt ih- Wort durch den Sinn :. Es, wäre garstig.

wiel schönen Dank. Sie sind gute wenn i unsere Gesichter nicht hell wären.

nen

Mädchen. Jetzt bin ich noch kränk. Aber Sie hatte von Schön und Häßlich gehört, wenn ich erst sehen darf, steh' ich ihnen bei und daß häßliche Menschen bemitleidet

gegen dle Bubett. ' und ost minder geliebt würden. Wenn ich

(Fortsetzung folgt.)

Die Nachrichten von dem Erlöschen'

der Pest waren wohl etwas verfrüht. Neu

eren Depeschen zufolge ist es der russischen

Regierung noch immer nicht gelungen, den

schlimmen Gast . aus ihren Grenzen zu bannen. -

vr. T. A. Wagner,

Arzt und Wundarzt,

Indianapolis, Ind. Office u. Wohnung : 117 Ost Washingtonftraße. (Dem Coutthause gegenüber.) ' Ofsicestunden: 9-10 Vorm., 2-4 Nachm und 7-8 Uhr Abend. vr. H. S. Cunningham Arzt und Wundarzt. Office und Wohnung: 352 Süd Meridian Straße. . Lmzlj. ' ' ' . Fritz Meiner, " Bottier, don ' M. F: Schmidt's Lager-Bier und Ä,lison. 3CX -A.lo, No. 478 Ost Washington Str. . . Alle Aufträge nach irgend einer Adresse dejrde prompt und pünktlich ausgeführt. ' . 7seplhr

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