Indiana Tribüne, Volume 1, Number 34, Indianapolis, Marion County, 5 April 1879 — Page 3
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Unheimliche Mühle Krzäyrung aus Fennessee. DonFelir Lilla. (Schluß.) .Es war unvorsichtig, daß wir ihm dies sagten, aber wer konnte damals denken . u Glücklicherweise haben wir unsere Re volver. Davon weiß er nichts." Wir müssen wachsam sein. Gott gebe. daß unsere schwarzen Gedanken irrthümlich sein mögen und unsere Sorgen sich morgen in lustiges Nichts auflösen." Wir wollen doch dieses Gelaß genau untersuchen." Hilberg war dazu bereit. Durch ein schmales Fenster fiel ein Mondscheinstreif in den Raum und verbreitete bleichen Schimmer. Es war nur die eine Thüre da, durch welche sie hereingekommen waren, und dieselbe konnte durch einen starken ei sernen Riegel von Innen verschlossen wer den, was zur Beruhigung gereichte. Sonst war, wie gesagt, weiter nichts in dem Raum, als die Lagerstätte und die Winde. Unter der letzteren befand sich imFußboden eine Fallthüre, die nicht verschlossen werden konnte. Vorsichtig hob Werner sie auf und schaute nieder in den Maschinenraum der Mühle, der ebensallS durch einigeFen steröffnungen schwach vom Mondschein er hellt wurde. Eine Treppe oder Leiter, vermittelst deren man zur Fallthüre hätte heraussteigen können, war nicht zu sehen. Sollen wir die Thüre verriegeln?" fragte Werner, Oder sollen wir abwar ten, ob Jrwing kommen wird, um auch hier zu übernachten ? Ich glaube freilich nicht, daß er sich einstellen wird." Ich auch nicht. Wir wollen die Thüre schließen, uns mit schußfertigen Revolvern auf die Strohläcke legen und dann abwar ten, was geschehen wird. Wenn man Schlimmes beabsichtigt, so wird man uns doch wahrscheinlich im Schlafe überrum peln wollen. Sollte Jrwing hier schlafen wollen, so müßte er, wenn die Thüre ver schlössen ist, anpochen und' uns wecken. Thut er das nicht, so können wir immer hin Schlimmes muthmaßen." Und wie sollten denn die Schurken zu uns kommen?" Aus dem Fußboden dort. Eine Leiter kann ja unten leicht und geräuschlos ange setzt werden. Wir müssen sorglich auf die Fallthüre achten !" Die Thüre wurde verriegelt. Dann setzten sich die Freunde auf die Strohsäcke mit den schußbereiten Revolvern in der Hand. Es war jetzt zehn Uhr. . Zwei langeStunden saßen sie in banger Erwartung. Der Agent erschien nicht, vlt, Einlaß zu fordern. Das war verdächtig.Etwas nachMitternacht aber vernahmen die Lauschenden ein geheimnißvollesSchar ren bei der Thüre. ES wurde behutsam von außen versucht, dieselbe zu öffnen, was natürlich nicht' gelang. Die Freunde rührten sich nicht. , Sie glaubten zu hören, daß sich draußen ein Mensch mit leise schlürfenden Schritten entfernte. . Achtung !" flüsterte Hilberg. Die S.chuste müssen jetzt wähnen, daß wir ruhig hinter der verriegelten Thüre schlummern. Wenn sie uns an'S Leben wollen, so wer den sie nicht lange mehr zaudern." Werner nickte. Beide lauschten ange strengt. Sie vernahmen hierauf nach wenigen Minuten ein schwaches Geräusch von un ten herauf, wie wenn eine Leiter behutsam aufgerichtet würde. Nach .einer weiteren Minute sahen sie, wie die Fallthüre lang sam ausgehoben wurde. Der dicke Kops des Müllers erschien in der Oeffnung, dann sein Körper. In der rechten. Hand hiett er ein langes Messer, das im Mondschein unheimlich funkelte. Heda !" ries Hilberg. Was wollt Ihr hier?" Teufel!" schrie der Müller. Die Deutschen sind wach !" Drauf ! Drauf !" schrie von unten die Stimme des spitzbübischen Agenten. Sie haben keine Wafen !" . , .. -In diesem Augenblick schoß Hilberg sei nen Revolver ab, traf aber nicht. Der .Mörder wollte schnell ganz aus der Oeff nung steigen und sich jählings auf seine Opfer stürzen. Da feuerte Werner rasch zwei Schüsse ab, und traf den Elenden
tödtlich. Der Müller stürzte mit einem gräßlichen Schrei von der Leiter herunter. Unten entstand ' nun ein Wirrwarr. Die beiden Jrländer schimpften ausüben' Agenten und .verlangten, daß er hinauf steigen und seinLeben an das angefangene Werk setzen solle, denn dasselbe müsse nun auch zu Ende gesührt werden. ' Dazu aber hatte er nicht den Muth. ' Er wollte viel mehr die Jrländer in'S Treffen schicken. Hilberg und Werner liefen zur Fallthüre undfeuerten zwei Schöffe hinab, um die Schurken von der Leiter' wegzutreiben. Sie wichen auch zurück, doch schienen die Elenden nun einen anderen Plan ersonnen zuhaben: sie waren zu weit gegangen, um dieDeutschen entkommen lassen zu dürfen und wollten anderseits auch ihr Leben nicht aus's Spiel setzen. Sie . zogen sich daher bis an die Thüre der Mühle zurück und kurz darauf bemühten sie sich, das Ge bäude in Brand zu stecken. Sie opferten die Mühle zwar ungerne, aber die Angst vor dem Galgen war doch zu groß und durch das Feuer konnten sie sich am unge fährdesten der in der Mühle Eingeschloffe nen entledigen. Mit Grausen erkannten Hilberg und
Werner nach einem Blicke in das. untere Gemach und an denen schon zu itnen em pordringenden erstickenden Qualme das ihnen drohende Geschick. Lieber im Kampfe sterben," rief Hilberg, als hier elend "ersticken?" Sein Gefährte stimmte bei und schon waren beide entschloffen, herauszustürzen und einen verzweifelten . Versuch zum Durchschlagen der freilich fast sicheren Tod bedeutete zu wagen, als ein wü thender Lärm draußen sie innehalten ließ. Man hörte das Getöse eines Handgemen ges, dann ein Klirren wie von Ketten, end lich wurde : die Thüre unten aus geriffen und unbekannte Gestalten bemüh ten sich, das Feuer zum Erlöschen zu brin gen, was auch schnell gelang. - . Nun aber erscholl eine laute' Stimme : Halloh, ihre Herren dort oben! Schießt nicht ! Mr. Hilberg und Mr. Werner, ihr könnt jetzt ruhig herunter kommen !" Wer seid Ihr?" fragte Hilberg. Was ist aus der Mörderbande geworden ?" Wir haben die Burschen überrumpelt, sie sind gefesselt und werden nach Nashville geschafftem vor Gericht gestellt und ge hängt zu werden. Ich bin der Sheriff Jackson von Nashville. Mr. Charles Beaumont hat mich auf eureSpur geführt. Er läßt euch herzlich grüßen." . Erstaunt und freudig . verließen die Freunde ihre Festung und stiegen die Lei ter hinab. Unten fanden sie den braun gesichtigen Beamten, den sie bereits zu Nashville gesehen. Herzlich schüttelte er ihnen die Hände und gab dann rasch ein! ge Erklärungen. Es wurde längst von mir und anderen Leuten vermuthet, daß es mit dieser einsa men Mühle und dem Agenten, der dieselbe seit Jalz'ren zum Verkaufe ausbietet, nicht richtig sei," sagte er. Mehrere Kauflus tige, die Jrwing hierher führte, verschwan den geheimnißvoll. Angeblich sollten sie sich in andereStaaten begeben haben, doch konnte man nie ihrenAufenthalt ermitteln. so sehr ihre Angehörigen auch nachforschen ließen. Mr. Beaumont machte mich auf merksam, daß Jrwing abermals ein Ge schäst mit der Mühle zu machen beabsichti ge, und ich eilte, sobald ich Ihre Abreise ersuhr, mit einigen Konstablern hierher. um seinTreiben zu überwachen undJhnen, wenn nöthig, zu Hilfe zu kommen. Wir trafen gerade zur rechten Zeit ein, drangen, als wir die Schüffe hörten, in die Mühle und erwischten die Verbrecher." Auf den Müller habe ich ' geschossen, sagte Werner. Und ich habe ihn getros fen." "Ja sie haben ihn getroffen versetzte der Sheriff. Er ist todt." Der junge Mann schauderte. Sie gingen darauf.in das untere Wohn zimmer der Mühle, wo die vier Verbrecher, nämlich Mr. Jrwing die zwei Jrländer und der Junge, in Handschellen und Ket ten geschloffen, von sechs Konstablern be wacht wurden. Hilberg richtete einige vorwurfsvolle Worte an den Agenten,, der mit finsterer Miene und niedergeschlagenen Augen da saß, erhielt aber keine Antwort.. DerElen de wußte woh, daß er seinem Verhängn '.ß verfallen sei. . ' Auch die verstockten Jrländer wollten keine Auskunft geben über die früher ver übten Mordthaten, an welchen sie theilge nommen hatten. Als aber der Sheriff den heulenden und zitternden Jungen befragte, (der fortwährend betheuerte,daß er unschul
dig sei, da erhielt er die gcnjünschte Aus
kunft. Der Junge führte deffen , Leute zu einer abgelegenenStelle in derSchlucht, wo neben einander dieLeichen dreierErmor deten eingescharrt waren. . Dreimal war dem schurkischen Agenten und den anderen Mördern das schrecklicheVerbrechen gelun gen. Jedesmal hatten sie ihren unglückli chen Opfern erhebliche Summen Geldes abgenommen. :' ' ? -. . Die schwerkrankeFrau deö Müllers starb noch in derselben Nacht an den Folgen der entsetzlichen Ausregung, in welche siege rieth, als sie den Tod ihres Mannes er fuhr.- Ihr Sohn ließ sich später in Ten nessee niemals blicken, um sein Erbe inBe sitz zü nehmen. Wahrscheinlich hatte er seine guten Gründe, sich fern zu halten. Mr. Jrwing und die beiden Jrländer wurden nach Nashville geschafft, vor Ge richt gestellt, verurtheilt und gehängt. Der Junge kam in eine Befferungsanstallt sür jugendliche Verbrecher.' Durch Vermittelung des klugen und rechtschaffenen Mr. Beaumontgelang es Hilberg und Werner, im Westen von T' nessee eine schöne kleine Farm nebst Müble zu erstehen, undlchon bald nachher verhei ratheten sie sich mit den hübschen Töchtern eines wohlhabendenNachbars deutscherAb kunft. Die unheimliche Mühle in der Wildniß bei Lebanon stand langeJahre einsam und verlaffen, bis sie endlich ganz in Trümmer fiel. m i , Genf, 28. März. Die Frage der Wiedereinführung der Todesstrafe muß dem Volke zurAbstimmung vorgelegt wer den. Zu Liverpool wurden innerhalb der letzten drei Tage 44,000 Centner Weizen eingeführt, von denen 36,000 aus Amerika ankamen. Pesth, 28. März. Das Unterhaus des ungarischen Reichstags hat den Berli ner Vertrag mit 208 gegen 154 Stimmen genehmigt. Berlin 27. März. PrinzWaldemar, der dritte Sohn des Kronprinzen von Deutschland, ist heute Morgen an einem Herzleiden gestorben. Berlin, 28. März. Profeffor Georg FriedrichSchuhmacher von derGreifs
walderUniversität, der berühmtePhilosoph und Archäolog, ist gestorben. - Seit 1874 zum ersten Male wieder waren die sozialdemokratischenAbgeordne ten vollzählig im Reichstag anwesend. Bisher befanden sich wenigstens einer, meistens mehrere davon in Strashaft. Im Reichstag beschuldigte der Abgeordnete Liebknecht die deutsche Regierung, daß sie das Briefgeheimiß verletze. Der Oberpostmeister stellte die Anklage als eine böswillige Verläamdung der Soziallsten hin. ' .: : . Londo n,27.' März. Der .Times" wird auS Berlin telegraphirt : Graf Schuwaloff wird, nachdem ihm das Pro jekt der gemeinsamen Occupation Rumeli ens gelungen, auf seiner Rückreise nach London in einigen Tagen hier erwartet. . London, 27. März. . Eine Berliner Depesche der Post meldet : Der Czar wird bei Gelegenheit der goldenen Hochzeit im nächsten Juni hier er wartet. .Leutner,' welcher den Contrakt zur Hebung des Großer Kurfürst" erhielt, hat seine Vorbereitungen beendet und wartet auf günstiges Wetter. k : . ' In London sind statistische Berichte veröffentlicht worden, worin sich interes sa'nte Vergleiche bezüglich der Bankerotte in England 'und in den Ver. Staaten' in den letzten zehnJahren befinden. Es wird dariiv nachgewiesen, daß ixt Zustände' in England ' 1869 sehr ahnlich den heuigen in' den Vereinigten Staaten waren. In 1867 betrug die Zahl der. Bankerotte in England und Wales 15,850 und '1869 stieg sie aus 16,518.' In 1870 fiel sie auf 8,151 und blieb in den nächsten Jähren ungefähr dort stehen. In denVer. Stää ten begann der Effect der Crisis '1873, wann die Zahl ; der Bankerotte ; 5,183 betrug und diefelbe ; stieg bis 1878, wann 10,478Bankerotte registrirt werden mußten. Durch die Aufhebung des .Bankerottgesetze's und die ungewöhntich gute Ernte aber .wird mit dm"höchsten Effect derCrists auch' die Ueberwindung derselben züsänmenfallen' : : ; - ' - ! ' : : : : . 'iwly : : )
- Rom, 29..MSrz. Die letzte Appellstion des Attentäters Paffamente ist.ab schlägig entschieden worden. """" -Der König hat dasDekret unterzeichnet, ' wonach Paffamentes Strafe in lebenslängliche Zuchthäusstrafe umgewandelt
wird. - . ' i 1 Offizier im deutschen Reiche zu sein ist immerhin noch einträglich, denn diese Herren können doch im Gegenfall zu den Invaliden und Gemeinen auf eine anständige Pension rechnen.- Aus einer Tabelle ersehen wir, daß 3,615 Osfiziere der preußischen Armee jährlich im Ganzen 9,151,197 M. Pension erhalten. Dagegen erhalten die invaliden 20,710 Unterosftziere und Gemeinen nur $3,423,400 M. Sich ein Bein oder zwei Arme für den deutschen Kaiser abschießen zu laffen, rentirt sich also ganz und gar nicht. ' Ein Steckbrief gegen einen Fürstennämlich gegen den Fürsten zu Sayn-Witt gensteinHohenstein. Das Kreisgericht in Steyr bat unter dem 5. dss. folgenden Steckbrief erlassen : Alexander, Fürst zu Sayn-Wittenstein -Hohenstein, angeblich 47 Jahre alt, verheirathet, welcher sich im Jahre 1874 in Wien und einige Zeit im Bade Hall aufgehalten hat, erscheint des Verbrechens des. Betrugs in einem .300 Gulden weit übersteigenden Betrage, verübt zum Nachtheile deö Joseph Gmeiner zu Albarting in Hall, dringend verdächtig. Derselbe ist angeblich von kleiner Statur trägt großen Vollbart, hat schüttene (spärlich) blonde Haare, spricht ein sog. Ber liner Deutsch und soll sich zuletzt in Wiesbaden und Hannover aufgehalten haben. Dessen vorläufige Festnahme und Arherlieferung sind zu veranlassen." Die vollständige Ausgrabung der bei der Katastrophe in Bleiberg verschütteten Personen und Objekte, ist wie die neuesten europäischen Zeitungen melden, nunmehr erfolgt. Der erste Lawinensturz, welcher in Bleiberg am 25. Februar, Nachmittags'gegen 4 Uhr erfolgte undHunderte von Personen begrub, wovon sich jedoch' die Mehrzahl rasch durcharbeiten konnte, hat eine Ausdehnung von 180 bis 200 Meter, in der Thalsohle gemessen und eine Mächtigkeit von 8 bis 40Meter. Der am gleichen Tage Nachts um 10 Uhr in Hüttendorf-Bleiberg niedergegangene Lawinensturz ist vielverzweigt; seine Ausdehnung, in der Thalsohle gemessen, umfaßt eine horizontale Distanz von 560 Metern, seine Mächtigkeit ist 6 Meter. Das Elend ist groß: An der Herstellung der Kommunikation wird eifrigst gearbeitet; am 3. März fand die Beerdigung von 29 Personen in Bleiberg statt. Die Katastrophe hat in manche Familie die entsetzlichsten Wunden gerissen und die theuersten Mitglieder und Stützen geraubt. 33 Personen sind als todt zu bezeichnen. Die' Detail - Berichte geben Kenntniß von manchen entsetzlichen Szenen, die sich in Folge des Lawinensturzes ereigneten. Wahrhaft grausenerregend war die Schnelligkeit, . mit der die kolossa len Schneemassen niederstürzten. Man hörte um 51 5 Uhr Nachmittags ein fürchterliches Pfeifen und Sausen, und in demselben Momente war auch schon die Lahn" da. Viele arme Berg - Knappen stehen obdach und hiflos da. .: Seltsam spielte das Schicksal im Hause des Apothekers Johann Neuster. Der erste Stock wurde zerstört; Mann, Frau und zwei Kinder, die sich daselbst befanden, wurden zerquetscht, während die ebenerdige Apotheke gar keinen Schaden erlitt und der dort besindliche Gehilfe unversehrt ausgegraben wurde. In einem andern Hause wurde ein Weib mit der rechten Seite an den heißen eisernen Ofen gepreßt ; sie lebte noch, als man zu ihr gelangte, dürste aber an den Brandwukiden sterben.' An , anderer Stelle, ward ein . Ehepaar zwischen zwei Kleiderkasten gedrückt das. Weib ttstickte', derMann:aber wurde":. gerettet; hörte in- seineü Gefängnisse 'über sich. die arbeitenden Leute und vernahm mit Entsetzen, daß sie an diesem Platze die Arbeit, weil sie dieselbe fürltuchtloS hielten, ganz aufgeben wollten. "Doch 'drang, man end lich bis zu ihm vor ' Oberhalb des FriedhofeS hat die Lawine einen mächtigenWalb vollkommen : abräflrt. Naö der ' Katastrophe bot eö einen entsetzlichen' Anblick, ' n'x.'.'.i:.vals man an bleuen, - o jiw ringer Schnee angehäuft hatte ausgestreckte Hände 'hervorragen jah so baten ' in stummer, aber" herzergreifender "Weise dle Unglückllchenüm Nettüng, wenn dleWüt
der Lawine ihnen no nicht die Besinnung geraublhätten:Z:' : n,: ,-!.' , sii'V- t-n;:? rtf'i? ilihfX"' ' :; i. V i -"-' - j?f ein j t t . v- li
