Indiana Tribüne, Volume 1, Number 28, Indianapolis, Marion County, 22 February 1879 — Page 4
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Jndiana Tribüne.
ndiana Hribüne.
(Wochenblatt.) Lffice: Ecke Circle u. Meridianstr. sJm dritten Stock ) Abonnements'Preise. Ja der Stadt durch Trager in! HauS geliefert Per Monat 20 Cents. Per Jahr im PorauS $2.00 Per Nummer L Keritö. Lou'S P.-HNd, Herausgeber. Indianapolis, Ind., d. 22. Februar 1379. An unsere Leser. Herr Liz ins, der bisherige Redak leur dieses Blattes ist aus der Redaktion geschieden. Die Gründe seines Scheidens smd privater Natur und hat dasselbe in der frcundschastlichstenWeise stattgefunden Die Redaktion des politischen Theiles der Zeitung hat der Herausgeber selbst -übernommen. Außerdem ist es ihm ge lungen, sich regelmäßige Beiträge von lüchtigen, kompetenten Kräften zu sichern Die Leitung des Feuilletons und des lokalen Theiles des Blattes ist den Händen tiiur sähigen talentvollen Dame, des Frl. Fanni Oppenheimer. Die neue Redaktion wird sich bemühen, allen gerech' ten Anforderungen möglichst nachznkom men. Der Heraus geber.H Wo ist das Gold ? Mi; dem Beginn dieses Jahres wurde die Goldzahlung wieder eingeführt, aber die Golddollars sind nicht zu sehen. Der Golddollar gehört noch immer zu den Ra Titäten. Das ist auch ganz natürlich. So lange dr silberne Schwindeldollar im Umlauf bleibt, wird das Gold entweder in 'das Ausland oder in den Schmelztiegel wandern. Wenn heute Jemand z. B. 50 Golddollars hätte, und er würde dieselben einschmelzen, dann würde er für das ein geschmolzene Gold 53 bis 5 Silberdollars bekommen; man kann Goldmünzen mit Wortheil einschmelzen und ungemünzt ver kaufen, denn im Verkehr ist derGolddollar micht mehr werth, als der Silberdollar. .Nichts zeigt deutlicher als dies, daß die sogenannte "siat money" Idee ein Unsinn ist, denn es tritt hier der sonderbare Um Hanb ein, daß die Prägung den Werth des Metalls verringert. Narrensitzungen: In Washington finden gegenwärtig täglich die vom Congreß beorderten Rar -rensidungen des Potter Committees und Hier inJndianapolis dieRarrensitzungendeö -Committees zur Untersuchung der Staats hauS'Angelegenheit statt. Wir möchten eigentlich wissen, wie viele, oder wie wenige 'der Zeitungsleser die langen Berichte über diese Sitzungen lesen. Wir unserseits be absichtigen unsere Leser nicht damit zu langweilen. Wir könnten allenfalls ver. sprechen, das schließliche Resultat bekannt zu geben, aber wir erwarten gar kein Re sultat. In Bezug auf unser Staatshaus wild es trotz aller Bemühungen des Courthaus'Architekten beim Alten bleiben, und die Geschichte mit den Chisfredepeschen ist nicht weniger schmutzig, ob Tilden behauptet, nichts davon gewußt zu haben, oder ob tt sein Wissen zugibt, und wie die New Jorker Tribune die Depeschen erhalten, öndert auch nichts an dem Charakter der Sache, das Publikum wird daher an diesen Narrensitzungen nicht sehr viel Interesse .'nehmen. Die Chinesen-Bill. In beiden Häusern des CongresseS Pas' Prte ein Gesetz, besten Zweck darin besteht bt Einwanderung der Chinesen in großer Zahl zu verhindern. Unsere Preste schlägt darob einen schrecklichenSpekakel an. Die seö Gesetz ist eine Verletzung persönlicher Freiheit, eine Belebung unserer Verträge nit China, cS wird unserem Handel mit China für immer ein Ende machen So lauten die Lamentationen der Preste. tfei ner von ihnen gedenkt der Tausende von Arbeitern, welche durch die Chinesen aus ihren" Stellungen verdrängt und brodlos gemacht werden. Der Chinese gehört ei ner anderenMenschenraste an, als der Europäer und der Amerikaner. Es ist be kannt, in welch frugaler Weise der Chi iiese leben kann, mit wie wenig er auszukommen im Stande ist. Wenn der Chinese nichts anderes hat, kann er sich auch mit einere Ratte alö Mittagsmahl begnü
gen, deshalb ist es dem Chinesen auch mö
glich bei einem Arbeitslöhne noch Geld zu erübrigen, bei welchem ein deutscher oder amerikanischer Arbeiter verhungern wurde Leiden nun schon unsere Arbeiter ander Concurrenz unter sich selbst, drückt schon diese Concurrenz den Arbeitslohn? auf ein Minimum herab, wie viel muß noch die Concurrenz der Chinesen den Arbeltsloh n herunterdrücken. Was dem Einen recht ist ist dem Anderen billig. Wir sollten mei nen. daß nicht der Großhändler allein, der seine Waare verkaufen will, sondern auch der Arbeiter von Seiten der gesetzgeben den Behörde einige Berücksichtigung ver dient. Der Großhändler kann sich andere Absatzquellen suchen, und wenn er die nicht sinden kann, unser Handel mit China wird keinen Abbruch erleiden, wenn wir uns vorder Concurrenz des chinesischen Ar beitcrs schützen. Der Kaufmann in China wird vor wie nach seine Waaren da bt ziehen, wo er sie am Billigsten bekommt denn der Preis der Waare bestimmt die Bezugsquelle, nicht aber die Politik. Der chinesische Kausmann aber wird unsere Ar beitcr nicht vor dem Verhungern schützen wenn ihr Kuli durch seine Concurrenz brodlos gemacht. Sditorielle HKolizw. Die Legislatur beschäftigt sich jetzt vielfach mit der Frage, ob in diesem Jahre eine neue Abschätzung des Grund eigenthums im Staate zum Zwecke der Be steuerung vorgenommen werden solle, oder nicht. Es wird freilich allerseits zugegeben. daß die Besteuerung unter dem letzten Ab schätzung eine viel zu hohe sei. aber die Kosten der Staatsverwaltung müsten nun einmal aufgebracht werden, und wenn die Abschätzung kleinere Werthe ergiebt, nun so muß eben die Steuerrate entsprechend erhöht werden. ES sei deshalb ganz un nöthig eine mit großen Kosten verbundene Abschätzung vorzunehmen. Wir sind selbst der Ansicht, daß ohne bedeutende Ersparniste im Staatshaushalt eine Abschätzung des Grundeigenthums dem Volle nichts von der schweren Bürde der Steuern abnehmen wird, denn wenn der Staat $500 Dollars braucht, und ich muß sie bezahlen, so kann es mir einerlei sein,ob er sagt, dein Eigenthum ist $10.000 werth und du mußt 5Prozent daranSteuer zahlen, oder ob er sagt, eS ist $20,000 werth und du mußt 24 Prozent Steuer zahlen. Kann der Staat nicht mit weniger auskom men, dann kann es mir ziemlich einerlei sein, wie er die $500 herausrechnet, und bedarf er weniger Steuern, dann kann es mirebensalls egal sein, auf welche Weise er meine Steuern herabsetzt, vorausgesetzt, er setzt sie herab. In dieser Richtung würde also trotz al lenGeschreies über die zu hohe Abschätzung kein Vortheil liegen. Sparen ist die Huuptsache. In einer anderen Richtung läge aber doch ein Vortheil in einer öfteren Abschätz ung deß Grundeigenthums für Besteuerungszwecke. Die Wehrte steigen und fal len nicht gleichmäßig überall. Nicht nur besteht hier keine Gleichmäßigkeit in Rückstcht auf verschiedene Städte und Ortschaften, selbst einer und derselben Stadt kann es vorkommen,daßGrundeigentbum stergt, an der anderen Seite dagegegen seinen Werth behält. Zum Zwecke einer gleich mäßigen gerechten Besteuerung ist daher eine öftere Abschätzung wohl am Platze, aber man wolle uns doch um's Himmels Willen nicht weis zu machen suchen, daß eine Abschätzung unsere Bürde im großen Ganzen erleichtert. Der Vorschlag, dieVerfastung unseres Staates dahin abzuändttn.daß dieGehalte der County-Beamten im Verhältniß zu der Bevölkerung des County's festgesetzt werden können, hat zum Zwecke ein Gesetz zu ermöglichen, unter welchem der Clerk, der Sheriff u. s. w. Gehälter statt Gebüh. ren beziehen würden. Die Vortheile, welche der Bevölkerung aus einer solchen Einrich tung erwachs: würden, sind zu sehr in die Augen springend, als daß eS nöthig wäre, sie auseinanderzusetzen, dennoch ist der Senttnal" dagegen. Das kommt jedenfalls daher, weil sich die Demokraten wäh rend der letzten Präsidentenwahl ReformPartei" zu nennen beliebten. Wir möchten wetten, wenn eine solche Wette möglich wäre, daß vor Jahren als die Demokraten nicht die geringste Aussicht hatten, einen einzigen Beamten in Marion County zu wählen, de?Sentinal"ganz und gar nichts dagegen einzuwenden gehabt hätte, wenn den Beamten der Brodkorb etwas höher gehängt worden wäre, aber jetzt, ja jetzt ist!
das etwas ganz Anderes, jetzt sind unsere Gesetze ganz famos, jetzt bedarf es keiner
Reform. Natürlicb ! der Candidat für ein Amt. das 20 . 30000 Dollars Gebühren jährlich abwirft, kann ganz anderes geschröpft werden, als der für ein Amt, das blos einige TausendDollarsGchalt bringt. Wer aber noch andere Jntreste im Auge hat, als diejenigen einer Partei, der dürste meinen, daß wenn die hohen Gebühren in den Staatssäckel flößen, der Steuerzahler vielleicht dabei profitiren dürfte. Es ist doch niemals möglich, es den Leuten recht zu machen. Als Grant Prä stöent war, da schimpften die Zeitungen und die Stnmpredner über sein flottes Le ben und zeihten ihn sogar der Unehrlichseit. Jetzt schimpfen sie ausHayes, welcher sparsam lebt und mit seinemGehalte haus hälterisch umgeht und nennen ihn einen Geizhals.- Sie meinen, daß Hayes von den 200.000, welche er während seinesTermins ausbezahlt bekommt, mindestens $150.000 sparen wird. Nun wir sollten denken, daß eine Familie mit $12,000 per Jahr sehr anständig leben kann, wir meinen aber auch, daß der Präsident mit seinem Gehalte thun kann, was er will, und daß eS keinen Menschen was angeht, ob d?r Präsident seinen Gehalt spart oder verputzt. Nachdem die Mehrzahl der Kaufleute. Fabrikanten, Sparbanken und andere Banken den Bankerottprozcß durchgemacht haben, ist jetzt die Reihe an den Städten. Die Städte Elizabeth in New Jersey, Memphis in Tennestee und Mobile in Alabama haben sich bankerott erklärt und auf ihren Charakter als Städte verzichtet. Nun wird bald die Reihe an die Staaten kommen, und Louisiana und Virginien werden wahrscheinlich den Anfang machen. Nachdem die einzelnen Staaten bankerott gemacht, werden die Vereinigten Staaten daran kommen. Einstweilen hat der Fi nanzsekretär für nächstes Jahr ein Desicit von 27 Milliönchen in Aussicht gestellt. Fehlt dann bloß noch ein allgemeines Erdbeben.' damit der Zusammenbruch ein vollständiger ist und die ganze Lumperei ein Ende hat. Prosit Deutschland ist nicht das einzigeLand, welches an der chronischen Desicits-Krank heit leidet. Die Epidemie ist über den Ozean gekommen und haj unser Land angesteckt. Der Schatzamtssekretär stellt mit Bestimmtheit sür das nächste Jahr einDepcit von 27Millionen Dollars in Aussicht, das entweder durch Erhöhung der Steuern oder durch einAnlehen gedeckt werden muß. Gerade wie in Deutschland, Rußland u. s. w.! Was sie in Europa mit stehenden Heeren und Kriegen fertig bringen, das bringen wir auch ohne diese Hilfsmittel fertig. Dafür hatten wir das Vergnügen einer demokratischen Majorität imRepräsentantenhause. Wenn man der politischenPropaganda halber dieSteuern reduzirt, ohne die Ausgaben einzuschränken, dann zeigen sich die Folgen auf diese Weise und die Täuschung tritt zu Tage. Die gedrückten Verhältniste, die lang andauernde Geschäftslosigkeit, ganz besonders aber der Umstand, daß so viele Tausende von Arbeitern beschäftigungslos sind, all dies bringt es natürlich mit sickdaß unsere sozialenZustände.die man gewöhnlich mit dem Worte Arbeiterfrage- zusammenzusasten sucht, eifriger als je besprochen werden. Wir haben die letzten Jahre stets gute Ernten gehabt, welche nach den Verficherungen der gelehrtenHerren Nationalökonomen unzweifelhaft eine Wiederbelebung der Geschäfte zur Folge haben mußten. aber die Geschäfte sind trotzdem nickt bester geworden. Dann beliebte man die -r w w . ü 1 1 - r et . v ganze cymo oer geflcnruiungcn Jvuanoe dem Navieraeld in die Schuhe zu schieben und von der Einführung desSilberdollars versprach man sich goldene Berge. Jetzt . V r:ic Jo fi.i Ti yaven wlr meor ttvek, Ulö uns lleo IN, aber die Geschäfte sind um kein Haar bes-se.-. Jeden Tag bringen die Zeitungen svaltenlanae Erklärungen über die Ursache der schlechten Zeiten, die Rezepte zur Besserung mehren sich fortwährend, aber gebolfen hat noch keines. Unter solchen Umständen ist eS kein Wunder, wenn sich das Publikum mehr als zuvor mit der sozialen Zrage beschäftigt, wenn man mit Eiser die Ursachen der schlechten Zeiten und deren langer Dauer zu ergründen sucht, und be- ! v a . ml 9 ä ä . . alena darnach strevr, vjimti zu nnoen, oer Calamität ein Ende zu machen. Das Klagen ist allgemein, Bauer, Handwerker und Kaufmann, Alles umzt nach besseren Verbältnisten. und doch ist unter Taulenden kaum Einer, der die Ursachen der ge- , n. nüV. fn.:Ci V r flpnroaruacn JMiulivr ucumii unu sen könnte, wie denselben a' zuhelfen sei. Wir werden desbalb in der Zukunst der sögenannten Arbeiterfrage, sowie den Bestre bungen zur Besterung der Lage der Arbei- . . r k . . v ier meyr AUsmerilamleil iiuenien uno oie Erscheinungen und Ereignisse auf dem Gebiete dieser Bestrebungen eingehender be-
sprechen.
Lokal. - i
LSS- Alle Banken mit Ausnakme der von Fletscher und Harrison sind heute, an Washington's Geburtstag geschloffen. jfcST Herr Austin B r o w n, der frühere County Clerk, ist gegenwärtig in Washington, um stch um die Clerlstelle im Senate zu bewerben. ßT Circu s s e scheinen in diesem Jahre früh ihr Erscheinen zu machen. Forepau gb's Circus und Menagerie wird schon im April oder Mai hierherkammen. LS Kommenden, sowie jeden Sonntag Vormittag 10 Uhr findet das geistige Turnen vom socialen Turnverein in der Turn balle statt, worauf wir ganj besonders ausm:rksam machen. öS" Gouverneur Williams erklärt mit Bestlmmtheit, daß er keine Extrasitzung der Legislatu berufen werde. ES ist doch schändlich vom Gouverneur, die Herrrn Volksvertreter so um ihr tägliches Brod zu bringen. Nächsten Dienstag Nachmittag um 4 Uhr ist den Frauen Gelegenheit gegeben, ihre Argumente zu Gunsten des von ihnen angestrebten Frauenstimmrechts in der Legislatur vorzubringen. Die verschiedenen Themate werden von Frau Haggart, Thomas und Wallce und dem Fräulein Anncy Dunn bearbeitet werden. Die Demokraten in der Legiölatur beschuldigen dieRepublikaner. daß sie durch Verzögerung der Geschäfte eine Extrasitz, ung zu veranlassen suchen; die gleiche Beschuldigung erheben die Republikaner gegen die Demokraten. Wir meinen, daß der Schlußvers von Heines Disputation ganz gut darauf Pasten würde. LSDer gegenwärtige städtischeSchatzmeiste? wird bei der nächsten Frühjabrswähl wieder als Candidat für dasselbeAmt austreten. Herr Wiles hat bisher das Amt zur vollsten Zufriedenheit der Bürger gesehen, und seine Amtsführung wird allgemein belobt. Wir sind dafür, daß man einen ehrlichen, erfahrenenBeamten so lang wie möglich im Amte läßt. öS?' Freidenkerverein. Am Sonntag Abend findet in der Turnhalle eine Versammlung genannten Vereins statt, bei welcher Gelegenheit Herr Dr. 5 ch e ! l e r einen Vortrag über Leichen Verbrennung" halten wird. Nach dem Vortrage findet die Wahl der Beamten statt. Nichtmitglieder haben ebenfalls freien Eintritt. LS" Am Montag Abend ging es in Bellis' Bierlokal an der Nord Delawarestraße durch einen Streit zwischen einem jungen Manne Namens Jobn Kclley und einem Neger Namens Wm. Jones ziemlich lebhaft zu. Knalis, ein Freund Kellen's, nahm sich dessen an und versetzte dem Schwärzen einen Hieb. Der Letztere ergriff sofort sein Mcffer, traf seinen Geqi er Kelley durch einen Stich in den Unterleib und nabm dann Reißaus. Der Vertheidiger Kellers wurde von -Friedensrichter Miller wegen Angriffs auf den Neger gestraft. Kelley selbst ist noch zu krank, sich dem Gerichte zu stellen. 5 Der Einathmung von Kohlengas waren diese Woche dahier zwei jungeMäd chen beinahe erlegen. Ein Mädchen, das im Dienste bei Frank Aldrich stand, ver ließ Samstag Abend das Haus ihres Dienstherrn, um die Nacht bei ihrerSchwester, die nicht sehr entfernt wobnte, zuzubringen. Das Mädchen kehrte jedoch nicht, wie sie versprochen, am andern Morgen zurück und da dies die Verlegenheit der Wartenden wachrief, so wurde Nachfrage in dem Hause der Schwester gehalten. Der Bote sand das Haus verschlossen, vernahm jedoch ein leises Wimmern, das ihn bewog, daß Haus mit Gewalt zu öffnen. Es war höchste Zeit, denn beide Mädchen waren durch Einatbmen von Kohlengas, das einem geschlossenen Ofen entströmte, dem Tode nah. Wäre die rettende Hülfe einige Minuten später gekommen, so wäre jeder Wiederbelebungsversuch ohne Wirkung geblieben. LS'Maskenball der Lyra. Die freudigen Erwartungen, in denen stch die Mitglieder der Lyra wiegten, wurden bei dem letzten Freitag gegebenen Maskenball auss höchste befriedigt. Der Ball war gut besucht, und der große Theil der Anwesenden hatte lange ratben lassen, wer sich unter der schwarzen Maske verbarg. Das muntere Treiben der Theilnehmenden brachte eine heitere Stimmung über die verkleidete Menge und die mannigfaltigen Costüme verlieben dem reizendenWirrwarr ein ergötzendes Ansehen. Alle erdenklichen Masken waren vertreten, und die originellsten Ideen thaten sich dabei kund. Es bot einen schönen Anblick, als sich die verschiedenen Paare im lustigen Tanze drehten, gar ost die Täuschung nicht ahnend, die sich nach gegenseitigem Erkennen herausstellte. Doch daö sind ja gerade die Reize der Maskerade und wenn sich dem galanten Ritter auch gerade nicht immer eine holde Schöne entpuppt, so muß er eben doch gute Miene zum bösen Spiel machen. Nachdem die schwarzen Masken abgenommen, ist es ja immer nock Zeit, dem Gegenstand des SehnenS zu folgen. Der Maskenball der Lyra dauerte bis znm Moraen und da sich die Versammelten erst so spät trennten, ist sicher anzunehmen, daß sich Jeder vortrefflich unterhielt. Der Verein der Lyra kann deshalb mit dem erzielten Erfolge vollkommen zufrieden sein und die Genugthuung haben, daß die vie len Bemühungen undVorbereitungen nicht umsonst waren.
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AgenturWechsel. l S! 9Tnnfiir hrr Kflrn STfTttrrtrrf ff " Viit ' 0 v wt Toronto, As, et! $1.600,000, ist den Herren Cleavelaud k Co., Na. 1 Cleaveland Ge'. bäude, gegenüber der Haudelskammrr, übertragen worden und vcrtntt genannte Firma nunmehr folgende Ekftllschaften: Britisb America, Western von Toronto, CitizenS von St. Loulö, Mo. Man spreche vor und informire sich von den Prämiensötzen. . Wm. C. Larnb, Rechts - Anwalt. Office : Zimmer 1, Bastment des Courthausei. Indianapolis, Ind. 1jan2mt HENRICI'S CAFE: Wer Chicago besucht und dort gut und billig speisen will, 'ollte nicht versäumen, die bekannten Case's der Gebrüder Henrict z,t besuchen, 175 und 177 Madisonstraße und 72 Randolphstr., Chicago, Illinois. I7augl Schaut her ! Hcimath für M ! Die Vertheilung der Gewinne der in EvanLville ab znh iltenden Berlolsung. welche in Evanöviüe m 3l. Dezev der 187 stattfinten sollte, ist von den Direktoren der .Evanöville und Indianavoli, Wais,nhauSSsioct ation" durch unvermeidliche Uisachen aus den 10. itil 1879 verschoben morden, an welkem Tage die Ziehung und Bert eilung unter ollen Umständen stansinden wird. Kein Äusschub sür d.e folgenden - Großen Prämien. Rose Hill Farm liegt in Warrick County. Ind., siebe teilen von vansville, zwei Meilen nördlicy von Nem burs, enthalt 6-" Acker, auf welchen elf 1 fei und sie ben Scheunen ctdaut sind, tjat Oostgätten und andere wetthvove Verbesserungen. Die Jndianavol s Lot, sind sämmtlich guteö Eigen thum und gut zur St lvlial-Anlage. Die övansvllle LktZ gelten in ihrer Lokalität als erste Klasse für jene sHöne Etad' und sind heute al eine Heimath so viel werth, alS die Zahlen derlabelle besa gen. No. 1, Prämium.Farm, 4 Acker, derbesserte HeunstäUe $15,000 No. 2, Plämmm.Farm, 80 Acker.... 7,000 No. 3, w r 160 Acker.... 15,000 No. 4, l eos cker 18,000 No.k, , 160 Acker 15,000 No.6, . 80Acker.... 10,000 6 1 Lot, Woodr.PlaH. Jnd'plS, $7,000, $7,000 5 Lots, Highland Home, 1,500, 7,500 5 Lots, S ate Avenue, m ' 1,500, 7,500 5 Lots, Jrvington, Jndiana, 1,000, 5,000 80 Lols, G!cndale,Evansville, 150, 4,500 40 2cti, WoodlatvNj Evantville, 150, 6,000 21 Lots, Woodlawn, Soanöville, 200, 4,200 10 Prämien, baar, . 100, 1,000 20 Prämien, baar, 50, 1,000 20 Prdn en, baar, 25, 500 400 Prämien, baar, 2, 800 563 Prämien $'25,000 Z r diesen Seminnen bat da Comite rot folgende Goldrrämien mit Genehmignng ter Eigenthumes hin zugesügt, ohne die ursprnl'che Zihl der Loos? ,u ver n ehren oder den WohlthiltigkertsTgond zu beeintrSch tigen. 1 Gold.Prämie $1000 3 $500 1500 5 200 1000 5 100 500 15 50 850 10 , - 25 250 ' $130,090 DaS Ganze vertheilt in 2,500 2c oh 2 jede. Die NettoUeberschösse dieser Verkäufe sollen zum Le sten der Eoansoille Waisen. Anstalt und rr jndiana poiii WZisen.Anstalt verwandt wer. en. Vergeffer den I. April nicht und kauft Enre Ticket! sofort, da die Zi.hung vorher sta tftndet, wenn die Trckets früher verkaust werden. Vegranöigungen. ES wird hierdurch befcheiilgt, fcan daS in der Liste aufgesubtte Eigenthum von grotzemWerth ist und seinen Stger.thümern bet Weitem mehr an baaremffelde kostet, als sie eS diesem .Venefit Truste verkauft haben und daß eS wohl verdient, als eine Heimstätte auöerwählt zu werden. Die T'tel werden vor der Ablieferung der Aaufbrie'e vallkom rn geir acht. (Gezeichnet) ThomasE. Garvltte. SvanSvllle Wm.Hadley, fiadtijcher ssesssr, Jnd'anavoU. Ach bezeuge hierdurch, laß die Kaufbriefe für alles in dieser Lrste ausgesührte Eigenthum getörig ezecutirt und beglaubigt mir übeigeben wurden, um v?n mir bil zur Ablieferung an die Personen, welche unte? der.Or vhanft Benesie Drawing- dazu berechgt 0nd, in Ler Währung gehalten zu werden. Eiti,enS Nation 't Bank, EvanLville, Ind., den 27. August 1873. (Gezeichnet) K. $10711, assirer. Vürger-ßommittee. Wir habe die Stellung als ein Bürger.CommMee 'genommen, um darauf zu sehen, daß daS Eigemdu sicher aebalten werde, die Bettdeilung richtig erfolg und die JsndS ehrlich überwiesen werden. Gezeichnet) I o . I. I c i n c r, ?aor der Ctadt (SvantvOLt, eo. H. Stockmell, von Viele, Ctockwell u. SvanSville. Peter S i m n o n, von Simnon n. Dickson, Svankz. Austin H. Bromn, Clerk von Marion County, In dianapoliS, Ind. ,KW n I. C. W a l k e r, M. D., Präsident xro tem. Ctadtrsih, JndianarolS. W. O. ffoler, Deput? Staat?,Schatzmeister, Jndia narol S. Ind. Agenten verlangt für jede Stadt und jede? Dorf des Landes. Loofe . . . (52.011. Man sende durck die Pest, in Menev'Order, regi siri'te Brie'e, Bark.Dtt,n oder durch ExikK. L!an sende für Enculare. Man adressire : ' ? , - M. 2. ?yon. SvanSville. oder Ken. Dn. Macauley, Zimmer 1, Ieurnel 8 jen biiav GcbäudeJndranarolr, Ind., Seketäre.
